Soziale Medien gewinnen Einfluss auf Meinungsbildung

Soziale Medien gewinnen an Einfluss auf die Meinungsbildung. Das gilt in besonderem Mass für jüngere Menschen in der französischsprachigen Schweiz, wie das Bakom 2019 in seinem Medienmonitor 2019 zeigt.

bakom

Etwa ein Drittel der 15- bis 29-Jährigen, nämlich 34 Prozent, orientieren sich bei der Meinungsbildung an Sozialen Medien, wie der Medienmonitor festhält. Das sind mehr als 2018. Auf die Meinungen von Jüngeren haben die sozialen Medien mehr Einfluss als Radio (21%), journalistische Onlinemedien (18%), Print (16%) und Fernsehen (11%).

 

Medien ziehen weniger

In den einzelnen Sprachregionen ist das Bild unterschiedlich: In der Westschweiz orientieren sich 45 Prozent der jungen Erwachsenen bei der Meinungsbildung an Beiträgen der in der Untersuchung erfassten Marken Facebook, Twitter, Instagram oder Youtube. In der deutschsprachigen Schweiz dagegen sind es lediglich 30 Prozent, und in den italienischsprachigen Landesteilen 35 Prozent.
Journalistische Onlineangebote dagegen zogen 2019 bei den unter 29-Jährigen weniger als im Vorjahr; ihr Potenzial sank von 20 auf 18 Prozent. Ausnahme ist hier die italienischsprachige Schweiz: Dort legten die Onlineangebote von 14 auf 22 Prozent zu.

Es gibt allerdings Unschärfen bei der Unterscheidung innerhalb des Online-Bereichs. Denn auch traditionelle Medien nutzen Soziale Medien, um Inhalte an Leser und Leserinnen zu bringen. Umgekehrt ist dem Monitor zufolge aber ungewiss, ob auf diesen Kanälen Gelesenes mit einer Medienmarke in Verbindung gebracht wird.

 

TV bleibt vorläufig die meinungsmächtigste Gattung

Über alle Altersgruppen hinweg und landesweit ist das Bild ein anderes als bei jungen Erwachsenen. Das Fernsehen ist mit einem Potenzial von 28 Prozent am wichtigsten für die Meinungsbildung. Dahinter folgen das Radio (22%), die gedruckten Zeitungen (20%), journalistische Online-Angebote (17%) und – an letzter Stelle – die sozialen Medien mit 13 Prozent.

Während der Einfluss Facebook oder Twitter auf die Meinungen im Land im Zeitraum von 2017 bis 2019 tendenziell grösser wird, geht das Potenzial der journalistischen Medien tendenziell zurück, ob online, elektronisch oder gedruckt.

Untersucht wurden auch Marktstellung und Meinungsmacht einzelner Medien. Demnach hat 20 Minuten landesweit und in allen Altersgruppen die grösste Meinungsmacht, ist aber auch am stärksten verbreitet. Dahinter folgen das Fernsehen SRF 1 und danach Facebook, YouTube und das deutschsprachige Radio SRF 1 mit ähnlichen Anteilen.

 

Potenzial begrenzt genutzt

Die starke Stellung von Facebook und YouTube sei vor allem deren hohen Reichweiten geschuldet, heisst es in der Studie. Geht es dagegen um die qualitative Leistung, sind sie im hinteren Teil der Rangliste zu finden. Trotz hervorragender Ausgangslage im Markt könnten sie ihr Meinungsbildungs-Potenzial nur sehr begrenzt umsetzen, heisst es dazu.

Die deutschen Programme ARD und ZDF haben gemäss dem Monitor in etwa dieselbe Meinungsmacht in der Schweiz wie der Tages-Anzeiger, die Plattform Srf.ch, SRF Info oder das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS 1. Alle diese Angebote haben landesweit gesehen in etwa auch dieselbe Marktmacht.

