Best of Swiss Apps 2020: Diese 49 Projekte sind auf der Shortlist

Die Expert*innen-Jury hat die rund 229 eingegebenen Projekte unter die Lupe genommen und bewertet. Insgesamt 49 Apps haben es in mindestens einer Kategorie auf die Shortlist von «Best of Swiss Apps» geschafft

headline_bosa_2020_833

Die 49 Einreichungen zählen zu den besten App-Projekten des Jahres und dürfen an der Award-Night auf Gold-, Silber- und Bronze-Auszeichnungen in den jeweiligen Kategorien hoffen

Die Projekte, die für den Master of Swiss Apps 2020 nominiert sind, werden am Donnerstag bekannt gegeben. Die Leserwahl zum Master of Swiss Apps startet am Donnerstag, dem 12. November. Teilnahmeberechtigt sind die Abonnenten des Netztickers. Wer am Ende die Trophäe ergattert und sich Master of Swiss Apps 2020 nennen darf, wird an der Award-Night vom 2. Dezember, die aufgrund der aktuellen Lage virtuell stattfinden wird, kommuniziert.

Best of Swiss Apps Shortlist 2020
Projekt Auftraggeber Auftragnehmer
20 Minuten App TX Group AG Notch Interactive AG
AR Murtendiorama Landesmuseum Zürich Landesmuseum Zürich
AstraSenso by UDIMU UDIMU SA Apptitude SA
AstroRara – Historische Astronomie interaktiv ETH-Bibliothek Eyekon AG
autoSense – dein auto in einer App autoSense AG Apps with love AG
Babysitting-Kurs SRK Schweizerisches Rotes Kreuz Apps with love AG | Pixelfarm GmbH
BeMySponsor Zürcher Kantonalbank Gold Interactive
Betty Bossi Gesund & Schlank Betty Bossi AG JLS Digital AG
Bike Kingdom App Lenzerheide Marketing und Support AG inside labs AG | Creative Intelligence Society AG
Catch a Flight Edelweiss Air AG thjnk Zürich AG | Ateo GmbH
Catch a Flight Edelweiss Air AG thjnk Zürich AG | Ateo GmbH
Catch a Flight Edelweiss Air AG thjnk Zürich AG | Ateo GmbH
Catch a Flight Edelweiss Air AG thjnk Zürich AG | Ateo GmbH
Coop Coop Genossenschaft Coop Genossenschaft | Obvious Design GmbH | Include7 AG
CYBATHLON @school mit «Flexo» Wyss Zurich, mint & pepper dreipol | mint & pepper
ecoo Stadt Wetzikon DU DA Data & Commtech by Farner | Papers AG | Farner Consulting
Elementum dloop AG Apps with love AG
eLounge Bank CIC Bank CIC (Schweiz) AG ti&m AG
Emil Fröhlich SV Group AG appculture AG
eSi Mobile App Basler Versicherungen Earlybyte GmbH
FELFEL App FELFEL AG Apps with love AG
frankly. Zürcher Kantonalbank Zürcher Kantonalbank
Genie AR Bitforge AG Bitforge AG
Globus Screensharing App Globus JLS Digital AG
Grand Train Tour of Switzerland App Verein Grand Train Tour of Switzerland dreipol GmbH
Grillitarier Migros-Genossenschafts-Bund Apps with love AG | Mutabor
GVZ Hydranten Finder App ti&m AG
Kinderwelt Graubünden Graubünden Ferien WIRZ Communications AG
Medgate App Medgate AG Open Web Technology
Mercedes-Benz 4U Kids Mercedes-Benz Schweiz AG Staay AG
Micasa 3D Migros-Genossenschafts-Bund JLS Digital AG
Migros Supply Chain Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) smartive AG
myLivit Livit AG Namics – A Merkle Company
NIRLab iTech Distribution SA Apptitude SA
ok.– goal Valora Schweiz AG Bitforge AG
PowerCoins PostFinance Farner Consulting AG
Raiffeisen Rio Raiffeisen Schweiz Raiffeisen Schweiz | Bank Vontobel AG
reCIRCLE reCIRCLE AG approppo GmbH
Sanitas Coach App Sanitas Pathmate Technologies AG
SBB Inclusive SBB Personenverkehr SBB AG
Smartest Learning Smartest Learning AG Apps with love AG
SRK Fahrdienst Schweizerisches Rotes Kreuz dreipol GmbH
Stellar Learning FernUni Schweiz JLS DIGITAL
Swiss AR Map Bitforge AG Bitforge AG
Swiss Youth Hostel – Digital Travel Buddy Schweizer Jugendherbergen Zeilenwerk
SwissCovid Bundesamt für Gesundheit BAG Ubique Innovation AG
Teleboy TV myTV AG (Teleboy) myTV AG (Teleboy)
TOM – Tabletten Erinnerung Innovation 6 AG Bitsfabrik GmbH
Typewise Keyboard Typewise AG appculture AG
Vespa Konfigurator & Shop OFRAG Vertriebsgesellschaft Cando Image GmbH
Visits Wüest Partner AG / QualiCasa AG Netcetera AG
Warnwetter Deutscher Wetterdienst Ubique Innovation AG
Quelle: Best of Swiss Apps

