Karin Ryser wird Chief Financial Officer bei Farner

Wechsel im Management Board bei Farner Consulting. Karin Ryser ist seit Montag Chief Financial Officer und Leiterin des Bereichs Management Services. Die 48-jährige Bernerin folgt auf Roland Oberhauser, der Einsitz im Verwaltungsrat von Farner nimmt.

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Ryser war während ihrer beruflichen Tätigkeit für mehrere nationale und internationale IT-, Consulting- und Kommunikationsunternehmen in führenden Positionen tätig, darunter bei Swisscom, INS International Network Services, BT Switzerland, Westiform und zuletzt bei Admeira. In den vergangenen zehn Jahren hatte die studierte Betriebswirtschafterin jeweils die Position als CFO inne.

Bei Farner tritt Karin Ryser die Nachfolge von Roland Oberhauser an, der seit 2013 als CFO die Management Services geleitet hat. Oberhauser wird seine langjährige Erfahrung und Kompetenz künftig dem Verwaltungsrat von Farner Consulting zur Verfügung stellen.

Detailhandelsumsätze im Corona-Jahr 2020 per Saldo stabil

Die Schweizer Detailhändler haben 2020 trotz Pandemie mehr oder weniger gleich viel verkauft wie im Jahr davor. Die verschiedenen Branchen waren von den Corona-Bekämpfungsmassnahmen aber sehr unterschiedlich betroffen.

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(Quelle: BFS – Detailhandelsumsatzstatistik)

Gemäss den am Montag publizierten Zahlen des Bundesamtes für Statistik, die allerdings noch provisorisch sind, sind die Umsätze im Schweizer Detailhandel nominal um 0,1 Prozent gestiegen. Real, das heisst ohne die Teuerung, waren es gar 0,8 Prozent mehr.

Die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatten gemäss den Angaben sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die verschiedenen Bereiche der Wirtschaft. So profitierte der Handel mit Nahrungsmitteln und Getränken vor allem von den unpassierbaren Grenzen, die den Einkaufstourismus verhinderten, und den geschlossenen Restaurants und Bars. Andere Segmente wie etwa Bekleidung oder Schuhe litten hingegen unter dem Lockdown der entsprechenden Geschäfte.

 

Boomender Internethandel

Insgesamt verbuchte der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren gemäss den BFS-Zahlen einen nominalen Umsatzzuwachs von 8,5 Prozent. Vor allem die Branchen «Versand und Internethandel» (+14,1%), «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik» (+13,8%) und «sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf» (+2,2%) wurden im Corona-Jahr 2020 viel stärker nachgefragt.

Der Nicht-Nahrungsmittelsektor verzeichnete dagegen ein Umsatzminus von 4,7 Prozent. Dabei waren die BFS-Branchen «Tankstellen» (-16,1%), «sonstige Güter» wie Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck (-12,5%) und «Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren» (-7,1%) am stärksten von der Krise betroffen.

Die Entwicklung im laufenden Jahr 2021 dürfte weiterhin vom Verlauf der Corona-Pandemie abhängen. Solange Bars und Restaurants geschlossen bleiben und auch die Reisetätigkeit ins Ausland Beschränkungen unterliegt, dürften die Umsätze im Food-Bereich grundsätzlich profitieren und im Non-Food-Handel leiden.

 

Basiseffekt führt 2021 zu Abschwächung

Auf den jetzigen Lockdown dürfte dann aber erneut ein Nachholkonsum folgen, der die Detailhandelsumsätze stützen werde, meinte die Detailhandelsspezialistin Tiziana Hunziker von der Credit Suisse gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Da aber anzunehmen sei, dass die Reisetätigkeit im Vergleich zum Vorjahr – auch dank den Fortschritten bei den Impfungen – zunehmen werde, dürfte die Erholung im Non-Food-Segment nach dem Lockdown wohl nicht mehr ganz so dynamisch erfolgen wie im Frühling.

Insgesamt erwarten die CS-Ökonomen für 2021 einen Rückgang der Detailhandelsumsätze um 1,7 Prozent. Im Bereich Nahrungsmittel und Near-Food dürften die Umsätze gemäss einer vor Monatsfrist veröffentlichten Studie nach dem sehr starken Jahr 2020 um 6 Prozent sinken. Die Rede hier ist also vor allem von einem Basiseffekt.

