SSM ist besorgt über SRG-weiten Abbau der Kultur-Berichterstattung

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM fordert die SRG auf, den kulturellen Kahlschlag zu stoppen und die Konzession zu respektieren. Unter dem Deckmantel der digitalen Transformation werde die Kulturberichterstattung zunehmend marginalisiert. Die Gewerkschaft ist besorgt über diese Entwicklung.

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«Die vielseitige und anspruchsvolle Kulturberichterstattung in allen Landesteilen gehört zum Kernauftrag der SRG», schrieb das SSM am Dienstag in einer Mitteilung. Die Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft SRG habe einen Leistungs-, Versorgungs- und Förderauftrag im Kulturbereich und müsse auch ein Publikum abseits des Mainstreams bedienen.

Die SRG unterwerfe sich der Marktlogik und spare im grossen Stil bei der Kulturberichterstattung in allen Landesteilen. In der französischsprachigen Schweiz sei die Neukonzeption des Kulturradios Espace 2 bereits im letzten Frühling abgeschlossen worden. Auf dem früheren Kultursender laufe nun ein Musikprogramm. Audio- und Videobeiträge fänden sich vermehrt Online.

Dasselbe blüht laut SSM dem Kultursender Rete Due in der italienischsprachigen Schweiz. Das aufgegleiste Projekt «Lyra» sehe eine radikale Neuausrichtung des kulturellen Angebots vor. Wortbeiträge sollen deutlich reduziert und Hintergrundsendungen abgebaut werden.

Auch bei SRF Kultur nehme der Abbau kein Ende. Weitere Sendungen wie «Nachtflug» und «Fiori Musicali» auf Radio SRF 2 würden gestrichen, müssten sich neu ausrichten und erhielten wie «Kulturplatz» und «DOK» auf TV-SRF 1 weniger Mittel. Der mit der unternehmensweiten Entwicklung von Online-Formaten verbundene Abbau führt laut SSM zu grosser Verunsicherung unter den Mitarbeitenden.

Die Kultur halte die Gesellschaft zusammen und sei gerade wichtiger denn je, so das SSM. Das Kulturschaffen in der Schweiz befinde sich aber in der grössten Krise seit Jahrzehnten. Dass die SRG den Schweizer Kulturplatz durch den Abbau der qualifizierten Kulturberichterstattung nun zusätzlich schwäche, erachtet das SSM als verheerend. (SDA)

Zattoo: Nachfrage nach dynamischen Video Ads 2020 deutlich zugenommen

Der TV-Streaming-Anbieter Zattoo verzeichnet für 2020 eine starke Nachfrage nach dynamischen Video Ads auf Connected-TVs. Im letzten Jahr spielte Zattoo mehr als 90 Millionen Video Ads über internetfähige TV-Geräte auf der eigenen Plattform aus. Die Anzahl der teilnehmenden TV-Sender hat sich mehr als verdoppelt, wodurch Zattoo die verfügbare Werbefläche signifikant erhöhen konnte.

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Die Nachfrage nach dynamischen Video Ads, besonders auf internetfähigen TV-Geräten, ist bei Zattoo im letzten Jahr stark gestiegen. Mehr als 90 Millionen Video Ads wurden auf der eigenen Plattform in 2020 über Connected-TVs ausgespielt. Besonders hoch sei die Nachfrage nach dem von Zattoo eingesetzten Werbeformat Dynamic Ad Substitution (DAS), wie der TV-Streaming-Anbieter in einer Mitteilung schreibt. So stieg der Anteil von TV-Werbung, die durch DAS ausgespielt wird, von 10 Prozent im Jahr 2019 auf über 80 Prozent im Jahr 2020.

Die Anzahl der teilnehmenden TV-Sender, bei denen die dynamischen Video Ads über Connected-TVs ausgespielt werden, hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Zudem verzeichnet Zattoo eine fortlaufend wachsende Nutzung auf Connected-TVs. Bereits 60 Prozent der Zattoo-Nutzer streamen ihr Fernsehen über ein internetfähiges TV-Gerät – Tendenz steigend. Dadurch hat sich 2020 die bei Zattoo verfügbare Werbefläche für dynamische Video Ads signifikant erhöht.

