Die Zahlen aus der Veranstaltungsbranche sind vernichtend
Was schon logisch erscheint, zeigt eine grosse Branchen-Umfrage nun erschreckend deutlich: Ein Jahr, nachdem Covid-19 auch in der Schweiz das Leben auf den Kopf gestellt hat, steht die hiesige Event- und Veranstaltungsbranche mit einem Bein über dem Abgrund.
Redaktion
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8. März 2021
Um sich selbst und den Behörden einen repräsentativen Überblick über die Lage zu verschaffen, hat der Branchenverband Swiss LiveCom Association Expo Event in Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden Svtb und Tectum die Mitglieder aufgerufen, an einer eingehenden Umfrage teilzunehmen. Dabei haben die Geschäftsinhaber*innen und leitende Angestellte von 153 Unternehmen verbindliche Auskünfte gegeben – zu Umsatzzahlen, zur Mitarbeitenden-Situation, zu Projektaussichten, zum Bezug von Hilfsmassnahmen und zu zahlreichen weiteren relevanten Themen.
Im Krisenjahr 2020 sind es insgesamt über 17’000 Projekte, die der Veranstaltungsbranche abgesagt wurden. Daraus resultierte ein Umsatzeinbruch von 57 Prozent, was 3,19 Milliarden Franken entspricht. Rund 4’460 Arbeitsplätze gingen 2020 verloren. Verteilt über die gesamte Branche haben etliche Unternehmen ihren Betrieb eingestellt oder sich komplett neuorientiert. Durch den Wegfall von Messen, Events und Kongressen entsteht in der Bruttowertschöpfung ein Loch von 10 Milliarden Franken.
Die Resultate der Umfrage würden aufzeigen, wie sehr das Überleben der meisten Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche davon abhängt, ob im Covid-19-Gesetz ein Schutzschirm für Corona-bedingte Absagen verankert wird, schreibt Expo Event in einer Mitteilung. Denn auch mit einem Ende der Pandemie wird ein Ende des Notstands für viele Firmen noch lange nicht in Sicht sein. Über 70 Prozent der Umfrageteilnehmenden haben beispielsweise einen Covid-19-Kredit beantragt, dessen Abzahlung noch Jahre dauern wird. Dazu komme, dass auch die potenziellen Auftraggeber über künftige Aktivitäten keine Sicherheit abgeben können und wollen, was die seit nun einem Jahr herrschende Planungsunsicherheit noch bestimmt bis weit ins Jahr 2022 verlängern werde.
Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Situation und dem aktuellen Schweizer Impfplan sei davon auszugehen, dass es auch 2021 und 2022 zu horrend vielen Absagen kommen wird, wie Expo Event in der Mitteilung schreibt. Ohne den geforderten Schutzschirm würden somit tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen – und die kurz- bis mittelfristige Konkurrenzfähigkeit des Veranstaltungsortes Schweiz.
Die aktuelle Lage in der Veranstaltungsbranche
Die Veranstaltungsbranche umfasst gemäss einer Umfrage im Januar 2021 noch 1’030 Unternehmen, 18’500 Mitarbeiter, 40’000 freiwillige Helfende (Freelancer) und erwirtschaftet im Jahr 2020 noch einen Umsatz von 2,37 Milliarden Franken (Vorjahr 5,56 Milliarden Franken). Nach einem massiven Abbau im Jahr 2020 und ohne finanzielle Unterstützung drohe dem Veranstaltungsbereich eine Konkurswelle mit Verlust von vielen weiteren Arbeitsplätzen, so Expo Event.
Patrick Farinato neuer Chief Marketing & E-Commerce Officer von Läderach
Läderach Chocolatier Suisse verstärkt ab 1. Mai 2021 die Geschäftsführung mit Patrick Farinato in einer neu geschaffenen Position als Chief Marketing & E-Commerce Officer. Mit Marketing und Kommunikation, Investitionen in die Digitalisierung sowie der weiteren Stärkung der Marke sollen Wachstumsimpulse gesetzt werden.
Redaktion
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8. März 2021
Die Schokoladenmanufaktur Läderach Chocolatier Suisse hat sich nach dem ersten weltweiten Corona-Shutdown im vergangenen Jahr neu aufgestellt, um wieder auf den bisherigen Wachstumskurs zurück zu gelangen. Neben dem Ausbau des internationalen Filialnetzes, dem Flagship Store «House of Läderach» in Bilten GL sowie der Übernahme der Mietverträge von 34 Godiva-Standorten in den USA, hat Läderach in die Stärkung der Marke sowie der digitalen Vertriebskanäle investiert.
«Wir wollen für unsere Kunden sowohl vor Ort als auch digital ein besonderes Kundenerlebnis mit unseren frischen, hochqualitativen Schokoladeprodukten bieten und damit die Wachstumschancen der Zukunft im Premiumsegment nutzen. Mit Patrick Farinato konnten wir eine Persönlichkeit für unser Team gewinnen, die internationale Erfahrung aus unterschiedlichen Branchen einbringt und uns helfen wird, die eingeschlagene Wachstumsstrategie nicht nur umzusetzen, sondern sie zu beschleunigen», so Johannes Läderach, CEO, Läderach Chocolatier Suisse.
