Zimmermann Communications empfiehlt das Tessin

Drei Jahre lang lief die erfolgreiche Kampagne «I Colori del Ticino». Nun lanciert Ticino Turismo eine neue Aktivierung unter dem Claim «Das musst du erlebt haben». Die Kampagne läuft in der Schweiz und in Deutschland und wurde wiederum von Zimmermann Communications konzipiert und umgesetzt.

Ob von Freund:innen, Bekannten, Influencer:innen oder Plattformen wie Google und Tripadvisor – Empfehlungen spielen eine entscheidende Rolle: 64 % der Schweizer:innen und 69 % der Deutschen buchen die Reise aufgrund von Empfehlungen oder positiver Bewertungen. Und wenn das Ferienerlebnis besonders schön, faszinierend oder unvergesslich war, wird der kraftvolle Ausdruck: «Das musst Du erlebt haben» benutzt.

Für Ticino Turismo bedeutet das: Der beste Weg, auf die Bucket List der Zielgruppen zu gelangen, ist, Begeisterung für einzigartige Erlebnisse zu wecken, die nur im Tessin möglich sind.

Als Vorlauf zur Lancierung der Kampagne kommt eine Teaserkampagne in den sozialen Medien zum Einsatz, in welcher der Tessiner Comedian Mike Casa Passant:innen befragt, was man im Tessin unbedingt erlebt haben muss.

Lanciert wird die Kampagne mit einem Manifestofilm, der dazu einlädt, das Tessin auf unvergessliche Weise zu erleben und aufzeigt, was man im Tessin alles erlebt haben muss.

Zusätzlich kommen vier Kurzfilme zum Einsatz, die auf spezifische Themen wie Wandern, Dolce far niente, Familienabenteuer und Zeitreisen eingehen. Dies soll sowohl junge Reisende als auch aktive Geniesser:innen dazu anregen, den südlichsten Kanton der Schweiz in ihre Reisepläne zu integrieren.

Flankierend sorgen Plakate zu denselben und weiteren Themen sorgen für Aufmerksamkeit in der Deutsch- und Westschweiz.

Das Zentrum der Kampagne bildet die neue Landingpage Ticino.ch/bucketlist. Hier gibt es weiterführende Inspiration zu allen Themen, Top-5-Erlebnisse pro Thema, Spezialangebote sowie einen Wettbewerb.

Angaben zufolge ist geplant, das neue Kreativkonzept und das Kampagnendach in weiteren Tessiner Regionen wie zum Beispiel Lugano, Mendrisiotto und Bellinzona umzusetzen. Gemäss Manuela Nicoletti, Director of Marketing von Ticino Turismo, zeigt das Mitmachen der Regionen die Stärke und Flexibilität der Kampagne, was schlussendlich zu mehr Aufmerksamkeit und Impact für den Kanton und die einzelnen Regionen führt.

Die Kampagne mit fünf Filmen und fünf Plakatsujets läuft aktuell in der Deutsch- und Westschweiz und bildet den Auftakt von mehrjährig ausgelegten Massnahmen, die durch verschiedene Storytelling-Formate und Adaptionen der Leitidee die Vielseitigkeit und die Stärken des Tessins herausstellen sollen.

Zusätzlich kommt in Baden-Württemberg eine Leadkampagne zum Einsatz, die auf demselben Kreativkonzept basiert. Ein breiter Massnahmenmix bestehend aus speziellen E-Newsletters, Präsenz auf ausgewählten, zielgruppenspezifischen Plattformen, PR-Aktivitäten sowie aktivierende Massnahmen auf allen sozialen Kanälen ergänzen den breit gefächerten, neuen Auftritt von Ticino Turismo.


Verantwortlich bei Ticino Turismo: Manuela Nicoletti, Director of Marketing. Verantwortlich bei Zimmermann Communications: Creative Direction: Christoff Strukamp, Art Direction: Julia Hofmann, Text: Sophie Güntensperger, Projektleitung: Julia Röthlisberger, Gesamtverantwortung, Strategie und Media: Rolf Zimmermann. Filmproduktion: Company Production, Producer: Michael Gloor. Website: Weooo, Sebastian Palka.

Blüten und Perlen: Heute schon «gebostitched»?

Sarah Pally, Linguistin und Partnerin bei der Agentur Partner & Partner, nimmt in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» die (Werbe-)Sprache unter die Lupe. Dieses Mal dreht sich alles Produkte und Brands, die sich in den alltäglichen Sprachgebrauch eingeschlichen haben.

