Neue Szenographie und Signaletik für den Klangweg Toggenburg

Studio Marcus Kraft und Atelier Frank Dittmann haben die Szenographie und Signaletik für den neuen Klangweg Toggenburg entwickelt. Leuchtend gelbe Stelen mit runden Schildern aus Edelstahl geben dem Klangweg neu eine zeitgenössische Erscheinung.

Der Klangweg ist das Aushängeschild der Klangwelt Toggenburg. In den letzten 20 Jahren wurde der Themenweg am Fusse der Churfirsten bis von 50’000 Menschen jährlich besucht.

Unter der Federführung von Christian Zehnder, dem künstlerischen Leiter der Klangwelt Toggenburg, wurde der Klangweg komplett erneuert und überarbeitet. Die schönsten und wichtigsten Werke des bestehenden Weges wurden sorgfältig restauriert. Dazu gibt es zwölf neue Klangkunstwerke zu entdecken. Internationale Klangkünstler haben vielfältige, spannende Werke geschaffen, die von den Besuchern erforscht, erhört und natürlich zum Leben erweckt werden wollen. Themen wie Natur, Lautsphäre, Ökologie, Klima oder Achtsamkeit wurden aufgenommen.

Die neu entwickelte Szenographie und Signaletik besteht aus einem modularen System mit leuchtend gelben Stelen und runden Schildern aus Edelstahl. Die strahlenden Stangen sind über weite Strecken sichtbar und dienen somit gleichzeitig als wegweisende Elemente.

Inspiriert ist die Signaletik von den Begrenzungsstangen auf Skipisten, sowie von den Orientierungsstangen für Schneepflüge auf winterlichen Strassen. Es handelt sich somit um eine Ästhetik, welche in der Umgebung vor Ort bereits sehr vertraut ist. Durch die Modularität der einzelnen Elemente kann individuell auf die Klangskulpturen eingegangen werden. Die Kombination der schlanken Stelen und den runden Schildern erinnert zudem an musikalische Noten, die sich wie eine Partitur durch die Landschaft ziehen.

Jede der insgesamt 25 Klanginstallationen besitzt ein Informationsschild, auf dem die wichtigsten Hinweise zu der jeweiligen Station sichtbar sind. Zusätzlich gibt es an besonderes wichtigen Plätzen auf der rund sechs Kilometer langen Strecke sogenannte «Infoinseln», die zusätzlich allgemeine Informationen sowie eine grosse Übersichtskarte zeigen.

Die auf Fernwirkung ausgelegte minimalistische Intervention verbindet die vielfältigen Klanginstallationen. Sie fügt sich zugleich achtsam in die Natur ein und setzt die Klanglandschaft zwischen den einzelnen Installationen visuell subtil in Szene.

Für den Sessellift Oberdorf wurde zusätzlich ein eigener «Soundride» von Idee und Klang entwickelt, der einen Ein- beziehungsweise Ausklang des Klangwegs bildet und mit einer entsprechenden App auf dem Telefon vor Ort abgerufen werden kann.

Der Klangweg wurde an Pfingsten mit einem Klangfest mit drei Konzertabenden mit international renommierten Musikern sowie einer Vernissage feierlich eröffnet.

Die Signaletik des Klangwegs bildet zudem eine kleine Vorschau auf das neue Erscheinungsbild der Klangwelt Toggenburg, die aktuell von Studio Marcus Kraft erarbeitet und gegen Ende 2024 veröffentlicht wird. Das Klanghaus – aktuell noch in Bau – wird anschliessend im Mai 2025 eröffnet.


Künstlerische Leitung: Christian Zehnder. CEO Klangwelt: Mirjam Hadorn. Klangszenographie: Idee und Klang Audio Design. Szenographie Raum: Atelier Frank Dittmann. Signaletik & grafische Gestaltung: Studio Marcus Kraft. Texte Klangweg: Bettina Mittelstrass. Projektleitung Klangcampus: Guy Loretan. Projektleitung Klangwelt: Kathrin Dörig, Edi Hartmann. Begleitung Bau: Christian Gauer.

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