Irgendwann klappt’s dann schon mal

Für gewisse Dinge hat man einfach kein Talent. Wenn dem schlechtesten Golfspieler mal ein Hole-in-one gelingt, ist das etwa wie ein Sechser im Lotto – was sich The Irish National Lottery und Core auch gedacht haben.

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Der TV-Spot der irischen Lotterie erzählt von einem nicht sehr begabten Golfspieler, dem alle möglichen Missgeschicke passieren. Von Erfolg keine Spur. Der Ball landet überall – im See, im Sand oder sogar in einem Baum – aber nicht im Loch.

Trotz allem bleibt der Golfspieler mit dem merkwürdigen Abschlag hartnäckig und versucht es weiter, bis ihm das unmöglich Geglaubte gelingt: Der Ball fliegt über verschiedene Umwege, darunter ein Schild, eine Brücke und ein Rasenmäher, mit beiden Hälften ins Loch. Manchmal werden Träume eben doch wahr. Und manchmal ist es eben auch möglich, Lotterie-Millionär zu werden.

Die Idee stammt von der irischen Agentur Core. Arrow Films hat den Film in Zusammenarbeit mit Regisseur Damien O’Donnell produziert.

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Das Internet vergisst nicht

Eine Printkampagne von The Newtons Laboratory für Wind Telecommunications Griechenland zeigt auf, wie weitgreifend die Folgen eines unüberlegten Uploads sein können.

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So schnell wie eine Nacktaufnahme von sich selbst gemacht und an eine andere Person gesendet ist, so lange kann das entsprechende Material danach im Internet verbleiben und in viele Hände gelangen. In Zeiten von TikTok, Instagram, Snapchat und Co. ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und vor allem den jüngeren Generationen klar zu machen, wie schwerwiegend die Folgen einer solch unüberlegten und oftmals impulsiv ausgeführten Handlung sein können.

The Newtons Laboratory schlägt eine clevere thematische Brücke zu Aktportraits verschiedener Maler, die weit gereist sind und sogar mehrere Naturkatastrophen und Kriege überstanden haben. Analog dazu bleiben Daten – einmal im Internet – nie gänzlich gelöscht. Deswegen: Überlege, bevor Du auf «Senden» drückst.

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Reisetipps von Hunden für Hunde

Visit North Carolina hat eine Stelle der etwas anderen Art ausgeschrieben und nach einem tierischen Reiseberater gesucht.

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Einer US-Studie zufolge nehmen 45% der Haustierbesitzer ihre Hunde für mindestens zwei Nächte mit, wenn sie auf Reisen sind. Dabei wird weitgehend nur auf die Reisebedürfnisse des Besitzers geachtet.

Deswegen haben Visit North Carolina und LGA die Suche nach dem perfekten Hunde-Reiseberater gestartet. Und niemand versteht unsere treuen, vierbeinigen Gefährten besser als ein Hund. Unter hunderten Bewerbern wurde schlussendlich Mo zum Top Dog erkoren. Auf Dogtravelagent.com gibt die fünfjährige Hündin ihren Artgenossen Reisetipps und hilft bei der Reiseplanung.

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Dieser Verkehrsbetrieb wirbt fürs zu Fuss gehen

Um Social Distancing in Covid-19-Zeiten zu fördern, bittet der schwedische Verkehrsbetrieb Västtrafik die Passagiere, zu Fuss zu gehen anstatt den Bus zu nehmen. Idee und Umsetzung der Initiative stammt von der schwedischen Agentur Forsman & Bodenfors.

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Der Corona-Sonderweg, den Schweden gewählt hat, wird seit Beginn der Pandemie kontrovers diskutiert. Um den Empfehlungen der schwedischen Gesundheitsbehörde nachzukommen, will Västtrafik in Göteborg etwas dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Damit Busse und Strassenbahnen im Stadtzentrum von Göteborg nicht überfüllt werden, werden die Passagiere dazu ermutigt, auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu verzichten und öfters mal zu Fuss zu gehen. Dafür hat das Unternehmen den Streckenplan für das Strassenbahn- und Busnetz zu einer Wanderkarte erweitert.

