Wer Daten und Technologie zu den besten Kampagnen verbindet

Wem gelingt es, digitale Kampagnen zu erschaffen, die Ihre Ziele erreichen? Wer kommuniziert die Werbebotschaft innovativ, stringent und zielgruppenaffin? Die Antwort gibt das Ranking der Kategorie «Data & Technology Driven Campaigns» von Best of Swiss Web.

Best-of-Swiss-Web

Seit bald 20 Jahren werden an den Best of Swiss Web Awards die besten Webprojekte ihres Jahrgangs und deren Macher prämiert. In dieser Zeit ist viel passiert. Die Branche und das Web veränderten sich, die Digitalisierung ging mit grossen Schritten voran, neue Player, Technologien und Entwicklungsmethoden kamen auf. Grund genug für eine Anpassung des Kategorien-Rankings. Es kommt 2019 in neuer Form daher.

Anders als in den Vorjahren entscheidet für den Platz auf der Rangliste nicht mehr die Punktzahl seit Lancierung des Awards im Jahr 2001. Stattdessen gibt es neu pro Kategorie zwei Listen: Die eine zeigt die Performance der Webdienstleister in den vergangenen zehn Jahren, während die andere die letzten fünf Jahre unter die Lupe nimmt.

Die Idee dahinter? Zum einen werden Anbieter, die sich vom Markt verabschiedet haben, nicht mehr als «Ballast» mitgeführt. Zum anderen soll der langfristige Erfolg bei Best of Swiss Web weiterhin im Vordergrund stehen. Mit dem Horizont von fünf Jahren werden hingegen auch die Trends und Aufsteiger der jüngsten Vergangenheit deutlich. Best of Swiss Web kommt seiner Chronistenpflicht aber weiterhin nach und wird im Hintergrund die «Ewige Bestenliste» weiterführen.

Best of Swiss Web Kategorie Data & Technology Driven Campaigns (seit 2018) inkl. Kategorie Performance – 10 Jahre
Rang Agentur Punktestand
1 Equipe AG (ehem. Serranetga) 35
2 Notch Interactive 24
3 Jung von Matt/Limmat 18.5
4 OgilvyInteractive (ehem. OgilvyOne) 14
5 WIRZ Werbung (Assai) 13
6 Webrepublic 11
7 RedWorks 10
8 The House Agency 8
9 Unic AG 7.5
10 Contexta 7
10 Festland 7
Quelle: Best of Swiss Web
Best of Swiss Web Kategorie Data & Technology Driven Campaigns (seit 2018) inkl. Kategorie Performance – 5 Jahre
Rang Agentur Punktestand
1 Equipe (ehem. Serranetga) 27
2 Webrepublic 11
3 Notch Interactive 9
4 Festland 7
5 The House Agency 6
6 Mediacom 4.66
7 Jung von Matt / Limmat 4
7 Leo Burnett (Spillmann/ Felser) 4
9 Namics 3
10 Attackera 2.99
10 Safi Concept 2.99
10 Schrämmli Consulting 2.99
Quelle: Best of Swiss Web

Punktesystem ­Kategorien-Ranking:

  • Bronze: 2 Punkte
  • Silber: 4 Punkte
  • Gold: 7 Punkte
  • Mehrere Auftrag­nehmer: Die Punkte wurden entsprechend der Anzahl Unter­neh­men ­aufgeteilt.
  • Fusionen: Zusammenführung aller ­Punkte von ­fusionierten Unternehmen.

Die Meister der digitalen Kampagne

Die Kategorie «Data & Technology Driven Campaigns» besteht erst seit 2018. Vorher lief sie unter dem Namen «Performance». Sowohl im Zehn- wie im Fünf-Jahres-Vergleich heisst der Sieger Equipe. Auf den übrigen Rängen tat sich einiges. Einige Unternehmen wie Webrepublic oder Festland holten kräftig auf, andere rutschten ab. Beispielsweise, weil sie in den letzten 5 Jahren gar keine Punkte mehr erzielten. Alle Kategorienrankings sowie Informationen rund um Best of Swiss Web finden Sie hier.

In dieser Kategorie werden performanceorientierte digitale Kampagnen beurteilt. Das sind Kampagnen, die mit einem Set kreativer Werbemittel (Online, Mobile, Social Media, Suchmaschinenmarketing, Affiliate, Newsletter usw.) die jeweilige Botschaft innovativ, stringent sowie zielgruppenaffin kommunizieren und die gesetzten Ziele in einem bestimmten Zeitraum erreichen oder sogar übertreffen.

 

Wichtige Beurteilungskriterien sind:

  • Zielsetzung der Kampagne und Zielerreichung
  • Eingesetztes Budget für die digitale Kampagne (Realisation und Media)
  • Kampagnen-Erfolg: Teilnahmen/Abverkauf (CPC/CPL/CPO/CPS)

Text: Oliver Schneider, Netzwoche (Partnerpost)

Hochparterre ab sofort mit neuer Geschäftsleitung

Auf Mitte Juni gibt Köbi Gantenbein seine Rolle als Chefredaktor von Hochparterre ab. Drei langjährige ‹Hochparterris› übernehmen die Geschäfte des Verlags für Architektur, Planung und Design.

