ADCE führt «The Festival of Festivals» im digitalen Liveformat durch

Das 7. Festival des Art Directors Club of Europe ADCE wird zum digitalen Liveformat. Im Rahmen des «The Festival of Festivals» vereint der ADCE am 6. November 2020 erstmals Keynotes, Talks und Events als digitalen Livestream-Content aus ganz Europa. Der ADC Switzerland ist mit Neutral Zurich und dem Beitrag «How to strategize brands in the age of confusion» dabei.

ADCE

Der ADCE organisiert in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit den nationalen Clubs sein Festival und wird Vorträge und Veranstaltungen aus verschiedenen Städten in ganz Europa übertragen. Das Festival findet am Freitag, den 6. November digital statt und schafft einen virtuellen Raum für die europäische Kreativgemeinschaft.

Im Mittelpunkt des Festivals steht die Vortragsreihe mit dem Titel «Prototyping brands for a new era», im Rahmen derer Menschen und Marken vorgestellt werden, die Prototypen entwickeln, iterieren, experimentieren und versuchen, die Welt besser zu machen.

 

Connections across Europe

Ausserdem kommen ein Dutzend Slots, die von den nationalen Clubs mit Top-Referenten und kreativen Inhalten bespielt werden, dazu. Neben Deutschland, Finnland, Irland, Italien, Island, Litauen, Lettland, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern und der Ukraine ist auch die Schweiz mit einem Slot des ADC Switzerland und dem Beitrag von Neutral Zurich dabei. ADC-Mitglieder Michelle Nicol und Rudolf Schürmann sprechen zum Thema: «Metadata, der Virus und der Zusammenbruch von konsensbasierter Realität katapultieren uns tiefer und schneller ins 21. Jahrhundert. Was heisst das für die Entwicklung von Markenstrategien?»

ADCE

The Future of conscious business

«Creativity with a conscience» ist das Thema, zu welchem die Hauptredner am 6. November, sprechen werden. «Wir möchten die Menschen vorstellen, die an der Spitze dieser Bewegung stehen; die sicherstellen, dass unsere Branche für ihre Ideen und ihren positiven Impact auf Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt und eine bessere Zukunft wahrgenommen wird», fasst Steve Vranakis, Kurator des Festivals, zusammen. Vranakis repräsentiert mit seinen Worten einen Querschnitt von Organisationen, Ländern in ganz Europa und Einzelpersonen aus allen Lebensbereichen.

Dekor bei Federer-Interview war Schleichwerbung

Die SRF-Sendung «Sportpanorama Plus» hat bei einem Interview mit dem Schweizer Tennisstar Roger Federer gegen das Werbeverbot verstossen. Die Ombudsstelle des Deutschschweizer Radio und Fernsehens SRG hat eine entsprechende Beanstandung gutgeheissen.

SRF
Die SRG-Ombudstelle bemängelt die Schleichwerbung in der Sendung «Sportpanorama Plus» mit Roger Federer und Nicola Spirig vom 6. Juli 2020. (Screenshot: Srf.ch)

Ein Fernsehzuschauer hatte bemängelt, dass die Dekoration des Studios während des Interviews mit dem Tennisspieler im blauen Ton von Federers neuem Schuh «The Roger» gehalten war. «Wo ist die Grenze zwischen Service public und Eigeninteresse», hatte der Zuschauer geschrieben, wie die Ombudsstelle in ihrem Schlussbericht am Dienstag mitteilte.

Die zuständige Redaktion betonte in ihrer Stellungnahme die «ausserordentliche Situation des Interviews». Denn die Talkrunde mit Federer und der Triatlethin Nicola Spirig habe aus Zeitgründen im gleichen Studio und gleich neben dem bereits fix installierten Dekor der Schuhmarke stattfinden müssen.

Die Crew habe zwar versucht, die ausgestellten Schuhe und die mit einem Branding versehenen Dekorteile möglichst nicht im Bild zu zeigen. Doch leider habe sich erst nach dem Interview herausgestellt, dass es nicht gelungen sei, die Details des Schuhs auszublenden.
Auch das nachträgliche Verpixeln des Logos sei zu wenig in Betracht gezogen worden. Trotzdem stellte die Redaktion klar, dass zwischen SRF und Federer keine Absprachen gemacht worden seien und keine Geldflüsse stattgefunden hätten.

