Jonas Projer verlässt Blick TV und wird Chefredaktor der NZZ am Sonntag

Nach nur zwei Jahren verlässt Jonas Projer Blick TV und wird Chefredaktor der NZZ am Sonntag. Das teilten die Medienhäuser Ringier und NZZ am Freitag mit. Der 39-Jährige löst im September den derzeitigen NZZ am Sonntag-Chefredaktor Luzi Bernet ab.

Christian Dorer, der Chefredaktor der Blick-Gruppe, bedauerte in der Mitteilung Projers Abgang. Dieser habe das «Pionierprojekt Blick TV mit viel Leidenschaft aufgebaut und vorangetrieben». Der erste ausschliesslich digitale Nachrichtensender der Schweiz war im Februar 2020 lanciert worden.

Er stehe inzwischen auf einem „soliden Fundament“ und die Ausgangslage sei «optimal» um «weiter durchzustarten», wird Ladina Heimgartner, CEO der Blick-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. Blick TV hat nach eigenen Angaben mehr als 600’000 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Tag. Die vorübergehende Führung von Blick TV übernehme ein sechsköpfiges Führungsteam, hiess es weiter.

«Nächste digitale Phase»

Vor seiner Zeit als Chef von Blick TV war Projer Moderator und Redaktionsleiter der Sendung «Arena» beim Schweizer Fernsehen SRF und davor EU-Korrespondent für das SRF in Brüssel. Angefangen hatte er bei SRF als Redaktor bei «Schweiz Aktuell». Er verfügt über einen Abschluss der Filmklasse an der Zürcher Hochschule der Künste.

Zeitungserfahrung hat Projer kaum. Er war als freier Journalist während seines Studiums bei der Basler Zeitung und dem Winterthurer Landbote tätig. Trotzdem soll Projer nun die NZZ am Sonntag «in die nächste digitale Phase» führen, wie die NZZ-Mediengruppe mitteilte.

Er habe den nötigen «journalistischen Instinkt» und eine profunde Erfahrung im digitalen Bereich, wird der Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe, Etienne Jornod, zitiert. Der Print-Ausgabe komme zwar weiterhin eine zentrale Rolle zu.

Aber der digitale Wandel müsse auch beim Sonntagstitel vorangetrieben werden. Projer selber sieht der «herausfordernden Aufgabe mit Respekt und grosser Vorfreude entgegen».

Bernets Zukunft ungewiss

Luzi Bernet tritt nach nur vier Jahren an der Spitze der Sonntagszeitung ab. Er habe den Titel zu «einer der renommiertesten Medienmarken der Schweiz entwickelt». Doch es habe unterschiedliche Auffassungen «über die weitere Entwicklung» gegeben, hiess es. Gespräche über «eine allfällige neue Rolle innerhalb der NZZ-Mediengruppe» seien im Gang. (SDA)

Digitec Galaxus gewinnt die Auszeichnung für das «Poster of the Year 2020»

18 Swiss Poster Awards wurden unter 34 nominierten und insgesamt 150 eingereichten Kampagnen vergeben. Die Kampagne «Galaxus Generativ» wurde mit dem «Poster of the Year 2020» ausgezeichnet. Aufgrund der Pandemie konnte die traditionelle APG|SGA Poster Night nicht durchgeführt werden. Die Trophäen werden den Gewinnern persönlich überbracht und in einem Award-Gewinner-Video virtuell gefeiert.

Die Auszeichnung in der Kategorie «Poster of the Year 2020» geht an Digitec Galaxus mit der Kampagne «Galaxus Generativ», die ausgeklügelt das regionale Einkaufsverhalten in der ganzen Schweiz aufgezeigt hat. Die inhouse umgesetzte Kampagne umfasste 11’214 Plakat-Unikate, die in einer logistischen Meisterleistung standortgenau platziert wurden. Digitec Galaxus sicherte sich mit dieser Arbeit auch die Auszeichnung in Gold in der Kategorie «Commercial National» und gewann mit anderen Kampagnen weitere drei Awards in verschiedenen Kategorien.

Weitere Gold-Auszeichnungen

Begehrtes «Gold» holten sich in der Kategorie «Commercial Regional and Local» das Vegi-Restaurant Hitl mit Ruf Lanz, in der Kategorie «Public Service» die Stiftung für das Tier im Recht, ebenfalls mit Ruf Lanz, in der Kategorie «Culture» das Theater Orchester Biel Solothurn mit Atelier Bundi, in der Kategorie «Digital Out of Home» die Gesundheitsdirektion Kanton Zürich mit Ruf Lanz sowie in der Kategorie «Out of Home Innovations» das Bernhard Theater Zürich mit Farner.

Eine corona-konforme Trophäenübergabe: Daniel Kobi (Digitec Galaxus), Anne Chapuis, (Digitec Galaxus), Julia Dürr (Digitec Galaxus), Martin Walthert (Digitec Galaxus), Severin Keller (Digitec Galaxus), Christian Brändle (Museum für Gestaltung Zürich), Flurin Spring (Digitec Galaxus), Markus Ehrle (APG|SGA) und Urs Ramsauer (APG|SGA,) (v.l.n.r.).

