Boomende Online-Werbung sorgt für schnelleres globales Werbewachstum

Online-Werbung wächst stärker als erwartet und lässt die globalen Werbeinvestitionen dieses Jahr um 4,7 Prozent ansteigen. Das prognostiziert die globale Mediaagentur Zenith in ihren am Montag veröffentlichten Advertising Expenditure Forecasts und korrigiert damit die Prognose von 4,0 Prozent aus dem vorherigen Bericht im Dezember.

Für 2020 und 2021 prognostiziert Zenith ein Wachstum von 4,6 Prozent, was über den bisherigen Prognosen von 4,2 Prozent bzw. 4,1 Prozent liegt. 

«Online-Werbung wird in diesem Jahr zum ersten Mal die Marke von 250 Milliarden Dollar überschreiten», sagt Jonathan Barnard, Zeniths Head of Forecasting und Director of Global Intelligence. «Die Geschwindigkeit des Wachstums ist überraschend. Der Grund ist, dass kleine Unternehmen und digitale Herausforderer etablierte Marken dazu animieren, ihre Performance zu verbessern.»

Die Schätzungen wurden auch rückwirkend angepasst, nämlich um eine Online-Wachstum um 16 Prozent im Jahr 2018 anstelle von 12 Prozent. Damit wurde die Schätzung des Online-Werbeumsatzes im Jahr 2018 von 231 Mrd. USD auf 246 Mrd. USD erhöht. Dies lässt auch für die nächsten Jahre ein schnelles Wachstum erwarten: bis 2021 durchschnittlich 10 Prozent Wachstum pro Jahr. Damit wird die Online-Digitalwerbung im Jahr 2021 ganze 329 Milliarden US-Dollar erreichen, was 49 Prozent aller globalen Werbeausgaben ausmacht. 

Dieses Wachstum wird von Online-Video und Social Media getragen, die bis 2021 voraussichtlich um 19 Prozent bzw. 14 Prozent pro Jahr wachsen werden, während sich SEA und Classifieds mit einem durchschnittlichen Wachstum von 7 Prozent pro Jahr etwas langsamer steigern. 

Die USA führen das globale Wachstum an Die USA leisten zwischen 2018 und 2021 den mit Abstand grössten Beitrag zum globalen Werbewachstum und erweitern den Markt um 32 Mrd. USD. An zweiter Stelle steht China mit 16 Milliarden US-Dollar, Indien folgt mit 5 Milliarden US-Dollar. 

 

Kleine Betriebe targeten sehr gezielt, Digitale Challenger-Marken richten sich hochfrequent an breitere Zielgruppe

Ein grosser Teil des Online-Werbewachstums – und damit des gesamten Werbemarktes – kommt derzeit von kleinen Betrieben wie lokalen Geschäften, Restaurants und Hobby-Shops. Plattformen wie Google und Facebook haben den Werbemarkt zum ersten Mal für viele dieser kleinen Unternehmen geöffnet, indem sie einfache Self-Service-Tools zur Erstellung von Werbung und zur Verwaltung von Kampagnen anbieten. Eine Lokalisierung der Zielgruppenansprache, die benötigt wird, um einen begrenzten potenziellen Kundenstamm zu erreichen ist hierdurch möglich. Die Werbung für kleine Unternehmen steigt so von einer extrem niedrigen Basis auf einen Anteil am Werbemarkt, der ihren tatsächlichen Beitrag zur Wirtschaft besser widerspiegelt: In den meisten Ländern tragen kleine Betriebe die Hälfte oder mehr zum BIP und einen noch grösseren Anteil an der Beschäftigung bei. Diese Unternehmen nutzen keine Massenmedien, um eine breite Bekanntheit zu erlangen. Tatsächlich ist ihr Kundenstamm oft so begrenzt, dass dies keinen Sinn ergeben würde. 

Digitale Challenger-Marken nutzen zur Eroberung der etablierten Märkte das komplette Technologie-Arsenal, um ganze Kategorie zu verändern. Zur Finanzierung ihrer digital ausgerichteten Kampagnen nutzen sie auch Risikokapital – neues Geld für den Werbemarkt. Um zu wachsen, müssen diese Unternehmen vor allem Neukunden gewinnen. Dies online zu erreichen, erfordert eine ganz andere Awareness-Strategie als in den klassischen Medien. Social Video kombiniert grosse Reichweite, präzises Targeting und beeindruckende Kreativität, aber die Aufmerksamkeitsspannen sind bekanntermassen gering, denn das durchschnittliche Durchscrollen eines Newsfeeds dauert oft nur ein paar Sekunden. Marken müssen durch wiederholte Kurzzeitauftritt Aufmerksamkeit schaffen und Personalisierung nutzen, um Werbung relevanter zu machen. 

 

Digitale Challenger-Marken auch in Offline-Medien 

Digitale Challenger-Marken setzen nicht nur auf digitale Werbung, sondern etablieren sich auch als führende Werbungtreibende in Offline-Medien, insbesondere im Fernsehen und Out-of-Home. Die Ausgaben dieser digitalen Marken tragen dazu bei, die globalen TV-Investitionen zu stützen, die trotz des Rückgangs des traditionellen Fernsehkonsums in Schlüsselmärkten wie den USA und China einigermassen stabil sind. Bis 2021 wird Fernsehwerbung um 0,7 Prozent jährlich wachsen. Hierbei geht es nur um traditionelle Werbung im linearen Fernsehen; fernsehähnliche Dienste, die über das Internet angeboten werden, sind in den Internet Adspendings enthalten. 

