Ladina Heimgartner wird Chefin der Blick-Gruppe

Beim Medienkonzern Ringier steht ein Wechsel auf höchster Management-Ebene an: Ladina Heimgartner wird Chefin der Blick-Gruppe und übernimmt die Verantwortung für die globalen Medienmarken.

Blick-Gruppe
Ladina Heimgartner

Die 40-jährige Ladina Heimgartner wird neben dem Mandat als Blick-Gruppe-CEO per 1. Oktober 2020 in der Geschäftsleitung der Mediengruppe die Position als Head Global Media der Ringier AG übernehmen. Dies teilte der Medienkonzern am Freitag mit. Damit übernimmt Heimgartner die Verantwortung für rund 120 Medienmarken in 12 Ländern.

Heimgartner ist erst seit sieben Monaten bei Ringier. Sie führt das Corporate Center mit Kommunikationsabteilung, Rechtsabteilung, Personalabteilung und Datenschutz. Zuvor hatte sie in leitender Stellung beim Schweizer Fernsehen gearbeitet, zuletzt als stellvertretende Generaldirektorin SRG/SSR.

Die Medienmanagerin übernimmt die neuen Funktionen von Thomas Spiegel, der sich laut Mitteilung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen. Er wird noch bis Anfang 2021 für Ringier tätig sein, um die Übergabe sicherzustellen und wichtige Projekte zum Abschluss zu bringen.

 

Aufbau internationaler Medieneinheit

«Mit Ladina Heimgartner übernimmt eine Managerin den so wichtigen journalistischen Bereich der Ringier Gruppe, die in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass sie die Transformation der Medienindustrie hervorragend versteht», wird Ringier-CEO Marc Walder in der Mitteilung zitiert.

Sie werde auf Gruppenebene eine internationale Medieneinheit aufbauen, welche die Weiterentwicklung der Ringier-Medienmarken in der Schweiz, in Osteuropa, Asien und Afrika „treiben und koordinieren“ werde.

Nach Spiegels Ausscheiden aus der Geschäftsleitung der Ringier AG setzt sich diese künftig zusammen aus: Marc Walder (CEO), Annabella Bassler (CFO), Ladina Heimgartner (Head Global Media, CEO Blick-Gruppe), Robin Lingg (Head Global Marketplaces) sowie Alexander Theobald (COO Schweiz und CEO RASCH). (SDA/pd/hae)

NZZ und NZZ am Sonntag legen Redaktionsteams zusammen

Die NZZ-Mediengruppe legt die jeweiligen Ressorts Wirtschaft und International der NZZ und der NZZ am Sonntag per Anfang 2021 zusammen. Dies gab das Medienunternehmen am Donnerstag bekannt. Zu Entlassungen wird es im Zuge des Zusammengehens laut Angaben einer Firmensprecherin nicht kommen.

NZZ

Die Gesamtleitung des Wirtschaftsressorts wird der heutige Ressortleiter Wirtschaft der NZZ am Sonntag, Chanchal Biswas, übernehmen. Die Leitung des neuen Ressort International wird dem jetzigen Ressortleiter Ausland der NZZ, Peter Rásonyi, anvertraut, wie es in einer Mitteilung hiess.
Der bisherige Wirtschaftsressort-Leiter der NZZ, Peter A. Fischer, erhält den Job eines Chefökonomen der NZZ-Mediengruppe, wie das Verlagshaus weiter erklärte. (SDA)

Immobilien-Summit 2020 fand grossen Anklang

Der 6. Immobilien-Summit zum Thema Wandel in der Samsung Hall fand grossen Anklang. Von den rund 500 angemeldeten Gästen kamen am 15. September schliesslich über 400 Personen nach Dübendorf. Veranstalter war die Flughafenregion Zürich FRZ, Wirtschaftsnetzwerk und Standortentwicklung.

Immobilien-Summit
Moderatorin Miriam Rickli sprach mit dem Politiker Sigmar Gabriel am 6. Immobilien-Summit über die Spannungen im globalen Markt.