Besondere Preisverleihung

Da aufgrund der Covid-19-Situation die APG|SGA Poster Night auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann, wurde der Hauptpreis für das Plakat des Jahres unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen den Gewinnern von Digitec Galaxus persönlich überbracht. Überreicht wurde der Award von Christian Brändle, Jurypräsident und Direktor des Museums für Gestaltung Zürich, Markus Ehrle, CEO von APG|SGA und Urs Ramsauer, Leitung KAM Direktkunden bei APG|SGA. Weitere Trophäen in Gold, Silber und Bronze werden den Gewinnern in den nächsten Wochen ebenfalls persönlich überbracht.

Swiss Poster Award: Die Gewinner

Kategorie Kampagne Agentur Auftraggeber
Poster of the Year Galaxus Generativ Digitec Galaxus AG (InHouse) galaxus.ch
Gold
Commercial National Galaxus Generativ Digitec Galaxus AG (InHouse) galaxus.ch
Commercial Regional & Local Kein Tier im Visier 2 –
Jagdgesetz-Kampagne
Ruf Lanz, Zürich Hiltl, Zürich
Public Service Nur Tiere dürfen wegschauen Ruf Lanz, Zürich Stiftung für das Tier im Recht, Zürich
Culture TOBS Kampagne 2020 Atelier Bundi AG Theater Orchester Biel Solothurn
Digital Out of Home Corona-Risikoländer Ruf Lanz, Zürich Gesundheitsdirektion Kanton Zürich
Out of Home Innovations Die VBZ Haltestelle «Bernhard Theater» Farner Bernhard Theater
Zürich
Silber
Commercial National Zoo Basel Imagekampagne von A bis Zoo jjsscc.ch Basel Zoo Basel
Commercial Regional & Local McDonald’s „Field“ TBWA\Switzerland McDonald’s Schweiz
Public Service Jugendsession «Politik braucht mehr…» Publicis Zürich SAJV / Jugendsession
Culture Die ÖV Kampagne vom Bernhard Theater Farner Bernhard Theater Zürich
Digital Out of Home Die Kunst, alles richtig zu verbinden. Ruf Lanz, Zürich Build Smart by Otto Fischer, Zürich
Out of Home Innovations Für fast jede*n eine Überraschung Digitec Galaxus AG (InHouse) galaxus.ch
Bronze
Commercial National digitec Community «Wunsch» Digitec Galaxus AG (InHouse) digitec.ch
Commercial Regional & Local Hiltl macht dich zum Chefkoch Ruf Lanz, Zürich Hiltl, Zürich
Public Service In sich gekehrte Matrjoschkas Ruf Lanz, Zürich Autismus Forum Schweiz, Adliswil
Culture 55. Solothurner Filmtage Raffinerie AG für Gestaltung Solothurner Filmtage
Digital Out of Home Schauspiel Metamorphosen Claudiabasel Theater Basel
Out of Home Innovations digitec Sticker Digitec Galaxus AG (InHouse) digitec.ch

 

Tollkirsch lässt Karton für die Entsorgungsdienste Winterthur gut dastehen

Die Menge an Kartonabfällen hat während der Corona-Pandemie stark zugenommen. Dies stellt die Entsorgungsdienste der Stadt Winterthur vor neue Herausforderungen. Mit der lokalen Agentur Tollkirsch wurde eine Infokampagne entwickelt, um die Bevölkerung zur Mithilfe zu motivieren.

Seit dem ersten Lockdown im März 2020 haben die Online-Bestellungen und damit auch die Menge an zu entsorgendem Karton einen rasanten Anstieg erfahren. Eine effiziente Kartonentsorgung wird somit zunehmend relevant, wobei die Frage, was in die Sammlung gehört und was nicht, ebenso wichtig ist, wie die korrekte Bereitstellung. Damit die Botschaft der Stadt Winterthur nicht als Belehrung verstanden wird, richtet Tollkirsch das Augenmerk auf die verschiedenen Entsorgungsarten, die als liebenswürdige Kartonfiguren visualisiert wurden und der Kampagne reichlich Sympathie verleihen.

Entsorgungstypen mit Jö-Effekt

Die drei Entsorgungstypen der Kampagne entsprechen den drei Varianten, wie der Altkarton für die Sammlung bereitgestellt werden soll: verschnürt als Bündel, verpackt in einer offenen Kartonschachtel oder gefaltet und verstaut in einer Kartontonne.

Entstanden sind die drei Kartonfiguren in sorgfältiger Handarbeit bei Tollkirsch, wo sie für das Kampagnen-Visual in Szene gesetzt und abgelichtet wurden. Für die Verwendung auf Social Media setzte die Winterthurer Agentur zusätzlich eine animierte Version des Sujets um und erweckte die Figuren mittels Stop-Motion-Verfahren zum Leben.

Nicht im Regen stehen lassen

Im Rahmen Kampagnenlancierung Ende Februar 2021 erhielten über 60’000 Haushalte der Stadt Winterthur einen Infoflyer, passend zur Kampagne auf Papier in Kartonoptik. Zudem informiert die Stadt Winterthur auf ihren Kommunikationskanälen über die Kampagne und gewährt in einem Video Einblick in die Arbeit der Beladenden während der Kartonsammlung.