Die Karte, auf der die Anzahl der Schritte zwischen den Haltestellen angegeben ist, erinnert daran, dass die Distanzen im Stadtzentrum von Göteborg eigentlich relativ gering sind und man durchaus einfach mal von A nach B spazieren kann. «Auf diese Weise möchten wir es sicherer machen für diejenigen, die wirklich öffentliche Verkehrsmittel benutzen müssen», lässt sich Lars Backström, CEO von Västtrafik, in einer Mitteilung zitieren.

Die neu gestaltete Karte wird in Printanzeigen und auf Plakatwänden an den Strassenbahnhaltestellen der Stadt Göteborg beworben.

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Burger King sorgt für Sicherheit an Bord

Einmal mehr verpackt die Fast-Food-Kette Burger King Covid-19-Sicherheitsinformationen auf humorvolle Weise in einer Kampagne. Buzzman France hat dafür den französischen Comedian Frédéric Testot an Bord geholt.

 

Französische Fast-Food-Fans können nun auch wieder in den Burger-King-Restaurants ihre Burger und Fritten geniessen. Und dies ganz beruhigt, denn Burger King hat sich der Sicherheit und Hygiene verschrieben.

Im Stile einer Sicherheitsinstruktion an Bord eines Flugzeugs führt der französische Comedian Frédéric Testot durch ein knapp 80-sekündiges Informationsvideo und zeigt, was hinter dem Tresen so alles (nicht) gemacht wird, um die Hygienestandards zu gewährleisten – Drohnen, Flammenwerfer und Star-Wars-Referenz inklusive. Schmunzeln garantiert.

Burger King

Make taste great again

Bei einer Erkältung kann sogar der saftigste Burger oder das fruchtigste Glacé wie Pappe schmecken. McCann Health visualisiert dies in einer Kampagne für Nasojet.

Make taste great again

Hauptsächlich im Winter, aber auch im Sommer werden Menschen immer wieder von einer hartnäckigen Lästigkeit heimgesucht: Die Erkältung macht uns müde, schlapp – und oftmals verlieren wir vorübergehend unseren Geschmackssinn. Man könnte eigentlich geradesogut Karton essen, denn schmecken tut man ja sowieso keinen Unterschied.

McCann Health Brazil greift diesen Aspekt auf und setzt in der Plakatkampagne für Nasojet auf Hamburger, Hot Dogs und Glacés, die aus Styropor und Karton bestehen. Immerhin gibt es Gegenmittel wie lindernde Nasensprays, die schnell Abhilfe verschaffen. So kann das Mahl bald wieder vollumfänglich genossen werden.

Kampagne für Nasojet

Mit «natürlichen Repellents» gegen das Coronavirus

Um sicherzustellen, dass alle die Social-Distancing-Verhaltensregeln einhalten, setzen Wunderman Thompson Italy und Burger King auf bewährte «natürliche» Abwehrstoffe: Rohe Zwiebeln en masse!

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In Italien ist der totale Lockdown vorüber. Zurzeit darf sich die Bevölkerung wieder frei bewegen, dabei gelten natürlich nach wie vor die Social-Distancing-Verhaltensregeln.

Der neue Streich von Wunderman Thompson und Burger King geht über traditionelle Verhaltenskommunikation hinaus und möchten mit einem neuen Produkt einen Beitrag zur Einhaltung der Verhaltensregeln leisten.

Entstanden ist der «Social Distancing Whopper». Ein wahrlich einzigartiger Burger, der – mit dreimal mehr Zwiebeln belegt – womöglich nicht unbedingt die Geschmacksnerven aller Konsumenten treffen wird. Trotzdem, der Burger wird wohl halten, was er verspricht: Distanz und somit Schutz für den Konsumenten und seine Peripherie. Da nimmt man gerne auch mal die Treppe anstelle des Aufzugs.

 

Falsch und geschmacklos: VW entschuldigt sich für Werbespot

Nach heftiger Kritik an einem auf Instagram geposteten Werbespot für den neuen Golf hat sich Volkswagen für das Video entschuldigt. Die kurze Sequenz hat starke Reaktionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

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Sie zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weissen Hand durchs Bild geschoben und anschliessend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird. «Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos», erklärte das Unternehmen dazu am Mittwoch in Wolfsburg.

Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, könne man verstehen. «Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte – und Konsequenzen daraus ziehen.»

Für einen Moment war gegen Ende des Werbefilms für das neue Golf-Modell auch eine Buchstabenfolge zu sehen, deren Einblendung das Wort «Neger» nahelegte. «Schon vor dem Hintergrund unserer eigenen Unternehmensgeschichte positioniert sich Volkswagen gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung», erklärten die Wolfsburger. Auch bei Twitter war der Clip zu sehen gewesen.

