CRK lässt Pflegende Regie führen

Pflegende zeigen ihren Beruf: Die aktuelle Video-Kampagne der Spitäler Zentralschweiz entstand unter Einbezug der Pflegefachkräfte, um authentische Situationen aus dem Pflegealltag zu zeigen. Die Kampagne wurde von CRK konzipiert und geleitet.

Ziel der von CRK konzipierten und geleiteten Kampagne ist es, die Pflegeberufe authentisch ins Rampenlicht zu rücken und die öffentliche Wahrnehmung nachhaltig zu stärken.

In enger Zusammenarbeit mit 35 Pflegenden aus zwölf Standorten der Spitäler Zentralschweiz entstanden innerhalb von sechs Monaten insgesamt 16 Kurzvideos. Die Inhalte wurden vollständig von den Pflegenden entwickelt und spiegeln ehrlich deren Alltag, Herausforderungen sowie bewegende Momente wider. Nachträgliche Anpassungen an Botschaften oder Inhalten erfolgten nicht – Authentizität stand von Anfang an im Vordergrund. Umgesetzt wurden die Videos mithilfe des Multimedia-Production-Teams von CRK.

Die Kampagne wurde im Januar auf Instagram, TikTok und YouTube lanciert und erreichte eigenen Angaben zufolge über drei Millionen Personen, von welchen rund eine Million ThruPlays generiert wurden. Auf TikTok gingen mehrere Videos ohne finanziellen Mitteleinsatz viral, und auch in diversen Medien wurde die Kampagne aufgenommen. Zielgruppe war dabei die Zentralschweiz, speziell jüngere Personen, die vor dem Berufseinstieg stehen und Berufswiedereinsteiger:innen.

Ein begleitendes Behind-the-Scenes-Video dokumentiert den kollaborativen Produktionsprozess und soll zusätzliche Nähe zu den handelnden Personen schaffen. «Unser Ziel war es, den Pflegenden eine Bühne zu geben, auf der sie selbst zu Regisseurinnen und Regisseuren ihrer Geschichte werden», erklärt Maja Freiermuth, die die Kampagne geleitet hat.

Die offizielle Kampagne wurde im März abgeschlossen. Die Videos sind aber nach wie vor auf den Social-Media-Kanälen und auf der Kampagnenwebsite zu sehen.


Verantwortlich bei den Spitälern Zentralschweiz: Nicolaus Fontana, Markus Rüdisüli, Peter Werder, Fortunat von Planta und 35 Pflegepersonen der Spitäler Zentralschweiz. Verantwortlich bei CRK: Maja Freiermuth (Projektleitung), Patrick Marty (Beratung), Whitney Bründler (Multimedia Production), Tobias Häfliger (Multimedia Production), Max Eschler (Multimedia Production).

Die Antwort realisiert Kampagne gegen den «Nanny-State»

Die Agentur Die Antwort hat eine politische Kampagne unter dem Titel «Bin kein Baby – gegen den Nanny-State» realisiert. Auftraggeber ist eine branchenübergreifendes Allianz, die sich gegen zunehmende Regulierungen wendet.

Mit dem Kampagnenstart am Freitagmorgen positioniert sich ein Zusammenschluss aus Vertreter:innen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kritisch gegenüber dem, was als wachsende staatliche Bevormundung wahrgenommen wird. Die Antwort verantwortet Konzeption, Umsetzung sowie Mediastrategie und konnte sich im Vorfeld in einem zweistufigen Pitch durchsetzen.

Die Kampagne setzt auf satirische Zuspitzung und visuelle Provokation: In vier Plakatmotiven wird thematisiert, wie alltägliche Gewohnheiten wie Fleischkonsum oder Autofahren potenziell verboten werden könnten. Auch auf das aktuelle Werbeverbot im öffentlichen Raum, das das Zürcher Stadtparlament beschlossen hat, wird verwiesen – ein Vorgang, den die Initianten als Eingriff in die Kommunikationsfreiheit deuten. Die Kampagne versteht sich als kreativer Protest gegen solche Entwicklungen und will laut eigenen Angaben eine gesellschaftliche Debatte über die Grenzen staatlicher Regulierung anregen.