«Die positiven Entwicklungen in unserem Werbebereich zeigen, dass trotz Corona eine grosse Nachfrage nach unseren Werbeformaten besteht, besonders auf Connected-TVs», so Oliver Knappmann, Chief Sales Officer bei Zattoo. «Das liegt zum einen natürlich an dem gestiegenen TV-Konsum im letzten Jahr. Zum anderen, aber auch an dem enormen Potenzial und der steigenden Relevanz von dynamischen Video Ads, die immer mehr Werbetreibende für sich entdecken. TV-Werbung, die mithilfe von DAS ausgetauscht wird, bietet nicht nur eine bessere Performance, sondern ist vollständig programmatisch und schon in geringen Mengen automatisiert buchbar. Damit ist sie auch für Werbekunden interessant, die sich TV-Werbung sonst nicht leisten können.»

 

Hohe Nachfrage durch bessere Performance

Die hohe Nachfrage nach dynamischen Video Ads auf internetfähigen TV-Geräten liegt laut Zahlen des TV-Streaming-Anbieters an der besseren Performance im Vergleich zu herkömmlichen Werbeformaten. So liegt die Completion-Rate der Video Ads auf Connected-TVs bei rund 97 Prozent. Auf anderen Geräten liegt diese Rate nur bei rund 73 Prozent.

In den letzten beiden Quartalen liefen bei Zattoo im Schnitt mehr als 200 unterschiedliche Kampagnen über DAS. Seitdem Zattoo vor einigen Jahren mit dieser Technologie im Auftrag der teilnehmenden TV-Sender gestartet ist, konnte bereits ein signifikanter Betrag an diese TV-Sender-Partner ausgeschüttet werden.

Fundtastic ist die neue Agentur für Nonprofit-Organisationen

Seit Januar 2021 gibt es eine neue Fundraising- und Kommunikationsagentur auf dem Schweizer Markt. Fundtastic verbindet Fundraising- und Kommunikationserfahrung aus der NGO-Welt mit Marketing- und Digitalkompetenzen und will NGO und NPO mit vielen Dienstleistungen zur Seite stehen.

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Das Fundtastic-Team: Valentine Vogel, Nicolas Schibler, Michael Gassler, Markus Wanner und Sibylle Spengler (v.l.n.r.).

Im Rahmen des Versprechens «Next Generation Fundraising» legt die Agentur Fundtastic ihren Fokus auf «digital first», bearbeitet aber mit einem 360-Grad-Kommunikationsansatz auch alle anderen Kanäle. Fundtastic ist entstanden, weil Sibylle Spengler als Marketingdirektorin und NGO-Mitarbeiterin stets Dienstleistungen vermisst hat, die Fundraising mit digitaler Transformation auf übergreifende Art und Weise kombinieren.

«Seit Jahren setze ich mich damit auseinander, wie Organisationen neue Strategien einsetzen können, um die heutigen sozialen und ökologischen Krisen zu bewältigen. Mit Fundtastic können wir das noch konsequenter tun – gemeinsam mit den Organisationen, die offen für diesen Wandel sind», erklärt Sibylle Spengler ihren Schritt von der NGO- zur Agenturseite.

Spengler war über 25 Jahren für verschiedene Organisationen im Bereich Fundraising, Marketing und Kommunikation in der Schweiz und Kolumbien tätig, in den letzten 10 Jahren auch als Geschäftsleitungsmitglied. Sie ist zudem Präsidentin von Swissfundraising.ch.

Der Unternehmer Markus Wanner hat gemeinsam mit Nicolas Schibler Trade Marketing Intelligence TMI mit einem Management Buyout von der Migros gelöst. Nicolas Schibler ist mit seiner Erfahrung aus seinen leitenden Positionen bei PKZ Burger-Kehl & Co., Micasa, MGB und Thalia Buchhandel der digitale, transformative Kopf von Fundtastic.

Michael Gassler ist Werbe- und Kommunikationsexperte, sein Herz schlägt für Markenführung sowie integrierte Kommunikation. Er arbeitete in leitender Position bei Agenturen wie zum Beispiel Advico Young & Rubicam oder Exxtra Kommunikation.

