«Unsere Normalität ist extrem fragil»

General Sir Richard Barrons leitete Operationen der britischen Armee in Bosnien, Nordirland und im Irak; war einer der ranghöchsten Offiziere des Vereinigten Königreichs. Die Pandemie, sagt er im Interview mit m&k, müsse uns resilienter machen.

Illustration: Silvan Borer.

m&k: Sir Richard Barons, Sie waren einer der ranghöchsten Offiziere in der britischen Armee, ehe Sie 2016 in höchsten Ehren entlassen wurden. Welche Ihrer Aufgaben waren über die Jahre besonders herausfordernd?

General Sir Richard Barons: Ich war Stabschef während des ersten britischen Einsatzes in Bosnien im Jahr 1991, wo wir aus dem Flugzeug stiegen und dann sofort unter ziemlich schwierigen Bedingungen tätig werden mussten. Später, als Oberst, war ich als Stabschef Teil des britischen Divisionshauptquartiers, das den ersten Einsatz in Kabul initiierte – das war Weihnachten 2001. In Kabul mussten wir improvisieren und schliefen zunächst auf dem Boden einiger alter Stallungen und mussten dann in Windeseile eine multinationale Truppe zusammenstellen, organisieren und kommandieren. Im Jahr darauf baute ich eine multinationale Division im südlichen Teil des Irak auf. Als Generalmajor schuf ich Strukturen, um mit den Taliban zu verhandeln und zu versuchen, vor allem die jungen Leute dort herauszuholen, aus dem Kampf herauszuholen; das war ein eher langfristiges Projekt, wahnsinnig faszinierend. Wissen Sie – in einem Beruf wie meinem können Sie an der Spitze der Geschichte stehen, wenn Sie Glück haben.

 

Erinnern Sie sich noch daran, wie Ihre Karriere bei den Streitkräften begann?

Die ehrliche Wahrheit ist: Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich bei der Armee gelandet bin (lacht). Als Junge war ich ganz klar «armeeverrückt» und trat in der Schule der sogenannten «Kadetteneinheit» bei – was mir einen gewissen Einblick in die Armee verschaffte. Bevor ich an die Universität ging, nahm ich dann an einem «akademischen Kadettenprogramm» teil, durch das ich für eine kurze Zeit nach Sandhurst ging und durch das ich auch während meines Studiums in Oxford ziemlich viel mit der Armee zu tun hatte. Am Ende meines Studiums habe ich mich für fünf Jahre bei den Streitkräften verpflichtet.
Aber ehrlich gesagt habe ich nicht erwartet, dass ich fast ein ganzes Arbeitsleben lang bei der Armee bleiben würde. Sie können sich vorstellen, dass eine Militärkarriere nicht nur eitel Sonnenschein beinhaltet. Es gibt verschiedene Phasen, von den Anfängen als junger Offizier, der auf Einheitsebene arbeitet, über eine Periode, in der man mehr mit dem Kommando in Berührung kommt … und dann einige ziemlich interessante Stabsstellen. Ich hatte besonders viel Glück bei einigen der Jobs, die ich schon recht früh im operativen Bereich hatte und die sich dann zu leitenden Kommando- und Stabsfunktionen entwickelten. Jedes Mal, wenn ich an eine Hürde kam und sie überwunden hatte, war ich versucht, noch ein paar Jahre zu bleiben. Und hier sind wir nun (lacht).

 

Welche Aspekte Ihrer Karriere fanden Sie besonders reizvoll?

Ich denke, das erste, was hier zu erwähnen ist, ist … dass das Leben in einer Freiwilligenarmee eine Berufung ist. Es ist nicht wie viele der kommerziellen Unternehmungen, die ich jetzt habe, die zwar Spass machen, aber auch von Natur aus transaktional sind. Beim Militär ist man einer Entität verpflichtet; man ist den Menschen um einen herum verpflichtet und verbunden. Man fühlt eine enorme Sinnhaftigkeit, wenn man zumindest eine kleine Rolle bei der Verteidigung seiner Nation und seiner Familie spielt. Aber es gibt auch eine starke konzeptionelle Dimension bei dem ganzen Unterfangen. Ich weiss, für jeden, der nur Sendungen wie die britische Serie «Black Adder» gesehen hat, gibt es das Gefühl, dass die Militärangehörigen nicht besonders klug wären und die ganze Zeit Drills absolvieren (lacht), aber die Realität ist, dass das militärische Leben ein sehr komplexes Unterfangen ist, bei dem man mit Tausenden von Menschen arbeiten muss. Ich hatte etwa die Leitung einer Operation im Irak, bei der wir 50.000 Soldaten aus verschiedenen Nationen und viele irakische Sicherheitskräfte koordinieren mussten. Man hat es dabei mit Menschen zu tun, man hat es mit einer komplizierten Ausrüstung zu tun, man hat es mit einer komplizierten Organisation zu tun, mit komplizierten Prozessen, ob das nun Taktik oder Beschaffung oder Aufklärung ist. Es gibt nicht viele andere Berufe, in denen man so etwas in diesem Umfang tun kann.