Patrick Farinato verfügt über langjährige, internationale Erfahrung in den Bereichen Markenführung, Marketing, Kommunikation und Digitalisierung. Zuletzt war er bei dem global tätigen Investmenthaus Vontobel verantwortlich als weltweiter Leiter Marketing & Analytics und Mitglied des heutigen Global Executive Board.
Redaktion von Blick.ch Romandie arbeitet in spezialisierten «Labs»
Die Redaktion des französischsprachigen Pendants von Blick.ch gliedert sich in drei «Labs»: das «Investigative Lab» für Recherchen aus der Westschweiz, das «Editing Lab» für Übersetzungen und Agenturmeldungen und das «Creative Lab» für Inszenierung auf allen digitalen Kanälen.
Redaktion
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8. März 2021
Michel Jeanneret (links) und Thomas Deléchat verantworten gemeinsam die Redaktion von Blick.ch in der Romandie.
Mit dem 47-jährigen Michel Jeanneret und dem 29-jährigen Thomas Deléchat verantworten erstmals ein Chefredaktor und ein Product Owner gemeinsam eine Redaktion. «Wir wollen das volle Potenzial eines rein digitalen Mediums ausschöpfen und mit den passenden Erzählformen überall dort präsent sein, wo unser Publikum sich gerade befindet», lässt sich Deléchat in einem Communiqué zitieren. «Damit uns das gelingt, gehen produktstrategische und journalistische Überlegungen bei uns Hand in Hand». Die 20-köpfige Redaktion gliedert sich die drei übergreifenden Labs «Investigative Lab», «Editing Lab» und «Creative Lab».
Im «Investigative Lab» arbeiten vernetzte Journalistinnen und Journalisten an exklusiven Recherchen aus der Suisse Romande – von Politik bis Sport, von Wirtschaft bis Gesellschaft und People. Das «Editing Lab» adaptiert Artikel aus der Deutschschweiz und bearbeitet Agenturmeldungen. Damit soll der journalistische Austausch zwischen den Sprachregionen garantiert und auf Blick.ch/fr eine umfassende, nationale Berichterstattung gewährleistet werden.
Das «Creative Lab»vereint Digital-Expertinnen sowie Social-Media- und Video-Spezialisten, die interaktiven Content für Blick.ch/fr produzieren. Sie stellen sicher, dass die journalistischen Inhalte für jeden Kanal optimal aufbereitet und erzählt werden. «Wir wollen die Geschichten online neu erzählen, unsere Nutzerschaft überraschen und in die Themen einbinden», erklärt Deléchat, der für den Aufbau und die Leitung des «Creative Lab» verantwortlich zeichnet. Die Einheit fokussiert auf die Bereiche Audio, Video und Social Media, um vor allem auch ein jüngeres Publikum anzusprechen.
Jung von Matt lanciert das #gislerprotokoll
Stereotype Darstellungen der Geschlechter sind noch immer omnipräsent, Marketing und Kommunikation stecken oft noch in Lebensmodellen der 50er Jahre fest. Aus diesem Grund lanciert Jung von Matt das #gislerprotokoll, das sich für die facettenreiche Repräsentation der Geschlechter einsetzt.
Redaktion
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8. März 2021
2021 stehen Kommunikations- und Werbeagenturen, Auftrageber*innen und Content Creators mehr denn je in der Verantwortung, die Diversität der Schweiz in ihrer Arbeit zu widerspiegeln. Das von Jung von Matt lancierte #gislerprotokoll soll dieser Verantwortung eine Stimme geben. In der Diskussion um Diversität gehe es nämlich nicht nur um Gleichberechtigung, sondern auch um die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Lebensmodelle und ihrer Repräsentationen in den Medien, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Das #gislerprotokoll soll darum allen, die sich dazu bekennen, einen Rahmen für die eigene Arbeit geben und daran erinnern, nicht in Klischees der 50er Jahre zu verharren.
Gewidmet ist das Protokoll Doris Gisler Truog, einer Werberin, die sich ab 1969 mit ihrer Kampagne für das Frauenstimmrecht engagierte.
Ein Protokoll mit Topfpflanzentest
Das Protokoll besteht aus fünf konkreten Punkten, zu denen sich Unternehmen aber auch Einzelpersonen bekennen können. Dazu gehören eine inklusive Sprache, das bewusste Hinterfragen von Ideen, Scripts und Konzepten oder die Sensibilisierung der eigenen Kund*innen. Ebenfalls Teil des #gislerprotokolls ist der «Topfpflanzentest». Der Test soll auf simple Art und Weise prüfen, wie divers die Rollenverteilung innerhalb eines Scripts oder einer Idee ist. Lässt sich nämlich die Rolle einer Frau mit einer Topfpflanze oder einem Hund ersetzen, sollte man wohl noch einmal über die Bücher.