Die Umsatzentwicklung sei 2020 in vielen Segmenten so positiv gewesen, dass ein Wiedererreichen der Werte im Jahr 2021 unter normalen Umständen unwahrscheinlich erscheine, hiess es in der Studie. Dies umso mehr, als treibende Kräfte für den Detailhandel wie höhere Löhne und Zuwanderung ausblieben.

Dies würden vor allem diejenigen Segmente zu spüren bekommen, die 2020 gegenüber dem Vorjahr stark gewachsen seien: Neben dem Lebensmitteldetailhandel seien dies Do-it-yourself, Garten- und Autozubehör, Heimelektronik, Körperpflege und Gesundheit oder Freizeit.

Weiter vom Rückenwind aus der Corona-Krise profitieren dürfte dabei der Internethandel. Für das vergangene Jahr schätzen die CS-Ökonomen bei den Bestellungen übers Internet ein Wachstum von 55 Prozent auf 16 Milliarden Franken. (SDA)

Megura für Lumo Architekten: Totalsanierung des Markenauftritts

Die Badener Agentur Megura hat für Schneider Spannagel Architekten einen neuen Namen und Markenauftritt erarbeitet.

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Der altersbedingte Rücktritt eines Geschäftsleitungsmitglieds habe die Firma Schneider Spannagel Architekten dazu gezwungen, den Namen und das Erscheinungsbild der Firma unter die Lupe zu nehmen. Dies führte schlussendlich zu einem kompletten Umbau der Marke, der in Zusammenarbeit mit Megura vollzogen wurde.

 

Wie wär’s mit einem neuen Namen?

Angefangen hatte alles mit der einfachen Frage nach dem neuen Namen, der einen Stein nach dem anderen ins Rollen brachte. In einem Marken-Workshop wurde zuerst das Fundament neu gelegt: Werte wurden festgehalten, Visionen geschärft und der Markenkern definiert. Der darauf aufbauende Name Lumo steht für die Adjektive leicht, unkompliziert, modern, offen und soll die Werte und Arbeitsweise des Büros wie auch den Baustil der realisierten Gebäude widerspiegeln. Auf dieser Basis wurde schliesslich das neue Erscheinungsbild erarbeitet.

 

Ein bewegliches Logo

Mit der erarbeiteten Basis gelang der konsequente Umbau der Firma: vom bodenständig anmutenden Architekturbüro Schneider Spannagel zum zeitgemäss-agilen Atelier namens Lumo Architekten – mit neuem Namen und Logo inklusive Website, Briefschaften, Beschilderung und allem, was dazu gehört. Die Leichtigkeit und Experimentierfreude der neuen Firma zeigt sich übrigens auch in digitalen Medien auf subtil-spielerische Weise: Das reduzierte Logo erlaubt es, die markanten vier Buchstaben im Raum zu bewegen, so dass immer wieder neue Kombinationen entstehen.

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TX Group bildet Investment Committee für Start-up-Investitionen

Die TX Group will ihr Engagement im Start-up-Bereich intensivieren. Zu diesem Zweck schafft das Unternehmen ein Investment Committee, das Investitionsmöglichkeiten prüfen wird. Den Vorsitz des Committees übernimmt Romy Schnelle.

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Romy Schnelle übernimmt den Vorsitz des neu geschaffenen Investment Committees der TX Group.

Der Ausschuss werde vorwiegend für den Ventures-Bereich der TX Group (TX Ventures) sowie für das Unternehmen TX Markets tätig sein, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Der Fokus liege dabei auf Investitionen in Start-ups in den Bereichen Consumer Fintech, Productivity sowie Digital Entertainment, die sich in einer frühen Entwicklungsphase oder in der Wachstumsphase befinden.

Dem Komitee gehören neben Romy Schnelle, (Partner High-Tech Gründerfonds) auch Pietro Supino (Präsident und Verleger TX Group) an, sowie Sandro Macciacchini (Leiter Finanzen& Personal TX Group), Samuel Hügli (Leiter Technologie & Ventures TX Group) und Olivier Rihs (CEO TX Markets).