Der Bevölkerung stünden noch immer genügend verschiedenen Medien zur Verfügung, um den Informationsbedarf aus mehreren Quellen zu decken, schreibt das Bakom. «Wenig begrüssenswert» sei laut den Autoren der Studie aber, dass wegen der Zusammenlegung von Redaktionen die inhaltliche Vielfalt bei überregionalen Informationen kleiner werde. (SDA/swi)

Die Filmgerberei verpflichtet sich zur Diversität

Bereits länger ein Anliegen, nun ein offizielles Versprechen: Die Zürcher Filmproduktion Filmgerberei will künftig bei jedem Pitch jeweils mindestens eine Regisseurin vorschlagen und dabei Talente fördern, die einer Minderheit angehören.

Filmgerberei

Die Spielfilmbranche macht es vor: Bereits seit 2015 nimmt sie sich aktiv dem Thema an, Festivals führen eine Statistik über Geschlechterverhältnisse und versuchen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Regisseuren anzustreben. Bei der Werbebranche sehen die Dinge noch anders aus: Bei den EDI-Preisverleihungen waren bisher nicht mehr als zwei Regisseurinnen auf der Shortlist. Dagegen möchte die Filmgerberei jetzt aktiv vorgehen und hat in einem One-Pager ein offizielles Diversity-Versprechen abgelegt.

«Unbewusste Vorurteile gegenüber Frauen sind omnipräsent. Aktives Hinterfragen hält diesen Vorurteilen entgegen. Neue Stimmen von Frauen* und unterrepräsentierten Gesellschaftsgruppen helfen, langweilige Stereotypen und altbekannte Denkmuster zu durchbrechen und fördern die Kreativität», erklärt Producerin und SWAN-Association-Vorstandsmitglied Azra Djurdjevic die Beweggründe.

Filmgerberei
Auszug aus dem Filmgerberei OnePager Diversity Pledge.

Alpen-Initiative-Schmähpreis für Grönlandwasser an Manor verliehen

Der Detailhändler Manor hat für ein Mineralwasser aus grönländischem Gletschereis den Schmähpreis «Teufelsstein» der Alpen-Initiative erhalten. Der positiv besetzte «Bergkristall» ging an das Projekt «Kulinarischer Herbst» von Alpinavera und Gastro Graubünden.

Manor
Manor erhält für das Mineralwasser «Berg» aus grönländischem Gletschereis den Schmähpreis «Teufelsstein» der Alpen-Initiative. (Bild: Diego Balli / Alpen-Initiative)

Der «Teufelsstein» wurde am Dienstag vor dem Manor-Hauptsitz in Basel dem Food-Direktor des Detailhändlers überreicht. Ausschlag für den Schmähpreis hatte das Mineralwasser «Berg» der Getränkereihe «Eaux du monde» im Sortiment gegeben, wie der Verein Alpen-Initiative mitteilte.

Das Wasser aus geschmolzenem Gletschereis aus Grönland müsse über eine Strecke von 9600 Kilometern transportiert werden, um in die Regale von Manor zu gelangen. Dabei werde mehr CO2 als das Eigengewicht des Produkts ausgestossen, teilten die Verantwortlichen der Kampagne mit. Zudem wirke die Herstellung des Mineralwassers in Anbetracht der schmelzenden Polarkappen «besonders zynisch».
Laut Communiqué der Alpen-Initiative hat Manor zugesichert, das angeprangerte Mineralwasser aus dem Sortiment zu nehmen. Der Detailhändler sei nicht zum ersten Mal mit Kritik an den Produkten der Reihe «Eaux du monde» konfrontiert worden.

 

«Bergkristall» für «Kulinarischer Herbst»

Für den positiv besetzten Preis «Bergkristall» hatte die Alpen-Initiative das Projekt «Kulinarischer Herbst» aus Graubünden auserkoren. Die Initiative zur Förderung der regionalen Küche ist eine Aktion von Alpinavera und Gastro Graubünden in Zusammenarbeit mit den Gastroverbänden der Kantone Glarus und Uri.

