20-Jahr-Jubiläum: YouTube zelebriert den Weg zur globalen Kreativplattform

Vor 20 Jahren ging mit «Me at the Zoo» das erste Video auf YouTube online. Heute zählt die Plattform rund 6,5 Millionen Nutzer:innen in der Schweiz – und eine wachsende Zahl international erfolgreicher Creator.

(Illustration: Google)

Am 23. April 2005 wurde auf YouTube das erste Video veröffentlicht, eine 19-sekündige Aufnahme im Zoo von San Diego. Heute – genau zwei Jahrzehnte später – ist aus YouTube eine globale Videoplattform entstanden, die mit Milliarden von Nutzer:innen zu einem bedeutenden Teil der digitalen Kultur- und Kreativwirtschaft zählt. In der Schweiz nutzen rund 6,5 Millionen Menschen YouTube monatlich.

Die Plattform hat sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt – von einem Ort für einfache Amateurvideos hin zu einem Ökosystem, in dem Inhalte auf professionellem Produktionsniveau entstehen. Viele Creator arbeiten mittlerweile mit eigenen Studios und nutzen YouTube nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Verbreitung von Bildungs- und Informationsinhalten. Die Bandbreite reicht von Tutorials und Reportagen bis hin zu Serienformaten, die mit klassischen TV-Produktionen vergleichbar sind.

Laut Angaben von Google hat YouTube in den vergangenen drei Jahren weltweit über 70 Milliarden US-Dollar an Creator ausgezahlt. Rund drei Millionen Content-Produzent:innen profitieren derzeit von dieser Monetarisierungsmöglichkeit – über 500’000 von ihnen sind seit mehr als zehn Jahren aktiv.

Auch in der Schweiz hat sich eine dynamische YouTube-Community etabliert. Mehr als zwanzig Creator aus der Schweiz haben inzwischen jeweils über eine Million Abonnent:innen. An der Spitze steht Kris8an, dessen Fashion- und Beauty-Inhalte eine internationale Fangemeinde von 7,32 Millionen Menschen ansprechen. Zu den meistabonnierten Schweizer Kanälen gehören auch Nicocapone oder Swissbeatbox.


Im März lud YouTube im Rahmen des Jubiläums zu einem Press Event nach Zürich. Mit seiner Kamera fing m&k-Redaktor Beat Hürlimann vor Ort die Eindrücke der Veranstaltung ein.

Fernsehen: Internet bleibt laut Zattoo-Report wichtigster Empfangsweg

Gemäss dem Zattoo TV-Streaming Report bleibt auch 2025 das Internet der wichtigste TV-Empfangsweg in der Schweiz. So nutzen 61 Prozent der Schweizer:innen ihr Fernsehprogramm über OTT- oder IPTV-Angebote. Dabei bleibt der Anteil im Vergleich zum Vorjahr stabil, während sich kabelgebundene und satellitengestützte Empfangswege nicht weiterentwickeln.

(Grafiken: Zattoo TV-Streaming Report 2025)

Dem Report zufolge bleibt der TV-Empfang über das Internet auch im Jahr 2025 die meistgenutzte Empfangsart in der Schweiz. 61 Prozent der Schweizer Bevölkerung empfangen ihr TV-Programm über das Internet – ein stabiler Wert im Vergleich zu 2024. Auch der Empfang über Kabel (32 %) und Satellit (10 %) bleibt nahezu unverändert. Mit Blick auf die Hauptempfangsart für das eigene TV-Programm zeigt sich, dass der Wandel hin zu internetbasiertem Fernsehen weiter voranschreitet: Rund ein Drittel setzt bereits hauptsächlich auf TV-Streaming als primären Empfangsweg.

«Unsere aktuellen Zahlen zeigen, dass Internetfernsehen in der Schweiz längst mehr als nur eine Ergänzung zu klassischen Empfangswegen ist», erklärt Jörg Meyer, Chief Commercial Officer bei Zattoo. «Rund zwei Drittel nutzen OTT- oder IPTV-Angebote bereits als primäre Lösung für den TV-Empfang. Das widerspricht der weit verbreiteten Annahme, dass Internet-TV vor allem mobil als kurzfristige Alternative für spezielle Anlässe genutzt wird. Vielmehr zeigt sich, dass Internetfernsehen fest im Alltag verankert ist und für viele Haushalte zur ersten Wahl geworden ist. Das zeigen auch die Daten von Zattoo zur Nutzung auf Connected TVs.»

