Eine unvorhergesehene Liebeserklärung

König küsst Clown: Burger King und TBWA\Helsinki feiern die finnische Pride mit einer Liebeserklärung an Konkurrenten McDonald's.

Liebeserklärung

Mit der Kampagne «Love conquers all» möchte die Fast-Food-Kette die Liebe in allen möglichen Formen zelebrieren. «Burger King steht seit jeher für Gleichheit, Liebe und das Recht eines jeden, so zu sein, wie er ist. Der einzige Fall, in dem es vielleicht nicht so aussieht, ist, wenn wir mit unserem Konkurrenten scherzen. Aber wir möchten klarstellen, dass all dies auf dem Respekt beruht, den wir vor ihnen haben. Und wir wissen, dass McDonald’s für diejenigen Werte steht, für welche auch wir stehen», erklärt Kaisa Kasila, Brand Managerin von Burger King Finnland, in einer Mitteilung.

Der Kuss zwischen Ronald McDonald und dem Burger King ist in OOH und Print sowie in den Social-Media-Kanälen und Filialen von Burger King Finnland während der Helsinki Pride Week zu sehen. Für Idee und Umsetzung der Kampagne zeichnet TBWA\Helsinki verantwortlich, Medienpartner ist Virta Helsinki. (pd/swi)

Die Konkurrenz feiert den KFC-Gründer

Dreist: KFC und Butter Düsseldorf lassen den Burger King und Ronald McDonald Colonel Sanders zum Geburtstag gratulieren, der am Mittwoch 130 Jahre alt geworden wäre.

KFC

In der Jubiläumskampagne von Butter feiern «wirklich alle» den Colonel. Auf einer eigens für die Kampagne erstellten Microsite gratulieren verschiedene Influencer dem verstorbenen KFC-Gründer. Unter den Gratulanten befinden sich aber auch die Konkurrenten McDonald’s und Burger King. In zwei TV-Spots gratulieren der Clown und der König dem KFC-Gründer – und loben sein Fried Chicken, an dessen Rezept sie noch immer nicht gekommen sind.

 

Natürlich darf auch ein Geburtstagsständchen nicht fehlen: Der deutsche Rapper Eko Fresh und Schauspieler Timur Ülker haben in ihrem Geburtstagssong dem Colonel ebenfalls gratuliert.

 

Koller.team reinterpretiert 80er-Hit in feinstem Appenzeller-Dialekt

Die Appenzeller Agentur Koller.team hat für ihre Warteschlaufe den Hit «Wake me up before you Go-Go» von Wham! als Cover-Version eingesungen. Ein Musikclip durfte natürlich auch nicht fehlen.

Team!-Henk-nüd-ab-we-make-your-Logo-(Official-Video)-0-6-screenshot

In einer Znüni-Pause entstand in der Agentur die Idee, den Standardwarteton der Telefonanlage mit einem eigenen Song zu bespielen. Die Grundlage dafür schafft der 80er-Jahre-Hit «Wake me up before you Go-Go» von Wham!, dessen Retro-Charme von der Agentur übernommen wurde – in Ton und Bild.

Der Songtext verschmolz mit der Message, ein Logo beim Koller.team kreieren zu lassen: «Henk nüd ab, we make your Logo». Für die instrumentale Grundlage hat die Agentur Keyboard, E-Bass, Schlagzeug und Tamburin eingespielt. Gesanglich wirkten Michael und Emil Koller als Leadsänger und das Koller.team als Background mit.

Das Resultat: Ein schriller 80er-Jahre-Retro-Musikclip, mit viel Nebel und Neon. Der Clip ging am Sonntag live und hat auf den eigenen Social-Media-Kanälen bereits über 3’500 Aufrufe.

 

Verantwortlich bei Koller.team: Ralph Fässler (Idee, Text, Arrangement, Regie, Ton, Kamera, Schnitt); Jan Koch (Idee, Text); Emil und Michael Koller (Leadsänger), Alfred Fässler, Silvio Signer, Jenny Gerschwiler, Andrea Mathis, Andrea Inauen, Silvano Maselli, Riana Dähler, Joèlle Mazenauer, Sandy Matz (Backgroundgesang); Jenny Gerschwiler (Choreografie); Silvano Maselli (Kostümdesign); Riccarda Neff (Harmonie/Musikerin).

Ein unsichtbarer Blickfang

Um die Wiederaufführung des erfolgreichen Balletts «Dracula» zu kommunizieren, haben das West Australian Ballet und Wunderman Thompson eine Plakatkampagne gestartet, die ins Auge sticht.

 

Wunderman Thompson Perth hat sich an den gängigen Legenden, welchen zufolge Dracula kein Spiegelbild hat, orientiert und daraus eine Plakatkampagne mit einem kunstvollen Effekt kreiert. Wenn man das Poster aus einem spezifischem Blickwinkel betrachet, verschwindet das Bild des Vampirfürsten im Spiegel.