Keynote-Speaker Sigmar Gabriel, deutscher Politiker und neu gewählter Aufsichtsrat der Deutschen Bank, referierte über «Europa in einer unbequemen Welt». Gemäss Gabriel würden wir derzeit einen echten kalten Krieg zwischen den USA und China erleben. Europa laufe Gefahr, vor dem Hintergrund der aufstrebenden Märkte in Asien, der technologischen Weltmacht USA und der russischen Militärmacht mit permanenten Cyber-Angriffen irrelevant zu werden. Darüber hinaus versuche Donald Trump, den Sicherheitspakt der Nato zu spalten. Europa müsse den Willen aufbringen, gemeinsam zu kooperieren und die Zukunft zu wagen.

Die Entwicklung der Schweiz spreche dafür, dass der bisherige Weg dieses Landes richtig war. Ebenso wahr sei: «Die Schweiz hat sich gerade wegen dem engen und entspannten Verhältnis zur EU so gut entwickelt.» Wenn es bessere Alternativen geben würde, könnten die Schweizer diesen Weg verlassen – ihm würden jedoch keine solche Alternativen einfallen. Gefragt von der Moderatorin Miriam Rickli, wer im Wettrennen um die Weltmacht als Sieger hervorgehen werde, antwortet Gabriel prompt: Niemand, schon gar nicht Europa.

 

Keine Immobilien-Krise in Sicht

Wird die gegenwärtige Rezession eine Immobilienkrise auslösen? Von der Moderatorin hart nachgefragt meinte der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann: «In den nächsten ein bis zwei Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Immobilienkrise bei null Prozent.»

Auf die drängendste Frage, wann der Flugbetrieb wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht haben werde, antwortete Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer und Mitglied der Geschäftsleitung von Flughafen Zürich: «Wir rechnen im Jahr 2024 oder 2025 wieder mit gleichen oder höheren Flugbewegungen.»

 

Built to Build

Geschaffen, um zu bauen: Implenia-CEO André Wyss erklärte, wie ein multinational führender Baudienstleister entsteht. Implenia setzt mit 10’000 Beschäftigen 4,4 Milliarden Franken um (Zahlen 2019). Der Auftragsbestand beträgt rund 150 Prozent des Jahresumsatzes. Der Bauindustrie bieten sich gemäss Wyss grosse Chancen: durch Megatrends wie Urbanisierung und steigende Mobilitäts- und Infrastrukturbedürfnisse. «Die Bauindustrie ist mit 13 Prozent des globalen BIP die weltweit grösste Industrie», unterstrich Wyss die Bedeutung seiner Branche.

 

Corona-Pandemie als Game Changer

Die Corona-Pandemie sei ein Game Changer, meinte Christine Novakovic, Vorstandsvorsitzende von UBS Europe. Jede Krise sei auch eine Chance. Das Wort «normalerweise» gelte nicht mehr. «Ungewissheit ist mehr denn je zu unserem ständigen Begleiter geworden.» Die Herausforderungen der neuen Welt heissen: Covid-19, Wirtschaftseinbruch, Geldwertstabilität, Staatsverschuldung, maximale Verunsicherung, Protektionismus und Nationalismus, Niedrigzins. Novakovic kam zum Schluss: «Unsere neue Welt wird digitaler, weniger global und stärker verschuldet sein.»

Über Erfolgsfaktoren für integrale Energie und Mobilitätslösungen sprach Romeo Deplazes, Bereichsleiter Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie 360°. Deplazes versprach: «Wir transformieren unser Unternehmen und liefern bis 2050 ausschliesslich erneuerbare Energie.»

 

Flughafenregion Zürich bleibt Boom-Region

Der «Shift von Global Economic Power» nach Asien wird gemäss Rudolf Tschopp, Partner bei Asia Green Real Estate, auch nach dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise weitergehen. In Asien seien die Immobilienmärkte primär durch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, die Urbanisierung und die wachsende Mittelschicht getrieben.

Im Eingangsreferat ging der frisch gewählte FRZ-Präsident André Ingold auf wegweisende Bauprojekte in der Flughafenregion ein. Rund zwanzig grosse Bauprojekte (in der Regel mit Bausumme von weit über 100 Millionen Franken) sind entweder in Planung, im Bau oder vor Fertigstellung. Exemplarisch erwähnte er den neu geplanten Stadtteil Steinacker in Kloten. Entlang der Glattalbahn soll ein buntes Stadtgebiet entstehen mit 6’700 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie weiteren 4’000 Beschäftigten.

