Bundesarchiv stösst mit Digitalisierungs-Angebot an seine Grenzen

Damit hat das Bundesarchiv nicht gerechnet: Ihr Angebot, Dossiers kostenlos zu digitalisieren, wird rege genutzt. Die Mitarbeiter sind am Anschlag – und die Kunden warten seit über sieben Wochen auf ihre Bestellungen.

bundesarchiv-bern

Das Bundesarchiv in Bern ist älter als die Bundesverfassung (1848). Bereits 1798 beschlossen die Räte der Helvetischen Republik (1798-1803) ein Nationalarchiv zu gründen. Heute befindet sich das imposante Hauptgebäude am Ende der Archivstrasse. Ein kleiner Park und ein mit Steinen gepflasterter Weg bringen die Besucher in alte Zeiten zurück.

In den vergangenen 220 Jahren, die seit der Gründung verstrichen sind, wurden so viele Dokumente aufgenommen, dass sie aneinandergereiht eine Länge von über 66 Kilometer ergeben würden. Und jedes Jahr wächst der Bestand um mehr als einen weiteren Kilometer.

 

Starker Anstieg bei digitalen Dossiers

Der Unterhalt hat seinen Preis. 2018 belief sich der finanzielle Aufwand des Bundesarchivs auf 19,2 Millionen Franken. Letztes Jahr zählten die Lesesäle 1007 Besucher (2017: 1510). Stark angestiegen sind digital ausgelieferte Archiveinheiten. Zwischen 2014 und 2018 haben sich die Anfragen auf 3432 Dossiers verdreifacht.

Das Bundesarchiv plant nun, die Zahl der digitalen Archiveinheiten nochmals zu erhöhen. Neu soll man auch bequem von zu Hause aus Digitalisierungsaufträge bestellen können. Und das alles kostenlos.

In seinem Newsletter von August 2019 wandte sich das Archiv direkt an seine Benutzer: «Wir suchen Pilot-Userinnen und Pilot-User, die den Online-Zugang in den kommenden Monaten auf Herz und Nieren prüfen.» Zum Zielpublikum zählen Historiker, aber auch Laien.

Sie sollen neu Unterlagen bestellen können, die die Mitarbeiter des Bundesarchivs einscannen und per Mail zuschicken. Dadurch entfällt die zeitaufwändige Anreise nach Bern.

 

Bundesarchiv spricht von «Fehleinschätzung»

Und lange auf die Zustellung sollen die Benutzer zudem nicht warten müssen: Die Digitalisierung, schreibt das Bundesarchiv auf seiner Homepage, «dauert zwei Arbeitstage».

Nun zeigt sich, dass dieses Versprechen nicht einzuhalten ist. Gemäss Recherchen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA warten Pilot-Nutzer bereits über sieben Wochen auf die Digitalisierung ihres bestellten Dokuments.

Drei Wochen nach der Lancierung des Pilotprojekts erhielten die Tester eine Nachricht aus Bern: «Wenige Tage nach unserem Aufruf haben sich bereits 300 Personen gemeldet.» Das grosse Interesse führe zu «grösseren Verzögerungen».

Das bringt die Planung des Archivs durcheinander. Man habe mit viel weniger Bestellungen pro Pilot-User gerechnet, sagte der Kommunikationsbeauftragter des Bundesarchivs, Simon Meyer: «Das war eine Fehleinschätzung.»

 

Bundesarchiv als Vorreiter

Nun versuchen täglich bis zu neun Mitarbeiter die Flut der Aufträge zu bewältigen. Zwei Drittel der Mitarbeiter sind externe Fachleute. «Dank Verbesserungen im Arbeitsprozess digitalisieren wir nun deutlich mehr Dossiers pro Tag als in der Anfangsphase», sagte Meyer. Trotzdem habe man nun eine Beschränkung für Bestellungen eingeführt. 