Die Aussenwerbung ist das am schnellsten wachsende «traditionelle» Medium – hier erwartet Zenith zwischen 2018 und 2021 ein Wachstum von 4,4 Milliarden US-Dollar (gegenüber 3,7 Milliarden US-Dollar Wachstum bei TV). Out-of-Home profitiert nach wie vor von der wachsenden Verbreitung digitaler Screens, aber auch von der Einführung des programmatischen Einkaufs, der es ermöglicht, effizientere und effektivere datengestützte Transaktionen durchzuführen. 

Die Printwerbung ist weiterhin rückläufig. Wir prognostizieren, dass die Zeitschriftenanzeigen zwischen 2018 und 2021 um 5,0 Milliarden US-Dollar schrumpfen werden. Das Volumen der Zeitungsanzeigen wird um 6,3 Milliarden US-Dollar sinken. Ein Ende dieser Talfahrt ist nicht in Sicht. Zwischen 2013 und 2018 sank der Print-Anteil an der globalen Werbung von 24 Prozent auf 13 Prozent, und wir erwarten, dass dieser Anteil bis 2021 bis auf 9 Prozent zurückgeht. Auch hier ist die Werbung nur in gedruckten Publikationen enthalten – jegliche Werbung auf den Webseiten der Verlage oder anderen Online-Markenauftritten ist im Volumen der Internet Adspendings enthalten.

In der Tendenz zeigt sich ein ähnliches Bild auch in der Schweiz: Die TV-Werbung bleibt, trotz tendenziell sinkender täglicher Sehdauer, derzeit noch stabil, Out-of-Home- und die Online-Werbung steigt und der Print-Anteil geht zurück. Anders als im weltweiten Werbemarkt haben die Printmedien in der Schweiz derzeit aber immer noch eine sehr bedeutende Marktposition (30 Prozent in 2018), dennoch ist ein Abwärtstrend auch hierzulande klar erkennbar. 

«Marken mit mehr als einem Nischenmarktanteil benötigen immer noch unterbrechungsfreie Werbung in grossem Massstab, um neue Kunden zu gewinnen», sagte Ben Lukawski, Global Head of Strategy von Zenith. «Da immer mehr Kommunikation online stattfindet, besteht die Herausforderung für Marken darin, die Awareness durch häufige kurze Kontakte zu erhöhen, anstatt durch gelegentliche, aber längere Kontakte, wie sie bei traditionellen Medien üblich sind.»
 

sonnenaufgang

«Werber des Jahres»-Voting: So funktioniert’s

Diese Woche können Sie abstimmen, wem Sie bei der «Werber des Jahres»-Wahl Ihre Stimme geben.

egon-weiss

Diese Woche dürfen die Leserinnen und Leser unseres Newsletters mitbestimmen, wer am 17. April zur «Werberin des Jahres» oder zum «Werber des Jahres» gekürt wird. Nominiert sind Petra Dreyfus (Wirz Communications), Roman Geiser (Farner Consulting) und David Schärer (Rod Kommunikation).

Alle Infos zu den Nominierten:

Petra Dreyfus

Roman Geiser

David Schärer

 

Infos zum Wahlprozedere und zur Fachjury

 

So funktioniert das Voting:

Am Mittwoch versenden wir den Link zum Voting. Jede Abonnentin und jeder Abonnent des MK-Werbewoche-Expodata-Newsletters darf eine Stimme abgeben und hat dafür bis Ende Woche Zeit.

 

 

Vergleich der Luxus-Uhren-Brands: Weshalb Rolex die Krone wirklich verdient

Die Swatch Group hat mitsamt Omega Abstand von der Baselworld genommen. Die Uhrenbranche scheint in Bewegung, doch Rolex bleibt im Luxussegment unangefochtener Marktführer. Eine neue Neuromarketing-Studie gibt Aufschluss, wie dies gelingt.

rolex-vs-omega

In den drei Königsdisziplinen des emotionalen Marketings steht die Marke mit der Krone ganz vorne. Für Omega besteht viel Aufholbedarf, doch auch Rolex hat noch Potenzial.

In der goldenen Welt der Luxusuhren ist Rolex die unbestrittene Königin. Diese Stellung kommt nicht von ungefähr. So zeigt sich im Vergleich mit dem Konkurrenten Omega deutlich, wie raffiniert die Marke mit der Krone emotionalisiert. Dies ist entscheidend. Denn Kunden kaufen keine Luxusuhr, (nur) um die Zeit abzulesen, sondern um ein bestimmtes Gefühl vermittelt zu bekommen.

 

Die Key-Findings:

  1. Rolex trifft den Gold Standard besser. Ein wesentlicher Aspekt ist aber noch zu schwach ausgeprägt.
  2. Rolex löst mehr Emotionen aus als Omega (als Marke und über ihre Touchpoints).
  3. Rolex vermittelt auch ein konsequenteres emotionales Markenbild (Stringenz von Touchpoint zu Touchpoint). Doch für beide Hersteller besteht Optimierungspotential.
  4. Deutlichste Schwachpunkte sind für Rolex die Kampagne und für Omega die Verkaufspunkte (POS).
  5. Die beiden berühmten Ambassadoren unterstützen die jeweilige Marke emotional einmal teilweise und einmal praktisch gar nicht.
rolex-vs-omega
Rolex vs. Omega Emotionaler Fit zum Gold Standard
  Rolex Omega
Wie gross ist der Match zwischen dem jeweiligen Brand und den Kunden-Wunschemotionen (die perfekte Schokolade)? ●●●●○ ●●●○○
Quelle: Zutt & Partner

Die Kunden wünschen sich von einer Uhr in diesem Preissegment Sicherheit, Status und Inspiration. Während Rolex zwei von drei Wunschemotionen bedient (Sicherheit und Status), spielt Omega lediglich eine der drei ersehnten Empfindungen aus (Inspiration).