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Lilia Glanzmann (Bild oben Mitte), seit 2008 Redaktorin bei Hochparterre, übernimmt den Vorsitz und die personelle Leitung. Ausserdem ist sie die Delegierte im Verwaltungsrat.

Agnes Schmid (Bild oben Links) ist seit 2003 Marketingfachfrau bei Hochparterre und per sofort verantwortlich für die Ökonomie.

Werner Huber (Bild oben Rechts), seit 2001 Redaktor bei Hochparterre, ist verantwortlich für Inhaltliches.

Köbi Gantenbein wird weiterhin als Redaktor für Hochparterre tätig sein. Ausserdem übernimmt er als Verleger den Vorsitz im ebenfalls neu bestellten fünfköpfigen Verwaltungsrat (Bild unten). Darin sitzen neben ihm und Lilia Glanzmann, die Architektin und langjährige Metron-CEO Regula Schneider, der Ingenieur und Unternehmer Christian Keller und der Architekt und Digitalisierungsfachmann Wanja Bont.

Letztes Jahr feierte Hochparterre das 30-jährige Bestehen. Nach der Gründung durch Benedikt Loderer und Köbi Gantenbein im Hause von Curti Medien, der Übernahme durch die Gründer 1991 und dem Ausscheiden Loderers 2010 beginnt nun das vierte Leben des Unternehmens mit 22 Mitarbeitenden.
 

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Bundesrat soll Radio- und TV-Abgabe für Unternehmen überprüfen

Der Bundesrat soll Alternativen zur Methode der heutigen umsatzabhängigen Berechnung der Radio- und Fernsehabgabe für Unternehmen prüfen. Dieser Meinung ist der Ständerat. Er hat am Dienstag ein entsprechendes Postulat überwiesen.

Mit 25 zu 11 Stimmen bei zwei Enthaltungen stimmte die kleine Kammer für den Vorstoss von Fabio Abate (FDP/TI). Es gebe zahlreiche Unternehmen, die Mühe hätten mit der umsatzabhängigen Berechnung der Radio- und TV-Abgabe, argumentierte der Postulant. Denn der Umsatz entspreche nicht dem tatsächlich erzielten Gewinn.

Gleichzeitig stellte er klar, dass er nicht generell am Modell der Unternehmensabgabe zweifle, sondern nur an deren Ausgestaltung. Der Bundesrat solle einfach «ein anderes System zur Berechnung der Abgabe» prüfen.

Medienministerin Simonetta Sommaruga wehrte sich gegen den Vorstoss. Der Bundesrat sei weiterhin der Ansicht, dass das System der Unternehmensabgabe unter den denkbaren Alternativen am besten geeignet sei, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Zudem gebe es schon heute eine Härtefallregelung für kleine Unternehmen.

Trotzdem habe der Bundesrat bereits bei seinem Entscheid zur Einführung des neuen Abgabesystems beschlossen, dass er dessen Auswirkungen bis spätestens Mitte 2020 prüfen will, gestützt auf die Erfahrung des ersten Erhebungsjahres. Sollte die Bilanz des neuen Abgabesystems zeigen, dass gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht, werde er die nötigen Schritte unternehmen. (SDA)

Werbeprofis vernachlässigen Relevanz und Kundenbindung zugunsten des ROI

Werbe- und Marketingspezialisten haben in puncto Kundenerlebnis abweichende Prioritäten. Laut dem «Adobe Digital Trends in Advertising»-Report 2019 liegt das an einem unterschiedlichen Aufgabenverständnis innerhalb des Unternehmens. 

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Für knapp die Hälfte (46 Prozent) der Advertiser hat es oberste Priorität, den Return on Investment (ROI) nachzuweisen. Knapp dahinter folgen eine bessere Zielgruppenansprache und -segmentierung (42 Prozent) sowie eine effizientere Nutzung der Kanäle (40 Prozent). Für Werbefachleute liegen also schnelle und greifbare Erlebnisse im Fokus – und das, obwohl fast ein Viertel (23 Protzen) datengetriebenes Marketing als spannendste Chance für 2019 sieht und den Menschen in den Mittelpunkt stellen möchte. Zum Vergleich: Für zwei Drittel (64 Prozent) der Marketer hat das Content- und Experience Management oberste Priorität, während weniger als die Hälfte der Werbespezialisten Loyalität und Kundenbetreuung am höchsten bewerten. 

Philip Duffielt, Manager Director Advertising Cloud bei Adobe EMEA, kommentiert: «Werbetreibende und Marketer verfolgen das gleiche Ziel, doch sie erreichen es auf unterschiedlichen Wegen – die einen setzen darauf, eine Verbindung zu den Kunden aufzubauen, die anderen fokussieren auf Daten. Das birgt Risiken: Verfolgt eine Marke zwei so unterschiedliche Strategien, werden Kunden am Ende mit einem fragmentierten und inkonsistenten Markenerlebnis konfrontiert. Beide Strategien haben ihre berechtigten Vorteile, doch die nahtlose Integration beider ist entscheidend. Unser Report zeigt, wie das Customer Experience Management Advertiser und Marketer auf einen Nenner bringt, um die eigene Marke langfristig konsistent aufzubauen.»