Live-TV bleibt weiterhin relevant

YouTube ist mit 65 Prozent weiterhin das meistgenutzte TV- und Videoangebot im Internet. Das klassische Live-Fernsehen wird mittlerweile von 41 Prozent der Schweizer:innen über das Internet konsumiert – ein Anstieg gegenüber den Vorjahren. Dahinter folgen Video-on-Demand-Angebote (24 %) sowie die Mediatheken der Sender (22 %). Besonders interessant ist der Blick in die Zukunft: 81 Prozent der Befragten glauben, dass sie in fünf Jahren weiterhin Live-TV nutzen werden – rund zwei Drittel davon regelmässig oder gelegentlich.

Nutzung am TV-Gerät bleibt dominant

Die TV-Nutzung verlagert sich weiter auf den grossen Bildschirm. Über die Hälfte (53 %) der Schweizer Internet-TV-Nutzenden bevorzugt den Smart-TV für das Fernsehen – ein Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und insgesamt um 36 Prozent in den letzten fünf Jahren. Das Smartphone ist mit 45 Prozent immer noch das zweitbeliebteste Gerät für TV-Streaming. Dahinter folgen Laptop und PC (39 %), das Tablet (28 %), Streaming-Geräte (20 %) sowie Spielekonsolen (12 %). Die Zahlen bestätigen den Trend, dass sich TV-Streaming-Angebote endgültig im Wohnzimmer etabliert haben.

Keine Veränderung in Bezug auf die ökonomische Lage

Die wirtschaftliche Lage wirkt sich weiterhin auf die Streaming-Nutzung aus, allerdings bleibt die Zahl der Kündigungen stabil. 21 Prozent der Befragten gaben an, im letzten Jahr ein Streaming-Abo aus finanziellen Gründen gekündigt zu haben – genauso viele wie im Vorjahr. Auch das Wechselverhalten zeigt dem Report zufolge keine signifikanten Veränderungen: 52 Prozent der Kündigenden wechselten zu einem günstigeren Abo, während 26 Prozent auf ein kostenloses Angebot umgestiegen sind.

Interessant ist aber, dass 26 Prozent der Schweizer:innen angeben, bewusst ein Streaming-Abo nur für einen kurzen Zeitraum abgeschlossen zu haben, etwa um eine bestimmte Serie, einen Film oder ein Sportevent zu sehen, um es anschliessend wieder zu kündigen. Diese Entwicklung zeigt, dass flexible und kurzfristige Abo-Modelle für viele Nutzer:innen eine immer grössere Rolle spielen.


Grundlage für den Report ist eine Online-Umfrage von YouGov, an der 1’021 Personen in der Schweiz zwischen dem 13. und 20.01.2025 teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren. Bereits seit 2015 setzt Zattoo diese Umfrage jährlich in der Schweiz um. Mithilfe des TV-Streaming-Reports lassen sich aktuelle Entwicklungen in der Internet- und Fernsehnutzung sowie im Bereich TV-Streaming erkennen. Damit will Zattoo einen Beitrag zur Diskussion um die Bedeutung von TV-Streaming leisten. Der Report kann hier heruntergeladen werden.

Samsung Schweiz setzt AI Experience Tour 2025 fort

Nach dem Auftakt in Zürich und einem Festivalauftritt in St. Moritz tourt Samsung Schweiz mit einer interaktiven Roadshow weiter durch die Schweiz. Im Zentrum stehen Anwendungen der Galaxy AI, präsentiert in einem erlebnisorientierten Format.

(Bilder: zVg.)

Samsung Schweiz führt auch 2025 die AI Experience Tour fort. Nach dem Start in Zürich machte das Unternehmen Station am SunIce Festival in St. Moritz und plant weitere Auftritte an publikumsstarken Events, darunter die Fantasy Basel Ende Mai.

Die Roadshow rund um Galaxy AI zielt darauf ab, Besucher:innen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Samsung-eigenen KI-Technologie im Alltag näherzubringen. Gezeigt werden Funktionen wie Live-Übersetzungen, smarte Bearbeitung von Bildern und kreative Textunterstützung. Samsung setzt dabei auf ein spielerisches Format mit der Unterstützung von Promotor:innen. In St. Moritz wurde zudem die Challenge «How Long Can You Hang» durchgeführt, bei der Teilnehmer:innen einen Galaxy Ring gewinnen konnten. Zudem gab es am Festival in St. Moritz Bargeld und ein Galaxy S25 Ultra zu gewinnen.

