Corriere del Ticino: Moreno Cavaliere gibt operative Verantwortlichkeiten ab

MediaTI Marketing und Moreno Cavaliere haben im gegenseitigen Einvernehmen beschlossen, die Art ihrer Zusammenarbeit zu ändern. Moreno Cavaliere wird eine neue Herausforderung als externer Berater für den Verlag annehmen und keine operativen Verantwortlichkeiten auf dem nationalen Werbemarkt mehr haben.

Corriere del Ticino: Moreno Cavaliere gibt operative Verantwortlichkeiten ab

Der neue nationale Marktleiter ist Francesco Parisi, der diese Verantwortung zusätzlich zu seiner Aufgabe als Marktverantwortlicher Tessin und Italien übernehmen wird. In dieser Funktion wird er von Toni Solidoro (Senior Key Account Manager) und Davide Ingrosso (Junior Account Manager) unterstützt.

MediaTI Marketing befindet sich ausschliesslich im Besitz der Gruppe Corriere del Ticino, zu der unter anderem Teleticino, Ticinonews, Radio 3i und Rezzonico Editore gehören.

Nur 16 Prozent der Internetnutzer zahlen für die Bereitstellung von Online-News

Hootsuite und We Are Social zeigen im Juli-Update ihres «Digital 2020» Reports auf, dass weltweit 82 Prozent der Befragten News online und via Social Media konsumieren – jedoch lassen sich lediglich 16 Prozent die digitale Berichterstattung auch etwas kosten. In der Schweiz sind es sogar nur 13 Prozent.

16 Prozent

In der Schweiz greifen 77 Prozent der Befragten auf Online-Medienberichterstattung zurück. Am meisten nutzt die griechische Bevölkerung mit 92 Prozent Online-News, Schlusslicht ist Japan mit 62 Prozent.

Klarer Verlierer ist Print: Auf Printmedien greifen weltweit lediglich 28 Prozent der Befragten zurück, wenn sie sich über aktuelle Geschehnisse informieren möchten.

 

Vertrauen in Online-Medien

Doch wie sieht es mit der Vertrauenswürdigkeit der Online-Berichterstattung aus? Global sagen 38 Prozent der Befragten, dass sie Online-News vertrauen. Die Schweiz liegt mit 44 Prozent sogar über dem Durchschnitt. Am wenigsten Vertrauen haben die Befragten in Südkorea (21 Prozent).

Online-Berichterstattung via Social Media geniesst deutlich weniger Vertrauen: Weltweit geben nur 22 Prozent der Befragten an, dass sie News vertrauen, wenn diese über Social Media verbreitet werden. In der Schweiz liegt diese Zahl bei nur 19 Prozent.

Tatsächlich haben weltweit 56 Prozent der Befragten Bedenken, dass es sich bei der Berichterstattung im Internet um Fake-News handeln könnte. In der Schweiz sind es mit 45 Prozent deutlich weniger Menschen, die hier Bedenken haben.

 

Bezahlen für kostenpflichtige Online-Berichterstattung und digitalen Content

Auch wenn 82 Prozent aller Internetnutzer Online-Medien konsumieren, sind nur 16 Prozent der Befragten bereit, auch für Online-Nachrichtenberichterstattung zu zahlen. In Schweiz sind es sogar nur 13 Prozent der Befragten. Schlusslicht ist hier das Vereinigte Königreich mit sieben Prozent. In Norwegen zahlen mit 42 Prozent die meisten der Befragten für den Konsum von Online-Nachrichten.

Mit 22 Prozent machen die 25- bis 34-Jährigen den grössten Anteil aus, die für den Konsum von Online-Medien zahlen. In der Altersgruppe 55 und älter sind es nur 13 Prozent.

16 Prozent

Online-Videos und Social Media als Nachrichten-Quelle

Besonders interessant ist, dass weltweit im Durchschnitt bereits 67 Prozent der Befragten auf Online-Videos als Medienberichterstattung zurückgreifen – Social Media nutzen dagegen 55 Prozent als Nachrichten-Quelle. In der Schweiz nutzen 57 Prozent Online-Videos, um sich zu informieren – auf Social Media greifen 44 Prozent zurück. Spitzenreiter sind die Türkei beziehungsweise Kenia: Hier konsumieren 95 Prozent aller Internetnutzer Online-Nachrichtenvideos beziehungsweise News via Social Media.

