Eggliwintsch heisst neu Elliott

Eggliwintsch firmiert seit April neu unter dem Namen Elliott. Der inhaltliche Fokus der Zürcher Kommunikationsagentur liegt weiterhin auf Kultur und Nachhaltigkeit.

Eggliwintsch heisst neu Elliott

Bereits Ende Jahr wechselte die Agentur ihren Zürcher Standort von der Schöneggstrasse an die Langstrasse 94. Die Agentur wurde zu 100 Prozent vom Unternehmen Fröbe. Jürgens. Welles. übernommen, welches zur Blofeld-Gruppe gehört. Mit der Domizil-Verlegung wurde Fröbe. Jürgens. Welles. in Elliott und Eggliwintsch in Forecast umbenannt. Forecast ist eine 100-prozentige Tochter von Elliott und vorgesehen, um Spezialprojekte darüber abzuwickeln. Forecast ist aktuell inaktiv. Die Namensänderung wurde laut Mitteilung nach dem Ausscheiden von Gesellschafterin Rea Eggli und dem Einstieg der Blofeld-Gruppe notwendig. Teilhaber von Elliott sind Claudia Wintsch, Peter G. Kurath und Michel Pernet.

Das Kernteam der Agetur Elliott besteht aus drei Mitarbeiterinnen, weitere aus der Gruppe arbeiten projektbasiert. Die Geschäftsführung übernimmt Claudia Wintsch. Die ausgebildete PR-Fachfrau bringt eine jahrelange Erfahrung in der Konzeption, Beratung, Planung, Gestaltung und Umsetzung von Kommunikationsaktivitäten mit. Sie ist Mitgründerin der Agenturen Wintsch PR, Eggliwintsch, SB Agency und Elliott und seit 2011 Teil des Presseteams des Zurich Film Festival. Zum Portfolio von Elliott gehören Kunden wie die Zürcher Einkaufsstrasse Im Viadukt, das Open-Air-Kino Allianz Cinema und der Medienkonzern CH Media.

Elliott

Diese Marken waren 2019 in der Schweiz am sichtbarsten

Welche Marken hatten 2019 die höchste Visibilität, welche die höchste Viralität? Wer war am sichtbarsten in der Printwerbung? Über wen wurde in Online News und Social Media am meisten berichtet? Der Markentrend von Media Focus liefert die Antworten.

Media Focus

Media Focus veröffentlichte am Donnerstag den Markentrend Schweiz, die umfassendste Publikation zur kommunikativen Gesamtsichtbarkeit in der Schweizer Markenlandschaft.

Die Keyfacts:

  • Sichtbarkeit 6,0 Milliarden.: Ø 11,0 Millionen. pro Brand
    • Die gemessene Gesamtsichtbarkeit der 523 Marken beträgt im Jahr 2019 insgesamt 6,0 Milliarden Bruttofranken.
  • Sichtbarkeit gleichmässig auf Quartale verteilt
    • Die prozentualen Anteile der 4 Quartale an der erzielten Gesamtsichtbarkeit des Jahres bewegen sich alle zwischen 23 und 26 Prozent. Im Q4 wurde mit gut 26 Prozent der knapp höchste Anteil an der Jahressichtbarkeit erzielt.
  • 50 Marken = 50 Prozent der Markenpräsenzen
    • Die drei grössten Branchen Detailhandel & Nahrungsmittel, Fahrzeuge und Finanzen generieren über die Hälfte der Gesamtsichtbarkeit.
  • Markensichtbarkeit: 54 Prozent nicht steuerbar
    • Die verdiente Sichtbarkeit liegt 2019 leicht über der bezahlten Sichtbarkeit. Das Verhältnis zwischen Werbe- und Medienpräsenz beträgt 46:54.
  • Sichtbarste Branchen: Detailhandel & Fahrzeuge
    • Die Branche Fahrzeuge erzielt mit 805 Millionen die grösste Earned-Sichtbarkeit. Detailhandel & Nahrungsmittel generiert mit 795 Millionen Bruttofranken den höchsten Werbedruck.
  • Weihnachtswerbung pusht Paid-Sichtbarkeit im vierten Quartal
    • Einzig im vierten Quartal liegt die bezahlte Markensichtbarkeit im Gesamtmarkt über der verdienten Sichtbarkeit. Dafür sorgt die Werbeoffensive zur Weihnachtszeit (+36% gegenüber dem dritten Quartal).
  • Durstig: Getränke im Sommerhoch
    • Die Getränkebranche erzielt 62 Prozent der Gesamtsichtbarkeit in Q2 und Q3, wobei über ein Drittel der Jahressichtbarkeit in den Vorsommermonaten des Q2 generiert wird. Dieser Trend lässt sich sowohl im Paid- als auch im Earned-Bereich beobachten.

 

Total Industry Visibility: Fahrzeuge oben auf

Ein Blick auf die Total Industry Visibility zeigt: Der Bereich «Fahrzeuge» liegt unangefochten auf dem ersten Rang der Earned-Media-Präsenz. Der Bereich «Detailhandel & Nahrungsmittel» ist durch den hohen Werbedruck insgesamt die sichtbarste Branche. Und: Die Branchen Telekommunikation und Getränke weisen einen beinahe identischer Paid-Earned-Ratio aus.

 

Media Focus

Top 10 Brands Visibility: Migros bleibt an der Spitze

Die Migros kann die Spitzenposition im Visibilitätsranking aus dem Vorjahr verteidigen. Knapp dahinter folgt der ewige Rivale Coop, welcher in der zweiten Jahreshälfte eine höhere Gesamtsichtbarkeit als die Migros erreichte. Die beiden Detailhandelsriesen sind gesamthaft beinahe gleichauf. Während Coop im Paid-Bereich die Nase vorn hat, kann die Migros bei Earned-Media punkten.