Der 7. Immobilien-Summit wird am 24. Juni 2021 in der Samsung Hall stattfinden.

SDV, DMVÖ und DDV führen Science Talks ab Oktober durch

Mit den DACH-Science Talks – ausgerichtet vom DDV, DMVÖ und SDV – sollen neue Forschungsprojekte zum Dialog- und Data-Driven-Marketing vorgestellt, der wissenschaftliche Austausch zwischen den Hochschulen gefördert und eine Plattform für Networking und Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis geschaffen werden.

Science Talks

Der für den Herbst 2020 geplante «15. wissenschaftliche interdisziplinäre Kongress für Dialogmarketing» wird in diesem Jahr anders als gewohnt stattfinden. Die Dialogmarketingverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – DDV, DMVÖ und SDV – wollen deshalb neue Formate für den wissenschaftlichen Austausch erproben.

Die Science Talks finden ab dem 8. Oktober jeden Donnerstagabend von 17 Uhr bis ca. 18 Uhr statt. Die ersten Vorträge des neuen virtuellen Formats stehen nun fest. Das Programm kann auf Sdv-dialogmarketing.ch eingesehen werden.

TBWA\Zürich setzt Bonusprogramm «myMcDonald’s» in Szene

McDonald’s lanciert mit myMcDonald’s das neue Bonusprogramm in der App der Restaurantkette. Die crossmediale Kampagne dazu kommt von TBWA\Zürich.

TBWA

Die McDonald’s App ist mit mehr als zwei Millionen Downloads eine der meist verbreiteten Apps in der Schweiz. Mit dem Bonusprogramm «myMcDonald’s» dürfte die App jetzt noch mehr zum Einsatz kommen, denn jede In-App-Bestellung wird mit Bonuspunkten belohnt, die anschliessend für zahlreiche Angebote eingelöst werden können.

TBWA\Zürich realisierte für myMcDonald’s neben den Keyvisuals für alle ATL-Massnahmen wie Print, Plakat und Online auch den Auftritt in der McDonald’s App, der Website inklusive animierter Tutorials und weiterer POS-Massnahmen. Visuell stehen dabei Produktklassiker aus Treuepunkten im Zentrum. Zu sehen ist die Kampagne bis Ende September und in Zukunft laufend in der App sowie in den Restaurants.

TBWA

Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Aglaë Strachwitz (Marketing Director), David Smadja (Digital Marketing Lead), Anne-Cécile Combe (Senior Digital Consultant). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Manuel Wenzel (ECD), Tizian Walti, Angelo Sciullo (CD), Stephanie Seematter (Art Director), Anouschka Tschudi (Copywriter), Dominik Laubscher (Group Account Director), Renata Catambas (Account Director). Illustration: Geert Jansen, Jessica Iken (Artbox); Jenue, Menno Fokma, Dani Montesinos (Animation); JingleJungle (Music Production).

«Kennsch es?»-Kampagne von Advery geht in die nächste Runde

Was tun Jugendliche, um psychisch gesund zu bleiben? Ende 2019 lancierte die Kinder- und Jugendgesundheit (KJG) des Amtes für Gesundheit Zug eine Sensibilisierungskampagne zum Thema psychische Gesundheit. Nun hat Advery die Website zur Kampagne ausgebaut, und die Kampagne startet in die zweite Runde.

Advery

In einem partizipativen Jugendforschungsprojekt der Kinder- und Jugendgesundheit (KJG) Kanton Zug sind 14- bis 18-jährige Jugendliche – sogenannte Jugendforschende – der Frage nachgegangen, was Jugendliche zur Förderung und Erhaltung ihrer psychischen Gesundheit tun. Zusammen mit der Agentur Advery, die selbst Jugendliche mit psychischen Schwierigkeiten zu Grafikern und Mediamatikern ausbildet, wurde Ende des letzten Jahres dieser partizipative Ansatz weitergeführt und eine Sensibilisierungskampagne zur psychischen Gesundheit ausgearbeitet (Werbewoche.ch berichtete). Parallel dazu wurden Workshops für Zuger Schulen erarbeitet, wo die Themen mit Schülerinnen und Schülern vertieft werden.

