Tina Boetsch ist neue CEO von Engadin St. Moritz Tourismus

Engadin St. Moritz Tourismus verstärkt die Geschäftsleitung und besetzt den CEO-Posten per 1. Februar 2021 mit Tina Boetsch. Die 44-Jährige war zuletzt bei Lindt & Sprüngli als Head of Business Development & Chocolate Competence Center in Kilchberg tätig.

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Einstimmig habe der Verwaltungsrat von Engadin St. Moritz Tourismus ESTM die gebürtige Baslerin Tina Boetsch zur neuen CEO bestimmt, wie die Tourismusorganisation in einer Mitteilung von Mittwoch schreibt. Boetsch ist 1976 geboren, hat an der Universität St. Gallen Wirtschaft studiert und später doktoriert. Sie startete ihre berufliche Laufbahn bei der damaligen Swissair und war anschliessend bei der Swiss im Marketing für die Produktentwicklung an den Flughäfen weltweit verantwortlich.

«Mit Tina Boetsch können wir unsere erfolgreiche dreiköpfige Geschäftsleitung wunschgemäss verstärken», sagt Verwaltungsratspräsident Kurt Bobst. Angesichts der eingeleiteten strategischen Neuausrichtung der ESTM, aber auch als Folge der Corona-Krise sei eine Verstärkung der operativen Führung notwendig geworden.

Tina Boetsch war vor ihrer Tätigkeit für Lindt & Sprüngli Mitglied der Geschäftsleitung bei Maestrani Schokoladen in Flawil, wo sie das Ressort Business Development leitete. Bei Lindt & Sprüngli, am Sitz des Konzerns in Kilchberg, verantwortete sie den Aufbau der Geschäftseinheit Chocolate Competence Center der Stiftung mit dem neuen Besucherzentrum «Lindt Home of Chocolate», das kürzlich eingeweiht wurde.

VR-Präsident Bobst ist überzeugt, dass Tina Boetsch die idealen Voraussetzungen mitbringt, um gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem gesamten Team «die touristische Gesamtstrategie für das Oberengadin umzusetzen, touristische Entwicklungsprojekte zu managen und das Stakeholder-Management aufzubauen».

Der ESTM-Verwaltungsrat ist zum Schluss gekommen, dass die dreiköpfige Geschäftsleitung durch einen externen CEO verstärkt werden soll, um die Herausforderungen der Zukunft und die komplexe Corona-Situation erfolgreich meistern zu können. (pd/swi)

Digitalswitzerland will MINT-Nachwuchs in der Schweiz mit Kampagne fördern

Gemeinsam mit Pro Juventute engagiert sich Digitalswitzerland mit einer neu lancierten Kampagne «Die Lösung bist Du!» dafür, die nächste Generation auf die «MINT»-Berufe aufmerksam zu machen. 

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Nur wenige Jugendliche in der Schweiz entscheiden sich für Ausbildungen in den «MINT»-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dabei sind diese Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Allein im ICT-Sektor fehlen bis Ende 2030 120’000 Expertinnen und Experten. Für den ganzen MINT-Bereich ist diese Zahl um ein Vielfaches höher.

Dabei sind MINT-Fähigkeiten Teil der Lösung drängender sozialer Herausforderungen wie Klimawandel und Umwelt, Medizin und Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährung, Verkehr, Nachhaltigkeit und vieles mehr. Junge Menschen können Teil dieser Lösung werden. Unter dem Leitsatz «Die Lösung bist du!» sollen Jugendliche sowie deren Eltern und weitere Bezugspersonen mithilfe einer wertebasierten, nationalen Dachkampagne über die Chancen von MINT informiert und gleichzeitig ihr Interesse dafür gefördert werden.

«Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt wird immer grösser, da der Bedarf an Fachkräften schneller wächst als die Zahl der qualifizierten Nachwuchskräfte», erklärt Danièle Castle, Senior Director Education&Talent von Digitalswitzerland. «Fortschritte sind dringend notwendig. Die Kampagne möchte einen positiven und nachhaltigen Beitrag leisten. Es müssen mehr junge Menschen, insbesondere Frauen, von den Vorteilen eines MINT-Studiums oder einer Berufsausbildung überzeugt werden.»