Mit grossem Rückstand auf die Top 2 sichert sich die SBB dank dem dritthöchsten Earned-Anteil aller Brands die Bronzemedaille. Die Swisscom kommt auf Platz 4 zu liegen, dicht gefolgt von der UBS.

Die Top 10 werden von weiteren Marken aus der Fahrzeugbranche, der Credit Suisse und Apple komplettiert. Die höchsten Earned-Anteile erreichen wenig überraschend die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse. Im Zuge der Iqbal Kahn Affäre sind jedoch viele dieser Erwähnungen negativ konnotiert. Die 10 sichtbarsten Marken vereinen knapp 24 Prozent der Sichtbarkeit des gesamten Schweizer Markensamples auf sich.

Media Focus

Top 10 Brands Virality: Nikon dank Social Media vorne

Die drei viralsten Marken des Jahres 2019 sind Nikon, BMW und Audi. Trotz eines schwachen Starts ins Jahr mit Platz 122 im Startquartal, sichert sich Nikon über das Gesamtjahr die höchste Viralität aller Marken. Dafür sorgen vor allem die häufigen Erwähnungen in den sozialen Medien in Zusammenhang mit Bildmaterial, welches mit Nikon Kameras geschossen wurde. Von solchen Social Media Beiträgen profitieren auch die beiden weiteren Kamerahersteller Canon auf Platz 5 und Sony auf Rang 9 des Rankings.

Ganze 6 der 10 viralsten Brands des Jahres sind Automarken. Vor allem im Q1, im Vorfeld des Genfer Autosalons, erreichen diese hohe Viralitätswerte – bevor die Viralität im zweiten Quartal wieder deutlich abnimmt. Ausnahme ist VW: der Wolfsburger Konzern bewegt sich quartalsübergreifend zwischen den Plätzen 7 und 11 der Rangliste.

Die einzige Marke in den Top 10, die weder mit Autos noch mit Kameras in Verbindung gebracht wird, ist Sporatartikelgigant Nike auf Rang 8.

Media Focus

*Seit Q4 2019 fliessen zusätzliche Viralitätsparameter in die Berechnung des Viralitätswertes ein. Daraus resultieren im Q4 über alle Branchen und Marken hinweg höhere Viralitätswerte. Entsprechend hat Q4 den grössten Einfluss auf die Position im Jahresranking.

 

Battle of Brands und Zwilingsanalyse

Wie bei den vergangenen Ausgaben von Markentrend Schweiz hat Media Focus auch diesmal in drei «Battles of Brands» jeweils zwei Branchen-Konkurrenten direkt miteinander verglichen, was die Markensichtbarkeit betrifft. In der «Zwillingsanalyse» werden diesmal die strategischen Zwillingen von Lebensmittel-Discounter Denner aufgezeigt – Marken, die eine ähnliche Verteilung der Sichtbarkeit über alle Earned- und Paid-Medien hinweg aufweisen.

 

Battle of Brands: Samsung vs. Huawei

Branche «Digital und Haushalt»

Sowohl Samsung (2) als auch Huawei (3) besetzen Podestplätze im Visibility Ranking der Branche «Digital und Haushalt». Samsung hat dabei ein Polster von rund 16 Millionen Franken auf den chinesischen Verfolger. Einziger Branchenvertreter mit einer noch höheren Sichtbarkeit als Samsung ist Apple.

Samsung generiert 2019 einen Werbedruck von 30 Millionen Bruttofranken durch Paid Media. Dieser Wert ist beinahe identisch wie die durch Earned Media verdiente Sichtbarkeit (29,4 Millionen Franken). Huawei generiert im Paid-Bereich einen lediglich halb so hohen Werbedruck wie Samsung (14,6 Millionen Franken), ist bei Earned jedoch gleichauf (30,1 Millionen Franken). Hierbei ist zu beachten, dass die rege Berichterstattung über Huawei in Zusammenhang mit dem Thema 5G sehr kontrovers und oft kritisch diskutiert wurde.

Es fällt auf, dass sowohl bei Samsung als auch bei Huawei hauptsächlich in den Bereichen SEO und Internet Ads noch Verbesserungspotential besteht. Während Samsung zudem die brancheninterne Nr. 1 im Bereich Kinowerbung ist, verzichtet Huawei 2019 sowohl auf Kino-Werbeschaltungen als auch auf Radiowerbung.

Media Focus

Battle of Brands: Pfister vs. Interio

Branche: «Bauen, Industrie, Einrichtung»

Möbel Pfister (Platz 4) und Interio (Platz 7) bewegen sich, gemessen an der Gesamtsichtbarkeit, beide im Mittelfeld des Markensamples aus der Branche Bauen, Industrie & Einrichtung. Pfister kommt 2019 auf eine Gesamtsichtbarkeit von 15,8 Millionen Franken, während Interio einen Wert von 13,8 Millionen Franken erreicht.

Beide Vertreter erreichen diese Sichtbarkeit hauptsächlich durch Paid Media, wobei sich die Paid-Earned-Ratio bei Pfister deutlich einseitiger zeigt als bei Interio. Auch in absoluten Zahlen erzielt Interio eine höhere Earned-Sichtbarkeit (5,4 Millionen Franken) als Möbel Pfister (3,0 Millionen Franken). Im Paid-Bereich, welcher bei beiden Konkurrenten Haupttreiber der Gesamtsichtbarkeit ist, hat Pfister mit 12,7 Millionen Franken gegenüber den 7,2 Millionen Franken von Interio klar die Nase vorn.

Während Möbel Pfister hauptsächlich bei den klassischen Paid-Kanälen trumpfen kann, ist Interio bei Print News und Internet Ads stark.

Media Focus

Battle of Brands: Ricardo vs. Tutti.ch

Branche: «Dienstleistung»

Ricardo schnappt sich Platz 1 im Ranking der 10 sichtbarsten Dienstleistungs-Brands der Schweiz. Mit einer Gesamtsichtbarkeit von 15 Millionen Franken verweist das Online Auktionshaus Verfolger Homegate haarscharf auf Platz 2. Der grösste Online Flohmarkt der Schweiz, Tutti.ch, besetzt Rang 9 (3,1 Millionen Franken).