 

Website ausgebaut, Peer-Chat integriert

Im Vordergrund der Weiterentwicklung der Kampagne stand der Ausbau von Kennsch-es.ch zu einem Informationszentrum rund um das Thema psychische Gesundheit von Jugendlichen. Die auffälligen Kampagnen-Illustrationen und Animationen zu den vier Tipps der Jugendforschenden sind weiterhin zentrales Element. Dazu sind nun aber verschiedene weitere Inhalte gekommen, wie etwa echte Geschichten von Jugendlichen zu den einzelnen Themen als Videos und konkrete Hilfestellungen zu bestimmten Herausforderungen in Textform. Neu ist auch die Möglichkeit eines Peer-Chats: Dieser von ProJuventute zur Verfügung gestellte Dienst ermöglicht es den Jugendlichen, direkt mit anderen Jugendlichen zu chatten und so eigene Probleme anzusprechen.

 

Kampagne für Jugendliche von Jugendlichen

Die Kampagne ist bewusst von Jugendlichen für Jugendliche erarbeitet worden. Der Stil und die Ansprache entsprechen den Bedürfnissen und Erwartungen der Jugendlichen. Aufhänger der Kampagne ist die Frage «Kennsch es?», die zusammen mit einer dramatisierten Illustration die Jugendlichen auf eine typische Alltagssituation aufmerksam macht.

Die vier Hauptsujets sind an verschiedenen Orten im Kanton zu sehen – zum Beispiel in den Zuger Kinos, im Bus und auf Social Media, insbesondere auf Instagram.

Contexta zeigt den Appenzeller von seiner edlen Seite

Appenzeller und Contexta lancieren eine neue Kampagne für die neueste Sorte Appenzeller Käse: den Edel-Würzig. Dabei zeigen sich die Appenzeller geanuso wie ihr Käse mal von der ganz edlen Seite.

Edel-Würzig-Plakat

Um das neuste Produkt einem breiteren Publikum bekannt zu machen, musste das typische und beliebte Bänkli weichen: statt auf der rustikalen Holzbank sitzen die drei Sennen auf einem prunkvollen Sofa. Und hier geniessen sie auch ihren Edel-Würzig, perfekt passend zum Kampagnenmotto «Wir können auch edel.»

Die Kampagne umfasst Plakate, 6-Sekunden-Bumper-Ads, Inserate sowie Plakate, Regalflyer und Screens am POS.

Edel_Würzig_Inserat

Verantwortlich bei SO Appenzeller Käse: Rudolf Hegg (Leiter Verkaufsförderung und Marekting). Verantwortliche Agentur: Contexta. Media: Mediasschneider. Produktion: Caspar Martig, Süsstrunk & Jericke (Bildbearbeitung).

Schnellere Übergabe der Geschäftsleitung der Top Medien – Jontsch kommt als Coach

Philippe Pfiffner übernimmt die Verantwortung als Geschäftsführer von Radio Top und Tele Top von Günter Heuberger zehn Monate früher als geplant. Aufgrund dieses Wechsels wird auch die Programmleitung von Radio Top neu besetzt. Zudem erhält die Abteilung prominente Unterstützung.

Jontsch

Vor rund einem Jahr haben die Top-Medien bekanntgegeben, dass der langjährige Geschäftsführer Günter Heuberger sein Amt an seinen Stellvertreter Philippe Pfiffner weitergibt. Vorgesehen war eine Übergangszeit bis Ende 2021. Infolge der guten Umsetzung der bisherigen Übergangsphase haben die Verwaltungsräte der Top-Medien den Wechsel auf den 1. März 2021 vorgezogen.