Wenn der eigene Brand- oder Produktename es in den Duden schafft, dann «hat man es geschafft». Die Vorstufe davon ist: Als Verb oder Überbegriff verwendet zu werden. Natürlich passiert das tatsächlich recht selten und nur schon diese Exklusivität macht es zu einer Art Auszeichnung. Aber lässt sich diese Quasi-Unsterblichkeit auch irgendwie hinbiegen?

Wird ein neuer Brand oder ein neues Produkt aus der Taufe gehoben, prüfen besonders gewitzte Marketers gerne kurz, ob die herumschwirrenden Namensvorschläge denn einst auch als Verb oder als Überbegriff eingesetzt werden könnten. Aber das ist kaum relevant. Denn Sprache kann einerseits eh fast alles – und ob es «schön» klingt, interessiert andererseits am Schluss nicht wirklich. Falls sich jemand diese Gedanken damals bei der Firma «Bostitch» in den USA gemacht haben sollte: Chapeau! Aber dann würde das Produkt beziehungsweise die Firma wohl anders heissen. Sperriger, merkwürdiger geht es ja kaum.

Heftgerät? Heftklammerer?

Aber Bostitch hat eben ein Problem gelöst. Und damit sind nicht die lose herumflatternden Papierblätter gemeint. Sondern offenbar schien es, zumindest in der Schweiz, keine befriedigende Bezeichnung für dieses Gerät und die dazugehörige Tätigkeit gegeben zu haben, sodass kurzerhand der Firmenname Bostitch eingesprungen ist. Gab es dieses Ding und die dazugehörige Tätigkeit vorher in der Schweiz gar nicht? Oder war «Heftklammerer» und «Heftgerät» einfach zu Deutsch? Jedenfalls hat es eine Art Nerv getroffen, ein sprachliches Vakuum gefüllt. Und zwar so gut, dass viele heute nicht einmal mehr wissen, dass Bostitch gar kein Gerät, sondern eine Firma ist. Manche wähnen sogar, dass es sich um einen Fachbegriff aus dem Papeteriebedarf handelt.

Man mag einwenden, dass es doch ein absoluter Worst Case wäre, wenn das Produkt zwar ein Riesenerfolg ist – aber leider der Name nicht als Verb eingesetzt werden kann! So wie vermeintlich bei Galaxus: Oder haben Sie heute schon mal galaxt (oder hiesse es «gelaxt» oder «gegölaxt», als Mischung aus gegönnt und Galaxus)? Das Problem hier ist, das Galaxus sprachlich kein Problem löst, weil es kein Problem gibt: Es muss schlicht kein anderes Wort für «bestellen» oder «Onlineshop» gefunden werden. Das ist Pech für Galaxus.

Das Problem schaffen und dann lösen

Auch der Name «Google» bietet für die deutsche Verbalisierung ganz und gar keine Steilvorlage, aber hat sich bedenkenlos eingeschlichen. Weil es halt besser ist als «via Suchmaschine etwas im Internet suchen». Beim «Twinten» gabs die entsprechende Tätigkeit vor dem Produkt schlicht nicht – eine Zwangsverbalisierung gewissermassen. Oder anders gesagt: Twint hat sich zusammen mit dem Produkt auch das sprachliche Problem geschaffen, das es gleich wieder gelöst hat.

Klar: Im Nachhinein scheint alles irgendwie logisch. Aber es hilft, darüber nachzudenken, ob es überhaupt eine sprachliche Notwendigkeit beziehungsweise Lücke gibt, die gefüllt werden kann, bevor man über die möglichst elegante verbalisierte Anwendung eines neuen Brand- oder Produktenamens nachdenkt. Und selbst dann: Wenn es Bostitch in die Alltagssprache schafft, dann können das auch noch ganz andere.

Natürlich gibt es auch diese verzweifelten Versuche, den Namen als Verb oder Überbegriff via Werbung einzutrichtern. So wie «Nogger dir einen!». Googeln Sie es ruhig, am besten per Bildersuche. Zusammen mit diesem absurden Auftritt war das irgendwie schräg genug, sodass man den Spruch schonmal sarkastisch fallen liess. Immerhin: Er hat sich als zweifelhaftes, aber vielverwendetes Beispiel für die vorliegende Problematik auf seine Art quasi unsterblich gemacht.