Das Bundesarchiv sieht sich als Vorreiter in der Digitalisierung. «Unseres Wissens gibt es aktuell kein anderes Nationalarchiv, dass mit unserem Ansatz bereits so weit ist», sagte Simon Meyer. Das Bundesarchiv digitalisiere Dossiers «on demand», also unabhängig davon, ob das Dossier analog oder digital im Archiv vorliegt. 

Das Bundesamt will die Pilot-User in den nächsten Tagen darüber informieren, wie lange sie noch auf ihre Bestellungen warten müssen. (SDA)

Instagram sagt Schönheits-OP-Filtern den Kampf an

Instagram verbannt mehrere Filter von seiner Plattform, die mit Schönheits-OPs in Verbindung stehen. Dazu gehören unter anderem jene, die den Eindruck einer Botox-Injektion oder einer Gesichtsstraffung erwecken. Damit will die Facebook-Tochter für ein positives körperliches Selbstbild ihrer User sorgen.

bad-botox-filter-instagram

«Sowohl in der Werbung als auch in ihrem verlängerten Arm Instagram sind übersteigerte Schönheitsideale schon lange ein Thema. Ein Foto in sozialen Medien lügt. Man sieht darauf nur die beste Seite des Users. Es handelt sich um einen winzigen Ausschnitt aus dem Alltag eines Menschen. Nutzer müssen bedenken, dass sie in der Realität nicht immer gut aussehen können», unterstreicht Social-Media-Experte Hendrik Unger im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Pressetext.

 

«Plastica» und «Bad Botox»

Zwar hat Instagram bei seiner Ankündigung keine spezifischen Filter genannt, jedoch existieren gleich mehrere auf der Plattform, die mit Schönheits-OPs zu tun haben. Einige davon scheinen plastische Chirurgie negativ darzstellen. So versieht «Plastica» das User-Gesicht mit Klammern, die scheinbar die glatter aussehende Haut straffen. «Bad Botox» lässt das Antlitz geschwollen aussehen. Ein weiterer Filter zeigt das Gesicht mit Markierungen, wie sie Chirurgen beim Planen von Eingriffen einzeichnen.

Andere Schönheits-OP-Filter versuchen aber, das User-Gesicht zu „perfektionieren“. Kritiker werfen Instagram und auch seinem Konkurrenten Snapchat deswegen vor, ein übersteigertes Schönheitsideal zu vermitteln und so dem Selbstbild von Nutzern zu schaden. Als Reaktion darauf löscht Instagram alle bestehenden Filter dieser Art. Außerdem wird die Entwicklung von weiteren Schönheits-OP-Filtern gestoppt.

 

Altersbeschränkung festgelegt

Momentan versucht Instagram, Inhalte, die durch übertriebene Schönheitsideale gesundheitsschädigende Auswirkungen haben, zu entfernen. So hat Werbung von Diätprodukten und kosmetischen Eingriffen kürzlich eine Altersbeschränkung erhalten. (pte/hae)

Katjes bringt Milchbauern auf die Palme

Der Bayerische Bauernverband kritisiert das deutsche Süsswarenunternehmen Katjes, das in seinem aktuellen Werbespot die Massentierhaltung mit düsteren Zeichnungen anprangert. Die Visualisierung sei einseitig und überzogen. Das Unternehmen wehrt sich.

Katjes-Chocjes-TV-Spot-2019---Jedes-Leben-ist-wertvoll-0-2-screenshot

Der Spot stammt aus der Feder der Berliner Agentur Antoni und wirbt für das neuste Katjes-Produkt «Chocjes», eine aus Hafermilch hergestellte vegane Schokolade. Der 20-sekündige Film zeigt hunderte Kühe, die im Gleichschritt in einen grossen Schokoladenriegel – eine Melkanlage – hineinmarschieren. Die Illustrationen stammen von der Illustrator-Legende Gerald Anthony Scarfe, der für seine teils düsteren Illustrationen und Karikaturen weit bekannt ist.

