Content Moments: Im richtigen Moment begeistern
- Inspire – nach neuen Ideen suchen, etwas Neues ausprobieren
- Be in the Know – auf dem neuesten Stand sein, relevante Ideen finden
- Find – nach Antworten oder Ratschlägen suchen
- Comfort – Nach Unterstützung oder Einblicken suchen
- Connect – Etwas Neues lernen, Teil einer Community sein
- Feel Good – Die Stimmung verbessern, sich entspannen
- Entertain – Eine Auszeit oder eine mentale Pause nehmen, lachen
- Update Socially – Auf dem neusten Stand bleiben, eine mentale Pause machen
Wie Internetuser Inhalte konsumierenDurchschnittlich zwölf Minuten befinden sich Internetuser in einem Content Moment, in dem sie Inhalte konsumieren. Zwischen 11 und 2 Uhr nachts dauert ein Content Moment am längsten – durchschnittlich 18 Minuten – morgens zwischen 5 und 9 Uhr dauert ein Content Moment nur durchschnittlich acht Minuten an und ist somit am kürzesten. Die Variationen nach Alter und Geschlecht sind dabei nur geringfügig. Dafür gibt es Unterschiede in Abhängigkeit vom mobilen Endgerät: Mit wachsender Bildschirmgrösse wächst auch die Zeit, die in einem Content Moment verbracht wird.Je emotionaler der Content Moment, desto länger verweilen Konsumenten. Die Content Moments „Entertain“ und „Find“, in denen die Motivation der Inhaltskonsumption in der Entspannung liegt, dauern also meist länger – bei den Deutschen durchschnittlich 16 bzw. 14 Minuten – als die Momente „Be in the Know“ (durchschnittliche Dauer von sieben Minuten) oder „Comfort“ (durchschnittliche Dauer von zehn Minuten), in denen es vor allem um die Aufnahme von Informationen geht. Ausserdem variieren die Inhalte abhängig vom Moment und die Aktion im Anschluss an den Content Moment.Inspire14 Prozent der Content Moments fallen in die Kategorie «Inspire». Vor allem die Produktsuche und Foto-Galerien oder Slideshows zu den Themen Reisen, Mode und Essen werden in diesem Content Moment konsumiert. 25 Prozent entdecken dabei einen Service oder ein Produkt, über dessen Kauf sie nachdenken.Be in the KnowElf Prozent der Content Moments fallen in die Kategorie «Be in the Know». Dazu dienen den Konsumenten vor allem online Informationen und Artikel über aktuelle Geschehnisse, das Wetter und Politik. 34 Prozent der Konsumenten kommen direkt über eine App oder eine Zielseite.Find17 Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie „Find“. Zu den Top Inhalten zählen Produkte und Online-Informationen, Artikel und Blogs zu Technologie, Wetter und Gesundheit/Wellness.ComfortDrei Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie „Comfort“: In diesen Momenten konsumieren Nutzer Inhalte vor allem über soziale Netzwerke. Da verwundert es wenig, dass im Anschluss an diesen Content Moment die Sharing-Rate am höchsten ist: 27 Prozent der Befragten geben an, nach der Interaktion die Inhalte online zu teilen.ConnectFünf Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie „Connect“. Vor allem Online-Videos aus den Bereichen Comedy, Unterhaltung und Fantasy werden konsumiert. Im Anschluss an diese Momente klicken Konsumenten vermehrt auf Anzeigen oder laden eine App herunter.Feel Good16 Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie „Feel Good“. Zum Top Content gehören Foto-Galerien und Slideshows sowie soziale Netzwerke. Inhaltlich sind diese Momente geprägt von den Themen Musik, Sport und Games. Dieser Moment führt am ehesten von allen zum Kauf eines Produktes.Entertain18 Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie “Entertain“ – somit handelt es sich um den häufigsten Content Moment. Konsumenten beschäftigen sich vor allem mit Online-Games oder Online Videos und neun Prozent der Konsumenten teilen ihre Erfahrungen anschliessend mit einer Person.Update Socially17 Prozent der Content Moments der Deutschen fallen in die Kategorie „Update Socially“. Zu den Top-Inhalten gehören die sozialen Medien, kurze Videos und Galerien oder Slideshows. Die Themen sind vor allem Sport, Freunde & Familie sowie Games.AOL hat zudem einen Vier-Stufen-Ansatz entwickelt, der als Leitfaden zur Erstellung von Content Marketing Kampagnen dient:1. Die Bedürfnisse des Konsumenten bestimmen die Markenattribute, denn die Story sollte zum Nutzer kommen und nicht erwartet werden, dass der Nutzer zur Marke kommt.2. Die Themen und Formate der Inhalte sowie die Content Moments, in denen sie ausgespielt werden, sollten variieren. So erreichen Werber mehr Nutzer.3. Das gewünschte Ergebnis sollte im Vorfeld genau definiert werden. Dazu sollten Werber die Denkweise der Nutzer kennen und es ihnen einfach machen, in Interaktion zu treten.4. Daten und Kreativität sollten Hand in Hand gehen und sich ergänzen: Um die grösstmögliche Kampagnen Effektivität zu erzielen, helfen die Einblicke aus den acht Content Moments, um mit Kreativität zu begeistern, im Einklang mit den Bedürfnissen des Konsumenten.