BAG und Rod machen auf den Online-Coronacheck aufmerksam

In der neuen Teilkampagne weist das Bundesamt für Gesundheit BAG auf den Coronavirus-Check hin. Rod Kommunikation hat dafür verschiedene neue Sujets und Clips produziert.

63554

Mit der rasch steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen treten vermehrt verschiedene Krankheitssymptome auf. Die neue Teilkampagne des BAG soll dabei helfen, Klarheit darüber zu schaffen, ob es sich um eine mögliche Ansteckung mit dem neuen Coronavirus handelt. Die Kampagne weist auf den Online-Coronavirus-Check hin, über den schnell herausgefunden werden kann, ob Krankheitssymptome einen Coronavirus-Test nötig machen. Wer den Check macht, erhält eine Empfehlung bezüglich eines Coronavirus-Tests.

Die Kampagne startet am Montag mit Anzeigen, TV-Spots, Online-Videos und Online-Ads, später noch mit digitalen Plakaten.

Parallel zur Teilkampagne «Coronavirus-Check» werden Kommunikationsmittel verbreitet, die die neuen Massnahmen de Bundesrates vom Mittwoch mit den folgenden Botschaften thematisieren: «Treffen Sie weniger Menschen», «Tragen Sie an öffentlichen Orten eine Maske», «Halten Sie private Veranstaltungen klein», «Arbeiten Sie wenn möglich im Homeoffice». Diese Kampagne wurde bereits an der Bundesratssitzung vom letzten Mittwoch vorgestellt (Werbewoche.ch berichtete). Im Rahmen dieser Informationskampagne werden auch Spots erarbeitet, die an die gemeinsame Verantwortung aller appellieren. (pd/swi)

 

Fünfstern hält für Kantonspolizei Basel-Stadt die Hände hoch

Wie jedes Jahr steht die Kantonspolizei Basel-Stadt vor der Herausforderung, genügend qualifizierte Aspirantinnen und Aspiranten für die anspruchsvolle Arbeit als Polizist*in zu finden. Die Basler Agentur Fünfstern unterstützt sie dabei mit einer Recruiting-Kampagne.

Fünfstern_Kapo_Rekrutierung_HaendeHoch

Nachdem eine abgeschlossene Ausbildung aber auch eine gute physische Grundkonstitution als Aufnahmekriterien gelten, sollen vor allem junge Menschen auf der Suche nach einer neuen Perspektive auf den Polizeiberuf aufmerksam gemacht werden.

Im Pitch um die diesjährige Rekrutierungskampagne konnte sich die Basler Agentur Fünfstern mit einer frechen und aufmerksamkeitsstarken Textkampagne erfolgreich durchsetzen. Durch plakative Gestaltung und polizeilichen Befehlston wird die eher junge Kern-Zielgruppe zum Lesen «gezwungen» und direkt andressiert.

Die crossmediale Kampagne wird digital umgesetzt und mit klassischen Werbemitteln wie Plakaten und ÖV-Werbung unterstützt. Sie läuft von Oktober bis Ende Dezember 2020.

Fünfstern_Kapo_Rekrutierung_Fahnen

Verantwortlich bei Kantonspolizei Basel-Stadt: Kim Ernst (Ressortleiterin Rekrutierung); Charlotte Kabay Flück (Leiterin Personal- und Organisationsentwicklung); Dagmar Irlenbusch (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Fünfstern: Gregor Fitz (CD/AD, Text); Aimée Schmid (Grafik); Olivia Nachbur-Beutler (Beratung/Strategie); Marcel Krebs (Gesamtverantwortung/Media).