 

Mit Vorbildern Begeisterung wecken

Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wissen zu wenig um ihre Kompetenzen. Dabei bewegen sie sich täglich im digitalen Raum und stellen bei Umfragen Umwelt- und Klimathemen hoch auf ihre Prioritätenliste. Häufig sind inspirierende Beispiele und Vorbilder jedoch zu wenig sichtbar. Hier soll die Kampagne ansetzen. Kernstück bildet eine Videoserie mit über 20 verschiedenen Beiträgen von jungen Frauen und Männern, die einen MINT-Beruf gewählt haben. Damit soll gezeigt werden, was mit solchen Berufen alles möglich ist. Zusammen mit Pro Juventute werden bestehende Initiativen und inspirierende Inhalte zu einer wirkungsvollen Dachkampagne vereint.

 

Sechs-Sekunden-Werbung im Netz wirksamer

Nur sechs Sekunden lange Online-Video-Werbung erzielt oft ein besseres Ergebnis als längere. Kürzere Anzeigen können die Popularität von Brands genauso erhöhen wie diejenigen, die dem üblichen Standard von 15 Sekunden folgen. Dies ergibt eine Studie von Magna Global, dem IPG Media Lab und Snapchat.

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«In den frühen Tagen von kurzer Video-Werbung waren die Clips eher effektiv darin, Aufmerksamkeit zu erregen und weniger effektiv, Kunden zu überzeugen. Heute haben dagegen sowohl kurze als auch lange Anzeigen einen Einfluss auf den Kaufprozess. Das könnte vor allem an der zunehmenden Menge an kurzen Internet-Inhalten mit hoher Qualität liegen», heisst es in der Studie.

Die Analysten haben mehr als 7’700 US-Verbraucher herangezogen und ihnen verschiedene Video-Kampagnen mit unterschiedlicher Länge gezeigt. Danach haben sie die Wirkung der Werbung untersucht. Dabei haben sie sich vor allem darauf konzentriert, wie die Anzeigen das Verlangen, etwas zu kaufen sowie die Präferenz für eine Marke beeinflussen.

 

Information in wenigen Sekunden

Werbung in der Länge von sechs Sekunden hat die Kaufwilligkeit um durchschnittlich fünf Prozent erhöht, während die Zahl bei 15 Sekunden langen Anzeigen nur bei vier Prozent lag. Die Brand-Präferenz hat sich bei kurzen Videos um neun Prozent gesteigert, bei längeren Inhalten um zehn Prozent.

Moderne Social-Media-Anwendungen setzen zunehmend auf Kürze. Vor allem TikTok oder auch Instagram und Snapchat mit ihren Storys vermitteln ihre Botschaften in nur wenigen Sekunden. Deswegen nehmen Anwender Videos in der Länge von 15 Sekunden sogar häufiger als lästig wahr. Den Analysten zufolge ist die Herausforderung, alle wichtigen Infos in sechs Sekunden zu packen, deutlich grösser, jedoch können solche Anzeigen starke Wirkung bei Kunden zeigen. (pte)

Bakom erhöht DAB+-Förderbeiträge für 2021

Covid-19 hat bei Radioveranstaltern zu empfindlichen Einnahmeausfällen aus Werbung und Sponsoring geführt. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) stellt daher auch für 2021 höhere Technologie-Fördergelder als ursprünglich vorgesehen zur Verfügung.

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Das freundliche Sujet aus der Kommunikationskampagne des Bakom für DAB+, umgesetzt von Scholz & Friends Zürich.

Das Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) sieht vor, dass die Einführung neuer Technologien für die Verbreitung von Programmen befristet durch Beiträge an die Deckung der Kosten für die technische Verbreitung von Digitalradio (DAB+) unterstützt wird. Zuständig für die Gewährung der Unterstützungsbeiträge ist das Bakom.

Die Förderleistungen betrugen laut Angaben des Bakom bis 2019 höchstens 80 Prozent der Kosten, die der DAB+-Plattformbetreiber dem Programmveranstalter in Rechnung stellt. Im Sommer 2019 setzte das Bakom die Förderanteile für alle Radioveranstalter für das Jahr 2020 auf 50 Prozent der Kosten, für 2021 auf 30 Prozent und für 2022 auf 10 Prozent der Verbreitungskosten fest.