Valentine Vogel ist so lange im Fundraising tätig wie ihre Kollegin Sibylle Spengler. Sie hat für verschiedene Spendenorganisationen gearbeitet, kennt aber auch das Tätigkeitsfeld der Agenturwelt sehr gut. Sie ist seit rund 10 Jahren als selbständige Beraterin für viele verschiedene Organisationen unterwegs.

Fundtastic verbindet die Fundraising- und Kommunikation-Erfahrung aus der NGO-Welt von Sibylle Spengler und Valentine Vogel mit den Marketing- und Digital-Kompetenzen von Nicolas Schibler, Michael Gassler und Markus Wanner aus dem Retail-Bereich. So soll die Agentur von der engen Kooperation und den Ressourcen mit Trade Marketing Intelligence TMI profitieren und kann NGO und NPO mit einer breiten Palette an Dienstleistungen zur Seite stehen.

Branders: Design-Refresh für Air Prishtina zum 40-Jahre-Jubiläum

Die Zürcher Agentur Branders hat für Air Prishtina einen Design-Refresh umgesetzt, der die eigene Geschichte zelebriert und der Marke mehr Charakter und Modernität verleihen soll.

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Seit 1981 verbindet Air Prishtina den Kosovo, Nordmazedonien und Montenegro mit zahlreichen europäischen Metropolen. Neu können jetzt auch Flüge zu den beliebten Urlaubsdestinationen Ohrid und Podgorica auf der Website von Air Prishtina gebucht werden.

Anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums und des Ausbaus des Streckennetzes hat Branders einen überarbeiteten Marken- und Kommunikationsauftritt für Air Prishtina kreiert. «Der Design-Refresh sorgt vor allem in den digitalen und sozialen Medien für einen konsistenten, wiedererkennbaren und modernen Look & Feel unserer Marke», so Leyla Ibrahimi-Salahi, VR-Präsidentin und CEO von Air Prishtina.

Das redesignte Logo verleiht dem prägnanten Adler ein markantes und ruhigeres Erscheinungsbild und wird von einer zeitgemässen Schrift akzentuiert. Die Form fungiert als Inspiration für das neue Designelement der Air-Prishtina-Welle, die für ein unverkennbares Erscheinungsbild im digitalen Auftritt sorgen soll.

Eine neu konzipierte Bildwelt zeigt die Naturschätze und Landschaften von Air Prishtinas Reisezielen und authentische, emotionale Reisemomente. Entsättigte Farben sorgen dabei für ein ruhiges Farbklima und stärken Konsistenz und Wiedererkennung im Auftritt.

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Verantwortlich bei Air Prishtina: Leyla Ibrahimi-Salahi (Verwaltungsratspräsidentin und CEO). Verantwortlich bei Branders: René Allemann (CEO & Creative Director), Sarah Egger (Junior Brand Consultant), Palma Manco (Senior Brand Designer).

Ständeratskommission will mehr Geld von Netflix und Co.

Die Kulturkommission des Ständerats (WBK-S) will ausländische Streaming-Dienste wie Netflix und ausländische Fernsehsender mit Schweizer Werbefenster verpflichten, 4 Prozent ihrer Bruttoeinnahmen in das Schweizer Filmschaffen zu investieren. Sie folgt damit dem Bundesrat.

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Die Regierung will mit einer Änderung des Filmgesetzes den Schweizer Film stärken. Der Nationalrat zeigte sich grundsätzlich einverstanden damit, reduzierte aber die vom Bundesrat vorgeschlagene Quote von 4 auf 1 Prozent.

Die Mehrheit der WBK-S will dem Bundesrat folgen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Der Entscheid fiel mit 8 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung. Eine Minderheit beantragt, den Abgabesatz auf 2 Prozent festzulegen.

Die WBK-S spricht sich ausserdem einstimmig gegen den Beschluss des Nationalrats aus, Unternehmen, die Netze betreiben oder in Netze investieren, von der Pflicht zu entbinden, in das Filmschaffen zu investieren. Die Ständeratskommission hat die Detailberatung zum Filmgesetz noch nicht abgeschlossen.