Aufgrund der früheren Übernahme der Geschäftsführung übergibt Philippe Pfiffner seine Funktion als Programmleiter Radio Top an die beiden aktuellen Stellvertreterinnen. Jasmin Barbiero und Katrin Germann übernehmen die Verantwortung per 1. Januar 2021 gemeinsam. Die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen werden weiterhin am Sender zu hören sein. Jasmin Barbiero wird regelmässig die Morgenshow moderieren, Katrin Germann behält als zweifache Mutter ihr Teilzeitpensum.

Barbiero Germann
Jasmin Barbiero und Katrin German (v.l.n.r.) übernehmen die Programmleitung bei Radio Top.

Neu wird das Radio-Top-Moderationsteam von Jonathan «Jontsch» Schächter gecoacht. Der bekannte Radio- und Fernsehmoderator übernimmt nach seinem Abgang bei Energy Zürich und einer Auszeit ein entsprechendes Beratermandat bei Radio Top. In regelmässigen Abständen wird «Jontsch» das Moderationsteam besuchen und coachen.

ADC hält 45. Mitgliederversammlung als Landsgemeinde ab

Die Mitgliederversammlung der Vereinigung der führenden Kreativen der Kommunikationswirtschaft ging dieses Jahr nicht über eine Bühne, sondern fand nach bestem Urschweizer Vorbild als Landsgemeinde auf einer Waldlichtung statt. Im Anschluss an die MV wurde mit Bier und Wurst angestossen.

ADC

ADC-Präsident Frank Bodin unterstrich in seinen einleitenden Worten die Bedeutung der Kreativität als Erfolgs- und Wirtschaftsfaktor. Vor lauter technologischen Neuerungen dürfen die Inhalte und deren Qualität nicht vergessen werden. Zudem sind in aussergewöhnlichen Zeiten wie diesen innovative Strategien und frische Ideen wichtiger denn je.

Corona sei eines dieser seltenen Black-Swan-Ereignisse, das bereits jetzt fundamentale Effekte auf die gesellschaftliche Psyche hat. Dazu gehören auch Fragen, was die Auswirkungen dieses Ereignisses auf Marken im gesellschaftlichen Kontext sein werden. Frank Bodin forderte die Mitglieder auf, sich vermehrt mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und den Diskurs proaktiv und mutig zu gestalten.

Der Veränderungswille ist gerade jetzt überlebenswichtig. Der ADC habe dies auch in eigener Sache erkannt und darum zahlreiche Initiativen gestartet, wie zum Beispiel die Online-Job-Plattform «BookYourCreative» (Werbewoche.ch berichtete).

 

ADC
ADC-Präsident Frank Bodin unterstreicht die Bedeutung der Kreativität als Erfolgs- und Wirtschaftsfaktor.

Zwei Martins geehrt

Der ADC hat zudem Martin Fueter in die Hall of Fame aufgenommen. Fueter war 46 Jahre Mitinhaber, Produzent, Kameramann und Regisseur bei Condor Films. Seit 1979 ist er ADC-Mitglied und hat sich davon 17 Jahre im Vorstand und als Kassier sowie 25 Jahre für die Organisation der ADC Jurierung engagiert.

In den ADC Hon Circle wurde einer der früheren ADC Mitbegründer und Präsidenten – der Schriftsteller Martin Suter.

ADC
Martin Fueter (links) wird in die ADC Hall of Fame aufgenommen.

Remy Fabrikant zurück im ADC Vorstand

Ergänzt wird der ADC-Vorstand neu von Remy Fabrikant, der nach bereits mehrjährigem Engagement wieder im ADC Vorstand dabei ist. Somit setzt sich der aktuelle Vorstand wie folgt zusammen:

  • Frank Bodin, Präsident
  • Philipp Skrabal, Ressort Ausbildung Young Creatives Award und Vize-Präsident
  • Peter Brönnimann, Ressort Ad School
  • Livio Dainese, Ressort Mitglieder
  • Dennis Lück, Ressort Creative Week und Gala
  • Inken Rohweder von Trotha, Ressort Galerie
  • Martin Spillmann, Ressort ADC Europe
  • Thomas Wildberger, Ressort Public Relations
ADC
Die diesjährige ADC-Mitgliederversammlung fand auf einer Waldlichtung statt.