Begleitet wird die Tour von Content Creators, die vor Ort ihre Erfahrungen mit Galaxy AI weitergeben und mit dem Publikum in Dialog treten. «Mit der AI Experience Tour 2025 möchten wir zeigen, wie viel kreative Power und praktischer Nutzen in unseren Galaxy AI-Features steckt und dies auf eine spielerische, zugängliche Art und Weise. Festivals wie das SunIce bieten dafür das perfekte Umfeld», erklärt Marketing Director Toni Koller.

Nächste Station der Tour ist die Fantasy Basel vom 29. bis 31. Mai. Weitere Standorte sind in Planung und werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Ultraperfekt setzt für Findea-Webrelaunch auf ChatGPT

Für den umfassenden Webrelaunch von Findea.ch kam die ChatGPT-API zum Einsatz: Über 2’100 Blogartikel wurden automatisiert in vier Sprachen übersetzt und nativ integriert. Für die Umsetzung zeichnet Ultraperfekt verantwortlich.

Die Treuhandplattform Findea hat ihre Website Findea.ch einem umfassenden Relaunch unterzogen. Technologisch basiert das neue digitale Erlebnis auf Webflow, visuell gestaltet und umgesetzt wurde es von der Agentur Ultraperfekt. Speziell am Projekt war, dass der gesamte Blogbereich durch die Integration der ChatGPT-API automatisiert übersetzt, überarbeitet und neu integriert wurde – ganz ohne manuelle Contentpflege.

Sprachlich inklusiver Blog

Im Zentrum des Relaunchs stand die Vision, den ehemals externen Blog direkt und mehrsprachig in die neue Webpräsenz zu integrieren. Auf Basis von 718 deutschsprachigen Artikeln entstand so ein redaktionelles Fundament, das nun in Französisch, Italienisch, Englisch und Deutsch zugänglich ist. Insgesamt wurden 2’141 Blogartikel automatisiert übersetzt und eingebunden. Ultraperfekt zufolge sei dies ein «beispielloser Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Content-Lokalisierung».

KI statt manueller Migration

Was klassischerweise einen immensen manuellen Aufwand bedeutet hätte, wurde durch den gezielten Einsatz der ChatGPT-Technologie elegant gelöst. Nicht nur Übersetzungen, sondern auch das Generieren fehlender Inhalte, Meta-Daten und strukturierter Textelemente geschah automatisch – validiert durch ein intelligentes Prüfsystem, das die Qualität sicherstellte. So konnten Content Manager vollständig entlastet und der Rollout erheblich beschleunigt werden.

Für Findea.ch-CMO Mattia Piccoli ist der neue Webauftritt mehr als ein technisches Update: «Wir zeigen mit diesem Projekt, wie KI uns nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt – indem repetitive Aufgaben automatisiert und kreative Ressourcen freigesetzt werden.»


Verantwortlich bei Ultraperfekt (Umsetzung): Mathieu Cailleaud (Co-Founder und Head of Design & Innovation), Thomas Kendlinger, (Co-Founder und Head of Strategy).

Philoro und Cash.ch starten Werbe-Kooperation

Der Edelmetallhändler Philoro und das Wirtschafts- und Finanzportal von Ringier Medien Schweiz Cash.ch starten eine Werbe-Kooperation. Philoro bietet auf diversen Unterseiten von Cash.ch in Echtzeit die Produkt-Preise von physischen Edelmetall-Produkten an.

(Bild: zVg.)

Auf Cash.ch werden beispielsweise die Echtzeitpreise von Produkten wie dem 20-Franken-Goldvreneli oder dem Goldbarren 1 Unze angezeigt. Denn der Wert dieser handelbaren, physischen Goldprodukte sei sowohl für Kaufende wie auch Verkaufende interessant, erklärt Philoro-CEO Christian Brenner: «Während die gängigsten Finanzplattformen nur den Goldpreis darstellen, profitieren die Leserinnen und Leser von Cash.ch nun von Echtzeit-Informationen über die Preise von gängigen Edelmetall-Produkten.» Damit könnten nun Vergleiche gezogen werden zu dem, was die Hausbank anbiete, so Brenner weiter.