Die Paid-Earned Ratio ist bei beiden Marktplätzen ähnlich: Der Löwenanteil der Markensichtbarkeit wird durch bezahlte Werbung erreicht, was den brancheninternen Trend bestätigt – nur 2 der 10 analysierten Brands erzielen eine höhere Sichtbarkeit durch Berichterstattung als durch Bezahlwerbung.

Branchenführer Ricardo ist abgsehen von Social Media (Rang 6) auf allen genutzten Kanälen unter den 5 sichtbarsten Marken des Samples. Tutti hingegen liegt lediglich im Earned Media Kanal Influencer und im Bereich SEO innerhalb der Top 5.

Media Focus

Zwillingsanalyse 2019: Denner

Media Focus

Omnichannel Mix Twins

Barilla sowie SportXX weisen verglichen mit Denner eine ähnliche Verteilung der Sichtbarkeit über alle Earnedund Paid-Medien hinweg auf.

 

Paid-Earned-Ratio Twins

Die Paid-Earned-Ratio von Denner ist beinahe deckungsgleich wie jene von Discounter-Konkurrent LIDL. Škoda erreicht 2019 ebenfalls ein vergleichbares Paid-Earned-Verhältnis, bei einer ähnlich grossen Gesamtsichtbarkeit.

 

Paid Mix Twins

Ähnlich wie Denner fokussieren auch Fleischproduzent Bell und Optiker McOptic bei bezahlter Sichtbarkeit auf die klassischen Medien. TV-, Print- und Aussenwerbung machen den Grossteil des Werbekuchens aus.

 

Earned Mix Twins

Die verdiente Sichtbarkeit von Denner setzt sich vornehmlich aus Erwähnungen in Print- und Online-Newsportalen zusammen. Branchenintern sind die Anteile der Earned-Kanäle bei Nestlé ähnlich aufgeteilt, branchenextern zudem bei der BNP Paribas.

 

Omnichannel Earned & Paid 2019

Top 10 Earned

Media Focus

Top 10 Paid

Media Focus

Chef von Ringier Axel Springer Schweiz Romandie tritt in Ruhestand

Daniel Pillard, der Geschäftsführer von Ringier Axel Springer Schweiz Romandie, tritt Ende April in den Ruhestand. Nach dem Abgang des Geschäftsführers reorganisiert das Unternehmen die Führungsstruktur.

Ringier Axel Springer Schweiz

Nach 34 Jahren bei Ringier und Ringer Axel Springer Schweiz (Rasch) wird Pillard im ordentlichen Rentenalter von 65 Jahren den Ruhestand antreten, wie Rasch in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Pillard begann seine Karriere bei Ringier 1983. Er war unter anderem als Journalist und Chefredaktor bei L’illustré und Dimanche.ch tätig.
Die Spitze von Rasch Romandie wird nach seinem Abgang neu organisiert. Laut Mitteilung wird per 1. Mai in Lausanne eine lokale Geschäftsleitung gebildet, die in Zukunft direkt an CEO Alexander Theobald berichtet. (SDA)

Rabatte und Aktionen seit Corona-Ausbruch besonders gefragt

In Zeiten von Corona suchen Personen vermehrt nach Filialinformationen und Aktionen. So hat das Interesse für Lebensmittel-Prospekte seit Ausbruch der Krise massiv zugenommen, wie eine Auswertung unter Nutzern der Schweizer Prospekte-App Profital zeigt.

Aktionen

Wie hat sich das Kaufverhalten in Zeiten der Corona-Krise verändert? Dazu hat Profital, Anbieter einer gleichnamigen App für digitale Prospekte und Einkaufsinformationen, rund 4’625 Personen in der gesamten Schweiz befragt. Generell lässt sich feststellen: Die Nachfrage nach Einkaufsinformationen hat aufgrund der aktuellen Lage stark zugenommen. Nutzer informieren sich online stärker denn je über aktuelle Aktionen und Angebote und suchen nach Informationen von noch geöffneten Geschäften oder Onlineshops. Im März lässt sich dieses Suchverhalten mit jenem in der Vorweihnachtszeit und der Woche um Black Friday vergleichen. Besonders Lebensmittel-Angebote sind beliebt: In Corona-Zeiten werden wöchentlich 30% mehr Lebensmittel-Prospekte gelesen als vorher.

 

Bücher, Spiele und Elektronik gegen Corona-Langweile

Bei der Frage, ob die Nutzer nun aufgrund der aktuellen Lage Online-Shopping bevorzugen, lehnt die grosse Mehrheit ab – insgesamt 75% verneinen dies. Wenn dann aber online eingekauft wird, sind vor allem Lebensmittel, aber auch Kleidung, Bücher, Spiele und Elektrogeräte gefragt. Vor allem ältere Menschen decken sich fast doppelt so häufig über Onlineshops mit Lebensmittel ein, als es ihre jüngeren Mitmenschen tun. Dies lässt sich wohl darauf zurückführen, dass ältere Personen gemäss den Anweisungen des Bundesrates handeln und so möglichst Kontakte vermeiden wollen.

Aktuell eher selten gefragt sind Möbel- und Einrichtungsgegenstände: 72% der befragten Personen können momentan darauf am besten verzichten – trotz Lockdown im eigenen Zuhause. Auch Sportartikel gehören zu jener Produktkategorie, bei der während der Corona-Krise ein Verzicht nicht schwerfällt. «Möbel gehören zu den Produkten, die viele Käufer nach wie vor lieber im Laden anschauen und testen, statt direkt online zu bestellen – dies hat sich offenbar auch in der Corona-Zeit nicht geändert. Um der Langeweile zuhause zu entkommen, kaufen die Leute eher Bücher, Spiele und Elektronik, statt ihr Heim mit neuen Möbeln einzurichten», so Raphael Thommen, Geschäftsführer von Profital, zu den Auswertungen.