 

Als jemand, der diverse internationale Krisen und Kriege unmittelbar erlebt hat: Wie beurteilen Sie die Situation rund um die Covid-Pandemie?

Ich denke, dies ist ein Moment der Zäsur. Besonders für die Art und Weise, wie die europäischen Länder ihren Lifestyle, ihren Platz in der Welt sehen. Wir müssen bedenken, dass die Pandemie zwar ein Schock ist, aber man kann sie nicht wirklich als Überraschung bezeichnen. Viele, viele Experten hatten schon seit Jahren vorausgesagt, dass eine Pandemie möglich ist und mit unserem globalisierten Lebensstil immer wahrscheinlicher wird. Und doch haben wir alle versäumt, uns angemessen vorzubereiten. Folglich befanden wir uns in einer Situation, in der eine Naturkatastrophe, das Virus, durch inadäquate menschliche Interventionen verschlimmert wurde. Das ist eine überdeutliche Erinnerung an die Fragilität dessen, was wir Zivilisation nennen, und an die Art und Weise, wie unsere ziemlich komplexen, sehr komfortablen, sehr gut ausgestatteten Gesellschaften in Europa funktionieren. Sie basieren auf zahllosen Mechanismen, die jeden Tag in einem Geist breiter Kooperation und Harmonie funktionieren müssen. Wir haben nun gesehen, wie leicht das über Bord gehen kann.

 

Ich nehme an, Sie haben besagte Fragilität auch in anderen Situationen erlebt?

Ja. Die erste ähnliche Erfahrung machte ich in Bosnien in den 1990er-Jahren, wo sich Sarajevo wie eine sehr westliche, kosmopolitisch Metropole anfühlte –, wie die Orte, an denen wir alle leben. Doch sobald dort die Kämpfe begannen, stritten die Menschen draussen um Nahrung und Wasser, trotz der Gefahr, auf der Strasse von einem Scharfschützen erwischt zu werden. Es dauert etwa zwei Wochen, bis unsere Zivilisationen zusammenbrechen, wenn das Wasser abgestellt wird, der Strom ausbleibt und die Supermarktregale leer sind. Die Pandemie hat das erschüttert, was viele Menschen – und viele, viele Unternehmen – für eine gewissermassen inhärente Garantie hielten: Dass unser Leben dauerhaft ein friedlicher, prosperierender und harmonischer Strom von Ereignissen sein wird, bei dem es jeder Generation etwas besser geht als der vorherigen. Das dürfte sich als Irrglaube erweisen.

 

Also – ist das nun wirklich das Ende unserer «Komfortzone»?

Schauen Sie sich an, wie wir unser Leben gelebt haben. Wir waren ziemlich sanft zu uns selbst, wir haben uns gute Gehälter ausbezahlt, wir haben eine Menge Hilfsleistungen von unseren Staaten angenommen, die sich dafür massiv verschulden mussten. Und das ist wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr tragbar. Wir werden Führung, Organisation und Prozesse einführen müssen, die den Anforderungen einer härteren Welt entsprechen. In der Politik wird es darum gehen, sich nicht mehr nur um die nächste Wahl und kleine Klüngeleien oder Geld zu sorgen, sondern zu Staatskunst und Strenge zurückzukehren – darum, Probleme in dem Ausmass anzugehen, in dem sie sich stellen. In allen Ebenen von Politik und Bevölkerung werden wir die Bedeutung von Resilienz, Bürgersinn der Rolle des Individuums neu verhandeln müssen. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber natürlichen sowie vom Menschen verstärkten Katastrophen verbessern müssen, aber Menschen wie ich argumentieren weiterhin auch energisch dafür, dass wir auch Widerstandsfähigkeit gegenüber Akteuren verbessern müssen, die uns Böses wollen. Die Art und Weise, wie die Konfrontation mit diesen geführt wird, hat sich verändert, weil die Technologie sich verändert hat. Wir brauchen also auch Cyber-Resilienz und die Resilienz gegenüber der Manipulation sozialer Medien.

 

Welche Qualitäten werden Führungskräfte brauchen, um ihre Unternehmen durch die kommenden Jahre zu navigieren?