Seit 2025 analysiert Sarah Pally in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» Begriffe mit Branchenbezug und kommentiert sie mit persönlicher Note, aus einer linguistischen Perspektive – sowie auch mit präzisem Blick auf die Entwicklungen in der Branche. Pally ist Teilhaberin der Agentur Partner & Partner in Winterthur. Sie ist seit 15 Jahren mit den Themen Contentmarketing, Text/Konzept und Storytelling im Kommunikations- und Marketingbereich unterwegs.

Etatgewinn: Frisches aus der Schweiz für Zurgams

Zurgams hat den Etat der Firma Kellermann aus Ellikon an der Thur gewonnen. Die Dornbirner Agentur erhält den Auftrag, eine neue Markenidentität zu entwickeln.

Thomas Gschossmann (links) und Mag. Jörg Ströhle von Zurgams. (Bild: zVg.)

Kellermann ist Teil der Rathgeb Bio Gruppe und im Bereich regionaler, nachhaltiger Gemüseproduktion und -verarbeitung tätig. Für das Unternehmen übernimmt die Agentur aus dem Vorarlberg Zurgams die Gestaltung eines neuen Corporate Designs sowie die Entwicklung einer Website. Diese soll künftig als Vorlage für weitere Unternehmen der Rathgeb Bio Gruppe dienen.

Rebranding und Website-Relaunch für Bellprat Partner

Die Zürcher Agentur Bellprat Partner hat ihre Markenpräsenz mit einem umfassenden Rebranding und einer neuen Website modernisiert. Mit dem neuen Auftritt schliesst die Agentur eine Transformationsphase ab, die ihre kreative DNA mit einer zukunftsorientierten Vision verbindet.

Das Management-Team von Bellprat Partner (v.l.n.r.): Arnau Bellprat, Marion Häring, Markus Göb, Iwan Funk und Xavier Bellprat. (Bilder: zVg. Bellprat Partner)

Das neue Logo von Bellprat Partner kommt moderner daher, steht für Flexibilität und Dynamik und passt sich verschiedenen Einsatzmöglichkeiten an. Die überarbeitete Website rückt Projekte und das Team in den Fokus, bietet intuitive Navigation und präsentiert das 44-jährige Portfolio der Agentur, von Expo-Pavillons bis hin zu touristischen Inszenierungen.

Parallel zur visuellen Erneuerung wurde auch die Führungsstruktur gestärkt: Creative Director Arnau Bellprat, Co-CEO Markus Göb und Co-CEO Iwan Funk übernehmen die operative Leitung, unterstützt durch Marion Häring als Head of People and Culture in der erweiterten Geschäftsleitung. Xavier Bellprat, Firmengründer, Partner und weiterhin Creative Director, bringt seine langjährige Expertise auch in Zukunft aktiv in verschiedene, spezifische Projekte ein. Das heutige Team von Bellprat Partner sei generell interdisziplinärer aufgestellt: Expert:innen aus Szenografie, Architektur, Interaction Design und Grafik arbeiten in engem Austausch zusammen.

Komet: Frienisberger:innen gesucht, Pflegepersonal gefunden

Auch das Wohn- und Pflegeheim «Frienisberg – üses» Dorf sucht dringend Fachpersonal. Doch im Gegensatz zu seinen Mitbewerbenden wirbt es nicht nur mit guten Lohnnebenleistungen, sondern seinem Alleinstellungsmerkmal. Die Kampagne dazu stammt von Komet.

«Frienisberg – üses Dorf», idyllisch gelegen inmitten der «Landschaft des Jahres 2024» zwischen Bern und Seeland, ist kein gewöhnliches Wohn- und Pflegeheim, sondern ein ganzes Dorf und vermutlich das einzige seiner Art in der ganzen Schweiz. Weniger ungewöhnlich ist, dass es auch in Frienisberg an Pflegepersonal und anderen Fachkräften mangelt – trotz Lohnnebenleistungen wie Hundehort, Flexbonus bei Spontaneinsätzen oder Gratis-Parkplätzen.

Folgerichtig stellt die neue Employer-Branding-Kampagne von Komet den Dorf-Charakter von Frienisberg ins Zentrum der Kommunikation, um die Arbeitgeberin von ihren Mitbewerbenden abzuheben und so für die gewünschte Aufmerksamkeit zu sorgen. Ganz im Einklang mit der bestehenden Eigenpositionierung «Üses Dorf» sucht sie anstelle von Pflegepersonal richtige «Frienisberger:innen», die ihre Karriere aufs Land zügeln möchten.