Rolex vs. Omega Emotionsvolumen
  Rolex Omega
Wieviel Emotion löst der jeweilige Brand aus (unabhängig vom Profil)? ●●●●● ●●●○○
Quelle: Zutt & Partner

Uhren können – richtig emotionalisiert – Fans und potenzielle Kunden zu emotionalen Höhenflügen verhelfen. Denn je nach Marke und Geschichte werden Uhren zu sehr persönlichen und nahen Begleitern. Diese Disziplin meistert Rolex signifikant besser als Omega. Und zwar nicht nur bei der Marke, sondern auch über sämtliche Touchpoints hinweg.

Rolex vs. Omega Emotionaler roter Faden
  Rolex Omega
Wie konsequent werden beim jeweiligen Brand die Emotionen von Touchpoint zu Touchpoint durchgezogen? ●●●○○
Rolex versteht es besser, dem Kunden stets auf ähnliche Weise gegenüberzutreten. Doch passen noch nicht alle Marketingmassnahmen zur Marke.
●●●○○
Die Kunden erhalten in ihrem Kontakt mit Omega stets unterschiedliche Impressionen. Die Verankerung des Markenkerns wird dadurch erschwert.
Produkte ●●●●● ●●●●○
Kampagne ●●●●○
Diese Kampagne passt zwar zu den Markenemotionen von Rolex (weshalb die Bewertung mit vier von fünf Punkten gut ausfällt), löst aber nur ein sehr bescheidenes Emotionsvolumen aus.
●●●●○
Omegas Kampagne passt ebenfalls zur Marke und löst darüber hinaus auch viel Emotionen aus.
POS ●●○○○
Die Point of Sales von Rolex decken ihre Markenemotionen nur ungenügend ab. Immerhin spielen sie eine gewisse Eigenständigkeit aus.
●●○○○
Hier ist Omegas Aufholbedarf am grössten. Die sehr klassische Profilierung der Point of Sales passt weder zum Emotionsprofil der Marke, noch differenziert sie von den Mitbewerbern.
Messestand (Baselworld) ●●●○○ ●●●○○
Ambassador ●●○○○ ○○○○○
Video ●●●○○ ●●●●○
Quelle: Zutt & Partner

Fazit der EmoCompass-Studie Fokus

In allen drei Disziplinen steht Rolex als Gewinner fest. Doch nicht nur Omega hat viel zu tun, auch der Marktführer könnte sein Emotionalisierungspotenzial weiter ausschöpfen.

Aus Differenzierungsgründen tun vermutlich beide Marken gut daran, bei ihrem jeweiligen Emotionsprofil zu bleiben. Sie treffen heute damit zwar nur Teile des Gold Standards, können sich dafür im Markt aber klar positionieren.

In Sachen Emotionsvolumen hat Omega bedeutenden Aufholbedarf. Das geht am besten durch die Emotionalisierung von Touchpoints – und zwar da, wo alle Sinne eine grosse Rolle spielen. Deshalb könnte das Neudenken der Point of Sales eine gewinnbringende Strategie sein.

Darüber hinaus lohnt sich für Omega das Justieren aller weiteren Touchpoints auf die eigenen Markenemotionen. Das gilt allerdings, in abgeschwächter Form, auch für Rolex. Zum Beispiel beim Einsatz von berühmten (und teuren) Persönlichkeiten, um die eigenen Produkte zu bewerben. Denn die Ergebnisse aus dieser Studie zeigen bezüglich Marken-Fit ernüchternde Resultate. Auch bei der Wahl von Ambassadoren gilt es, auf den emotionalen Fit zur Marke zu achten (Best Practice Beispiel: George Clooney bei Nespresso).

Für die Weiterentwicklung des eigenen Brands lohnt es sich auch, die emotionale Positionierung und Einordnung anderer Uhren-Marken wie IWC, Patek Philippe, Breitling, usw. anzuschauen. Darüber hinaus ist es immer wertvoll, zu untersuchen, was emotional von anderen Produktkategorien und Branchen gelernt werden kann. Der konsequente Transfer von Best Practices über Unternehmen und Branchen hinweg führt in Kombination mit dem neuen Wissen rund um Hirn und Emotionen nämlich zu den wirkungsvollsten Kundenerlebnissen.
 

Die Resultate basieren auf einer qualitativen EmoCompass-Befragung vom März 2019, durchgeführt von der auf Neuromarketing spezialisierten Unternehmensberatung Zutt & Partner in Wolfhausen im Zürcher Oberland. Analysiert wurden die ermittelten Gemütsbewegungen von 100 (=theoretische Sättigung erreicht) in der Deutsch-Schweiz lebenden Personen. Die Befragung erfolgte in online geführten Einzelinterviews – komplett nonverbal über neuropsychologisch codierte Muster. Die Arbeit mit abstrakten Farben und Formen ermöglicht das Erschliessen der Emotionen auf tiefem individuellem Assoziationslevel und fast unter Ausschluss von Kognition (rationalem Denken) und von reinen Likes und Dislikes. Es werden für die Methodologie die Erkenntnisse aus der Neurologie wie Synästhesie, patchworkartiges Arbeiten des Hirns sowie Fuzzy Logic genutzt. Mehr zum EmoCompass erfahren Sie auf Zutt.ch