Nicht korrekt bereitgestellte Kartonabfälle werden vom Entsorgungsdienst Winterthur nicht mitgenommen und mit einem Hinweis versehen. Auch auf diesem auffällig leuchtenden Sticker bitten die Entsorgungstypen mit ihren grossen runden Augen mit dem charmanten Spruch «Lass uns nicht im Regen stehen» um Verständnis und Mithilfe.


Verantwortlich bei Entsorgung Winterthur: Simon Amann, Entsorgungsberater bei der Stadt Winterthur. Verantwortlich bei Tollkirsch: Gabriela Martinelli (Konzept/Design), Marianne Graf (Beratung/Projektleitung).

Fachchinesisch: Was bedeutet eigentlich «sounden»?

Benno Maggi erklärt in seiner Kolumne «Fachchinesisch» Begriffe aus dem Marketing- und Kommunikationsbereich. Dieses Mal teilt er seine Gedanken zum Begriff «sounden».

Clubhouse-Hype, unzählige Podcasts, die man gehört haben müsste, sowie Alexa und Friends: Alles Auditive ist im Moment hoch im Kurs, auch im Marketing. Damit ist ein Wort, das schon länger in der Corporate World rumgeistert, in der Hitparade der Buzzwords rasant aufgestiegen: Sounden. Wir tun es längst nicht mehr in einem Übungskeller, sondern in Sitzungszimmern in Sounding-Boards. Hier nehmen meist leitende Mitarbeitende verschiedener Abteilungen oder Unternehmensbereiche an moderierten Diskussionen teil. Ihre Stimmen zu einem festgelegten Thema werden dabei ungefiltert aufgenommen und anschliessend gemixt. Das Problem dabei: Wenn alle (mit-)reden, versteht am Ende niemand was. 

Wer richtig soundet, findet den Groove

Die inflationäre Installation von Sounding-Boards als Gremien, die Kreations-, Veränderungs- oder Innovationsprozesse beratend begleiten ohne Weisungsbefugnis zu besitzen, gibt es schon länger. «Konsultativgremium» nannte sich das einst, aber das klang dann für die meisten zu sehr nach Politik, Sozialarbeit oder Gewerkschaft und weniger nach Organisationsentwicklung oder gar Change Management.

Sounden will also gelernt sein. Darin liegt genau die Krux: Die wenigsten sind bereit zu lernen. Statt Stimmungsbarometer und Inspiration in Kreativ- oder Change-Prozessen zu sein, verschleppt das Sounden dann entweder Entscheide («Da müssen wir nochmals ins Sounding-Board damit») oder verkommt zur Alibi-Übung («Ja, wir haben euch gehört, aber es interessiert uns nicht»). Beides ist falsch. Der Vorteil läge nämlich darin, dass das Management, Projektteam oder Kreative beim Sounden ihre Echokammern verlassen und sich ehrlich den wichtigsten Fragen stellen: Macht das, was wir hier vorhaben, Sinn? Wird das auch von den Leuten, die es betrifft, verstanden? Oder, um in der Sprache der Musik zu bleiben: Groovt es oder klingt es eher nach Marschmusik oder Muzak?


* Benno Maggi ist Mitgründer und CEO von Partner & Partner. Er lauscht seit über 30 Jahren in der Branche und entdeckt dabei für uns Worte und Begriffe, die entweder zum Smalltalken, Wichtigtun, Aufregen, Scrabble spielen oder einfach so verwendet werden können.

2020 wurde viel in potenziell markenschädlichen digitalen Umfeldern geworben

Zulu5 hat in einer Studie die Platzierung digitaler Werbung in kritischen Werbeumfeldern im zweiten Halbjahr 2020 in der Schweiz untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass 72 der 100 werbefreudigsten Schweizer Unternehmen Werbeanzeigen in digitalen Umgebungen geschaltet haben, die als als potenziell schädlich für die jeweilige Marke betrachtet werden können.

Im Rahmen einer Folgestudie zum Brand Safety Report H1 2020 hat Zulu5 erneut über eine Million nationale und internationale potenziell markenschädliche Internet-Domains analysiert und untersucht, inwiefern sich Schweizer Werbetreibende im zweiten Halbjahr 2020 in entsprechenden Werbeumfeldern exponierten.

72% der grössten Schweizer Werbetreibenden betroffen 

Während im ersten Halbjahr 46 der 100 grössten Schweizer Werbetreibenden Werbung in digitalen Umgebungen schalteten, die als potenziell markenschädlich eingestuft werden konnten, waren es zwischen Juli und Dezember 2020 72 Prozent der Unternehmen. Das entspricht einem Anstieg von über 50 Prozent.

Zurückzuführen ist der Anstieg wohl darauf, dass viele Unternehmen ihre Werbespendings im ersten Halbjahr einfroren und diese dann in der zweiten Jahreshälfte ausgaben. Dem Report zufolge haben unter anderem Brands wie Beiersdorf, Salt, Booking.com, Spotify und Zalando sich besonders stark in potenziell markenschädlichen digitalen Umfeldern exponiert.