Eine erste Entschuldigung war zuvor auf Instagram verbreitet worden. «Wie ihr euch vorstellen könnt, sind wir überrascht und schockiert, dass unsere Instagram-Story derart missverstanden werden kann», schrieb VW dort zunächst.

Dies war stellenweise nochmals auf Kritik gestossen. Ein Nutzer schrieb: «Alles also nur eingebildet und ein Missverständnis? Sorry, aber den Rassismus bilden wir uns nicht ein. VW präzisierte daraufhin seine Entschuldigung. Das Unternehmen betonte ausserdem: «Viele Initiativen im Unternehmen und in unserer weltweiten Belegschaft fördern Vielfalt, Integration und eine vorurteilsfreie Zusammenarbeit.» (SDA)

Nutshell Films erzählt grauenhafte Costumer Journeys für BSI

Was macht eine perfekte Customer Journey aus? Nutshell und BSI zeigen mit einer vierteiligen Videoserie rund um die Kunstfigur Tim, einem «typischen» Retail-Kunden, wie es auf keinen Fall laufen sollte.

Die Vision von BSI ist gleichzeitig auch der Traum jeder Marketingexpertin und jedes Marketingexperten: Jedes Unternehmen kann seinen Kunden optimal zugeschnittene Costumer Journeys und Experiences bieten, ohne dabei grosse Streuverluste in Kauf nehmen zu müssen.

In ihrer zweiten gemeinsamen Arbeit zeigen BSI und Nutshell was bei Online-Marketing alles schieflaufen kann – und warum man`s besser mit den Lösungen von BSI macht. Der Schweizer Softwarehersteller BSI bietet mit der BSI Customer Suite eine ganzheitliche Plattform für die Digitalisierung der Kundenbeziehung. Für Retail, Banking, Insurance und Energy & Utilities hält BSI alles bereit, was es für exzellente Customer Experience braucht. Mitder Kampagne will das Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen vermehrt in Deutschland bekannt machen

Konsistente Kommunikation über alle digitalen Kanäle, 24/7-Kundenservice oder zielgruppengerechtes Targeting – diese Begriffe dürften allen Marketingfachleuten nur allzu bekannt sein. Und genau da setzt die Kampagne «Mach`s besser» an. Im Zentrum der Kampagne stehen vier Herausforderungen des digitalen Marketings, auf die BSI Antworten hat.

 


Verantwortlich bei BSI: Charlotte Malz (Marketing & Communications Manager), Bernhard Egger (Retail Community Manager), Isabelle von Burg (Digital Marketing Manager), Gesa Rasch (VP Strategic Marketing). Verantwortlich bei Nutshell: Yves De Prà (Creative Direction), Andreas von Muralt (Konzept, Text), Magnus Langset (Art Direction, Edit), Andreas von Muralt (Strategie), Justin Stoneham (Regie Film), Pascal Reinmann (Director of Photography Film), Roman Surber (Fotografie)

Wie die Coronakrise das Informationsverhalten beeinflusst

Die Corona-Krise beeinflusst das Informationsverhalten von Herrn und Frau Schweizer. Die repräsentative, neurowissenschaftliche Online-Studie «Corona und Mediennutzung» der unabhängigen Marktforscherin Ursula Kaspar beleuchtet, welche Medien in der Krise an Nutzung zulegen konnten und wer an Publikum eingebüsst hat, sowie die Rolle des limbischen Systems in diesem Prozess.

Informationsverhalten

In Krisenzeiten haben es die Werbe- und Medienbranche schwer, werden in diesen Bereichen die Budgets doch schon fast reflexartig als erstes gekürzt. Die aktuelle Studie von Ursula Kaspar soll aufzeigen, weshalb sich antizyklische Werbung dieser Tage lohnt, denn verschiedene Medienmarken und Kanäle verzeichnen seit Beginn der Corona-Krise einen deutlichen Nutzungszuwachs. Dies ist damit zu begründen, dass unser generelles Informationsbedürfnis durch die aktuelle Lage beeinflusst wird, und der Medienkonsum auch zum Zeitvertrieb in den eigenen vier Wänden stärker an Gewicht gewonnen hat.