 

Stärkere Konzentration auf Qualität und Relevanz

«Kreativität und Metriken gehen Hand in Hand. Ich bin überzeugt, dass wir uns dieses Jahr viel stärker auf Qualität und Relevanz konzentrieren sollten – unterstützt durch Automatisierung erhalten Sie durch das Zusammenspiel beider Faktoren auf effiziente Weise leistungsstarke Inhalte», so Mike Klinkhammer, Director of Advertising Sales EU bei eBay, zur Verbindung von Kreativität und Daten. 

Ähnlich sieht das auch Chris Hirst, Global CEO von Havas Creative und Autor des neuen Buchs «No Bullsh*t Leadership»: «Kreativität muss intelligent eingesetzt werden: Es gibt Situationen, in denen die Anzeige für eine Sportschuhmarke super sexy und ansprechend rüberkommen soll. Manchmal steht aber die Frage, warum meine Füsse beim Laufen weh tun im Fokus – der Kontext ist absolut entscheidend.»

Die Studie hebt hervor, dass Marken mit Strategien zur Steigerung der Kundenzufriedenheit auf dem richtigen Weg sind. Unternehmen, die sich auf den Aufbau langfristiger Kundenerlebnisse konzentrieren, haben gegenüber ihren Konkurrenten eine dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit, ihre Geschäftsziele zu übertreffen.

 

Kundenzufriedenheit gemeinsam anpacken

Die Botschaft des «Digital Trends-Reports» von Adobe ist eindeutig: Werbe- und Marketingteams müssen sich zusammenschliessen und das Thema Kundenzufriedenheit gemeinsam anpacken. Erst wenn die vorhandenen Daten und Erkenntnisse mit den Ad Targeting-Strategien zusammengeführt werden, ist eine konsistente kreative Beziehung zu den Kunden möglich. 

«Die zunehmende Personalisierung von Kundenerlebnissen hat dazu geführt, dass Marken stärker auf Analysen und programmatische Strategien angewiesen sind. Das ist zweifelsohne der richtige Weg. Doch die grosse Chance der Branche liegt darin, Daten und Kreativität in Einklang zu bringen. Wer Kampagnen mit tiefgehender Zielgruppenintelligenz und spannenden Inhalten in Echtzeit verbinden und über die richtigen Kanäle ausspielen kann, erreicht Relevanz und Personalisierung im grossen Stil», fasst Duffield zusammen.

Über den «Digital Trends-Report» von Adobe und Econsultancy 

Der neunte jährlich erscheinende Digital Trends-Report von Adobe und Econsultancy befragt weltweit mehr als 12.500 Experten aus den Bereichen Marketing, Werbung, E-Commerce, Creative und Technologie. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von fast 800 Werbespezialisten, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Stadt und Kanton Bern fordern von SRG Stopp der Zügelvorbereitung

Nach dem «deutlichen Signal» aus dem Nationalrat für den Erhalt des Radiostudios Bern fordern Stadt und Kanton Bern sowie die Hauptstadtregion Schweiz die SRG-Spitze auf, die Arbeiten zum Abzug des Studios zu stoppen.

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Die Unternehmensleitung der SRG müsse sich nun rasch dem Dialog mit der Politik und der Zivilgesellschaft stellen, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Hauptstadtregion Schweiz, des Kantons und der Stadt Bern vom Dienstag. Man sei offen für entsprechende Gespräche.

Der politische Entscheid biete der SRG die Chance, gemeinsam mit allen Partnern eine bessere Lösung in Form «eines zukunftsträchtigen Kompromisses» zu suchen. Der Nationalrat habe ein «unüberhörbares Signal» an die Verantwortlichen gesendet, «diesen medienpolitisch falschen Prozess zu stoppen».

Erfreut zeigt sich am Dienstag auch die SRG Bern Freiburg Wallis. Die Mitgliedsgesellschaft der SRG Deutschschweiz fordert die SRG auf, der regionalen Verankerung und dem föderalen Charakter des gebührenfinanzierten Service-public-Unternehmens Rechnung zu tragen.

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM sieht die SRG nun ebenfalls in der Pflicht. Das Personal des SRF-Radiostudios Bern, das «massiv» vom Umzug betroffen wäre, sei immer noch bereit, seine Ideen einzubringen. «Dafür bedarf es aber der vollen Transparenz der SRG bezüglich ihrer Konzeptpläne».

Laut einer SSM-Umfrage will eine «überwältigende Mehrheit» der heutigen Radio-Mitarbeitenden einen Umzug nach Zürich nicht mitmachen und würde in der Folge das Unternehmen verlassen. «Damit würde die SRG auf einen Schlag eine geballte Ladung an journalistischer Kompetenz verlieren.» (SDA)

Dirk Gesellnsetter und Ivan von Arx verstärken Vertrieb von News Aktuell Schweiz

Per sofort wird mit Dirk Gesellnsetter als Key Account Manager und Ivan von Arx als Account Manager im Innendienst das Vertriebsteam von News Aktuell Schweiz verstärkt.

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«Mit Dirk Gesellnsetter und Ivan von Arx haben wir gleich zwei erfahrene Vertriebler neu in unserem Team. Beide bringen langjährige Berufserfahrung aus ganz unterschiedlichen Unternehmen und Branchen mit, die eine hervorragende Ergänzung für News Aktuell Schweiz sind», sagt Eljub Ramic, Geschäftsführer News Aktuell Schweiz.