Dies führen beispielsweise die Social Ads und Plakate mit authentischen Porträtfotos und einer Schlagzeile vor Augen, die wie bei einem gewöhnlichen Stelleninserat direkt zur Sache kommt und zu vielen Bewerbungen führen soll.


Verantwortlich bei Frienisberg – üses Dorf: Sonja Vogelsanger (Leiterin Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung), Ramona Loeliger (Fachspezialistin Personal). Verantwortlich bei Komet: Michelle Hebeisen (Beratung), Cyril Sollberger (Grafik), Lisa Oppliger (DTP), Claudio Parente (AD/Konzept), Daniel Müller (Text/Konzept), Jeff Gerber (CD). Fotos und Videos inkl. Bearbeitung: Susann Heuing-Reinhard.

UKW-Abschaltung: Private Radiosender und Werbetreibende profitieren

Die UKW-Abschaltung der SRG zum Jahresende 2024 hat die Schweizer Radiolandschaft verändert – zumindest vorübergehend. Private Radiosender verzeichnen Reichweitengewinne, wovon Werbetreibende zurzeit profitieren können.

(Symbolbild: zVg. Swiss Radioworld)

Die Abschaltung der UKW-Übertragung für SRF-Radiosender zum 31. Dezember 2024 hat den Radiomarkt in der Schweiz beeinflusst. Laut Mediapulse-Daten verloren die SRG-Sender im ersten Quartal 2025 rund 450’000 Hörer:innen, was einem Rückgang der Tagesreichweite um 15 Prozent entspricht. Gleichzeitig konnten private Radiosender ihre Reichweite um durchschnittlich 17 Prozent steigern, da viele ehemalige UKW-Hörer:innen zu Anbietern wechselten, die weiterhin analog senden.

Private Sender und Werbemarkt profitieren

Für den Werbemarkt ergeben sich aus dieser Entwicklung neue Möglichkeiten: Trotz des gestiegenen Publikums haben private Radiostationen ihre Werbetarife bislang nicht angepasst. Werbetreibende erreichen somit ein grösseres Publikum zum gleichen Preis, was die Effizienz ihrer Kampagnen erhöht. Hans Lackner, Director Operations bei Swiss Radioworld, erklärt: «Die Marktdaten deuten auf eine vorübergehende strukturelle Verschiebung hin, die vor allem privaten Anbietern zusätzliches Potenzial eröffnet.»

Swiss Radioworld sieht zudem Chancen für digitale Audiowerbung und Streamingdienste wie SoundCloud und TuneIn. Die Tochtergesellschaft der Goldbach Group unterstützt Werbetreibende dabei, ihre Zielgruppen über diverse Kanäle gezielt zu erreichen und von den veränderten Hörgewohnheiten zu profitieren.

SRG setzt auf Digitalisierung und langfristige Stabilisierung

Die SRG bewertet die aktuellen Zahlen als im Rahmen der Erwartungen. Mit einem Marktanteil von 53 Prozent bleibt sie weiterhin führend vor den privaten Sendern mit gemeinsam 41 Prozent. Der Rückgang sei eine erwartete Übergangsbewegung, da Umstellung und Umrüstung Zeit benötigen. «Die grosse Mehrheit der Radiohörenden in der Schweiz hört bereits digital», betont die SRG in ihrer Stellungnahme. Über 80 Prozent der gehörten Radiominuten erfolgen heute via Internet oder DAB+.

Die frühzeitige Abschaltung erfolgte laut SRG auch aus wirtschaftlichen Gründen: Die analoge UKW-Technologie sei ineffizient und teuer. Zudem wolle man den Weg für die Digitalisierung des gesamten Marktes ebnen, da alle Sender bis spätestens Ende 2026 UKW abschalten werden. Die SRG geht davon aus, dass sich ihre Nutzungszahlen mit der fortschreitenden digitalen Migration erholen werden.

Zürcher Journalistenpreis 2025: Diese zwölf Arbeiten sind im Rennen

Die Stiftung Zürcher Journalistenpreis hat die Nominierten für die diesjährige Auszeichnung bekanntgegeben. Zwölf herausragende Beiträge aus Schweizer Medien stehen im Fokus, drei davon werden am 13. Mai prämiert.