 

24 Medienmarken wurden zum Teil häufiger konsumiert

Von 39 abgefragten Medienmarken wurden 24 Marken während der Krise deutlich häufiger konsumiert als vor der Krise. Spitzenreiter – von 37 Prozent der Bevölkerung netto häufiger genutzt – ist SRF 1 vor 20 Minuten (35%) und SRF Info (30%). Regionalzeitungen (20%), das Migros Magazin (16%), die Coop Zeitung, SRF 2 und Blick (je 15%), RTL (14%), Pro 7 (13%), verschiedene Regional-TV-Stationen sowie Radio SRF 3 (je 12%), Radio SRF 1 (11%) und Lokalradios (10%) legten am meisten zu.

Einen etwas geringeren Nettozuwachs zeigen Sat 1 (9%), VOX (8%), Lokalzeitungen und der Tages-Anzeiger (je 6%), 3+ (5%), Watson (4%), Energy (3%), NZZ und K-Tipp (je 2%) sowie der Beobachter (1%). Insbesondere die Sonntagszeitungen, die Wirtschaftsmedien und Spezialradios haben während der Krise netto an Beachtung verloren.

Informationsverhalten

Online-Medien und TV top

Danach befragt, welche Medienkanäle von Herrn und Frau Schweizer jetzt im Vergleich zu «vor Corona» häufiger genutzt werden, dürfen sich klar das öffentlich-rechtliche Fernsehen, Online-Zeitungen und die sozialen Medien zu den Gewinnern zählen. Denn bei der Betrachtung, welche Kommunikationskanäle während der Krise häufiger genutzt wurden, stehen Online-Zeitungen mit netto 44 Prozent Nutzungszuwachs ganz oben auf der Liste.

Knapp danach folgen das öffentlich-rechtliche Fernsehen (SRF) (43%) und die sozialen Medien (34%), unspezifisches Surfen im Netz (24%), Radio und Streamingdienste (je 18%) und Privatfernsehen (12%), Zeitschriften (7%) und Papierzeitungen (4%). Adressierte Werbung (-8%) und unadressierte Werbung (-13%) fanden netto weniger Beachtung als vor der Krise.

Informationsverhalten

Werte und Motive beeinflussen das Nutzungsverhalten

Den genannten Studienergebnissen zufolge ist das Umfeld für Bezahlmedien – ob Online oder in Papierform – deutlich härter als bei Gratiszeitungen oder Radio und TV mit automatischem Gebühreneinzug. Diese Entwicklung lässt sich aus neurowissenschaftlicher Sicht erklären. Eine Online-Paywall aktiviert nämlich unterbewusst das «Bestrafungszentrum» in unserem Gehirn, und ein physischer Kauf in einem Geschäft manifestiert sich in unserem Unterbewusstsein während der Krise als «Gefahr», was die Kauflust negativ beeinflusst.

Rund 90 bis 95 Prozent aller Entscheidungen werden im unbewusst arbeitenden Teil des Gehirns, dem limbischen System, getroffen. Das limbische System ist für Emotionen verantwortlich und beeinflusst unsere Motive und Werte. Es erklärt, weshalb sich menschliche Ansichten, Einsichten und Erinnerungen teils so stark unterscheiden – so auch das Mediennutzungsverhalten.

Eine Analyse der Mediennutzung und -nutzer auf Basis einer limbischen Motiv- und Wertestruktur zeigt beispielsweise, dass Sonntags- oder Wirtschaftszeitungen bei insgesamt schlechteren Werten dennoch von ihren limbischen Kernzielgruppen häufiger genutzt wurden als vor der Krise. Dies kann im Kampf um Werbekunden der «passenden limbischen Zielgruppe» eine wichtige Rolle spielen. Doch wie wird eine solche limbische Zielgruppe definiert?

 

Drei Grundinstruktionen beeinflussen das menschliche Verhalten

Generell wichtig sind diejenigen Informationen, die entweder auf eine Bedrohung hinweisen, eine Belohnung versprechen oder neu sind und deshalb eine Risiko-Überprüfung brauchen. Was jemand als Belohnung, Bedrohung oder Neuheit empfindet, hängt vom eigenen Persönlichkeitsprofil sowie den individuellen Erfahrungen und Prägungen ab – was durch das limbische System beeinflusst wird.