Aufgrund der verfügbaren Mittel sowie unter Berücksichtigung der Kosten für mögliche neue Veranstalter auf geplanten DAB+-Plattformen hat das Bakom gemäss einer Mitteilung in ihrem Newsletter vom Dienstag nun jedoch höhere Anteile für 2021 festgelegt.

 

Höhere Beiträge für 2021, 2022 und 2023

Konkret beträgt der Anteil im kommenden Jahr für alle UKW-Veranstalter mit Abgabeanteil 45 Prozent sowie für 2022 und 2023 (Januar) 35 Prozent.

Für alle anderen meldepflichtigen und konzessionierten Bezüger beträgt 2021 der Anteil 40 Prozent. Ob 2022/2023 an diese Veranstalter noch eine Unterstützung geleistet werden könne, sei abhängig von der Anzahl Veranstalter, der weiteren Entwicklung beim Netzausbau und auch von den Preisen für einen Sendeplatz, wie sie von den Netzbetreibern veranschlagt werden, schreibt das Bakom. Die definitiven Anteile könne das Bakom erst bekanntgeben, wenn die Schlussabrechnungen der Veranstalter vorlägen.

Im Mai hatte das Bakom bereits beschlossen, für das laufende Jahr höhere Anteile zu leisten, als ursprünglich kommuniziert. Konkret wurden die Anteile für alle UKW-Veranstalter mit Abgabeanteil von 50 auf 65 Prozent und für alle anderen meldepflichtigen und konzessionierten Bezüger von 50 auf 60 Prozent erhöht. (SDA)

Goldbach erweitert Exklusivpartnerschaft mit Spotify

Per 1. Januar 2021 vertieft Spotify die Zusammenarbeit mit Goldbach Audience und Swiss Radioworld. Neu wird sämtliche programmatische Werbung auf Spotify von Goldbach vermarktet.

Spotify Symbolbild

Goldbach und Spotify weiten ihre Zusammenarbeit aus. Goldbach ist bereits seit 2014 Exklusivpartnerin von Spotify für Direktwerbung, neu umfasst das Vermarktungsmandat per 1. Januar 2021 auch programmatische Werbung, wozu Audio-, Display- und Video-Werbung gehören. Somit sei Goldbach Exklusivvermarkterin für die gesamte Werbung auf Spotify, wie das Unternehmen in einer Mitteilung von Dienstag schreibt.

Ständerat will umfassenden Medienartikel in der Bundesverfassung

Der Ständerat will den Medienartikel in der Bundesverfassung so ändern, dass nicht nur Radio und Fernsehen, sondern auch Presseunternehmen direkt gefördert werden könnten. Er hat am Dienstag einer parlamentarischen Initiative mit 24 zu 16 Stimmen Folge gegeben.

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Die Initiative stammt von alt Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI). Die Presse bleibe für die Meinungsbildung bei Wahlen und Abstimmungen nachweislich das wichtigste Medium, hatte er seinen Vorstoss begründet. Wie Radio und Fernsehen würde die Presse einen Service public erfüllen. Dies rechtfertige eine direkte Presseförderung.

 

Alle Sparten und Technologien

Lombardi schlug deshalb einen «Medienartikel» für die Verfassung vor, der sämtliche Sparten umfasst und technologie-neutral formuliert ist. Auch die Mehrheit der Fernmeldekommission des Ständerats (KVF-S) erachtet die Initiative als sinnvoll, wie Präsident Stefan Engler (CVP/GR) ausführte.

Der Handlungsspielraum des Bundes solle grösser werden, angesichts neuer Technologien und dem veränderten Berufsbild der Journalisten, fand Engler. Unterstützung erhielt die Initiative von SP, Grünen und den Vertreterinnen und Vertretern der Mitte-Fraktion.

Beat Rieder (CVP/VS) stellte fest, dass bei der gedruckten Presse eine bisher nicht gesehene Konzentration laufe, vor allem in der französischsprachigen Schweiz. «Fast jedes Jahr verschwinden Titel.» Charles Juillard (CVP/JU) legte ein Wort ein für regionale Medien. Diese brauchten Sicherheit.

 

FDP verweist auf Pressefreiheit

FDP und SVP lehnten den Vorstoss ab. Die im Parlament hängigen Massnahmen zur Unterstützung der Medien könnten mit der aktuellen Verfassungsbestimmung umgesetzt werden, sagte Olivier Français (FDP/VD). Die verlangte Verfassungsänderung laufe der Pressefreiheit und der Meinungsvielfalt zuwider.