Die Vorlage des Bundesrats sieht weiter die Einführung einer Quote für europäische Filme vor. Wie in der EU sollen 30 Prozent des Filmkatalogs von Videoplattformen europäischen Filmen vorbehalten sein. (SDA)

Daniel Buser neu im Verwaltungsrat von Newsroom Communication

Die Agentur Newsroom Communication verstärkt ihren Verwaltungsrat mit Daniel Buser, emeritierter Professor in Zahnmedizin an der Universität Bern und Vorreiter im Berner Kongress- und Fortbildungsbereich, und stellt so die Weichen für die Zukunft.

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Hybride und virtuelle Events sind seit dem letzten Jahr in aller Munde und werden es aller Voraussicht nach auch noch länger bleiben. Auch wenn die Corona-Pandemie hoffentlich bald überstanden ist, werden die Vorteile von solchen neuen Eventformaten nicht so schnell vergessen gehen und die Event- und Kongressbranche langfristig verändern. Die Berner Agentur Newsroom Communication produziert und konzipiert schon seit vielen Jahren Livestreams für die unterschiedlichsten Formate. Seit März 2020 hat die Agentur bereits über 40 hybride oder rein virtuelle Panels, Diskussionen, Konferenzen, Webinare, Pressekonferenzen, komplette Weiterbildungskurse und viele weitere Veranstaltungen übertragen.

Um diesem Trend gerecht zu werden, wird sich der Verwaltungsrat von Newsroom Communication im Rahmen der Generalversammlung im März mit dem Berner Kongressförderer Daniel Buser verstärken. Buser ist ein Spezialist im Bereich der zahnmedizinischen Implantologie und massgeblich beteiligt, Bern zu einem führenden Medizinalstandort zu entwickeln. Als Verwaltungsratspräsident der Sitem-Insel, einem modernen Kompetenzzentrum für Translationale Medizin auf dem Insel-Campus, hilft er mit, den Übergang von der medizinischen Forschung hin zu praktischen Anwendungen zu fördern. Der Kongress + Kursaal Bern AG steht Daniel Buser ebenfalls als Verwaltungsratspräsident vor. Durch sein Wirken konnten in der Vergangenheit bereits viele internationale Kongresse und Symposium nach Bern geholt werden.

Seine grosse Erfahrung wird Buser ab sofort auch bei Newsroom Communication einbringen und als neues Verwaltungsratsmitglied dafür sorgen, dass die virtuelle Umsetzung von Kongressen und anderen Veranstaltungen in Bern weiterhin innovativ bleibt.

Umsatz der Hotelplan Gruppe bricht ein

Die Hotelplan Group schaut auf ein desaströses Geschäftsjahr 2019/20 zurück. Die pandemiebedingten Reiseeinschränkungen machen dem Reiseveranstalter das Leben schwer. So sind die Umsätze massiv eingebrochen, nachdem bereits im Jahr davor ein moderater Umsatzrückgang resultiert hatte.

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Konkret sackten die verrechneten Umsätze um 42 Prozent auf rund 809 Millionen Franken ab, wie die Gruppe am Dienstag mitteilte. Rechnet man den positiven Einfluss der 2019 erfolgten Übernahme des Online-Reiseanbieters Vtours heraus, ergibt sich auf vergleichbarerer Basis gar ein Umsatzschwund von rund 58 Prozent.

Hotelplan spricht vom «trübsten Geschäftsergebnis aller Zeiten» und begründet dies mit der Corona-Krise. Beinahe sämtliche Geschäftsgrundlagen seien der Reisebranche seit Beginn der Pandemie entzogen worden. Man habe die Kunden aber schadlos gehalten und sei sämtlichen Corona-bedingten Rückzahlungen nachgekommen.

Wegen der stetig wechselnden Quarantäne- und anderen Vorschriften der Regierungen musste Hotelplan zehntausende Rückreisen von Kunden organisieren, Reisen stornieren oder Flüge umbuchen.