Folglich hat der erste Eindruck einen messbaren Einfluss auf die Wahrnehmung des Verkäufers. Nach Carney (2007) geschieht die Urteilsbildung bereits während der fünften Sekunde einer persönlichen Interaktion. John Wood (2006) hat aufgezeigt, dass in der ersten Phase eines persönlichen Gesprächs die Vertrauenswürdigkeit der Verkaufsperson durch nicht verbale Signale beurteilt wird. In einer weiteren Studie hat Nalini Ambady (2006) den Einfluss des ersten Eindrucks auf den Verkaufsabschluss untersucht. Mehrere 30 Sekunden kurze Videosequenzen verschiedener Verkaufsgespräche wurden Versuchspersonen präsentiert. Das Potenzial der Verkaufsgespräche für einen erfolgreichen Abschluss konnte durch die Versuchsteilnehmer eindeutig signifikant beurteilt werden. Folglich ist es möglich, durch die Analyse des ersten Eindrucks die Beurteilung eines Verkaufsgesprächs und dessen Abschlusspotenzial durchzuführen.Authentizität als Erfolgsfaktor im persönlichen VerkaufDie positive Wahrnehmung und der Erfolg eines Verkaufsgesprächs beruht auf der Authentizität einer Verkaufsperson (Algera & Lips-Wiersma, 2012; Diddams & Chang, 2012). Hennig-Thurau (2006) beschreibt Authentizität als ein Mass für den emotionalen Zustand des Unwohlseins als zentrale Komponente der zwischenmenschlichen Interaktion.Sigmund Freud (1938) hat den idealen Zustand des inneren Gleichgewichts beschrieben. Er unterscheidet zwischen den emotionalen («Fühlen» [affect]), körperlichen («Handeln» [behaviour]) und den rationalen Ausprägungen («Denken» [cognition]), die bei Gleichgewicht zwischen inneren und äusseren Einflüssen zum idealen seelischen Zustand führen und ein authentisches Auftreten bewirken.
Drei Ebenen: Fühlen, Handeln und DenkenEbene 1: Das «Fühlen» (affect) umfasst Emotionen wie Angst, Zuneigung und Freude. Die Käufer beurteilen den Verkäufer also sehr schnell, und umgekehrt dürfte das auch der Fall sein. Ayres (2001) hat in seiner Studie die Vorgehensweise beim Verkaufsgespräch von Chicagoer Autoverkäufern eingehend untersucht. Dabei ist ihm der Autoverkäufer Bob Golomb besonders aufgefallen, der den doppelten Verkaufsumsatz im Vergleich zum Durchschnitt generierte. Ayres fand heraus, dass Bob Golomb in der Lage war, die Absichten seiner Kundschaft gut und schnell zu beurteilen, ohne sich durch deren Äusserlichkeiten täuschen zu lassen.Ebene 2: Die Ebene des «Handelns» («behaviour») hat für die isolierten Elemente wie beispielsweise Mimik, Gestik, Körperhaltung und Lachen nur beschränkten Einfluss auf die Verkaufsinteraktion (Hari, 2007). Einzelne Elemente wie das oft zitierte «Lächeln» haben für sich alleine wenig bis keinen Einfluss auf die gegenseitige Urteilsbildung von Käufern und Verkäufern, insbesondere wenn es nicht authentisch ist (Williams, 2001).Ebene 3: Die dritte Ebene, das «Denken» (cognition) bezieht sich dabei auf den Inhalt des Gesprächs, also auf das, was in Worten gesagt wird, und könnte auch in geschriebener Form vorliegen. Nach Lynch (2007) können emotionelle Faktoren bei der Entscheidungsfindung im persönlichen Verkauf von grösserer Bedeutung sein als kognitive Kriterien. Die Auswirkung des Inhalts einer Verkaufspräsentation auf den bleibenden Eindruck hat Donald Naftulin (1973) in seinem «Dr. Fox-Experiment» untersucht. Der inhaltlich mit der Materie nicht vertraute Schauspieler Michael Fox hielt vor universitärem Fachpublikum einen rhetorisch brillanten Vortrag über die «mathematische Spieltheorie in der Ausbildung von Ärzten». Trotz der Tatsache, dass der Inhalt widersprüchlich und teilweise falsch war, hatten selbst erfahrene Zuhörer das Gefühl, etwas