In Flagranti realisiert crossmediale Kampagne für EHC Biel-Bienne

Die Agentur In Flagranti hat für den EHC Biel-Bienne eine crossmediale Kampagne realisiert.

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Der Eishockeyclub wirbt für sein Abo-Angebot mit drei stadtbekannten Persönlichkeiten. Die Kinobesitzerin Edna Eppelbaum, die Fan-Legende Gérald «Jerry» De Jonckheere und Stadtpräsident Erich Fehr sollen in der von In Flagranti crossmedial lancierten Kampagne klar machen, dass ein Stammplatz in der Tissot Arena für echte Bieler Pflicht ist.

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Die BLS schreibt die Vermarktung der Fremdwerbeflächen aus

Sämtliche Mietverträge der BLS für Fremdwerbung in ihren Fahrzeugen und an Bahnhöfen laufen in den Jahren 2019 bis 2021 aus. Die BLS schreibt die Vermarktung deshalb neu aus.

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Insgesamt schreibt die BLS drei Lose zur Vermarktung von Werbeflächen aus: Analoge Werbeflächen an Bahnhöfen, digitale Werbeflächen an Bahnhöfen sowie analoge Werbeflächen in und an Zügen und Bussen. Die bisherigen Verträge der BLS mit APG|SGA, Bigra und Baracom erreichen ihre Laufzeiten Ende 2019 bis Ende 2021.

Der Werbemarkt wachse schnell und verändere sich stark, insbesondere im digitalen Bereich, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Man erwarte deshalb «möglichst innovative Lösungen und Konzepte». Bis am Freitag, 30. August 2019 um 16 Uhr können Angebote eingereicht werden.

Die BLS betreibt und unterhält ein 420 Kilometer langes Streckennetz und damit das zweitgrösste normalspurige Eisenbahnnetz in der Schweiz.

Online-Marketing im Ländle: Netpulse Liechtenstein gegründet

Das Liechtensteiner Medienunternehmen Vaduzer Medienhaus hat eine Tochterfirma für Online-Marketing gegründet. Aufgrund der Kooperation mit Netpulse in Winterthur heisst die Firma Netpulse Liechtenstein.

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Das Team von Netpulse Liechtenstein: Gregor Meier (Geschäftsführer), Nadia Freuler, Janine Schaefer und Christina Heubi (v.l.).

 

Die neue Agentur beschreibt ihre Mission kurz und knapp: «Mit Kunden gemeinsam wachsen.» Ob Google, Facebook, YouTube, Instagram, LinkedIn – egal auf welchem Kanal: Netpulse Liechtenstein will Kunden aus Liechtenstein und den angrenzenden Regionen helfen, damit deren Botschaften das gewünschte Ziel erreichen.

Netpulse Liechtenstein ist eine Tochter des Unternehmens Vaduzer Medienhaus und arbeitet daher mit dem Medienhaus und der Region zusammen. Im Weiteren besteht eine Partnerschaft mit Netpulse aus Winterthur, woher sich auch der Name ableitet.

Derzeit arbeiten vier Mitarbeitende in der Agentur. «Wir helfen vorwiegend KMU-Betrieben, damit sie online besser gefunden werden und um damit neue Kunden und mehr Umsatz zu gewinnen. Kurz: Wir helfen, den Schritt in die digitale Zukunft zu schaffen», sagt Gregor Meier, Geschäftsführer von Netpulse Liechtenstein.

 

Tamedia Pendlermedien ab 2020 mit neu aufgestelltem Führungsteam

Bei Tamedia stellt sich die Geschäftsleitung im Bereich Pendlermedien unter der Leitung von Marcel Kohler neu auf. Nebst bestehenden Führungskräften kehren ab dem 1. Januar 2020 mit Marc Challandes und Sven Ruoss zwei Digital-Experten zu Tamedia zurück.

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Marcel Kohler (Bild oben), Geschäftsführer Pendlermedien und Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia: «Wir wollen die grössere unternehmerische Freiheit in der neuen Gruppenstruktur nutzen und neben den zahlreichen bestehenden Projekten im In- und Ausland auch neue Themen aktiv anschieben.»