Wolle man Medien helfen, brauche es gezielte Eingriffe auf Gesetzesstufe, fand Français und warf die Frage auf, weshalb per Verfassungsbestimmung private Unternehmen unterstützt werden sollten.

Auch wenn eine konkrete Vorlage für die Unterstützung der Medien in Arbeit sei, sollte die Verfassungsgrundlage zur Medienförderung unter die Lupe genommen und allenfalls renoviert werden, hielt Paul Rechsteiner (SP/SG) dagegen. Zu den Bedenken von Français sagte er, dass die Verfassung die Medienfreiheit garantiere.

 

Direkte Presseförderung heute unmöglich

Der fragliche Artikel 93 der Bundesverfassung regelt heute lediglich Radio und Fernsehen. Andere Medien sind nur nebenbei erwähnt. Demnach ist «auf die Stellung und die Aufgabe anderer Medien, vor allem der Presse, Rücksicht zu nehmen».

Strittig ist auch die Formulierung der «anderen Formen der öffentlichen fernmeldetechnischen Verbreitung». Es steht die Frage im Raum, ob für diesen Medienbereich Leistungsaufträge und damit einhergehende Fördergelder zulässig sind oder nicht.

Klar ist, dass der Bund heute keine verfassungsrechtliche Grundlage hat für die Regulierung und die direkte Förderung der Presse. Initiant Lombardi bezeichnete das als «nicht mehr zeitgemäss».

 

Umstrittene Förderung von Online-Medien

Kritiker des geltenden Medienartikels geben zu bedenken, dass die Presse neu auch im Vergleich zu Onlinemedien benachteiligt werden könnte. Im neuen Mediengesetz, über das der Nationalrat voraussichtlich im Frühling ein nächstes Mal diskutieren wird, sollen Onlinemedien neu förderberechtigt sein. Dieser Punkt ist aber umstritten.

Die Initiative geht nun an den Nationalrat. Dessen vorberatende Kommission hatte sich im September 2019 – also vor der Neubesetzung des Parlaments – mit 15 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung dagegen ausgesprochen. Würde das Parlament dennoch einer Verfassungsänderung zustimmen, wäre bei einer Abstimmung das Volks- und Ständemehr erforderlich. (SDA)

Jugendliche werden online immer häufiger sexuell belästigt

Fast die Hälfte der Jugendlichen gaben in einer Umfrage an, bereits unerwünschte sexuelle Avancen einer fremden Person online erhalten zu haben. Besonders betroffen davon sind Mädchen. Ausserdem hat die Handynutzung stark zugenommen. Dies geht aus der James-Studie der ZHAW und Swisscom hervor.

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In den vergangenen sechs Jahren haben sexuelle Belästigungen im Internet von 19 Prozent auf 44 Prozent markant zugenommen. Der James-Studie – Jugend, Aktivität, Medien, Erhebung Schweiz – zufolge waren Mädchen mit 55 Prozent häufiger Opfer von sexueller Belästigung als Jungen (28 Prozent).

«Natürlich interessieren sich Jugendliche in diesem Alter immer mehr für sexuelle Inhalte. Es ist aber etwas ganz anderes, wenn Jugendliche ungewollt damit konfrontiert werden», liess sich Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom, in einer Mitteilung der ZHAW und Swisscom zitieren. Der deutliche Anstieg solcher Belästigungen habe auch mit der Verharmlosung sexualisierter Inhalte im Netz zu tun.

 

«Cybermobbing» trifft auch die Jüngsten

Das Interesse an erotischen, sexuellen Inhalten gehört laut den Forschenden zum Erwachsenwerden und zur Entwicklung der eigenen Sexualität dazu. Es könne aber auch problematisch sein, da gewisse pornografische Inhalte ein falsches oder einseitiges Bild von Sexualität vermitteln und mitunter verstörend wirken können. So zeigte die Umfrage, dass gut die Hälfte der 18- und 19-Jährigen sich pornographische Inhalte auf dem Handy oder Computer anschauten oder erotische Bilder zugeschickt bekommen hatten.

Auch mit sogenanntem «Cybermobbing» sahen sich ein Viertel der Jugendlichen bereits konfrontiert, darunter jeder Zehnte der 12- und 13-Jährigen.