Drei Grundinstruktionen des limbischen Systems liegen unserer Persönlichkeit zugrunde: Die Balance-Instruktion möchte Angst, Unsicherheit und Veränderungen vermeiden, braucht Sicherheit, Konstanz und Gemeinschaft. Die Dominanz-Instruktion strebt nach Macht, Autonomie und Territoriums-Erweiterung und nutzt dazu Kampf, Prestige und Unterdrückung. Die Stimulanz-Instruktion sucht Veränderungen, Überraschungen und Neues und geht dafür auch Risiken ein.

 

Sechs limbische Typen

Ausprägung und Zusammenspiel der Grundinstruktionen sind bei jedem Menschen anders. Das Institut für limbische Kommunikation hat aber für die tägliche Forschungs- und Kommunikationsarbeit vereinfachend sechs Clustertypen identifiziert: Bewahrer (mit hoher Balance-Instruktion), Performer (hohe Dominanz), Hedonisten (hohe Stimulanz) sowie die Zwischentypen Disziplinierte (hohe Balance und hohe Dominanz), Pioniere (hohe Dominanz und hohe Stimulanz) und Harmoniser (hohe Stimulanz und hohe Balance). Jedem limbischen Typ sind gewisse Grundwerte und Motive zugeschrieben.

Informationsverhalten

Personen mit einander im Hexagon gegenüberliegenden Profilen haben stark abweichende bis gegensätzliche Motiv- und Wertestrukturen, nebeneinander liegende Profile verfügen über gemeinsame Werte.

 

Analysiert man die Mediennutzung und -nutzer auf Basis der limbischen Motiv- und Wertestruktur, zeigen sich Unterschiede zur vorhin erläuterten Basis-Segmentierung. Online-Zeitungen beispielsweise wurden von 53 Prozent der Bevölkerung häufiger gelesen, jedoch ohne signifikante Unterschiede zwischen den limbischen Typen.

 

Öffentlich-rechtliches TV: Zuwachs bei Performern, Disziplinierten und Bewahrern

Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen (netto +54%) zeigen sich hingegen spannende Unterschiede: Performer (hohe Dominanz), Disziplinierte (hohe Dominanz und Balance) und Bewahrer (hohe Balance) schauten signifikant öfter öffentlich-rechtliches Fernsehen als Hedonisten (hohe Stimulanz) und Pioniere (hohe Stimulanz und Dominanz).

Das öffentlich-rechtliche TV spricht mit seinen Beiträgen insbesondere stark das traditionell orientierte Balance-Publikum an, das den grössten Bevölkerungsteil in der Schweiz ausmacht. Diese Publikumsgruppe möchte auf Basis ihrer Eigenschaften Angst und Unsicherheiten vermeiden, braucht Stabilität, Sicherheit und Konstanz. Die Angst – insbesondere vor Krankheiten, Viren und Keimen – beflügelt somit deren Medien-Interesse.

Das Dominanz-Publikum hingegen ist grundsätzlich deutlich Medien-affiner als andere limbische Typen und interessiert sich auf Basis von deren Werte- und Motivstruktur insbesondere für die politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Implikationen der Covid-19-Massnahmen.

Informationsverhalten

Signifikanter Rückgang bei stimulanten Personen

Der höchste Anteil jener Menschen, die während der Krise fast alle Medien weniger oft konsumieren als vorher, sind solche mit hohem Stimulanz-Anteil. Da Abwechslung und der Wunsch nach Neuem ein wichtiger Teil von deren Persönlichkeitsstruktur ausmacht und stimulante Personen grundsätzlich weniger ängstlich sind als limbische Typen mit hohem Balance-Anteil, können Corona-Themen sie nur kurzfristig zu einem höheren Medienkonsum animieren.

Um die Einschränkungen und Monotonie der Selbst-Quarantäne dennoch zu überstehen, gehören Pioniere (hohe Dominanz und Stimulanz) und Harmoniser (hohe Balance und Stimulanz) zu den Bevölkerungsgruppen, die am meisten Streaming-Dienstleistungen nutzen, vor allem öfters als Bewahrer und Hedonisten. Die Auswahl der gestreamten Serien und Filme dürfte sich bei Harmonisern und Pionieren aufgrund ihrer gegensätzlichen Persönlichkeitsstrukturen jedoch stark unterscheiden.