Milliarden-Gewinne für Tech-Konzerne in der Corona-Krise

38 Milliarden Dollar – so viel haben die vier Tech-Riesen Apple, Google, Facebook und Amazon im vergangenen Quartal zusammen verdient. Die Corona-Krise hat ihrem Geschäft nicht geschadet – ganz im Gegenteil. Die Konzerne profitieren vom veränderten Verhalten der Nutzer und Werbekunden in der Corona-Pandemie.

Milliarden

Amazon bescherte der Trend zum Einkauf im Internet einen Rekordgewinn im vergangenen Quartal. Facebook profitiert in seinem Werbegeschäft davon, dass mehr kleine Firmen ins Netz gehen, um Einbrüche durch die Krise aufzufangen. Bei Google brummt unter anderem das Geschäft der Videoplattform YouTube, während Menschen mehr zuhause sind. Und bei Apple wuchs in Zeiten von Arbeit im Homeoffice und Online-Lernen das Geschäft mit Mac-Computern und iPads.

Amazon steigerte den Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn verdreifachte sich auf den bisherigen Bestwert von 6,3 Milliarden Dollar. «Wir sehen mehr Kunden als jemals zuvor, die frühzeitig Geschenke einkaufen», betonte Amazon-Chef Jeff Bezos. Dies sei ein Hinweis darauf, dass ein «beispielloses» Weihnachtsgeschäft bevorstehe.

Amazon stellte für das laufende Vierteljahr Erlöse zwischen 112 und 121 Milliarden Dollar in Aussicht. Es wäre das erste Mal, dass der Konzern in einem Quartal die Marke von 100 Milliarden Dollar knackt. Amazon hatte mit seinen Lieferdiensten bereits in den Vorquartalen stark davon profitiert, dass die Nachfrage nach Bestellungen im Internet während der Pandemie kräftig zunahm. Auch Amazons lukratives Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet florierte zuletzt weiter.

 

Schub für Facebook

Bei Facebook hatten sich Analysten zu Beginn der Krise noch Sorgen um das Geschäft gemacht. Einen grossen Teil der Facebook-Werbekunden machen kleine und mittlere Unternehmen aus. Viele von ihnen – wie etwa Cafés oder Restaurants – wurden hart von der Pandemie getroffen. Doch es stellt sich heraus, dass Facebooks Geschäft sogar einen Schub bekommt, weil mehr Unternehmen in der Pandemie auf der Suche nach neuen Erlösen ins Internet gehen. Der vor allem mit Werbung erzielte Umsatz des Online-Netzwerks stieg um 22 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 7,85 Milliarden Dollar übrig – ein Plus von 29 Prozent.

Top-Managerin Sheryl Sandberg nannte als Beispiel eine Familienfirma, die Seifen aus eigener Herstellung sonst auf Wochenmärkten verkaufte. In der Pandemie nutze sie nun Facebook als Plattform und habe ihr Geschäft erweitert. Facebook baut darauf das Argument auf, dass das Online-Netzwerk in der Krise eine schützenswerte Rolle für die Wirtschaft spiele – und etwa Datenschutz-Einschränkungen letztlich der Konjunktur schaden könnten.

Die Zahl der täglich aktiven Facebook-Nutzer stieg binnen drei Monaten um 30 Millionen auf rund 1,82 Milliarden. Auf mindestens eine App aus dem Konzern – wie Instagram und WhatsApp – greifen täglich 2,54 Milliarden Nutzer zurück.

 

Werbegeschäft läuft rund

Dank Online-Werbung schoss auch bei der Google-Mutter Alphabet der Gewinn um fast 60 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar hoch, während die Erlöse um 14 Prozent auf 46,2 Milliarden Dollar wuchsen.

Nach einem Dämpfer im Vorquartal lief das Anzeigengeschäft von Google wieder rund und trug mit 37,1 Milliarden Dollar den grössten Anteil zum Umsatz bei. Daneben florierten auch die Werbeerlöse der Video-Tochter YouTube, die um ein Drittel auf fünf Milliarden Dollar stiegen, sowie das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet.

 

iPhone-Umsatz gesunken

Anders als diese Unternehmen macht Apple nach wie vor einen Grossteil seines Geschäfts mit dem Verkauf von Geräten. Und hier hatte Apple ein Problem im vergangenen Quartal: Die neue iPhone-Generation wurde nicht wie gewohnt im September vorgestellt, sondern erst einen Monat später. Das bedeutete für das Vierteljahr einen Gewinnrückgang um 7,4 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar.