 

Westschweizer und Tessiner kaufen mehr Toilettenpapier

Rund 91% aller Befragten gaben an, nicht öfters einkaufen zu gehen. In der Regel wird einmal wöchentlich eingekauft (54%) und bevorzugt bargeldlos bezahlt. Nur ein Drittel aller Befragten nutzt zurzeit Bargeld. Was nebst Lebensmitteln im Einkaufskorb landet, ist bekannt: Toilettenpapier sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel. 16% aller befragten Personen gaben an, häufig Toilettenpapier zu kaufen. Spannend dabei: In der Romandie und im Tessin wird dies deutlich mehr gemacht – 23% im Vergleich zu 12% in der Deutschschweiz. Beim Desinfektionsmittel zeigen sich Unterschiede zwischen Stadt und Land: Während in der Stadt rund 31% der Befragten mehr Reinigungs- und Desinfektionsmittel kauft, sind es auf dem Land nur 22%.

Für die Umfrage wurden 4’625 Nutzer der Profital-App in der ganzen Schweiz befragt, davon 3’075 in der Deutschschweiz, 1’007 in der Westschweiz und 542 im Tessin, während des Zeitraums von 31. März bis 2. April 2020. Die Umfrage wurde ergänzt mit einer quantitativen Auswertung des Nutzerverhaltens seit 2. März im Vergleich zu den Vormonaten. 

Klar für Marken entwickelt Gesamtauftritt für Elektromotoren-Hersteller Rhiva

Für das Startup Rhiva mit Hauptsitz im Fürstentum Lichtenstein, das aus dem Spin-Off eines multinationalen Industriekonzerns entstand, hat die Agentur Klar für Marken den Gesamtauftritt entwickelt.

Elektromotoren-Hersteller Rhiva

Das Unternehmen entwickelt Elektromotoren für Automobile und verfügt über einen Motor mit zukunftsweisender E-Drive-Technologie. Das global tätige Unternehmen tritt per Mai 2020 in den Markt ein.

Innert zwei Monaten hat KLAR die Identität des neuen Unternehmens entwickelt und realisiert. Basierend auf dem Corporate Design Manual, wurden diverse Massnahmen umgesetzt: Briefschaften, Hausbeschriftung, Fahrzeugbeschriftungen, Website, Stellenanzeigen, Präsentations-Templates, Arbeitskleider, Give-Aways. Im nächsten Schritt wird ein Marketing-Kommunikationskonzept entwickelt.

Elektromotoren

Was Chatbots heute können – und was nicht

Nach Jahren des Chatbot-Hypes zieht Pegasystems Bilanz und erläutert, wo die digitalen Helferlein heute stehen.

Chatbots

Chatbots zählten in den vergangenen Jahren zu den wohl am meisten gehypten Anwendungen von Künstlicher Intelligenz. Damit gingen aber auch viele überzogene Erwartungen und falsche Vorstellungen einher. Inzwischen liegen umfangreiche Erfahrungen mit dem praktischen Einsatz von Chatbots vor und der Nebel lichtet sich. Was leisten die digitalen Helferlein heute tatsächlich und wo liegen ihre Grenzen?

 

Was Chatbots können

  • Kosten reduzieren. Chatbots können Prozesse durch Automatisierung unterstützen und damit die Prozesskosten senken. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie in gut strukturierten Prozessen eingesetzt werden. Werden sie in ineffizienten Abläufen genutzt, können die Gesamtkosten sogar steigen.
  • Mitarbeiter entlasten. Chatbots sind in der Lage, unkomplizierte und unproblematische Fälle im Callcenter oder bei Self Services zu übernehmen. Die Mitarbeiter können dadurch erheblich entlastet werden; und sie erhalten die Möglichkeit, sich voll und ganz auf die Fälle zu konzentrieren, in denen sie wirklich gefragt sind.
  • Das Kundenerlebnis verbessern. Werden Chatbots richtig eingesetzt, können sie tatsächlich die Customer Experience optimieren. Dazu müssen sie den Kunden aber konkret erkennbare Mehrwerte bieten. Dazu zählen beispielsweise schnellere Services, bessere Erreichbarkeit oder Kommunikation rund um die Uhr.

 

Was Chatbots (noch) nicht können

  • Andere Kommunikationsformen ersetzen. Die KI-Systeme haben sich inzwischen weiterentwickelt und können beispielsweise Texte immer besser verstehen. Andere Kommunikationsformen werden sie aber dennoch nicht ersetzen. Das liegt allerdings weniger an der Technik selbst, sondern vor allem an den Kommunikationspräferenzen der Kunden. Ein sensibles medizinisches Thema etwa möchten viele von ihnen einfach lieber mit einem Menschen besprechen.
  • Die komplette Kundenkommunikation abdecken. Chatbots können deshalb auch immer nur eine Ergänzung anderer Kommunikationskanäle sein. In einem begrenzten Bereich lassen sich damit tatsächlich Prozesse beschleunigen und auch Kosten einsparen. Die unterschiedlichen Kommunikationspräferenzen der Kunden müssen aber auch weiterhin über die entsprechenden Kanäle abgedeckt werden.
  • Ironie verstehen und Empathie zeigen. Mit Ironie können Chatbots nicht viel anfangen. Sie nehmen sie wörtlich und verbuchen spitze Bemerkungen als positive Reaktionen. Ähnlich schwer tun sie sich mit Empathie. In aller Regel erkennen sie es erst viel zu spät, wenn ein Kunde beispielsweise verärgert ist.