Wie W&V schreibt, suggeriert das Video den Kritikern zufolge, dass alle Molkereien ihre Tiere auf diese Art und Weise behandeln würden und dass jeder Milchkonsument zu dieser Ausbeutung beitrage. Daraufhin forderte der deutsche Werberat Katjes zu einer Stellungnahme auf. Der Süssigkeitenhersteller hat bis Freitag Zeit, dem Werberat zu antworten.

Katjes-Chocjes-TV-Spot-2019---Jedes-Leben-ist-wertvoll-0-8-screenshot

Jedoch hat sich das Unternehmen bereits öffentlich verteidigt. Wie das Presseportal berichtet, habe das Unternehmen im Gespräch mit der Rheinischen Post auf die kritischen Bedingungen in der Tierhaltung hingewiesen. In der Werbung würde eine Verkitschung der Milchindustrie stattfinden, und sie wollten für einmal eine andere Seite darstellen. Dies würde Milchbauern, die einen guten Job machen, nicht tangieren. 

Laut einer Mitteilung auf Berlin.de wird der Rat nach der Stellungnahme seitens Katjes entscheiden, ob die Werbung gegen die Grundregeln verstosse. Zudem wurde der Fall auch an die Wettbewerbszentrale gegeben, die überprüfen wird, ob das Video gegen das Wettbewerbsrecht verstosse. (pd/swi)

Philipp Semmler verlässt die Mediaschneider-Gruppe

Philipp Semmler wird die Mediaschneider-Gruppe per 31.12.2019 verlassen. Bei Mediaschneider war er als Chief Digital Officer und CEO von Hoy tätig. Moritz Schneider derzeit CTO wird Hoy ab 1.1.2020 als CEO leiten.

Philipp-Semmler

Philipp Semmler übergibt bei Hoy an Moritz Schneider (v.l.).

 

Philipp Semmler hat laut Mitteilung die Digitalisierung von Mediaschneider über die letzten zehn Jahre massgeblich verantwortet. Er hat die digitale Beratungs-Unit aufgebaut. 2016 wurde Philipp Semmler als Chief Digital Officer in die Geschäftsleitung berufen. Gleichzeitig hat er die Gründung von Hoy als CEO begleitet und konnte die Mediaschneider-Tochter am Markt etablieren. Nun hat sich Semmler entschieden in einer ersten Phase eine Auszeit zu nehmen, um sich privaten Projekten zu widmen. Danach will er sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen.

Philipp Semmler in einer Mitteilung: «Nach einer intensiven, unglaublich interessanten und lehrreichen Zeit bei Mediaschneider und Hoy ist für mich der Moment gekommen, mich neu zu orientieren. Ich schaue mit Stolz und Dankbarkeit auf meine Arbeit bei dieser grossartigen Agentur zurück».

Serviceplan Suisse und Ragusa sorgen für einen unverbesserlichen Herbst

Ragusa und Serviceplan schicken die Unverbesserlich-Kampagne in die zweite Runde. Auch dieses Mal wurden bestimmte Eigenschaften der Ragusa-Fans mit Headlines thematisiert.

ragusa_doc4

Damit sich möglichst viele potentielle Ragusa-Konsumenten angesprochen fühlen, wurden Besonderheiten oder Dialekte der jeweiligen Stadt miteinbezogen. So heisst es beispielsweise in Bern «Die-immer-mit-äuäää-Antworterin» oder in Zürich «Der-aus-Versehen-ein-Hipsterbart-haber». Die Lines erscheinen als plakative Tram- oder Busbeschriftungen in Zürich, Basel, Bern, Genf und weiteren Städten.

Flankiert werden sie von Social-Media-Beiträgen, die zur Interaktion anregen sollen. Passend zum Produkt geht es auch hier um unverbesserliche Eigenschaften.