Dirk Gesellnsetter (Bild oben), gelernter kaufmännischer Angestellter, bringt langjährige und vielfältige Vertriebserfahrung mit. So war er unter anderem viele Jahre beim Schweizer Distributions- und Logistikkonzern SWIP – zuletzt als Leiter des Verkaufs-Innendienstes – tätig, sowie sechs Jahre bei Argus Data Insights Schweiz als Key Account Manager. Vor seinem Wechsel zu News Aktuell war er elf Jahre lang Marketing- und Verkaufsberater bei Present-Service Henckel von Donnersmarck & Co. und verantwortete u.a. den Auf- und Ausbau des Westschweizer Marktes.

Ivan von Arx (Bild unten) hat eine kaufmännische Ausbildung in Zürich absolviert. Nach einigen Jahren Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter – unter anderem bei Credit Suisse, American Express und Honeywell – absolvierte er eine Weiterbildung im Bereich Sales und Marketing. Anschliessend war von Arx als Account Manager bei Perkin Elmer LAS, dem Migros-Genossenschaftsbund und zuletzt Cosmo Consult tätig.

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Bronze für Thjnk Zürich – Jung von Matt steigt ins Rennen um die Löwen ein

Tag zwei in Cannes: Thjnk Zürich freut sich über Bronze in der Kategorie «Film Craft». Mit dem Sirenentest und dem den Social-Media-Sittern setzt sich Jung von Matt/Limmat zudem dreimal auf die Shortlist.

Cannes Lions 2019 Schweizer Medaillenspiegel
Agentur Gold Silber Bronze Shortlist
Thjnk Zürich   1 1  
Saatchi & Saatchi     1 1
Ruf Lanz       2
JvM/Limmat       3
Veeam       1
Quelle: Werbewoche.ch
Cannes Lions 2019 Schweizer Einreichungen
Kategorie Schweizer Einreichungen
Brand Experience & Activation 17
Creative Data  
Creative eCommerce 7
Creative Effectiveness 3
Creative Strategy 10
Design 17
Digital Craft 4
Direct 20
Entertainment  
Entertainment Lions for Music 1
Entertainment Lions For Sport 4
Film 30
Film Craft 22
Glass – The Lion For Change 1
Health & Wellness 14
Industry Craft 32
Innovation  
Media 17
Mobile 5
Outdoor 28
Pharma  
PR 8
Print & Publishing 21
Radio & Audio 10
Social & Influencer 10
Sustainable Development Goals 3
Titanium  
Total 284
Quelle: Cannes Lions

Drei Löwen-Chancen für Jung von MattU/Limmat in Cannes: Die Agentur setzt sich doppelt auf die PR-Shortlist mit dem Social-Media-Sitter für die Hotelkette Ibis. In der Kategorie Media steht Jung von Matt mit dem Sirenentest für Amnesty International im Final.

Ebenfalls auf die Shortlist hat es das Schweizer Software-Unternehmen Veeam in der Kategorie Direct geschafft.

Cannes Lions 2019 Schweizer Übersicht
Award Agentur Kampagne Kunde Kategorie Subkategorie
Shortlist Ruf Lanz The Power Point Landscapes Seminar Hotel Hof de Planis Design Design-driven Effectiveness
Shortlist Veeam Software What’s the Fux? Viral Headhunt Site Veeam Software Direct Single-market Campaign
Bronze Thjnk Zürich Alle sind gleich. Niemand ist gleicher. Pro Infirmis Film Craft Casting
Shortlist Ruf Lanz Dali / Van Gogh Welti-Furrer Outdoor Consumer Services / B2B
Shortlist Jung von Matt/Limmat The War Siren Test Amnesty International Media Use of Audio Platforms
Shortlist Jung von Matt/Limmat The Social Media Sitter Ibis/Accor Hotels PR Travel
Shortlist Jung von Matt/Limmat The Social Media Sitter Ibis/Accor Hotels PR Innovative Use of Social Media
Bronze Saatchi & Saatchi Lausanne Pain is Drama GSK Voltaren Health & Wellness OTC Applications
Shortlist Saatchi & Saatchi Lausanne Pain is Drama GSK Voltaren Health & Wellness OTC Applications
Silber Thjnk Zürich Alle sind gleich. Niemand ist gleicher. Pro Infirmis Health & Wellness Fundraising & Advocacy
Quelle: Werbewoche.ch

Zweiter Löwe für Thjnk Zürich – diesmal statt Health in einer klassischen Lions-Kategorie: Film Craft. Wie erwartet schneidet die Pro-Infirmis-Kampagne «Alle sind gleich. Niemand ist gleicher» auch an der Côte d’Azur und sichert der Agentur am Dienstag Bronze.

Zürcher Gericht spricht Weltwoche-Autor Philipp Gut schuldig

Nach dem Zürcher Bezirksgericht hat nun auch das Zürcher Obergericht den Weltwoche-Autor Philipp Gut wegen übler Nachrede schuldig gesprochen. Gut hatte geschrieben, dass sich die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin die mutmassliche Schändung durch SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann nur ausgedacht habe, um ihren Seitensprung zu vertuschen.

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Nach dem Zürcher Bezirksgericht hat nun auch das Zürcher Obergericht den Weltwoche-Autor Philipp Gut wegen übler Nachrede schuldig gesprochen. Gut hatte geschrieben, dass sich die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin die mutmassliche Schändung durch SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann nur ausgedacht habe, um ihren Seitensprung zu vertuschen.