Das am 1. November startende Geschäftsjahr 2019/20 hat sich laut Hotelplan noch gut angelassen. Mit der Corona-Krise sei das Reisen im März aber abrupt gestoppt worden und in den Folgemonaten nur eingeschränkt möglich gewesen.

 

Finanzielle Schützenhilfe der Migros

Der drastische Umsatzrückgang sowie die Rückzahlung von Kundengeldern haben laut Hotelplan zum schlechtesten Jahresergebnis der Geschichte geführt. Der Migros-Genossenschafts-Bund als Besitzer musste dem klammen Reiseveranstalter deshalb mit der Sicherstellung der Liquidität unter die Arme greifen.

Gelitten haben alle Teilbereiche von Hotelplan. Der Schweizer Reiseveranstalter Hotelplan Suisse hat mit 212 Millionen Franken weniger als die Hälfte des Umsatzes des Vorjahres erreicht, trotz des Ausbaus von Ferienangeboten in der Schweiz. Entsprechend wurden auch Filialen geschlossen und Stellen abgebaut.

Insgesamt wurden 425 der gesamthaft 2’277 Jobs der Gruppe gestrichen, wie bereits Ende Juni kommuniziert wurde. In der Schweiz betraf es rund 170 von knapp 1’200 Stellen. Vor zwei Wochen gab Hotelplan bekannt, dass bis Ende Februar gar 75 von 86 Filialen in der Schweiz vorübergehend geschlossen werden.

Um jeweils mehr als die Hälfte fielen auch die Umsätze der Tochtergesellschaft in Grossbritannien und der beiden Geschäftsreiseanbieter bta First Travel und Finass Reisen zurück, ebenso beim Online-Reiseanbieter Vtours.

 

Ferienwohnungen im Sommer gefragt

Der Ferienwohnungsvermittler Interhome hielt sich mit einem Umsatzminus von rund 30 Prozent auf 237 Millionen dagegen besser. Die Lockerungen der Reiseeinschränkungen im Sommer führten zu einer höheren Nachfrage insbesondere im jeweiligen Heimatland, was die Einbussen wegen Corona aber nur zum Teil kompensierte.

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 ist laut Hotelplan derzeit kaum möglich. Die Lust nach Ferien sei jedoch vorhanden, was sich etwa in den Buchungszahlen von Interhome zeige, welche nur leicht hinter dem Vorjahr lägen. Entscheidend für das Reiseverhalten seien unter anderem der Erfolg der Impfstrategien und die generellen Reisebedingungen weltweit. (SDA)

Alwin Mahler neu im Verwaltungsrat von Goldbach

Goldbach hat am Montag Alwin Mahler als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. Damit stosse ein ausgewiesener Digital-Experte zum Gremium, wie das Unternehmen schreibt.

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Alwin Mahler ist neu im Verwaltungsrat von Goldbach. (Bild: Medientage München)

Mahler, der an der Universität Bayreuth in Business Administration doktoriert hat, war zuletzt bei Google als Managing Director Global Partnerships für diverse Länder der EMEA-Region zuständig. Davor war er VP Corporate Affairs & Business Development bei Telefonica in Deutschland.

«Mit seinem reichen Erfahrungsschatz wird Alwin Mahler ein wichtiger Kompass auf dem Weg der Transformation von Goldbach zur einer technologiegetriebenen Vermarktungsorganisation sein», lässt sich Pietro Supino, Verleger und TX-Group-Präsident, in der Mitteilung zitieren.

Unter Supino setzt sich der Verwaltungsrat von Goldbach neben Alwin Mahler somit aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Jens Alder, der nach mehreren Jahren als Präsident in den Verwaltungsrat zurückgekehrt ist, sowie Martin Kall, Konstantin Richter, Christoph Tonini, Samuel Hügli und Sandro Macciacchini.

Spotify-KI soll Gefühlslage an Stimme erkennen

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify hat ein Patent zur Erstellung einer Künstlichen Intelligenz angemeldet, die die Gefühlslage von Usern anhand ihrer Stimme erkennen und ihnen dementsprechend Musik empfehlen soll. Auch das Alter, das Geschlecht und den Akzent von Anwendern soll das System feststellen und so schriftliche Angaben ersetzen.