Zürcher Journalistenpreis

Die Stiftung Zürcher Journalistenpreis zeichnet seit 1980 journalistische Arbeiten aus, die sich durch aussergewöhnliche Qualität und Nachhaltigkeit auszeichnen. Für die Ausgabe 2025 hat eine Jury aus erfahrenen Medienschaffenden insgesamt 217 eingereichte Beiträge geprüft und zwölf davon nominiert. Drei Arbeiten in der Hauptkategorie sowie eine im Bereich Nachwuchs werden mit Preisen ausgezeichnet, die mit insgesamt 35’000 Franken dotiert sind.

In der Hauptkategorie wurden neun Beiträge nominiert. Die Vielfalt der Themen reicht von investigativen Recherchen über gesellschaftliche Analysen bis hin zu berührenden Porträts.

  • Barbara Achermann, «Ein Fall für zwei», Das Magazin
  • Marius Aschwanden, «Tod einer Primadonna», Berner Zeitung / Der Bund
  • Renato Beck, «Der Graben durch das Dorf», Woz
  • Markus Häfliger und Thomas Knellwolf, «Tausende Daten für Initiativen gefälscht: Unterschriften-Bschiss erschüttert die Schweiz», Tages-Anzeiger
  • Carole Koch und Alan Cassidy, «Die Atomfamilie», NZZ am Sonntag
  • Ivo Mijnssen, «Vor der Schlacht: Fällt Pokrowsk, könnten die Verteidigungslinien auf breiter Basis einbrechen», NZZ
  • Pascal Ritter, «Die letzte Fahrt des Gino Mäder», Gruppetto Magazin
  • Kaspar Surber, «Manus Abgang», Woz
  • Benjamin Weinmann, «Blei für die Crème de la Crème», Schweiz am Wochenende

Im Bereich Nachwuchs konkurrieren drei junge Journalist:innen um den Newcomer-Preis: Lea Ernst («Cinema Sarajevo», NZZ am Sonntag Magazin), Linda Leuenberger («Das Geschäft mit der Hoffnung», CH-Media-Zeitungen) und Simon Maurer («Diagnosen im Ausland – zu Schweizer Tarifen», CH-Media-Zeitungen). Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält ein Preisgeld von 5000 Franken.

Die Preisverleihung findet am 13. Mai im Zürcher Kaufleuten statt. Bundesrat Albert Rösti wird als Gastredner auftreten, während Nicola Steiner und Stiftungsratspräsident Hannes Britschgi durch das Programm führen. Die Jury setzt sich aus Christina Neuhaus (NZZ), Doris Kleck (CH Media), Brigitte Hürlimann (Republik), Paula Scheidt (NZZ am Sonntag), Dirk Schütz (Handelszeitung), Simon Jacoby (Tsüri.ch) und Cédric Fröhlich (Berner Zeitung/Tamedia) zusammen.

Der Zürcher Journalistenpreis wird von den Medienhäusern CH Media, NZZ, Ringier und Tamedia getragen und von verschiedenen Unternehmen sowie Institutionen finanziell unterstützt. Ziel der Auszeichnung ist es, Qualitätsjournalismus zu fördern und Arbeiten zu würdigen, die über den Tag hinaus Bestand haben.

Stämpfli und der VSSM machen das Schreinerhandwerk sichtbar

Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM startet eine umfassende Marketingkampagne, um das Schreinerhandwerk sichtbarer zu machen. Ziel der von Stämpfli realisierten Umsetzungen ist es, die Nachfrage nach regional gefertigten Produkten zu stärken und den Nachwuchs gezielt zu fördern.

Die VSSM-Kampagne soll bis 2030 laufen und bündelt sämtliche Marketingaktivitäten des Verbands. Mit einem Fokus auf die breite Öffentlichkeit sowie Jugendliche, die sich für eine Schreinerlehre interessieren, verfolgt die Initiative zwei Hauptziele: Zum einen soll das Bewusstsein für die Vielfalt regional gefertigter Schreinerprodukte gestärkt werden, zum anderen sollen junge Talente durch gezielte Information für den Beruf begeistert werden.

Die Nachfrage nach lokal produzierten Holzprodukten ist hoch, doch vielen ist die Bandbreite der Schreinerarbeiten nicht bekannt. «Unsere Branche hat bei der Vermarktung und im Verkauf von Zusatzleistungen noch Luft nach oben», erklärt VSSM-Direktor Daniel Furrer. Die neue Webseite Schreiner.ch soll dies ändern und Interessierten Einblicke in das Angebot der Mitgliedsbetriebe geben.