gelernt zu haben. Der Inhalt einer Rede kann folglich nur einen kleinen Teil der positiven Wahrnehmung ausmachen.Diese Erkenntnisse werden durch die Untersuchung von Mehrabian (1972) bestätigt. Demnach besteht die interpersonelle Interaktion zu 55 % aus Körpersprache, zu 38 % aus Ton und zu 7 % aus dem gesprochenen Wort.Was bedeutet das für die Verkaufspraxis?Für die Verkaufspraxis ist es wichtig sich diese Erkenntnisse bewusst zu machen. Erstens wird der entscheidende Eindruck in den ersten Sekunden gebildet, zweitens gibt es gemäss ABC-Modell drei Kanäle der interpersonellen Interaktion die massgeblich die Authentizität einer Verkaufsperson als zentralen Faktor beeinflussen. Von besonders grosser Bedeutung ist dabei die Körpersprache und ebenfalls die emotionale Verbindung. Der gesprochene Inhalt ist sekundär.Unter Berücksichtigung dieser Umstände kann das authentische Auftreten trainiert werden. Das könnte einerseits mittels Rollenspiele geschehen, alternativ könnten Sie sich schauspielerische Techniken aneignen wie es bereits in den Vereinigten Staaten praktiziert wird. Ausserdem, das sollte eigentlich selbstverständlich sein, sollten Sie nie unvorbereitet ein Verkaufsgespräch durchführen. Und natürlich ist eine adäquate äussere Erscheinung wichtig.Fernfachhochschule
Bewertungen im Internet sind für Online-Händler wichtig.Bewertungen im Internet sind für Verbraucher eine wichtige Orientierung, um sich einen Eindruck von einem Produkt oder Online-Shop zu verschaffen. Sie sind aber auch direkt, ehrlich und knallhart. Trusted Shops zeigt skurrile und witzige Bewertungen, die wirklich abgegeben wurden.


Soziale Netzwerke werden vor allem für private Zwecke genutzt.Die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Xing oder LinkedIn hat im Vergleich zum letzten Jahr zugenommen: von 48.3 Prozent auf 51.3 Prozent. Heute nutzen 3.4 Millionen Menschen in der Schweiz solche Plattformen – die grosse Mehrheit (70 Prozent) sind sogenannte Heavy-User und loggen sich täglich oder fast täglich in soziale Netzwerke ein. Drei Viertel verbringen ihre Zeit auf Facebook & Co. damit, die Profile und Beiträge von anderen Personen zu lesen und anzuschauen. Sieben von zehn Usern nutzen die Plattformen auch, um persönliche Nachrichten zu senden und empfangen. Weiter hoch im Kurs ist das Kommentieren oder Liken von Posts.Berufliches Networking im Netz wird dagegen von einer Minderheit betrieben: jeder Zehnte Schweizer oder 700 Tausend Leute nutzen Xing, LinkedIn und Co. Dabei lesen sie Profile und Posts von Gruppen oder Organisationen fast genauso häufig wie Posts von anderen Usern. Männer finden mehr Gefallen beim virtuellen beruflichen Networking als Frauen – sie sind mit einem Verhältnis von 7 zu 3 stark übervertreten.Spitzenreiter SmartphoneEs scheint, dass soziale Netzwerke oft von unterwegs im Zug, Bus oder beim Warten besucht werden, da drei Viertel der User mit ihrem Smartphone darauf zugreifen. 7 von 10 bevorzugen für das Stöbern, Liken und Kommentieren auch mal einen grösseren Bildschirm und nutzen dafür einen Laptop oder einen Desktop-PC. Auch ein Tablet wird von über 40 Prozent oder 1.4 Millionen Usern bei Ihrem Besuch auf Facebook, Xing & Co. regelmässig genutzt. Weit nach hinten fallen die beiden Gerätekategorien Smart-TV und MP3-Player, welche lediglich von 1.3 Prozente bzw. 1.0 Prozent der User ab und an zum Surfen auf sozialen Netzwerken genutzt werden. Nutzer von sozialen Netzwerken sind grösstenteils Mehrgerätenutzer: Zwei Drittel nutzen drei oder mehr Geräte. Nur rund 7 Prozent (= 250 Tausend User) gehen nur mit einem Gerät ins Web.