Unterstützt wird es von Andreas Schlenker (Chief Corporate Development Officer TX Markets) und Jens Schleuniger (Head of Portfolio Management Ventures, TX Group). (SDA)

Grayling Schweiz wird zu Your PR

Grayling Schweiz startet als Your PR ab 1. Februar 2021 in ein neues Kapitel. Grayling-Schweiz-Geschäftsführerin Birte Schnellen übernimmt das Unternehmen ab sofort als alleinige Inhaberin. Mit der Neupositionierung und Umbenennung soll noch stärker auf Brand Communications gesetzt und der Fokus klar auf die Bedürfnisse der Kunden gelegt werden.

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In Form eines Management Buyouts trennt sich Grayling Schweiz vom Grayling Netzwerk und tritt ab sofort unter dem Namen Your PR im Schweizer Markt auf. Durch eine beidseitig exklusive Affiliate Partnerschaft soll der enge Kontakt und die Zusammenarbeit mit Grayling aber weiterhin bestehen bleiben, wie es in einer Mitteilung von Montag heisst. «Der Ausstieg aus dem Netzwerk war ein gut überlegter Schritt, der uns nun die Möglichkeit gibt, unsere Stärken im Bereich Brand Communications und PR 2.0 noch stärker zur Geltung zu bringen und vor allem, um unseren Kunden noch deutlicher zu zeigen, dass sie bei uns im Mittelpunkt stehen – was sich auch in unserem neuen Namen deutlich wiederspiegelt» erklärt Birte Schnellen, Inhaberin von Your PR.

Das Team bleibt dasselbe. «Your PR zeichnet sich durch kreative Ideen, ein engmaschiges Netzwerk an Dienstleistern in allen branchenrelevanten Bereichen sowie eine stets unkomplizierte Zusammenarbeit aus. Die Kunden erwartet ein 360-Grad-Kommunikations-Rundumservice. Das umfassende und stets massgeschneiderte Angebot reicht vom Konzept bis zur Umsetzung, von der Medienmitteilung über den PR-Event bis zum Influencer Marketing oder der Social-Media-Betreuung», so die Inhaberin über die strategische Neuausrichtung, die sich auch auf der neuen Website manifestiert.

Serafe will mehr Geld vom Bund

Die Schweizerische Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe Serafe will laut einer Meldung der SonntagsZeitung mehr Geld vom Bund für ihre Dienstleistung. Das Inkassounternehmen mache den Mehraufwand für Leistungen, die im Pflichtenheft nicht vorgesehen seien, geltend, hiess es.

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So habe die Serafe beispielsweise nachträglich als einzige Anlaufstelle für sämtliche Kundenanfragen fungiert – also auch für solche, welche die Serafe eigentlich nicht zu beantworten gehabt hätte. Dabei gehe es etwa um Fragen zu fehlerhaften Personendaten. Das Bundesamt für Kommunikation Bakom bestätigte gegenüber der SonntagsZeitung den Eingang einer Zusammenstellung von Serafe für geltend gemachte Mehraufwände.

Um welche Beträge es sich handelt, wollte aber keine der beiden Seiten verraten. Die SonntagsZeitung schreibt, dass die Forderungen mehrere Millionen Franken betragen dürften. Die Serafe erhebt seit zwei Jahren im Auftrag des Bundes Radio- und TV-Gebühren. Bis heute verschickt sie immer wieder fehlerhafte Rechnungen. Hauptgrund für die falschen Rechnungen seien die von den Gemeinden gelieferten Listen mit den Adressen der abgabepflichtigen Haushalte. (SDA)

Redaktionsleiter Dieter Kohler verlässt SRF-Regionaljournal Basel

Dieter Kohler, Redaktionsleiter des SRF-Regionaljournals Basel/Baselland, tritt ab. Der 60-jährige Radiojournalist will sich neuen Projekten zuwenden, wie SRF am Freitag mitteilte.

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Kohler hat die Redaktion des Regionaljournals seit 2009 geleitet und als wichtige publizistische Stimme der Region positioniert, heisst es in der Mitteilung. Er werde den Radiosender auf Ende Juli verlassen und sich künftig als selbstständiger Spezialist Projekten im Bereich Journalismus und Kommunikation widmen.