Der iPhone-Umsatz sackte im Jahresvergleich um ein Fünftel auf rund 26,4 Milliarden Dollar ab. Aber: Die Erlöse des Konzerns insgesamt wuchsen dennoch um ein Prozent auf 64,7 Milliarden Dollar. Dafür sorgte ein gestiegenes Geschäft unter anderem mit iPads und Mac-Computern sowie mit Abos für Streaming und andere Dienste.

Die spannende Frage wird nun sein, ob das Weihnachtsquartal für das neue iPhone 12 genauso stark läuft wie gewohnt. Finanzchef Luca Maestri sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, der Konzern rechne mit einem Zuwachs in dem Geschäft. Der Umsatz mit Macs stieg im vergangenen Quartal um 29 Prozent auf gut neun Milliarden Dollar. Das iPad-Geschäft wuchs um 46 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

Die erfolgreichen Tech-Riesen geraten zugleich verstärkt ins Visier von Wettbewerbsbehörden auch im Heimatmarkt USA, wo die Regulierer bisher eher die Zügel lockerliessen. So hatte das US-Justizministerium in der vergangenen Woche eine seit langem erwartete Wettbewerbsklage gegen Google eingereicht. Es wirft dem Konzern vor, seine Marktmacht bei der Internetsuche und damit verbundener Werbung auf verbotene Weise auszuspielen. (SDA)

Digitalisierung als Hoffnungsträger in der Covid-19-Pandemie

Trotz der aktuellen Covid-19-Situation steht die Schweizer Bevölkerung den technologischen Errungenschaften der Digitalisierung positiver gegenüber als im Vorjahr. Neue Technologien erleichtern unser privates und berufliches Leben während den coronabedingten Einschränkungen. Dies zeigt die Oliver-Wyman-Studie «Switzerland’s Digital DNA».

Digitalisierung

Die Digitalisierung ist in den letzten Monaten insbesondere auch durch die aktuelle Covid-19-Krise zügig vorangeschritten. Eine Befragung der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman unter 1’500 Personen zeigt, dass die meisten Bürger*innen der Schweiz Internet und Technologie positiv gegenüberstehen. Obwohl die Schattenseiten der Digitalisierung in Bezug auf Arbeitsplätze, Datenschutz und Gesundheit auch in diesem Jahr wieder zur Diskussion standen, sind die damit verbundenen Hoffnungen für die meisten Bevölkerungsgruppen generell gestiegen, während die Ängste abgenommen haben.

 

Neue Jobs

So gehen dieses Jahr 60 Prozent der in der Schweiz wohnhaften Personen davon aus, dass Internet und Technologie neue Jobs schaffen wird. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 58 Prozent. Während die Zustimmungsrate bei den Arbeitstätigen stabil geblieben ist (2020: 58%; 2019: 59%), ist diese insbesondere bei Erwerbslosen (2020: 65%; 2019: 41%) sowie Schülern und Studenten (2020: 71%; 2019: 65%) gestiegen. «Diese Unterschiede lassen sich auch darauf zurückführen, dass die Digitalisierung mittel- bis langfristig Arbeitsplätze und -bedingungen schaffen wird, welche eine stärkere Verbreitung von Home-Office und flexiblere Arbeitsformen begünstigen», sagt Nordal Cavadini, Partner bei Oliver Wyman.

 

Positivere Jobaussichten in krisenresistenteren Industrien

Auch innerhalb einzelner Industriezweige gibt es markante Unterschiede: Im Gross- und Einzelhandel sind die positiven Einschätzungen zu den Jobaussichten deutlich gestiegen (von 2019: 38% auf 2020: 59%), während sie in den Bereichen Verkehr und Logistik von 54 auf 43 Prozent gesunken, und damit im Branchenvergleich am niedrigsten sind. Gemäss Cavadini ist dies mitunter «ein Indikator dafür, wie stark die aktuelle Covid-19-Krise die Mitarbeitenden der Verkehrs- und Logistikbranche, also beispielsweise von Fluggesellschaften, verunsichert». Auf der anderen Seite sehe man beim Handel Chancen, die sich aufgrund von Entwicklungen bei Internet und Technologie trotz Pandemie eröffnen: der Online-Boom zahlt beispielsweise darauf ein.