Zu sehen ist die Kampagne ab dem 14.10. bis Ende Dezember auf Trams und Bussen (innen und aussen) in Zürich, Basel, Bern, Genf, Biel, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Neuchâtel, auf Railpostern sowie auf Instagram und Facebook.

ragusa_doc

Verantwortlich bei Chocolats Camille Bloch: Daniel Bloch (CEO), Heinz Reber (Marketing- und Verkaufsdirektor), Fabienne Leuenberger (Brand Manager). Verantwortlich bei Serviceplan: Nicolas Stark (Art Direction), Günter Zumbach, Yannick Owen (Text), Florian Birkner (Creative Direction), Selma Caglayan (Beratung), Sisqo Kissling (Grafik), Sean Amini, Lara Horisberger (Social Media), Raul Serrat (Executive Creative Direction), Pam Hügli (Gesamtverantwortung).

Bibis Beauty Palace wieder ganz vorne bei den Kindern

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) fragte Kinder zwischen sechs und 13 Jahren nach den beliebtesten Influencern. Wie schon die Jahre davor liegt Bibis Beauty Palace (Bianca Classen) bei den Mädchen weit vorne. Bei den Jungen ist Julien Bam (Comedy und Musik) der beliebteste Influencer vor Gamer Gronkh.

3ddd7bb6eba-7a95-41a8-92e1-7b579833ffcc

Bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs: Bianca Classen alias Bibis Beauty Palace (Foto: Instagram; @bibisbeautypalace).

 

Influencer sind die neuen Helden der Kinder und Jugendlichen. Das IZI befragte im September und Oktober 2019 847 repräsentativ ausgewählte 6- bis 13-Jährige, wer ihre Favoriten bei YouTube und Instagram sind.

 

Jedes zweite Kind hat einen Lieblings-YouTuber

Die Welt der Influencer beginnt für einige Kinder bereits mit sechs bis sieben Jahren und eins von fünf Kindern in diesem Alter kann spontan den Namen eines YouTubers oder Instagrammerin nennen. Bei den 8- bis 9-Jährigen hat schon jedes dritte Kind einen Influencer  als Favoriten, bei den 10- bis 11-Jährigen sieben von zehn.

swertz

Deutliche Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen    

Die meistgenannten Namen sind, wie auch schon in den zwei Jahren davor, Bianca Classen, gefolgt von Julien Bam, Dagi Bee, Gronkh und den Zwillingspaaren Lisa & Lena und Die Lochis. 

Bei der Wahl der Lieblingsinfluencer*innen zeigen sich dabei deutliche Geschlechterunterschiede.  

 

Mädchen

Jungen

1.

BibisBeautyPalace (13%)

Julien Bam (6,5%)

2.

Dagi Bee (6,5%)

Gronkh (5,8%)

3.

Lisa & Lena (5,3%)

DieLochis (3,8%)

4.

Shirin David (3,4%)

LeFloid (2,5%)

5.

Mileys Welt (1,9%)

Manuel Neuer (2,1%)

       

 

 

 

 

 

Mädchen wählen Mädchen und junge Frauen, Jungen wählen Männer. Entsprechend ist Bibi für 13 Porzent aller Mädchen, aber nur für 0,2 Prozent der Jungen die Lieblings-YouTuberin und Julien Bam für 6,5 Prozent aller Jungen, aber nur 0,7 Prozent der Mädchen der Favorit.

 

Das Phänomen Bibis Beauty Palace

Bibi, mittlerweile verheiratet und mit Kind, steht dabei für die besondere Eigenart des Phänomens «Influencer». Ihre Fans folgen den immer wieder neuen Videos, die sie aus ihrem Alltag postet – selbstverständlich inklusive der jeweiligen Werbeeinblendungen und Produktwerbung. Sie wird von Mädchen als lustig und nett wahrgenommen. Bibi zeigt implizit, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen, auch mal naiv an Dinge heranzugehen, und es möglich ist, trotzdem erfolgreich im Leben und in der Partnerschaft zu sein.

