Lily Allen spricht sich fürs Masturbieren aus

Mit der Kampagne #Imasturbate und dem dazugehörigen Claim «I Masturbate. Do you?» setzt sich die Sängerin Lily Allen für die Entstigmatisierung und Liberalisierung von (weiblicher) Sexualität und Selbstbefriedigung ein. Heimat Active zeichnet für die Umsetzung verantwortlich.

Lily Allen
Lily Allen mit ihrem limitierten Womanizer «Liberty by Lily Allen»

Dafür ist die Britin eine Kollaboration mit Womanizer eingegangen, und trägt nun fortan den Titel «Chief Liberation Officer». In ihrer neuen Rolle will sie einen Beitrag dazu leisten, eine offenere und sexpositive Gesellschaft zu schaffen.

Eine aktuelle Umfrage von Womanizer mit 7’000 Teilnehmenden aus 14 Ländern hat gezeigt, dass die Masturbation Gap zwischen den Geschlechtern mit 68 % sehr hoch ist. Männer legen im Durchschnitt 156 Mal im Jahr selbst Hand an, bei den Frauen sind es hingegen nur 50 Mal.

Mit der Kampagne, die von Heimat Active umgesetzt wurde, sollen bestehende Tabus gebrochen, der Masturbation Gap verringert und das Thema Sex Positivity innerhalb der Gesellschaft gefördert werden. Im Rahmen der Kampagne hat die Sängerin zudem eine limitierte Womanizer-Edition «Liberty by Lily Allen» lanciert. (pd/swi)

 

Hausi Leutenegger wirbt für PAM

Auch mit 80 Jahren wird es um Hans «Hausi» Leutenegger nicht ruhiger. Der Selfmade-Multimillionär, Bob-Olympiasieger und Schauspieler wirbt neu auf Plakaten für PAM Advertising.

PAM

Die beiden Agentur-Gründer Parvez Sheik Fareed und Miro Pfister hatten Leutenegger einen Brief mit vorfrankiertem Antwortcouvert geschickt. Darin hiess es: «Da wir Sie uns aufgrund Ihres Marktwerts wohl kaum leisten können, haben wir als Gegenleistung drei Vorschläge aufgeführt.» Zu den Vorschlägen gehörte unter anderem eine Bartour durch Zürich.

Zwei Tage später retournierte Hausi Leutenegger den Talon, mit seiner Handynummer und seinem Namen darauf. Eine Bartour wollte der Lebemann nicht, dafür ein Mittagessen in der Kronenhalle – gewohnt grosszügig auf seine Rechnung. «Die beiden Typen haben einen sehr guten Humor, da war für mich klar, hier mache ich mit», so Leutenegger.

Für den Shoot engagierte die Agentur den Fotografen Hanspeter Schneider, der auch für Vogue, GQ und Rolling Stone fotografierte. Die Plakate mit Hausi Leutenegger sind in Zürich und Bern zu sehen.

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Storytelling hautnah

Mit einem fantasievollen Film machen McDonald’s und TBWA\Paris auf die Happy-Meal-Bücher aufmerksam.

TBWA Storytelling hautnah

Seit jeher gibt es in den Happy Meals von McDonald’s für die kleinsten Gäste Plastik-Spielzeug. Die kleinen Geschenke versprechen im Schnitt etwa fünf Minuten Freude, verursachen im Vergleich dazu einen vergleichsweise immensen ökologischen Fussabdruck.

Seit 2015 bietet McDonald’s Frankreich die Möglichkeit, zwischen Plastik-Spielzeug und einem Buch auszuwählen. Mit dem Film, in dem ein Mädchen zusammen mit ihrer Mutter die Geschichte, die ihr gerade erzählt wird, hautnah erlebt, betont die Fast-Food-Kette die Wichtigkeit von Familie und Nähe für das Erwachsenwerden.

 

Trojanischer Diebstahlschutz

Von diebischen Mitbewohnern geplagte können aufatmen: Häagen-Dazs sagt mit einer Packung «Trojanischen Erbsen» dem Glacé-Diebstahl den Kampf an.