Die komplette Studie «Digital 2020: Juli Update» von Hootsuite und We Are Social kann auf Hootsuite.com abgerufen werden.

Jung von Matt/Tech schafft mit SwissSkills Connect ein digitales Grossereignis

Wegen Corona musste SwissSkills den Grossevent, die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills 2020 in Bern, um zwei Jahre verschieben. Jung von Matt/Tech hat gemeinsam mit der Stiftung ein alternatives, digitales Erlebnis für Schülerinnen und Schüler entwickelt.

Jung von Matt

Statt vor Ort in Bern haben nun tausende Schülerinnen und Schüler zwischen dem 15. und 17. September 2020 auf der Plattform «SwissSkills Connect» die Möglichkeit, mit jungen Berufs-Champions zu interagieren und sich von ihnen für die Berufswahl inspirieren zu lassen. Damit wird ein «digitales Schnuppern» in gegen 100 verschiedenen Berufen ermöglicht.

Die digitale Experience wurde im Rahmen eines kreativen Design Sprints entwickelt. Die Zielgruppen (Oberstufenschüler) sowie Berufs-Champions wurden in die Konzeptentwicklung miteinbezogen, um grösstmögliche User Centricity sicherzustellen. Entstanden ist die Plattform «SwissSkills Connect», die über persönliche Profile von über 200 Berufs-Champions einen inspirierenden Zugang zu gegen 100 verschiedenen Lehrberufen ermöglichen soll.

 

Lehrberufe durch Champions erleben

Die «Berufs-Champions», die besten jungen Talente spezifischer Berufe, geben auf ihren persönlichen Profilseiten Einblick in ihre Berufswelt. Mit Informationen über den Berufsweg und Berufsalltag spezifischer Berufe sowie Antworten zu den wichtigsten Fragen zum Arbeitsfeld, erhalten User ein greifbares Berufsbild. Über den persönlichen Musikggeschmack und die Lieblingssongs der Berufs-Champions, lernen User die Champions zusätzlich von einer anderen Seiten kennen.

 

Eine massgeschneiderte Web-Applikationslösung

Sämtliche Profilinhalte wurden von den Berufs-Champions selbst erstellt. Die Basis dafür ist das Neos-CMS. Über 200 Laien-Editoren aus allen Sprachregionen der Schweiz konnten sich an der Inhaltserfassung beteiligen und dies ohne Schulung und mühsame Freigabeprozesse. Neben dem Open Source Neos CMS wurden auch Elasticsearch, Tailwind CSS und Alpine.js für SwissSkills eingesetzt.

 

Langfristiger Zugang

Während der dreitätigen Inspirationstage finden über 270 moderierte Live-Videochats in deutscher und französischer Sprache statt. Am 2. Oktober werden rund 60 weitere Chats in italienischer Sprache durchgeführt. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler haben so die Möglichkeit, den Berufs-Champions direkt ihre drängendsten Fragen zu stellen und noch mehr Einblick in den Berufsalltag zu erhalten. Der interaktive Setup von «SwissSkills Connect» schafft einen langfristigen Zugang zur Berufswelt, der über die digitalen Live-Events hinaus Bestand hat.

Jung von Matt

Verantwortlich bei SwissSkills: Roland Hirsbrunner (Leiter Marketing & Communication); Amélie Lustenberger (Projektleitung). Verantwortlich bei Jung von Matt/Tech: Manuela Tappe (Art Direction); Anouk Karrer (Text); Amir Ferhatbegovic (UX); Samuel Hauser (Development); Michael Hümbeli (Projektleitung); Stefan Bruggmann (Managing Director, Development); Jan Rohleder (Managing Director, Project Management); Michelle Danilschenko (Managing Director, Creation & Experience).

Zeitungs-Frühzustellung bleibt bei der Post

Die Post soll weiterhin Zeitungen zum ermässigten Tarif austragen. Ein Vorstoss, der diese Aufgabe für Private ausschreiben wollte, hatte im Ständerat keine Chance.

post-logistik

Der Ständerat lehnte am Dienstag einen entsprechenden Vorstoss mit 31 zu 8 Stimmen ab. Die Motion ist damit vom Tisch. Der Vorschlag wurde im Zusammenhang mit den Diskussionen um die indirekte Medienförderung eingebracht.