Bei der Gesamtanalyse aller Schweizer Werbetreibenden, die im zweiten Halbjahr 2020 besonders stark von digitaler Werbung in markenkritischen Umgebungen betroffen waren, zeigt sich, dass insbesondere Community- und Dating-Plattformen sowie die Unterhaltungsbranche einem erhöhten Risiko ausgesetzt waren. Dieses Ergebnis ist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu verstehen, die sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 auf einem neuen Höhepunkt befand. In dieser Zeit führten Community- und Dating-Plattformen (Branche «Gesellschaft») sowie die Unterhaltungs- und Freizeitbranche breit angelegte Kampagnen. Die grösseren Werbespendings von Werbetreibenden aus diesen Sektoren – insbesondere auch über programmatische Buchungskanäle – führten vermehrt zu Werbeeinblendungen in potenziell markenunsicheren Umgebungen.

 

Rund eine Million Websites und YouTube-Kanäle beobachtet

Um zu observieren, welche Schweizer Advertiser sich in einem potenziell markenschädlichen Umfeld exponierten, haben die Crawler von Zulu5 zwischen Juli und Dezember 2020 gemäss einem «outside-in»-Ansatz rund eine Million nationaler und internationaler potenziell markenschädlicher und betrügerischer Websites und YouTube-Kanäle durchkämmt.

Die Werbeumgebungen wurden dabei in die zwei Härtestufen «Legal Safety» – Werbeumfelder, die gegen Recht oder Werberichtlinien verstossen, und «Brand Suitability» – markenspezifische Sicherheitsanforderungen – unterteilt.

Im Rahmen der Studie für das zweite Halbjahr 2020 wurden rund 900’000 Vorfälle identifiziert, bei denen Schweizer Website-Besucher Anzeigen in potenziell markenunsicheren oder betrügerischen Umgebungen angezeigt wurden – davon konnten 84 Prozent dem Bereich «Brand Suitability» zugeordnet werden.

Eine Auswertung der Top-100-Werbeauftraggeber zeigt auf, wie viele von ihnen prozentual in potenziell markenschädlichen Umgebungen gesichtet wurden. Um das Ausmass des Brand-Safety-Risikos zu ermitteln, wurde die Stichprobe schädlicher Vorfälle mit einer Stichprobe auf Websites grosser Schweizer Verlage verglichen. Wurden im Rahmen der Studie im Vergleich zur Stichprobe auf Premium Websites mehr als 2 Prozent aller registrierten Fälle auf potenziell markenschädlichen Seiten erfasst, so wurde die Marke als exponiert gekennzeichnet. Unter der 2-Prozent-Marke war sie zwar ebenfalls exponiert, aber in einem Ausmass, mit dem gerechnet werden muss, wenn digitale Werbung geschaltet wird.

Werbeausspielungen in markenschädlichen Umfeldern verhindern 

Der vorliegende Brand Safety Report von Zulu5 zeigt auf, dass durch offene internationale programmatische Werbenetzwerke gebuchte und ausgespielte Werbeanzeigen führender Schweizer Werbeauftraggeber regelmässig in potenziell markenschädlichen Umgebungen erscheinen. Wie Andreas Gysler, Gründer von Zulu5 erklärt, ist es deshalb wichtig, dass sich Werbetreibende Gedanken zum Thema Brand Safety machen und entsprechende Vorkehrungen zur Minimierung des Risikos treffen. «Im schlimmsten Fall müssen Marken, die in potenziell markenschädlichen Umfeldern werben, damit rechnen, dass ihr Markenwert in Mitleidenschaft gezogen wird und gar wirtschaftliche Folgeschäden durch Umsatzeinbussen befürchten. Diesem Problem können sie begegnen, indem sie eine stärkere Auditierungskultur etablieren und in Echtzeit überwachen, ob ihre digitalen Anzeigen in einem potenziell schädlichen Umfeld ausgespielt werden», so Gysler.


Der Brand Safety Report Schweiz H2 2020 kann auf Zulu5.com gratis heruntergeladen werden.

Wunderman Thompson bringt Auto-Abos von Clyde in Fahrt

Die Zürcher Agentur Wunderman Thompson drückt nach einem Pitchgewinn für das Startup Clyde aufs UX-Gaspedal.

Das Startup Clyde bietet Autos im Abo, ohne Papierkram und Verpflichtungen. Dafür mit Versicherung, Vignette, Service und Winterreifen. Wunderman Thompson hat das UX Design beigesteuert – logischerweise mit einem Mobile-first-Approach.

Um die Bedürfnisse der potenziellen Abonnent*innen zu verstehen, hat Wunderman Thompson den Designprozess mit einer UX-Analyse der bisherigen Seite und definierten Personas gestartet. In mehreren Runden wurde gemeinsam mit dem Kunden das UX-UI Design entwickelt und das CI/CD mit Illustrationen und Motion Graphics zum Leben erweckt.

Die neue Website soll sich wie eine App anfühlen und das Angebot schnell und einfach zugänglich machen. Wording und Bildsprache setzen auf weniger Auto und mehr Emotionen. Die Navigation ist simpel und intuitiv gestaltet und wird durch involvierende Filter- und Konfigurationsmöglichkeiten ergänzt.


Verantwortlich bei Clyde: Timo Nührich (CEO), Natalie Heinrich (Head of Marketing), Branka Vodopija Walser (Marketing & Communications Manager), Tabea Leibundgut (Project Manager). Verantwortlich bei Wunderman Thompson: Benjamin Franken (Creative Director), Diego Martinez Crestelo (Senior UX Director), Diana Zberg (Junior UX Director), Susi Martin (Senior Account Director), Noah Nachtrab (Interactive Media Designer i.A.).