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Lebensmittelklau in Haushalten ist ein weit verbreitetes Problem. Rund 41 Prozent der Australier beispielsweise müssen ihre Leckereien verstecken, damit diese nicht weggenascht werden, wie eine von Häagen-Dazs in Auftrag gegebene Studie zeigt. Für Nahrungsmittel, die nicht gekühlt gelagert werden müssen, stellt das kein grosses Problem dar; gute Verstecke gibt es da einige. Bei Speiseeis wird die Sache schon komplizierter, da nur das Gefrierfach als Lagerungsort – und somit auch als Versteck – infrage kommt.

Deshalb haben die Glacé-Marke und ihre Agentur Thinkerbell eine Aktion gestartet, um weitere Diebstähle auf ein Minimum zu reduzieren – inspiriert von dem wohl langweiligsten und unauffälligsten Gefrier-Produkt. Gefrorene Erbsen stellen nämlich nicht gerade ein Nahrungsmittel mit grossem Klau-Potenzial dar, im Gegenteil. Diese meist erbsengrünen Packungen werden – obwohl sie in den Gefrierfächern fast aller Haushalte zu finden sind – sogar eher gemieden. Ein ideales, unverdächtiges Versteck also, um geliebtere Snacks sicher zu verstecken. Weshalb die «Mogelpackung» mit dem bewusst langweiligen Design den Namen Trojanische Erbsen trägt, liegt demnach auf der Hand.

 

Ikea schwimmt gegen den Black-Friday-Strom

Eigentlich widerspiegelt Black Friday – der Rabatt-Tag schlechthin – unser exzessives Konsumverhalten. Mit «Buyback Friday» möchte Ikea dieses Jahr einen entgegengesetzten Weg gehen.

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Anstatt die Konsumenten mit attraktiven Rabatten in die Läden zu locken, möchte das Möbelhaus auf sein Retouren-Angebot «Zweites Leben» aufmerksam machen. Gut erhaltene Möbel können nämlich über die Rückgabefrist hinaus gegen einen Gutschein zurückgebracht werden. Die Höhe des Gutscheins hängt dabei vom Zustand des jeweiligen Produkts ab. Im Rahmen von «Buyback Friday» soll die Vergütung nun doppelt so hoch ausfallen.

Um die Aktion zu bewerben, hat Edelman UK für Ikea einen knapp 90-sekündigen Werbespot umgesetzt. Der Film erzählt die Geschichte eines Billy-Regals, das über Jahrzehnte hinweg immer wieder weitergegeben wird – und somit zahlreiche neue Leben erhält.

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Schnell weg ist er so oder so

Fast Food ist – wie der Name bereits suggeriert – für den schnellen Verzehr gedacht. Was schnell weg ist, braucht auch keine Konservierungsstoffe, findet Buzzman.

schnell weg

Beobachtungen zufolge essen Burger-King-Gäste ihren Whopper in durchschnittlich 8 Minuten und 41 Sekunden – obwohl diese Konsumationszeit in Realität wohl stark davon abhängig ist, ob man gerade alleine isst oder einen Gesprächspartner hat. Es ist anzunehmen, dass in diese 8 Minuten 41 Sekunden ungefähr 5 Minuten Gesprächszeit einfliessen, womit schlussendlich die effektive Konsumationszeit etwa 3 Minuten und 41 Sekunden beträgt – das mal nur so am Rande bemerkt.

Auf jeden Fall möchte die französiche Agentur Buzzman anhand dieser Erhebung visualisieren, dass nicht viel Zeit vergeht, bis der Burger verdrückt ist, und zieht an diesem Punkt eine Verbindung zur Herstellung: Burger King Schweiz hat nämlich mittlerweile alle Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe aus seinem Whopper entfernt. Denn Buzzman zufolge ist klar: Etwas, das sowieso schnell gegessen ist, soll auch keine Konservierungsstoffe enthalten.

Nein, natürlich soll es das nicht. Fraglich bleibt aber dabei, ob es Sinn macht, für Werbezwecke die effektive Konsumationsdauer eines Produkts mit der Konservierung der Zutaten in Verbindung zu bringen.

 

Generating Buzz – eine Fliege erobert die Werbewelt

Der ungeladene, sechsbeinige Gast an der Vizepräsidenten-Debatte wurde innert kürzester Zeit zum Marketing-Instrument.