Die visuelle Leitidee knüpft an das Bild eines Staates an, der Bürger:innen wie Kinder behandelt. Die zentrale Aussage, «Nicht denken sollt Ihr, sondern gehorchen auf die Verbote», wird bewusst überspitzt als Stilmittel eingesetzt.

Hinter der Initiative stehen unter anderem die Swiss Retail Federation, der Schweizerische Gewerbeverband, GastroSuisse und das Konsumentenforum. Einzelne Stimmen aus Politik und Wirtschaft – darunter Nationalrätin Daniela Schneeberger und Fleischsommelier Michael Vogt – unterstützen die Kampagne öffentlich. Auf der zugehörigen Landingpage können Bürger:innen Stellung beziehen und eigene Beispiele für als übergriffig empfundene Regelungen einreichen.

Die Antwort zeichnet neben der kreativen Gesamtumsetzung auch für die Mediaplanung verantwortlich. Solange noch erlaubt, wird die Kampagne hauptsächlich über klassische Plakatflächen ausgespielt. Für die Werbebranche positioniert sie sich auch als Statement zur Rolle von Kommunikation im öffentlichen Diskurs.

Canal B erhält erneut TV-Konzession für Biel/Bienne

Das Uvek hat Canal B nach erneuter Prüfung die Konzession für das Regionalfernsehen im Gebiet Biel/Bienne zugesprochen. Entscheidungsrelevant war laut Departement insbesondere der Beitrag zur Medienvielfalt in der Region.

Auch bei der Neubeurteilung geht die bisherige TV-Konzessionärin TeleBielingue leer aus. (Archivbild: Keystone/Jean-Christophe Bott)

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Konzession für das Regionalfernsehen im Versorgungsgebiet Biel/Bienne erneut an Canal B vergeben. Bereits im Januar 2024 war Canal B als neuer Konzessionär bestimmt worden, woraufhin die bisherige Anbieterin TeleBielingue Beschwerde einreichte (Markt-kom.com berichtete). Das Bundesverwaltungsgericht beurteilte daraufhin beide Bewerbungen als weitgehend gleichwertig und wies den Fall zur Neubeurteilung an das Uvek zurück.

Gemäss Radio- und Fernsehgesetz wird bei gleichwertigen Bewerbungen jene bevorzugt, welche die Meinungs- und Angebotsvielfalt im jeweiligen Versorgungsgebiet stärker fördert. In der aktuellen Beurteilung kommt das Uvek zum Schluss, dass Canal B strukturell unabhängiger sei und bei den inhaltlichen Kriterien leicht besser abschneide. Ausschlaggebend seien insbesondere die thematische und meinungsbezogene Vielfalt sowie die Diversität bei Formaten und beteiligten Akteur:innen. Während TeleBielingue zur Gassmann-Gruppe gehört, ist Canal B unabhängig organisiert.

Gegen den Entscheid kann innert 30 Tagen erneut beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht werden.

Ediii realisiert Live-Event zum 55-Jahr-Jubiläum von Ecap

Die Zürcher Agentur Ediii hat das Jubiläumsfest zum 55-jährigen Bestehen von Ecap realisiert und dabei Strategie, Inszenierung und Eventregie verantwortet. Im Zentrum der Veranstaltung standen gesellschaftspolitische Impulse, ein Präsidiumswechsel und die Würdigung langjähriger Mitarbeitender.

(Bilder: zVg.)

Anlässlich ihres 55-jährigen Bestehens hat die Bildungsinstitution Ecap rund 600 Gäste aus der ganzen Schweiz im Kursaal Bern empfangen. Die Veranstaltung wurde von der Ediii konzipiert und umgesetzt. Die Zürcher Agentur übernahm die strategische Entwicklung der Leitidee, die visuelle Markeninszenierung sowie sämtliche Inhalte und Medienproduktionen – darunter Logoanimationen, Präsentationen, Bewegtbildformate und Kommunikationsmittel. Auch die Showregie sowie die Koordination von Technik und Moderation lagen in der Verantwortung von Ediii.

Der Anlass bot neben einem festlichen Rahmen auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen in Bildung, Integration und sozialer Gerechtigkeit. Zwei Podiumsdiskussionen setzten thematische Schwerpunkte. Die erste Diskussionsrunde unter der Moderation von Giuliana Tedesco-Manca, stellvertretende Geschäftsleiterin von Ecap, widmete sich den Zukunftsvisionen der nächsten Ecap-Generation. In der zweiten Runde sprachen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften über die Zukunft der Erwachsenenbildung in der Schweiz.