Das Obergericht verurteilte Gut am Dienstag zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 130 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren. Gut muss Spiess-Hegglin zudem eine Genugtuung von 2500 Franken sowie Entschädigung für die Anwaltskosten zahlen.

Somit bestätigten die Oberrichter das Urteil des Bezirksgerichtes vom Mai 2017. Gut habe keine genügenden Anhaltspunkte für seine Behauptung, fanden die Oberrichter. Der Weltwoche-Autor beteuerte vor Gericht erneut, dass sein Artikel richtig und faktentreu sei. Er habe gute Quellen und halte an den Kernaussagen des Textes fest.

«Wer die Öffentlichkeit dermassen sucht wie Spiess-Hegglin, muss sich auch gefallen lassen, dass kritisch berichtet wird», doppelte sein Anwalt nach. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Gut kann es noch ans Bundesgericht weiterziehen. Ob er dies tun wird, ist offen. Zuerst werde man das Urteil analysieren, so sein Anwalt.

Gut hält an seinen Aussagen fest

Der Weltwoche-Autor Gut beteuerte vor Obergericht, dass sein Artikel richtig und faktentreu sei. Er habe gute Quellen und halte an den Kernaussagen des Textes fest. «Wer die Öffentlichkeit dermassen sucht wie Spiess-Hegglin, muss sich auch gefallen lassen, dass kritisch berichtet wird», doppelte sein Anwalt nach.

Erst im Mai ging Spiess-Hegglin gegen den Ringier-Verlag als Siegerin vom Feld. Das Zuger Kantonsgericht kam zum Schluss, dass der Blick die Persönlichkeitsrechte der ehemaligen Politikerin verletzt habe. Ringier soll Spiess-Hegglin eine Genugtuung von 20’000 Franken zahlen. Ihren Antrag auf eine Entschuldigung wies das Zuger Gericht jedoch ab. Sowohl Ringier als auch Spiess-Hegglin akzeptieren das Urteil nicht und ziehen es weiter.

Spiess-Hegglin trat Ende 2016 aus dem Zuger Kantonsrat zurück und konzentriert sich seither auf ihren Kampf gegen Hasskommentare. Sie gründete einen Verein, der Opfern von verletzenden Kommentaren beistehen will. Daneben klagt sie immer wieder gegen Personen, die sie wegen der Zuger Affäre beschimpften.

SVP-Politiker Hürlimann wählte einen anderen Weg als Spiess-Hegglin. Statt die Öffentlichkeit zu suchen, ging er auf Tauchstation und liess Gras über die Sache wachsen. Auch er sitzt mittlerweile nicht mehr im Zuger Kantonsrat. (SDA)

Text wird nicht gelöscht

Einen Erfolg verbuchte Gut hingegen bei den Zivilforderungen: Das Obergericht kam zum Schluss, dass der Artikel mit dem Titel «Die fatalen Folgen eines Fehltritts» nicht aus dem Online-Archiv der Weltwoche und auch nicht aus der Mediendatenbank SMD gelöscht werden muss. Zudem muss die Weltwoche das Urteil nicht im Blatt abdrucken. Dies hatte das Bezirksgericht noch so verfügt.

Das Obergericht war aber der Ansicht, dass Philipp Gut als Einzelperson vor Gericht stehe – und nicht die Weltwoche. Gut habe als Mitarbeiter gar keine Legitimation, Texte zu löschen.

Einen Dämpfer gab es für Spiess-Hegglin auch bezüglich der Einstellungsverfügung der Zuger Staatsanwaltschaft, die sie für alle Zeiten unter Verschluss halten wollte, um weitere Medienberichte zu verhindern. Das Obergericht erachtete diese Gefahr einer neuen Persönlichkeitsverletzung aber als nicht ausreichend.

Zudem sei Spiess-Hegglin nicht berechtigt, dies zu verlangen, da sie den Fall nicht ans Obergericht weitergezogen habe. Ein Weiterzug wäre jedoch Voraussetzung dafür gewesen, um Forderungen zu stellen.

Auslöser für den Prozess war ein Weltwoche-Artikel vom September 2015. Darin arbeitete Gut die Affäre um Jolanda Spiess-Hegglin und ihren damaligen Ratskollegen Markus Hürlimann auf, bei der K.O.-Tropfen im Spiel gewesen sein sollen. Das Verfahren gegen Hürlimann wurde jedoch mangels Beweisen eingestellt.

Gut schrieb, dass sich Spiess-Hegglin die Schändung nur ausgedacht habe, um ihren Fauxpas vor ihrem Ehemann zu vertuschen. Die Ermittlungsakten würden zeigen, wie «die linke Frau den rechten Mann planmässig falsch beschuldigt».

Blick verletzte Persönlichkeitsrechte

Erst im Mai ging Spiess-Hegglin gegen den Ringier-Verlag als Siegerin vom Feld. Das Zuger Kantonsgericht kam zum Schluss, dass der Blick die Persönlichkeitsrechte der ehemaligen Politikerin verletzt habe. Ringier soll Spiess-Hegglin eine Genugtuung von 20’000 Franken zahlen. Ihren Antrag auf eine Entschuldigung wies das Zuger Gericht jedoch ab. Sowohl Ringier als auch Spiess-Hegglin akzeptieren das Urteil nicht und ziehen es weiter.