«Die Fixintegrationen sind ein sehr beliebtes Werbeformat bei Cash.ch», ergänzt Thierry Hansen, Head of Sales Ringier Advertising. «Der kurze Weg zwischen der Platzierung und dem Trade sowie der starke thematische Bezug machen es sowohl für den Nutzer als auch für den Werbekunden äusserst attraktiv.»

Die Preise der gängigsten physischen Edelmetall-Produkte werden auf Cash.ch im Bereich «Rohstoffe & Edelmetalle» angezeigt. Zum Beispiel auf den Seiten zu den Preisen von Gold, Silber, Platin und Palladium in den verschiedenen Währungen. Die Produktauswahl rotiert, die Preise werden alle fünf Minuten aktualisiert.

BlueGlass | Team Farner gewinnt Pitches von Ewz, Zermatters und Sprüngli

Die Agentur BlueGlass | Team Farner konnte in mehreren Pitches überzeugen: Sie bleibt Agenturpartnerin von Ewz und verantwortet künftig auch Webprojekte für Zermatters und die Confiserie Sprüngli.

Die Zürcher Agentur konnte sich in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren erneut gegen Mitbewerbende durchsetzen und wird das Mandat für Ewz fortführen. Seit 2021 betreut BlueGlass den Energiedienstleister in den Bereichen SEO, SEA, UX, Analytics sowie Social Media und Community Management. Die Zusammenarbeit wird nun über mehrere Jahre verlängert.

Zudem gewann BlueGlass zwei weitere Pitches: Für die Anbieterin von Outdoor-Erlebnissen in Zermatt «Zermatters» wird ein neuer Webauftritt entwickelt. Die künftige Plattform soll sich durch eine enge Verzahnung von Content und Commerce sowie eine verbesserte Auffindbarkeit über Suchmaschinen auszeichnen. BlueGlass übernimmt dabei die Konzeption, das Screendesign und den Content-Ansatz in einem mehrsprachigen Setup. Ergänzend unterstützt die Agentur Zermatters mit einem SEO-Workshop zur eigenständigen Erstellung weiterer Inhalte mit erhöhter Sichtbarkeit.

Auch die Confiserie Sprüngli setzt künftig auf die Expertise von BlueGlass. Gemeinsam mit dem technischen Partner Sitewerk hat sich die Agentur in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. Ziel ist die konzeptionelle Weiterentwicklung der digitalen Präsenz des Unternehmens.

MMA Germany wird zu MMA DACH

Der Marketingfachverband MMA Germany weitet seinen Wirkungsbereich aus und tritt neu als MMA DACH auf. Mit dem Schritt öffnet sich das Netzwerk für Mitglieder aus der Schweiz und Österreich – begleitet von einem Markenrelaunch.

Der Marketingfachverband MMA Germany firmiert neu unter dem Namen MMA DACH. Damit erweitert das deutsche Chapter der Mobile Marketing Association seinen Fokus auf die gesamte DACH-Region und ist ab sofort auch in der Schweiz und in Österreich aktiv. Mit dem neuen Namen einher geht ein umfassender Markenrelaunch, der unter anderem ein überarbeitetes Logo und eine aktualisierte Webseite umfasst.

Die MMA versteht sich als branchenübergreifendes Netzwerk für Fachleute aus Marketing, Medien und Technologie. Ziel ist es, den Wissenstransfer zu aktuellen Entwicklungen wie künstlicher Intelligenz, Data Analytics oder Retail Media zu fördern und den Austausch zwischen Unternehmen in der Region zu intensivieren. Bereits 2024 war mit der Umbenennung des «Smarties Awards Germany» in «Smarties DACH Award» ein erster Schritt in Richtung einer regional erweiterten Ausrichtung erfolgt. Seither können sich auch Unternehmen aus der Schweiz und Österreich für den Branchenpreis bewerben.

Daniel Jäger, Head of Group Media bei der Deutschen Telekom und Board Director bei MMA DACH, kommentiert: «Mit unserer neuen Rolle als MMA DACH erreichen wir das nächste Level. Wir sind davon überzeugt, dass die Mitglieder des MMA von dieser Erweiterung durch das noch grössere Netzwerk und den damit verbundenen erweiterten Erfahrungsaustausch über die Landesgrenzen hinaus sehr profitieren werden.»