Keim Identity vereint für Mammut Swissness mit Nachhaltigkeit

Keim Identity hat für Mammut eine neue Vision für Materialität, Formensprache und Visual Design im Packaging entwickelt. Auf Basis eines neuen Gesamtkonzeptes wurden sämtliche Verpackungen von Mammut auf das Material Braunkarton umgestellt.

Die Verpackungen sollen durch aufgedruckte weisse Flächen mit roten Markenelementen die Swissness der Marke vermittelt. So wurde der Kernwert der Marke mit dem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit verbunden. Die Empfehlung zur Vision für die Materialisierung mit Braunkarton und Weiss entstand bei Keim Identity auf Basis einer Umfeldanalyse am POS, die zeigte, dass diese Farbkombination das Potenzial zu einem Alleinstellungsmerkmal hat.

Bei der Überarbeitung des Packagings standen zum einen neue physische Formen im Fokus. Wo immer möglich entwickelte Keim Identity Verpackungen die durch eine raffinierte Falttechnik den Einsatz von Plastikteilen und meistens sogar von Klebstoff überflüssig machten. Dabei entstanden nicht nur nachhaltige Lösungen, sondern auch physische Formen, welche die Produkte optimal einbetten und sich von herkömmlichen Verpackungen abheben. Die Verpackungen ermöglichen einerseits ein gutes Produkterlebnis und bieten andererseits Platz für die zentralen Produktinformationen. Keim Identity hat sich bereits vor über zehn Jahren auf klebstofffreie Verpackungen spezialisiert und dazu eigens Falttechniken sowie Verschlüsse ohne Hilfsmittel entwickelt. Diese Techniken hat Keim Identity bereits bei mehreren Outdoor-Marken und weiteren Produkten umgesetzt.

50 verschiedene Verpackungen entwickelt

Zusammen mit den Produktionsspezialisten und Produktmanagern sowie der Marketingabteilung von Mammut entwickelte Keim Identity gegen 50 verschiedene Verpackungen und einen universell einsetzbaren Hangtag. Mammut hat das Konzept auf weitere Anwendungen übertragen. Inzwischen sind die Verpackungen in den Mammut-Shops und bei vielen Händlern im Einsatz und es entsteht am POS ein neuer, starker und unverwechselbarer Gesamteindruck.

Die Materialkombination hat Keim Identity auch bei der Gestaltung des Unpackaging-Erlebnisses für den Onlineversand sowie bei der Stationery aufgegriffen. Auch Visiten- und Grusskarten sind aus Braunkarton hergestellt. Hier kommt die Farbkombination Braun und Weiss durch ein Key Visual zum Tragen.


Verantwortlich bei Mammut: Verena Lambrecht (Head of Communication Design), Jörg Richter (Print & Packaging Manager). Verantwortlich bei Keim Identity: Matthias Keim (Creative Director), Christine Keim (Markenstrategie), Benjamin Stetter (Senior Design).

Best of Swiss Web 2021: Shortlist und neues Datum

Best of Swiss Web veröffentlicht am Donnerstag die Shortlists für die 21. Best of Swiss Web Awards. Die auf der Shortlist vertretenen Arbeiten gehören zu den besten Webprojekten des Jahres. Ausserdem gibt Best of Swiss Web das neue Datum für die Award-Night bekannt.

Am Montag wurden die insgesamt 326 Einreichungen durch eine 114-köpfige Expertenjury nach den jeweiligen Kriterien der Kategorien bewertet. Insgesamt haben es 83 Projekte in mindestens einer Kategorie auf die Shortlist geschafft. Diese Einreichungen zählen zu den besten digitalen Projekten des Jahres und dürfen auf weitere Auszeichnungen an der Award-Night hoffen: Bronze, Silber oder Gold in den jeweiligen Kategorien. Die Projekte, die für den Titel «Master of Swiss Web» nominiert sind, werden am 17. März bekannt gegeben.

Neues Datum für die Award-Night

Aus Rücksicht auf den aktuellen Stand der Impfkampagne hat Best of Swiss Web sich dazu entschieden, ein neues Datum für die Award-Night festzulegen. Die Best of Swiss Web Award Night findet neu statt am 6. September 2021 um 17 Uhr in der Samsung Hall statt. An der Award-Night werden neben Gold, Silber, Bronze und dem Master of Swiss Web auch der Goldbach Crossmedia Award sowie der Spezialpreis «Best of .swiss» vergeben.

Start der Leserwahl im April

Die Leserwahl zum «Master of Swiss Web 2021» startet am Montag, dem 6. April. Teilnahmeberechtigt sind die Abonnenten des Netzwoche-Newsletters. Wer am Ende tatsächlich die Boje in Empfang nehmen und sich Master of Swiss Web nennen darf, zeigt sich an der Award-Night.