 

Tiktok immer wichtiger

Die James-Studie zeigt auch, dass die Handynutzung in den letzten zwei Jahren stark zugenommen hat. An den Wochenenden ist sie mit fünf Stunden fast zwei Stunden höher als im Jahr 2018. Unter der Woche sind es mit drei Stunden täglich rund 40 Minuten mehr als noch vor zwei Jahren.
Besonders wichtig für Jugendliche sind die sozialen Netzwerke, auf denen sie Beiträge von anderen anschauen und «liken». Dabei haben Instagram, Snapchat und Tiktok der Plattform Facebook den Rang abgelaufen: 90 Prozent haben einen Account bei Instagram oder Snapchat, drei von vier Jugendlichen bei Tiktok. Facebook nutzen gerade noch 14 Prozent, während es 2014 noch 79 Prozent waren.

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Weniger Vorsicht auf Sozialen Netzwerken

Allerdings scheinen sich die Jugendlichen weniger vorsichtig auf den sozialen Netzwerken zu bewegen: Während 2014 noch 81 Prozent der Befragten ihre Privatsphäre mit technischen Einstellungen schützten, waren es 2020 noch 66 Prozent.

Ursache dürfte laut den Forschenden der Algorithmus der Netzwerke sein: «Wenn die Jugendlichen ihre Privatsphäre einschränken, sind sie weniger sichtbar und erhalten weniger Reichweite. Dies schränkt die Möglichkeiten ein, an Likes zu kommen», sagte der Medienpsychologe Gregor Waller von der ZHAW.

 

Unterschiedliche Nutzung bei Geschlechtern

Des Weiteren zeigte die James-Studie, dass Mädchen und Jungen ihr Handy für unterschiedliche Zwecke nutzen: Mädchen kommunizieren vor allem über soziale Netzwerke, hören häufiger Musik, und 86 Prozent fotografieren regelmässig (im Gegensatz zu 62 Prozent der Jungen).
Für Jungen stehen hingegen Onlinevideos und Games im Vordergrund. Zwei Drittel von ihnen gamen regelmässig, bei Mädchen sind es nur zehn Prozent. Problematisch sei, dass knapp ein Viertel der minderjährigen Gamerinnen und Gamer angibt, regelmässig Spiele zu spielen, die für ihr Alter nicht freigegeben sind.

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Mehr Familie, weniger Freunde

Ein weiterer Trend der James-Studie zeigte, dass drei Viertel der Haushalte mit Jugendlichen ein Abonnement wie Netflix besitzen – 2016 waren es noch 38 Prozent. Auch Musik-Streaming und Game-Flatrate-Abos legten deutlich zu.

Der teilweise Lockdown könnte den Forschenden zufolge diese Entwicklung beschleunigt haben. Die Jugendlichen hätten vermutlich stärker die Angebote von Streaming-Diensten genutzt, um sich abzulenken oder aus der für sie belastenden Realität zu flüchten, sagte der ZHAW-Medienpsychologe Daniel Süss.

Die Corona-Krise verstärkte wohl auch einen anderen Trend: Familie wird für die Jugendlichen immer wichtiger. So gab ein Drittel der Teilnehmenden an, etwas mit ihrer Familie unternommen zu haben (2010: 16 Prozent), zwei Drittel mit ihren Freunden (2010: 62 Prozent). (SDA/swi)

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Im Rahmen der James Studie (Jugend, Aktivität, Medien – Erhebung Schweiz), die alle zwei Jahre durchgeführt wird, haben die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW und Swisscom rund 1000 Jugendliche in der Schweiz zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Die Antwort realisiert Social-Media-Kampagne #prolehrstellen für das SBFI

Für die Task Force «Perspektive Berufslehre» hat die Agentur Die Antwort für das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI eine Social-Media-Kampagne realisiert.

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«Perspektive Berufslehre» setzt sich dafür ein, dass trotz Corona-Pandemie möglichst viele Jugendliche eine Lehrstelle finden. Gleichzeitig sollen die Lehrbetriebe ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten, um auch in Zukunft ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften decken zu können.