Die erste Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Vertreter:innen des neu formierten Verbandes bietet sich am Branchenevent OMR in Hamburg vom 6. bis 7. Mai 2025.

Übersetzungstool soll rätoromanische Idiome digital stärken

Die Lia Rumantscha entwickelt gemeinsam mit der Universität Zürich ein webbasiertes Übersetzungsprogramm für alle rätoromanischen Idiome, Rumantsch Grischun und Deutsch. Das Projekt ist Teil der digitalen Transformationsstrategie und soll der Sprachgemeinschaft breiten Zugang ermöglichen.

Nicolas Pernet (links), Direktor Radiotelevisiun Svizra Rumantscha, und Markus Solinger, Generalsekretär der Lia Rumantscha. (Bild: Dominic Pohle)

Die Lia Rumantscha hat eine langfristige Zusammenarbeit mit der Computerlinguistik der Universität Zürich gestartet. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung eines Übersetzungsprogramms, das sämtliche Idiome des Rätoromanischen, Rumantsch Grischun sowie Deutsch abdeckt. Bereits 2022 lancierte Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) ein Tool zur Übersetzung zwischen Rumantsch Grischun und Deutsch. Das neue Projekt ergänzt dieses Angebot nun mit den Idiomen und wird künftig unter der Leitung der Lia Rumantscha weiterentwickelt.

Die Software soll ein Jahr nach Projektstart betriebsbereit sein. Sie wird über das Web frei zugänglich sein und für den professionellen Einsatz auch via Programmierschnittstellen (APIs) verfügbar gemacht. Die Lia Rumantscha verantwortet die Koordination und Bereitstellung der sprachlichen Daten. Die Universität Zürich entwickelt die zugrunde liegende Technologie, RTR unterstützt mit Textmaterial und redaktionellem Know-how. Auf Basis dieser Daten entsteht ein Sprachmodell, das als technisches Fundament der Übersetzungssoftware dient.

«Dank der langfristigen Zusammenarbeit mit der Universität Zürich sind wir technologisch am Puls der Zeit und können auch zukünftig neue Angebote zugunsten der rätoromanischen Sprache schaffen», sagt Markus Solinger, Generalsekretär der Lia Rumantscha. «Dieses Projekt stellt einen konkreten Schritt in der Umsetzung der Strategie für die digitale Transformation dar, die auf einer engen Zusammenarbeit rätoromanischer Institutionen basiert.»

Digitale Transformation wird vorangetrieben

Das Projekt entstand aus dem Bedarf von über 20 Gemeinden und Institutionen, die im Rahmen der strategischen Grundlagenarbeiten ihre Bedürfnisse artikuliert hatten. In der Folge wurde RTR in den Prozess eingebunden. «RTR arbeitet täglich mit der rätoromanischen Sprache, entwickelt sie weiter, erstellt und übersetzt regelmässig idiomatische Texte und verbreitet diese über die Sprachgrenzen hinweg an ein breites Publikum», erklärt Nicolas Pernet, Direktor von RTR. «Als rätoromanisches Medienhaus ist es für uns wichtig, dieses Projekt zu unterstützen und die rätoromanischen Kräfte zu bündeln.»

Die Übersetzungssoftware ist Teil der im März 2025 veröffentlichten Strategie zur digitalen Transformation der rätoromanischen Sprache. Deren Ziel ist es, die Sichtbarkeit des Rätoromanischen im digitalen Raum zu erhöhen und damit dessen Anwendung im Alltag zu erleichtern. Die Projekte werden institutionenübergreifend von Lia Rumantscha, RTR, Fundaziun Medias Rumantschas und Dicziunari Rumantsch Grischun koordiniert.

Temu entfernt Glücksräder und zeigt Kontaktangaben von Verkäufern

Temu verzichtet ab sofort auf verschiedene unlautere Verkaufspraktiken. Dazu gehören Floskeln wie «Blitzangebot» oder «Beeilen Sie sich!». Die Shoppingplattform reagiert damit auf eine Intervention des Bundes, bei dem sich hiesige Händlerorganisationen beschwert hatten.