«Mit dem Protokoll fokussieren wir auf das, mit dem wir den grössten Impact realisieren: Unsere Arbeit. Wir gestalten die öffentliche Wahrnehmung von Rollen und Lebensmodellen massgeblich mit – höchste Zeit also, sich von Kulissenmüttern und überforderten Klischeevätern zu verabschieden. Darum stehen wir ein für einen #klischeeknick in Kommunikation und Marketing. Und freuen uns, wenn sich auch andere Agenturen und Unternehmen zum #gislerprotokoll bekennen», sagt Roman Hirsbrunner, CEO von Jung von Matt Limmat.
78 Tamedia-Journalistinnen protestieren gegen Diskriminierung
Bei Tamedia werden Frauen «ausgebremst, zurechtgewiesen und schlechter entlohnt» als Männer. Das schrieben 78 Tamedia-Journalistinnen in einem Brief an Chefredaktion und Geschäftsleitung.
An Sitzungen kämen Frauen weniger zu Wort, ihre Vorschläge würden nicht ernst genommen oder lächerlich gemacht, heisst es in dem am Wochenende auf Twitter veröffentlichten Brief. Es herrsche eine von Männern geprägte Betriebskultur.
Männer seien auf den Redaktionen in der Überzahl und besetzten fast alle Schlüsselpositionen. Männer würden aufsteigen und Frauen übergangen. Die Probleme seien strukturell.
Die Unterzeichnerinnen des Briefes fordern sofortige Massnahmen, damit sich ihre Lage verbessert. «Wir erwarten, dass die Beleidigungen und Beschimpfungen aufhören; wir erwarten, mit Anstand und Respekt behandelt zu werden», schrieben sie.
Offenbar sieht auch die Chefredaktion einen Handlungsbedarf. Tamedia-Chefredaktor Arthur Rutishauser erklärte am Sonntag gegenüber Persoenlich.com: «Wir sind uns bewusst, dass die bisherigen Massnahmen zur Steigerung des Frauenanteils in den Redaktionen und insbesondere in Führungspositionen nicht ausreichen und es Zeit für eine verbindliche Strategie ist.» (SDA)
PAM lanciert Corona-Impfkampagne «SaveSwissLives»
Die Zürcher Agentur PAM Advertising hat eine Impfkampagne in Anlehnung an die Swiss-Life-Wendesätze kreiert und ein Crowdfunding für die Werbeschaltung gestartet. Im Gespräch mit Werbewoche.ch erklären die Gründer Miro Pfister und Parvez Sheik Fareed, weshalb es eine solche Kampagne braucht.
Johannes Hapig und Sarah Willi
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8. März 2021
Bereits im November 2020 spielte PAM mit dem Gedanken, eine eigene Impfkampagne zu lancieren. Da eine ausreichende Impfstoff-Lieferung damals noch sehr unklar war, warteten die Agenturinhaber Miro Pfister und Parvez Sheik Fareed jedoch ab. Mittlerweile sieht die Lage etwas besser aus, jedoch herrschen gegenüber der Corona-Impfung noch immer Vorurteile und Falschinformationen, obwohl die Impfung als der erfolgversprechendste und schnellste Weg zurück in die Normalität gilt. Die Skeptiker und Impfgegner stehen deshalb im Fokus der am Sonntag lancierten Impfkampagne von PAM.
Hommage an Wendesatz-Kampagne von Swiss Life
Entstanden ist die Idee SaveSwissLives aufgrund des Namens Swiss Life. Die Wendesatz-Kampagne für Swiss Life lieferte dazu die Steilvorlage, da eine Corona-Erkrankung auch eine Wendung im Leben sein kann. Bei schwerem Verlauf sogar eine schlimme Wendung.
Die Kampagne ist daher eine schelmische Hommage an die damals von Spillmann/Felser/Leo Burnett entwickelte und vielfach ausgezeichnete Wendesatz-Kampagne, die auch heute noch zu den beliebtesten Schweizer Kampagnen gehört.
«Wir machen keinen Hehl daraus, dass SaveSwissLives ohne das Original gar nicht möglich wäre. Deshalb sind wir bewusst nahe bei der Original Kampagne geblieben, damit man diese auch als solche erkennt», erklärt Miro Pfister, Mitinhaber und Creative Director bei PAM Advertising.
Entsprechend dramatisieren verschiedene Corona-Wendesätze und eine angepasste Subline die Impfthematik. Der essenzielle Twist wird am Schluss übers Kampagnen-Logo aufgelöst: SaveSwissLives. Auf der Website save-swiss-lives.ch können alle Sujets heruntergeladen werden.
«Wir hoffen, dass Leute die Sujets in den sozialen Medien posten und verschicken. Wir haben noch weitere Aktualität-bezogene Sujets im Köcher, die wir veröffentlichen, sobald der mediale Kontext gegeben ist», so Pfister.
Crowdfunding soll Schaltung ermöglichen
Um die Kampagne schweizweit zu schalten, hat PAM ein Crowdfunding auf WeMakeIt gestartet. Das Ziel sind 75’000 Franken, um eine breite Schaltung zu realisieren.