Marketing-Instrument
(Screenshot: Youtube.com)

In der Nacht auf Donnerstag stand im US-Wahlkampf die Fernsehdebatte zwischen dem amtierenden Vizepräsident Mike Pence und der Demokratin Kamala Harris, die an der Seite von Joe Biden kandidiert, auf dem Plan. In der Folge wurde viel über die Debatte diskutiert, so zum Beispiel darüber, wie viel gesitteter die Debatte im Vergleich zur vorangehenden Präsidentendebatte vonstattenging. Was aber ebenfalls für ein grosses Echo sorgte: Die Fliege, die es sich für rund zwei Minuten auf dem Kopf des Republikaners Mike Pence gemütlich gemacht hatte.

Nach der Debatte verging keine halbe Stunde, da hat die Opposition die Fliege bereits zum Marketing-Instrument umfunktioniert. Mit der Aufforderung «Pitch in 5 Dollars to help this campaign fly» postete Joe Biden auf seinem Twitter-Kanal ein Bild von sich selbst mit einer Fliegenklatsche in der Hand.

Marketing-Instrument
(Quelle: Twitter.com/Joebiden)

Kurze Zeit später erschien zudem auf der Kampagnenseite von Joe Biden eine mit «Truth over Flies» gebrandete Fliegenklatsche. Innert kürzester Zeit war sie vergriffen.

Marketing-Instrument
(Screenshot: Store.joebiden.com)

Die Fliege ist jedoch nicht nur im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft ein willkommenes Sujet. Die schwedische Firma Stick.se, die so gar nichts mit amerikanischer Politik zu tun hat, sondern Produkte zur Schädlingsbekämpfung – und somit auch Fliegenklatschen – anbietet, hat sich in ihrer aktuellen Anzeigenkampagne auf die Debatten-Fliege bezogen. Around You, eine Agentur aus Göteborg, hat für den Händler nämlich eine simple, aber amüsante Printkampagne realisiert.

Es ist also gut möglich, dass die Fliege – wie die Art-Basel-Banane im Jahr 2019 – als Inspiration für weitere Werbekampagnen dienen wird.

Marketing-Instrument

Not my f***ing Job!

Was haben eine Gurke, eine elektrische Zahnbürste und eine Socke gemeinsam? Eine Kampagne von Pornhub gibt Aufschluss: Sie haben es satt – und bringen ihren Unmut zu Bloodhound Gang singend zum Ausdruck.

Pornhub

Die neuste Marketingkampagne aus dem Hause Pornhub schwingt den Lehrfinger und richtet sich an alle, die sich ihre ganz intimen Momente mithilfe von Haushaltsgeräten oder Lebensmitteln verschönern. Diese Produkte sind nunmal nicht für die Selbstbefriedigung, sondern – wie der Name bereits suggeriert – für den Haushalt oder den Verzehr gedacht.

Gurke, Zahnbürste und Co. sind da gleicher Meinung. Im Musikvideo zu «Not my job» fechten allerlei Objekte ihre missbräuchliche Rolle als rudimentäres Sexspielzeug an und bringen ihren Unmut singend zum Ausdruck, hinterlegt mit dem bekannten Song «The Bad Touch» von Bloodhound Gang.

Mit dem Musik-Spot bewirbt die französische Agentur BETC die neue Sexspielzeug-Linie der Pornowebsite. Auf der einer Landingpage wurde zudem ein Wettbewerb initiiert: Wer einen aus 250 Gegenständen, die nicht für die Selbstbefriedigung geeignet sind, errät, erhält die Chance, einen Gutscheincode für ein geeignetes Produkt zu gewinnen.

 

Fragen über Fragen

Klein Léon will die Welt verstehen, und verschont seine Eltern deshalb nicht mit merkwürdigen, teils sogar absurden Fragen. Doch auf die eine wichtige Frage wissen sie keine Antwort.

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Ein Alter, in das jedes Kind kommt und vor dem sich so manche Eltern grauen, ist das Fragealter. Kein Weg führt an den unzähligen Fragen vorbei. Denn das Kind muss schliesslich die Welt um sich herum verstehen lernen.