Best of Swiss Web 2021

Die Shortlist

Projekt Auftraggeber Auftragnehmer
Andermatt Swiss Alps Web Relaunch Andermatt Swiss Alps AG Hinderling Volkart part of Dept
Annabelle Annabelle Station AG
artist.net by Kunstbulletin Kunstbulletin / artlog.net Hinderling Volkart part of Dept
Avina Stiftung Website und Branding AVINA Stiftung Hinderling Volkart
BAG – So schützen wir uns Bundesamt für Gesundheit Rod | DU DA Data & Commtech by Farner
Cryptonow Värdex Suisse SA Greenliff
CSS Herbstkampagne CSS Versicherung Notch Interactive AG | Webrepublic AG
Cyclomania Pro Velo Schweiz Panter AG | KARGO Kommunikation GmbH
DAS OPEL PROBELEASING AO Automobile Schweiz AG Equipe AG
Digital Experience Platform Flughafen Zürich Flughafen Zürich AG Unic
Digital Experience Platform Flughafen Zürich Flughafen Zürich AG Unic | Zeix
Digitaler Jahresbericht der Universität Bern Universtiät Bern Zeix AG | Monami | SNTL Publishing
Digitales Self-Onboarding Viseca Card Services SA BlueGlass Interactive AG
EAO 3D-Konfigurator EAO AG Eyekon AG | Intelliact AG
EasyGov COVID-19-Überbrückungskredite Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) & Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD) Farner Consulting AG
elementum dloop AG Apps with love AG
emilfrey.ch – das neue digitale Autohaus Emil Frey Digital AG Pixelgenau Consulting GmbH
Emmi Website Harmonisierung Emmi Management AG Namics | Magnolia | Frontify
ESTV – Steuerrechner Eidgenössische Steuerverwaltung ti&m AG
Fotomuseum Winterthur Fotomuseum Winterthur Station AG
Franke IoT Dashboard Franke Kaffeemaschinen AG Apps with love AG
FWG Selfordering Familie Wiesner Gastronomie AG Guave Studios GmbH
GeoMSF platform Médecins Sans Frontières Antistatique SA | INSER SA
Help With A Bottle.Today Schuler St. Jakobs Kellerei Schuler St. Jakobskellerei
Smarte Commerce- and Corporate-Plattform HG COMMERCIALE valantic CEC Schweiz AG
Hilti Content Marketing Hilti (Schweiz) AG BlueGlass Interactive AG
Homburger – Corporate Website Homburger AG MADE Identity | DU DA by Farner AG
Hotelplan Digital Commerce Plattform Hotelplan Suisse (MTCH AG) Geyst AG | Hotelplan Management AG
Jass Fédéral – Online Jassen mit Videofunktion Swisscom AG WIRZ  | Gbanga, Millform AG
Jean Starobinski – Exposition virtuelle Bibliothèque nationale suisse Archives littéraires suisses ALS Apptitude SA
JLS Content Creation Hub JLS DIGITAL JLS DIGITAL
Kitchen Republic Familie Wiesner Gastronomie AG Guave Studios GmbH
Launch und Digitale App-Vermarktung frankly Zürcher Kantonalbank Jung von Matt LIMMAT | Webrepublic AG
Launch und Digitale App-Vermarktung frankly. Zürcher Kantonalbank Webrepublic AG
little FOOBY – Digitales Kochstudio fürs gemeinsame Kochen Coop Genossenschaft Unic
MEMcampus Swissmem Academy Gridonic AG | LerNetz AG
Migrolino «Frischer als Frisch» migrolino AG Notch Interactive AG
Migros – Le Café National Migros-Genossenschafts-Bund Wunderman Thompson Switzerland AG
Migros Tauschbörse Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) MUTABOR Technologies GmbH | smartive AG
Migros-Community Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) smartive AG
Mobility – Digitale Absatzoptimierung mit Drive Mobility BlueGlass Interactive
MoliCare® IVF Hartmann Viu AG
myBVK – Kundenportal BVK Intersim AG
New Saviva Integrale Saviva AG ti&m AG
Novartis Live.Magazine Novartis International AG DOCMINE Productions AG
Pension Dynamics by ICR ICR Informatik AG Notch Interactive
PostFinance – Wallbreak PostFinance AG Wunderman Thompson Switzerland AG
ProCoRe – Nationale Geschäftsstelle Sexarbeit ProCoRe heimoto AG
Qwell launch Coca-Cola Schweiz GmbH MediaCom
Redesign Immobilienportal newhome.ch newhome.ch AG Zeix AG | exanic AG – Digital Factory
Reka.ch – Relaunch und digitale Transformation (Technology) Schweizer Reisekasse (Reka) Genossenschaft Jung von Matt TECH AG
Relaunch css.ch CSS Versicherung Unic | One Inside
Relaunch denkanmich.ch Stiftung Denk an mich KARGO Kommunikation | novu
SafeZone.ch – Online-Beratung zu Suchtfragen Bundesamt für Gesundheit (BAG) Liip AG | Feinheit AG | Terminal42 GmbH
Same Shirt Different Miele Switzerland Heimat Zürich
SBB „Back to Business“ SBB AG Farner Consulting
smartconext BAU smartconext Group AG Novalytica AG | Attackera GmbH
SolidarityForMusic Lucerne Festival Freundliche Grüsse AG | Violetta Digital Craft
Sonepar Suisse – Power Selling Sonepar Suisse valantic CEC Schweiz AG
Spaeter AG – Augmented Shop Experience Spaeter AG valantic CEC Schweiz AG
SRF Timelines Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Kontour Design Studio | NEXTENSION GmbH
Stadt Zürich: «Steuern verwalten» Steueramt der Stadt Zürich Stadt Zürich | Adesso Schweiz AG | Zeix AG
Stay Kooook Digital Guest Platform SV Hotel AG SV Hotel AG
Stöckli Online-Shop Stöckli Swiss Sports AG Station AG
Swiss Bankers Relaunch Swiss Bankers Prepaid Services AG Notch Interactive
Swiss Skills Connect – Digitale Live-Experience (Innovation) Stiftung Swiss Skills Jung von Matt TECH AG
Swiss Skills Connect – Digitale Live-Experience (Public Value) Stiftung Swiss Skills Jung von Matt TECH AG
Swissaid Swissaid Station AG
Swisscoms Neukundenakquise-Revolution mit E2E-Automatisierung Swisscom AG TLGG GmbH
Swissgeol.ch – eine technologische Innovation Bundesamt für Landestopografie swisstopo Camptocamp SA
The Last Run Zalando SE Jung von Matt LimmatAG
thurmed Intranet thurmed AG comsolit AG
UBS Helpetica UBS Switzerland AG Lab360
UBS Women`s Wealth Academy UBS Switzerland AG Farner Consulting AG
Valyo, die Kapitalmarkt Plattform. Valyo AG Valtech Switzerland AG
VBZ Contextual Experience Marketingcycle Verkehrsbetriebe Zürich We are York GmbH
Veloplus Veloplus AG Panter AG | Unchained Commerce GmbH
Vespa Konfigurator – das Original OFRAG Vertriebsgesellschaft Cando Image GmbH
Waldwissen Eidg. Forschungsanstalt WSL zdreicom AG
Webseite & Webshop Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Allschwil IWF Web Solutions
Wie man Buzz-Words wie AI und ML in +72% Conversion umwandeln kann Generali allgemeine Versicherungen AG nexoya ltd
WWZ Relaunch WWZ Energie AG Notch Interactive
Yova Yova AG Panter AG
ZHweb Kanton Zürich – Staatskanzlei Unic | One Inside | Zeix
Zoo Zürich Online-Shop Zoo Zürich AG Liip AG
Zürich Tourismus – Züvenirs Zürich Tourismus Jung von Matt Limmat