Weiterhin zuversichtlich sind Mitarbeitende der Informations- und Kommunikationsindustrie, von denen 71 Prozent davon ausgehen, dass zukünftig neue Jobs für sie geschaffen werden. Der Anteil der Bevölkerung, der sich von der Technologie zurückgelassen sieht, beträgt 21 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr über die Gesamtbevölkerung hinweg betrachtet kaum (20 Prozent), bei den Arbeitstätigen aber leicht gestiegen (von 21 auf 24 Prozent).

Digitalisierung
(Quelle: Oliver Wyman)

Digitale Innovationen in der Gesundheitsbranche

Die Hoffnungen auf bessere Technologien für Krankheitsdiagnosen und Heilung haben im Vergleich zum Vorjahr geschlechts- und altersunabhängig zugenommen und betragen 59 Prozent (2019: 54%). Insbesondere jüngere Generationen stimmen häufiger zu (78%), dass Internet und Technologie die Krankheitsdiagnose und Heilung verbessern, als noch 2019 (53% Zustimmung).

Für Kolja Dutkowski, Principal im Bereich Digital bei Oliver Wyman, sei dies wenig überraschend: «Durch die aktuelle Pandemie haben viele Personen die Vorteile digitaler Medien kennengelernt. Durch Fernkonsultationen über Videotelefonie konnte beispielsweise das Risiko verringert werden, beim Arztbesuch angesteckt zu werden. Zudem haben wohl viele Personen spätestens mit der Einführung der SwissCovid-App erkannt, dass neue Technologien wichtige Massnahmen zur Eindämmung des Virus – beispielsweise das Contact Tracing – deutlich vereinfachen».

Digitalisierung
(Quelle: Oliver Wyman)

Zunehmende Bereitschaft, Daten weiterzugeben

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bereitschaft, Daten an Dritte weiterzugeben, ebenfalls leicht gestiegen (von 2019: 33 auf 2020: 37 Prozent). Das Vertrauen, dem Gesundheitssektor persönliche Daten bereitzustellen, erreicht die höchste Zustimmung, Online-Händler und Technologiefirmen die niedrigste Zustimmung.

Aufgrund der aktuellen Pandemie stieg in der Schweiz dieses Jahr erneut das Vertrauen in Internet und Technologie. Die Digitalisierung ermöglicht es vielen Branchen, in der aktuellen Situation verhältnismässig besser aufgestellt zu sein. «Für Unternehmen, öffentliche Institutionen und NGOs sollte es deshalb das Ziel sein, möglichst rasch digitale Prozesse, Lösungen und Services, die sich in der Krise bewährt haben, zu übernehmen», so das Fazit von Cavadini.

Digitalisierung
(Quelle: Oliver Wyman)

Oliver Wyman untersuchte Ende September 2020 zum vierten Mal die digitale DNA der Schweiz. Dabei wurden 1’500 Personen in der Deutschschweiz und französischsprachigen Schweiz hinsichtlich ihrer Einschätzung zu den aktuellen und zukünftigen Auswirkungen der Digitalisierung auf 7 verschiedene Themenwelten befragt: Arbeit 4.0, Bildung, Datenschutz, Mobilität & Infrastruktur, E-Demokratie, Gesundheit, sowie Gesellschaft & Medien.

Die Studie wird im Rahmen der Schweizer Digitaltage, einer Initiative von Digitalswitzerland, veröffentlicht. An den Digitaltagen vom 1. bis 3. November 2020 erwarten die Besucher*innen mehr als 400 kostenlose Online- und Offline-Angebote, die den Dialog fördern, Zukunftskompetenzen stärken und zur Inspiration einladen.

Jung von Matt Limmat mit neuer Kreativspitze

Annette Häcki, Luitgard Hagl und Carsten Jamrow sind ab 2021 im neu lancierten Excellence Board von Jung von Matt Limmat. Die drei Kreativen sind Sparringpartner der selbstorganisierten Teams und für die systematische Förderung der kreativen Exzellenz zuständig. Sie sind neu auch Mitglieder der Geschäftsleitung.

Jung von Matt Limmat
Neu im Excellence Board von Jung von Matt Limmat: Annette Häcki, Luitgard Hagl und Carsten Jamrow (v.l.n.r).