Informationsverhalten

Medienmarken unter der limbischen Lupe

Zeitungen und Zeitschriften wurden von Performern (Dominanz) und Disziplinierten (Dominanz-Balance) während der Krise signifikant häufiger gelesen als von Bewahrern (Balance), Harmonisern (Balance-Stimulanz) und Hedonisten (Stimulanz). Auch hier liegt die Erklärung zum gesteigerten Interesse beim Informationsbedürfnis der Performer zu Wirtschaft, Politik und Finanzen. Disziplinierte suchen zusätzlich aufgrund deren hohen Balance-Anteils und der daraus entspringenden Angst vor Krankheiten und Viren zusätzlich faktenbasierter Covid-19-Hintergrund-berichte.

Informationsverhalten

Paywall als Bestrafung

Bezahlzeitungen und -zeitschriften leiden besonders unter der Krise. Denn – wie bereits angedeutet – aktiviert eine Paywall das «Bestrafungs-Modul» im Gehirn, das sich insbesondere auf die Nutzung bei Personen mit hoher Balance-Instruktion – der grössten Bevölkerungsgruppe – negativ auswirkt. Diese Personen orientieren sich aufgrund der einfachen Verfügbarkeit über Gratismedien.

Einen kleinen Trost gibt es für gewisse Bezahlzeitungen und -zeitschriften trotzdem: Bei den medial interessierten limbischen Kernzielgruppen konnten auch sie etwas zulegen, was ein gutes Werbeargument für Kunden mit passenden limbischen Zielgruppen ist.

  • Bei der Sonntagszeitung (netto -2%) haben insbesondere Hedonisten (-19%), Pioniere (-15%) und Bewahrer (-8%) ihren Konsum reduziert. Performer (netto +12%) lesen die Zeitungen jedoch häufiger als alle anderen limbischen Gruppen.
  • Finanz und Wirtschaft (netto -3%)  wird häufiger von Performern gelesen (netto +5%), deutlich weniger häufig von Bewahrern (-11%).
  • Die NZZ am Sonntag (netto – 4%) wird häufiger von Performern (+11%) und Hedonisten (+3%) gelesen. Bewahrer konsumieren diese Zeitung weniger häufig (-6%).

Die repräsentative Studie «Corona und Mediennutzung» wurde durch die unabhängige Marktforscherin Ursula Kaspar gemeinsam mit dem Institut für limbische Kommunikation bei 761 Personen zwischen 14 und 69 Jahren in der Deutschschweiz durchgeführt. Die Interviews wurden mittels Online-Umfrage zwischen dem 31. März und 7. April 2020 erhoben.

Löcher zu

Anscheinend gibt es Menschen, die es schaffen, ihre Schutzmasken falsch zu tragen. Eine Präventionskampagne von Helsi und Havas soll dies unterbinden.

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Das IT-Unternehmen Helsi verbietet normalerweise Personen mit medizinischen Institutionen und bietet beiden Parteien Unterstützung in verschiedenen gesundheitlichen Belangen. In der Ukraine herrscht zurzeit angeblich die Problematik, dass viele Menschen nicht wissen, wie man eine Hygienemaske richtig trägt: Viele Masken werden lediglich über den Mund, aber nicht über die Nase gezogen, was die Wirkung der Schutzmaske schlussendlich zunichte macht.

Deshalb möchte Helsi zusammen mit Havas Ukraine die Bevölkerung für das richtige Tragen von Schutzmasken sensibilisieren. Entwickelt wurde eine Kampagne, die aufzeigt, was für einen regelrechten Virenverkehr freigelegte Nasenlöcher mit sich bringen können.

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Das zurzeit wertvollste Investment

Mit einer kreativen Idee ermahnen McCann Italy und Fineco die italienische Bevölkerung, die Social-Distancing-Verhaltensregeln weiterhin einzuhalten.

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Nach rund zwei Monaten Ausgangssperre werden in Italien nun die ersten Lockerungen vorgenommen. Die Bewegungsfreiheit ist nicht mehr so stark eingeschränkt, das Haus darf wieder verlassen werden. Unter der Voraussetzung natürlich, dass alle die Social-Distancing-Regeln weiterhin einhalten.

Mit einer DOOH-Kampagne möchten McCann und die Fineco Bank die italienische Bevölkerung daran erinnern, stets auf Abstand zu bleiben. Durch einen optischen Trick ist das Sujet nur dann lesbar, wenn man die vorgeschriebene Distanz wahrt. Denn Sicherheit ist zurzeit das wohl wertvollste Investment.

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