Die Nachfolge der Redaktionsleitung sei noch nicht geklärt, wie die SRF-Medienstelle auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die Stelle werde intern ausgeschrieben.

Dieter Kohler arbeitete seit 1989 bei Radio DRS und später SRF. Neben seiner Redaktionstätigkeit beim Regionaljournal war er unter anderem als Inlandredaktor, Westschweiz- und Bundeshauskorrespondent sowie als Interviewer der Samstagsrundschau tätig. (SDA)

SRF spart beim Kulturangebot

Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF setzt im Kulturangebot verschiedene Sparmassnahmen um. Unter dem Strich werden 9 Stellen abgebaut, davon 3,6 Vollzeitstellen über Entlassungen.

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Zwar werden in der Abteilung Kultur 20 Vollzeitstellen abgebaut, wie SRF-Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Um neue Angebote aufzubauen, würden jedoch gleichzeitig 11 Vollzeitstellen geschaffen.

Im Kulturprogramm plant SRF diverse Anpassungen. So beginnt bei Radio SRF 2 Kultur das unmoderierte Nachtprogramm zwei Stunden früher als bisher. Ab Frühling 2021 startet das Nachtprogramm neu schon um 22.00 Uhr anstatt um Mitternacht. Die Sendungen nach 22.00 Uhr wie «Fiori musicali» und «Nachtflug» werden nicht weitergeführt, wie SRF am Freitag mitteilte.

Zudem wird in Radio und Fernsehen die Anzahl Konzertaufzeichnungen reduziert. Verschiedenen Kulturredaktionen werden die Budgets gekürzt.

Im Gegenzug würden in den Bereichen Wissen, Dokumentation, Philosophie, Fiktion und Kulturberichterstattung neue Angebote entwickelt, schrieb SRF in der Mitteilung.

Hintergrund der Massnahmen sind rückläufige Werbeeinnahmen. SRF will deshalb insgesamt 16 Millionen Franken einsparen. Zudem will der Sender bis Ende 2022 weitere 52 Millionen Franken umschichten. Damit sollen neue Angebote für die «zunehmend mobile, digitale, orts- und zeitunabhängige Nutzung» ermöglicht werden.

Dazu sind weitere Anpassungen im bestehenden Programm vorgesehen. So lanciert SRF eine tägliche Kulturberichterstattung auf Instagram. (SDA)

Curafutura: Simone Hinnen neue Leiterin Kommunikation Deutschschweiz

Der Verband der innovativen Krankenversicherer Curafutura hat die Luzernerin Simone Hinnen als neue Leiterin Kommunikation für die deutschsprachige Schweiz engagiert. Sie folgt auf Ralph Kreuzer, der eine neue Herausforderung in einer Agentur übernimmt.

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Die Journalistin mit langjähriger Erfahrung als Leiterin Kommunikation im Versicherungsgeschäft und im Gesundheitswesen tritt ihre Stelle als Leiterin Kommunikation für die deutschsprachige Schweiz am 1. März 2021 an. Die 48-Jährige hat sich nach ihrer Ausbildung zur Sekundarlehrerin an der Universität Zürich dem Journalismus zugewandt und sich am MAZ in Luzern weitergebildet.

Simone Hinnen arbeitete unter anderem als Blattmacherin und Chefreporterin für die Luzerner Zeitung. Anschliessend übernahm sie eine leitende Kommunikationsfunktion bei Die Mobiliar, ehe sie als Leiterin Kommunikation ins Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern wechselte, wo sie die interne und externe Kommunikation verantwortete.

Die vergangenen eineinhalb Jahre verbrachte Hinnen gemeinsam mit ihrer Familie in Schweden, wo sie als freischaffende Korrespondentin sowie als Mediencoach arbeitete.

Facebook-Chef Zuckerberg erklärt Apple zum grossen Rivalen

Facebook ist in der Corona-Pandemie bisher ungebremst gewachsen. Doch das weltgrösste Online-Netzwerk stellt sich auf Gegenwind ein. Und der kommt unter anderem von Apple. Jetzt attackierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg Apple so scharf wie nie zuvor.