Die Ombudspersonen anerkennen in ihrer Stellungsnahme zwar die «besonderen Umstände» des Drehs. Doch gemäss Gesetz sei der Gesamteindruck entscheidend. Und dieser sei vom Firmenlogo «stark mitgeprägt» gewesen. Die Erläuterungen der Redaktion hätten «die Missachtung der gesetzlichen Vorgaben» nicht rechtfertigen können. (SDA)

Havas Switzerland wirbt neu für Hirz

Die zu Nestlé gehörende Marke Hirz wünschte sich frische Ideen für ihre Joghurt-Sparte. Havas Switzerland nahm die Herausforderung an und konnte den Pitch für sich entscheiden.

Hirz

Um dem Brand eine Revitalisierung zu verpassen, suchte Hirz nach einer strategischen Neuausrichtung ihrer Joghurt-Sparte und Ideen für einen 20-Sekündigen TV-Spot. In einem mehrstufigen Prozess analysierte Havas die Marke und destillierte ihre Stärken heraus. Zu denen gehören unter anderem das umfangreiche Sortiment, die Frische der Produkte, der intensive Geschmack der Joghurts und vor allem der USP: Hirz produziert in der Schweiz Frischprodukte seit 1869 – länger als jedes Konkurrenzunternehmen. Die Marke sollte also als Schweizer Traditionsmarke bezeichnet und dementsprechend positioniert werden.

Nach der strategischen Positionierung folgte die kreative Umsetzung. Aufgrund der Erkenntnisse resultierte der neue Claim: «So geniesst die Schweiz. Seit 1869». Diesen gilt es nun auf sämtlichen Kanälen zu verbreiten. Im Zentrum der Kampagne steht der TV-Spot, der das Markenversprechen und die Stärken des Brands wie grosses Sortiment, intensiver Geschmack, Frische und Schweiz kommuniziert. Der Film wird im TVC und als OLV für Youtube und für die Website ausgespielt.

 

Kunde: Hirz. Agentur: Havas. Regie: Lukas Wälli. Produktion: Rocket Film.

CEO Jennifer Somm verlässt Bernexpo

Wegen der Corona-Pandemie muss Bernexpo weitere Restrukturierungsmassnahmen umsetzen. Zusätzlich zur Verlängerung der Kurzarbeit werden Stellen abgebaut. CEO Jennifer Somm verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Bernexpo

Die Restrukturierung soll sicherstellen, dass das Kerngeschäft von Bernexpo fortgeführt werden könne, wie es in einer Mitteilung vom Mittwochnachmittag heisst. Nebst Verlängerung der Kurzarbeit kommt es zu einem Stellenabbau im Unternehmen. Bernexpo strebt im Jahr 2021 trotz der Pandemie mindestens wieder ein ausgeglichenes Resultat an.

 

Somm verlässt Bernexpo

Die seit 2017 amtierende CEO Jennifer Somm verlässt Bernexpo auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen mit der Arbeitgeberin, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Sie wird dem Unternehmen bis April 2021 für verschiedene Projekte zur Verfügung stehen. Als Leiter ad interim wird Herr Ernst Bruderer die Führung des Unternehmens übernehmen. Der 67-jährige Bruderer hat eine grosse Führungserfahrung und ist spezialisiert im Bereich von KMU-Management und Umstrukturierungen. (pd/swi(

Polyconsult rettet zusammen mit Battery-Man und La Gustav die Welt

Die Berner Agentur Polyconsult hat zusammen mit dem Battery-Man und den Fribourgern «La Gustav» eine Hommage an den 80er-Hit «We are the World» konzipiert und realisiert.

Polyconsult

Seit 2012 ist Battery-Man im Recycling-Einsatz. Das sind acht Jahre, in denen er Jung und Wenigerjung dazu anhält, Batterien nicht in Abfall zu werfen, sondern zu sammeln und zu recyceln. Wer so lange mit der immergleichen Botschaft in der immergleichen Zielgruppe unterwegs ist, muss sich immer wieder neue Inszenierungen einfallen lassen.

