Mit der Freigabe durch den Bundesrat am 12. August sind grössere Veranstaltungen in der Schweiz ab Oktober wieder erlaubt. Damit wird auch die Durchführung von Messen möglich. Die Leitveranstaltung Empack 2020 wurde vom Frühling in den Herbst verschoben und findet nun am 18. und 19. November statt. «Die Freigabe war ein wichtiges Zeichen für die Event- und Veranstaltungsbranche», sagt Debora Holdener, Event Content Manager bei Easyfairs Switzerland. «Messen können dazu beitragen, die Nachfrage zu stimulieren und die Branchen zusammenzubringen. Das sind wichtige Bausteine für einen Schritt in die Zukunft.»
142 Aussteller erwartet
Die Rückmeldungen der Aussteller zum Verschiebungstermin im November waren durchweg positiv. Bekräftigt haben die Durchführung im Spätherbst auch die Kooperationspartner und Verbände. Massgebend dafür ist die Unterstützung des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI. Das Interesse der Branchen spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Für die Messe erwartet Easyfairs aktuell rund 142 Aussteller.
Umfangreiche Sicherheitsmassnahmen
Im Vordergrund der Veranstaltung steht in diesem Jahr die Sicherheit der Teilnehmer. Aus diesem Grund reichen die Schutzmassnahmen weiter, als der Bund und der Kanton Zürich es vorschreiben. An der Empack 2020 und der Parallelveranstaltung Logistics & Distribution 2020 gilt eine Maskenpflicht für Aussteller, Besucher sowie Mitarbeiter. Das Tragen von Handschuhen wird für alle empfohlen. Darüber hinaus gelten sämtliche vorgeschriebenen Hygienemassnahmen.
Im Eingangsbereich der Messe sieht das Schutzkonzept eine kontaktlose Registrierung der Teilnehmer vor. Besucher müssen sich zwingend online registrieren. Alternativ können sich Besucher mit ihrem Smartphone vor Ort anmelden. Eine Zählanlage registriert die maximal erlaubte Zahl an Besuchern in den Ausstellungshallen. Dazu kann man sich vorab online individuelle Timeslots zur Registrierung aussuchen, was ein weiterer Bestandteil des Hygienekonzepts ist. Im Innern des Gebäudes gewährleistet die Richtungstrennung der Wege den Mindestabstand. Die Aussteller verfügen über ein Hygienepaket mit Masken, Reinigungsgel für die Hände, Einmalhandschuhen sowie ein Oberflächenspray. Vorgesehen ist ausserdem ein Contact-Tracing, bei dem sich Besucher an den Ständen über ihre Smart-Badges identifizieren. Sollte es zu Covid-19-Ansteckungen kommen, können die Betroffenen auf diese Weise darüber informiert werden.
Messeformate bleiben weitgehend zugänglich
In den Messebereichen, wo die Schutzmassnahmen einen normalen Betrieb nicht zulassen, geht die Sicherheit vor. Betroffen ist voraussichtlich einzig der Bereich «Connect», welcher der gezielten Vernetzung der Teilnehmer dienen soll. «Wir können dieses Format leider nur begrenzt umsetzen», sagt Holdener. «Es wird jedoch eine grosszügige Networking Lounge geben, wo kostenlose Verpflegung für alle Beteiligten der Veranstaltung bereit stehen wird». Nicht beeinträchtigt sind die JobsCorner, an denen Besucher sich über offene Stellen informieren und direkt bei den suchenden Firmen bewerben können.
Die beiden weiteren Teilbereiche bleiben im vollen Umfang zugänglich. Sie spiegeln in diesem Jahr das Kernthemen «Green Pack – Closing the loop on plastics» wider und gehen somit auf das aktuelle Thema der Nachhaltigkeit ein. Der Bereich «Discover» veranschaulicht konkrete Innovationen und Lösungen, während «Learn» die Aspekte Wissen und Weiterbildung thematisiert.
Swiss Packaging Award wird durchgeführt
Zu den Höhepunkten der Empack 2020 zählen die Vorträge aus der Forschung und Entwicklung. Einer davon ist beispielsweise die Vergabe des 51. Swiss Packaging Awards, mit dem die Wettbewerbsjury die besten Verpackungen auszeichnet. Die Empack 2020 bietet den Rahmen für die Preisverleihung und stellt eingereichte Projekte vor.