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Apple will Nutzern demnächst neue Möglichkeiten geben, die Datensammlung auf iPhones einzuschränken. Sie werden leichter verhindern können, dass Apps und Werbedienste Informationen über ihr Verhalten über die Grenzen einzelner Anwendungen und Websites hinweg sammeln. Apples Plan ist, dass jede App die Nutzer für den Zugriff um Erlaubnis fragen muss.

Facebook befürchtet, dass die Personalisierung der Werbung durch das geringere Wissen über die Menschen ungenauer wird. Dabei ist das Versprechen an die Werbekunden, präzise die gewünschte Zielgruppe zu treffen, ein Eckpfeiler von Facebooks Geschäftsmodell. Apple bekräftigte am Donnerstag, dass der Plan für iPhone und iPad trotz des Einwandes vom Facebook umgesetzt wird.

Der iPhone-Konzern ging zudem in die Offensive und prangerte an, dass hunderte Datenhändler über in Apps versteckte Tracker Informationen über Nutzer sammeln – zum Teil ohne deren Wissen. Unter anderem zeichneten sie die Aufenthaltsorte auf, um sie zum Schalten von Werbung zu verwenden.

Zuckerberg und Facebook hatten schon in den vergangenen Monaten kritisiert, schlechtere personalisierte Werbung würde vor allem kleinen und mittleren Unternehmen schaden. Dabei seien sie gerade in der Corona-Krise auf das Online-Netzwerk als Plattform für ihre Geschäfte angewiesen. Facebook sammele Daten aus verschiedenen Quellen, «um kleinen Unternehmen zu helfen, ihre Kunden effizienter zu erreichen», sagte Zuckerberg. Damit könne Apples Vorgehen die gesamte Wirtschaft bremsen, lautet der Vorwurf.

 

Apple verfolgt laut Zuckerberg eigene Interessen

Doch der Facebook-Chef legte bei seiner Kritik noch eine Schippe drauf. «Apple mag behaupten, dass sie es tun, um den Leuten zu helfen – aber ihre Schritte folgen klar ihren Wettbewerbsinteressen», sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage aktueller Quartalszahlen. «Ich möchte betonen, dass wir Apple verstärkt als einen unserer grössten Konkurrenten sehen.»

Speziell schoss sich Zuckerberg auf Apples Chatdienst iMessage ein, der mit Facebooks Angeboten WhatsApp und Messenger konkurriert. Der Apple-Service sei auf allen iPhones vorinstalliert und werde dort bevorzugt, kritisierte er. Zudem griff er Apples Haltung beim Datenschutz an. Chat-Inhalte bei WhatsApp seien dank Komplett-Verschlüsselung grundsätzlich nur für die Beteiligten im Klartext verfügbar, betonte der Facebook-Chef. Apple aber speichere standardmässig iMessage-Backups ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf seinen Servern, wenn man den iCloud-Dienst nicht ausschalte. «Apple und Regierungen haben die Möglichkeit, sich Zugang zu Nachrichten der meisten Leute zu verschaffen», sagte Zuckerberg.

WhatsApp hatte jüngst mit einem Abgang von Nutzern zu kämpfen, nachdem neue Datenschutz-Regeln veröffentlicht worden waren. Sie befürchteten, dass mehr Daten mit Facebook geteilt werden sollen. Facebook betonte, dass die Änderungen nur für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden auf WhatsApp gelten sollen. Zuckerberg versuchte jetzt erneut, «Verwirrung auszuräumen»: «Dieses Update verändert nicht den Datenschutz bei Chats mit Freunden und Familie», sagte er. «Alle diese Nachrichten haben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass wir nicht sehen oder hören können, was gesagt wird. Und wir werden es auch nie tun.» (SDA)

Zattoo und WestfalenWind arbeiten an klimaneutralem Fernsehen

Klimaverträgliches Streaming soll möglich sein. Durch ein Green-IT-Projekt des Windparkbetreibers WestfalenWind bringt der TV-Streaming-Anbieter Zattoo sein Rechenzentrum direkt in eine Windkraftanlage. Mit der Zusammenarbeit möchten die Unternehmen eine Vorreiter-Rolle übernehmen.