Gute Ideen brauchen keinen Chef, dafür umso mehr ein Klima des Vertrauens, wie Jung von Matt Limmat (neue Schreibweise: Jung von Matt LIMMAT und nicht mehr Jung von Matt/Limmat) in einer Mitteilung von Freitag schreibt. Aus diesem Grund schaffe die Agentur ein radikal neues, hierarchiefreies Kreativ-Ökosystem. Neben dem Excellence Board setzt das Kreativ-Ökosystem auf selbstorganisierte Teams, interdisziplinäres Empowering und auf das Traineeprogramm «Future Creative Leaders».

Annette Häcki ist seit Mitte 2020 bei Jung von Matt Limmat und war vorher in leitender Position bei Wunderman Thompson und Kreativchefin bei Rod. Sie verantwortete zahlreiche erfolgreiche und populäre Kampagnen, ist ein grosser Fan von Co-Creation und Neukunden-Serien-Gewinnerin.

Luitgard Hagl steigt im Januar 2021 bei Jung von Matt Limmat ein. Sie war vorher über fünf Jahre bei Jung von Matt in unterschiedlichen Funktionen und zuletzt als Executive Creative Director bei Serviceplan in München. Luitgard ist Fiction-Junkie und mehrfach ausgezeichnete Storytellerin.

Carsten Jamrow ist seit Anfang 2019 bei Jung von Matt Limmat. Zuvor war er bei Lukas Lindemann Rosinski, Scholz & Friends und bei Jung von Matt in Hamburg. Jamrow schätzt die Fusion von Design, Technologie und kreativem Ungehorsam.

Tele lanciert Streaming-Magazin

Am Freitag erscheint die erste Ausgabe des neuen Magazins Streaming – produziert von der Tele-Redaktion. Es präsentiert jeden Monat die besten Serien, Filme, und Dokus der wichtigsten Streaming-Plattformen der Schweiz. Das Magazin ist am Kiosk erhältlich oder bestellbar mit flexiblem Monatsabo.

Tele lanciert Streaming-Magazin

Das Angebot an Streaming-Inhalten wächst seit Jahren. Immer mehr Menschen nutzen Plattformen wie Netflix, Sky Show, Apple TV+, Amazon Prime Video und Disney+. Um bei dieser riesigen Auswahl an Serien und Filmen den Überblick zu behalten, lanciert Ringier Axel Springer Schweiz mit Streaming ein spezialisiertes Programm-Magazin.

 

Monatliches Abo-Modell

Analog zu Streaming-Diensten beziehen die Leserinnen und Leser das Magazin im flexiblen Monatsabo. Das Abo kann auf Streaming.ch beantragt werden, wo es – ergänzend zum physischen Magazin – zusätzlichen Online-Content gibt. Ebenfalls im Abo inbegriffen ist ein exklusiver E-Mail-Newsletter, der wöchentlich die wichtigsten Updates oder Neuerscheinungen der Streaming-Anbieter zusammenfasst.

Ringier Axel Springer Schweiz

Beobachter «Prix Courage» 2020 geht an Nadya und Candid Pfister

Nadya und Candid Pfister aus Spreitenbach AG werden mit dem «Beobachter Prix Courage» 2020 ausgezeichnet. Sie haben ihre Tochter Céline im August 2017 durch Suizid verloren und kämpfen seitdem gegen Cybermobbing. Der mit 15’000 Franken dotierte Preis wurde ihnen am Freitagabend während der digitalen Preisverleihung auf Blick TV überreicht.

Beobachter

Seit drei Jahren kämpfen Nadya und Candid Pfister auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #célinesvoice gegen Cybermobbing. Ihre einzige Tochter Céline war erst 13 Jahre alt, als sie nach tagelangem Mobbing über die App «Snapchat» im August 2017 Suizid beging. Die zwei Jugendlichen, die Pfisters Tochter mit einem Intimbild mobbten, traf ein mildes Urteil: sie kamen mit wenigen Tagen gemeinnütziger Arbeit davon. Deshalb setzt sich das Ehepaar Pfister seitdem dafür ein, dass digitales Mobbing in Zukunft strafrechtlich verfolgt wird. «Wenn auch nur ein Kind weniger versucht, Suizid zu begehen, haben wir unendlich viel erreicht», erklärt Nadya Pfister. Dank des Engagements der Pfisters hat SP-Nationalrätin Gabriela Suter mittlerweile eine parlamentarische Initiative eingereicht.