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Neu wird die Rolle eines Chief Revenue Officer (CRO) geschaffen, der in Zusammenarbeit mit der Werbevermarktung für die kommerzielle Angebotsgestaltung verantwortlich sein wird. Dazu konnte Marc Challandes (Bild oben) zurückgewonnen werden. Der Digital-Experte war bis Juli 2018 als Head of Commercial Products & Technology bei Tamedia Advertising tätig, aktuell leitet er den Bereich Digital Sales & Innovation bei der Blick-Gruppe. Marc Challandes verfügt über einen Master of Advanced Studies ZFH in Digital Business.

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Mit Sven Ruoss (Bild oben) als neuer Chief Product Officer (CPO) kehrt ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter und Online-Spezialist zu Tamedia zurück. Zu seinen neuen Aufgaben gehören unter anderem die Verantwortung für die Produktentwicklung sowie des Social-Media-Teams. Sven Ruoss arbeitet seit 2015 bei Ringier, gegenwärtig als Head of New Business & Sports bei der Blick-Gruppe. Von 2012 bis 2014 war er Projektleiter in der Abteilung Unternehmensentwicklung & Projekte von Tamedia. Er besitzt einen Master in Marketing, Services and Communication Management der Universität St. Gallen.

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Annina Flückiger (Bild oben) übernimmt den Posten des Chief Commercial Content Officer (CCCO) und wird in dieser Funktion den stark wachsenden Bereich Commercial Publishing sowie das Social-Team verantworten. Annina Flückiger stiess 2006 zu 20 Minuten, wo sie mehrere Jahre das Marketing der Medienmarke sowie den Verlag von 20 Minuten Friday leitete. Aktuell führt sie den Bereich Commercial Services & Marketing Solutions von Tamedia Advertising. Sie hält einen Master of Advanced Studies in Business Communications. 

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Valérie Henzen (oben), Team Lead of Product Management 20 Minuten, wird in der neuen Organisation zur Chief Marketing Officer (CMO) befördert und für das Marketing innerhalb der Pendlermedien verantwortlich zeichnen. Nach verschiedenen Stationen im Bereich Marketing und Eventmanagement arbeitet die diplomierte Marketingmanagerin seit 2013 bei 20 Minuten und verfügt über eine hohe Fachkompetenz und langjährige Erfahrung.

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Die Rolle des Chief Technology Officer (CTO) übernimmt Marco Di Bernardo (Bild oben). Er ist seit März 2018 bei Tamedia, wo er als Head of Programm Management der Group-IT für die Koordination und Steuerung aller IT-Projekte im Bereich Publishing zuständig ist. Der diplomierte Betriebsökonom besitzt ein fundiertes Technologie- und IT-Knowhow und war zuletzt mehrere Jahre in leitenden Funktionen bei Ringier tätig.

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Die Verantwortlichkeiten in der Romandie bleiben mit Philippe Favre (Bild oben) als Chefredaktor von 20 Minutes und Laurent Siebenmann (Bild unten) als Chefredaktor von Lematin.ch unverändert. Mit dem Einsitz in die Geschäftsleitung der Pendlermedien werden beide ab dem 1. Januar 2020 neu direkt an Marcel Kohler berichten.

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Agentur am Flughafen bei den WINA Awards zweifach ausgezeichnet

An den diesjährigen WINA World Independent Advertising Awards in Bogotà wurde die Agentur am Flughafen mit Bronze und einer Honorable Mention ausgezeichnet.

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Bronze gab es für den «Spendenaufruf gegen ausradierte Erinnerungen» für die Alzheimer Forschung Schweiz, der bereits beim diesjährigen SDV Award mit Silber und einer Finalplatzierung ausgezeichnet wurde und auch bei den Caples Awards eine Finalplatzierung erhielt. Eine Honorable Mention gab es für die Kampagne «Grosse Beulen für kleine Autos» für Carrosserie Autospritzwerk Ludwig, der ebenfalls bereits am SDV einen Bronze-Award sowie eine Finalplatzierung erhalten hat.

WINA bietet unabhängigen Agenturen eine internationale Plattform, um ihre Arbeiten zu messen.

Erdmannpeisker vereinfacht mit Dar-Vida das Leben

Dar-Vida lanciert ein neues, einfaches Produkt: Dar-Vida Simply. Erdmannpeisker bewirbt die Einführung mit einer umfassenden Kampagne.