«Auf dem Höhepunkt des Chatbot-Hypes begingen viele Unternehmen den Fehler, die Technologie in den Vordergrund zu stellen und sie auf Teufel komm raus nutzen zu wollen; und zwar einfach nur deshalb, weil alle das tun», sagt Carsten Rust, Senior Director Client Innovation EMEA bei Pegasystems. «Es hat sich aber klar herauskristallisiert, dass Chatbots nur dann einen Nutzen entfalten, wenn die Unternehmen sich vorher gut überlegen, an welchen Stellen sie einen echten Mehrwert bieten und welche konkreten Kundenbedürfnisse sie adressieren können. Mit speziellen Customer-Experience-Methoden wie Design Thinking oder Jobs-to-be-Done lässt sich der Einsatz der Chatbots dabei gezielt optimieren.»

Pegasystems ist ein Anbieter von strategischen Software-Lösungen für Vertrieb, Marketing, Service und Operations.

Evolve produziert «Stay Home»-Socken für den guten Zweck

Mit Socken, einem Awareness-Trailer und einer Website ruft Evolve zum Handeln auf. Die Initiative will die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» unterstützen.

Socken

Die Corona-Krise stellt weltweit viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Umsätze brechen ein, Aufträge werden auf Eis gelegt oder gleich ganz storniert. Auf der Suche nach einer Möglichkeit zu helfen, und die eigenen frei gewordenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen, hat sich die Zürcher Agentur Evolve mit dem Filmer Le Josy zusammengetan und «Better Stay Home» lanciert. Das Projekt baut auf der omnipräsenten Botschaft auf, die wir alle mittlerweile bestens kennen: Bitte bleibt zuhause, wenn es irgendwie geht.

Im Trailer zur Kampagne steht eine aus dem Kontext entrückte Dame mitten in der menschenleeren Zürcher Innenstadt und gibt eine Oper zum Besten. Die Botschafterin der Kampagne zeigt dabei mit einem Augenzwinkern auf, dass es gewisse Dinge gibt, die man ohnehin besser in den eigenen vier Wänden macht.

Als Vehikel, um die Botschaft weiter zu verbreiten, das lokale Kleingewerbe zu unterstützen und Geld zu sammeln für einen guten Zweck, dient eine Socke. Das in der Schweiz produzierte Accessoire geniesst in Zeiten des Homeoffice einen höheren Stellenwert als je zuvor und eignet sich zudem vorzüglich als Trägerin der Message.

Die Socken im typografischen Stayhome-Design können auf der eigens hierfür kreierten Website erstanden werden. Dabei gehen 100% vom Erlös an die Schweizer Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen».

Socken

Verantwortliche Agentur: Evolve Advertising. Videograf: Le Josy. Fotos: Parinya «Bon» Wongwannawat. Hauptrolle: Ruth Schwegler. Socken: Tanner Socken. Unterstützt von: Heller Druck (Drucksachen); Art Box (Verpackung).

Corona beschert Web-Angeboten im März historischen Traffic

Im Rahmen von NET-Metrix-Audit werden im März 2020 historische Traffic-Werte beobachtet: Noch nie wurden mehr Visits oder Unique Clients registriert. Je nach Angebot hat sich der Traffic im Vergleich zum Vormonat verdoppelt oder gar verdreifacht.

Corona-Krise führt zu massiven Traffic-Zuwächsen – aber auch Rückgängen. Das aktuell gestiegene Informationsbedürfnis wird in den Traffic-Zahlen sichtbar: Lag der Gesamtwert bei den Visits (Anzahl Besuche) im Februar 2020 bei rund 630 Millionen, ist der Wert für März 2020 auf über 980 Millionen angestiegen (+56 Prozent).

Zudem werden in NET-Metrix-Audit historische Höchstwerte registriert: Für NZZ.ch werden rund 8,8 Millionen Unique Clients ausgewiesen, für 20min.ch – D-CH rund 184 Millionen Visits – noch nie wurden zuvor in NET-Metrix-Audit für einzelne Angebote höhere Werte ermittelt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Net-Metrix

Auf der anderen Seite führen die Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise bei einigen Web-Angeboten auch zu entsprechenden Traffic-Rückgängen. Die betroffenen Angebote sind mehrheitlich im Freizeit- und Event-Bereich angesiedelt.

Weiter legen die Netzwerk-Zahlen nahe, dass die Internetnutzer aufgrund des erhöhten Informationsbedürfnisses deutlich häufiger als bisher verschiedene Websites besuchen. Oder mit anderen Worten: Die Nutzung fällt im März 2020 nicht nur höher, sondern auch «breiter» aus.

 

Rund vier von fünf Web-Besuchen erfolgen über Android und iOS

Ein Blick in die OS-Statistik (Betriebssysteme) 2020 zeigt ein weiteres, wenn auch nicht dramatisches Wachstum der Besuche via Smartphones und Tablets: Im März 2020 erfolgen rund 78 Prozent der Web-Besuche (Visits) auf Devices mit Android oder iOS.

Net-Metrix

April-Geschäft macht Zalando wieder zuversichtlich

Zalando macht eine Rückkehr der Shoppinglaune nach einem Einbruch zu Beginn der Coronavirus-Pandemie aus. «Auf Jahressicht sind wir in den ersten beiden Aprilwochen wieder gewachsen», sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter am Donnerstag zu Journalisten. Das sei schneller gegangen als erwartet. Deswegen blicke man zuversichtlich auf das laufende Quartal.

Zalando

Im ersten Vierteljahr verhagelte die Coronavirus-Pandemie den Berlinern hingegen die Bilanz. «Es war das schlimmste Quartal seit unserem Börsengang», sagte Ritter und kündigte ein Sparprogramm im Umfang von 350 Millionen Euro an. Mitarbeiter will Europas grösster Online-Modehändler, der in 17 Ländern aktiv ist, dabei nicht entlassen.