Im Rahmen der Feier wurde zudem ein Wechsel im Ecap-Präsidium vollzogen: Nationalrat Balthasar Glättli übernahm das Amt des Präsidenten, während Fiammetta Jahreiss als Vizepräsidentin bestätigt wurde. Zum Abschluss wurden über 50 langjährige Mitarbeitende für ihr Engagement gewürdigt. Die Moderation des Abends übernahm Rubina Meixger. Bei Musik und kulinarischen Highlights klang der Anlass in geselliger Atmosphäre aus.


Verantwortlich bei Ecap: Guglielmo Bozzolini (Geschäftsleiter ECAP), Giuliana Tedesco-Manca (Stv. Geschäftsleiterin ECAP). Verantwortlich bei Ediii: Cédric Wiestner, Frédéric Prinz. Foto und Video: Gian-Andrea Lüthi.

TikTok Shop startet mit Potenzial im deutschen Markt

Am vergangenen Montag ist der TikTok Shop in Deutschland gestartet. Eine Studie von Puls Marktforschung und ZCG zeigt: Rund ein Drittel der TikTok-Nutzer:innen plant, über die Plattform einzukaufen. Vor allem Produkte des täglichen Bedarfs sowie Fashion-Artikel bieten laut Analyse vielversprechende Absatzchancen.

(Symbolbild: Unsplash)

Die Studie basiert auf 411 Online-Interviews mit TikTok-Nutzer:innen in Deutschland. Demnach will gut ein Drittel (34 Prozent) den TikTok Shop sicher oder wahrscheinlich nutzen. Weitere 34 Prozent sind unentschieden, während 14 Prozent einen Einkauf im Shop ausschliessen. Zum Befragungszeitpunkt war der TikTok Shop in Deutschland noch nicht verfügbar – zur Simulation der Kaufsituation wurden daher visuelle Beispiele aus bestehenden internationalen Versionen genutzt.

(Grafiken: Puls/ZCG)

Als Produktkategorien mit grossen Absatzchancen betrachten die Puls-Produktforscher:innen vor allem Kosmetik, Drogeriewaren, Lebensmittel sowie Bekleidung, Schuhe und Schmuck. «Auch wenn Everyday Goods die beliebteste Kategorie ist, wird der TikTok Shop auch für Produkte anderer Kategorien wie Kleidung, Medien, Wohnen interessant», sagt Charles Bahr, CEO der auf Gen Z spezialisierten Beratung ZCG. Marken könnten durch Zusammenarbeit mit geeigneten Partnern neue Zielgruppen auf TikTok erschliessen.

Im Schnitt liegt die Zahlungsbereitschaft bei den zahlungsinteressierten TikTok-User:innen bei bis zu 50 Euro pro Produkt. Damit sei nicht nur das untere Preissegment für die Plattform relevant, so die Studienautor:innen. Für das Forschungsteam ist auch die bestehende Kaufbereitschaft ein Indikator: Bereits 48 Prozent der Befragten haben zuvor über TikTok empfohlene Produkte erworben. «Durch die vereinfachte Bestellmöglichkeit im neuen Shop wird die Bedeutung von TikTok für den deutschen E-Commerce kurzfristig signifikant ansteigen», sagt Stefan Reiser, Managing Director bei Puls.


Die Erhebung wurde zwischen dem 25. und 28. März 2025 durchgeführt, auf Basis eines vorqualifizierten Online-Panels. Die Studie erfüllt laut Anbieter die ISO-Norm 20252:2019 für Markt-, Meinungs- und Sozialforschung.

Bucher ist «Master of Swiss Web», Crossmedia-Award für Arosa Tourismus

«Bucher Connect Serviceplattform» holt sich den Master-Titel von Best of Swiss Web 2025. Auftraggeber ist Bucher Municipal, entwickelt wurde das Projekt von Eyekon und Intelliact. Der Goldbach Crossmedia Award geht an Arosa Tourismus, der Publikumspreis an die Airline Swiss.

(Bild: Eduard Meltzer Photography)

Insgesamt 79 Auszeichnungen haben die Gewinner:innen von Best of Swiss Web an der Gala-Night vom Donnerstagabend in Dübendorf in die Höhe gestemmt: 11 goldene, 25 silberne und 43 bronzene.