Spiess-Hegglin trat Ende 2016 aus dem Zuger Kantonsrat zurück und konzentriert sich seither auf ihren Kampf gegen Hasskommentare. Sie gründete einen Verein, der Opfern von verletzenden Kommentaren beistehen will.

SVP-Politiker Hürlimann wählte einen anderen Weg als Spiess-Hegglin. Statt die Öffentlichkeit zu suchen, ging er auf Tauchstation und liess Gras über die Sache wachsen. Auch er sitzt mittlerweile nicht mehr im Zuger Kantonsrat. (SDA)

Eggliwintsch und Gold Interactive realisieren Auftritt von Allianz Cinema 2019

Allianz Cinema startet mit einem neuen Look in die Open-Air-Kinosaison 2019. Eggliwintsch und Gold Interactive zeichnen für Konzeption und Umsetzung der Massnahmen verantwortlich.

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Die Kampagne wurde von Eggliwintsch konzipiert und umgesetzt und zusammen mit dem Fotografen Michael Egloff, dem Filmproduzenten Roman Peritz, Milos May von Hunter.film sowie den Seifenblasenkünstlern Alicia und Joseph Tal von Bubblezone realisiert. Daraus entstanden ist unter anderem ein Key Visual, das die einzigartige Atmosphäre von Allianz Cinema widerspiegeln soll.

Zudem wurde eine neue Website der Open-Air-Kinoreihe durch Gold Interactive ausgearbeitet. Entstanden ist eine Plattform, die Funktionalität und Design gleichermassen in sich vereinen soll.

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Key Visual Allianz Cinema 2019
Verantwortlich bei Cinerent: Daniel Frischknecht Knörr, Marlene Buchser. Verantwortlich bei Allianz: Marcel Wolfgramm, Thomas Jost. Verantwortlich bei Eggliwintsch: Fosca Tóth.

Website Allianz Cinema 2019
Verantwortlich bei Gold Interactive Zürich: Kathrin Treml, Meret Küng, Chris Lalive d’Epinay.

Umstrittener Umzug nach Zürich: Der Nationalrat will die SRG in die Schranken weisen

Der Nationalrat will die SRG daran hindern, einen grossen Teil des Radiostudios von Bern nach Zürich zu verlegen. Er hat am Dienstag Vorstösse dazu mit grosser Mehrheit angenommen. Der Umzugsentscheid der SRG sorgte im Rat von links bis rechts für Empörung.

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Mit 120 zu 54 Stimmen bei 10 Enthaltungen hiess der Nationalrat fünf gleichlautende parlamentarische Initiativen gut. Eingereicht hatten diese die Präsidentinnen und Präsidenten der SVP, der CVP, der Grünen und der BDP sowie der Vizepräsident der SP.

Sie verlangen, dass die Radio-Informationssendungen weiterhin schwergewichtig in Bern und Lausanne und die TV-Informationssendungen in Zürich und Genf produziert werden müssen. Die vorberatende Kommission des Nationalrates hatte sich dagegen ausgesprochen.

Sie befand, es sei nicht sinnvoll, der SRG solche gesetzliche Vorgaben zu machen. Die regionale Verankerung sei zwar zentral, sagte Kommissionssprecher Martin Candinas (CVP/GR). Diese sei aber nicht in Frage gestellt, das habe die SRG-Spitze versichert. Die Politik sollte nicht in operative Entscheide der SRG eingreifen. Diese brauche unternehmerische Freiheit.

 

Mangelnde politische Sensibilität

Die Befürworterinnen und Befürworter der Vorstösse widersprachen. Sie sehen die publizistische Vielfalt in Gefahr. Der SRG mangle es offensichtlich an politischer Sensibilität, hiess es. Daher müsse das Parlament eingreifen.

Gerhard Pfister (CVP/ZG) sprach von einem «staatspolitischen Sündenfall». Im Abstimmungskampf zur «No Billag»-Initiative habe die SRG argumentiert, es brauche sie, um den Zusammenhalt in der Schweiz zu sichern. Nach der Abstimmung werde sie nun diesem eigenen Anspruch nicht mehr gerecht. Die SRG habe aber staatspolitische Argumente zu berücksichtigen.

 

Mehr als Lokalpatriotismus

Martin Landolt (BDP/GL) betonte, es gehe um mehr als bloss ein lokalpatriotisches Anliegen. Die SRG argumentiere, Förderalismus sei nicht eine Frage von Bürostandorten. Lasse man ihr das durchgehen, würde dies jegliche weitere Zentralisierung rechtfertigen.

Das dürfe die Politik nicht zulassen. Im Abstimmungskampf zur «No Billag»-Initiative sei landauf, landab von «Kohäsion» die Rede gewesen. Die SRG habe Wein gepredigt, nun serviere sie nur Wasser.

 

Unterschiedliche Perspektiven

Beat Jans (SP/BS) räumte ein, die vorgeschlagene Gesetzesänderung sei vielleicht nicht optimal. Daran könne aber noch gearbeitet werden. «Wir wollen der SRG ein Signal senden, dass wir gegen die Schliessung des Radiostudios in Bern sind.»