Mit ihren Auszeichnungen möchten die Alpen-Initianten auf positive und negative Beispiele von Transportwegen von Waren hinweisen. Nominiert wurden je drei Beispiele, die einer Abstimmung unterworfen wurden. Über 5900 Personen hätten in diesem Jahr an der Abstimmung teilgenommen, schreiben die Initianten. (SDA)

Metaloop realisiert Recovery-Kampagne für die Zermatt Bergbahnen

Die Zermatt Bergbahnen ZBAG und Metaloop setzen mit «Happy Again» auf eine digitale Kampagne für die Reaktivierung der Gäste im Sommer und Herbst.

Metaloop

Die Situation war im Frühling ungewiss, wann und wie die Menschen wieder reisen und Bergbahnen wieder fahren dürfen. Doch falls sie wieder reisen können, sollten sie Zermatt als Zielort ansteuern, so die Aufgabenstellung der ZBAG an die ASW-Agentur.

Das Kommunikationsziel der Kampagne war klar festgelegt: Sehnsucht und Verlangen nach der Bergwelt wecken, ein «Wir sind wieder für euch da!» in einer sympathischen, emotionalen und humorvollen Tonalität. Das Corona-Virus sollte nicht zu stark gewichtet werden und der Kampagne ein positiver Spirit mit Aufbruch-Charakter eingehaucht werden. Somit entstand «Happy Again» mit der Botschaft, dass man, nach einer Zeit des Verzichts und des Eingeschränkt-seins, nun wieder geniessen und glücklich sein darf.

 

Nach langer Zeit wieder glücklich

Die Angebotsvielfalt in Zermatt wurde zielgruppengerecht strukturiert und aufbereitet. Dramaturgisch sind die Clips jeweils in zwei Szenenbildern aufgebaut. Eine unbefriedigende Ausgangslage, die humoristisch überspitzt dargestellt wird, sowie der Moment des wiederkehrenden Glücks in Zermatt. Da die Clipserie weit über den Lockdown hinausläuft, bezieht sich nur der erste von fünf Clips auf diese Zeit im Frühjahr.

 

Als passender musikalischer Multiplikator konnte der Schweizer Musiker Nickless gewonnen werden, der einen gleichnamigen Song zur Happy Again Kampagne beisteuerte. In einem Kampagnen-Clip tritt der Sänger sogar als Protagonist auf. Der gleichbleibende Aufbau und die hohe Wiedererkennung der Clips sollen breite Möglichkeiten zur Weiterentwicklung erlauben, weit über die Sommer- und Herbstsaison hinaus.

 

Kampagnenleitung: Tamara Aregger. Verantwortlich bei den Zermatt Bergbahnen: Sandra Zenhäusern-Stockinger (Leiterin Marketing und Verkauf, Mathias Imoberdorf (Comunikation & Media Manager), Tamara Aregger (Online Marketing & Content Manager). Verantwortlich bei Metaloop: Jonas Hauser (Strategie, Creative Director), Nicole Gsponer (Projektleitung, Konzeption), Stefanie Zimmermann (Kreation). Produktion: Jan Anthamatten, Framefarm (Produktion, Regie, Schnitt und Postproduction), Daves Color (Colorgrading), Marjanovic Sounddesign (Sound FX, Mix & Master), Noémie Bellwald (Stylistin).

BFU und Ruf Lanz: Mit Sicherheitsgurt-Analogie gegen Sportunfälle

In der aktuellen Präventionskampagne für die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU sensibilisiert Ruf Lanz für die Unfallgefahren im Sport. Denn dort passieren mehr schwere Unfälle als im Strassenverkehr.

Ruf Lanz

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU forscht und berät, damit in der Schweiz weniger Unfälle passieren. Für diese Aufgabe hat sie seit 1938 einen öffentlichen Auftrag.