Produkte

img_07_omega_produkte

Kampagne

img_09_omega_kampagne

POS

img_11_omega_pos

Messestand (POS)

img_13_omega_messestand

Ambassador

img_15_omega_ambassador

Video

img_16_emocompass

Massiver Protest gegen geplante Reform des EU-Urheberrechts

Am Dienstag will das EU-Parlament über die Reform des Urheberrechts entscheiden. Sie soll die Rechte von Autoren und Kreativen stärken. Kritiker fürchten Zensur. Kurz vor der Abstimmung machen Zehntausende dagegen mobil.

artikel13

Aus Protest gegen die geplante Reform des EU-Urheberrechts sind in Deutschland Zehntausende vorwiegend junge Menschen auf die Strasse gegangen. Drei Tage vor der entscheidenden Abstimmung im EU-Parlament verlangten sie vor allem die Streichung des Artikels 13.

Danach sollen Plattformen wie YouTube künftig schon beim Hochladen prüfen, ob Inhalte urheberrechtlich geschütztes Material enthalten. Kritiker befürchten, dass dies nur über automatisierte Filter möglich ist, was einer Zensur gleichkommen könnte.

Dagegen gab es am Samstag europaweit Proteste in zahlreichen Ländern – und die mit Abstand grössten in Deutschland. Allein in München gingen nach Angaben der Polizei rund 40’000 Menschen unter dem Motto «Rette Dein Internet» auf die Strasse, die Veranstalter sprachen von mehr als 50’000. «Macht unser Internet nicht kaputt» und «Das Internet bleibt wie es ist», hiess es auf den Plakaten.

In Berlin zogen die Demonstranten an der deutschen Wikipedia-Zentrale vorbei zum Brandenburger Tor, skandierten «Stoppt die Zensur» und schwenkten Transparente. Die Polizei sprach von mehr als 10’000 Teilnehmern, die Veranstalter von 30’000. Auch in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Leipzig und anderen Städten waren Tausende auf den Beinen. Zu den Protesten hatte die Kampagne «Save your Internet» aufgerufen.

Abstimmung am Dienstag

Am Dienstag soll das EU-Parlament über die Copyright-Reform abstimmen. Sie soll das veraltete Urheberrecht in der EU an das Internet-Zeitalter anpassen.

Unterhändler des EU-Parlaments und der EU-Staaten hatten sich Mitte Februar auf einen Kompromiss verständigt. Er sieht unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie – in Artikel 13, der in der aktuellen Version des Gesetzestextes nun der Artikel 17 ist – deutlich mehr Pflichten zum Urheberrechtsschutz für Plattformen wie YouTube vor.

Kritiker fürchten, dass Plattformen wie YouTube den Vorgaben nur nachkommen können, wenn sie Uploadfilter einsetzen, mit denen sie beim Hochladen prüfen können, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind. Dies führe zu Zensur, weil die Filter auch legale Inhalte wie Zitate, Parodien oder Satire blockten.

Befürworter der Reform halten diese Sorgen für unbegründet. Der CDU-Europapolitiker Axel Voss, der den Kompromiss für das Parlament federführend mit den EU-Staaten ausgehandelt hatte, bekräftigte, es sei letztlich Aufgabe der Unternehmen, wie sie die Vorgabe umsetzten.

«Hier geht es um knallharte wirtschaftliche Interessen der grossen Plattformen, die dem einzelnen Bürger vermitteln, die Freiheit des Internets sei in Gefahr», sagte er der Rheinischen Post. «Das stimmt jedoch nicht. Dem Einzelnen wird nichts genommen.» (SDA)

Gegen Uploadfilter

Unterstützung bekamen die Demonstranten in Deutschland hingegen von SPD: Ein Europakonvent der Partei beschloss in Berlin, sich gegen die umstrittenen Filter zu stemmen. Die Delegierten plädierten bei einer Gegenstimme dafür, Anträge der SPD-Gruppe im EU-Parlament zu unterstützen, die auf eine Verhinderung von Uploadfiltern zielen.

Die SPD stehe zwar an der Seite der Urheber, Kreativen und Künstler, doch setze man sich auch für die Freiheitsrechte in digitaler Zeit ein. Statt Videos und Musik herauszufiltern, sollten sie gemäss des Urheberrechts bezahlt werden.

Die Grünen halten neue Verhandlungen für einen möglichen Ausweg. Urheber müssten an der Wertschöpfung ihrer Werke in der digitalen Welt angemessen beteiligt werden, aber dabei dürften keine Hürden für freien Meinungsaustausch und Informationsfluss entstehen, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der Nachrichtenagentur DPA.

Rund 260 Verlage, Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Rundfunk-Anbieter, Produktionsfirmen und Medienschaffende, darunter auch die DPA, hatten dagegen zur Unterstützung der Reform aufgerufen. Sie fordern „eine faire Beteiligung am Geschäft mit den Inhalten, um damit ein reichhaltiges und vielfältiges Internet zu sichern, in dem Information und Kultur ihren festen Platz haben“.

 

Foto: Henning Schlottmann – CC BY-SA 4.0

Apple wieder wertvollstes Unternehmen dank erwartetem Video-Dienst

In der Hoffnung auf steigende Einnahmen durch einen neuen Video-Dienst strömen Anleger in Scharen zu Apple. Mit einem Börsenwert von 920 Milliarden Dollar ist der Technologiekonzern inzwischen wieder vor Microsoft das wertvollste Unternehmen an der Wall Street.