ADC YCA 2021: Die Nominierten in der Kategorie Cyber

In der ersten Märzwoche wurde der ADC Young Creatives Award mit Briefinggeber McDonald’s Schweiz juriert. Nun folgt die schrittweise Bekanntgabe der Shortlist und Gewinnerteams. Nach den Kategorien Outdoor, Film und Direct werden nun die Nominierten in der Kategorie Cyber bekanntgegeben.

Die 52 Teilnehmerteams der 14. Ausgabe des Nachwuchswettbewerbs hatten eine spannende Aufgabe des diesjährigen Hauptsponsors McDonald’s Schweiz zu bewältigen: Die neue «Mobile Order & Pay»-Funktion bei der relevanten Zielgruppe bekannt zu machen und diese zu motivieren, erste Erfahrungen mit der neuen Bestell- und Bezahlfunktion der McDonald’s App zu machen. Nun steht die Top 5 aus 19 Einreichungen in der Kategorie «Cyber» fest.

ADC Young Creatives Award 2021

Kategorie Cyber

Projektname Einreichende
McRap Gaëlle Valentini & Loris Scaglia
The Fastest Fast Food Elise Smidt & Nicole Jara Vizcardo
Share a Big Mac Katharina Binder & Isabelle Benz
McPreview Alexia Siegwart & Timon Oberholzer
Die Discharge Deals Gaston Filippo & Johnny Grubenmann

«Von Augmented Reality bis Gamification – es war sehr spannend zu sehen, auf welch vielfältige Weise die jungen Kreativen an die Aufgabe herangegangen sind. Sowohl inhaltlich als auch bei der Präsentation wurden viele beeindruckende Lösungen gefunden. Wir haben uns sehr darüber gefreut, die Kategorie Cyber des ADC Young Creatives Awards wieder als Sponsor unterstützen zu dürfen» sagt Sandro Kolbe, Projektleiter Marketing bei der Blick-Gruppe.

 

Simon Göldi wird Marketingleiter bei Hotelplan Suisse

Per Mitte März 2021 übernimmt Simon Göldi die Leitung der Marketingabteilung von Hotelplan Suisse. Mit der Expertise von Simon Göldi will der Schweizer Reiseveranstalter seinen Marketing-Fokus in Zukunft noch stärker auf seine Kunden legen.

Am Montag tritt Simon Göldi seine neue Stelle als Head Marketing bei Hotelplan Suisse an. In seiner neuen Funktion verantwortet er sämtliche Marketingaktivitäten der Marken Migros Ferien, Hotelplan und Travelhouse. Er wird direkt an Nicole Pfammatter, Director Distribution & Marketing Hotelplan Suisse, rapportieren.

Der ausgewiesene CRM-Spezialist bringt viel Erfahrung und Wissen in den Themen Customer Insights sowie Data Driven Marketing mit. Der 46-jährige Simon Göldi ist in der Reisebranche kein Unbekannter. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung zum Reiseberater bei Danzas Reisen arbeitete er unter anderem als Head of Brand Management Shops & Lastminute.ch bei Kuoni. Anschliessend besetzte er diverse Führungspositionen im Marketingbereich ausserhalb der Reisebranche. Zuletzt war er als COO & Partner beim Startup Signifikant Solutions tätig.