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Manchmal machen wir uns das Leben unnötig kompliziert: Wir reisen mit tausend Dingen für alle Eventualitäten, trainieren mit komplizierten Fitnessgeräten und für die Kinder kann es gar nicht genug sein. Und so wächst die Sehnsucht nach Einfachheit zu einem Megatrend. Diesem Trend nach mehr Einfachheit will auch Dar-Vida Simply entsprechen: Das neue Produkt beschränkt sich auf das Wesentliche.

Die Neueinführung der Produkterange Dar-Vida Simply bewirbt Erdmannpeisker in drei kurzen Geschichten, welche aufzeigen, wie einfach das Leben doch sein könnt. Der seit mehreren Jahren etablierte und beliebte Illustrationsstil aus der Feder von Simone Massoni wird in den kurzen Online-Filmen liebevoll zum Leben erweckt. Die drei Geschichten richten sich an drei unterschiedliche Zielgruppen, welche mit einem Targeting in den Online-Kanälen und auf Social Media direkt angesprochen werden. Die Online-Kampagne wird mit Plakaten, einem schweizweiten Sampling der neuen Sorten sowie E-Boards und E-Panels ergänzt.

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Verantwortlich bei Hug: Karin Strik (Leiterin Brand- und Product-Management Dar-Vida), Mike de Bever (Leiter Consumer Marketing), Bruno Winiger (Leiter Retail). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (Creative Direction), Christina Weisser (Art Direction), Laura Fässler (Online Werbemittel), Selina Helbling (Beratung), Simone Massoni (Illustration), Stefano Meazza (Animation), Mazzive Sound (Sounddesign), Tuan Nguyen, Responsive (Landingpage) mediaschneider (Mediaplanung), Spool (Sampling).

Löwen für Thjnk Zürich und Saatchi & Saatchi – Ruf Lanz geht (noch) leer aus

Am ersten Tag der Cannes-Lions-Vergabe sichern sich Thjnk Zürich und Saatchi & Saatchi Lausanne Lions. Ruf Lanz geht in vorerst leer aus.

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Silber gewinnt Thjnk Zürich in der Kategorie «Health & Wellness» mit der Pro-Infirmis-Kampagne «Alle sind gleich. Niemand ist gleicher.» Die Kampagne hat im Mai schon sensationell Gold und Silber bei der «One Show» gewonnen (Werbewoche.ch berichtete) und wurde auch mit anderen renommierten Preisen (zum Beispiel Clio-Silber) ausgezeichnet. Gut möglich, dass auch in Cannes noch weitere Awards dazu kommen werden.

Die Lausanner Dependance von Saatchi & Saatchi darf sich ebenfalls über einen Health-Löwen freuen. Mit der Kampagne «Pain is Drama» für GSK Voltaren gewinnt die Westschweizer Agentur Bronze. Den Grand Prix in dieser Kategorie gewann übrigens die Ikea-Kampagne «ThisAbles» aus Israel (Werbewoche.ch berichtete).

Etwas ernüchternd ging der Abend für Ruf Lanz in den prestigeträchtigen Kategorien «Outdoor» und «Design» aus – es blieb bei der Shortlist-Platzierung. Weitere Löwen-Chancen folgen aber im Laufe der Woche.

Keine Schweizer Erfolge gab es auch bei den am Montagmorgen veröffentlichten Shortlists zu vermelden. Sowohl auf den Entertainment-Kategorien wie auch den Digital- und Industry Craft sucht man vergebens nach hiesigen Agenturen.

In der Schweiz bleiben die Werbeumsätze 2019 unverändert – im Gegensatz zum globalen Markt

Der neueste Magna-Bericht prognostiziert: Die Werbeeinnahmen steigen im Jahr 2019 zum zehnten Mal in Folge und erreichen die 600-Milliarden-Dollar-Schwelle. Die linearen Werbeumsätze sinken um minus drei Prozent, während die digitalen Werbeumsätze um plus 14 Prozent steigen. In der Schweiz hingegen bleiben die Werbeumsätze unverändert. In Bezug auf die USA zeigt sich in den ersten Monaten des Jahres 2019 ein Rückgang des digitalen Wachstums.