Als bestes Webprojekt des Jahres gewann «Bucher Connect Serviceplattform» den Titel Master of Swiss Web 2025. Auftraggeber des Projekts ist Bucher Municipal, entwickelt wurde es durch Eyekon und Intelliact.

Das Projekt holte sich auch drei Mal Gold, und zwar in den Kategorien «Marketing», «Productivity» und «Technology».

«Best of .swiss»-Award für Zermatt Tourismus

Den Spezialpreis von «Best of .swiss» für die beste Webprojekt mit .swiss-Endung gewann Zermatt.swiss von Zermatt Tourismus. Die Website «lädt in der Kombination unserer sechs Swissness-Kriterien Qualität, Innovation, Design, Bodenständigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Mehrsprachigkeit schon online zu einem erholsamen Besuch ein», lobte Jurypräsident Fabian Unteregger. Kern der Site sei die kinderleichte Unterkunftssuche, die in guter Tripadvisor-Manier Unterkünfte aller Art transparent bewertet darstelle. «In keinem Moment stürzt man virtuell in eine Gletscherspalte oder verstaucht sich beim Zermatt-Surfen ein Fingergelenk.»

(Bild: Eduard Meltzer Photography)

Goldbach Crossmedia Award für Arosa Tourismus

Zum achten Mal wurde im Rahmen der Award Night von Best of Swiss Web auch der Goldbach Crossmedia Award vergeben. Mit einer Multichannel-Strategie, gepaart mit KI, Kreativität und Community-Engagement, konnten sich Yoveo | Team Farner und Arosa Tourismus an dieser Award-Night die goldige Trophäe sichern.

In der Kampagne wurde die Schweizer Bevölkerung aufgerufen, ihren persönlichen Traum von perfekten Ferien in den Bergen zu formulieren. Mithilfe von KI wurden über 43’000 dieser eingereichten Träume visualisiert. In einem weiteren Schritt wurden verschiedenste Werbesujets kanaloptimiert aufbereitet und crossmedial – auf Social Media, als TV-Spots sowie auf Gondeln, ÖV-Bussen, limitierten Briefmarken und Badetüchern – präsentiert.

Ganz nach dem Markenversprechen «Arosa macht Träume wahr» wurden zahlreiche Einreichungen schlussendlich nicht nur visualisiert, sondern auch realisiert. Die bekannte Tourismusdestination verschenkte unter allen Teilnehmenden Wellness-Wochenenden oder Aprés-Ski-Erlebnisse. Schlussendlich führte dieser Co-Creation-Ansatz nicht nur zu einer breiten Palette an Werbemöglichkeiten, sondern verlieh der Kampagne Authentizität und schaffte auch ein kollektives Erlebnis.

(Bild: Beat Hürlimann)

Silber ging an die Kampagne «Werbung naja, Zins gut.» von der Bank Cler, realisiert durch Neu Creative Agency. Und Bronze holte sich «Die Migros als Playmobil» vom Auftraggeber Migros Supermarkt, umgesetzt durch die Wirz Group.

Den von Goldbach gestifteten Publikumspreis gewann die Kampagne «LXmas For You» von der Airline Swiss, realisiert durch MSM Digital und Tamino Productions. Im Vorfeld der Award Night konnten Kund:innen, Agenturen und alle anderen Interessierten für ihre Lieblingskampagne abstimmen.

(Bild: Eduard Meltzer Photography)

Die BoSW Gold-Gewinnerarbeiten im Überblick

  • Brand Experience: Nemo broke the trophy
  • Business: Chopard – The Future of Ethical Luxury Commerce
  • Creativity: WOZ – The News In The News
  • Digital Commerce: Marktplatz Zermatt – Matterhorn
  • Innovation: Accessibility von Live-Events demokratisieren
  • Marketing: Bucher Connect Serviceplattform
  • Performance Campaigns: Die Lehrstellen-Kampagne für die Gen Z
  • Productivity: Bucher Connect Serviceplattform
  • Public Value: Accessibility von Live-Events demokratisieren
  • Technology: Bucher Connect Serviceplattform
  • User Experience: Bilder der Schweiz Online

(Joël Orizet/tme/swi)

 

Blick verstärkt Product-Team

Mit Nashua Gallagher und Emilie Rauschütz stossen zwei erfahrene Product-Managerinnen zu Ringier Medien Schweiz. Sie sollen die digitalen Angebote von Blick weiterentwickeln und berichten an Chief Product Officer Stephanie Leue.