Die Zürcher Agentur hat in Zusammenarbeit mit Logos Kommunikation Bern sowie Komma Pr Bern eine schweizweite Kampagne für Lehrbetriebe realisiert. In einem ersten Schritt wurden mit Videostatements von 12 bekannten und lokalen Unternehmern sowie einem Statement von Bundesrat Guy Parmelin dazu aufgerufen, ein Manifest für eine starke Schweiz zu unterschreiben und selber ein Statement für Lehrstellen abzugeben.

Auf Prolehrstellen.ch wurden so bis jetzt mehr als 250 Unterschriften und schriftliche Statements, mehr als 120 Fotostatements und 9 Videostatements von Lehrbetrieben eingereicht. Diese Beiträge wurden und werden weiterhin auf Social Media geteilt und beworben.

«Da die Betriebe den Content für unsere Posts und Werbemittel selber kreieren, haben wir ein viel höheres Engagement bei den Zielgruppen, als bei einem klassischen Vorgehen. Zudem werden die Social Media-Post jeweils in den lokalen KMU-Communities geteilt», so Mike Schwede von Die Antwort.

Ein weiterer Vorteil der vielen «User-generated»-Content-Pieces sei zudem, dass man mit den vielfältigen Botschaften mit den Zielgruppen mehrfach in Kontakt treten kannn, ohne zu langweilen. Bis jetzt wurden rund 2,5 Millionen Impressions und 1,3 Millionen Videoviews generiert. Zudem verweilen die Besucher teils mehrere Minuten auf dem Kampagnenhub, um weitere Videos zu schauen respektive Statements zu lesen und zu teilen.

Die B2B-Kampagne läuft auf Facebook, LinkedIn, YouTube und dem Premium-Netzwerk von Converto. Der Kampagnenhub basiert auf dem Social Hub Cooala.

Kunde: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Verantwortliche Agenturen: Die Antwort in Zusammenarbeit mit Logos Kommunikation (Kathrin Kiener) und Komma PR (Rolf Marti). Strategie & Konzept: Mike Schwede. Kreation: Sarah Hiltebrand und rund 200 Lehrbetriebe. Videocontent: Avarel Studios & Lehrbetriebe. Kampagnenmanagement: Ronda Miller & Mascha Fürer.

Wunderman Thompson macht für UPC «Ugly Christmas Sweater» zum Star

Für die Feiertage wirbt Wunderman Thompson für UPC mit einem schrill-schrägen Pullover inklusive Weihnachtshit-Hommage.

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Der Pullover ist als «Ugly Christmas Sweater» absichtlich extra-schrill gestaltet und spielt mit einer Kombination von weihnachtlichen Sujets und Internet-Icons – gestickt im 8-Bit-Stil. Darüber steht «Fast Christmas I Gave You My <3».

Der «Ugly Christmas Sweater» von UPC dient jedoch nicht nur als Werbesujet, sondern wurde auch physisch produziert. Er wird in Schaufenstern der UPC Shops ausgestellt und von Kundenberaterinnen und Kundenberatern getragen. Und auch bei UPC intern soll der «Ugly Christmas Sweater» ein echter Renner sein – sogar das Management von UPC will ihn sich für die Festtage überstreifen.

«Wir wollen keinem Modegeschäft Konkurrenz machen, aber mit diesem Pullover haben wir für UPC doch ein wirklich originelles Kleidungsstück entworfen. Als zentrales Element der Kampagne schafft er eine starke Differenzierung zur üblichen Weihnachtswerbung», erklärt Swen Morath, Chief Creative Officer bei Wunderman Thompson.

Die Kampagne wird durch einen festlichen Weihnachts-Radiospot ergänzt, der das Thema von «Fast Christmas» spielerisch aufgreift.

 

Verantwortlich bei UPC: Nikki Constantine (Director Brand, Media & Communications), Laura Ballestrin (Manager Marketing Communication), Graziella Gut (Marketing Communication Manager), Tenzin Samden Khangsar (Digital Communications Manager), Olivia Soland (Social Media Manager). Verantwortlich bei Wunderman Thompson: Swen Morath (Chief Creative Officer), Davide Schenker (Art Direction), Christian Schirmer, Julian Riegel (Copy Writing), Sara Runggaldier (Account Management). Verantwortlich bei OMD: Julien Swoboda (Communication Director), Bernhard Gschwandtner (Communication Consultant). Verantwortlich bei Webrepublic: Bence Jünnemann-Illés (Client Solutions Manager). Verantwortlich bei Manifesto: Shannon Mildon (Producer), Michelle Bucher (Producer).