Der Ständerat und die vorberatende Nationalratskommission wollen die Unterstützung der Frühzustellung von Zeitungen und Sonntagszeitungen ins Massnahmenpaket aufnehmen. Das kostet den Bund jährlich 40 Millionen Franken. Ständerat Damian Müller (FDP/LU) verlangte nun, dass dieser Auftrag ausgeschrieben wird.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hielt fest, dass die Post abonnierte Zeitungen und Zeitschriften sechs Mal wöchentlich zu ortsunabhängigen Tarifen zustellen müsse. «Dies macht kein Privater.» Dieser Auftrag stelle sicher, dass die Zeitungen flächendeckend in der Schweiz zum gleichen Preis verteilt würde. «Diese Errungenschaft dürfen wir nicht aufgaben.» (SDA)

KS/CS Kommunikation Schweiz stellt die Weichen neu

Die Mitglieder von KS/CS Kommunikation Schweiz haben an ihrer Mitgliederversammlung vom Freitag die Weichen für eine strategische und organisatorische Neuausrichtung gestellt.

KS/CS Kommunikation Schweiz

Am Freitag ging im Kulturhaus Kosmos die 95. Mitgliederversammlung von KS/CS Kommunikation Schweiz über die Bühne. In einer konsultativen Abstimmung konnten die Mitglieder entscheiden, ob sie den Verband strategisch und organisatorisch neu ausrichten wollen. Mit grosser Mehrheit sagten sie dazu Ja. Sie erteilten dem Präsidium um Alt-Ständerat Filippo Lombardi damit den Auftrag, bis zur nächsten Mitgliederversammlung, die voraussichtlich im Mai 2021 stattfindet, einen konkreten Vorschlag auszuarbeiten.

 

Neuer Vorstand und breit abgestützter Beirat

Der provisorische Vorschlag sieht vor, die Verbandsstruktur stark zu vereinfachen. Anstelle der bisherigen Dachorganisation mit den drei unabhängigen sprachregionalen Sektionen soll ein einziger Spitzenverband für die gesamt Schweiz treten. Operativ geleitet werden soll er künftig von einem Vorstand mit 8 bis 12 Mitgliedern, die aus ihrer Mitte einen Präsidenten für jeweils drei Amtsjahre wählen. Der bisherige Kommunikationsrat wird durch einen breit abgestützten Beirat ersetzt; anstelle des bisherigen Politikers an der Verbandsspitze sollen ihm mehrere Parlamentarier angehören.

 

Fokussierung auf drei Wirkungsfelder

Thematisch soll KS/CS Kommunikation Schweiz primär auf die Wirkungsfelder «Public Affairs», «Selbstregulierung» sowie die Stärkung der Akzeptanz der Kommunikationswirtschaft fokussieren. Die bisherigen Themenbereiche Rechtsberatung und Weiterbildung werden im Spitzenverband künftig eine weniger prominente Rolle spielen.

 

Taskforce der wichtigsten Stakeholder

Der Neupositionierung war eine monatelange Planung vorangegangen. Eine Taskforce unter Leitung von Peter Felser hatte im Auftrag des Präsidiums die Grundlage für die Neuausrichtung erarbeitet. In dieser Arbeitsgruppe hatten sich die wichtigsten Stakeholder von KS/CS – von LSA über SWA bis zum Verlegerverband Schweizer Medien – engagiert mit dem Ziel, den Dachverband für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.

Nadine Hess wird neue Marketing-Chefin der Migros

Nadine Hess übernimmt per sofort die Leitung der Direktion Marketing Kommunikation und tritt damit die Nachfolge von Roman A. Müller an.

Migros
Nadine Hess (Foto: zVg)

In der Leitung der Direktion Marketing Kommunikation kommt es zu einem Wechsel: Nadine Hess, aktuell Leiterin des Brand Managements, wird neu die Leitung der Direktion Marketing Kommunikation übernehmen. Sie tritt damit die Nachfolge von Roman A. Müller an, der den MGB auf eigenen Wunsch aufgrund «unterschiedlicher Ansichten zur strategischen Ausrichtung» verlassen hat (Werbewoche.ch berichtete).

Nadine Hess trat 2008 in die Direktion Marketing Kommunikation im MGB ein. Durch ihre verschiedenen Tätigkeiten in den Gebieten Market Insight sowie Kommunikationsforschung konnte sie sich laut Mitteilung fundiertes Wissen über Kundenverhalten und den Detailhandel aneignen. In den letzten Jahren hat sie das Brand Management aufgebaut. Unter anderem war sie verantwortlich für die Schärfung der Dachmarke Migros, die erfolgreiche Repositionierung von Migros Sélection sowie für diverse Lancierungen von Eigenmarken wie kürzlich Migros V-Love.