Bisher kennt die Bevölkerung die BFU vor allem als Kompetenzzentrum für Unfallprävention im Strassenverkehr.
Doch in den letzten Jahren haben Sport und Bewegung in der Freizeit stark an Bedeutung gewonnen. Die Kehrseite dieser eigentlich positiven Entwicklung: Im Sport passieren heute deutlich mehr schwere Unfälle als im Strassenverkehr.

Deshalb bleibt die BFU auch im Sport am Ball und bietet fundierte, einfach anwendbare Präventionstipps für alle Breitensportarten. Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, hat sich die BFU nach einem umfassenden Agentur-Screening sowie einem Strategie-Workshop für die Zusammenarbeit mit Ruf Lanz entschieden.

Den Ausschlag für Ruf Lanz gab laut Franziska Hartmann, Leiterin der BFU-Sportkampagne, «die strategische und kreative Kompetenz der Agentur sowie ihr langjähriger Leistungsnachweis – gerade auch im Präventionsbereich.»

 

Kampagne mit Sicherheitsgurt-Analogie

Daraus entstanden ist eine Kampagne, die überraschend den Bogen von der BFU-Kompetenz im Strassenverkehr zum Sport spannt. Als Leitidee wurde der Sicherheitsgurt aus dem Auto in die Welt des Sports übertragen: mit der eigens kreierten BFU-Sporttasche. Sobald Sportlerinnen und Sportler sich die Tasche umhängen, wirken sie, als würden sie einen Sicherheitsgurt tragen.

Das auf drei Jahre angelegte Konzept wurde am Montag mit einem schweizweiten Plakataushang lanciert. Dafür wurden sechs Mannschafts- und Einzelsportarten mit hohem Unfallpotential definiert und fotografisch prägnant inszeniert.

Zusätzlich zum breiten Aushang werden die Plakate punktuell im Umfeld von Sportanlagen, Fussballplätzen, Skigebieten, Fitnesscentern, usw. platziert und für die sozialen Medien adaptiert. Weitere Massnahmen für 2021 sind bereits in Planung.

Ruf Lanz

Verantwortlich bei der BFU: Franziska Hartmann (Kampagnenleiterin), Peter Matthys (Leiter Kampagnen), Jürg Beutler (Leiter Kommunikation, Mitglied der Geschäftsleitung), Hansjürg Thüler (Leiter Sport und Bewegung), Othmar Brügger (Leiter Forschung Haus und Sport). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Knecht Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Markus Ruf, Christian Stüdi (Text), Armin Arnold (DTP), Miro Poffa, Lara Cavelti (Beratung). Fotografie: Jonathan Heyer. Produktion: Dhondup Tersey (All In Production). Bildbearbeitung: Aschmann Klauser, Michèle Aschmann. Lithographie: RTK. Druck: Setaprint.

WWF lässt die bedrohten Tierarten selbst zu Wort kommen

Die blöde Schnepfe gibt uns zu denken. In einer Online-Kampagne des WWF Schweiz gegen das Jagdgesetz kamen bedrohte Tierarten gleich selbst zu Wort.

WWF

In der Abstimmung zum Jagdgesetz vom Sonntag wurde über das Schicksal der Schweizer Wildtiere wie Luchs, Biber, Feldhase oder Waldschnepfe entschieden. Tiere, mit denen die meisten der Millionen von Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern noch nie direkten Kontakt gehabt haben. Dem WWF Schweiz zufolge war es höchste Zeit, dies zu ändern.

Im Auftrag der Organisation wurde eine Social-Media-Kampagne entwickelt, in denen Regisseur Benjamin Weiss und Konzepter Adrian Schräder die Tiere selbst zu Wort kommen lassen. In vier Filmen äussern sie sich in Gedankensprache zu ihrer Situation und bitten darum, sie zu schützen.

«Ich bin einfach eine blöde Schnepfe», sagt etwa die Waldschnepfe, der die Zürcher Raplegende Tinguely dä Chnächt seine Stimme leiht, und fährt fort: «Mich aber wegen dem nicht schützen? Habt ihr einen Vogel? – Vielleicht bald nicht mehr.»