Apple-SR-Report-2019_women-assembly-iphone_03062019

Am Freitag stieg das Papier vorbörslich weiter an. Zahlreiche Analysten hoben ihre Daumen für das Filmestreaming-Angebot, das am Montag am Stammsitz in Kalifornien präsentiert werden soll und mit dem Apple wegkommen will von seiner iPhone-Abhängigkeit. Das Smartphone, mit dem Apple die Mobilfunkbranche revolutionierte, ging zuletzt nicht mehr ganz so häufig über die Ladentische wie früher.

Insider erwarten, dass Apple den Video-Dienst weltweit anbieten will und damit den Wettbewerb mit den Platzhirschen Netflix und Amazon anheizt.

Die möglichen Einnahmen aus Abo-Gebühren für das Abspielen von Filmen direkt aus dem Internet sind schon länger im Fokus von Investoren, da der Umsatz von Apple wegen der geringeren iPhone-Nachfrage im vergangenen Quartal (zum 29. Dezember) um fünf Prozent auf 84,3 Milliarden Dollar zurückgegangen war. Um das Service-Angebot noch weiter auszubauen, will Apple Insidern zufolge auch Kooperationen mit Medienunternehmen eingehen.

Apple könne sich durch das TV-Angebot jährliche Einnahmen von sieben bis zehn Milliarden Dollar sichern, erläuterten die Analysten des Brokerhauses Wedbush. Die Ankündigung eines Video-Dienstes sei womöglich auch nur der Auftakt einer grösseren Transformation für Apple in diesem Jahr.

Die Analysten von JP Morgan erwarten, dass durch das neue Angebot mehr zahlende Kunden in den bereits bestehende Musik-Streaming-Dienst gelockt werden könnten. Dies könne die Erlöse erheblich steigern. Auch die Experten des Brokerhauses Nedham sehen die TV-Pläne als Schritt in die richtige Richtung. Sie stuften die Apple-Aktien auf «Strong Buy» von «Buy» nach oben und erhöhten ihr Kursziel um 45 Dollar auf 225 Dollar. (SDA)

Foto: Apple

Gruber & Ianeselli fusioniert mit Lacher-Dumas Communications

Per April 2019 fusioniert Gruber & Ianeselli mit Lacher-Dumas Communications. Unter der neuen Firmierung Lacher, Gruber & Ianeselli bietet die Agentur ihren Kunden ein Full-Service Kommunikationsangebot an, welches sich von Marketing über Werbung bis hin zu Events erstreckt.

 Lacher-Gruber-Ianeselli

Lacher-Dumas Communications ist eine inhabergeführte Kommunikationsagentur welche sämtliche Bereiche der Kommunikation inhouse abdeckt. Die Varietät ihrer Kunden reicht vom Energiekonzern über den Finanzdienstleister bis hin zum Computer-Hersteller und Bau-Unternehmen. Hans-Peter Lacher übergibt die Geschäftsführung seiner erfolgreichen Agentur in neue Hände. Als Verwaltungsratspräsident wird er die neue Agentur auch weiterhin strategisch begleiten und langjährige Kunden sowie sein grosses Netzwerk betreuen.

Als kreative Full-Service-Agentur steht Gruber & Ianeselli für die Konzeption, Beratung und Umsetzung sämtlicher Bereiche der modernen Marketingkommunikation, von der lokalen Plakatkampagne bis hin zum polymedialen Grossevent für globale Kunden.

Durch die Fusion stärkt Gruber & Ianeselli ihre Position als aufstrebende Agentur weiter und kann die Kundenbedürfnisse in den Bereichen Marketing und Werbung noch besser inhouse abdecken. Die Geschäftsführung wird auch weiterhin durch Alessandro Ianeselli (CEO) und Fabian Gruber (Creative Director) bestehen. Domizil der 15-köpfigen Agentur wird der bisherige Firmensitz von Lacher-Dumas Communications an der Lindenstrasse 28 im Zürcher Seefeld.

Ruf Lanz kreiert für Swiss Life ein Sondersujet zu Ehren von Alfred Escher

Vor 200 Jahren wurde Alfred Escher geboren. Swiss Life und Ruf Lanz widmen der herausragenden Schweizer Persönlichkeit ein eigenes Sujet im Rahmen des aktuellen Swiss Life Markenauftritts.

swisslife_alfred-escher

Mit gutem Grund, denn Alfred Escher war unter anderem Verwaltungsratspräsident der Kreditanstalt. Dank ihrer Bürgschaft konnte Conrad Widmer im Jahr 1857 die Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt gründen, die seit 2004 Swiss Life heisst. Dass Swiss Life ihre Kundinnen und Kunden heute mit individueller Vorsorge- und Finanzberatung dabei unterstützen darf, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist also auch dem aussergewöhnlichen Leben von Alfred Escher zu verdanken.

Das Sujet erschien prominent platziert auf der ersten Innenseite in der NZZ-Sonderbeilage «Escher». Es ist das jüngste Motiv des neuen Swiss Life Markenauftritts, der derzeit für den Crossmedia Award nominiert ist.

Verantwortlich bei Swiss Life: Die Teams von Swiss Life und Swiss Life Asset Managers. Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Mario Moosbrugger (Art Direction), Markus Ruf (Text), Armin Arnold (DTP), Ursula Jaag, Marc Gooch (Beratung). Media: ZipMedia, Caroline Nünlist.