Eine Zentralisierung zerstöre die «Idée Suisse, für die Politikerinnen und Politiker sich im Abstimmungskampf zu «No Billag» mit Herzblut eingesetzt hätten. Jans fügte an, die Forderung richte sich nicht gegen die Zürcherinnen und Zürcher. Es sei aber nun mal so, dass die Sicht auf manche Dinge von Zürich aus eine andere sei als von Bern oder Basel aus.

 

Kein Einheitsbrei

Auch Albert Rösti (SVP/BE) erinnerte an die «No Billag»-Abstimmung. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung habe sich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio ausgesprochen, sagte Rösti, dessen Partei die Abschaffung der Radio- und TV-Gebühren befürwortet hatte.

Er warnte vor einem «Einheitsbrei» in Folge einer Zentralisierung. Die Art und Weise, wie die SRG die Verlegung des Radiostudios beschlossen habe, zeuge von einer Arroganz, die ihm selten begegnet sei, stellte Rösti fest.

 

Ständerat am Zug

Die Vorstösse gehen nun an den Ständerat. Der Ausgang ist ungewiss. Die kleine Kammer hatte vergangene Woche ausgiebig über die Umzugspläne der SRG diskutiert, aber nichts entschieden: Beat Vonlanthen (CVP/FR) zog seinen Vorstoss zurück, nachdem sich ein Nein abgezeichnet hatte. Gleichzeitig äusserte er die Hoffnung, dass die SRG ihren Zentralisierungsentscheid überdenken möge.

Im Ständerat fielen aber ebenfalls klare Worte. Die SRG wurde als «stur und kompromisslos» bezeichnet. Der Zentralisierungsentscheid sei ein Schlag ins Gesicht aller SRG-Unterstützer, hiess es. Auch der Kanton Bern, der Kanton Genf sowie der Verein Hauptstadtregion Bern kritisieren die SRG. Diese hatte den Umzug letzten Herbst beschlossen. 170 Mitarbeitende sind davon betroffen. (SDA)

Facebook will eine digitale Weltwährung etablieren

Facebook will die Finanzwelt umkrempeln: Das Online-Netzwerk hat eine neue globale Währung erfunden. Das Digitalgeld mit dem Namen Libra basiert ähnlich wie Bitcoin auf der sogenannten Blockchain-Technologie, soll aber ohne Kursschwankungen auskommen. Facebook werde keinen Zugang zu den Transaktionsdaten haben, versicherte der für das Projekt zuständige Facebook-Manager David Marcus.

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In der Anfangszeit dürfte das Digitalgeld vor allem für Überweisungen zwischen verschiedenen Währungen eingesetzt werden, sagte Marcus der Nachrichtenagentur DPA. Damit würde Libra mit Diensten wie Western Union oder Moneygram konkurrieren, die für internationale Überweisungen hohe Gebühren verlangen. Die Vision sei aber, Libra schliesslich zu einem vollwertigen Zahlungsmittel für alle Situationen zu machen.

Einfacher Tausch

Für Verbraucher soll es einfach sein, das Geld zwischen Libra und anderen Währungen zu tauschen und Transaktionen damit zu machen. So soll man Libra-Überweisungen zum Beispiel direkt in Facebooks Chatdiensten WhatsApp und Messenger ausführen können. Mit einer Verknüpfung zum Bankkonto sollen Libra auch direkt auf dem Smartphone in andere Währungen umgetauscht werden können.

Um das grosse Ziel einer digitalen Vollwährung zu erreichen, hat Facebook eine Allianz geschmiedet, die Libra Association. Diese Allianz und nicht Facebook soll das Digitalgeld verwalten. Unter den aktuell 28 Mitgliedern sind die Finanzdienstleister Visa, Mastercard, Paypal und Stripe – was die Integration in Bezahlsysteme erleichtern dürfte.

Mit an Bord sind unter anderem auch Vodafone und Ebay, die Reisebuchungs-Plattform Booking.com sowie der Musikstreaming-Dienst Spotify und die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft. Zum Libra-Start im Jahr 2020 hoffe er auf mehr als 100 Mitglieder, sagte Marcus. Facebook werde keine Sonderrolle in der Organisation haben.

Durch Währungen gedeckt

Bisherige Blockchain-Währungen wie Bitcoin sind für ihre massiven Kursschwankungen berüchtigt – das ist etwas, was Facebook bei Libra unbedingt vermeiden wollte. Deshalb wird Libra in vollem Umfang durch einen Reservefonds mit verschiedenen Währungen wie Dollar, Euro und Yen gedeckt sein.

«Wenn zum Beispiel jemand Libra für 100 Euro kauft, fliessen diese 100 Euro in die Reserve», erläuterte Marcus. Die Libra Association werde zudem festlegen, in welchem Verhältnis Währungen und Wertpapiere wie Anleihen in der Reserve gehalten werden, um für einen stabilen Kurs zu sorgen. Auch wird Libra anders als der Bitcoin nicht von den Nutzern selbst erstellt, sondern muss bei Mitgliedern der Allianz oder auf Handelsplattformen erworben werden.

Facebook lässt keinen Zweifel daran, dass Libra am Ende eine globale Währung werden soll, mit der man genauso wie mit dem heutigen Geld alles und überall kaufen kann – egal, ob online oder in einem Laden.