Die Unterstützenden erhalten verschiedene Belohnungen: Erwähnung in den Kampagnen-Credits, ein Kampagnen-Sujet, in dessen Headline der Vorname des Spenders vorkommt sowie ein designter Limited-Edition-Pullover mit dem Aufdruck «Ich bin geimpft».
NACHGEFRAGT
«Eine weitere Samthandschuh-Kampagne würde nichts bringen»
PAM Advertising startet mit SaveSwissLives eine per Crowdfunding finanzierte Corona-Impfkampagne, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Johannes Hapig hat bei den Gründern Miro Pfister und Parvez Sheik Fareed nachgefragt, weshalb es ihre Kampagne braucht.
Miro Pfister (links) und Parvez Sheik Fareed von PAM Advertising lancieren die Corona-Impfkampagne SaveSwissLives.
Werbewoche.ch:Herr Sheik Fareed, Sie möchten via Crowdfunding die Ausspielung einer Impfkampagne finanzieren. Macht die aktuellen BAG-Kampagne Ihrer Meinung nach nicht genügend Lust auf den Piks in den Oberarm?
Parvez Sheik Fareed: Nicht wirklich. Zwar hat die BAG-Kampagne einen massiven Werbedruck, was der Visibilität verhilft, aber inhaltlich fehlt es an mitreissender Überzeugungskraft. Es riecht sehr nach Gremiumskultur beim Auftraggeber zur Förderung des internen Friedens, damit sich jeder abgeholt und abgesichert fühlt. Vermutlich ist es kein einfacher Job für Rod.
Herr Pfister, können Sie uns ein bisschen mehr darüber erzählen, wie Sie auf die Idee gekommen sind, eine solche Kampagne zu starten?
Miro Pfister: Wir spielten bereits im November mit dem Gedanken, eine eigene Corona-Impfkampagne zu lancieren. Als nächstes war dann die Frage, was wir kommunizieren. Wir fanden, dass es am effektivsten sei, die Dinge beim Namen zu nennen und die kontroversen Themen rund um Impfskeptiker direkt anzusprechen. Eine weitere Samthandschuh-Kampagne würde nichts bringen.
Warum ist die Kampagne Ihnen persönlich wichtig?
Pfister: Nebst der simplen Tatsache, dass die Impfung Leben retten kann, hilft eine solche Kampagne auch der Wirtschaft, was der Gesellschaft als Ganzes nützt. Auch bei uns wurden zwei, drei Projekte gestoppt, verbunden mit einem vorübergehenden Anfragerückgang. Und natürlich wünsche ich mir auch einfach, dass das Leben wieder richtig losgeht.
Sie haben die Wendesatz-Kampagne von Swiss Life als Inspiration genommen. Warum passen die Sujets so gut zu Ihrer neuen Kampagne?
Pfister: Beim Rumstudieren an Ideen kam uns zufälligerweise das Swiss-Life-Logo in den Sinn. Aber fragen Sie mich nicht warum. Und dann ergab sich mit dem Zusatz «Save» die Aussage «Save Swiss Lives«. Und darum geht’s ja auch bei der Corona-Impfung. Natürlich fielen uns dann sofort die berühmten Wendesätze ein, die uns die Steilvorlage lieferten. Eine Corona- Erkrankung kann ja auch eine Wendung im Leben sein, bei schwerem Verlauf sogar eine Schlimme. Wir machen keinen Hehl daraus, dass SaveSwissLives ohne das Original gar nicht möglich wäre. Deshalb sind wir bewusst nahe beim Original geblieben, damit man diese auch als solche erkennt – eine schelmische Hommage an Spillmann/Felser/Leo Burnett.
Sheik Fareed: Unsere Pensionskassen sind übrigens bei der Swiss Life. Falls SwissLife die Kampagne SaveSwissLives unterstützen möchte, freuen wir uns über eine Finanzspritze.
Mit der Kampagne packen Sie eine Thematik an, die von Teilen der Gesellschaft kontrovers rezipiert wird. Machen Sie sich über den allfälligen Backlash von Seiten der sogenannten «Impfskeptiker» Sorgen?
Sheik Fareed: Nein, überhaupt nicht. Es ist ja schlichtweg eine Realität, dass aus diesen Kreisen teils ziemlich Haarsträubendes als Fakten hingestellt wird. Das kann man ruhig auch zum Thema machen.
Sollten Sich Ihrer Meinung nach mehr Agenturen aus der Deckung wagen, wenn es um wichtige Themen geht – und auch mal Kampagnen lancieren, die mehr Herzensangelegenheit sind als Kundeninteresse?
Sheik Fareed: Das muss jede Agentur für sich selber entscheiden. Aber Agenturen wären sicher gut beraten, wenn sie sich generell aus der Deckung wagen, gerade bei Kundenaufträgen.
Pfister: Es ist auch nicht eine Frage von Kundeninteressen versus Herzensangelegenheiten, man kann problemlos beides machen. Persönlich finde ich Werber etwas seltsam, die am liebsten nur gesellschaftlichen Anliegen bewerben und bei kommerzieller Kommunikation die Nase rümpfen.