Im neuesten Bericht über die Trends auf dem globalen Werbemarkt prognostiziert Magna, dass die Werbeeinnahmen der Medieninhaber im Jahr 2019 um plus fünf Prozent steigen. Somit erreichen die Werbeeinnahmen weltweit nahezu 600 Milliarden Dollar. Wie erwartet verlangsamt sich das globale Marktwachstum gegenüber dem Rekordwachstum von 2018 (+8%), was vor allem auf das Fehlen wichtiger zyklischer Ereignisse (US-Wahlen, Fifa-Weltmeisterschaft) zurückzuführen ist. Neutralisiert man die zyklischen Ereignisse in beiden Jahren, so würde das globale Wachstum im vergangenen Jahr plus sieben Prozent betragen, in diesem Jahr Plus sechs Prozent.

Das Fehlen zyklischer Grossereignisse wirkt sich auf redaktionelle Medientypen (TV, Print, Radio, Out-of-Home, Digitalanzeige, Banner und Video) aus, die traditionell am meisten davon profitieren. Die Einnahmen aus redaktionellen Anzeigen stagnieren in diesem Jahr bei 366 Milliarden Dollar, während die direkten digitalen Anzeigenumsätze, einschliesslich Such- und Sozialformate, um plus 15 Prozent wachsen.

Die Einnahmen aus Fernsehwerbung werden in diesem Jahr um minus zwei Prozent zurückgehen, während die Umsätze aus Printanzeigen um minus zehn Prozent und Radio um minus ein Prozent zurückgehen werden. OOH wird sich weiterhin besser entwickeln als traditionelle Medien: plus fünf Prozent. Soziale Medien werden 2019 das am schnellsten wachsende digitale Format sein (+23%), vor Video (+22%) und Suche (+13%).

Bei den globalen Werbeausgaben ist seit zehn Jahren in Folge (2010-2019) ein Anstieg zu beobachten. Magna prognostiziert für 2020 ein höheres Wachstum (linear -0,6%, digital +11%, insgesamt +5,4%).

 
 

Einige Ergebnisse für die Schweiz im Überblick

Die Schweizer Werbeumsätze bleiben 2019 mit 4,1 Milliarden Franken (4,2 Milliarden US-Dollar) unverändert (+0,5%), nach leichten Rückgängen (-1%) im Jahr 2018. Die Schweiz verzeichnet eine der höchsten Werbeausgabenquoten pro Kopf der Welt (493 Dollar gegenüber einem westeuropäischen Durchschnitt von 252 Dollar) und einige der höchsten Medienkosten in der Region: 91 Dollar sind die typische TKP für einen 30-Sekunden-Spot im Free-TV, weit über dem regionalen Durchschnitt von 18 Dollar; die französischsprachige Region, zu der auch Genf und Lausanne gehören, hat in der Regel höhere Preise als die deutsch- und italienischsprachigen Regionen.

Die digitalen Werbeformate wachsen 2019 am stärksten (+11%), gefolgt von TV (+6%) und OOH (+1%).  Print ist zwar immer noch ein ziemlich grosser Teil des Mediamix. Im Vergleich zum westeuropäischen Durchschnitt (30% vs. 16%), nimmt er aber weiterhin ab, da sich die Werbegelder unter anderem auf digital Medien verlagern.  Social (+22%) und Digital Video (+17%) sind die am schnellsten wachsenden Formate innerhalb der digitalen Medien, während Search (+7%), das bereits ein Viertel der digitalen Werbeausgaben ausmacht, allmählich an Fahrt verliert.  Magna geht davon aus, dass Digital Video und Social in den nächsten fünf Jahren weiter Marktanteile auf Kosten von Search und Display gewinnen und fast 950 Millionen Franken, 60 Prozent des digitalen NAR, erreichen.

Die Wahlen im Oktober 2019 dürften kein wesentlicher Treiber der Werbeausgaben sein.  Politische Werbung ist im Fernsehen nicht erlaubt, obwohl die Parteien mit einigen Einschränkungen Werbeflächen in allen anderen Formaten werben dürfen. Zeitungen können sich weigern, politische Anzeigen zu schalten, und politische Anzeigen dürfen nicht entlang von Autobahnen und anderen Hauptstrassen geschaltet werden.