Es ist die erste Pflicht der Unternehmensführung, sich «den Horizont zu eigen zu machen». Sie müssen den Kontext verstehen, in dem ihr Unternehmen agiert. Und sie müssen rigoros darauf achten, wie dieses Umfeld Chancen evoziert, die sie nutzen können, aber auch Risiken präsentiert, die sie abwehren müssen. Beim Militär nennt man das «Intelligenz», in den meisten Unternehmen spricht man vom strategischen Kontext. Intelligenz erfordert das absolute Engagement der Führungskräfte, denn nur sie haben oft die auf Erfahrung basierende Intuition entwickelt, die es braucht. Und wenn es mal eine brillante Vision für die Zukunft gibt, muss es auch eine Methode geben, sie in brillante Handlungen umzusetzen. Ich stelle fest, dass viele Unternehmen nicht über eine solche Methode verfügen und schwammige Termini benützen: Wenn sie «Strategie» sagen, meinen sie oft nur eine Liste von wünschenswerten Ergebnissen. Und wenn sie «Plan» sagen, ist es nur eine Absichtserklärung. Eine militärische Kampagne hingegen ist die Orchestrierung aller Machtmittel: Sie wissen da ganz genau, wo Sie hinwollen und Sie entwerfen eine Kampagne mit einer Abfolge von Massnahmen und allen Ressourcen, die Sie brauchen, um zu Ihrem Ziel zu gelangen.

 

Viele Unternehmen sind im Moment damit konfrontiert, dass langfristige Planung nicht mehr möglich zu sein scheint – oder sehen Sie das anders?

Wenn man einen guten Plan hat, dann hat man zumindest immer etwas, von dem man abweichen kann (lacht). Nein, im Ernst: Essenziell ist es, eine Organisation zu schaffen, die nicht wie Fünfjährige beim Fussball agiert – wo also jeder ständig demselben Ball hinterher jagt. Man braucht eine Struktur, in der die Leute, die das Feuer bekämpfen, das Feuer bekämpfen, in der aber auch die Führungskräfte bereits über das aktuelle Problem hinaus denken, um zu entscheiden, wie man den Plan ändern kann. Beim Militär wäre das «Mission Command» für strategische Anpassungen zuständig. In der Reaktion auf sich ändernde Umstände wird die gesamte Maschinerie optimiert, sodass jede Ebene die maximale Leistung erbringt, die sie zum jeweiligen Zeitpunkt erbringen kann. Und zwar auf eine Weise, die jeder versteht, mit klarer Kommunikation. Die meisten Unternehmen machen das bisher wirklich schlecht.

 

Lassen Sie uns noch ein wenig über Entscheidungsfindung sprechen. Wie sind Sie als General mit Ihrer enormen Verantwortung bei Entscheidungen umgegangen?

Sie können sich vorstellen, dass das mitunter komplex und schwierig war. Ich glaube jedoch, dass Sie, egal ob Sie eine Führungspersönlichkeit im Militär oder in der Wirtschaft sind, keinen Erfolg haben werden, wenn Sie nicht ein gewisses Mass an Rücksichtslosigkeit besitzen.

 

Dieses Wort ist ja zunächst einmal eher negativ konnotiert. Was genau meinen Sie also damit?

Wenn ich von einer situativen Rücksichtslosigkeit spreche, dann meine ich, dass Sie unterscheiden müssen zwischen dem, was im Interesse Ihres Unternehmens oder Ihres Landes ist, und dem, was im Interesse der Individuen ist, die Ihnen unterstellt sind. Um es etwas härter auszudrücken: Sie können eine individuelle Tragödie nicht gegen eine institutionelle Tragödie aufwiegen. Im Krieg ist es leider notwendig, Menschen auf gefährliche Missionen zu schicken, von denen sie vielleicht nicht zurückkehren. Es gibt wenige Offiziere, die niemals das tun mussten, was wir als «walk up the garden path» bezeichnen – also: In Uniform an der Tür einer Familie klingeln und sagen, dass ein Soldat nicht mehr nach Hause kommen wird. Aber leider passiert so etwas und kann nicht zur Maxime für Entscheidungen werden. Im Geschäftsleben ist das ähnlich. Sie werden in einem sehr schwierigen Klima nicht erfolgreich sein, wenn das einzige, wovon Sie besessen sind, ist, jedes einzelne Mitglied Ihrer Organisation zufrieden, glücklich und erfüllt zu machen. Denn auf diese Weise würden Sie etwa nie jemanden feuern, aus Angst, dass das für das Individuum negative Konsequenzen hat.

 

Intellektuelle Strenge bedeutet aber nicht, dass man gleichgültig wird. Was für ein Beispiel wollten Sie also mit Ihrem Führungsstil vorleben – welche Prinzipien haben Sie geleitet, Sir Richard?

Ich denke, dass Integrität und Courage in jedem Bereich des Lebens das «Wir müssen erkennen: Die Welt, in der wir alle leben, wird viel herausfordernder und instabiler.» Herzstück von erfolgreicher Führung sein müssen. Diese Worte können einiges beinhalten: Für mich hiessen sie immer, ein gutes persönliches Beispiel abzugeben. Ich mag insbesondere die Unternehmen nicht, in denen es Regeln gibt, die von der obersten Führung aufgestellt werden, von denen Chefs verlangen, dass die Mitarbeiter sie befolgen – sich aber selbst nicht daran halten. Das macht eine Organisation kaputt.