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Der weltweite CO2-Ausstoss steigt kontinuierlich – und auch die Internetnutzung trägt mehr und mehr dazu bei. Auch Streaming-Dienste, Cloud-Anwendungen und Videokonferenzen würden immer häufiger genutzt, schreibt der TV-Streaming-Anbieter in einer Mitteilung. Auch wenn viele Rechenzentren schon heute energieeffizient betrieben werden, entstünden immer noch jede Menge CO2-Emissionen durch den laufenden Betrieb, heisst es weiter.

Zattoo zufolge werden beim TV-Streaming-Anbieter im Monat über 80 Millionen Stunden TV-Inhalte gestreamt. Dabei werden täglich zwischen Nutzern und Rechenzentrum mehr als fünf Millionen Gigabyte an Daten ausgetauscht. Das verbraucht alleine bei Zattoo rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr, bei deren Produktion in der Regel CO2 anfällt. Das Unternehmen arbeite deshalb bereits an einer Lösung.

Mit dem Windcores-Projekt von WestfalenWind aus Paderborn plant Zattoo das eigene Rechenzentrum zukünftig direkt in einer Windkraftanlage zu betreiben. Nach einer Testphase laufen seit Donnerstag erste Inhalte des TV-Streaming-Anbieters über dieses Rechenzentrum. Damit nutzt Zattoo nicht nur Ökostrom aus Windenergie für die Verbreitung von TV-Inhalten, sondern platziert das eigene Rechenzentrum direkt in das Windrad – dorthin, wo der Strom entsteht.

Der TV-Streaming-Anbieter plane, immer mehr Inhalte über das Rechenzentrum im Windrad laufen zu lassen. Sollten sich die Erwartungen an das Projekt erfüllen, will das Unternehmen das Windrad zukünftig zum Hauptstandort für das eigene Rechenzentrum machen, heisst es weiter.

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Einkaufsmöglichkeiten über Social-Media-Kanäle werden immer beliebter

Eine Studie von Greven Medien zeigt, dass vergünstigte Preise, vertrauenswürdige Marken und individuelle Angebote Social Commerce attraktiv machen. Die Studie soll kleinen und mittelständischen Unternehmen wichtige Insights geben, um zu prüfen, wie hoch das Potenzial für das eigene Geschäft ist.

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Ob Facebook oder Instagram, WhatsApp oder Youtube: Die sozialen Medien sind längst nicht mehr nur ein Ort zum Informations- und Meinungsaustausch. Die Social-Media-Kanäle bieten ihren Usern inzwischen auch die Möglichkeit zum Einkaufen – und das erfolgreich. Die Pandemie hat die Akzeptanz der Kanäle zum Shoppen noch einmal verstärkt: Jeder Zehnte ist während der Corona-Krise zum Social Shopper geworden.

 

Vergünstigte Preise, vertrauenswürdige Marken und individuelle Angebote

Auf die Frage, was die Internetnutzer motiviert oder motivieren würde, über Social-Media-Kanäle einzukaufen, nannte ein Viertel der Befragten einen vergünstigten Preis. Die kostengetriebene Motivation nimmt jedoch mit zunehmendem Alter ab. Je älter die Online-User, desto weniger entscheidend der Rabatt. Während rund ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen (39%), der 25- bis 34-Jährigen (34%) sowie der 35- bis 44-Jährigen (31%) den vergünstigten Preis als Top-Motivation für einen Einkauf über Social-Media-Kanäle nennen, sind es bei den 45- bis 54-Jährigen nur noch 23 Prozent und bei den Älteren nur noch knapp ein Fünftel (19%).

Als zweiter Faktor überzeugen Marken die User: Knapp ein Fünftel der Befragten (18%) gibt an, dass vertrauenswürdige Marken sie motivieren über eine Social-Media-Plattform einzukaufen. Auf Platz drei rangiert die Aussage, dass Angebote auf Facebook, Instagram und Co. interessant sind, da sie genau auf die eigenen Interessen zugeschnitten sind (17%). Platz vier und fünf belegen die Begründungen, dass die Bestellung unkompliziert ist (16%) und dass sehr gute Bewertungen von anderen Usern (14%) dazu inspiriert haben.