 

Lost in Translation: AI Edition

WPP zeigt in einer Plakat-Kampagne für The Royal Australian Navy, dass auf Übersetzungstools nicht immer 100 Prozent Verlass ist.

Übersetzungstools
Forrest Gump weiss: Man weiss nie, welche Gurke man kriegt.

Auch wenn die Künstliche Intelligenz schon sehr weit entwickelt ist und der Fortschritt stetig zunimmt, ganz perfekt ist sie bei weitem noch nicht. Anhand von übersetzten Zitaten aus Filmen wie auch dem echten Leben, Redewendungen und ähnlichem wird klar, dass Computer den Menschen definitiv noch nicht ersetzen kann – zumindest, wenn es um Übersetzungen geht. Mit dieser Kampagne setzt die australische Navy die Wichtigkeit von Menschen in den Fokus und sucht nach talentierten Krypto-Linguisten.

Übersetzungstools
Ein kleiner Schritt ist auch ein grosser Sprung.

Ein Gorilla mit Freiheitsgedanken und gutem Musikgeschmack

Mit einem emotionalen Video will Peta Deutschland auf die Misere von Menschenaffen in Zoos aufmerksam machen – mit einem Gorilla, der sich Queen anhört.

_I want to break free!_ – dieser Gorilla hat genug!

Das schwedische Animationsstudio Fablefx hat den musikhörenden Menschenaffen zum Leben erweckt. Im Video beobachtet ein Junge still den Gorilla, währenddem seine Gspänli auf ihn herunterbrüllen. Als der sichtlich genervte Gorilla die anderen Kinder verscheucht und dem Jungen den Walkman zuwirft, realisiert der Junge, weshalb der Gorilla so bedrückt ist: Er möchte einfach nur frei sein.

 

https://youtu.be/N9cIwlvTWHg

Der Kreativität keine Grenzen gesetzt

72andSunny Los Angeles tobt sich in einer TV-Kampagne für Adobe Creative Cloud künstlerisch aus.

 

In einem 60-sekündigen TV-Spot wird gezeigt, was die Programme aus der Adobe Creative Cloud so alles aus einer – ästhetisch nicht sehr ansprechenden oder geschweige denn aufregenden – U-Bahn-Fahrt machen können. Mit verschiedensten Filtern, Designtechniken und -stilen wird aus einem normalen Video ein buntes, fantasievolles Treiben, in welchem es mit jedem wiederholten Anschauen etwas Neues zu entdecken gibt.

Ein verdammt guter Font

«The Polite Type» macht sogar aus dem schlimmsten Rohrspatz einen Gentleman. Hinter der Font-Idee steckt aber auch eine wichtige Message.

Font

Hand aufs Herz: Wir alle fluchen hie und da mal. Vor allem im aktuellen Jahr haben wir allen Grund dazu. Dennoch sollten wir uns öfters einmal mehr überlegen, wie wir uns ausdrücken. Die finnische Firma Tietoevry hat etwas entwickelt, das Schrift und «Übersetzungstool» gleichzeitig ist. «The Polite Type» soll uns dabei unterstützen, eine salonfähigere Ausdrucksweise zu etablieren. Der Font macht Fluchwörter automatisch unkenntlich oder wandelt sie in ein alltagstauglicheres Synonym um. Auf der Homepage kann der Font ausprobiert werden – er funktioniert lediglich in englischer Sprache.

Der Font soll uns aber nicht nur dazu bringen, weniger zu fluchen. Die Initiative dahinter – in Zusammenarbeit mit TBWA umgesetzt – wurde ins Leben gerufen, um für das wichtige Thema Cybermobbing zu sensibilisieren. Denn die Art, wie online miteinander kommuniziert wird, gerät zunehmends ausser Kontrolle.

 

Auch hässliche Tiere brauchen Liebe

Für ihre aktuelle Kampagne bedient sich World Animal Protection Canada mal nicht an dem klassischen Tierschutz-Spendenkampagnen-Klischee mit süssen, traurig blickenden Jungtieren – sondern wählt den so ziemlich gegenteiligen Weg.

hässlich

Der Ausdruck «innere Schönheit» – und was damit oftmals eigentlich gemeint ist – ist weit verbreitet. Damit wird jemand umschrieben, der nicht gerade viele äusserliche Vorzüge aufweisen kann, den man aber auch nicht beleidigen will. Überträgt man diesen Aspekt auf die Affenwelt, würde der sogenannte Nasenaffe wohl zur jener Sorte mit «innerer Schönheit und starker Persönlichkeit» gehören.

In nüchterner Stimmlage erklärt der Erzähler im Spot, weshalb die Tierschutzorganisation ausgerechnet diese Affenart als Aushängeschild für ihre aktuelle Spendenkampagne verwendet. Die Antwort ist simpel: Auch hässliche Tiere brauchen Liebe. Und deswegen ist die Aufforderung: «Schliesst eure Augen und öffnet eure Geldbeutel».