Und so kommt es, dass – exakt 35 Jahre nach «We are the World» – ein neuer Weltverbesserer in die Fussstapfen von Lionel Richie, Michael Jackson und Ray Charles tritt: Battery-Man. Zusammen mit den jungen Talenten von «La Gustav» hat der vielseitig begabte Recycling-Held eine Hommage an den Welthit aus den Achtzigern herausgebracht.

Wie das Original, engagiert sich auch Battery-Mans Neuinterpretation «Fight for what you love» für eine bessere Welt. War’s damals der Welthunger, stehen heute Natur und Klima im Fokus. Der Song erzählt, wie einfach es für jede und jeden ist, einen persönlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten: Vom Batterienrecycling über das Vermeiden von Abfall bis hin zur umweltfreundlichen Mobilität. «Fight for what you love» wurde komponiert und realisiert von Pascal Vonlanthen aka Gustav.

 

Musikclip im 80er Stil

Auch der Musikclip lässt die bunten 80er wiederaufleben – mit viel Schall und Rauch, Luftballons und Seifenblasen. Der rund dreiminütige One-Take des Zürcher Regisseurs Jyri Pasanen wurde bei kitschigem Sonnenuntergang am Murtensee gedreht.

Zu hören und zu sehen ist «Fight for what you love» auf YouTube und auf den gängigen Musikplattformen. Nebst Kurzspots für den Online-Einsatz kommen in der Bewerbung auch klassische Musikvermarktungs-Massnahmen zum Einsatz.

 

Kunde: Inobat. Verantwortliche Agentur: Polyconsult. Musik: La Gustav. Video: Jyri Pasanen (Hintenlinks).

Stöckli Ski plant Online-Offensive und erwartet Umsatzverlust

Stöckli Ski plant eine Online-Offensive. Gleichzeitig erwartet der Schweizer Skifabrikant aufgrund der Corona-Pandemie einen Umsatzverlust für das laufende Geschäftsjahr. Das schreibt die Handelszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe.

Stöckli

Zur Online-Offensive sagt Stöckli-Chef Marc Gläser im Interview mit der Handelszeitung, dass man einen neuen Weg gefunden habe, um die traditionell wichtige Beziehung zwischen Ski, Bindung und Skischuh im Web-Verkauf abzubilden: «Der Kunde, der online einen Ski von uns kaufen will, fotografiert mit seinem Handy seinen Skischuh und schickt uns die Bilder. So wissen wir, in welchem Zustand der Schuh ist, und können eine Sichtprüfung vornehmen – damit die Bindung perfekt und zertifiziert eingestellt werden kann.»

Aufgrund der schlechten Konsumentenstimmung in Auslandmärkten rechnet Gläser für das Geschäftsjahr 2020/2021 mit einem starken Umsatzrückgang: «Wahrscheinlich wird es ein Umsatzminus von etwa 20 Prozent geben», sagt Gläser gegenüber der Handelszeitung. Der Rückgang stamme aus ausländischen Absatzländern: «50 Prozent unserer Skiabsätze erzielen wir im Ausland – und dort spüren wir die Krise stark.» Der Stöckli-Umsatz dürfte sich demzufolge von vormals 65 auf 50 Millionen Franken reduzieren.

Zudem spricht der Stöckli-CEO im Interview mit der Handelszeitung über ein Zukunftsprojekt, das er erst kürzlich aufgenommen hat: «Meine persönliche Vision ist ein sinnvolles Recycling der drei Millionen Paar Ski, die jährlich weltweit verkauft werden.» Heute noch würden entsorgte Ski verbrannt, sagt Gläser. Besser hingegen wäre es, wenn man aus alten Ski wieder neue Ski bauen könnte: «Wenn dies gelingt, wäre das auch für ein neues Business sehr interessant.»

Zattoo expandiert nach Österreich

Der TV-Streaming-Anbieter Zattoo bringt Fernsehen über das Internet jetzt auch nach Österreich. Als erster Anbieter bietet Zattoo in Österreich den Fernsehempfang unabhängig vom Internetanbieter, ohne lange Vertragslaufzeiten und ohne den notwendigen Kauf neuer Endgeräte an. Der Markteintritt in Österreich erfolgt in Partnerschaft mit Krone.at.