Lehrstellenangebot wird sichtbarer

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung. Die Berufslehre zur Schreinerin oder zum Schreiner bleibt beliebt – 2023 stieg die Zahl der Lehranfänger:innen um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gibt es Wissenslücken über Karrieremöglichkeiten in der Branche, insbesondere bei Eltern, Lehrpersonen und anderen Entscheidungsträgern.

Ab Juni wird die Plattform Traumjob-schreiner.ch mit zusätzlichen Inhalten ausgestattet, um umfassend über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren. Erste Aktivitäten starten im September.

Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit der Berner Agentur Stämpfli Kommunikation entwickelt. Adriana Siragusano, Consultant und Projektleiterin bei Stämpfli, hebt hervor: «Die enge Zusammenarbeit mit dem VSSM hat es ermöglicht, eine Kampagne zu gestalten, die gezielt auf die Bedürfnisse der Branche eingeht.» Christian Kälin, Mitglied des VSSM-Zentralvorstands, ergänzt: «Die Kampagne spricht ganz unterschiedliche Zielgruppen an und schafft einen echten Mehrwert für unsere knapp 2’000 Mitgliedsbetriebe.»

Das Konzept baut auf der etablierten Verbandsmarke «Die Schreiner – Ihre Macher» auf und wird zweisprachig in Deutsch und Italienisch umgesetzt.

Erdmannpeisker für Swisslos: Mit Gold ins Glück

Die Bieler Agentur Erdmannpeisker hat die aktuelle Kampagne zur Einführung des neuen Rubbelloses Gold von Swisslos umgesetzt.

Das neue Rubellos im Design der 1920er-Jahre kostet 20 Franken und bietet die Chance auf einen Hauptgewinn von einer Million Franken.

Um das neue Produkt zu bewerben, entwickelte Erdmannpeisker eine aufmerksamkeitsstarke Plakatkampagne, einen TV-Spot, Social-Media-Werbemittel sowie ein Keyvisual für den POS.

Das von der Agentur entwickelte Baukastensystem ermöglichte die Produktion des TV-Spots mit bestehendem Bildmaterial, das gleichzeitig auf den Inhalt und das Design des neuen Rubbelloses Gold zugeschnitten ist. Diese modulare Herangehensweise erlaube es, hochwertige Kampagnen effizient und zielgerichtet zu realisieren und die einzelnen Lose prominent in Szene zu setzen, wie die Agentur schreibt.


Verantwortlich bei Swisslos Interkantonale Landeslotterie: Anouk Grünert (Leiterin Produkt-Management Lose), Fabia Leu (Produkt-Management Lose). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (Creative Direction), Jenny Ziörjen, Christina Weisser (Art Direction), Laura Fässler (Motion Design), Selina Helbling (Beratung),  Markenfilm Zürich (Filmproduktion), Zipmedia (Mediaplanung).

Studio Marcus Kraft gestaltet visuellen Auftritt für die Klangwelt Toggenburg

Die Klangwelt Toggenburg erhält pünktlich zur Eröffnung des neuen Klanghaus im Mai 2025 eine komplett überarbeitete visuelle Identität. Das Zürcher Studio Marcus Kraft setzte dabei auf eine dynamische Typografie, die den Charakter von Klang und Resonanz visuell übersetzt.

Die Klangwelt Toggenburg, eine Kulturinstitution in den Voralpen der Ostschweiz, hat sich seit über 20 Jahren der Erforschung und Vermittlung von Klang und Resonanz verschrieben. Mit der Eröffnung des neuen «Klanghaus» am 24. und 25. Mai 2025 wird nun auch das Erscheinungsbild der Institution neu definiert. Verantwortlich für das Rebranding ist das Studio Marcus Kraft aus Zürich. Die neue visuelle Identität widerspiegelt die Vielschichtigkeit der Themen und die alpine Umgebung.

Typografie als Kern des Designs

Herzstück des neuen Erscheinungsbildes ist eine massgeschneiderte Hausschrift, die durch modulare Buchstabenelemente ein typografisches Schwingen erzeugt – inspiriert von Obertönen, Klangfrequenzen sowie der alpinen Landschaft des Toggenburgs. Diese dynamische Typografie soll als visuelles Echo des Klangs fungieren und die Verbindung zwischen Tradition und Innovation verdeutlichen.