Was Mädchen dabei meist nicht erkennen: Wie schon in Medienanalysen deutlich herausgearbeitet (s. Prommer & Linke, 2019) konzentrieren sich die Frauen, die sich als Influencerinnen finanzieren können, inhaltlich vor allem auf Themen wie Alltag, Shopping, Make-up oder setzen sich als Sängerinnen durch, während die Männer ein breiteres Spektrum von Musik und Comedy über Gaming, Politik und Fussball abdecken können. Das sind laut den Studienautoren Geschlechterbilder, die zu allem anderen als zur Gleichstellung von Mann und Frau beitragen.

Serviceplan und Mini läuten den Winter ein

Serviceplan Suisse läutet die kalte Jahreszeit mit einer interdisziplinären Sales-Kampagne für die Modelle Mini Countryman und Mini Clubman ein.

MINI_Header_16-9

Beim Mini Countryman und Mini Clubman gibt es diesen Winter den Allradantrieb ALL4 gratis dazu, und ein Leasing-Angebot.

Herzstück der Kampagne ist das Keyvisual, in dem ein Mini aus einer grossen Schneewelle fährt. Das Visual kommt primär in Online-Medien zum Einsatz, begleitet von Anzeigen, DOOH, sowie Handels- und POS-Massnahmen. Für die Online-Werbemittel wurde die Schneewelle leicht animiert.

Wichtiger Teil der Kampagne sind die Mini-Community und die Mini-Ambassadoren. Die Kampagne nutzt die dialogischen Möglichkeiten der sozialen Medien mit involvierenden Beiträgen und einem Gewinnspielpreis: eine Übernachtung in einem Iglu-Dorf.

Anz_Clubman_ALL4_Herbst_204x290_ZTG_d_HE

Verantwortlich bei Mini: Timo Di Pardo (Head of Mini), Adrian Kwasnitza (Head Marketing Mini), Sandra Korn (Kommunikation Mini). Verantwortlich bei Serviceplan: Raul Serrat (ECD), Michael Kathe (Creative Direction), Hanning Beland,Nadja Tandler (Art Direction), Dominic Shota Schweingruber (Screen Design), Jan Krohn, Peter Liptak (Text), Daniela Steffen, Selma Caglayan, Livia Küpfert (Beratung), Thomas Lüber, Laila Kalman, Lara Horisberger (Content), Barbara Meier (Polygrafie), Victor Borel (Bewegtbild), Pam Hügli (Gesamtverantwortung). Mediaagentur: Mediaschneider. Composing und Animation: Garrigosa Studio.

Schluss mit gratis: Stadt Zürich will die SRG zur Kasse bitten

Die Stadt Zürich lässt die SRG seit über 50 Jahren das Grundstück im Leutschenbach gratis nutzen. Damit soll nun aber Schluss sein. Die Stadt will die SRG zur Kasse bitten.

SRG-SSR-zuerich

Der Stadtrat will dafür den Baurechtsvertrag anpassen. Neu soll die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG 159’000 Franken pro Jahr zahlen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Ob dieser Betrag fällig wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner kommenden Sitzungen.

Die Vertragsanpassung dürfte aber unbestritten sein. Denn die SRG sorgte bei der Stadt Zürich im vergangenen Frühling für ordentlich rote Köpfe. Die Stadt war auf der Suche nach einem Grundstück für Schulen, Kindergärten und bezahlbare Wohnungen und interessierte sich für ein SRG-Areal. Die SRG gab jedoch nicht der Stadt Zürich den Zuschlag, sondern dem Versicherungskonzern Swiss Life (Werbewoche.ch berichtete).