Zattoo

Krone.at zeichnet insbesondere für die Vermarktung und den Reichweiten-Aufbau des TV-Streaming-Dienstes gegenüber den Endkunden verantwortlich, während Zattoo in erster Linie den Betrieb und die laufende Weiterentwicklung der TV-Streaming-Plattform sicherstellt. Damit bringen Krone.at und Zattoo ihre jeweilige Kernkompetenz in diese Partnerschaft ein. Mit der Partnerschaft möchten sie eine Alternative zu traditionellen TV-Empfangswegen, wie insbesondere Satelliten- und Kabel-TV, etablieren.

«Den österreichischen TV-Markt beobachten wir seit langem. In den letzten Jahren lag unser Fokus auf Deutschland und der Schweiz», kommentiert Nick Brambring, CEO von Zattoo. «Jetzt passt alles zusammen. Der Markt ist reif für einen unabhängigen TV-Streaming-Anbieter.»

Die 2005 gegründete Firma Zattoo hat ihren Sitz in Zürich und beschäftigt über 170 Mitarbeitende. Sie gibt ihre Reichweite europaweit mit 3 Millionen Nutzern an. Seit 2008 ist die TX Group am Unternehmen massgeblich beteiligt. Die Gruppe, zu der auch Tamedia gehört, hält seit 2019 über 50 Prozent an Zattoo. (SDA/pd)

Nexum realisiert digitale Studienpräsentation für die Schweizerische Post

Für die E-Commerce-Studie der Schweizerischen Post unter dem Titel «Trends im Onlinehandel und ein verschärfter Blick auf die Nachhaltigkeit» hat Nexum ein digitales Präsentationsformat auf der Basis einer responsive Microsite realisiert.

Nexum

Im Rahmen der Studie wurde die Frage behandelt, wie angesichts des steigenden Wachstums im Onlinehandel auch die Relevanz von nachhaltigen Aspekten wächst, welche Erwartungen dabei Kunden an das Thema Nachhaltigkeit haben und wie gut der Onlinehandel auf diese Wünsche reagiert (Werbewoche.ch berichtete).

Kernstück der Microsite ist ein interaktiver Katalog mit den über 30 Fragen und Antworten der beiden Studien, die dem Besucher in übersichtlicher und nutzerfreundlicher Form nach Haupt- und Unterkapiteln getrennt präsentiert werden. Die Microsite wurde für Desktop- wie auch für Mobilgeräte optimiert. Jede Frage wird mit dynamischen Datencharts passend visualisiert, aus denen der Besucher alle relevanten Zahlenwerte herauslesen kann. Darüber hinaus bietet die Microsite einen umfassenden Downloadbereich, in dem alle Studienunterlagen als druckfertiges PDF-Dokument heruntergeladen werden können.

Nexum führte den Entwicklungsprozess der Microsite komplett über verschiedene Schritte von der Ausarbeitung des Inhalts- und Interaktionskonzepts, der Wireframes und Prototypen sowie des Screendesigns bis zur technischen Realisierung auf der Basis eines in-house entwickelten No-CMS-Ansatzes. Auch die in der Microsite verwendeten Datencharts wurden komplett vom Nexum-internen Visual-Design- und Frontend-Team konzipiert, gestaltet und implementiert.

Nexum

Adunit holt David Pereira in die Geschäftsleitung

David Pereira, bisher Head of Performance Management bei Scout24 MediaImpact, wechselt per 1. November 2020 zur Swisscom-Tochter Adunit als Chief Revenue Officer. Er übernimmt die strategische sowie operative Führung des Vertriebs und wird Mitglied der Geschäftsleitung von Adunit.

David Pereira

David Pereira bringt über 10 Jahre Branchenerfahrung auf der Publisherseite mit und kennt die Be¬dürfnisse der Adunit Kunden aus eigener Erfahrung. «Mit David konnten wir die richtige Person im richtigen Moment gewinnen», meint Andi Hess, CEO von Adunit. «In der aktuellen Situation ist die Nachfrage nach automatisierten Marketinglösungen so gross wie noch nie. Als ausgewiesener Experte in den Bereichen Marketingautomation und Programmatic ergänzt David unser Team perfekt.»