(Bild: zVg.)

Seit dem 1. April verstärken Nashua Gallagher und Emilie Rauschütz das Product-Team von Blick. Gallagher, zuvor Lead Product Manager bei der NZZ, bringt Erfahrung aus internationalen Medienhäusern wie der Financial Times, The Economist und Cartoon Network mit. Ihr Fokus liegt auf digitalen Strategien, der Integration von KI-Tools und Growth Management.

Rauschütz startet als Product Managerin im Sport-Team von Blick. Sie war zuvor bei Bitpanda und N26 tätig und sammelte im Sportjournalismus Erfahrungen bei Deutsche Welle, Onefootball und Blick Sport. Ihr Ziel ist es, digitale Sportinhalte weiterzuentwickeln und näher an die Nutzer:innen zu bringen.

Chief Product Officer Stephanie Leue setzt mit den Neuzugängen auf datengetriebene Optimierung und innovative Nutzer:innenerlebnisse: «Mit Nashua und Emilie an Bord machen wir einen wichtigen Schritt hin zu modernem Productmanagement und stärken unsere Fähigkeit, grossartige Experiences zu schaffen», so Leue.

Best-Recruiters-Studie: Helsana führt im Recruiting-Ranking

Helsana belegt in der aktuellen Best-Recruiters-Studie den ersten Platz und verweist die Vorjahressiegerin Migros Bank auf Rang zwei. Während im Recruiting Videoinhalte und Social Media an Bedeutung gewinnen, bleiben Sicherheitslücken und mangelnde Rückmeldungen zentrale Schwachstellen, wie die Studie zeigt.

(Bilder: Maren Kindler Photography)

Am Mittwoch wurden in Zürich die Best Recruiters des Landes gekürt sowie die aktuellen Recruiting-Trends vor 150 Gästen aufgezeigt. Mit herausragenden Ergebnissen in allen Kategorien erzielt Helsana den diesjährigen Gesamtsieg, vor der Migros Bank und der Graubündner Kantonalbank.

(Grafiken: Best Recruiters)

Die Best-Recruiters-Studie untersuchte bereits zum zwölften Mal die Recruiting-Qualität der 450 grössten Arbeitgeber der Schweiz und Liechtenstein. Die Ergebnisse wurden erstmals von Christian Pasteka präsentiert, der die Studienleitung Anfang 2025 übernommen hat. Seine Vorgängerin Agnes Koller bleibt als Beirätin weiterhin beratend tätig. Am Event wurde ausserdem das neue Best-Recruiters-Portal vorgestellt, das Unternehmen individualisierte Analysen und Vergleiche aus den Studienergebnissen ermöglicht.

Durchschnittlich erreichte Punkte aller untersuchten Arbeitgebenden in den zehn Erhebungskategorien.

Die Studienergebnisse im Überblick

Während TikTok und Videocontent weiter auf dem Vormarsch sind und auch die Usability deutliche Fortschritte macht, verweisen die Studienergebnisse auch auf deutliche Defizite in den Bereichen Cybersicherheit, Leadership-Kommunikation und Reaktionsgeschwindigkeit auf Bewerbungen.

Besonders kritisch bewertet die Studie die IT-Sicherheit von Karriere-Websites. Nur sechs Prozent der untersuchten Seiten sind ausreichend gegen Datenabgriffe geschützt. Zudem seien Ladezeiten auf mobilen Geräten oft zu lang, was die Nutzung erschwere.

Auch im Bewerbungsprozess zeigen sich Mängel. Ein Test mit einer fiktiven Anfrage eines 17-Jährigen zu Kennenlern- und Schnuppermöglichkeiten ergab, dass 59 Prozent der Unternehmen nicht reagierten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 32 Prozentpunkten.

Das Thema Leadership spielt im Recruiting auch weiterhin eine untergeordnete Rolle. Nur zwei Prozent der Stellenanzeigen enthalten Angaben zum Führungsstil, und auf den Karriere-Websites von Arbeitgebern wird das Thema nur selten thematisiert. Diversität innerhalb der Führungsetagen wird kaum sichtbar gemacht.