TX Group verliert deutlich an Umsatz und schreibt Verlust

Der scharfe Einbruch der Werbeeinnahmen im Zuge der Corona-Pandemie hat der TX Group im Gesamtjahr 2020 einen markanten Umsatzeinbruch und rote Zahlen beschert. Positiv stimmt, dass sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte deutlich verbessert hat.

Der Umsatz der breit diversifizierten Mediengruppe, bekannt für den Tages-Anzeiger oder die Basler Zeitung, verminderte sich im Gesamtjahr 2020 um insgesamt 13,3 Prozent auf 935,2 Millionen Franken, wie die TX Group am Donnerstag mitteilte. Das zweite Semester lief dabei bedeutend erfreulicher als die ersten sechs Monate, für die noch ein Minus von beinahe 18 Prozent ausgewiesen wurde.

Und auch beim Betriebsgewinn gelang der TX Group in den zweiten sechs Monaten eine deutliche Verbesserung. So resultierte für das Gesamtjahr auf Stufe EBIT noch ein negatives Ergebnis von 70,9 Millionen, nachdem für das erste Semester ein Fehlbetrag von 107,5 Millionen ausgewiesen wurde. Belastet wurde der Betriebsgewinn neben dem tieferen Umsatz zusätzlich durch die im Halbjahresabschluss verbuchten Wertminderungen auf dem Goodwill bei den Bezahlmedien in Höhe von 85 Millionen.

Unter dem Strich verblieb schliesslich ein Reinverlust von 94,6 Millionen nach einem Gewinn von 97,8 Millionen im Vorjahr.

Wie bereits im April anlässlich der letzten Generalversammlung angekündigt, schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären den Verzicht auf eine Dividende für 2020 vor. Für 2019 wurden 3,50 Franken ausbezahlt.

20 Minuten mit dem grössten Umsatzminus

Den stärksten Umsatzrückgang verzeichneten auch im Gesamtjahr die im Bereich 20 Minuten zusammengefassten Pendlermedien. Hier gingen die Erlöse um 25,2 Prozent zurück. Stark betroffen war indes auch das Segment Tamedia mit den Bezahlmedien (Umsatz -14,2 Prozent). Die Werbevermarkterin Goldbach profitierte von einer deutlichen Erholung im zweiten Semester und konnte den Umsatzverlust damit auf -7,6 Prozent eingrenzen, nachdem im Halbjahr noch ein Minus von 21,8 Prozent verzeichnet wurde. Alle drei Bereiche schrieben betrieblich auf adjustierter Basis – also unter Ausklammerung von Effekten aus Unternehmenszusammenschlüssen – anders als nach sechs Monaten wieder schwarze Zahlen.

Deutlich weniger stark von Corona betroffen war die Sparte TX Markets mit den grossen Rubrikenplattformen und Marktplätzen wie Jobcloud, Homegate oder Ricardo. Hier verminderte sich der Umsatz im Gesamtjahr um 6,7 Prozent. Die adjustierte EBIT-Marge ging auf 33,7 Prozent von 37,9 Prozent zurück.

Markant zugenommen hat als Folge von Corona die Nutzung der verschiedenen Medien der Gruppe. Und auch die Zahl der digitalen Abos verzeichnete einen deutlichen Anstieg.

Wie gewohnt macht das Management der TX Group keinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2021. (SDA)

Hillton realisiert für On den Film zu «The Roger Pro»

Nach einer einjährigen Pause kehrt Roger Federer in Doha auf die Tour zurück. Mit im Gepäck: sein eigener Tennisschuh von On. Für die Lancierung des Tennisschuhs hat die Filmproduktion Hillton einen Film konzipiert und umgesetzt.

Die Entwicklung des Schuhs erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Roger Federer und den Designern der Firma On, bei welcher Federer bekanntlich Mitinhaber und Board Member ist.

Da ein Tennisschuh ein komplexes Arbeitsgerät für höchste Ansprüche ist und bei Roger’s Comeback viele Faktoren berücksichtigt werden mussten, war bis kurz vor der Premiere nicht klar, ob der Schuh zum Einsatz kommen wird. Damit On zeitgerecht einen Spot schalten konnte, stand Hillton vor der Aufgabe, innerhalb von 24 Stunden ein funktionierendes Konzept und 48 Stunden darauffolgend einen ersten Schnitt vorzuweisen.

Der Film vermittelt die Aufregung und Ideenflut der involvierten On-Mitarbeitern als überwältigendes Gedanken-Cluster, um schlussendlich von der entspannten Vorfreude von King Roger aufgefangen zu werden.


Verantwortlich bei On: Alex Griffin (Head of Global Marketing), Laurence Stoffel (Head of Brand Design), Victoria Bryson (Studio Producer Lead). Verantwortlich bei Hillton (Filmproduktion): Mona Bertschinger (Produktion), Animals / David Bertschinger Karg, Tobias Bonfanti (Konzeption, Regie & Schnitt), Samuel Muff (Colorist), Slaughterhouse Zürich (Postproduktion), Patrice Gerber (Motion Design), Chris Banks (Sound Design & Vertonung).

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