Wachstumsprognose-Medientypen

Magna ist die zentrale Ressource von IPG Mediabrands, die Intelligenz-, Investitions- und Innovationsstrategien für Agenturteams und Kunden entwickelt. IPG Mediabrands vereint 10’500 Marketing-Kommunikations-, Medien- und Technologie- Spezialisten in über 130 Ländern.

Ruf Lanz, Thjnk Zürich und Saatchi & Saatchi dürfen hoffen

Am Montag startet Cannes Lions. Drei Schweizer Agenturen haben sich bereits in aussichtsreiche Positionen für die diesjährige Löwen-Jagd gebracht.

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Ruf Lanz sichert sich mit zwei Kampagnen Shortlist-Plätze: Die zügelnden Künstler Dali und Van Gogh, die die Umzugs-Geschicke von Welti-Furrer demonstrieren, schaffen es in den «Outdoor»-Final. Die Kampagne wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Mit den Powerpoint-Landschaften für das Hotel Hof de Planis schafft es die Zürcher Agentur zudem auf die Design-Shortlist.

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Mit einem heissen Eisen geht Thjnk Zürich ins Rennen: Die bereits mehrfach national und international mit Höchstauszeichnung prämierte Pro-Infirmis-Kampagne «Alle sind gleich. Niemand ist gleicher.» bringt sich die Agentur auch in Cannes in eine Löwen-Lauer-Position. Zweimal platziert sich Thjnk auf der «Film Craft»-Shortlist, einmal auf «Health & Wellness Lions».

Auf die «Health & Wellness»-Shortlist schafft es auch die Lausanner Dependance von Saatchi & Saatchi. Die Kampagne «Drama is pain» für Voltaren sichert sich in dieser Kategorie zwei Final-Plätze.

Cannes Lions beginnt am Montag. Werbewoche.ch berichtet täglich über alle Entscheidungen und ist ab Mittwoch live vor Ort.

Frauenstreik: 30 Redaktionen färben ihre Webseiten violett ein

Rund 30 Medienredaktionen in der Schweiz haben am Freitag um 11 Uhr im Rahmen der «Aktion Purple Screen» ihre Webseiten teilweise in violett getaucht und einen Artikel über die Ungleichheit von Mann und Frau dazugestellt.

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«Hier könnte der Artikel einer Frau stehen…., ….aber sie streikt heute», las man violett hinterlegt zuoberst auf der Onlineausgabe des Blick, der Aargauer Zeitung oder des Tagesanzeigers. Letzterer lieferte um 11 Uhr gleich noch einen Livetalk aus dem Bundeshaus und befragte die protestierenden Frauen vor dem Bundeshaus live.

Etwas weiter unten auf der Seite platzierte die Onlineplattform nau.ch die Aktion. «Welche Forderungen Bluewin noch nicht erfüllt» lautete der Titel zum Purple Screen auf Bluewin.ch. Bei Watson.ch war gleich die gesamte Onlineplattform violett «umkränzt».

Die grosse Mehrheit der Redaktionen, die sich an der Aktion beteiligten, waren in der Deutschschweiz. Es handelte sich namentlich um Titel aus den Medienhäusern CH Media, Tamedia (Bund, Berner Zeitung), Ringier (Blick online) oder der Republik. Bluewin veröffentlichte das Material auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

Auch in der Romandie war der Frauenstreik das Hauptthema. Die meisten Online-Plattformen der Zeitungen arbeiteten prominent mit Livetickern. Der «Purple Screen» wurde jedoch in der Westschweiz kaum eingesetzt.

Rohmaterial zur «Ungleichstellung»

Klickte man auf den Artikel, erschien Rohmaterial aus Listen und Stichworten zur Ungleichstellung zwischen Frau und Mann. Die Themen reichten von der Wirtschaft über Gewalt gegen Frauen und nicht bezahlter Freiwilligenarbeit bis zu Genitalverstümmelung, Religion und Sicherheitsnormen.