 

Schwächeres Wachstum im ersten Quartal

Vorläufigen Zahlen zufolge ist der Umsatz im ersten Quartal um maximal 11,6 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro geklettert. Im Januar und Februar sei das Wachstum noch stark gewesen und dann im März in Folge der Ausgangssperren eingebrochen. Kunden hätten ihr Geld zusammengehalten. Zudem fehlten die Anlässe wie Hochzeiten oder Arbeitsveranstaltungen, für die neue Kleidung gekauft werden müsse. Auch Schuhe seien weniger verkauft worden, sagte Ritter, während Freizeit- und Sportmode weiterhin nachgefragt werde.

Im Vorjahresquartal hatte es noch zu einem Plus von rund 15 Prozent gereicht. Beim bereinigten Betriebsergebnis (Ebit) rutschte Zalando in die roten Zahlen und geht nun von einem Minus zwischen 90 und 110 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind Sonderabschreibungen in Höhe von 40 Millionen Euro auf den Warenbestand. Die exakten Zahlen will Zalando am 7. Mai veröffentlichen. Wegen der Unsicherheiten durch die Coronakrise hatte das Unternehmen, das inzwischen auf 32 Millionen Kunden kommt, Ende März bereits die Jahresprognose gekappt.

 

Unternehmen will sparen

Um den Nachfragerückgang abzufedern, setzt Zalando das grösste Sparpaket in der Firmengeschichte auf. Marketing und allgemeine Kosten sollen um 250 Millionen Euro reduziert werden und Investitionen um 100 Millionen Euro. Trotzdem will das im Mittelwerteindex MDax notierte Unternehmen an seinen ursprünglichen Plänen festhalten und sein Luxussegment ausbauen und auch Second-Hand-Ware ins Sortiment aufnehmen.

Zudem wird in die Erweiterung der Plattform um weitere Modemarken und Einzelhändler investiert. «Es ist eine kritische Zeit», sagte Ritter. Die Saisonkleidung müsse jetzt verkauft werden und das gehe momentan fast nur online. «Die Marken suchen nach Nachfrage und wir können sie ihnen geben.» Es würden viele Gespräche geführt, sagte Ritter und liess offen, ob sich bereits neue Marken für die Plattform entschieden haben. (SDA)

Radio- und TV-Gebühr für Haushalte und Unternehmen sinkt ab 2021

335 statt 365 Franken: Die Radio- und Fernsehabgabe für Haushalte wird ab 2021 günstiger. Auch 93 Prozent der Unternehmen werden weniger zahlen. Zudem sollen die SRG, die regionalen Radiosender sowie Keystone-SDA mehr Geld erhalten. Das hat der Bundesrat entschieden.

Gebühr

Das Stimmvolk hatte einem neuen Abgabesystem im Jahr 2015 an der Urne zugestimmt. Der Bundesrat kündigte für das laufende Jahr eine Analyse des Tarifmodells an. Diese ist nun erfolgt. Die Regierung reagiert mit einem umfassenden Massnahmenpaket. Die Änderungen in der Radio- und Fernsehverordnung treten ab Anfang 2021 in Kraft.

Sie sieht vor, dass die Radio- und TV-Gebühr ab kommendem Jahr für Haushalte herabgesetzt wird – von heute 365 auf neu 335 Franken im Jahr. Das hatte die frühere Medienministerin Doris Leuthard bereits nach dem Ja zum Radio- und TV-Gesetz angekündigt. Konkret hatte der Bundesrat damals beschlossen, dass überschüssiges Geld zu einer Senkung der Abgabe führen müsse.

 

Mehr Einnahmen als geplant

Das ist nun der Fall. Die Gebühr wird für alle Schweizer Privathaushalte um 30 Franken gesenkt, wie der Bundesrat am Donnerstag mitteilte. Die Abgabe für Alters- und Pflegeheime sowie Studentenwohnheime beläuft sich neu auf 670 Franken statt 730 Franken. Personen, die Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV erhalten, sind weiterhin von der Abgabe befreit.

Der Bundesrat kann die Tarife nach eigenen Angaben senken, weil die Zahl der abgabepflichtigen Haushalte stärker zugenommen hat als ursprünglich angenommen worden war. Zudem haben sich weniger Haushalte von der Abgabepflicht befreit. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) wird die Abgabetarife im Jahr 2022 erneut überprüfen.

 

Umstrittene Unternehmensabgabe

Auch die Medienabgabe für Unternehmen, die 170 Millionen Franken pro Jahr in den Gebührentopf spült, ist seit Inkraftsetzung der Verordnung Anfang 2019 ein Zankapfel. Das Gewerbe moniert, dass es durch die Abgabe, die sich nach dem Umsatz richtet, besonders stark belastet sei. Viele hätten zwar hohe Umsätze, aber nur tiefe Margen.

Zudem widerspricht das geltende Tarifsystem für Unternehmen laut dem Bundesverwaltungsgericht der Verfassung. Das Gericht legte dem Bundesrat Ende vergangenes Jahr nahe, das sechs Tarifstufen umfassende System zu differenzieren.

 

18 statt 6 Stufen

Das hat er nun getan. Die Tarifstruktur für die Unternehmensabgabe wird verfeinert. Statt bisher 6 hat der Bundesrat neu 18 Tarifstufen definiert. Alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 500’000 Franken bleiben weiterhin von der Abgabe ausgenommen.

Für rund 93 Prozent der Unternehmen wird die Abgaberechnung ab 2021 sinken. Insgesamt werden die Unternehmen um 53,3 Millionen Franken entlastet. Das sei in der aktuell schwierigen Zeit eine wichtige Entlastung, sagte Sommaruga.

 

Nicht in Stein gemeisselt

Weitere Änderungen sind nicht ausgeschlossen: Vor zwei Monaten entschied die zuständige Kommission des Nationalrats knapp, dass KMU bis 250 Mitarbeitenden von der Radio- und Fernsehabgabe befreit werden sollen. Über die parlamentarische Initiative von Fabio Regazzi (CVP/TI) muss als nächstes die Schwesterkommission befinden.