 

Würden Sie mir zum Ende hin noch einmal Ihre Vision einer Welt von morgen verraten?

Ich denke, wir müssen anerkennen, dass die Welt, in der wir alle leben und arbeiten, viel herausfordernder und instabiler sein wird. In Europa sind wir an die Vorstellung gewöhnt, dass schlimme Dinge nur im Ausland passieren oder uns nur am Rande berühren. Aber wir haben nicht mehr die Kontrolle über die grosse Dynamik der Welt. Ob es nun um die Handelsbedingungen oder die Finanzquellen geht oder um die Fähigkeit, Zugang zu Rohstoffen zu erhalten oder sich auf die Anwendung von Gesetzen im Land und die Art und Weise, wie wir Handel treiben, zu verlassen … all das scheint fragiler zu sein. Wie ich bereits gesagt habe, müssen Unternehmen darum dringend widerstandsfähiger werden. Cash zu haben ist eine gute Sache, Eventualitäten zu kalkulieren ist eine gute Sache. Eine geordnete Bilanz zu haben ist wichtig, wenn man ein paar Monate durch unebenes Terrain navigieren und einfach mal durchhalten muss. Der zweite Punkt ist, dass die Gewinner in der Geschäftswelt in der Zukunft diejenigen sein werden, die eher auf radikale Transformation statt auf sanfte Reformation setzen. Märkte werden vor unseren Augen entstehen und verschwinden, in einer Welt, die zu wanken beginnt. Ich glaube ja, dass es sogar Spass machen kann, in einer solchen Umgebung zu leben. Es ist eine gewisse Freiheit – es existieren enorme Risiken, aber auch enorme Chancen. Wissen Sie, die Leute sollten wirklich motiviert sein, wenn sie in diesem Umfeld erfolgreich sein wollen. Und sie sollten ein paar ordentliche Tiefschläge einstecken können.


General Sir Richard Barrons diente bis April 2016 als Commander Joint Forces Command, einer der sechs «Chiefs of Staff», die die britischen Streitkräfte führen. Er war für 23 000 Mitarbeiter weltweit und ein Budget von 4,3 Milliarden GBP verantwortlich. In seinen Bereich fielen etwa der Nachrichtendienst, die Spezialkräfte, operative Führung und Kontrolle sowie Informationssysteme und Kommunikation. Sir Richard Barrons’ militärische Karriere umfasst Positionen vom Hauptmann bis zum General bei Militäroperationen in Bosnien, im Kosovo, in Nordirland, im Irak und in Afghanistan.

Zimmermann Communications zeigt, wie schnell man jetzt im Tessin ist

Ticino Turismo lanciert mit Zimmermann Communications zum Saisonstart eine Kampagne und wirbt um Gäste in der Deutschschweiz und Romandie. Im Fokus steht die nachhaltige Mobilität durch den neu eröffneten Ceneri-Basistunnel.

Mit Slogans wie «Schneller im Tessin» und «Mehr #ticinomoments erleben» stellt die von zimmermann communications konzipierte Kampagne die Schnelligkeit der neuen Verbindungen von der Deutschschweiz ins Tessin und innerhalb des Tessins ins Zentrum.

Anhand der konkreten SBB-Abfahrts- und Ankunftszeiten wurden in einer ersten Welle neun Sujets realisiert, die ortspezifisch ausgespielt werden und je nach Öffnungsstrategie des Bundesrates auch erst zum Einsatz kommen, wenn die Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen wieder offen sind. Total sollen gegen 50 verschiedene Versionen ausgespielt werden.

Die Kampagne erscheint in der ersten Phase primär in den digitalen Medien, auf digitalen Plakaten an ausgewählten Bahnhöfen, in den sozialen Medien und in der Sonntagspresse. Diverse weitere, zielgruppenspezifische Massnahmen flankieren die Kampagne und werden laufend der Situation angepasst und die kommenden Monate noch erweitert.

 

 

 

 

 


Verantwortlich bei Ticino Turismo: Manuela Nicoletti (Director of Marketing); Jutta Ulrich (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Zimmermann Communications: Christoff Strukamp, Marietta Mügge (Kreation); Ramon Alder (Art Direction); Florian Bieniek (Beratung); Kim Corpataux (Digital Content Creation); Rolf Zimmermann (Strategie und Media). Film- und Fotoproduktion: Truecolorfilms Lugano.

Simone Fatzer wird neue Radio-Korrespondentin Deutschland bei SRF

Mit Simone Fatzer berichtet ab Herbst 2021 eine neue Radio-Korrespondentin für SRF aus Deutschland. Sie folgt auf Peter Voegeli, der nach den Bundestagswahlen im September als Korrespondent für Radio SRF nach Rom wechselt.