Zu lesen war unter anderem, dass Frauen durchschnittlich 18,3 Prozent oder 1455 Franken weniger verdienen im Monat als Männer. Hingewiesen wurde auf den unterdurchschnittlichen Frauenanteil im National- (32 Prozent) und Ständerat (15,2 Prozent). Siebenmal mehr Frauen als Männer würden Opfer von Tötungsdelikten. Oder: «Zwischen 10’000 und 13’000 Mädchen werden in der Schweiz Opfer von Genitalverstümmelung.»

Fokus auf die Medienredaktionen

Eine Gruppe hat sich ausschliesslich mit den Ungleichheiten im Bereich Journalismus beschäftigt. Sie beklagte Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau von 700 bis 1400 Franken pro Monat, die Untervertretung der Frauen in leitenden Funktionen oder bestimmten Ressorts.

Gemäss den Redaktionen sitzen auf drei von vier Direktionsstühlen Männer. Allerdings gibt es grosse Unterschiede: Während die Hälfte der Magazine von Frauen geleitet werden, sind es bei den Tages- und Wochenzeitungen noch 27 Prozent. Bei den privaten elektronischen Medien und den Onlinemedien liegt der Chefanteil der Frauen bei 20 Prozent. Geschlechtermässig ausgewogen ist die Verteilung der Chefposten beim Westschweizer Radio und Fernsehen SSR.

Ähnliches Bild in den einzelnen Ressorts: Sportredaktionen werden von Männern dominiert (90 Prozent), der Männeranteil in den Politik- und Wirtschaftsabteilungen liegt bei 70 Prozent. Frauen finden sich vor allem in den Kultur- und Unterhaltungsredaktionen.

Zudem sinkt der Anteil der Frauen in den Redaktionen mit steigendem Alter. Bei den unter 30-jährigen Mitarbeitenden auf den Redaktionen sind mehr als die Hälfte Frauen. Bei den über 50-Jährigen oder Mitarbeitenden mit mehr als 12 Jahren Berufserfahrung sinkt der Frauenanteil auf unter 30 Prozent. (SDA)

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Frauenstreik-Skala von Blick bis Zürcher Bote

Am Tag des Frauenstreiks zeigt ein Blick in die Schweizer Zeitungen einen höchst unterschiedlichen Umgang mit dem Thema. Dieser lässt sich an einer Skala von Blick bis Der Zürcher Bote festmachen.

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Der Blick zeigt plakativ, was sich ändern muss, damit ein Frauenstreik überflüssig wird. Lila sind die bekannt grossen Buchstaben auf der Front; es folgen zwei weitere Doppelseiten, die sich fast ausschliesslich dem Frauenthema widmen. Und selbst der Auftakt des ansonsten männer-dominierten Sports gehört mit der FCZ-Frau Heliane Canepa für einmal einer Frau.

Dabei lässt der Blick auch Frauen prominent zu Wort kommen, die üblicherweise als stille Schafferinnen am unteren Ende der Lohnskala keine Stimme haben: Der grosse Kommentar auf der Rückseite des ersten Bundes kommt von der Verpackerin Helena D.

Eine derartig hohe Präsenz der Frauenanliegen zeigt sich, wenig erstaunlich, nur in der Gewerkschaftszeitung Work. Die Frontseite in pink und lila feiert geschlechtergerecht mit dem Gendersternchen im Wort «Frauen*streik» die Gründe, warum Frauen am Freitag auf die Strasse gehen sollten – und verspricht gleich auch noch eine 18-seitige Streik-Ausgabe. Das allerdings stimmt nicht ganz. Die Zeitung ist insgesamt 18 Seiten dick, dem Frauenstreik sind 15 Seiten gewidmet.

Blick, Work und auch die Wochenzeitung WOZ jedenfalls verhelfen dem Thema des Frauenstreiks zur höchsten Aufmerksamkeit bei den Printmedien vom Freitag – und bilden somit den einen Pol auf der Frauenstreik-Skala. Den entgegengesetzten Pol besetzen Der Zürcher Bote und das Massenblatt 20 Minuten.