Neben einem Master in Wirtschaftswissenschaft an der Universität Basel und einem Abschluss in Betriebsökonomie FH bringt Nadine Hess langjährige Erfahrung im Bereich Marketing und Marktforschung mit. Auch während ihrer Studienzeit widmete sie sich unter anderem Themen wie Trends, Kundenverhalten und Kommunikationswirkung.

Migros
Nadine Hess

TeleZüri: Patricia Zuber und Céline Werdelis moderieren neu «TalkTäglich»

Neues «TalkTäglich» Moderations-Team für TeleZüri. Ab dieser Woche gehören Patricia Zuber und Céline Werdelis zu den Hosts des Talk-Formats. Die beiden bekannten Gesichter, welche bereits in anderer Funktion für CH Media tätig sind, setzten sich in einem Casting gegen zahlreiche Konkurrentinnen und Konkurrenten durch.

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Patricia Zuber (links) und Céline Werdelis (rechts) werden künftig zusammen «TalkTäglich» moderieren. (Bild: Joël Steiger)

Patricia Zuber ist bereits seit 14 Jahren für TeleZüri tätig, bis anhin in der Funktion als Newsmoderatorin. Mit ihrer unnachgiebigen Gesprächsführung, ihrer positiven Ausstrahlung und der hohen Kompetenz bei politischen Themen konnte die 36-Jährige beim Casting vollends überzeugen.

Seit über drei Jahren produziert und moderiert Céline Werdelis die «Abig-Show» beim CH Media Radiosender Radio 24. Die diplomierte MAZ-Journalistin besticht mit ihrer direkten Art in der Gesprächsführung und ihrer überzeugenden TV-Präsenz.

Seit einigen Wochen moderieren grösstenteils Oliver Steffen und Hugo Bigi vorübergehend die regionale Talk-Sendung. Patricia Zuber stösst diese Woche zum Team und gibt ihr «TalkTäglich»-Debüt an diesem Donnerstag. In der Folge wird sie einmal pro Woche Gastgeberin der Sendung sein. Céline Werdelis ergänzt das Moderationsteam bis Ende Jahr und wird in den kommenden Wochen erstmals zu sehen sein.

Swiss Print Award 2020: das sind die Nominierten

Die Jury des Swiss Print Award hat aus insgesamt 49 Einreichungen die 33 Nominierten für den Swiss Print Award 2020 ausgewählt.

Swiss Print Award
Die Swiss Print Award-Jury 2020: Ivan Zumbühl, Maya Schneeberger, Patrick Werder, Christian Theiler, Frederick Rossmann (v.l.n.r.). Es fehlt: Claude Bürki.

Die Swiss Print Awards werden jeweils in Gold, Silber und Bronze in den vier Kategorien Books, Printed Matters, Printed Objects und Publications vergeben. Eine besonders gelungene Eigenwerbung von Druckereien, Agenturen oder Industrieunternehmen wird ausserdem mit dem Peter-Grob-Preis ausgezeichnet.

Am 18. November 2020 werden die 13 Gewinner im Rahmen der Award-Night im Papiersaal Zürich bekanntgegeben.