Die 49-jährige Simone Fatzer stieg 1998 beim damaligen Radio DRS als Stagiaire ein und arbeitete zunächst beim Regionaljournal Bern/Freiburg/Wallis. Von 2006 bis 2016 moderierte sie das «Echo der Zeit». Seither beschäftigt sich die Historikerin und Politologin in der Auslandredaktion intensiv mit Deutschland.

Simone Fatzer, die für Radio SRF und SRF News bereits die Berichterstattung über die Bundestagswahlen 2021 mitgestalten wird, tritt ihren Posten im Herbst 2021 an. Peter Voegeli, bisheriger Deutschlandkorrespondent für Radio SRF, löst ab Herbst 2021 in Rom Franco Battel ab. Dieser kehrt als Produzent von «Echo der Zeit» und Auslandredaktor ins Radiostudio Bern zurück.

Maocial unterstützt das Konzept «Bridge» der Migros

Bridge öffnet im April seine Tore. Das neue Konzept der Migros soll mit einer Kombination aus Frischemarkt, kreativer Gastronomie, Events, wechselnden Motto-Themen und einem Pop-Up-Store Food-Begeisterte anlocken. Maocial steht Bridge im Bereich Influencer Marketing und Events als Partner zur Seite.

Auf 2’000 Quadratmeter entsteht mit Bridge ein urbaner Treffpunkt, in dem Entdecken, Einkaufen und Verpflegen zu einem Erlebnis unter einem Dach kombiniert wird. Ab sofort tritt Maocial als Partner im Bereich Influencer Marketing auf.

Die Agentur verfügt über viel Know-how in Bezug auf Influencer-Marketing-Kampagnen sowie Events und wird Bridge zukünftig in diesen Gebieten unterstützen. Bereits bei der Eröffnungskampagne sollen in Zusammenarbeit mit Maocial digitale Botschafter*innen eingebunden werden. Ebenso werden auch zukünftig Kampagnen unter anderem zur Vorstellung der verschiedenen Angebote oder Ladenbereiche konzipiert.

Facebook einigt sich mit Murdoch-Medien in Australien

Vor dem Hintergrund des umstrittenen Mediengesetzes in Australien haben Facebook und News Corp eine Einigung über die Bezahlung von Inhalten erzielt.

«Die Vereinbarung mit Facebook ist ein Meilenstein in der Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Journalismus und wird einen wesentlichen und bedeutsamen Einfluss auf unsere australischen Nachrichtengeschäfte haben», sagte News Corp-Chef Robert Thomson am Dienstag.

Durch den Deal würden die 17 Millionen Facebook-Nutzer in dem Land «Zugriff auf Premium-Nachrichtenartikel und Eilmeldungen in Videoform über News Corp’s Netzwerk von Nachrichtenredaktionen aus allen Städten und ländlichen Gebieten erhalten», wie Andrew Hunter, Leiter für Nachrichtenpartnerschaften in Australien bei Facebook, erklärt. Die Firma des Medienmoguls Rupert Murdoch und der Social-Media-Riese gaben keine weiteren Details der Vereinbarung bekannt.

In Australien müssen Internetplattformen nach einem neuen Gesetz nun für Medieninhalte zahlen, die Nutzer und Werbeeinnahmen auf ihre Plattformen bringen.

Insbesondere Facebook hatte die Regelungen scharf kritisiert. Der Streit war eskaliert, als das weltgrösste Internetnetzwerk sämtliche Medienlinks sowie mehrere Behörden- und Katastrophenseiten gesperrt hatte (Werbewoche.ch berichtete).

Australien ist das erste Land, das ein Gesetz dieser Art verabschiedet hat. Rund um den Globus suchen Regierungen seit Jahren nach Wegen, um den Einfluss der US-Technologieriesen einzudämmen. (SDA)

Werbung nutzt die Stärken der Werbeträger nicht aus

MediaAnalyzer hat die Nutzung sowie die Werbewahrnehmung in verschiedenen Kanälen analysiert, um deren Stärken und Schwächen herauszustellen. Die Studie zeigt, dass es grosse Unterschiede darin gibt, wie die Medien von den Konsumenten wahrgenommen werden. Weiterhin scheint die Werbung die kanalspezifischen Stärken bisher nur ungenügend auszureizen.

Die Medienlandschaft ist in den letzten 20 Jahren so stark in Bewegung geraten wie zuletzt bei der Einführung des Privatfernsehens. Nachdem Online zunächst Print viele Nutzer abspenstig macht, ist inzwischen klar ersichtlich, dass auch dem linearen Fernsehen von Jahr zu Jahr Nutzer verloren gehen.