Ehemaliger SRG-Generaldirektor Antonio Riva 84-jährig gestorben

Der ehemalige SRG-Generaldirektor Antonio Riva ist vergangene Woche im Alter von 84 Jahren im Tessin verstorben, wie die SRG am Montag mitteilte. Riva war von 1988 bis 1996 SRG-Generaldirektor.

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Riva, der 1935 in Lugano geboren wurde, hatte Rechtswissenschaften in Bern studiert. 1966 kam er zum Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz.

Bis 1975 war er Abteilungsleiter Information, anschliessend Programmchef Information und ab 1982 Direktor der Programmdienste in der Generaldirektion der SRG in Bern. Anfang 1988 übernahm Riva als Nachfolger von Leo Schürmann das Amt des SRG-Generaldirektors.

Riva habe sich stets durch sein diplomatisches Geschick ausgezeichnet und die Rolle der SRG im internationalen Verbund gestärkt, heisst es in der Mitteilung der SRG. Er habe den Zugang zu Eurosport, Euronews und Arte ermöglicht und sich für den Ausbau des damaligen Auslandsdienstes der SRG, Schweizer Radio International (SRI), sowie für eine starke Positionierung der früheren Teletext AG eingesetzt. (SDA)

Robin Lingg bereitet sich auf Wechsel in den Ringier-VR vor

Entlang der langfristigen Planung des Familienunternehmens Ringier wird Robin Lingg per 31. Januar 2021 aus dem Group Executive Board von Ringier ausscheiden. Axel Konjack wird ab Februar 2021 neuer Head Global Marketplaces und wird damit neu Mitglied des Group Executive Boards.

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Robin Lingg (links) scheidet aus dem Ringier Group Executive Board aus. Axel Konjack (rechts) wird neuer Head Global Marketplaces.

Die Anfang 2018 kommunizierte Absicht, dass der 41-jährige Robin Lingg mittelfristig die Führungsrolle der sechsten Generation der Inhaberfamilie übernehmen wird, schreitet voran. Der Sohn von Evelyn Lingg, der Schwester von Verwaltungsrats-Präsident Michael Ringier, verlässt Ende Januar 2021 das Group Executive Board von Ringier, um sich auf seine zukünftige Rolle als Verwaltungsratsmitglied vorzubereiten.

Lingg stiess 2013 zur Ringier Gruppe, nachdem er während sieben Jahren für das internationale Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim tätig war. Unter Lingg baute Ringier sein Engagement bei den digitalen Marktplätzen in den Bereichen Immobilien, Autos, Jobs und Horizontals in 19 Ländern aus. Zudem verantwortete Robin Lingg seit Anfang 2019 die Business Unit Tech & Data und richtete diese strategisch und organisatorisch international neu aus. Unter seiner Führung investierte Ringier erheblich in neue Technologien und Plattformen für die Marketplaces- und Media-Portfolios des Konzerns.

 

2023 im Verwaltungsrat

Um sich für seine nächste Aufgabe als Mitglied des Verwaltungsrates des diversifizierten Medienunternehmens optimal vorzubereiten, gibt Robin Lingg per Ende Januar 2021 die operative Verantwortung der digitalen Marktplätze ab. Sein Einzug in den Verwaltungsrat von Ringier ist für 2023 geplant. Lingg werde aber weiterhin ausgewählte VR-Mandate bei Tochterfirmen der Ringier-Gruppe, unter anderem bei Scout24 Schweiz oder DeinDeal, beibehalten, wie Ringier in einer Mitteilung schreibt.

 

Führungswechsel bei Global Marketplaces

Der 51-jährige Axel Konjack wechselte im Oktober 2018 von der Immobilien-Plattform Homegate als Chief Operating Officer Global Marketplaces zu Ringier. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der strategischen Weiterentwicklung von Digital- und Medienunternehmen. Als CEO war Konjack operativ verantwortlich für die Reorganisation und das nachhaltige Wachstum führender Digitalunternehmen in Deutschland und in der Schweiz. Axel Konjack ist Diplom-Kaufmann und hat in Frankfurt/Main sowie in Lyon studiert.