Die Videos kamen während der heissen Abstimmungsphase auf Facebook, Instagram, Youtube und Linkedin zum Einsatz und fanden prominente Unterstützer wie die Musiker Dabu Fantastic, Dodo und Greis, Model und Aktivistin Tamy Glauser oder die Politiker Bastien Girod und Min Li Marti.

 

Verantwortlich beim WWF Schweiz: Gabor von Bethlenfalvy (Verantwortlicher Grossraubtiere), Myriam Planzer (Projektleiterin «Jagdgesetz Nein»), Stefan Inderbitzin (Communication Advisor), Nadja von Burg (Social Media Manager). Externes Projektteam: Adrian Schräder (Text & Konzept), Michèle Roten, Patric dal Farra (Text Schnepfe), Benjamin Weiss (Regie & Produktionsleitung, Matto Grosso Productions), Calvin Kröhne (Digital). Audio: BLOOP Tonstudio, Roland «Roller» Frei & Inspirator Productions, Cyril Boehler. Sprecher: Patrick Rapold, Gabi Steinmann, Patric dal Farra, Karim Slama, Camille Figuereo.

Siemens Schweiz wird neues Mitglied von Digital Switzerland

Siemens Schweiz ist das neuste Mitglied der Standortinitiative Digital Switzerland. Der Verband fördert die digitale Innovation und bündelt die Stärken von Unternehmen, Organisationen und Universitäten in der ganzen Schweiz.

Siemens

Die Mitglieder von Digital Switzerland verfolgen das gemeinsame Ziel, die Schweiz in verschiedenen Bereichen als den führenden Standort für digitale Innovation zu stärken. Dafür muss das Land die digitale Transformation mit Nachdruck vorantreiben, um auch in Zukunft zu den innovativsten Ländern der Welt zu gehören und ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu wahren.

Als eines der Top-10-Software-Unternehmen der Welt will Siemens nun eine Vorreiterrolle in der Digitalisierung übernehmen. Matthias Rebellius, Länderchef von Siemens Schweiz und ab 1. Oktober 2020 weltweiter CEO von Siemens Smart Infrastructure mit Sitz in Zug, sagt dazu: «Um die Digitalisierung im Land voranzutreiben und die führende internationale Position der Schweiz zu stärken, ist die Zusammenarbeit wichtiger Stakeholder von entscheidender Bedeutung. Deshalb engagieren wir uns aus Überzeugung bei Digital Switzerland und bringen unsere technologische Expertise ein. So etwa in den Bereichen Internet of Things, Cybersecurity, künstliche Intelligenz, Digital Enterprise oder Smart Infrastructure.»

Durch Zusammenarbeit und Co-Kreation entwickeln die Mitglieder von Digital Switzerland neue Wege, um den Herausforderungen der Nation mit digitalen Lösungen zu begegnen. Siemens Schweiz bringt sich dabei aktiv in unterschiedlichen Arbeitsgruppen ein, so beispielsweise bei den Projekten «Smart Building», «Swiss Digital Infrastructure» und «Lifelong Learning».

SRG muss wegen Corona 50 Millionen sparen und streicht 250 Stellen

Die Auswirkungen der Coronakrise erhöhen den Spardruck bei der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG. Das Unternehmen hat deshalb einen Sparplan in Höhe von 50 Millionen Franken angekündigt. Vorgesehen ist ein Abbau von 250 Vollzeitstellen bis 2024.

Corona
(Bild: SRG SSR)

Die SRG rechnet mit rund 65 Millionen Franken weniger kommerziellen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Coronakrise habe die Trends der rückläufigen Werbeeinnahmen und der verstärkten, digitalen Mediennutzung beschleunigt.

Von 2021 bis 2024 soll deshalb ein neuer Sparplan von 50 Millionen Franken umgesetzt werden. Unternehmensweit werde mit einem Abbau von rund 250 der aktuell 5500 Vollzeitarbeitsplätzen gerechnet.