Postfinance will effizienter werden und baut Stellen ab

Die Postfinance will angesichts schrumpfender Gewinne effizienter werden und baut Arbeitsplätze ab. Bis Ende 2021 sollen bei der Post-Tochter rund 130 Vollzeitstellen wegfallen – auch im Marketing. Parallel dazu sollen allerdings auch rund 80 neue Stellen vor allem in neuen digitalen Geschäftsfeldern entstehen. Zudem gibt sich das Unternehmen eine neue Struktur.

Postfinance

Mit diesen Massnahmen will Postfinance den seit mehreren Jahren negativen Trend beim Unternehmensergebnis stoppen und ein Abrutschen in die Verlustzone vermeiden, wie einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag zu entnehmen ist. Neben den Effizienzverbesserungen sieht der Finanzdienstleister auch Investitionen in neue Geschäftsfelder vor.

In der neuen Strategieperiode wird Postfinance das Geschäft in vier eigenständige Geschäftseinheiten aufteilen, die «grösstenteils eigenständig» und unabhängig voneinander agieren sollen. Die neuen «Business Units» umfassen den Bereich «Payment Solutions» mit dem Zahlungsverkehr, das «Retail Banking», den Bereich «Digital First Banking» mit einer neuen Digitalbank und das «Platform Business» mit der Plattform Valuu.

 

Konsultationsverfahren

Der vorgesehene Abbau von rund 130 Arbeitsplätzen wird vor allem den «Retail Banking»-Bereich treffen, wie ein Postfinance-Sprecher gegenüber der AWP sagte. Stellen dürften etwa in der Kundenberatung, dem Marketing aber auch in Bereichen wie IT, Operations oder Personalwesen wegfallen.

Bei weiteren 260 Postfinance-Stellen kommt es ausserdem zu «arbeitsrechtlichen Anpassungen» – was für die Betroffenen in erster Linie neue Funktionen oder etwa in gewissen Fällen auch einen neuen Arbeitsort bedeuten kann.

Der geplante Stellenabbau mache ein Konsultationsverfahren nötig, so Postfinance. Dabei sollen die betroffenen Mitarbeitenden Vorschläge unterbreiten können, wie allfällige Kündigungen vermieden oder deren Zahl beschränkt werden können und wie deren Folgen gemildert werden können. Die Geschäftsleitung werde die eingehenden Vorschläge laufend prüfen und Ende November abschliessend entscheiden, «ob und in welchem Ausmass» die Massnahmen umgesetzt werden.

Wo möglich solle ein Stellenabbau zudem über die natürliche Fluktuation, auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse und (Früh-)Pensionierungen erfolgen, versichert die Postfinance. Wo es zu Kündigungen kommen würde, käme ein «gut ausgebauter, mit den Sozialpartnern erarbeiteter Sozialplan» zur Anwendung.

 

Neue digitale Stellen

Die etwa 80 neuen Stellen sollen vor allem im neuen Digitalgeschäft und dem Plattformgeschäft entstehen, wo es laut den Angaben «zusätzliches Personal mit vielfältigen Kompetenzen» brauchen wird.

Wie bereits in verschiedenen Medien zu lesen war, plant Postfinance im kommenden Jahr die Lancierung einer neue Digitalbank unter eigener Marke. Zuletzt hatte etwa auch die Credit Suisse ein solches Angebot lanciert.

Im Plattform-Geschäft will Postfinance derweil ihre heutige Hypothekenvermittlungs-Plattform Valuu weiterentwickeln. So soll Valuu künftig zu einer unabhängigen «Vergleichs- und Abschlussplattform» auch in den Bereichen Versicherungen und Vorsorge werden.