Daher hat MediaAnalyzer diese Entwicklung aus Sicht der Werbeforschung beleuchtet: Wie stellen sich die Kanäle dar, wenn es beispielsweise um das Vermitteln von Botschaften geht? Und wie auffällig ist Werbung in den Kanälen aus Sicht der Consumer? Diese Fragen werden im Rahmen der Studie sowohl für die klassischen Kanäle wie TV oder OOH, als auch für neue Kanäle wie beispielsweise Streaming und Instagram untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass beim Unterhaltungswert Streaming und YouTube vorne liegen. Die Vielfalt des Angebots und die freie Auswahl werden geschätzt. Facebook und Zeitschriften sind im Verhältnis klare Verlierer und bieten aus Sicht vieler Konsumenten offenbar nicht mehr viel Unterhaltung.

Der Unterhaltungswert von Werbung in den jeweiligen Kanälen liegt naturgemäss deutlich niedriger. Die Werbung auf YouTube und Mediatheken kann den Unterhaltungsfaktor dieser Kanäle offenbar nicht genug nutzen – da ist Luft nach oben.

Zwar findet man in der Gesamtschau keine eierlegende Wollmilchsau, doch besonders Radio schlägt sich als Allrounder auffallend gut. Möchte man Bewegtbild in einem unterhaltsamen Medium auffällig platzieren, empfiehlt sich YouTube, das beide Kriterien gut erfüllt.

Doch auch öffentlich-rechtliches Fernsehen und Tageszeitungen sind weiterhin eine gute Wahl, wenn ein eher seriöses, informatives Umfeld gesucht wird. Werbung im Privatfernsehen wird im Vergleich weiterhin als besonders auffällig wahrgenommen. Wie sich die Chancen für Werbung im Streaming entwickeln, wird sich mit der Zeit zeigen.

Insgesamt zeigt sich, dass die real geschaltete Werbung aus Sicht der Konsumenten den Unterhaltungswert und den Informationsgehalt der Werbeträger nicht widerspiegelt. Insbesondere der hohe Unterhaltungswert der Online-Medien wird von der Werbung in diesen Kanälen noch nicht genug genutzt und überträgt sich somit leider zu wenig.


MediaAnalyzer ist ein deutsches Marktforschungsinstitut und ein Spezialist für Werbewirkung. Das Institut unterstützt Marken mittels detaillierter Analysen und handlungsnaher Empfehlungen dabei, eine optimale Wirkung ihrer Kampagnen zu erzielen.  

Für die Studie hat MediaAnalyzer in Deutschland 600 Personen zu ihrer Mediennutzung, ihrer Wahrnehmung der Mediakanäle sowie der Werbewahrnehmung innerhalb der einzelnen Kanäle befragt. Weitere Ergebnisse und Informationen zur Studie können auf Mediaanalyzer.com eingesehen werden.

Grüezi, Ciao, Bonjour, Hello! Werbewoche.ch ist jetzt viersprachig

Werbewoche.ch publiziert seit Anfang März in vier Sprachen. Damit sollen die italienische und französische Schweiz, aber auch ein internationales Publikum leichteren Zugang zu den News der Branche finden. Weitere Neuerungen sind ein optischer Relaunch sowie ein Shop.

Seit Anfang März gibt es Werbewoche.ch, das führende Online-Portal der Marketing-, Kommunikations- und Werbebranche, in vier Sprachen. Neu können Leser*innen zwischen Deutsch, Italienisch, Französisch oder Englisch auswählen – um News, Hintergrundberichte und Interviews genau so zu konsumieren, wie es für sie am angenehmsten ist.

Sanfter optischer Relaunch und Shop

Die meisten haben es bereits gemerkt, aber mit der sprachlichen Evolution geht ein sanfter optischer Relaunch einher, der auch die Möglichkeiten, moderne Werbeformate auszuspielen und zu tracken, erweitert. Neu ist ausserdem der Shop, in dem sich Print- und Online-Abos sowie einzelne Print-Sonderausgaben beziehen lassen.

Print: Same same, but different

Während Werbewoche.ch seit einigen Jahren das gemeinsame Online-Dach für Berichte aus den Medien m&k – Das Magazin für Marketing und Kommunikation sowie Werbewoche bildet, erschienen beide Magazine bislang monatlich separat. Da m&k – Das Magazin für Marketing und Kommunikation nach dem Relaunch 2020 mit dem Q-Award als bestes Fachmedium der Schweiz ausgezeichnet wurde, hat sich die gemeinsame Redaktion beider Magazine entschieden, den Print-Fokus künftig auf m&k zu legen.

Abonnenten profitieren

In Zeiten von Corona-Pandemie, Homeoffice und begrenzter Ressourcen wird die Werbewoche im Print damit nicht mehr monatlich, sondern jeweils zu besonderen Anlässen (Kreativ-Ranking, Werber des Jahres) erscheinen; ansonsten finden die behandelten Themen künftig auf Werbewoche.ch und im monatlichen Magazin m&k statt. Die Abonnenten profitieren durch attraktive Preiskonditionen von der effizienteren Nutzung redaktioneller und produktionstechnischer Ressourcen.

Bei Fragen können Sie sich gerne schriftlich an [email protected], Assistentin der Gruppenleitung von Galledia, wenden.