Erst im Dezember hatte der Ständerat es allerdings abgelehnt, Unternehmen ganz von der Radio- und Fernsehabgabe zu befreien. Er sprach sich gegen eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Gregor Rutz (SVP/ZH) aus. Eine Mehrheit hielt einen neuerlichen Systemwechsel nicht für angezeigt. Ein solcher würde das Abgabesystem ins Ungleichgewicht bringen.

 

Mehr Geld für die SRG

Der Bundesrat hat zudem beschlossen, den Abgabeanteil der SRG um 50 Millionen Franken zu erhöhen. Dies ermöglicht ihr, die rückläufigen Werbeeinnahmen teilweise aufzufangen. Der Abgabeanteil der SRG liegt damit künftig bei 1,25 Milliarden Franken. Politiker von Mitte- und Linksparteien forderten seit längerem eine Anhebung des Abgabenplafonds.

Die SRG schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust von 22,2 Millionen ab. Sinkende Werbeeinnahmen, Restrukuturierungskosten und die Plafonierung des Gebührenanteils auf 1,2 Milliarden Franken belasteten das Ergebnis. Das Sparprogramm wurde im Herbst erweitert.

 

Keystone-SDA soll stärker gefördert werden

Auch die nationale Nachrichtenagentur Keystone-SDA soll stärker unterstützt werden. Der Bundesbeitrag soll neu maximal 4 statt 2 Millionen Franken im Jahr betragen, verbunden mit einem klar definierten Leistungsauftrag. Das soll es laut dem Bundesrat ermöglichen, auf gravierende Marktentwicklungen zu reagieren.

Schliesslich sollen auch die lokalen und regionalen Radio- und Fernsehveranstalter ab kommendem Jahr eine leicht erhöhte Unterstützung erhalten. Zwar bleibt der Abgabeanteil bei 6 Prozent. Aufgrund der leicht höheren Einnahmen stehen unter dem Strich aber ebenfalls mehr Mittel zur Verfügung.

 

Medienpaket erwartet

Die Massnahmen des Bundesrats haben nichts mit der Coronavirus-Pandemie zu tun. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise werden die Situation für die Medien aber noch schwieriger machen. Zwar werden die Produkte so zahlreich konsumiert wie selten zuvor, jedoch können zunehmende Abonnements den Wegfall der Werbeeinnahmen nicht annähernd kompensieren.

Von branchenspezifischen Notmassnahmen hält der Bundesrat jedoch nichts. Solche seien «nicht das richtige Mittel», sagte Medienministerin Simonetta Sommaruga vergangene Woche vor den Bundeshausmedien. Der Bundesrat sei sich aber «sehr bewusst, dass die Medien in einer strukturellen Krise stecken und die Probleme zunehmen».

Er plant deshalb rasche Massnahmen zur Unterstützung von Onlinemedien und Zeitungen. Die Regierung will dem Parlament in den nächsten Wochen ein Massnahmenpaket unterbreiten. (SDA)

Facebook, Google, IAB Switzerland und Localsearch lancieren «KMU Digital»

Facebook, Google Schweiz, Localsearch und der Branchenverband IAB Switzerland rufen die Initiative «KMU Digital» ins Leben. Das Gemeinschaftsprojekt will den Schweizer KMU dabei helfen, die Möglichkeiten des digitalen Marketings besser zu verstehen und es für das eigene Geschäft optimal zu nutzen.

IAB Switzerland

In der aktuellen Situation zeigt sich auf dramatische Art, wie wichtig für Unternehmen, ob gross oder klein, ein Mindestmass an digitaler Fitness für den Firmenerfolg ist. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass viele Schweizer KMU die Digitalisierung vernachlässigen und die daraus entstehenden Folgen für das eigene Unternehmen unterschätzen.

Mit Facebook, Google Schweiz, Localsearch und dem Branchenverband IAB Switzerland, haben sich nun vier auf digitales Marketing spezialisierte Unternehmen zusammengeschlossen, um die Weiterbildungsinitiative «KMU Digital» ins Leben zu rufen. Lanciert wird das Gemeinschaftsprojekt mit zwei Webinars am 22. und 23. April 2020.

Im Rahmen von «KMU Digital» werden Experten von Facebook, Google Schweiz, Localsearch und IAB Switzerland wichtige Aspekte zum Thema digitales Marketing für Kleinbetriebe beleuchten und dem KMU-Publikum neue Impulse für den Erfolg in der digitalen Welt vermitteln.

In den zwei Webinars, die eine thematische Einheit bilden, wird Schweizer KMU ein solider Überblick über strategische und taktische Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Digitalisierung gegeben. Neben einer Einführung in die digitalen Werbemöglichkeiten in der Schweiz erhalten die Teilnehmer ausserdem praktische Anleitungen für erste Digitalisierungsschritte, zur Funktionsweise der Firmenplattform Google My Business sowie zu einer optimalen Onlinepräsenz mit Facebook.

Nach den beiden ersten Webinars sind für die zweiten Jahreshälfte Live-Events an verschiedenen Orten in der Schweiz geplant. Die ersten beiden kostenfreien Webinars finden wie folgt statt:

 

(pd)

Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 21: Denise Nick, Partner & Partner

Denise Nick ist Mitglied der fünfköpfigen Geschäftsleitung von Partner & Partner. In der 21. Folge der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» erzählt sie, wie sie und die Winterthurer Agentur in den eigenen vier Wänden die Corona-Krise meistern.

Partner & Partner

Denise Nick arbeitet seit 2003 bei der Winterthurer Agentur Partner & Partner als Beraterin und Projektleiterin. 2011 wurde die zweifache Mutter zur Agentur-Mitinhaberin und Teil der fünfköpfigen Geschäftsleitung. Sie verantwortet den Bereich Personal und ist stellvertretende CEO.