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«Ein Algorithmus wird künftig definitv Emotionen aktiv anhand einer Stimme erkennen. Eine KI kann viel von einem einzelnen Individuum lernen. Dadurch ist es überraschend einfach für einen Algorithmus, Unterschiede in der Gefühlslage zu identifizieren. Die Frage ist, wie sie darauf reagiert. Das System muss alleine durch die Emotionen entscheiden, wie er die Wünsche der User erfüllen kann», erklärt Digitalisierungsexperte Frank Eilers auf Nachfrage des Nachrichtenportals Pressetext.

Laut dem Patent soll die KI durch verschiedene Informationen sogar den Kontext erkennen, in dem Spotify verwendet wird, beispielsweise auf einer Party oder wenn User alleine zuhause sind. Spotify sieht in diesem Feature großes Potenzial, um den Musikgeschmack von Nutzern genau einzuschätzen, ohne dabei einen schriftlichen Input von ihnen zu benötigen.

 

Viele neue Spotify-Patente

Neben der Stimmerkennung hat Spotify in den vergangenen Monaten auch weitere Anwendungen patentieren lassen. Darunter ist ein Karaoke-Feature, mit dem Anwender ein Musikstück mit ihrem eigenen Gesang verbinden können. Eine weitere zukünftige Anwendung richtet sich an Jogger und passt die Geschwindigkeit der Musik dem Lauftempo an. (pte)

Tom Winter wird CEO von Bernexpo – BEA erneut abgesagt

Der 46-jährige Ingenieur EPFL Tom Winter wird neuer CEO von Bernexpo. Er folgt auf Jennifer Somm, die ihren Rücktritt bereits im Oktober 2020 bekanntgegeben hatte. Ausserdem findet die Berner Frühlingsmesse BEA wegen des Coronavirus auch in diesem Jahr nicht statt.

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Tom Winter wird neuer CEO von Bernexpo. (Bild: zVg.)

Am Montag gab die Bernexpo Groupe bekannt, dass Tom Winter neuer Direktor von Bernexpo wird. Er tritt seine Stelle am 1. März an und ersetzt damit Jennifer Somm, die im Oktober bekanntgegeben hatte, die Berner Messeveranstalterin zu verlassen (Werbewoche.ch berichtete).

Die Bernexpo Groupe will das Kerngschäft mit neuen, digitalen Geschäftsfeldern weiterentwickeln. Tom Winter soll die erforderlichen Innovationsprozesse «zügig vorantreiben», wie das Unternehmen in einer Miteilung von Montag schreibt.

Winter war laut Mitteilung stellvertretender CEO von Globus Schweiz und Direktor von UPC Retail. Erfahrungen sammelte er auch als Leiter Verkauf und Distribution eines internationalen Telekommunikationskonzerns.

 

BEA findet auch 2021 nicht statt

Die Bernexpo Groupe hat zudem auch die diesjährige Durchführung der Berner Frühlingsmesse BEA abgesagt. Schon im vergangenen Jahr fiel sie dem Virus zum Opfer. Die Organisatorin begründet die Absage mit fehlender Planungssicherheit. Sie wolle Klarheit für alle involvierten Partner schaffen. Auch die Spielwarenmesse Suisse Toy, die zeitgleich mit der BEA hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Die nächste BEA soll zwischen 29. April und 8. Mai 2022 über die Bühne gehen.

Die BEA gibt es seit 1951. Sie ist mit jährlich rund 300’000 Besucherinnen und Besuchern und 900 Ausstellern eine der grössten Publikumsveranstaltungen der Schweiz. (swi/SDA)

Serviceplan Suisse enthüllt die scharfe Seite von KFC auf Tinder

Dass die Poulet-Spezialitäten von Kentucky Fried Chicken auch hot & spicy sein können, ist den meisten Schweizern nicht bekannt. Für die Lancierung des extrascharfen Zinger Burgers hat Serviceplan Suisse eine inhaltlich passende Kommunikations-Plattform genutzt: Tinder.