Schweiz Tourismus bringt Frauen ganz nach oben
Im Rahmen des Weltfrauentags lanciert Schweiz Tourismus ST die Initiative 100 % Women mit dem Ziel, Frauen zu verbinden und ihnen Perspektiven auf neue Erlebnisse zu geben. Dies insbesondere im Outdoor- und Bergsport, der gerade während und nach der Pandemie grosse Bedeutung hat.
Redaktion
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7. März 2021
Die 100 % Women Peak Challenge hat zum Ziel, dass reine Frauenseilschaften die 48 höchsten Gipfel der Schweizer Alpen besteigen. Die Challenge läuft ab Montag bis zum 8. September 2021. Die interaktive Landingpage Peakchallenge.myswitzerland.com begleitet die Aktion und soll durch die Gipfelselfies der Teilnehmerinnen gekrönt werden.
ST führt die Challenge gemeinsam mit den Partnern Schweizer Alpen-Club SAC, Schweizer Bergführerverband und dem Schweizer Outdoor-Brand Mammut durch. Prominente Teilnehmerinnen sind beispielsweise die Schlagersängerin Beatrice Egli oder die erste saudi-arabische Bergsteigerin auf dem Mount Everest, Raha Moharrak.
Angebote von Frauen für Frauen
Gemeinsam mit der Tourismusbranche präsentiert ST auf MySwitzerland.com/women rund 230 Angebote und Events, bei denen es um Frauen und eine weibliche Sicht auf die Schweiz geht. Alle Erlebnisse – die von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen dauern – sind von Frauen geführt, um ihnen und ihrem Tun eine Plattform zu geben und Vorbilder zu schaffen. Rund die Hälfte der Erlebnisse wurde neu für diese Kampagne entwickelt. Eine Fachjury hat die Angebote nach definierten Kriterien ausgewählt.
Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten im Outdoorbereich, die alle «women-only» sind und in reinen Frauengruppen stattfinden. Auch Männer sind eingeladen, die Schweiz mit Fokus 100 % Women zu entdecken. Beispielsweise auf einer von mehr als 40 Stadt- oder Kulturführungen, bei denen sich alles um Frauen und ihr Schaffen dreht.
Frauenreisen boomen
Warum der Fokus auf Frauen? Forbes zufolge werden rund 80 Prozent der Reise-Entscheidungen von Frauen getroffen werden – egal, mit wem sie reisen. 75 Prozent der Touristinnen und Touristen, die Abenteuer-, Kultur- oder Naturreisen buchen, sind Frauen zwischen 20 und 70 Jahren. National Geographic identifizierte women-only-Reisen als Top-Reisetrend für 2020. Dabei hat sich die Nachfrage von der klassischen Wellnessreise hin zu einem breiten Interessensfeld entwickelt. Insbesondere im Outdoorbereich sieht ST grosses Potential, Frauen als neue Gäste zu gewinnen, und bereits begeisterte Outdoorsportlerinnen wie zum Beispiel Wanderinnen für andere Outdoor-Aktivitäten wie Hochtouren oder Biken zu gewinnen.
Women-Only-Angebote, geführt von Bergführerinnen oder weiblichen Guides, würden viele Frauen motivieren, gemeinsam mit Gleichgesinnten ihre Komfortzone zu verlassen.
Bereits im Februar 2020 hat ST die Tourismusbranche zu einem Workshop eingeladen, um unter der Leitung von Expertinnen über weibliche Bedürfnisse im Outdoor-Sport zu sprechen. Die Resultate sind in einem Leitfaden für die Branche zusammengefasst.
AZ Medien erzielen im Corona-Jahr 2020 Gewinn
Der Medienkonzern AZ Medien hat im letzten Jahr ein solides Resultat erzielt. Der Umsatz betrug 233 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 10,1 Millionen Franken, wie die AZ Medien am Samstag mitteilten. Zudem will die Verlegerfamilie Wanner die AZ-Aktien zurückkaufen.
Redaktion
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7. März 2021
Der Verwaltungsrat führt die Ergebnisse vor allem auf Sparmassnahmen, die Kurzarbeitsentschädigung und die Mediennothilfe des Bundes zurück.
Erfreulich sei der Abschluss beim Newsportal Watson ausgefallen. Es konnte die Werbe-Erträge massiv steigern und schreibt erstmals schwarze Zahlen, wie es in einem Bericht der Schweiz am Wochenende weiter heisst. Seit dem 1. März ist Watson auch in der Romandie präsent.
Angesichts der Pandemie und der herausfordernden Situation hat sich der Verwaltungsrat entschieden, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten.
Verlegerfamilie will Aktien zurückkaufen
Zugleich kündigte die Verlegerfamilie Wanner in einer Mitteilung an, dass sie die AZ Medien zu 100 Prozent übernehmen will. Sie wird den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten. Aktuell hält die Familie Wanner gut 90 Prozent an den AZ Medien. (SDA)
Gibt es die perfekte Weihnachtsfigur in der Werbung?
Sowohl Migros als auch Coop haben schon auf animierte Weihnachtsfiguren gesetzt. Doch welche Figur gewinnt den Neuromarketing-Vergleich? Eine Studie von Zutt & Partner zeigt auf, dass es nicht unbedingt einen klaren Sieger gibt.