 

SVP: Gleichberechtigung für Männer

Die wöchentliche Zeitung der kantonalen Zürcher SVP schafft es, Gleichberechtigung umzudeuten: Männer und in der Schulbildung die Buben bedürften der Gleichberechtigung, so der Tenor in der sogenannten Wochenzeitung für den Mittelstand. Darüber hinaus sei die Lohnungleichheit als Argument für den Frauenstreik «eigentlich gar keines», weil ein Unterschied bei den Löhnen nicht nachgewiesen werden könne, heisst es im Frontkommentar.

Für diese Sichtweisen machen sich drei Frauen stark, zwei SVP-Kantonsrätinnen und eine SVP-Nationalrätin, letztere unter dem Titel «Gleichstellung wird ad absurdum geführt». Ansonsten bekommen in dem acht-seitigen Blatt nur Männer eine Stimme.

Auch 20 Minuten verweist den Frauenstreik und dessen Anliegen in eine schattige Nische. Auf der Frontseite kündigt das Blatt zwar ein Pro und Kontra zum Thema an; die Juso-Chefin Tamara Funiciello und die Präsidentin der Jungen SVP des Kantons Zürich, Camille Lothe, kreuzen die Klingen – allerdings erst auf der linksliegenden Seite sechs. Die Zeitung verzichtet zudem darauf, die beiden Frauen und deren Funktionen überhaupt vorzustellen.

 

Botin statt Bote

Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die anderen schweizerischen Zeitungen. Mit gewohnt intellektuellem Anspruch und feiner Klinge geht die Neue Zürcher Zeitung zu Werke. Die Leserin muss schon sehr genau hinschauen, um zu bemerken, dass die Freitagsausgabe an einem besonderen Tag erscheint. Farblich oder formal herausgehoben wird das Thema Frauenstreik nicht. Eine feine Pointe leistet sich das Blatt, indem es auf der Auftaktseite des Feuilletons «Das heroische Comeback der Machos» verkündet.

Die Tamedia-Zeitungen oder die Blätter der CH-Media-Gruppe geben den Frauen immerhin die wichtigsten Stimmen in ihren Kommentarspalten und kündigen diese prominent auf der Front auch an. Flankiert wird dies von der ein oder anderen Recherche, etwa den Frauen im Journalismus bei Tamedia.

Auf der Frauenstreik-Skala zwischen Blick und Zürcher Bote auf der unteren Seite rangieren die Basler Zeitung, der Walliser Bote, die Freiburger Nachrichten oder der Winterthurer Landbote.

Einen Gag haben sich Zeitungen wie Der Rheintaler oder Der Bote der Urschweiz einfallen lassen. So heisst am Freitag der Lokalteil der Zeitung für das St. Galler Rheintal Die Rheintalerin. Und in der Innerschweiz wurde für einen Tag aus dem Boten die Botin der Urschweiz. (SDA)

Dominik Lämmler verlässt Tamedia

Dominik Lämmler, Chief Network/Programmatic/Partner Relations bei Tamedia Advertising, hat sich entschieden, die Mediengruppe Tamedia auf Ende 2019 zu verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

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Dominik Lämmler leitet seit Januar 2017 das Verkaufsteam Display Classifieds und hat das Netzwerkgeschäft von Tamedia Advertising in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben. Zuvor war er geschäftsführender Partner bei der Vermarktungsagentur Adextra, die Tamedia 2016 übernommen hatte. Dominik Lämmler war bereits früher in verschiedenen Positionen für Tamedia tätig. Von 2008 bis 2011 baute er den Werbemarkt der im Newsnet zusammengefassten, regionalen Newsplattformen auf und von 2003 bis 2008 war er am Aufbau der Werbeprodukte des Onlineportals von 20 Minuten beteiligt.

Marcel Kohler, Leiter Werbung & Pendlermedien und Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia: «Dominik Lämmler ist ein ausgewiesener Digital-Experte, der das Tamedia-Netzwerk sowohl konzeptionell weiterentwickelt als auch die Umsätze substantiell gesteigert hat. Ich bedauere seinen Entscheid sehr, Tamedia zu verlassen. Er ist eine hoch geschätzte Führungskraft und wir hätten ihn gerne weiterhin im Unternehmen behalten.»

Im Zuge der operativen Zusammenführung von Tamedia Advertising und Goldbach wird das Team von Dominik Lämmler ab Januar 2020 zu Goldbach Audience wechseln, die von Stefan Wagner geleitet wird.

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