 

SRG verdiente mit Landverkauf Millionen

So verdiente die SRG 81 Millionen Franken – doppelt so viel, wie die Stadt bieten konnte. Und dies obwohl «der Leutschenbach» seit 1963 gratis auf städtischem Land steht. Als Retourkutsche soll nun der Vertrag abgeändert werden. So will die Stadt dies aber nicht bezeichnen. Sie fand einen anderen Weg, um die SRG zur Kasse zu bitten. Im Vertrag sei die Nutzung auf die Produktion von Fernsehprogrammen eingeschränkt, teilte der Stadtrat mit. Die SRG beabsichtigt jedoch, das Radiostudio Brunnenhof in der Nähe des Bucheggplatzes in den Leutschenbach zu zügeln. Geplant ist dies im Jahr 2021.

 

«Intensive Verhandlungen»

Unter dem Titel «Radio Hall» soll eine Halle, in der heute Produktionsfahrzeuge stehen, zu einem Radiostudio umgebaut werden. Diese Nutzung sei nicht im Vertrag vorgesehen, schreibt der Stadtrat dazu. Deshalb habe man mit der SRG «intensive Verhandlungen» über eine Anpassung des Baurechtsvertrages geführt.

Man habe sich dann darauf geeinigt, dass die SRG einen Teil des städtischen Landes für das Radiostudio nutzen dürfe, im Gegenzug aber ein jährlicher Baurechtszins von 159’000 Franken fällig wird. Die von der SRG durch diesen Umzug erhofften Einsparungen werden somit schmerzlich geschmälert. (SDA)
 

Zündstein wirbt für den HIV-Selbsttest von Mepha

Die Basler Agentur Zündstein hat für die HIV-Präventionsarbeit von Mepha Pharma eine Online-Kampagne konzipiert.

Trickfilm-Prävention-HIV-–-autotest-VIH®-–-der-HIV-Selbsttest-von-Mepha-0-10-screenshot

Für die neue Kampagne «Kennst du deinen Status?» hat Zündstein auf Storytelling gesetzt und zwei Trickfilme umgesetzt. Zwei unterschiedliche Flirtsituationen enden nach drei Monaten mit der gleichen Frage: «Soll ich mich testen lassen?» 

Auf der Website von Mepha sind die Inhalte der HIV-Präventionskampagne abrufbar, und das einfach, schnell und anonym. Zusätzlich zur Online-Kampagne realisierte Zündstein einen Ratgeber und weitere POS-Massnahmen für die Apotheken. Mittels QR-Code sind alle Informationen zum Thema HIV und HIV-Selbsttest online abrufbar.

Trickfilm-Prävention-HIV-–-autotest-VIH®-–-der-HIV-Selbsttest-von-Mepha-0-19-screenshot

Boldt wächst in Zürich und Oslo

Boldt holt mit Anja Kroll und Ann Elin Hvidsten zwei ausgewiesene, erfahrene Kommunikations-Managerinnen an Bord.

Zürichoslo

Anja Kroll (links) steigt bei Boldt als Director in Zürich ein. Zuletzt war sie als Kommunikationsmanagerin und Sprecherin bei AXA Deutschland für Strategie und Innovation im Einsatz. Ihre Fokusthemen sind Unternehmensstrategie, digitale und kulturelle Transformation, Diversity, Innovation und Content Management.

In Oslo holt Boldt Ann Elin Hvidsten (rechts) als Partner ins Boot. Zuletzt war sie als Managing Director und Head of Creative bei Burson Cohn and Wolfe in Oslo tätig. Zuvor war sie Creative Director bei Agendum. Sie bringt rund 20 Jahre Erfahrung im Bereich Branding, Campaigning und Positionierung ein.

Matthias Graf, Boldt Partner: «Mit Anja und Ann Elin verstärken wir unser internationales Team und kommen der gesteigerten Nachfrage unserer Kunden nach digitaler und kreativer Unterstützung in Veränderungsprozessen nach.»