Swiss Print Award Die Nominierten 2020
Kategorie Produkt Nominierter
Books Fachrichtlinie Spenglerarbeiten aleanza Kommunikationswerk GmbH
Books Fête de Vignerons BuBu AG
Books 500 Jahre Drucken Orell Füssli Galledia Print AG
Books «Hagmann-Areal – Gemeinschaft bauen» Neidhart + Schön Print AG
Books Ich dachte, hier ist niemand Druckerei Odermatt AG
Books Jubiläumsbuch «Perspektive» Stämpfli AG
Books Passé BuBu AG
Books Plumm & Zwickel – Ein Stadtabenteuer Druckerei Odermatt AG
Books The Haptic Way – A Handbook for Practice BuBu AG
Books Thesaurus Rex Druckerei Odermatt AG
Books 10 Jahre Fokus Druckerei Odermatt AG
Books Zucker im Tank Druckerei Odermatt AG
Printed Matters Dress To Impress Impress Spiegel AG
Printed Matters DIWISA – Marito Agentur Frontal AG
Printed Matters Forever – die Papierfaser im Kreislauf Fischer Papier AG
Printed Matters Greeting Card 2020 – Homburger Hochstrasser Grafikdesign
Printed Matters Independent Paper Show 2019 BuBu AG
Printed Matters individualist.schoop.ch Schoop AG
Printed Matters Land-Visitenkarte Franz Schiepek Spezialdruck
Printed Matters Schwarzkunst Heller Druck AG
Printed Matters Weihnachtskarten Küng Druck AG
Printed Objects Freude schenken Wolfau Druck AG
Printed Objects Invitation Studio 54 Kasimir Meyer AG
Printed Objects Jähsie für Kunden, Partner, Freunde und Mitarbeiter Engelberger Druck AG
Publications Aussteiger Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Publications 150 Jahre Viscom p+c Brunner Medien AG
Publications 75 Jahre AMAG BuBu AG
Publications Jahresbericht Dottikon ES Holding AG Druckerei Odermatt AG
Publications Jahresbericht 2019 Zürcher Hochschule der Künste Abächerli Media AG
Publications Jahrespublikation Master Transdisziplinarität 2019 Engelberger Druck AG
Publications Kunstmagazin Design Studio Thom Pfister
Publications Ringier Geschäftsbericht 2018 Engelberger Druck AG
Publications The Museum is not enough Druckerei Odermatt AG
Quelle: Swiss Print Award

SRF unterliegt vor Bundesgericht mit Rekurs im Fall Maudet

Das Schweizer Fernsehen SRF ist mit einem Rekurs gegen eine Beschwerde im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Affäre Maudet vor Bundesgericht abgeblitzt. Die Beschwerdeinstanz hatte das SRF wegen eines Beitrags über den Genfer Staatsrat gerügt.

SRF

Das Bundesgericht stütze in einem Urteil vom 28. August den Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (Ubi), teilten die Anwälte des Genfer Staatsrats Pierre Maudet am Montag mit. Die Ubi war zum Schluss gekommen, dass ein Beitrag der Sendung «Rundschau» vom 3. Oktober 2018, der sich mit der Reise Maudets nach Abu Dhabi beschäftigte, gegen das Sachgerechtigkeitsgebot verstossen hatte (Werbewoche.ch berichtete).

Dabei ging es laut Anmoderation um «die Akte Maudet und was das mit der Schweizer Drehscheibe für dreckiges Gold zu tun hat». Der ehemalige FDP-Politiker erhob gegen den Beitrag des Politmagazins Beschwerde. In der Abstimmung war diese mit fünf zu drei Stimmen gutgeheissen worden. Die Ubi gelangte zur Ansicht, dass sich die Öffentlichkeit keine eigene Meinung über die Zusammenhänge zwischen der Reise des Staatrats, der Auftragsvergabe und dem Gold habe bilden können.

 

«Einschränkung der Medienfreiheit»

Diesen Entscheid wollte das SRF nicht auf sich sitzen lassen und ging vor Bundesgericht. Das Fernsehen machte geltend, der Ubi-Entscheid gegen den Beitrag der Sendung «Rundschau» schränke die Medienfreiheit ein. Eine Auseinandersetzung mit dem Fall Maudet sei nach den Enthüllungen in Genf nötig geworden. Damit müsse sich ein Staatsrat abfinden.

Hinsichtlich der angeblichen Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots betonte das SRF, dass es die Behauptung Maudets anzweifeln könne, dass es während seiner Reise nie eine Frage des Goldes gegeben habe. Ausserdem wies das SRF den Vorwurf zurück, es habe nur Kritikern des Politikers das Wort erteilt. Damals sei keine unabhängige Person bereit gewesen, für ihn einzustehen.

In seinem Urteil erkennt das Bundesgericht zwar an, dass es wichtig sei, das öffentliche Leben einer solchen Persönlichkeit zu beleuchten. Dasselbe gelte für in die Schweiz importiertes Gold, das dort von arabischen Unternehmen kontrolliert werde.

Als problematisch erachteten die Richter hingegen die Hinweise auf Maudet bei der Anmoderation und am Enden des Abschnitts über den Goldhandel. Der neutrale Betrachter könne den Eindruck gewinne, dass das Thema des Goldtransfers nur wegen der Affäre Maudet behandelt worden sei.