(Symbolbild: Unsplash.com)

«Beeilen Sie sich, sonst verpassen Sie etwas!» Mit solchen und ähnlichen Sprüchen versuchte die Onlineshopping-Plattform Temu, Kundschaft zu einem raschen Kauf zu bewegen. Derartiges Marketing, das User:innen unter künstlich erzeugten Zeitdruck setzt, gilt in der Schweiz als unlauter und ist somit verboten.

Auch Temu macht nun offenbar mit derartiger Verkaufsförderung Schluss. Zumindest sichert dies die Onlineplattform gegenüber dem Staatssekretariat für Wirtschaft Seco zu. Dieses tauschte sich mit dem in Irland ansässigen Unternehmen Whaleco Technology aus, dass für Temu in der Schweiz verantwortlich ist, wie es in einer Mitteilung heisst. In der Folge habe Whaleco die Darstellung des Angebots der Online-Plattform schrittweise und kurzfristig verbessert. Laut dem Seco gehören folgende Änderungen zu den wichtigsten:

  • Bei Rabatten beziehungsweise Preisvergleichen präzisiert Temu neu, dass der durchgestrichene Referenzpreis der Produktepreis auf Temu unmittelbar vor der Preissenkung ist.
  • Name, Adresse und E-Mail der Verkäufer sind neu angegeben.
  • Es erscheint keine Benutzeraktivität in Form eines Glücksrades mehr.
  • Die Angabe «Fast ausverkauft» wird angegeben, wenn der Lagerbestand zwischen 99 und 20 Einheiten liegt und damit innert weniger Tage ausverkauft ist. Zuvor wurde die Angabe «Fast ausverkauft» bei einem Lagerbestand zwischen 199 und 20 Einheiten verwendet. Ein Kontrollmechanismus stellt die angemessene Verwendung der Angabe sicher.
  • Temu entfernt verschiedene Angaben, die Kund:en zeitlich unter Druck setzten (zum Beispiel «Beeil Dich! Über x Personen haben diesen Artikel in ihrem Einkaufswagen!»), respektive Zeit reduzieren (zum Beispiel «Blitzangebot»).
  • Auch aus Marketing-Mails streicht Temu verschiedene Angaben, die Kund:innen emotional und zeitlich unter Druck setzten (zum Beispiel «Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen», «Beeilen Sie sich, sonst verpassen Sie etwas», «Sie müssen etwas unternehmen, sonst ist Ihr Favorit ausverkauft»).

Händler sehen Gesetzgeber in der Pflicht

Whaleco habe sich verpflichtet, diese Änderungen beizubehalten, teilt das Seco mit. Die Verhandlungen mit der Onlineplattform führte die Behörde nach Beanstandungen durch die Schweizer Konsumenten- und Händlerverbände. Die Swiss Retail Federation, die sich in einer eigenen Mitteilung als «treibende Kraft hinter der Beschwerde» präsentiert, zeigt sich erfreut über das Erreichte: Die offiziell unterzeichnete Unterlassungserklärung von Temu markiere einen ersten wichtigen Schritt hin zu faireren Wettbewerbsbedingungen für den Schweizer Detailhandel. Alle Marktteilnehmenden – ob inländisch oder international – müssten sich an die Regeln des lauteren Wettbewerbs halten, erklärt die Organisation.

Doch noch sind hiesige Händler nicht vollends zufrieden. So hebt etwa der Handelsverband.swiss hervor, dass zwar Fragen zur Preisbekanntgabe oder zum unlauteren Wettbewerb besprochen worden seien. Klärungsbedarf sieht die Organisation jedoch in den Bereichen Produktehaftpflicht, Produktesicherheit sowie Rücknahme und Entsorgung elektronischer Geräte. Die entsprechenden rechtlichen Grundlagen seien mitunter ungenügend und müssten gegebenenfalls angepasst werden.

Seitens Seco hat Temu vorerst nichts zu befürchten. Es stünden keine rechtlichen Schritte gegen Whaleco bevor, bestätigt die Behörde in der Mitteilung. Allerdings würde das Seco bei neuen Beschwerden betreffend die Lauterkeit des Angebots die Whaleco erneut in die Pflicht nehmen. (René Jaun/dda/swi)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Christoph Bitter wird Leiter Marketing / Fundraising bei ERF Medien Schweiz

In der Leitung des Bereichs Marketing / Fundraising von ERF Medien kommt es zu einem personellen Wechsel: Mathias Fontana, seit November 2019 Leiter des Bereichs, verlässt ERF Medien Ende April 2025 und stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung. Per 1. Juli 2025 übernimmt Christoph Bitter seinen Posten.