Big Mac ist der big Winner bei den ADC Awards 2019

Die führenden Kreativen der Schweizer Kommunikationswirtschaft haben während zwei Tagen über 500 Einreichungen in 18 Kategorien gesichtet, diskutiert, bewertet und am Ende mit 8 Gold-, 9 Silber- und 38 Bronze-Würfeln ausgezeichnet. Den Rahmen dafür bot auch dieses Jahr die Creative Week, die in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste im Toni-Areal durchgeführt wurde.

IMG_7410-t

An der Creative Week traten wiederum hochkarätige Referentinnen und Referenten auf: Dörte Spengler-Ahrens, Christian Behrendt von Google, Tom Hidvegi von Coca- Cola, Fashion Designer Henrik Vibskov, Creative Evangelist Marie Reig Florensa sowie die Schweizer Musiker Steff la Cheffe, Stereo Luchs und Phenomden begeisterten die vielen Studentinnen und Studenten wie auch das Fachpublikum. Eingeläutet wurde die Woche mit einem Special Screening von Hermann Vaske’s «Why are you creative?» im Kino Toni. Auch stand eine Podiumsdiskussion mit in kreativen Berufen führenden Frauen auf dem Programm: Schauspielerin Tonia Maria Zindel, Werberin Regula Bührer Fecker, Slam-Poet Patti Basler und Carola Wahl sprachen zum Thema «More Risk, More Fun».

Parallel dazu fand an zwei Tagen die alljährliche Jurierung des Art Directors Club Switzerland statt, die Schweizer Meisterschaft der kreativen Kommunikation. Unter der Leitung von ADC Switzerland Präsident Frank Bodin diskutierten und bewerteten insgesamt 128 Jurorinnen und Juroren 518 Einreichungen in 18 Kategorien. 91 Einreichungen schafften es auf die Shortlist. Davon wurden 38 mit einem Bronze- Würfel ausgezeichnet. Silber und Gold wurde dann am zweiten Tag von 27 Juroren – unter ihnen auch Ehrengastjurorin Christa Rigozzi – bestimmt: Am Ende wurden 9 Einreichungen mit einem Silber-Würfel ausgezeichnet und 8 Einreichungen mit dem begehrten Gold-Würfel, der härtesten Schweizer Kreativwährung.

McDonald’s, Samsung, Amnesty International, Swiss Life und die Pro Infirmis dürfen sich über Gold freuen

Mit gleich vier Gold-Würfeln bedacht wurde die Kampagne «50 Years of Big Mac» von McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl der Agentur TBWA\Zürich. Die Arbeit, bestehend aus einer verblüffend einfachen Idee, die in 50 Motiven brilliant umgesetzt wurde, schmeckte der ADC Jury so sehr, dass sie in den Kategorien Plakate, Illustration, Art Direction und Kampagnen Gold gewann und damit die grosse Gewinnerin dieses Jahr ist.

bigmac50

Jung von Matt/Limmat darf sich über zwei Gold-Würfel freuen. Die im Auftrag des Kunden Samsung entwickelte Lern-App «A Touch of History» ist ein Ansporn für Kinder, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. Die App begeisterte auch die ADC Jurorinnen und Juroren in der Kategorie Digital. Ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde in der Kategorie Creative Media die Idee «Kriegssirenen» für den Auftraggeber Amnesty International. Während des Sirenentests wurden im Radio Bombeneinschläge in Jemen gespielt – eine eindrückliche Art, die Realität in einem Kriegsgebiet näher zu bringen.

adc-jungvonmattlimmat

Mit Swiss Life gewann ein weiterer bedeutender Schweizer Auftraggeber Gold, und zwar in der Kategorie Anzeigen mit der Arbeit «Kunde seit 100 Jahren» von der Agentur Ruf Lanz. Zu Ehren des ältesten Kunden liess Swiss Life die NZZ mit dem Titelblatt vom Tag dessen Geburt, dem 7. Juni 1917, erscheinen. Nicht nur eine wunderbare Idee, sondern auch der beste Beweis, dass exzellente Zeitungswerbung nach wie vor eine unübersehbare Aufmerksamkeit entfalten kann.

ruflanz-adc

Über Gold freuen darf sich auch die Pro Infirmis zusammen mit ihrer Agentur Thjnk Zürich in der Königskategorie Film. Dieser berührende Spot mit der Leitidee «Alle sind gleich. Niemand ist gleicher.» bringt einem das Leben mit Behinderungen mit wunderbarer Unverkrampftheit näher.

thjnk

9 mal Silber und 38 mal Bronze sind ein glänzendes Resultat

Der Stellenwert der Kreativität in der digitalen Gesellschaft ist ein Dauerthema. Auf der einen Seite ist da die Faszination an den neuen technologischen Errungenschaften wie Programmatic Advertising, Performance Marketing, Big Data, Artificial Intelligence usw. Auf der anderen Seite merken mehr und mehr Auftraggeber, dass es fatal für ihre Marketingkommunikation sein kann, vor lauter digitaler Transformation die Diskussion über Inhalte und Qualität der Kommunikation zu vergessen. Frank Bodin dazu: «Zahlreiche Gold- und Silber-Kampagnen zeigen exemplarisch, wie man Content in digitalen Medien dank Kreativität effektiver und effizienter kommunizieren kann. Ich kann allen in unserer Branche – den Agenturen, den Auftraggebern und dem kreativen Nachwuchs – nur empfehlen, sich diese Cases genau anzuschauen.»