 

Vorwurf der Einseitigkeit

Letztlich bleibe auch offen, welche Rolle das Gold während Maudets umstrittener Reise in die Emirate gespielt habe. In der Öffentlichkeit werde einseitig die Ansicht vertreten, dass der Magistrat eine Schlüsselrolle im Edelmetallhandel spiele. Nach Ansicht des Bundesgerichts gibt es kein Gegengewicht zum möglichen Eindruck, dass das Verhalten von Maudet der Korruption ähnle.

Die Weigerung Maudets, sich zu äussern, entbinde die Redaktion jedoch nicht von der Pflicht, sein Verhalten in einen Gesamtkontext zu stellen. Die Objektivität verlange eine Erinnerung an die rechtlichen Grundlagen des Goldhandels und die Rolle von Bundesrat und Parlament, anstatt sich auf eine einzelne Person zu konzentrieren.

 

Angebot ausgeschlagen

In einer Stellungnahme zum Urteil wies das SRF erneut darauf hin, dass die «Rundschau» vor der Veröffentlichung der Sendung mehrfach versucht habe, eine Stellungnahme von Maudet einzuholen und ihm auch ein Interview angeboten habe. (Urteil 2C_778/2019 vom 28. August 2020). (SDA)

Family ist neue Kreativagentur für Watson

Watson und Family machen gemeinsame Sache. Das Newsportal setzt zukünftig auf die Ustermer Agentur, um die nationalen Branding- und Werbeziele zu erreichen.

Watson

Family begleitet Watson beim Markteintritt in der Westschweiz. Gleichzeitig ist das Ziel des neuen Mandats, den Brand Watson auch in der Deutschschweiz zu stärken.

 

Start im Jahr 2021

Die erste nationale Imagekampagne ist bereits konzipiert. Aktuell entwickelt Family in engem Austausch mit dem Team von Watson die kanalspezifischen Adaptionen der Leitidee. Der Start der neuen Kampagne ist im März 2021.

Snapchat ist die Nummer-1-Plattform der Schweizer Jugend

Obwohl die Kurzvideo-App TikTok bei Jugendlichen momentan durch die Decke geht, erfreut sich Snapchat nach wie vor überraschend hoher Nutzungszahlen, wie die Zürcher Agentur Xeit analysiert hat.

xeit

Die 2011 gegründete Bild- und Kurzvideo-Plattform konnte, was die Nutzungszahlen über alle Altersgruppen hinweg betrachtet angeht, zwar nie mit Facebook oder Instagram mithalten. Allerdings war und ist Snapchat bei den Jugendlichen hoch im Kurs und gilt ausserdem hinsichtlich einiger Social-Media-Funktionen als Pionierin: Sowohl die häufig genutzten Fotofilter und das Konzept der Stories stammen von Snapchat, Instagram hat allerdings beides sehr erfolgreich kopiert und im Mainstream etabliert.

Weil sich seit 2019 zudem die chinesische App TikTok weltweit rasant verbreitet und für Jugendliche zunehmend zur wichtigsten Plattform wird, wollte Xeit mittels Online-Umfrage herausfinden, wie es 2020 um die Nutzung von Snapchat steht.

 

Nur WhatsApp vor Snapchat

Das Resultat überrascht: Auch wenn Snapchat neben TikTok, Instagram und YouTube ein vermeintliches Schattendasein führt, gaben nur 0,7 Prozent der Befragten an, noch nie Snapchat genutzt zu haben. WhatsApp wird als einziger Kanal noch häufiger genutzt, auf den Plätzen drei und vier folgen YouTube und Instagram.

Einschränkend muss auf die Selbstselektion der Teilnehmer hingewiesen werden: Die User, die sich zu Snapchat äussern wollten, wurden nicht ganz zufällig ausgewählt und sind tendenziell sehr jung. Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse interessant:

  • Bei der Kernzielgruppe der 13- bis 19-Jährigen liegt die Snapchat-Nutzung bei beachtlichen 91%.
  • 2,9% der Befragten sind neben Snapchat auf keinen anderen Social-Media-Plattformen aktiv.
  • 93,3% nutzen die Plattform täglich, knapp30 % davon für mehr als zwei Stunden.
  • Snapchat wird in erster Linie zum Chatten mit Freunden und zur Unterhaltung genutzt.
  • 43% der Snapchat-Nutzenden, die einem Unternehmen folgen, tun dies, weil es von einem Influencer empfohlen wurde.
  • 70% der Teilnehmenden gaben an, sich auf Snapchat witzig und authentisch zu zeigen.
  • Fast 80% nutzen sogenannte «Branded Filter», eine von Unternehmen designte und gesponserte Linse, die in Form eines Geofilters, AR-Filters, Gesichtsfilters etc. angeboten wird.