Wirbel um Echinaforce: Swissmedic prüft möglichen Werbeverstoss

Nach Berichten über das Naturheilprodukt «Echinaforce» als mögliches «Wundermittel» gegen das Coronavirus hat die Schweizer Arzneiaufsicht Swissmedic Abklärungen an die Hand genommen. Sie prüft, ob um das Präparat verbotene Publikumswerbung betrieben wurde.

Tagesschau-Echinaforce
In der «Tagesschau» vom Montag, 14. September, wurde über die neue Studie zur Wirkung von Echinaforce in Bezug auf Covid-19 berichtet. (Screenshot: Srf.ch)

Ein Swissmedic-Sprecher bestätige am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht des Ostschweizer Senders TVO. Gemäss der Aufsichtsbehörde könnte eine verbotene Publikumswerbung für ein nicht zugelassenes Anwendungsgebiet eines Arzneimittels vorliegen.

Details gab Swissmedic nicht bekannt. Generell darf bei Arzneimitteln beim Publikum nur in Bezug auf die vom Heilmittelinstitut genehmigten Anwendungsmöglichkeiten geworben werden.

Am Montag hatten Medien eine Studie des Labors Spiez bekannt gemacht, gemäss der das pflanzliche Arzneimittel «Echinaforce» der Thurgauer Firma A. Vogel im Labor gegen Coronaviren hilft. Das Naturheilmittel aus Extrakten des Roten Sonnenhuts wurde bislang verkauft, weil es im Allgemeinen Abwehrkräfte stärken und gegen Erkältungen vorbeugen soll.

 

Wirkung im menschlichen Körper offen

Die Forscher stellten fest, dass «Echinaforce» im Reagenzglas eine abtötende Wirkung auf die Coronaviren hat. Gemäss der Spiezer Studie ist aber völlig offen, ob der Stoff auch im menschlichen Körper wirkt. Medien berichteten, dass nach Bekanntwerden der Studie in Apotheken die Nachfrage nach «Echinaforce» stark gestiegen sei. Einzelne Apotheken rationierten daraufhin offenbar den Verkauf.

Der Swissmedic-Sprecher erklärte, dass die wissenschaftliche Publikation des Labors Spiez im Fachblatt «Virology Journal» vom 9. September zu falschen Interpretationen geführt habe. Nach Medienberichten sei vor allem in Sozialen Medien undifferenziert darüber berichtet worden. Dies habe bei Konsumenten zu einem Ansturm auf «Echinaforce»-Präparate und illegalen Angeboten auf Online-Plattformen geführt.

Aus der Laborstudie liessen sich wissenschaftlich keine medizinischen Schlüsse ziehen, sagte der Sprecher weiter. Präparate mit «Echinaforce» auf Vorrat zu kaufen sei nicht angebracht. Swissmedic sei zudem seit Anfang Woche zusammen mit Plattformbetreibern und den Kantonen aktiv, um illegale Verkaufsangebote zum Schutz der Konsumenten zu löschen. (SDA)

Hochspannung macht sich bereit für den neuen Züritipp

Seit Anfang September erscheint das Zürcher Stadtmagazin Züritipp in einem neuen Outfit und mit einem neuen inhaltlichen Konzept. Hochspannung macht mit einer Werbekampagne auf den neuen Züritipp aufmerksam.

Hochspannung

Mit dem neuen Züritipp-Konzept werden starre Strukturen zugunsten von mehr Flexibilität und für mehr Platz für aktuelle Geschichten aufgebrochen. Nachdem der Relaunch ursprünglich bereits im Frühjahr geplant war, wurde er aufgrund der bekannten Situation auf diesen Herbst verschoben (Werbewoche.ch berichtete).

Die Kampagne macht auf die wieder aufgenommene Tätigkeit der Kultur-, Freizeit- und Ausgehbetriebe aufmerksam. Die Protagonisten üben in schönster Vorfreude in ihren eigenen vier Wänden schon mal, wie «Kellner-Rufen», «Kunst-Bestaunen» oder «Freizeit-Vorbereiten» geht – natürlich immer nach der wöchentlichen Lektüre des neuen Züritipps.