Das Rebranding umfasste neben der Typografie auch die Markenarchitektur, Farbpalette, Bildsprache sowie Animationen und Layoutprinzipien. Die neue Identität wird in allen Kommunikationsmitteln umgesetzt, darunter Geschäftsdrucksachen, Plakate, Social-Media-Inhalte und eine komplett überarbeitete Website. Erste Anwendungen fanden bereits zur Eröffnung des aktualisierten Klangwegs im vergangenen Jahr statt (Markt-kom.com berichtete).

Klanghaus als begehbares Instrument

Das neue Klanghaus ist als begehbares Instrument konzipiert und vereint Architektur, Natur und Klang in einer Symbiose. Neben dem Gebäude wird auch das Resonanzzentrum Peter Roth eröffnet, das den ersten öffentlich zugänglichen Klangdom der Schweiz beherbergt. Mirjam Hadorn, CEO der Klangwelt Toggenburg, betont: «Das neue Erscheinungsbild reflektiert unseren Wandel von einem ‹Geheimtipp› zu einer Institution mit internationaler Strahlkraft.»

«Die Klangwelt Toggenburg bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kultur und Tourismus», ergänzt Marcus Kraft. «Wir haben bei der Entwicklung des neuen Erscheinungsbilds ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die breite Angebotspalette und vielfältigen Themen der Institution künftig möglichst flexibel und wiedererkennbar für die unterschiedlichen Zielgruppen kommuniziert werden können.»$


Verantwortlich bei Klangwelt Toggenburg: Mirjam Hadorn (CEO), Christian Zehnder (Künstlerische Leitung), Edi Hartmann (Betriebsleitung), Eva Macartney (Visuelle Kommunikation & Marketing Assistenz), Corinne Zimmermann (Projektleitung Multimedia). Produktion: Studio Marcus Kraft (Konzept, Art Direction & Design), David Jonathan Ross (Font Engineering), Miriam Palopoli (Animation), Beat Bälzer & Ralph Brühwiler (Fotografie), Axel Kindermann (Kamera & Videoschnitt),Vitamin 2 (Entwicklung Website), Christian Zehnder (Soundlogo).

Reader’s Digest «Trusted Brand 2025»: Vertrauen in Marken bleibt stabil

Die 25. Ausgabe der «Trusted Brand»-Studie von Reader’s Digest zeigt, welche Marken in der Schweiz das grösste Vertrauen geniessen. In 13 von 15 Kategorien bleiben die Spitzenreiter unverändert, während die Akzeptanz von KI-Anwendungen wächst.

Die jährliche Markenstudie «Trusted Brand» von Reader’s Digest, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Aachener Institut Dialego, hat erneut das Vertrauen der Schweizer Konsument:innen in Marken untersucht. Für die Ausgabe 2025 wurden 2300 Personen befragt, die ungestützt ihre vertrauenswürdigsten Marken in 15 Produktkategorien nannten. Trotz wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheiten bleibt das Markenvertrauen bemerkenswert stabil: In 13 Kategorien sind die Sieger dieselben wie im Vorjahr.

Zu den Spitzenreitern in den jeweiligen Kategorien gehören Ricola (Bonbons), Miele (Haushaltsgeräte), Amplifon (Hörgeräte), NeoCitran (Hustenmittel), Nivea (Kosmetik) und CSS (Krankenkassen). Besonders auffällig ist die Dominanz von Fielmann in der Kategorie Optiker/Brillenmarken mit 752 Nennungen – die höchste Zahl aller Kategorien –, gefolgt von Ricola (655 Stimmen) und Nivea (532 Stimmen).

KI-Akzeptanz steigt

Ein Wandel zeigt sich bei der Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz (KI). Während 24 Prozent der Befragten KI-Anwendungen positiv bewerten – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr –, sank die ablehnende Haltung um sechs Punkte auf 33 Prozent. Die Mehrheit der Konsument:innen bleibt jedoch indifferent gegenüber KI, mit einem Anstieg auf 43 Prozent.

Die Studie beleuchtet auch die persönliche Einschätzung der Zukunft: Nur noch 57 Prozent der Schweizer:innen glauben, dass 2025 ein gutes Jahr für sie persönlich wird – ein Rückgang gegenüber den 61 Prozent im Vorjahr. Andreas Karl, Geschäftsführer Reader’s Digest Deutschland, Österreich und Schweiz, kommentiert: «Unsere Studie zeigt, wie wichtig es ist, mit hochwertigen und nachhaltigen Angeboten klare Orientierungspunkte zu liefern – und damit in das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zu investieren.»