Freundliche Grüsse für Baloise: Das Homeoffice als Ideenschmiede

Baloise ruft die Mitarbeitenden dazu auf, beim Ideenwettbewerb Kickbox teilzunehmen und Innovationskonzepte für Heim und Wohnen zu entwickeln. Mit bunten und humorvollen Visionen hat die Zürcher Agentur Freundliche Grüsse die Kampagne für die Baloise Kickbox kreiert.

Warum nicht das kreative Potenzial im eigenen Haus nutzen und zugleich den Mitarbeitenden eine Chance geben, über sich hinauszuwachsen? Mit dem Kickbox-Programm geht Baloise einmal mehr ungewöhnliche Wege. Passend zu den letzten Monaten, in denen die Meiste mehr Zeit zuhause verbracht haben, steht der Wettbewerb unter dem Oberbegriff «Home». Gesucht werden Ideen für Angebote, Dienstleistungen oder Erfindungen mit Fokus auf Immobilieneigentum, Miete und Immobilienbusiness.

«Imagine a Better Place» ist das Kampagnenmotto, das sich im illustrierten Keyvisual wiederfindet: ein Kopf, in dem sich eine Vielzahl von Ideen abspielt. Erweitert wird die Umsetzung durch einen inspirierenden Animationsfilm, der mehr oder weniger verrückte Erfindungen im Haus und Garten zeigt. Angeteast werden dabei die Themenbereiche Homeoffice, Fitness, Energie, Nachhaltigkeit, digitale Dienstleistung und Hauseigentum. Der Film ist fantasievoll erzählt und motiviert beim Zuschauen sofort dazu, eigene Ideen zu entwickeln.

Die Kampagne wendet sich an die Baloise-Teams in der Schweiz, in Deutschland, Belgien und Luxemburg und wird in Deutsch, Französisch, Niederländisch, Italienisch und Englisch umgesetzt. Baloise nutzt dafür Social Media, Newsletter, physische Mailings und die Landingpage.


Verantwortlich bei Baloise Holding: Katarina Miljkovic (Open Innovation Developer), Laura Seiler (Innovation Manager). Verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Samuel Textor, Pascal Deville (Creative Direction), Bernhard Brungs (Text/Konzept), Maude Mahrer (Art Direction), Andrea Aegerter, Käthy Känzig (Beratung). Produktion: Outfits.studio (Film und Key Visual).

SRF: Niedermann wird neuer TV-Korrespondent im Tessin

Beim SRF kommt es auf der TV-Korrespondentenstelle im Tessin zu einem Wechsel. Nicht Stefan Reinhart, sondern Marcel Niedermann wird ab Juli 2021 aus der Region berichten. Er arbeitet aktuell in der Fachredaktion Wirtschaft und bringt langjährige Erfahrung als Inlandkorrespondent mit.

Der 42-jährige Niedermann hat an der Universität Bern den Master in Betriebswirtschaftslehre, Medienwissenschaften und Volkswirtschaft erworben und arbeitet seit 2012 bei SRF. Nach einer Kurzstage beim Nachrichtenmagazin «10vor10» war er bis 2014 als Redaktor für die «Tagesschau» tätig. Danach berichtete er als TV-Inlandkorrespondent für über vier Jahre aus der Ostschweiz, bevor Ende 2018 der Wechsel als Reporter und Koordinator in die Fachredaktion Wirtschaft in den Newsroom in Zürich erfolgte. Im Juli 2021 übernimmt Marcel Niedermann nun die Stelle des TV-Korrespondenten im Tessin.

«Schöne Landschaften, mediterranes Klima – dafür ist das Tessin in der Deutschschweiz bekannt. Ein oberflächlicher Blick, der oft die ‹Bella-Vita-Seite› des Kantons herausfiltert und die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründe ausblendet. Hinter das Offensichtliche schauen, tiefer eintauchen und Stereotypen hinterfragen und überraschen. Diese Aufgabe reizt mich als Tessin-Korrespondent», meint Marcel Niedermann zu seiner Rückkehr auf einen Korrespondentenposten.

Wie im Januar kommuniziert wurde, war ursprünglich Stefan Reinhart für die TV-Korrespondentenstelle im Tessin vorgesehen (Werbewoche.ch berichtete). Aus persönlichen Gründen ist dieser aber auf seinen Entscheid zurückgekommen und bleibt nun als Produzent in der Videoredaktion im Newsroom in Zürich.

Rocket wird Leadagentur von Livit

Die Luzerner Agentur Rocket gewinnt den Agentur-Pitch um das Kommunikationsmandat von Livit Real Estate Management. Erste gemeinsame Arbeiten sind bereits im Einsatz. Dazu gehört auch die neue Livit-Bildwelt.

 

«Die Luzerner Agentur überzeugte mit einem klaren und eigenständigen Konzept und dem breiten Dienstleistungsangebot», meint Barbara Buchegger, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Livit Real Estate Management.