In welchen Bereichen die Stellen abgebaut werden, steht noch nicht fest. Die Unternehmenseinheiten in den vier Sprachregionen der SRG würden in den kommenden Wochen entsprechende Massnahmen umsetzen und kommunizieren, teilte ein Sprecher der SRG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

 

Entlassungen unvermeidbar

Der Stellenabbau soll hauptsächlich über natürliche Fluktuation erfolgen. Entlassungen seien aber nicht zu vermeiden. Die SRG sehe in Absprache mit den Sozialpartnern zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen wie Umschulungen oder Frühpensionierungen vor.

Gleichzeitig wolle die SRG die Transformation des Service Public vorantreiben, um den veränderten Medienkonsumgewohnheiten gerecht zu werden. So soll im November die neue Streaming-Plattform Play Suisse starten, auf der Schweizer Filme, Serien und Dokumentationen angeboten werden.

Nathalie Wappler, Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, informierte Ende August über Sparmassnahmen beim SRF. Mehrere langjährige Sendungen werden aus dem Programm gekippt, und es werden Stellen abgebaut.

 

Impressum verlangt Erhalt journalistischer Stellen und Einbezug

Der Journalistenverband Impressum schreibt in einer Mitteilung, dass die Coronakrise exemplarisch zeige, wie stark die Gesellschaft auf unabhängige Information angewiesen ist. Deswegen dürfe die SRG als Service-Public-Unternehmen die journalistische Qualität und Vielfalt nicht einschränken.

Zudem sei der Verband bisher noch nicht durch die SRG konsultiert – und damit die journalistische Branche noch nicht repräsentativ mit einbezogen – worden. Daher erwarte Impressum eine umfassende Konsultation zu den Abbaumassnahmen und den Einbezug in die Sozialplanverhandlungen. (SDA/pd/swi) 

Stuiq will mit Mobility zum Umdenken bewegen

Nach der Repositionierung des Schweizer Pioniers und Marktführers im Bereich Carsharing, die ebenfalls von der Zürcher Agentur Stuiq entwickelt wurde, wird nun in der ganzen Schweiz die Imagekampagne auf allen Kanälen lanciert.

Neben einem flexiblen Angebot und der nachhaltigen Grundausrichtung der Genossenschaft ist der moderne, urbane Lifestyle der dritte Pfeiler der Markenpositionierung und entscheidender Faktor für das einzigartige Mobility-Gefühl. Die Kampagne transportiert den emotionalen und unabhängigen «Way of Life» und will dabei auch ein jüngeres Publikum ansprechen. Nicht mehr besitzen, sondern teilen und unkompliziert nutzen. Mehr Komplexitätsreduktion, mehr Freiheit. Das ist der Style! STUIQ fokussiert mit der Kampagne diesen Megatrend, der vor allem bei den Millennials und der Generation Z stark ausgeprägt ist. Vor dem Hintergrund einer Überflussgesellschaft, in der es von allem zu viel gibt – vor allem von Autos.

 

«Für mich ist die Botschaft Lass Los die Essenz von allem», sagt Lars Kläger, Chief Commercial Officer bei Mobility, «in zwei Wörtern kann man wohl nicht klarer ausdrücken wofür Mobility steht. Kombiniert mit den Kernargumenten für den Mehrwert des Teilens möchten wir Herz wie Hirn anprechen. So denken wir, allen Zielgruppen die zeitlose Relevanz unserer Dienstleistungen aufzeigen zu können.»

Die orchestrierte Kampagne baut auf dem neu durch Stuiq entwickelten Design- und Bildkonzept auf. Mit ungewöhnlichen Perspektiven und Inszenierungen trifft man den Ton einer selbstbewussten, aufgeklärten und modernen Gesellschaft. Das Auto ist nicht mehr Mittelpunkt der Kommunikation, sondern der Mensch, der Nutzen und sein Gefühl dabei.