Redaktion
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5. März 2021
Im Dezember 2020 hat Zutt & Partner auf Linkedin eine Umfrage gestartet. Die Frage war, welches von den animierten Weihnachtsfiguren – von Migros oder Coop – die Weihnachts-Emotionen besser getroffen hat.
In der nicht repräsentativen Liking-Umfrage hatte der Migros-Wichtel Finn mit 67 zu 6 Stimmen die Nase deutlich vorne. Zutt & Partner wollte diesem Resultat wissenschaftlich auf den Grund gehen und will anhand der EmoCompass-Studie zeigen, warum die Migros auf Linkedin möglicherweise so eindeutig gewonnen hat und wo für beide Anbieter noch Verbesserungsbedarf besteht.
Emotionsvolumen bestätigen Linkedin-Umfrage
Linkedin-Umfragen sind nicht geeignet, um Emotionen wissenschaftlich zu untersuchen. Jedoch können sie erste Hinweise geben. In der Studie zeichnen sich tatsächlich ähnliche Ergebnisse ab: Werden die Emotionen nonverbal und wissenschaftlich basiert erhoben, löst der Migros-Wichtel ein signifikant höheres «Emotionsvolumen» als das Coop-Schneemonster Nevi aus.
Das Emotionsvolumen zeigt auf, wieviel Emotion ein Forschungsobjekt ganz generell auslöst. Hohe Emotionsvolumina sind beispielsweise oft bei starken und bekannten Automarken oder bei Schokoladenprodukten messbar, weil sie gleich mehrere Sinne ansprechen, Geschichten erzählen und sich über Jahre im Kundenhirn eingeprägt haben.
Letzteres ist in der Neuropsychologie als «Mere-Exposure-Effekt» bekannt. Mere-Exposure bezeichnet die Erkenntnis, dass allein die wiederholte Wahrnehmung einer anfangs neutral beurteilten Sache ihre positivere Bewertung zur Folge hat. So könnte es durchaus sein, dass der Finn «nur» deshalb mehr Emotion auslöst, weil er schon länger als besteht und dem Kundenhirn vertrauter ist.
Der Migros Wichtel löst signifikant mehr Emotionen aus als das Coop Schneemonster. Der Grund dafür könnte der sogenannte «Mere-Exposure-Effekt» sein. (Grafik: Zutt & Partner)
Nicht nur Coop hat Luft nach oben
Starke Marken, Produkte, Erlebnisse und Maskottchen lösen nicht nur viele Emotionen aus, sondern auch die richtigen Emotionen. Sie treffen nämlich das Wunsch-Bauchgefühl der Kunden und Konsumenten – den sogenannten Goldstandard, der tief im Unterbewusstsein sitzt.
Deshalb wurde auch der emotionale Wunsch – das perfekte Weihnachts-Feeling zu erhalten – eruiert, um die emotionalen Nähen beziehungsweise Weiten zu Finn und Nevi zu berechnen. Die in der Studie erstellte EmoMap zeigt, dass der Migros-Wichtel zwar mehr Emotionen weckt als das Schneemonster, doch ist letzteres näher am perfekten Weihnachts-Feeling. Dabei muss gesagt werden, dass beide Figuren noch weit vom perfekten Weihnachts-Feeling entfernt sind.
Die EmoMap, ein Vergleich verschiedener EmoProfile, stellt dar, welche Figur dem perfekten Weihnachts-Feeling am nächsten kommt. Je näher die Pins beieinander liegen, desto ähnlicher sind sich die emotionalen Empfindungen im Unterbewusstsein. (Grafik: Zutt & Partner)
Dieser differenzierte Einblick erhärtet also die Mere-Exposure-Hypothese aus dem ersten Studien-Abschnitt – es könnte durchaus sein, dass nach mehrmaliger Wiederholung das Schneemonster emotional ähnlich viel auslöst wie die Wichtel. Doch wie könnten sowohl Finn als auch Nevi näher an den Goldstandard kommen?
Die ideale Figur wäre ein Mix der beiden
Der Migros Wichtel trifft die Dimension Power besser. Das Coop Schneemonster deckt wiederum die etwas wichtigere Dimension Sicherheit besser ab. Die perfekte Figur wäre daher ein emotionaler Mix aus beiden.
Aufschluss soll die genauere Betrachtung der einzelnen Emotions-Profile geben: Weder Coop noch Migros treffen alle Facetten des perfekten Weihnachts-Feelings. Dieses setzt sich primär aus den beiden Emotions-Dimensionen Sicherheit und Power zusammen, wobei Sicherheit eine leicht stärkere Rolle als Power spielt.
Die Dimension Sicherheit umfasst auf Weihnachten bezogen Empfindungen wie mit der Familie zusammenkommen, Vertrautheit oder auch das Beruhigende einer Schnee-Landschaft. In Power steckt dagegen beispielsweise Funkeln, Shopping und Feiern.
Das Schneemonster von Coop trifft das Gefühl der Sicherheit entschieden besser und verschafft sich somit einen emotionalen Vorteil. Die etwas weniger entscheidende Dimension Power wird dagegen vom Migros-Wichtel massiv besser abgedeckt.