Die Wahl des «Beobachter Prix Courage» erfolgte durch das Publikum via Online-Voting und durch die sechsköpfige Jury. Die Stimmen des Publikums und jene der Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet.

 

«Prix Courage Lifetime Award» für «Die Dargebotene Hand»

Der mit 10’000 Franken dotierte «Beobachter Prix Courage Lifetime Award» für besondere Dienste an der Gesellschaft wurde dieses Jahr an die Hilfsorganisation «Die Dargebotene Hand» verliehen. Seit über 60 Jahren wird der telefonische Seelsorgedienst von rund 670 freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen, die mit viel Herz und ohne Bezahlung anderen Menschen zuhören und helfen.

Beobachter

Patrik Hasler-Olbrych wird Leiter Kommunikation von GastroSuisse

Patrik Hasler-Olbrych übernimmt ab 1. November 2020 die Leitung der Abteilung Kommunikation bei GastroSuisse, dem Branchenverband für Hotellerie und Restauration. In dieser Position ist er Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortet die Medienarbeit, die Online-Kommunikation sowie die Herausgabe des Fach- und Verbandsmagazins GastroJournal.

Patrik Hasler-Olbrych

Der 46-Jährige arbeitete seit 2010 bei Agrisano, den Versicherungs- und Vorsorge-Unternehmungen des Schweizer Bauernverbandes. Er leitete die Bereiche Kommunikation und Marketing und war für die Medienarbeit verantwortlich. Dabei wirkte er auch in verschiedenen Kommissionen mit, unter anderem beim Schweizerischen Versicherungsverband sowie beim RVK, dem Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer. Vor seiner Zeit bei Agrisano war er als Leiter Kommunikation eines international tätigen Hilfswerks tätig und führte einen Verlag.

Patrik Hasler-Olbrych tritt bei GastroSuisse die Nachfolge des langjährigen Geschäftsleitungsmitglieds Brigitte Meier-Schmid an, die nach 21 Jahren im Verband in Pension geht. Sie hat den Entscheid, ihre Tätigkeit bei GastroSuisse Ende 2020 zu beenden, im Unternehmen bereits Anfang des Jahres mitgeteilt.

Philipp Wyss wird neuer Coop-CEO

Bei Coop kommt es zu einem Wechsel an der Spitze. Der Verwaltungsrat des Detailhandelsriesen hat Philipp Wyss als Vorsitzenden der Geschäftsleitung nominiert. Er soll seine neue Position im Mai 2021 übernehmen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Philipp Wyss

Auch auf dem Posten des Verwaltungsratspräsidenten kommt es zu einer Rochade. Der bisherige Coop-Chef Joos Sutter soll an der Delegiertenversammlung im kommenden Frühjahr Hansueli Loosli ablösen. Sein Austritt aus dem Gremium auf diesen Termin war bereits vorher bekannt.

Bisher war Wyss stellvertretender Vorsitzender und verantwortlich für den Bereich Marketing und Beschaffung. Er ist bereits seit 1997 bei Coop tätig. Seine Nachfolgerin soll Andrea Kramer werden.

Joos Sutter hatte das Unternehmen seit 2011 geleitet und war bereits seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung. Hansueli Loosli hatte ebenfalls im Jahr 2011 den Posten des VRP übernommen.

 

Weitere Wechsel

Zudem soll es im Aufsichtsgremium noch zu anderen Personalwechseln kommen. Für das Amt der Vizepräsidentin ist die frühere Bundesrätin Doris Leuthard als Nachfolgerin für Irene Kaufmann vorgesehen. Diese tritt nach zwanzig Jahren im VR im nächsten Frühjahr zurück. Gleichzeitig werden Peter Eisenhut, Roman Kuhn und Hans Jürg Käser altershalber zurücktreten.

Auch die Neubesetzungen für diese Austritte wurden nominiert. Einsitz nehmen sollen Grégoire Ribordy (CEO ID Quantique), Michael Fuhrer (CFO Hänseler), Karim Twerenbold (CEO und VRP Twerenbold Gruppe) sowie als Personalvertreter Markus Beer (Leiter Coop Fachbereich Bäckereien), wie es weiter heisst. (SDA)

Weko winkt Sunrise-Übernahme durch Liberty ohne Auflagen durch

Grünes Licht für den Milliardenzusammenschluss in der Schweizer Telekombranche: Die Weko hat die Übernahme von Sunrise durch die UPC-Besitzerin Liberty Global ohne Auflagen und Bedingungen bewilligt.