Menschen ohne Bankkonto

Zugleich schränkte Marcus ein: «Ich denke, dass jede neue Währung viel Zeit brauchen wird, um so gross zu werden wie eine existierende nationale Währung einer grossen Volkswirtschaft.» Ein Grund dafür sei, dass in der entwickelten Welt die Bezahlwege bereits gut eingespielt seien. «Zumindest in den nächsten zehn Jahren werden wir alle noch unsere Gehälter bekommen und Steuern zahlen in der Währung der Länder, in denen wir leben.»

Zugleich gebe es aber auch Länder mit hoher Inflation und schlecht ausgebauten Banksystemen – und dort könne eine Digitalwährung wie Libra eine viel grössere Rolle spielen, «weil sie eine Lösung für viele Probleme bieten kann».

Facebook verweist insbesondere auf die 1,7 Milliarden Menschen, die noch kein Bankkonto hätten. Auch Spotify erklärt, man erhoffe sich von der Teilnahme am Libra-System die Möglichkeit, besser Kunden in solchen Regionen zu werben. Allerdings gibt es für die globalen Ambitionen auch Grenzen: In China wird Libra nicht verfügbar sein.

Digitales Portemonnaie

Zur Aufbewahrung und Nutzung von Libra werden verschiedene Anbieter digitale Brieftaschen, sogenannte Wallets, aufsetzen können. Facebook will nur einer von vielen Wallet-Anbietern sein, dafür gründete das Online-Netzwerk die Tochterfirma Calibra mit Marcus an der Spitze. «Facebook und Calibra werden keine besonderen Rechte oder Vorteile haben, obwohl wir den gesamten Quellcode für die Blockchain und die Transaktionen geschrieben haben», sagte er. Facebook steht insbesondere nach dem Skandal um Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern.

Nutzer können in dem Libra-System unter Pseudonymen agieren und mehrere Zugänge haben. «Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt», hiess es in einem Papier.

Die übliche Regulierung – also zum Beispiel Massnahmen gegen Geldwäsche – werde auf Ebene der Wallets greifen, sagte Marcus. «Wir haben mit Regulierern rund um die Welt gesprochen.» Für Unternehmen, die Gründungsmitglieder der Libra-Allianz werden wollen, wurde eine Hürde gesetzt: Sie müssen einen Marktwert von mindestens einer Milliarde Dollar oder mehr als 20 Millionen Kunden haben. Mitglieder müssen mindestens zehn Millionen Dollar investieren.

Bitcoin beflügelt

Die bekannteste Blockchain-Währung Bitcoin ist anders organisiert: Bei ihr werden die Einheiten durch mathematische Berechnungen auf den Computern der Nutzer generiert – «geschürft», wie es im Fachjargon heisst. Dabei ist die Gesamtzahl der Bitcoin, die produziert werden können, beschränkt. Und die Berechnungen dafür werden immer komplexer. Inzwischen braucht man Hochleistungscomputer, um Bitcoin zu erstellen, daher schürfen derzeit vor allem kommerzielle «Minining-Farmen». Das steigert den Energieverbrauch und das knappe Angebot kann für Preis-Sprünge sorgen.

In der Spitze kostete ein Bitcoin Ende 2017 bis zu 20’000 Dollar – dann folgte der Einbruch. Inzwischen arbeitete sich der Bitcoin auch dank Gerüchten über Facebooks Pläne wieder auf mehr als 9000 Dollar vor. In der Nacht zum Dienstag erreichte der Kurs fast die Marke von 9500 Dollar. (SDA)

Y&R Wunderman ist neue Leadagentur von UPC

Y&R Wunderman überzeugte im Pitchverfahren den Telekomanbieter UPC von sich und ist neue Leadagentur des Unternehmens.

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Die Pitch-Präsentation führte Y&R Wunderman als Co-Creation-Workshop durch, worauf sich die Agentur seit mehreren Jahren erfolgreich spezialisiert hat. 

UPC befindet sich zurzeit in einer spannenden Phase. Das Unternehmen verfolgt einen klaren Wachstumsplan, um schnell neue Kunden zu gewinnen. Zudem wurde im Februar 2019 angekündigt, dass Sunrise beabsichtigt, UPC zu kaufen. «Y&R Wunderman hat genau verstanden, was unsere Ziele und Herausforderungen in der aktuellen Situation sind und uns Perspektiven für eine erfolgreiche Kommunikation mit unseren Kunden in einer spannenden Zeit aufgezeigt», erklärt Stefan Fuchs, Chief Marketing Officer bei UPC Schweiz, den Entscheid in einer Mitteilung.

 

Auf agiles Vorgehen vorbereitet

Eine intensive Zusammenarbeit mit flexiblem Zeitrahmen ist für die Agentur an der Hardturmstrasse kein neues Terrain. So ist es speziell bei Technologie-Projekten Usus, dass Etats projektweise vergeben werden und sich Anforderungen laufend verändern. Die eigenen Arbeitsprozesse seien daher auf ein agiles Vorhergehen bestens vorbereitet. «Zudem ist es äusserst herausfordernd, das Unternehmen beim Wachstum im aktuellen Kontext zu unterstützen», so Swen Morath, CCO bei Y&R Wunderman. 

Die Zusammenarbeit hat bereits begonnen. Erste Ergebnisse sind demnächst zu sehen.
 

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