 

Gewerkschaften mit scharfer Kritik

Die Gewerkschaft Syndicom nennt den geplanten Abbau von Postfinance eine «fragwürdige Strategie auf Kosten des Personals». Die aufgegleiste Strategie der Post-Tochter bleibe «weiterhin diffus», hiess es in einer Stellungnahme. In der Belegschaft herrsche zudem bereits seit längerer Zeit Unmut ob der ständigen Reformen, nicht zuletzt auch wegen der «Flut an externen Beratern, welche ihrerseits Unsummen verschlängen».

Die Gewerkschaft fordert vom Postfinance-Management flankierende Massnahmen für das Vorhaben, welche die Anliegen der Angestellten ernst nähmen und sie in den Umbau einbezögen.

Auch die Gewerkschaft Transfair kritisiert die Pläne von Postfinance. Es sei «richtig und wichtig», dass sich Postfinance neu aufstellen wolle, heisst es zwar in einer Mitteilung von Transfair. Der angekündigte Abbau von 130 Vollzeitstellen und die über 250 Vertragsanpassungen seien jedoch «aufs Schärfste» zu kritisieren. Weiter geht die Gewerkschaft davon aus, dass Postfinance nicht nur Personal abbauen, sondern auch andere Stellhebel wie Gebührenerhöhungen, Prozessoptimierungen und forcierte Digitalisierung des Zahlungsverkehrs ziehen werde. (SDA)

Syndicom sieht Bedarf für Weiterbildungsregelungen in ICT-Branche

Laut der Gewerkschaft Syndicom besteht in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) klarer Handlungsbedarf für Weiterbildungsregelungen in den Arbeitsverträgen. Das belege eine in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz durchgeführte Umfrage.

Syndicom

In den Medienunterlagen zu einer Online-Medienkonferenz von Syndicom am Dienstag heisst es, in der Umfrage hätten 70 Prozent der Befragten angegeben, dass die Arbeitgeber von ihnen eine Teilnahme an Weiterbildungen erwarten. Bei 80 Prozent der Befragten sei der letzte Besuch einer Weiterbildung finanziell unterstützt worden.

Weiterbildungsregelungen in Arbeitsverträgen – bestenfalls über einen GAV kollektiv für alle abgesichert – wirkten sich positiv auf die Weiterbildungskonditionen der ICT-Beschäftigten aus. Einerseits erhielten jene mit Regelungen eher eine finanzielle Unterstützung für ihre Weiterbildungsaktivitäten. Andererseits sähen sich diejenigen ohne Weiterbildungsregelungen im Arbeitsvertrag häufiger gezwungen, aus Zeitmangel keine Weiterbildung zu besuchen.

 

Weiterbildung statt Personalabbau

Die Unternehmen seien in der Verantwortung, die Arbeitnehmenden vorausschauend auf die digitale Transformation hin weiterzubilden, statt Personal abzubauen, schreibt Syndicom. Ein Paradigmenwechsel in der betrieblichen Bildungspolitik sei jetzt nötig.

Die Studie zeige weiter, dass eher jüngere Männer mit hohem Bildungsabschluss vom Weiterbildungsangebot profitierten. Branche und Politik seien nun zur Stärkung des Werkplatzes gefordert, spezifische, für alle zugängliche Angebote der Aus- und Weiterbildung besonders zu Gunsten von Frauen, älteren Beschäftigten und Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen. (SDA)

Silverspot realisiert im Hochsommer herbstlichen Film für Echinaforce

Für das pflanzliche Arzneimittel Echinaforce von A. Vogel hat Silverspot bei 31 Grad im Schatten einen Werbefilm gedreht, der nach kalter Jahreszeit aussieht.

Echinaforce

Der aufwändige Spot wurde innerhalb von drei Drehtagen an drei verschiedenen Sets gedreht. In einer Einkaufsmeile in Uster, in einem eigens gemieteten Tram in Zürich und dann noch in einer Bürolocation, ebenfalls in Zürich. Die Herausforderung dabei war, dass bei heissen 31 Grad mit Winterkleidern, künstlichem Regen und Wind gedreht werden musste.

Die Spots laufen seit Montag in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz auf SRF und diversen Schweizer Fenstern der Deutschen und Schweizer Privatsender. Zudem sind die Spots auf PassengerTV zu sehen und wurden auch international für Kanada und Tschechien adaptiert.

Silverspot
get_footer();