Adrian Graf ist Student of the Year

Der ADC Switzerland verbessert die Werbung und damit den Return on Investment für Auftraggeber nicht nur, indem er Kampagnen diskutiert und bewertet. Sondern vor allem auch mit zahlreichen Engagements im Ausbildungsbereich: Dazu gehören die Ad School – ein berufsbegleitender CAS für Kreative und Strategen –, der Young ADC für die besten Talente und insbesondere auch die Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste. In diesem Rahmen hatte die Gold-Jury auch die Einreichungen von Studierenden zu bewerten. Die Jury-Mitglieder waren begeistert: Gleich vier Studien- und Diplomarbeiten wurden nominiert. Die Auszeichnung «Student of the Year» ging letztlich an Adrian Graf für die äusserst innovative Arbeit «A Guide To The Apocalypse».

sponsoren-adc
sponsoren-adc
studentoftheyear
ADC Awards 2019 Gold-, Silber- und Bronze-Würfel-Gewinner
Einsender Gold Silber Bronze
TBWA\Zürich 4 1 1
Jung von Matt/Limmat 2 2 6
Thjnk Zürich 1 3 2
Ruf Lanz 1 1 8
Havas   1 2
Leo Burnett   1 1
Publicis     10
Wirz Communications     2
tbd.     2
Serviceplan     1
Freundliche Grüsse     1
Cavalcade     1
WePlayDesign     1
Quelle: ADC Switzerland

MAZ feiert 35-Jahre-Jubiläum

Rund 350 Gäste feierten am Donnerstag, 21. März 2019 im Neubad in Luzern gemeinsam das 35-jährige Bestehen des MAZ – Die Schweizer Journalistenschule. Von Gründungsdirektor Peter Schulz bis hin zu aktuellen Studierenden der Diplomausbildung Journalismus traf sich alles, was im Journalismus (bald) Rang und Namen hat.

maz-35-2

Seit dem Start des ersten MAZ-Grundkurses 1984 ist viel passiert: Das Internet wurde erfunden, Smartphones, Facebook und Twitter. Und die Medienbranche wurde gebeutelt durch Streiks, «Konsolidierungswellen» und Massenentlas-sungen. Und dennoch bildet das MAZ in der Diplomausbildung Journalismus – der Weiterentwicklung des Grundkur-ses – Jahr für Jahr Journalistinnen und Journalisten aus. Junge Berufsleute, die für selbstbewussten, starken Journalis-mus stehen.

«Wir machen nicht alles, aber was wir machen, machen wir gut. Das ist unser Versprechen.» sagte Diego Yanez, Direktor des MAZ, in seiner Begrüssung. In den vergangenen 35 Jahren sei das MAZ nie stehen geblieben, sondern habe sich ständig weiterentwickelt, Neues gewagt und Bewährtes verbessert. Und dabei den Fokus und die Nähe zur Praxis nie verloren.

maz-35-3

Wünsche für die Zukunft des MAZ

Res Strehle, Stiftungsratspräsident, blickte in die Zukunft und formulierte in seiner Festrede 3,5 Wünsche (analog zu den 35 Jahren des Bestehens). Einer dieser Wünsche richtete sich an Redaktionen und Verlage. Sie sollten bei der Aus- und Weiterbildung der Journalistinnen und Journalisten nicht sparen: «Und das sage ich nicht in meiner Rolle als Stif-tungsratspräsident des MAZ. Ich sage das als täglicher Leser und User des journalistischen Angebots in der Schweiz.». Denn, so Strehle weiter: «Haltung und das Kennen sowie Befolgen von handwerklichen Regeln sind wichtiger denn je. Sie unterscheiden journalistische Inhalte von jenen in den sozialen Medien, von denen am Stammtisch und im Trep-penhaus».

46525262305_157912d49a_k

Auf den starken Werbemonat Januar folgt ein Dämpfer im Februar

Der Bruttowerbedruck liegt im Februar bei 471,5 Millionen Franken und damit deutlich (-19,7 Prozent) tiefer als im Startmonat des Jahres 2019. Gegenüber dem Vorjahresmonat sinkt der Werbedruck ebenfalls um 9,1 Prozent.

tMedia-Focus-Werbemarktrend-Hands

Ein genauerer Blick auf die Branchen zeigt, dass im Vergleich zum Februar 2018 fast alle Branchen den Werbedruck verringern. Der Jahreswerbedruck liegt nach zwei Monaten bei 1‘059 Millionen Franken und ist damit mit 2,1 Prozent Plus weiterhin auf Wachstumskurs im Vergleich zu 2018.

 

Werbedruck im Gesamtmarkt

Entwicklung des Werbedrucks per Februar 2019

02-14_03_2019_DE_Gesamtmarkt_Tabelle

Keine Veränderungen in der Branchenrangliste

Im brancheninternen Vergleich ändert sich wenig gegenüber dem vergangenen Monat Januar. Freizeit, Gastronomie & Tourismus befinden sich weiterhin einsam an der Spitze, gefolgt von der Dienstleistungs- und der Fahrzeugbranche. Die einzigen Rochaden spielen sich im unteren Bereich der Rangliste ab, wo Kosmetik & Körperpflege, Veranstaltungen und Persönlicher Bedarf untereinander die Plätze tauschen.

 

Tendenziell tieferer Werbedruck – mit einigen Ausnahmen

Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat der Bruttowerbedruck innerhalb der allermeisten Branchen abgenommen. Zu den grossen Ausreissern gehört die Produktgruppe TV & Home Entertainment (+76,2 Prozent im Vorjahresvergleich). Ebenfalls zu dieser Gruppe überraschender Gewinner kann man die Tabakbranche zählen, welche den Werbedruck im Vergleich zum Vorjahresmonat um beachtliche 209,3 Prozent steigert. Dieser Effort der Tabakbranche reicht jedoch nicht, um die rote Laterne loszuwerden. Die Energiebranche steigert den Werbedruck um immerhin 13,5 Prozent im Vergleich zum Februar 2018.