 

Das Group Executive Board von Ringier setzt sich ab Februar 2021 zusammen aus:

  • Marc Walder (CEO)
  • Annabella Bassler (CFO)
  • Ladina Heimgartner (Head Global Media und CEO Blick-Gruppe)
  • Axel Konjack (Head Global Marketplaces)
  • Alexander Theobald (COO Schweiz und CEO Ringier Axel Springer Schweiz)

Neuer Auftritt für TV-Newssendungen und Online-News von SRF

«Schweiz aktuell», «SRF Börse», «Tagesschau» und «10vor10» sowie die Online-Nachrichten von SRF News erscheinen ab Montag in einem neuen visuellen Gewand. Zudem wird die Markenarchitektur geschärft: Online und in den Sozialen Medien informiert SRF schon länger unter der Marke SRF News, diese Dachmarke übernehmen nun im visuellen Auftritt auch die TV-Newssendungen. Die neue Content Marke wurde von Regardez! gestaltet.

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Das bestehende On-Air-Design von «Schweiz aktuell», «SRF Börse», «Tagesschau» und «10vor10» wurde 2012 das letzte Mal überarbeitet. Nun passt SRF die visuelle Welt und die Markenführung der TV- und Online-News dem Newsroom-Betriebsmodell an, nach dem die verschiedenen Fachredaktionen seit November 2018 wirken. Dies geschehe auch im Hinblick auf den Umzug der TV-Newssendungen in die neuen Studioflächen des News- und Sportcenters, der aber schrittweise frühestens ab Mitte 2021 erfolgt, wie SRF am Montag mitteilte.

Online und in den Sozialen Medien informiert SRF bereits seit längerer Zeit unter der Marke «SRF News». Die Inhalte dafür entstehen in den Newsrooms in Bern und Zürich sowie an diversen regionalen Standorten von SRF. Die TV-News stammen seit November 2018 ebenfalls aus dem Newsroom in Zürich. Es sei SRF zufolge daher ein logischer Schritt, dieses Betriebsmodell auch bei der Markenführung zum Ausdruck zu bringen. So treten die TV-Newssendungen visuell ab sofort unter der Dachmarke «SRF News» auf. Die Sendungen «Schweiz aktuell», «SRF Börse», «Tagesschau» und «10vor10» bleiben weiterhin bestehen, ihre inhaltliche Ausrichtung und das publizistische Konzept bleiben unverändert.

 

Umfassendes Redesign und neue Markenarchitektur

Das Redesign der TV-Newssendungen umfasst die folgenden Elemente: Signete am Anfang und am Schluss der Sendungen, Logos und Key Visuals, Grafiken und Einblender. Neu ist auch die Markenarchitektur mit der neuen Dachmarke «SRF News», die während den Sendungen am Bildschirm oben links als Sendungskennung erscheint. Zudem werden in den Studios die Projektionsflächen, die sogenannten Studio-Passepartouts, mit neuen Hintergründen bespielt. Das neue On-Air-Design der TV-Newssendungen feiert seine Premiere mit der «Tagesschau» vom Montagmittag auf SRF 1. Auf allen Online-Plattformen werden die Informationsangebote von SRF News dem neuen Design ebenfalls angepasst.

Die Umsetzung des Grossprojekts erfolgte durch das Kreativteam von Regardez! rund um Director Bart Wasem in Zusammenarbeit mit SRF. Pver 200 Designelemente wurden für die Bereiche on air, online und Print realisiert.

 

«G&G – Gesichter und Geschichten»

Am Montag geht ausserdem das Gesellschaftsmagazin «G&G» erstmals mit dem neuen Namen «G&G – Gesichter und Geschichten» auf Sendung. Mit dem Namenswechsel vollziehe die Sendung den heute schon in der Praxis vollzogenen Wandel vom reinen People-Magazin zu einem Gesellschaftsmagazin, wie SRF in der Mitteilung schreibt. «G&G» greife künftig noch mehr Geschichten aus den Bereichen Musik, Film, Theater, Literatur, Kunst, Sport, aber auch aus Wissenschaft und Politik auf und werde jeden Tag neue «Gesichter und Geschichten» aus der ganzen Schweiz präsentieren.

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Designkonzept, Keyvisuals, Bewegtbildelemente (Opener, Closer, Loops), Webvisuals & Posterframes: Regardez!. Musikkomposition und Vertonung: Caperock.

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