Sunrise

Damit sei eine wichtige Hürde genommen, teilte Sunrise am Freitag in einem Communiqué mit. Sunrise begrüsse die Entscheidung der Eidgenössischen Wettbewerbskommission Weko. Der Entscheid ohne Auflagen war erwartet worden.

UPC-Besitzerin Liberty Global hatte im August das Kaufangebot für Sunrise vorgelegt (Werbewoche.ch berichtete). Der amerikanisch-britische Kabelnetzriese greift dafür tief in die Tasche: Die Sunrise-Aktionäre sollen 5 Milliarden Franken in bar erhalten. Damit wird der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz inklusive Schulden mit 6,8 Milliarden Franken bewertet.

Mittlerweile hätten über 96 Prozent der Sunrise-Aktionäre nach Ablauf der Nachfrist am Mittwoch ihre Aktien angedient, hatte der Telekomkonzern am Vortag gemeldet. Das definitive Endergebnis wird am 3. November veröffentlicht.

 

Potenterer Konkurrent für Swisscom

Nach Abschluss des Deals werden Sunrise und die Kabelnetzbetreiberin UPC zusammengelegt. Gemeinsam wollen sie zu einem potenteren Herausforderer für den Platzhirsch Swisscom werden. Zusammen werden sie einen Umsatz von 3,1 Milliarden Franken erreichen und 2,1 Millionen Mobilfunkabo-Kunden haben. Mit 1,2 Millionen Breitbandkunden und 1,3 Millionen TV-Abonnenten erreichen sie in jedem Bereich einen Marktanteil von rund 30 Prozent.

Ein Ziel der Fusion ist es auch, die jeweiligen Schwachstellen zu beseitigen. So erhält Sunrise ein eigenes Festnetz, während UPC nun ein Handynetz bekommt. (SDA)

Kids und Advance sensibilisieren für Gender-Diversity in Führungspositionen

Die Agentur Kids Creative Agency und die Organisation Advance sensibilisieren Schweizer Führungskräfte für mehr Geschlechterdiversität. Ein Bild zusammengefügt aus den 50 CEOs des SMI Expanded zeigt, wie rar Frauen in der obersten Führung immer noch sind: Nur 4 Prozent haben eine Frau an der Spitze.

Führungspositionen

Nur jede zehnte Führungsperson in Schweizer Geschäftsleitungen ist eine Frau. Und das, obwohl Geschlechterdiversität ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Mit der Kampagne «Let’s change the face of Swiss leadership» ruft die Schweizer Organisation Advance Führungspersonen dazu auf, auf mehr Frauen in Führungsteams zu setzen. Inspiration auf der Kampagnenseite für konkrete Initiativen sollen dies unterstützen.

Der Zeitpunkt der Kampagne ist nicht zufällig gewählt: «Gerade in Zeiten von Covid-19 möchten wir Unternehmen daran erinnern, ihr Engagement für Geschlechterdiversität weiterzuführen», sagt Alkistis Petropaki, General Manager bei Advance. Das Engagement für Gender Diversity ist nicht nur ein wichtiges Statement von Unternehmen. Es zahlt sich auch aus: Gemischte Teams treffen erwiesenermassen bessere Entscheide, sind innovativer und können mehr Profit generieren, wie zum Beispiel der McKinsey Report 2020 «Diversity Wins – How Inclusion Matters» aufzeigt.

 

Mit Morphing sensibilisieren

Für die Kampagne hat Kids Creative Agency die Morph-Technologie genutzt: Ein Bild, zusammengefügt aus den 50 CEOs des SMI Expanded, vermittelt auf einen Blick, wie fest Führungspositionen nach wie vor männlich dominiert sind. Die Kampagne richtet sich gezielt auf Führungspersonen in der Schweiz und wird hauptsächlich auf Online-Plattformen wie LinkedIn, Facebook und Instagram gespielt.

Verantwortlich bei Advance: Alkistis Petropaki (General Manager), Alexandra Rutsch (Communication Manager), Liza Engel (CPO Deloitte), Claudia Thyme (Director Strategic Development AXA XL). Verantwortlich bei Kids Creative Agency: Frédéric Savioz, Valentin Cheli, Joppe Muller, Nathalie Eggen.

get_footer();