 

Studierende und grosse Haushalte sind Schnäppchenjäger

Eindeutig geht aus der Studie hervor: Studierende sind Schnäppchenjäger. 41 Prozent der Hochschüler reizt ein Rabatt, sodass sie über Social Media einkaufen. Ausserdem verleiten vergünstigte Preise grosse Haushalte zum Shoppen: Je grösser der Haushalt, desto häufiger wird ein Rabatt für den Grund zum Einkauf über Facebook & Co. angegeben. Während nur rund ein Viertel der Befragten aus kleinen Haushalten (bis zu drei Personen) den Rabatt als Shopping-Grund angibt, sind es bei Vier-Personen-Haushalten bereits ein Drittel und bei Haushalten mit fünf oder mehr Personen sogar 40 Prozent. Gerade mit drei Kindern ist das Interesse an Rabatten überdurchschnittlich gross (45%).

Auch jeder dritte gut Verdienende (33%) mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 5’000 bis 10’000 Euro wird von einem Rabatt zum Kauf motiviert.

 

Was junge User schätzen

Starke Marken punkten bei Männern und Frauen gleichermassen: Knapp ein Fünftel (18%) der Befragten gibt an, dass eine vertrauenswürdige Marke sie zu zum Kauf über eine Social-Media-Plattform motiviert. Junge User sind besonders markenbewusst: 29 Prozent der 18- bis 24-Jährigen zeigen bei Marken Kaufbereitschaft, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 22 Prozent. Auch Internetnutzer, die sich noch in Ausbildung (24%) oder Studium (34%) befinden, lassen sich überdurchschnittlich oft von starken Marken zum Einkaufen über Social Media motivieren.

Je jünger der User ist, desto eher kauft er über einen Social-Media-Kanal ein oder würde darüber einkaufen, weil die Angebote hier genau auf die eigenen Interessen zugeschnitten sind. Während dies im Durchschnitt 17 Prozent der Deutschen wichtig ist, sind es bei 18- bis 24-Jährigen 25 Prozent und bei den 25- bis 34-Jährigen 23 Prozent. Auch hier stechen Azubis (29%) sowie Studierende (26%) mit einer besonders grossen Konsumbereitschaft hervor.

Laut der Studie von Greven Medien motiviert die Empfehlung von sympathischen Influencern und Prominenten die User im Allgemeinen kaum, Social-Media-Kanäle als Shopping-Plattform zu nutzen. Dies trifft nur bei vier Prozent der Befragten zu. In jüngeren Zielgruppen spielen Influencer und Promis jedoch eine deutlich wichtigere Rolle: 11 Prozent der 18- bis 34-Jährigen geben an, einer solchen Empfehlung zu folgen.

 

Limitierte Angebote über Social Media interessieren Gutverdienende

Wenn Firmen ein limitiertes Angebot kreieren, das nur über Social Media erhältlich ist, aktiviert dies lediglich sieben Prozent der Deutschen zum Kauf. Überdurchschnittlich interessant ist dies jedoch für jeden zehnten Gutverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen ab 5’000 Euro. Somit kann es sich für Unternehmen mit hochpreisigen Produkten durchaus lohnen, den Vertriebsweg über ihre Social-Media-Plattformen mit limitierten Angeboten zu testen.

 

Tipp für lokale Unternehmer: Digitale Chancen nutzen  

«Unsere aktuelle Umfrage zu Social Commerce zeigt auf, welches Potenzial die Social-Media-Plattformen auch für kleine und mittelständische Unternehmen als Verkaufskanal haben. Ich rate jedem Unternehmer, seine Marketing-Strategie zu überprüfen und neue Vertriebswege wie Social-Media-Kanäle zu testen. Nicht nur während der Corona-Krise wird sich gezieltes digitales Marketing positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken», sagt Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien. «Da die Verbraucher sogar den Wunsch haben, lokale Händler zu unterstützen, sollten die Unternehmen ihnen dies so leicht wie möglich machen und passende digitale Angebote schaffen.»

Die für die Studie verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland für Greven Medien, an der 2015 Personen zwischen dem 6. und 9. November 2020 teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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