Die Kampagne ist seit Anfang September in und um Zürich auf Plakaten, Inseraten, Tramhängern, Kultursäulen sowie auf diversen digitalen Kanälen zu sehen.

Hochspannung

Verantwortlich bei Züritipp: Marcel Tappeiner, Gabriela Wettstein. Verantwortlich bei Hochspannung: Alexander Taiganidis, Matthew Katumba, Fritz Kreis, Tanja Kongolo, Monika Jagodzinski, Anna Kamm, Leiv Frey, Marc Müller, Joshiya Abiko (Fotografie).

Publicis lässt Roger Federer Beatles-Song für Sunrise singen

In der aktuellen Kampagne von Publicis für «Sunrise We» singt die Tennis-Legende Roger Federer den Beatles-Song «With a little help from my friends». Die Botschaft: The more. The better.

Sunrise

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl in einem abgedunkelten Raum und beginnt etwas zögerlich «With a little help from my friends» von den Beatles zu singen. Die Kamera fährt um ihn herum und offenbart, dass es sich um Roger Federer handelt. Im neuesten Spot singt der Maestro für Sunrise das ikonische Lied der Pilzköpfe. Aber nicht alleine, denn nach und nach kommen mehr Menschen hinzu und helfen Roger dabei, die Performance noch besser und grösser zu machen. Der Song und die Lyrics erzählen dabei die eigentliche Geschichte: Je mehr sich zusammentun, desto besser wird es.

Der Abbinder «The more. The better.» bezieht sich dabei nicht nur auf den Gesang und den Film selbst, sondern auch auf das, was damit beworben wird: Das neue Portfolio Sunrise We, das den Kundinnen und Kunden mehr Vorteile und Vergünstigungen bietet, je mehr Sunrise We Produkte sie kombinieren.

«Es passiert nicht oft, dass man den grössten Tennisspieler aller Zeiten mit der grössten Band aller Zeiten kombinieren kann», erzählt Thomas Wildberger, CEO von Publicis. «Da braucht es nicht nur die richtige Idee, sondern auch die nötigen Voraussetzungen wie beispielsweise die Rechte für den Song und den richtigen Kunden dafür.»

 

Ein besonderer Dreh mit besonderer Stimmung

«Roger Federer hat schon vieles gemacht, aber gesungen hat er noch nie. Und selbst darin ist er alles andere als schlecht», erklären David Lübke und Pablo Schencke, die Creative Directors hinter der Kampagne. Das, so die beiden weiter, habe seinen guten Grund: «Einen Dreh mit mehr Drive haben wir selten erlebt. Auch wenn Roger anfangs noch etwas zurückhaltender war, so entwickelte er sich im Verlaufe des Tages zur treibenden Kraft hinter der Performance und hatte sehr viel Spass dabei, war locker und authentisch. Das spürt man sofort, wenn man sich den Film anschaut.»

Die Kampagne startet am Montag im TV und ist ab Ende September auch noch auf zahlreichen anderen Kanälen zu sehen.

 

Verantwortlich bei Sunrise: André Krause (CEO); Stefanie Heller (Director Marketing & Communications B2B); Anna Leutar (Senior Marketing Manager Consumer Brand Communication). Verantwortlich bei Publicis: David Lübke, Pablo Schencke (Creative Direction); Cosima Pereira-Köster (Senior Art Director); Mathias Bart, John Lennon, Paul McCartney (Text); Jan Theus (Art Director); Anjali Kosman (Junior Text); Matthias Koller (Managing Director); Sandro Looser (Senior Account Director); Brigitte Meyer (Brand Director); Suzana Kovacevic, Carol Maag (Integrated Producers); Thomas Wildberger (CEO). Produktion: Stories (Filmproduktion): Tobias Fueter (Regie); Fabian Wagner (DOP); Alessandro Biffi (Edit); Jürgen Kupka (Grading); Fabian Sturzenegger (Sounddesign & Final Arrangement); Yves Bollag, Michèle Seligmann (Executive Producers); Nicole Spring, Andreas Schneider (Producers); Massive Music (Music Supervision); Lina Baumann (Fotoproduktion); Lukas Gansterer (Fotograf).

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