Der Migros Wichtel trifft die Dimension Power besser. Das Coop Schneemonster deckt wiederum die etwas wichtigere Dimension Sicherheit besser ab. Die perfekte Figur wäre daher ein emotionaler Mix aus beiden. (Grafik: Zutt & Partner)
Die ideale Weihnachtsfigur wäre Zutt & Partner zufolge dementsprechend ein emotionaler Mix der beiden Kunstfiguren. Coop und Migros könnten also voneinander lernen und die emotionalen Aspekte der jeweils anderen Figur adaptieren.
Eine weitere Möglichkeit wäre laut Zutt & Partner der Entwurf einer komplett neuen Figur anhand der Weihnachts-Emotion – dieses Vorgehen ist nicht nur Coop oder Migros vorbehalten. Diese Option steht auch jedem anderen Retailer wie Lidl oder Aldi offen.
Die Resultate der Studie basieren auf einer qualitativen EmoCompass-Befragung vom Januar 2021, durchgeführt von der auf Neuromarketing spezialisierten Zürcher Unternehmensberatung Zutt & Partner.
Analysiert wurden die ermittelten Gemütsbewegungen von 50 in der Deutschschweiz lebenden Personen. Die Befragung erfolgte in online geführten Einzelinterviews – komplett nonverbal über neuropsychologisch codierte Muster. Die Arbeit mit abstrakten Farben und Formen ermöglicht das Erschliessen der Emotionen auf tiefem individuellem Assoziationslevel und fast unter Ausschluss von Kognition (rationalem Denken) und von reinen Likes und Dislikes. Es werden für die Methodologie die Erkenntnisse aus der Neurologie wie Synästhesie, patchworkartiges Arbeiten des Hirns sowie Fuzzy Logic genutzt.
Detailresultate, Interpretationen, weitergehende Informationen zur Studie und erste Lösungsansätze erhalten Interessierte im Rahmen eines Workshops.
Wie Medienschaffende in der Schweiz durch die Krise gehen
Journalismus zu Zeiten von Corona: Eine Befragung der eidgenössischen Medienkommission EMEK macht deutlich, wie herausfordernd die Arbeit für Journalistinnen und Journalisten unter Corona-Bedingungen ist.
Redaktion
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5. März 2021
33 Medienschaffende aus den drei grossen Sprachräumen der Schweiz haben in qualitativen Gruppengesprächen einen vielschichtigen Einblick gegeben, wie sie bislang die Corona-Krise wahrgenommen und bewältigt haben. Die EMEK hat die Gespräche dokumentiert. Sie gibt in ihrem Bericht das Wort den Journalistinnen und Journalisten und rundet deren Aussagen mit eigenen Schlussfolgerungen ab.
Keine Kritik, sondern Gemeinschaftsgefühl
Nach eigener Einschätzung agieren die Medien in der akuten Krisenzeit in ihrer Vermittlerrolle im Sinne des Bundesrats und verzichten zumeist auf kritische Positionen. Die Stärkung der Gemeinschaft, das gemeinsame Bewältigen der Krise steht im Zentrum. Viele betonen ihre wichtige Funktion und sehen ihre Leistung im Kontext eines «Service public». Dazu gehört auch, dass sie ihr Publikum hören und auf die wahrgenommenen Bedürfnisse aus der Bevölkerung reagieren.
Mittelfristig übernehmen die Medien aber wieder stärker die Rolle des Gatekeepers, setzen eigene Schwerpunkte und hinterfragen zuweilen auch die Behörden. Viele Medienorganisationen merken, dass es im eigenen Haus an Expertisen einer Wissenschaftsjournalistin, eines Wissenschaftsjournalisten fehlt.
Organisatorische Herausforderungen
Die Krise zwingt die Medienschaffenden in das Homeoffice. Für viele traditionelle Medienhäuser ist das Neuland und verbunden mit einem grundsätzlichen Umdenken im Bereich der Leitung und der Arbeitsorganisation – und mit einem technischen Innovationsschub.
Die Journalistinnen und Journalisten sind insgesamt mit ihrer Leistung während der Krise zufrieden, geben sich aber auch selbstkritisch. Dies vor allem hinsichtlich der Frage, wie sie ihrer Funktion der Vierten Gewalt gerecht geworden sind.
Drei Diskussionspunkte
In ihren Schlussfolgerungen weist die EMEK auf drei Diskussionspunkte hin.
Service-(public)-Leistung versus Service-public-Auftrag: Alle Medien haben im Kontext von Corona eine sich selbst auferlegte ausserordentliche Leistung gezeigt und damit die Bevölkerung durch eine aussergewöhnliche Situation begleitet. Sie haben sich damit der Gesellschaft verpflichtet und dem öffentlichen Auftrag gedient, unabhängig davon, ob sie durch eine Kon-zession per RTVG zu einem festgelegten Leistungsauftrag verpflichtet sind.