(Bild: zVg. ERF Medien)

Während seiner Tätigkeit als Leiter Marketing/Fundraising bei ERF Medien begleitete Mathias Fontana massgebliche Veränderungen, wie etwa die Umstellung des CRM-Systems, den Wechsel zum digitalen Arbeitsplatz sowie den Umbau der Geschäftsräumlichkeiten. Dabei habe er entscheidend zur strategischen Ausrichtung und Stärkung der Markenpräsenz beigetragen, schreibt das Medienunternehmen in einer Mitteilung.

Ab 1. Juli 2025 übernimmt Christoph Bitter die Leitung Marketing / Fundraising bei ERF Medien und wird damit auch Teil der Geschäftsleitung. Bitter bringt viel Erfahrung in den beiden Bereichen mit. Unter anderem verantwortete er als Leiter Fundraising bei der Heilsarmee Schweiz den Aufbau und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Marketingabteilung.

Sir Mary: Wie die PostFinance zu gutem Schlaf beiträgt

Ganz im Sinne des neuen Leitsatzes «Wissen, was zählt», stellt Sir Mary in einer grossangelegten Kampagne rund um das Thema Anlegen, Finanzieren und Vorsorgen ein menschliches Bedürfnis in den Mittelpunkt: guten, sorglosen Schlaf. Denn Studien zeigen: Wer sich finanziell in vertrauenswürdigen Händen wärt, schläft besser.

In der aktuellen Kampagne macht Sir Mary schlafende Menschen zu Hauptdarsteller:innen. Vier Filme mit unterschiedlichen Settings entfalten ihre Kuriosität behutsam und schrittweise – indem Störfaktor für Störfaktor klar wird, dass PostFinance-Kund:innen nichts aus ihrem sorglosen Schlaf reissen kann. Egal wie laut, nass, penetrant oder nervig das Umfeld ist. Die Filme werden als klassische TV-Spots, wie auch über sämtliche digitale und Social-Media-Kanäle ausgespielt.

Auf (D)OOH und in Digital-Ads werden aufmerksamkeitsstarke Still- und Bewegtbild-Motive eingesetzt: Schlafende Menschen – mit offenem Mund, verdrehter Lippe oder in kuriosen Positionen – illustrieren im Zusammenspiel mit den überraschenden Schlaf-Headlines die Botschaft der Kampagne.

Die Massnahmen sind Mitte April schweizweit im TV, online, auf Social Kanälen und (D)OOH zu sehen. Weitere digitale Aktivierungen und Audio-Spots folgen im zweiten Halbjahr.


Verantwortliuch bei PostFinance: Anna Tschaggelar (Marketing Manager), Florian Grützner (Marketing Manager), Ron Sinoimeri (Marketing Manager). Verantwortlich bei Sir Mary: Adrian Merz (Executive Creative Director), Katrin Espelage (Creative Director), Sandro Heierli (Art Director), Torben Cording (Senior Art Director), Sebastian Boucharéb (Senior Copywriter), Tobias Natterer (Copywriter), Florian Maissen (Graphic Designer), Jasmin Jost (Senior Account Manager), Sinah Bucheli (Junior Account Manager), Anna Jakrlin (Digital Strategist), Nicolas Hostettler (Managing Director), Daniel Zuberbühler (Managing Partner). Produktion: Czar Film (Produktion): Bart Timmer (Regie), Wouter Westendorp (DoP), Florian Nussbaumer (Executive Producer), Sandy Blum (Producer), Nadia Stähelin (Production Assistant), Carlo Eposito (Photo-Producer), Marko Strihic (Editor), Post Office Amsterdam (VFX), Patcharee Sa-ardkitinun (Grading), DubDub (Sounddesign & Mix), Ballad (Musik), Michel Hoffmanns (Post Producer CZAR), Markus Mueller (Fotograf), Tristan Siefert (Moving Stills DoP). Media: Havas Media: Adrian van Velsen (Head of Strategy), Tiziana Arcadi (Senior Account Manager), Lena Rüdisüli (Account Manager); Webrepublic: David Rubeli (Consultant Programmatic Advertising), Michelle Ryf (Consultant Performance Marketing), Nicola Muri (Senior Consultant Performance Marketing), Marlon Bär (Consultant Social Media Marketing, Johannes Ardelt (Consultant Media & Strategy), Vanessa Pinter (Account Director).