Positiv hervorgehoben wird der Einsatz von Videoinhalten: 72 Prozent der Karriere-Websites nutzen mittlerweile Videos, drei Viertel davon mit konkreten Einblicken in den Arbeitsalltag. Auch Social Media wird verstärkt für Recruiting-Zwecke genutzt – LinkedIn bleibt führend, während TikTok mit einem Anstieg auf 17 Prozent zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig bleibt das Community-Management auf Plattformen wie LinkedIn und Instagram ausbaufähig, da die Interaktionsraten unter zehn Prozent liegen.

Spotify baut Werbeplattform mit neuen Tools und Messlösungen aus

Spotify erweitert sein Werbeangebot mit neuen programmatischen Einkaufsmöglichkeiten, KI-gestützter Ad-Kreation und verbesserten Messlösungen. Ziel ist eine einfachere und effektivere Kampagnensteuerung für Werbetreibende.

(Bild: Spotify)

Auf dem «Spotify Advance Event» in New York hat der Streamingdienst die Weiterentwicklung seiner Werbeplattform vorgestellt. Die Neuerungen umfassen unter anderem die Einführung der Spotify Ad Exchange (SAX), eine programmatische Handelsplattform für digitale Audio-Werbung. SAX ermöglicht Werbetreibenden den Zugriff auf eingeloggte Spotify-Nutzer:innen via Echtzeit-Auktionen und bietet umfassende Messfunktionen. Nach ersten Tests in den USA und Kanada ist SAX nun in mehreren internationalen Märkten verfügbar, darunter auch Europa.

Der Spotify Ads Manager wurde ebenfalls ausgebaut und bietet erweiterte Targeting-Optionen, neue First- und Third-Party-Messlösungen sowie performancebasierte Kampagnenziele. Dazu zählt etwa das neue Marketingziel «App Install», mit dem Werbetreibende gezielt Nutzer:innen ansprechen können, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine App herunterladen.

Automatische Kreation

Mit den Spotify Gen AI Ads führt das Unternehmen zudem ein KI-gestütztes Tool ein, das Audio-Ads samt Skript und Voice-Over automatisch erstellt. Bislang war die Lösung nur in den USA und Kanada verfügbar, nun wird sie schrittweise international ausgerollt. Ergänzend dazu unterstützt das interne «Spotify Creative Lab» Unternehmen und Agenturen bei der Entwicklung massgeschneiderter Kampagnen.

Werbeeinnahmen in 5 Jahren mehr als verdoppelt

Laut Unternehmensangaben haben sich die Werbeeinnahmen seit 2020 mehr als verdoppelt. Der Umsatz des Spotify Ads Managers stieg im vierten Quartal 2024 um über 50 Prozent, und die Nutzung von Video-Ads auf der Plattform wuchs in den USA um 44 Prozent im Jahresvergleich.

Livesystems erweitert DOOH-Angebot in Zürich

Durch eine strategische Partnerschaft mit City Lights übernimmt Livesystems die Vermarktung von digitalen Werbeflächen an hochfrequentierten Standorten in Zürich.

(Bild: zVg.)

Durch die Kooperation mit City Lights vermarktet Livesystems neu digitale Screens an zentralen Lagen in Zürich, darunter im Kreis 1 und in der Altstadt. Die Standorte befinden sich an urbanen Hotspots mit hoher Passant:innenfrequenz, etwa in der Fussgängerzone im Niederdorf. Werbetreibende können die neuen Flächen direkt im Werbenetzwerk von Livesystems buchen und individuell kombinieren.

Wie bei den meisten übrigen Werbeflächen von Livesystems erfolgt die Leistungsbewertung der neuen Screens durch das Marktforschungsinstitut Intervista. Die erhobenen Daten sind im Planungstool «Inventory Finder» abrufbar und ermöglichen eine datenbasierte Kampagnenplanung. Mit der Erweiterung wächst das schweizweite DOOH-Netzwerk von Livesystems auf über 13’000 Screens.

City-Lights-Inhaber Jürg Knecht sieht in der Zusammenarbeit langfristiges Potenzial: «Livesystems ist der ideale Partner für die Zukunft der City Lights AG. Ihr starkes Verkaufsteam und ihr technisches Know-how bieten die besten Voraussetzungen, um unsere Werbestandorte langfristig erfolgreich zu vermarkten.»