Die «Trusted Brand»-Studie wird seit 2001 durchgeführt und gilt als eine der grössten Verbraucherstudien Europas. Einzigartig ist dabei Angaben zufolge die ungestützte Befragung, bei der Konsument:innen spontan ihre vertrauenswürdigsten Marken nennen. Insgesamt wurden in der Schweiz 2193 Markenbegriffe genannt, was den intensiven Wettbewerb um das Vertrauen der Verbraucher:innen unterstreicht.

Jung von Matt für die Mobiliar: Muskelkater am Casino

Mit einer humorvoll inszenierten Kampagne rund um die diesjährige Ausschüttung des Überschussfonds hat die Mobiliar auch im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit (und Verwirrung) gesorgt. Die mehrstufige Umsetzung stammt von Jung von Matt Limmat.

Die Mobiliar hat für ihre diesjährige Kampagne zur Auszahlung des Überschussfonds (ÜBF) für Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum gesorgt. So war am 2. April ein überdimensionierter aufblasbarer «Muskelkater» an der Fassade des Casinos in Bern zu sehen. Erst ein TV-Spot klärte am Folgetag auf: Der Kater war Teil einer breit angelegten Kampagne, die durch aufmerksamkeitsstarke Aktionen sowie klassische und digitale Kanäle begleitet wird.

Parallel dazu kursierte ein CGI-Video, das den bekannten Genfer Jet d’Eau zeigt, wie er sein Wasser diagonal statt vertikal in den See speit. Beide Elemente bildeten den Auftakt zu einer mehrstufigen Geschichte rund um kleine Missgeschicke – ausgelöst durch die Freude über die Rückzahlung aus dem Mobiliar-Überschussfonds. Dieses Jahr sind Versicherte mit einer Haushalts-, Gebäude- oder Rechtsschutzversicherung die glücklichen Empfänger:innen der Prämienrabatte.

Die Auflösung folgte über Spots, Plakate und Social Media-Formate, die das jeweilige Narrativ weiterführten. «Eine Story über mehrere Tage, mittels unterschiedlicher Instrumente und über verschiedene Kanäle zu erzählen, ist schon anspruchsvoll. Aber natürlich auch lohnend, weil über diese mehrstufige Erzählweise die Botschaften einprägsamer werden», so Anouk Karrer von Jung von Matt Limmat.

Seit 2024 wird auch die Kommunikation zur Prämienausschüttung unter dem Konzept «Liebe Mobiliar …» erzählt. In alltagsnahen Szenarien verursachen charmant-tollpatschige Protagonist:innen durch ihre Euphorie über den Prämienrabatt kleine Unfälle.

Das Konzept wurde medienübergreifend ausgerollt: Neben den aufmerksamkeitsstarken Aktionen, den TV-Spots «Jet d’Eau» und «Muskelkater» wurde das Konzept kanalgerecht in den sozialen Medien inszeniert. Acht Filme, die beliebte Formate wie GRWM, ASMR oder Outfit-Swap zitieren, sorgen für Aufmerksamkeit, indem sie sich organisch in die Feeds einfügen. Und sich erst im zweiten Schritt als Werbung entpuppen.

Die Plakate spielen dann nochmals mit anderen Motiven der Unachtsamkeit, die aus Freude über die Ausschüttung des Überschussfonds entstehen. Dabei kommt es beispielsweise in einer Wohnküche und in einer Kunstgalerie zu unvorhergesehenen Ereignissen.

Hanna Poffet von der Mobiliar kommentiert: «Die Werbung der Mobiliar lebt seit über 25 Jahren stark von humorvollem Storytelling. Dieses haben wir in allen uns zur Verfügung stehenden Dimensionen von Zeit, Raum und Plattformen inszeniert und sind so noch einen Schritt näher an unsere Kundinnen und Kunden herangetreten.»


Kund:in: die Mobiliar. Agentur: Jung von Matt Limmat. Externe Partner:innen: Pumpkin Film, Frieder Wittich, Rur, La Famiglia, Jingle Jungle, Sebahat, Jonathan Heyer, Blish, JellyJelly, Jung von Matt Impact, Mediaschneider.

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