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Verantwortlich bei Mobility: Lars Kläger (CCO), Philipp Augenstein (Projektleiter Marketing), Astrid Schmidli (Product Manager), Daniel Rohrer (Product Manager). Verantwortlich bei Stuiq: Sandro Walder (Gesamtleitung), Anna Kindlimann, Stefan Moeschlin (Creative Direction), Lea Baldinger (Art Direction), Flurina Decasper (Text), Corsin Kessler, Adrian Gasser (Grafik), Michael Döös (Motion Design), Samuel Ribeiro do Couto (Film), Benjamin Kocher (Leitung Digital), Daniela Schaefle (Beratung). Foto/Film: Lukas Maeder.

Galaxus trinkt Cappuccino im Bett

Die Galaxus-Kampagne geht in die nächste Runde. Kaffee im Bett? Nur in der Werbung eine gute Idee.

Galaxus

Dieses Mal spielt das Leben in einem durchgestylten, bisschen zu weissen Designer-Loft. Ein gutaussehendes Yuppie-Paar im Bett, der Tag kann beginnen. Er will sie mit einem Cappuccino – natürlich mit Kolbenmaschine gemacht –  wach küssen. So viel Harmonie – ein Fall für Galaxus.

Der führende Onlinehändler hat den neusten Streich der Kampagne einmal mehr inhouse kreiert und in Zusammenarbeit mit Plan B Films produziert. Auch beim Konzept setzt man auf Bewährtes: Auf den ersten Blick sieht der Zuschauer einen 08/15-Werbespot. Kitschig, klischeebehaftet, realitätsfern. Dann der Bruch ins «echte» Leben. Für dieses liefert Galaxus seit jeher die Produkte («Wir haben die Produkte, du das Leben.»).

 

 

Verantwortlich bei Digitec Galaxus: Martin Walthert (CMO); Flurin Spring (Creative Director); Julia Dürr (Projektleitung & Brandmanagement); Julian Stauffer (Art Direction);  Luca Giugliano, Gesine Gerlach (Mediaplanung). Verantwortlich bei Plan B Film: Chris Niemeyer (Drehbuch & Regie); Niels Vije (Producer); Roland Schmid (Kamera); Gion-Reto Killias (Schnitt); Adriel Pfister (Colorgrading); Matthias Kräutli Musik (Komposition); JingleJungle (Sounddesign); Delighted, Peter Scherz & Nina Weideli (Ausstattung).

Zusätzlich bietet Galaxus den Zuschauern zwei alternative Enden des TV-Spots. (hae)

Manuela Staub vom Flughafen Zürich ist Unternehmenssprecherin des Jahres

Zum sechsten Mal wird die Kommunikationsabteilung des Flughafen Zürich Pressestelle des Jahres in der Schweiz. Vergeben wird der Titel jeweils vom Magazin Schweizer Journalist.

Flughafen Zürich
Manuela Staub (2.v.r.) mit ihrem Medienteam Jasmin Bodmer, Raffaela Stelzer und Bettina Kunz (v.r.) schaffte es in ihrem ersten Amtsjahr als Leiterin Corporate Communication auf den Spitzenplatz des Rankings.

Fünf Mal schaffte das die inzwischen pensionierte Kommunikationschefin Sonja Zöchling Stucki mit ihrem Team. Jetzt sind unter der Leitung von Manuela Staub ihre Nachfolgerinnen Jasmin Bodmer, Bettina Kunz und Raffaela Stelzer nahtlos in die grossen Fussstapfen getreten. «Zufall kann das wohl nicht sein»  kommentieren die selbstbewussten «Fab Four» vom Flughafen und haben eine einfache und ebenso überzeugende Erklärung dafür: «Die Journalisten scheinen unsere Art zu arbeiten zu schätzen, was uns natürlich sehr freut.»

Auf Platz 2 im diesjährigen Unternehmenssprecher-Ranking des Schweizer Journalist rangieren Franziska Rosenmund und Nicolas Wüthrich von Pro Natura, gefolgt von Léa Wertheimer von der Schweizer Post.