«Bestimmt war nebst der Fokussierung auf digitale Medien auch die langjährige Erfahrung im Bereich Immobilien ausschlaggebend. Und die Innerschweizer Bodenständigkeit und Verlässlichkeit von Rocket war sich auch kein Nachteil», ist Mathias Schürmann, Managing Partner von Rocket überzeugt.

Die neue Bildwelt und weitere erste gemeinsame Arbeiten sollen bereits in den kommenden Wochen erstmals zum Einsatz kommen.

Sironia gewinnt den YES Media Award

Zum zweiten Mal in Folge realisierten Goldbach, Ntv, Vox, Imaculix sowie Young Enterprise Switzerland (YES) die YES Media Award Verleihung für Nachwuchsunternehmen in virtueller Form.

Das Team von Sironia freut sich über den YES Media Award.

Das Gewinnerteam Sironia aus Aarau konnte mit seinem Bio-Sirup aus Aroniabeeren, der lokal in der sozialen Institution Dietisberg produziert wird, bei der Jury punkten. Die Gewinner erhalten nun die Möglichkeit, einen individuellen TV-Spot für ihr Produkt zu produzieren, der auf den Sendern Ntv und Vox in den kommenden Monaten ausgestrahlt wird.

Bereits seit sieben Jahren erhalten Schülerinnen und Schüler, die am «Company Programme» der Non-Profit-Organisation YES teilnehmen, die Chance, ihr selbständig gegründetes Miniunternehmen am YES Media Award einer Fachjury aus der Medienbranche zu präsentieren. Während eines Schuljahres konnten sie sowohl im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts als auch in ihrer Freizeit der eigenen Kreativität freien Lauf lassen.

Ziel war es, selbständig Produkte oder Dienstleistungen zu kreieren, zu produzieren sowie zu vermarkten. Insbesondere während Corona war diesbezüglich Einfallsreichtum und technische Kompetenz gefragt. Aufgrund der derzeitigen Pandemielage wurde die Award-Verleihung am 12. März 2021 erneut komplett digital umgesetzt.

Kreative Einreichungen

Die Expertenjury hatte die Qual der Wahl – vom nachhaltigen Cardholder, veganen Geschirrspülseifen bis hin zum ausgefallenen Brotaufstrich war alles vertreten. Schlussendlich ging Sironia als Gewinner hervor.

«Natürlich waren wir alle anfangs etwas traurig, dass dieser Event wieder nur virtuell realisiert werden konnte“, erklärt Noémie Duschletta, CEO von YES. «Doch wir haben uns nicht bremsen lassen und es ist uns gelungen, das Beste aus dieser Ausgangslage zu machen und den digitalen Aspekt sogar noch weiter auszubauen. So kann sich das Siegerteam Sironia in diesem Jahr nicht nur über den individuellen TV-Spot und einen Pokal, sondern neu auch über eine virtuelle Auszeichnung freuen.»

Studio Daniel Peter setzt die Ausstellung «Fleisch» der NB in Szene

Für die Ausstellung «Fleisch» der Schweizerischen Nationalbibliothek hat Studio Daniel Peter die Kommunikation, den Ausstellungskatalog und die Ausstellungsgrafik umgesetzt.

Von März bis Juni 2021 steht das Thema Fleisch in der Nationalbibliothek im Mittelpunkt: vom Teller über die Metzgerei und den Schlachthof bis in den Stall. Dabei wird gezeigt, was im Fleisch steckt, woher es kommt und wo seine Zukunft liegt.

Dies geschieht anhand verschiedener Exponate aus den Sammlungen der schweizerischen Nationalbibliothek wie Friedrich Dürrenmatts Metzgervisionen, Daniel Spoerris Esskunst, Wurstwerbungen von Bell und vielen mehr. Studio Daniel Peter hat das Key-Visual, die Kommunikation und die Ausstellungsgrafik entworfen und umgesetzt.

Das Sujet befasst sich mit der Frage, wie es mit dem Fleisch als Produkt weitergeht. «Fleisch» stellt die Frage nach dem richtigen Leben. Sei es beim Aufbau von Muskelmasse im Krafttraining, beim Abbau von Körperfett in der Fitnessstunde oder bei der Verwandlung in eine heilige Substanz im religiösen Ritual. In Anbetracht von Klimawandel und Tierrechtsdebatte wird der Biss in den Cervelat oder den Grillkäse zur Frage nach der Identität. Das Key-Visual, in der Form einer 3D-Mortadella-Pille, orientiert sich an den historischen Plakaten des «Magischen Realismus», der übersetzt wurde in die Zukunft.


Verantwortlich bei Schweizerische Nationalbibliothek: Hannes Mangold, Michèle Thüring. Szenografie: Schweizerische Nationalbibliothek. Verantwortliches Studio: Studio Daniel Peter.

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