Neue Markenpositionierung für Planted: Christian Stucki wird Botschafter

Das FoodTech-Unternehmen Planted startet mit einer neuen Markenpositionierung und einer Kampagne in die diesjährige Grillsaison. Mit an Bord ist der ehemalige Schwingerkönig Christian Stucki als neuer Markenbotschafter.

Im Rahmen der neuen Markenpositionierung verabschiedet sich Planted von der veganen Nische und setzt mit dem neuen Claim «Approved by Meat Lovers» auf eine breitere Zielgruppe. Statt den Fokus auf Verzicht zu legen, betont Planted den echten Fleischgenuss. Die weiterhin vollumfänglich pflanzlichen Produkte richten sich an alle, die den Geschmack von Fleisch lieben, jedoch eine nachhaltige und gesündere Alternative suchen. «Es geht uns nicht darum, Fleisch zu verteufeln, sondern wir wollen mit unseren leckeren Produkten zum bewussten Konsum motivieren. Wer Planted noch nie probiert hat, wird überrascht sein, wie gut es schmeckt – so wie zum Beispiel Chrigu Stucki wollen wir auch andere Fleischliebhaber:innen für uns gewinnen», erklärt Planted-Mitgründer Pascal Bieri.

Ein Botschafter mit Leidenschaft für Fleisch

Der ehemalige Schwingerkönig begleitet Planted bei der Umsetzung dieser Strategie als Botschafter. Seine unverfälschte Art und seine Vorliebe für herzhaftes Essen machen ihn zu einem «idealen, glaubwürdigen Markenbotschafter», heisst es vom Unternehmen.

Stucki setzt sich seit längerem mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und versucht parallel dazu seine Ernährung zu optimieren. Er hat im Zuge dessen pflanzliche Proteine von Planted als sinnvolle Ergänzung für sich entdeckt. «Ich habe zum Beispiel das planted.steak probiert und war ehrlich überrascht, wie gut es mir schmeckt. Dank der natürlichen Zutatenliste und den guten Nährwerten ist es für mich kein Kompromiss, sondern eine super Wahl», so Stucki.

Mit dieser Partnerschaft will Planted zeigen, dass seine Produkte keinesfalls nur für Veganer:innen oder Vegetarier:innen gedacht sind, sondern auch für Fleischliebhaber:innen.

DACH-Grillkampagne zum Start in die Grillsaison

Zum Auftakt der neuen Positionierung «Approved by meat lovers» lanciert Planted einen Werbespot, der die Grillsaison einläutet: Schwingerkönig Christian Stucki steht am Grill, Planted.steak auf dem Rost, und sagt: «Ich bin ja kein Veganer…» – was jedoch als klassische Grillparty beginnt, wird schnell zu einem explosiven BBQ – mit Alpakas.

Planted setzt mit dem Werbespot im ganzen DACH-Raum auf maximale Sichtbarkeit mit einer gross angelegten TV-Kampagne.

Die ersten Werbespots sind seit Montag auf den Sendern von ProSiebenSat.1 und der Streaming-Plattform Joyn in Deutschland und Österreich zu sehen. Zusätzlich wird der Videoclip in der Schweiz auf verschiedenen digitalen Medien und Streaming-Plattformen erscheinen.


Verantwortlich bei Planted: Sampo Lenzi (Global Brand & Creative Director), Joanna Lazar (CMO), Freddy Dreier (Concept & Copywriting), Cagdas Cakmaktas (Creative Lead), Florence Gubler (Head of Channel & Media), Sidonia Egli (Head of Marketing CH), Victoria André (Head of Marketing DE/AT), Christin Monville (Head of Product & Portfolio Management), Giuliana Pastore (Lead Digital Marketing), Sara Stulz (Digital Marketing Manager), Lucy White (Consumer Insights), Sofia Carvalho (Digital Marketin Manager), Lea Schwegler (Social Media Content), Laura Graf (Polygraf), Luca Sorrentino (UX); François Poulain (Culinary Lead), Pirmin Kaspar (Culinary Expert), Gioele Fiorin (Culinary Developer). Produktion: Studio Nord, Regie: Nadja von Burg & Valentin Kathriner, DoP: Valentin Kathriner.

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