So geht es auch dem kleinen Léon, der seine Eltern tagein, tagaus mit Fragen nach dem «Was», «Wie», «Wozu» und «Weswegen» löchert. Obwohl herzerwärmend, kann das mit der Zeit schon ziemlich ermüdend werden – vor allem, wenn man gerade in einem wichtigen Meeting mit Kunden sitzt. Dazu kommt, dass sehr viele Fragen schwierig zu beantworten sind. Das gilt vor allem für die eine Frage, die jedes Kind regelmässig stellt und auf welche täglich eine andere Antwort gefunden werden muss: Was gibt’s zu essen?

Die französische Agentur Romance hat den sympathischen Werbespot für Intermarché umgesetzt. Denn die Supermarktkette sorgt immerhin dafür, dass man bei all diesem Fragen nicht mehr so genau darauf achten muss, ob man überhaupt gesund isst. Denn es wurden bereits bereits 650 Produkte aus dem Sortiment verbessert. Weniger Salz, weniger Zucker, weniger Zusatzstoffe – und weniger Fragen.

 

Eltern folgen Aufforderung von PAM, Tochter nach Internetanbieter zu benennen

In der Lancierungskampagne für Twifi versprach PAM 18 Jahre gratis Internet für diejenigen, die ihr Kind nach dem neuen Internetanbieter benennen. Nun gibt es ein Baby mit dem Namen «Twifia».

Twifi

Da mögen manche nicht schlecht gestaunt haben: Im August lancierte der Internetanbieter Twifi zusammen mit der verantwortlichen Agentur die Kampagne der etwas anderen Art (Werbewoche.ch berichtete).

Diesem Aufruf folgte nun tatsächlich ein Bündner Elternpaar, das ihrer Tochter den Namen Twifia gab. Das Baby kam im September zur Welt. Die Geschichte wurde medial aufgegriffen, auch deutsche und österreichische Medien berichteten darüber.

Die Namensaktion läuft ausserdem weiter: Werdende Eltern haben noch immer die Möglichkeit, es der Bündner Familie gleichzutun und ihr Kind für gratis Internet nach dem Internet-Provider zu benennen.

Sei kein rücksichtsloser Sack!

Mit clever umgesetztem Merchandise erinnert der schwedische Verkehrs bund Västtrafik seine Passagiere daran, Abstand zu halten.

Västtrafik

Bis vor wenigen Monaten galt es in den öffentlichen Verkehrsmitteln noch als äusserst unhöflich, den Platz neben sich mit seinen Taschen zu besetzen. In aktuellen Zeiten verhält es sich eher umgekehrt.

In Prä-Corona-Zeiten noch als «Douchebag»-Verhalten betitelt, wird es mittlerweile bereits gefördert: Der schwedische Verkehrsverbund Västtrafik hat auffällige Tragetaschen im Absperrlook produziert, die Passagiere nun auf den Sitz neben sich stellen können. Die Aufschrift «Ich würde gerne neben Dir sitzen, nur nicht jetzt – Danke, dass du Abstand hälst» erinnert andere Passagiere daran, Verantwortung zu zeigen und Rücksicht auf andere zu nehmen.

Die «No Douche Bag» kommt in gelb und rot. Die ersten 1000 Taschen wurden Ende September gratis am Hauptbahnhof Göteborg verteilt. Für Idee & Umsetzung zeichnet Forsman & Bodenfors verantwortlich.

Västtrafik

Erneute Covid-Turbulenzen bei Burger King

Frankreich hat zurzeit mit einer weiteren Welle an Covid-19-Fällen zu kämpfen. Burger King und Buzzman reagieren auf diese Turbulenzen mit einer Fortsetzung der «Burger Klean»-Kampagne. Erneut mit an Bord: Comedian Fred Testot.

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Wie auch bereits in der ersten Ausgabe von «Burger Klean», die im Juni dieses Jahres lanciert wurde, setzen Burger King und Buzzman Frankreich für die aktuelle Kampagne auf ein Flugbegleiter-Setting. Im Video-Spot erklärt der französische Comedian Frédéric Testot die umgesetzten Sicherheitsvorkehrungen anhand von Worst- und Best-Practice-Massnahmen.

Mit der Kampagne informiert die Fast-Food-Kette über ihre weiterhin hohen Hygienestandards in den Filialen, und dass ihre Kunden – sofern sie sich trotz aller Massnahmen nicht genügend wohl fühlen – alternativ von Lieferdiensten, Drive-Ins und vom Click&Collect-Angebot Gebrauch machen können.

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