 

Werbewoche.ch: Seit wann befinden Sie sich im Homeoffice?

Denise Nick: Seit dem 12. März. Wir haben den Lockdown etwas vorgezogen. Das Unheil hatte sich ja angebahnt.

 

Befindet sich Ihre ganze Agentur im Homeoffice?

Nein. Wir stellen uns auf eine längere Zeit in diesem Modus ein. Unsere Mitarbeitenden können deshalb selber wählen, ob sie zu Hause arbeiten wollen oder teilweise im Büro – wir nennen es intern – Stallwache halten. Es besteht jedoch ausdrücklich keine Pflicht dazu und sie ist auf maximal 14 Personen auf 700 Quadratmeter begrenzt. Die Stallwache kann auch helfen, sich aus der Isolation zu lösen, sich wieder mal unter die Leute zu begeben – mit gebührend Abstand – und zu spüren, dass es auch eine Art Normalität geben kann in diesen schwierigen Zeiten. Diese Möglichkeit wird auch genutzt.

 

Hatten Sie bei der Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nein. Da viele seit jeher remote arbeiten, mussten wir gar nichts anpassen.

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Wo haben Sie sich eingerichtet?

In meinem Mini-Büro und im Garten.

 

Was benötigen Sie alles, um Ihrer Tätigkeit nachgehen zu können?

Meinen Laptop und Kopfhörer und natürlich eine gute Glasfaserleitung.

 

Ist es schwierig, sich genügend abzugrenzen, wenn die Kinder zuhause sind?

Meine Kinder sind schon gross. Das ist Glück und Unglück zugleich. Glück, weil ich kein Homeschooling machen oder auch keine pubertären Launen ertragen muss. Unglück, weil sie eigentlich längst ausgezogen sind und nun der eine aber von seinem Studienaufenthalt aus dem Ausland zurückkehren musste, unsere freien Zimmer aber bereits von einem Freund mit kleiner Tochter bezogen sind. Full House also!

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Haben Sie Homeoffice-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Mein Mann und ich haben immer gearbeitet und gleichzeitig zwei Kinder grossgezogen. Einen Teil meiner Arbeitszeit habe ich immer im Homeoffice verbracht. In unserer Agentur haben wir diese Arbeitsweise vor acht Jahren standardisiert und das dafür notwendige Mindset ist zum Glück längst etabliert. Unsere Mitarbeitenden arbeiten in allen denkbaren Arbeitszeitmodellen mit unterschiedlichen Homeoffice-Anteilen. Das kommt uns jetzt zugute. Insofern waren keine grossen Umstellungen erforderlich; das bereits erprobte System wird einfach intensiver belastet.

 

Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Agenturalltag schwierig?

Ich muss alleine rauchen gehen und mir wahnsinnig viel beim Sprechen zuschauen – in all den Video-Calls.

 

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Welche Arbeiten klappen problemlos?

Weil wir in unserer Agentur flache Hierarchien haben, übernehmen die Mitarbeitenden auch ohne Corona-Modus viel Verantwortung, denken mit, reden mit, handeln solidarisch und selbständig. So läuft alles auch dezentral weiter, obwohl nicht mehr täglich alle physisch vor Ort erscheinen.

 

Gibt es etwas, was sogar einfacher oder produktiver funktioniert im heimischen Büro?

Ich muss für weniger Leute kochen.

 

Was tun sie dagegen, dass Ihnen die Decke auf den Kopf fällt?

Mehr mit den Leuten in den Homeoffices reden. Mehr Fenster für fokussiertes Arbeiten öffnen. Mehr an die frische Luft gehen. Mehr Yoga-Pausen machen. Keine schlechten Medienberichte zu Corona lesen.

 

Was vermissen Sie am meisten am physischen Agenturalltag?

Unsere Yoga-Stunden und unsere Mittagstische in der Agentur. Und das damit verbundene Zusammensein auf den Yoga-Matten und an den grossen runden Tischen. In unserem Lab finden dienstags jeweils Yoga-Lektionen statt. Einmal pro Woche kochen wir normalerweise in Vierergruppen für die ganze Agentur, jede und jeder kommt da mal zum Zug und muss für 40 bis 50 Leute was Feines auf die Teller zaubern. Das fällt jetzt natürlich alles weg.

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Sind Sie zuversichtlich, dass Ihre Agentur die Krise unbeschadet überstehen wird?

Die Krise ist eine Extrembelastung für uns alle. Privat wie als Unternehmerin bin ich ziemlich gefordert. In der Agentur profitieren wir jetzt aber von der Selbstständigkeit jeder und jedes einzelnen. Sicher ist, dass unsere Kultur der Transparenz jetzt hilft, dass die Mitarbeitenden eigenverantwortlich und im Sinne des Unternehmens handeln. Von daher bin ich zuversichtlich, dass der Schaden nicht lebensbedrohend wird. Zudem tragen unsere langjährigen Investitionen in die Team-Kultur nun Früchte; trotz Isolation geht niemand vergessen, alle schauen zueinander und unterstützen sich. Das muss auch so sein. Sonst steigt der Stress und damit die psychische Belastung.

 

Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Home-Office-Situation?

Ich spare die Zeit für den Arbeitsweg und kann diese für Sport und Erholung einsetzen.

 

Was möchten Sie Ihren Branchenkolleginnen und -kollegen mit auf den Weg durch die Krise geben?

Unternehmerisch sauber trennen, was coronabedingt ist und was eh ein Problem war oder ist für die Agentur. Mich besorgt, dass im Moment überall unternehmerischer Frühlingsputz gemacht wird und Kündigungen ausgesprochen werden, Stellenantritte verweigert oder Kurzarbeit eingeführt wird, egal ob wegen Corona oder weil es sowieso grad nicht so gut gelaufen ist. Erstaunlich, für was das Virus jetzt überall als Sündenbock herhalten muss.

 

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