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KFC ist im Schweizer Markt momentan mit acht Restaurants vertreten und weiterhin auf Expansionskurs. Um das amerikanische Unternehmen stärker ins Bewusstsein der Schweizer Bevölkerung zu bringen, wurde Serviceplan Suisse mit der digitalen Kommunikation beauftragt. In einer ersten Phase wurde mit der Aktion «Switzerland Secret» auf den KFC Markenkern – das bestgehütete Rezept für Poulet – aufmerksam gemacht (Werbewoche.ch berichtete).

In Phase zwei legt KFC-Gründer und -Maskottchen Colonel Harland Sanders seine zurückhaltende Art ab: Auf der zielgruppenrelevanten Dating-Plattform Tinder wurde ein Profil vom Colonel erstellt, auf dem er seine geheime Vorliebe für scharfes Chicken mit einem Augenzwinkern offenbart. Wer den Colonel matchte, erhielt einen Gutschein für eine 2-für-1-Aktion des neuen Zinger Burgers.

Die KFC Tinder-Aktion wurde zusätzlich auf Facebook unterstützt und kann sich der Agentur zufolge auch zahlenmässig sehen lassen: 630’000 Impressions, 45% Unique Message Open Rate, 7,44% Engagement Rate und eine 16% Unique Click-Through-Rate.

 

Verantwortlich bei Kentucky Fried Chicken: Dirk Hildenbrand (Marketing Manager). Verantwortlich bei Serviceplan Suisse: Kelsang Gope, Henry Clarke (Text), Lara Horisberger (Beratung), Moritz Lüth, Rémy Steinmann (Art Direction), Dominic Shota Schweingruber (Motion Design), Thomas Lüber (Creative Direction), Barbara Hasenböhler (Content & Corporate Communications), Marcin Baba (Executive Creative Direction), Pam Hügli, Raul Serrat (Gesamtverantwortung); OneTwoSocial (Mediaplanung).

Julian Graf gibt Moderation von «Zwei am Morge» ab

Julian Graf hat entschieden, die Moderation von «Zwei am Morge» abzugeben. Er möchte sich vermehrt auf private Projekte konzentrieren, wie SRF in einer Mitteilung schreibt.

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Moderator Julian Graf (links) verlässt das SRF-Format «Zwei am Morge». Die Sendung wird mit Ramin Yousofzai (rechts) und Robin Pickis weitergeführt. (Bild: SRF)

Seit dem Start 2018 moderiert Julian Graf zusammen mit seinem Co-Host Ramin Yousofzai das YouTube-Format «Zwei am Morge». Der 28-jährige Winterthurer gehört zum Gründerteam des Formats und ist als Aushängeschild auf diversen sozialen Kanälen zu sehen. Seit 2019 wird die Sendung auch bei SRF zwei ausgestrahlt. Im gleichen Jahr war Julian Graf zusammen mit Ramin Yousofzai für den Swiss Comedy Award nominiert.

Nun habe sich Julian Graf dazu entschieden, SRF zu verlassen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. «Das dynamische und wilde Format ‹Zwei am Morge› gab mir die einmalige Möglichkeit, das SRF an neue, junge Leute heranzutragen. Die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die spektakulären Drehorte und der Einblick in die Welt des Service public war für mich sehr prägend und ich kann dem gesamten Team für die unvergessliche Zeit nicht genug danken. Nach diesen facettenreichen Jahren möchte ich mich nun auf meine private sowie berufliche Situation fokussieren und dort alle meine Ressourcen investieren», lässt sich Graf in der Mitteilung zitieren.

Der Moderator war bereits am 31. Dezember 2020 das letzte Mal für «Zwei am Morge» vor der Kamera zu sehen. Die Sendung kehrt am Sonntag mit Ramin Yousofzai und Sidekick Robin Pickis aus der Winterpause zurück und wird vorerst jeweils sonntags auf dem YouTube-Kanal erscheinen. Die Recap-Studio-Sendung am Freitag und damit auch die Ausstrahlung auf SRF zwei entfallen bis auf Weiteres. SRF werde sich nun intensiv mit der inhaltlichen Weiterentwicklung des Formats beschäftigen und zu einem späteren Zeitpunkt darüber informieren, wie es bei «Zwei am Morge» weitergeht, heisst es weiter.

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