Leo Burnett Toronto mag mit dieser Kampagne die Nasenaffen wohl nicht gerade in ein allzu nettes Licht stellen, aber der Gedanke dahinter zählt – und der ist berechtigt und definitiv gut gemeint. Und sowieso: Je grösser und markanter das Riechorgan bei den männlichen Nasenaffen ist, desto attraktiver wirken sie auf ihre weiblichen Artgenossen.

 

TBWA\Dublin möchte ein glückliches Masken-Emoji

Die irische Agentur TBWA\Dublin findet das aktuelle Schutzmasken-Emoji nicht mehr zeitgemäss – und hat deswegen dem Entwickler Unicode eine aktualisierte Version vorgeschlagen.

TBWA

Durch die Covid-19-Pandemie haben Schutzmasken Einzug in unseren Alltag gehalten. In unseren Nachbarländern Spanien und Italien, wo zeitweise überall Maskenpflicht herrschte, haben über 80% der Bevölkerung eine Schutzmaske getragen.

In Zusammenhang mit dieser globalen Veränderung hat TBWA\Dublin ein kleines Problem in einer weit verbreiteten Kommunikationsform – dem Emoji-Gebrauch – identifiziert. Vor der Pandemie wurde das Hygienemasken-Emoji als ein Zeichen von Krankheit und ähnlichem gewertet, das ein Gefühl von Unwohlsein und Besorgnis beim Sender wie auch beim Empfänger auslösen soll.

Die aktuelle Version des Emojis unterstreicht dieses Sentiment. Die geschlossenen Augen über der Maske sind dieselben, wie sie bei anderen Emojis verwendet werden, die negative Gefühle ausdrücken sollen. In einer Studie, die TBWA\Dublin zusammen mit 100 Voices durchgeführt hat, wurde zudem ersichtlich, dass die Befragten das Emoji in einem eher negativen Kontext wahrnehmen.

 

Emoji soll anderes Gefühl vermitteln

Heutzutage haben Schutzmasken einen anderen Stellenwert in unserer Gesellschaft – sie sollen ein Zeichen von Gesundheit und Wohlbefinden sowie ein positives Gefühl vermitteln. Deshalb hat die irische Agentur eine aktualisierte Version des Schutzmasken-Emojis vorgeschlagen – ein fröhliches Emoji mit Schutzmaske.

 

Eine Krankheit namens schlechtes Internet

Wenn Body-Glitches und Lags beim Zeitunglesen zur täglichen Routine gehören, ist die Diagnose Saatchi & Saatchi Neuseeland zufolge schnell gestellt: Ein akuter Fall von schlechtem Internet.

Eine Krankheit namens schlechtes Internet

Ultraschnelles Internet gehört mittlerweile zum Standard. Trotzdem gibt es noch viele, die den Schritt zu schnellerem Internet nicht gemacht haben. Chorus Neuseeland will sich nun mit einer TV-Kampagne an diese «Late-Adopters» richten.

Im TV-Spot machen sich Mitarbeiter und Anwohner zunehmends Sorgen um den Protagonisten, der mit Glitches und Lags zu kämpfen hat – sei es beim Zoom-Meeting, Zeitunglesen oder der Gartenarbeit. Schlussendlich greifen sie ihm unter die Arme und schicken ihm einen Installateur vorbei, der ihm die Glasfaserleitungen verlegt.

Saatchi & Saatchi

Ein Happy Meal wird zur Heimat

Nord DDB Helsinki und McDonald’s legen dem Happy Meal ein Vogelhaus-Bastelkit bei, damit auch die kleinsten gefiederten Waldbewohner ein Zuhause finden.

mcd_hm_2_s

Jede dritte Vogelspezies in Finnland ist vom Aussterben bedroht. Vor allem kleine Vögel haben Schwierigkeiten, Brutplätze zu finden und ihren Nachwuchs grosszuziehen. Nord DDB Helsinki und McDonald’s Finnland haben die Happy Meal Bird Box Kampagne realisiert, um die Natur zu unterstützen. Damit führt die finnische Dependance von Nord DDB die Naturschutz-Bewegung weiter, welche die norwegischen und schwedischen Niederlassungen bereits 2019 mit McDonald’s zusammen gestartet haben. Damals wurden Bienenhotels in Form von winzigen McDonald’s-Filialen gebaut, sowie auch Plakatstellen zu Bienenhotels umfunktioniert.

Insgesamt sollen nun 1400 Vogelhäuschen in Happy-Meal-Optik in finnischen Wäldern installiert werden. Familien, die Happy Meals in den Restaurants der Fast-Food-Kette kaufen, erhalten ein Do-It-Yourself-Kit, mit welchem sie selbst die herzigen Häuschen mit den winzigen Löchern zimmern können.

 

get_footer();