 

Initiativen und Kampagnen mit deutlichstem Rückgang

Die stärksten Abnahmen des Werbedrucks im Vorjahresvergleich verzeichnen Initiativen und Kampagnen (-26,2 Prozent) inklusive Produktgruppe Politische Kampagnen (-53 Prozent). Dies lässt sich mit der Volksinitiative «No Billag» vom 04. März 2018 erklären, welche Anfang letzten Jahres stark diskutiert und auch entsprechend beworben wurde. Ebenfalls deutlich eingebüsst haben die Getränkebranche, welche den Werbedruck verglichen mit Februar 2018 um 25,6 Prozent senkt, sowie die Nahrungsmittelbranche (-22,5 Prozent). Auch der Detailhandel (-18,5 Prozent) und die Verkehrsbetriebe (-18 Prozent) verringern den Bruttowerbedruck im Vergleich zum Vorjahresmonat klar.

 

Werbedruck in den Branchen

Werbedruck in den Branchen mit Vorjahresvergleich

03-14_03_2019_DE_Branche_Produktgruppe

Top 10 des Monats

Die Top 10 Werbetreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- und Imagewerbung) im Februar

04-14_03_2019_DE_Werbetreibende_Produkte

Media Mix

Die Integration der Search-Daten, Desktop (Januar 2017) und Mobile (Juli 2017) in die Werbestatistik von Media Focus führt zu einem deutlichen Anstieg des Internet-Anteils im Media Mix. Seit Januar 2018 werden neu auch Search-Daten für die Romandie erhoben (Anteil an Search: 85 Prozent DE/15 Prozent FR).

05-14_03_2019_DE_Mediamix

Octoplus Group unter den Top 10 «CSS Designer of the Year 2018»-Gewinnern

Unter den Top 10 der Welt: Die Octoplus Group gehört als einzige Schweizer Kreativagentur zu den Top 10 Gewinnern der CSS Design Awards 2018 in der Kategorie «Agency of the Year».

CSS-Award

Die CSS Design Awards stellen ein globales Schaufenster für Webprojekte dar, die Innovationen, UX- Design und Interaction-Design auszeichnen. Am Mittwochmorgen wurden die Gewinner vonseiten CSS bekannt gegeben und die Octoplus Group erlangte Rang 6 der internationalen Auszeichnung in der Kategorie «Agency of the Year 2018». Die Grundlage des Gewinns stellten die gewonnen «CSS Website of the Day» Awards im Jahr 2018 für Webprojekte für Marken wie Mistretta, Charly Zenger und der eigenen Website dar.

«Diese wichtige Auszeichnung krönt das Jahr 2018, das wir voller Zufriendheit abschliessen konnten und belohnt zudem die ausgezeichnete Arbeit unseres Teams und vor allem das entegegengebrachte Vertrauen unserer Kunden. Wir sind sehr stolz als einzige Schweizer Agentur unter den Top 10 Agenturen weltweit vertreten zu sein», erklären die beiden Gründer der Kreativagentur Michele Crippa und Damiano Giannini. Die Agentur mit Sitz in Zürich und Lugano plant für das Jahr 2019 ihren Erfolg und Wachstum fortzusetzen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Login sucht Lernende – Inter-Punkt hilft mit Kampagne

Die Login Berufsbildung hat ab August freie Lehrstellen als Netzelektriker an 15 Standorten in der Schweiz. Um die offenen Stellen zu besetzen, hat die Agentur Interpunkt eine personalisierte Werbekampagne in Deutsch und Französisch entwickelt.

login-kampag19_head

Die Netzelektriker sind die geheimen Helden der Bahnbetriebe. Dank ihnen sind Streckenunterbrüche nur von kurzer Dauer. Zudem ist Teamgeist für diese Berufsgattung zentral. Um der Zielgruppe diese Nähe zu vermitteln, hat die interpunkt ein kreatives Konzept entwickelt. Das Kampagnensujet zeigt die richtigen Berufsbildner, die die Jugendlichen im Betrieb betreuen. Für alle 15 Standorte wurde ein personalisiertes Sujet erstellt, das die Jugendlichen im passenden Dialekt anspricht.

Um die Jugendlichen zu motivieren, sich zu bewerben, stand die Einfachheit im Zentrum. Das Bewerbungsverfahren konnte per Whatsapp-Nachricht oder mit einer E-Mail an die persönliche Adresse des Berufsbildners gestartet werden. Diese unkomplizierte Kontaktaufnahme minimierte die Hemmschwelle, sich zu melden. Wer genauere Informationen zum Lehrberuf wünschte, fand alle Details auf www.mini-lehr.ch oder Mon-apprentissage.ch. Dort begrüsste der Berufsbildner den Seitenbesucher im Videoformat und forderte ihn direkt auf, sich zu melden. Auch die Landingpage wurde pro Standort mit dem lokalen Berufsbildner umgesetzt.

Die Streuung der Kampagne erfolgte mit Plakaten und über Social Media.

login-kampag19_3

Verantwortlich bei Login: Sabrina von Känel, Stephanie Eich, Stephanie Guldimann. Verantwortlich bei Inter-Punkt.: Fabian Koch und Daniela Andres (Beratung, Konzept), Christoph Zimmermann (Grafik, Illustration), Guzman Bellon (Programmierung)

get_footer();