TBS mit einer zweiten Welle Züriwasser für WVZ

Die Agentur TBS führt die Kampagne für die Wasserversorgung Zürich weiter. Sechs illustrierte Facts vermitteln Wissenswertes rund um die vielfältigen und oft unbekannten Leistungen der WVZ.

Die Wasserversorgung der Stadt Zürich ist das Kompetenzzentrum für Trinkwasser in der Schweiz und kümmert sich um die Aufbereitung und Verteilung von Wasser.

In der Fortsetzung der Informationskampagne zeigen sechs neue Fakten zur Wasserversorgung auf, was im Hintergrund alles unternommen wird, um das beste Trinkwasser für ganz Zürich sicherzustellen – auch für die nächsten Generationen.

So entsteht eine ganze Reihe von informativen Sujets – charmante Illustrationen verpacken die Wissens-Häppchen gleichermassen aufmerksamkeitsstark und unterhaltsam. Kampagnen-Konzept, Illustrationen und Text stammen dabei komplett von TBS.

Die Kampagne ist auf mobilen Plakaten und Tram- und Busplakaten der VBZ zu sehen. Zudem wird sie auf der Website der Stadt Zürich publiziert und über die Social-Media-Kanäle der Stadt und der WVZ ausgespielt.

Auch das Postkarten-Set wird aufgrund der hohen Popularität als Giveaway fortgesetzt und an alle Besucher:innen der Wasserversorgung verteilt. Zusätzlich werden die Sujets für interne Kommunikationsmittel, Vorträge und Präsentationen genutzt.

Annabelle mit überarbeitetem Look und neuer Kolumne

Die Zeitschrift Annabelle erscheint in neuem Design und verstärkt ihren Lifestyle-Bereich. Zudem startet die Kolumne «Sandwich» in der sich Michèle Roten und Claudia Senn abwechselnd mit dem Leben in der Mitte zwischen Jugend und Alter befassen.

Vier Jahre nach dem letzten Relaunch präsentiert sich Annabelle ab Freitag in einem überarbeiteten Design mit frischer Typografie und einem individuellen Farbkonzept für jede Ausgabe. Verantwortlich für das grafische Update ist erneut Art Director Bobi Bazooka, der in Zusammenarbeit mit Creative Director Nathalie De Geyter eine Weiterentwicklung des preisgekrönten Looks geschaffen hat. Auch der digitale Auftritt des Magazins wurde überarbeitet. «Das neue Erscheinungsbild von Annabelle ist leicht, elegant und lässt Raum für Spielereien und Unerwartetes», sagt De Geyter.

Inhaltlich ergänzt Annabelle ihr Spektrum um eine Lifestyle-Rubrik, in der die Redaktion Favoriten aus Mode, Beauty, Wohnen, Schmuck und Uhren präsentiert. Die Auswahl soll Orientierung bieten in einer zunehmend digitalen Konsumwelt, erklärt Chefredaktorin Barbara Loop: «In einer digitalen Welt, in der täglich neue Produkte angepriesen werden, muss eine Zeitschrift wie Annabelle die Informationsflut reduzieren, die besten Produkte auswählen. Die Leserinnen vertrauen Annabelle.»

Claudia Senn (links) und Michèle Roten schreiben die neue Annabelle-Kolumne. (Bild: zVg./Joël Hunn)

Mit der Kolumne «Sandwich» erhält die prominente letzte Seite des Magazins einen neuen Inhalt. Michèle Roten und Claudia Senn schreiben darin abwechselnd über Themen, die Menschen in der Lebensmitte beschäftigen. Roten, frühere Annabelle-Produzentin und Autorin der Tagi-Kolumne «Miss Universum», freut sich auf die neue Plattform: «Ich will einen Einblick geben, wie es ist, in dieser Welt als nicht mehr ganz so junge Frau zu leben.» Senn, langjährige Annabelle-Redaktorin und heute bei Zeitlupe und als freie Autorin tätig, will mit persönlichen Texten Mut machen: «Ich möchte, dass die Kolumne Spass macht und älteren Frauen eine Stimme gibt. Ausserdem soll sie radikal persönlich sein.»

Die Kolumne wird von Art Director Bobi Bazooka illustriert und erscheint ab sofort in jeder Ausgabe.

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