 

Ungenutztes Marketing-Potenzial?

Viele Schweizer Unternehmen sind, so scheint es, dennoch zurückhaltend, wenn es um den Einsatz von Snapchat zu Marketing-Zwecken geht – obwohl das Interesse an Unternehmensprofilen seitens Zielgruppe vorhanden ist. Da die User täglich und häufig während mehrerer Stunden auf Snapchat aktiv sind, bietet die Plattform grosses Potenzial, um mit der jugendlichen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Besonders gut funktionieren dabei Wettbewerbe und Aktionen, wie die Umfrage weiter zeigte.

 

Die Online-Umfrage zu Snapchat

Ziel der Snapchat-Umfrage war es, herauszufinden, wie das Nutzerverhalten der Schweizer Snapchat-User ist. Dafür hat Xeit einen Online-Fragebogen aufgesetzt und diese mittels Instagram-Ads und geknüpft an einen Wettbewerb beworben. An der Xeit-Umfrage haben 1252 Personen teilgenommen, 80,3 % davon sind Frauen.

Verantwortlich bei Xeit: Alicia Strub (Umfrage & Redaktion); Thomas Hurter (Kreation).

 

Das Whitepaper mit mehr Informationen zu den Resultaten der Snapchat-Umfrage sowie Potentiale fürs Marketing kann auf Xeit.ch kostenlos bestellt werden.

Weniger Vielfalt und mehr Boulevard in Schweizer Medien

Medienqualitätsrating 2020: Die Konzentration in der Schweizer Medien branche und die neu geschaffenen grossen Zentralredaktionen haben in den vergangenen Jahren einer Studie zufolge zu einer sinkenden Medienvielfalt geführt. In der regionalen Berichterstattung gab es demnach zwar keine einheitlichere Berichterstattung, dafür einen klaren Trend zu mehr Boulevard.

Schweizer Medien
(Quelle: MQR 2020)

Der Verlust an Vielfalt werde durch die Mehrfachverwertung von Beiträgen in Verbundsystemen akzentuiert, teilte der Stifterverein Medienqualität Schweiz am Montag mit. Er liess die Folgen der Konzentration im Rahmen einer Vertiefungsstudie zum Medienqualitätsrating 2020 untersuchen.

Die Studie mass die inhaltliche Medienkonzentration anhand des Anteils geteilter Beiträge in den Jahren 2017 bis 2019. Beim Tamedia-Verlag, zu dem unter anderem der Tages-Anzeiger und Der Bund gehören, stieg der Anteil von 16 auf 37 Prozent. Bei CH Media (Aargauer Zeitung, St. Galler Tagblatt, Luzerner Zeitung) stieg der Anteil von 12 auf 20 Prozent.

Schweizer Medien
(Quelle: MQR 2020)

Mehr Boulevard im Regionalteil

Die regionale Berichterstattung blieb laut Studie in den beiden Verbundsystemen eigenständig. Veränderungen gab es aber im Themenmix der regionalen Berichterstattung.

Es werde weniger über Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport berichtet, während die «softnews-geprägte Human-Interest-Berichterstattung» zunehme, hiess es.

 

Radiosendungen führen Rating an

An der Spitze der Rangliste des Qualitätsratings standen die SRF-Radio- und Fernsehsendungen «Echo der Zeit» und «Rendez-vous» gefolgt von «10vor10». Bei den Tages- und Onlinezeitungen erhielten die Neue Zürcher Zeitung und Nzz.ch die besten Bewertungen.

Die Titel der beiden grossen Verbundsysteme befanden sich grösstenteils im Mittelfeld und im oberen Mittelfeld. Am unteren Ende der Qualitätsskala standen die Boulevard- und Pendlertitel Blick, Blick.ch und 20 minutes.

Für das Qualitätsrating wurden die Berichterstattungsqualität anhand wissenschaftlicher Kriterien sowie eine Befragung zur Qualitätswahrnehmung berücksichtigt. (SDA)

MQR-20-14
(Quelle: MQR 2020)
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