Ticinonline wird weiterhin in Podcasts investieren

Seit acht Monaten arbeitet das Tessiner Portal Tio.ch mit journalistischen Podcasts. Nach einer ersten, sehr positiven Bilanz will Ticinonline weiterhin in dieses Format investieren.

microphone-2469295_1280

In diesem Testzeitraum wurden pro Monat etwa drei Podcast erstellt. Die Podcasts verzeichneten einen stetig zunehmenden Durchschnitt von über fünftausend monatlichen Streams.

Das Portal beabsichtigt daher, auch im nächsten Jahr weiter in diese Richtung zu investieren und die Zusammenarbeit mit dem Mailänder Unternehmen GoodMood, einem Produzenten von Hörbüchern und Podcasts, zu erneuern. Auch im technischen Bereich wird das Tessiner Unternehmen die Zusammenarbeit mit OmnyStudio und Triton Digital für den Vertrieb von Audio-Inhalten sowie von Werbespots fortsetzen.

«Wir glauben fest an die Zukunft von Podcasts. Unser Ziel ist es vor allem, in dieser Zeit das notwendige technische und redaktionelle Know-how zu erwerben, damit das Produkt immer interessanter und nachgefragter wird», erklärt der Vorstandsvorsitzende Gianni Giorgetti.

Die Tio.ch-Podcasts werden aktuell auf den Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, Stitcher und Tuneln sowie über das Portal selbst (Tio.ch/podcast) verbreitet. Nach einer kürzlich mit dem deutschen Unternehmen Media Carrier unterzeichneten Vereinbarung wird der Vertrieb journalistischer Produktionen in Podcasts jedoch auch über das weltweite Netzwerk von Lounges in Flughäfen und Hotels ausgeweitet.

«Ich bin davon überzeugt, dass die Tendenz der Leser in Zukunft darin bestehen wird, Informationen im Audio-Format zu verwenden. Daher glaube ich, dass sie von den Nutzern zunehmend nachgefragt und geschätzt werden. Wir wollen einfach nur bereit sein», fährt Vorstandsvorsitzender Gianni Giorgetti fort. «In den kommenden Monaten werden wir auch neue Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich testen, um insbesondere die Technologie und die Interessen der Nutzer immer besser auszutesten», sagt Giorgetti abschliessend.

Corinne Suter wird Markenbotschafterin von Focuswater

Das Schweizer Vitaminwasser Focuswater will mit Corinne Suter als neue Markenbotschafterin die Bekanntheit steigern.

Corinne-Suter-wird-Botschafterin-von-FOCUSWATER-(002)

Fluidfocus ist schon seit mehreren Jahren im Bereich des Sponsorings von Einzelpersonen aktiv und pflegt aktuell Partnerschaften mit über 150 Ambassadoren. Diese Markenbotschafter sind, aufgrund der strategischen Ausrichtung des Kernproduktes Focuswater, mehrheitlich junge und aufstrebende Athletinnen und Athleten.

Nun konnte nach einer kurzen Verhandlungsphase ein auf mindestens zwei Jahren ausgelegter Vertrag mit Ski-Star Corinne Suter abgeschlossen werden. «Wir sind überglücklich, mit Corinne Suter den perfekten Match zu unserer Marke gefunden zu haben», sagt Head of Marketing, Andreas Egli. «Unser Brand ist jung, natürlich, made in Switzerland und will einen gesunden und aktiven Lifestyle unterstützen – getreu unserem Slogan Find your Flow».

Die Zusammenarbeit mit Corinne Suter soll der Marke helfen, die Bekanntheit des Trend-Getränkes zu steigern. Die Kategorie der Vitaminwasser wächst auch in der Schweiz und erfreut sich bei Konsumenten immer grösserer Beliebtheit. Die Nachfrage nach natürlichen und weniger süssen Alternativen steigt stetig. Focuswater scheint diesem Bedürfnis zu entsprechen und verbucht jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich.

get_footer();