Fehlender Wissenschaftsjournalismus: Als Resultat einer schon länger anhaltenden Ausdünnung von Fachredaktionen fehlt es vielen Medienhäusern an den entsprechenden Expertisen. Die Corona-Krise hat dies deutlich gezeigt. Viele, vor allem kleinere Medienorganisationen sind nicht nur von externen Fachpersonen abhängig, es fehlt ihnen auch an der Kompetenz im Haus, diese Informationen zu kontextualisieren und journalistisch aufzubereiten.
Journalismus im Homeoffice – geht das? Inwiefern beeinflusst die Telearbeit die journalistische Qualität? Rein technisch betrachtet spricht nichts gegen die Arbeit von zu Hause aus. Journalismus lebt aber unter anderem auch vom Austausch in den Redaktionen. Die konsequente Telearbeit begünstigt zudem möglicherweise die Tendenz, Journalismus vom Pult aus zu betreiben und die Welt über Google zu erfassen. Die Vor-Ort-Erfahrung fehlt. Ist dies erwünscht? Diese Diskussion muss geführt werden.
Neue SRF-Sendungen: Walliser Polizisten und ein Bauern-Drama
Das SRF strahlt im laufenden Jahr zwei Serien aus, mit denen es an den grossen Erfolg von «Wilder» und «Frieden» anknüpfen will: «Tschugger» und «Neumatt».
Redaktion
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5. März 2021
An einer virtuellen Veranstaltung haben Direktorin Nathalie Wappler (Bild) und die Geschäftsleitung von SRF am -Donnerstag die Medien über aktuelle Projekte bei SRF informiert. In «Neumatt» geht es acht Folgen lang um den Existenzkampf einer Familie, die ihren Bauernhof modernisieren muss, um nicht unterzugehen. Der Sohn, der inzwischen als Berater in der Stadt lebt, kehrt in diesem Drama auf den Hof zurück und muss sich um Themen wie die aktuelle Milchwirtschaft kümmern.
Um Walliser Polizisten geht es in «Tschugger». Es ist eine fünfteilige Komödie um einen Möchtegern-Cowboy, einen Dorfpolizisten und eine Bundespolizistin, die zusammen ermitteln müssen. Mit dieser Produktion will SRF explizit Zuschauerinnen und Zuschauer unter 45 Jahren gewinnen.
Talentscouts reisen durch die Schweiz
Ebenfalls auf jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer abgesehen hat es das SRF mit der neuen Talent-Show «Stadt Land Talent», bei der Talent-Scouts durchs Land reisen und künftige Bühnenhoffnungen zuhause besuchen. Ihr Können zeigen sie dann auf der SRF-Bühne.
Das SRF gab am Donnerstag auch bekannt, womit sie die Wirtschaftssendung «Eco» ersetzen will: mit einem wöchentlichen Wirtschafts-Talk, für den es allerdings noch keinen Namen gibt. Die erste Sendung wird am 16. August ausgestrahlt, moderiert wird die Sendung von «Eco»-Moderator Reto Lipp.
Erklärvideos für Wirtschaftsthemen
Gemäss SRF-Angaben sollen in dieser Sendung nicht nur die üblichen Wirtschaftsvertreter zu Wort kommen, sondern auch Stimmen aus der breiten Bevölkerung. Auch die Themen werden etwas «näher am Zuschauer» gewählt und vermehrt Berufswelt und Immobilien behandeln.
Geplant sind auch in der Wirtschaftsberichterstattung Formate für ein jüngeres Publikum, um das SRF-Publikum zu verjüngen. So sollen etwa auf Instagram jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer über kurze Erklärvideos an Wirtschaftsthemen herangeführt werden. (SDA)
Nicoletta Cimmino verlässt SRF
Nicoletta Cimmino, Moderatorin der Radiosendung «Echo der Zeit», verlässt SRF per Ende Mai. Sie will nochmals neue Wege einschlagen und macht sich selbstständig.
Redaktion
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5. März 2021
Nicoletta Cimmino verlässt SRF. (Bild: Srf.ch)
Seit 2004 arbeitet Cimmino bei Radio SRF. Zuerst als TAV-Produzentin bei SRF 1, danach in der Nachrichtenredaktion bei «Info3», «Heute Morgen», und in der Inlandredaktion von Radio SRF in Bern. Die letzten fünf Jahre moderierte sie die Sendung «Echo der Zeit». Vom Branchenmagazin Schweizer Journalist:in wurde sie 2019 zur «Journalistin des Jahres» gekürt (Werbewoche.ch berichtete).
Schritt in die Selbständigkeit
Nun verlässt Nicoletta Cimmino SRF per Ende Mai. Sie gründet ein eigenes Unternehmen und wird künftig als Autorin arbeiten, Podcasts produzieren sowie Anlässe und Podiumsdiskussionen moderieren. «SRF zu verlassen, ist mir nicht leichtgefallen. Besonders fehlen werden mir meine lieben Kolleginnen und Kollegen in der ‹Echo›-Redaktion. Mit 47 Jahren und viel journalistischer Erfahrung ist jedoch für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, neue Wege einzuschlagen», begründet Nicoletta Cimmino ihren Entscheid.