Mehr als 160 Journalistinnen und Journalisten haben in diesem Jahr 7220 Einzelbewertungen abgegeben. Mit ihren Noten haben die News-, Wirtschafts- und Fachjournalisten für eine äusserst knappe Entscheidung gesorgt. 72 Prozent der 132 Medienstellen erreichten eine Gesamtnote zwischen 4,5 und 3,5. 28 Prozent kamen auf Zensuren zwischen 3,5 und 2,5. Das Ranking lief vom 3. August bis 6. September 2020. Die Bewertungen erfolgten nach dem schweizerischen Schulnotensystem.

Zusätzlich zu den Unternehmenssprechern hat der Schweizer Journalist auch die Leistungen der Kommunikationsagenturen abgefragt. Hier setzte sich Open up vor In Flagranti durch.

Koch Sports: Neue Ostschweizer Agentur für Marketing im Sport

Der ehemalige Volleyball-Profi Sascha Heyer wird Managing Director der neuen Dienstleistungsagentur für Marketing im Sport, Koch Sports.

Koch Sports.
Managing Director von Koch Sports, Sascha Heyer zusammen mit den Mitgründern der Agentur Koch, Marc Schadegg (Brand Director) und Michael Koch (Digital Director) (v.r.).

Im Kontext von digitaler Transformation, stetem Wandel und steigender Komplexität umfasst das Leistungsspektrum der Agentur zentrale Services und Dienstleistungen in den Bereichen Analyse und Kreation, Experience und Engagement, Automation und Transformation sowie Management und Operations.

Die Gründer verfolgen die Vision, in den Themenfeldern Strategie, Marketing, Branding und Innovation ein kompetenter Wegbegleiter von Stakeholdern der Schweizer Sportwirtschaft zu sein – insbesondere für Verbände, Sportorganisationen, Institutionen, Rechtehalter, Veranstalter oder Unternehmen mit Investments in der Sportwirtschaft.

 

Partnerschaft mit der Agentur Koch

Eine Partnerschaft mit der Agentur Koch aus Frauenfeld/Zürich ist bereits über den Namen ersichtlich. Agentur Koch betreut Sportkunden wie Swiss Ski, die Swiss Football League, die ZSC Lions oder die Grasshoppers Zürich. Mit Michael Koch, Marc Schadegg und Philipp Koch sind drei Geschäftsleitungsmitglieder der Agentur Koch auch Mitgründer von Koch Sports.

 

Olympiateilnehmer wird Managing Director

Der 47-jährige, ehemalige Beachvolleyball-Profi und Olympiateilnehmer Sascha Heyer ist Mitinhaber von Koch Sports und wird Managing Director des Sportmarketingunternehmens, welches seit 1. September 2020 operativ tätig ist. Der in Frauenfeld wohnhafte Heyer hat eine klassische, duale Ausbildung absolviert. Während Matura und Studium an der ETH Zürich (Master of Science) hat der gebürtige Zürcher seine Sportkarriere vorangetrieben und mit zwei Olympiateilnahmen, dem Europameistertitel 2001, WM-Silber 2005 und insgesamt fünf EM-Medaillen und sieben Schweizermeistertiteln gekrönt.

Nach seinem Rücktritt vom Leistungssport nach den Olympischen Spielen in London 2012 war Sascha Heyer zuerst während vier Jahren als Head of Marketing & Events für 4sports & Entertainment tägig und hat dort Grossanlässe wie die «Porsche European Open» im internationalen Golfsport oder den «CEV Beach Volleyball European Championship Final» entwickelt, vermarktet und umgesetzt. Danach war Heyer weitere vier Jahre für Dosenbach-Ochsner tätig und hat für Ochsner Sport die Strategieentwicklung begleitet und später die Geschäftsbereiche «Strategische Allianzen» und «Teamsport« geführt.

Koch Sports.
Ex-Volleyball-Profi Sascha Heyer, Managing Director von Koch Sports.

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