Zalando lanciert remote produzierte Sportkampagne «Together I am strong»

Der Online-Modehändler Zalando hat seine erste komplett im Homeoffice entwickelte Sportkampagne produziert. Die am Ostersonntag veröffentlichte Kampagne widmet sich dem aktuellen Trend, die eigene Sportroutine zuhause bestmöglich weiterzuführen.

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Social Distancing und Ausgangssperren wirken sich auf das Leben der Zalando-Kunden aus. Sie müssen kreativ werden, um zuhause fit zu bleiben: Sportkurse finden über Livestreams statt, Teppiche werden zu Yogamatten und Wasserflaschen zu Gewichten.

Der Kampagnenfilm «Together I am strong» läuft auf den globalen sozialen Medienkanälen von Zalando und zeigt elf Personen, die ihre Fitnessroutine zuhause vorstellen. Mit nur vier Wochen zwischen Beginn der Kampagnenplanung und dem fertigen Spot hatte die Kampagne die kürzeste Produktionszeit in der Geschichte von Zalando.

 

Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 20: Urs Jenni, Jenni Kommunikation

Mit Urs Jenni besuchen wir in unserer Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» erstmals einen waschechten PR-Profi in den eigenen vier Wänden. Er hat Jenni Kommunikation 1993 gegründet und sieht sich nun – über 25 Jahre später – virusbedingt mit neuen Herausforderungen konfrontiert.

Jenni Kommunikation

Urs Jenni Inhaber und Geschäftsführer der PR-Agentur Jenni Kommunikation, die er 1993 gegründet hat. Jenni bezeichnet sich als «aktiven Genussmensch, der sich gerne intellektuellen und kulinarischen Herausforderungen stellt.»

 

Werbewoche.ch: Seit wann befinden Sie sich im Homeoffice?

Urs Jenni: Ab dem 9. März haben wir erste Testläufe gemacht, seit dem 16. März komplett im Homeoffice.

 

Befindet sich Ihre ganze Agentur im Homeoffice?

Wir haben einen Mitarbeiter, der im Office die Stellung hält, ich gehe an den Wochenenden und mindestens jeden zweiten Abend in die Agentur.

 

Hatten Sie bei der Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nein. Die entsprechende Einrichtung erfolgte bei mir zu Hause vor rund zwei Jahren, bei meiner Stellvertreterin wurde der Arbeitsplatz im Q4 2019 eingerichtet und getestet. Lediglich die Bandbreite schwankt zu Hause etwas stark und im Office werden wir anschliessend an die Pandemie sicherlich einige Geräte ersetzen.

 

Wo haben Sie sich eingerichtet?

Ich habe eine Art Mini-Erker in meiner Wohnung, welcher mir als Arbeitszimmer dient. Falls ich mehr Platz brauche oder etwas Aussicht haben möchte, setze ich mich an den grossen Esszimmertisch.

Jenni Kommunikation

Was benötigen Sie alles, um Ihrer Tätigkeit nachgehen zu können?

Ganz wichtig: einen frischen Saft am Morgen. Nein, im Ernst, Notebook, Kopfhörer, Handy, Block und meinen Yard-O-Led Stift, den ich zur Gründung meiner Agentur vor 27 Jahren geschenkt erhielt, Drucker und Softphone-Client auf dem Notebook sowie einen Tischapparat, welcher direkt ins Office-Netzwerk eingebunden ist. Dazu Videoconferencing-Tools und damit das auch alles richtig funktioniert, eine gute Internetanbindung.

 

Haben Sie Homeoffice-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Als Kommunikationsberater sind wir uns Flexibilität gewohnt und arbeiten gelegentlich vom Homeoffice aus. Ich kenne das zudem vom Reisen, dann wird einfach das Hotelzimmer oder ein Kaffeehaus zum Homeoffice. In diesem Masse ist es aber ganz klar eine Premiere.

 

Aufgrund der ersten Erfahrungen: Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Agenturalltag schwierig?

Wir sind uns gewohnt, eigentlich jederzeit auf das Wissen im Team zugreifen zu können, da wir normalerweise alle in Sehdistanz zueinander arbeiten. Ein kurzer Blick und es ist klar, ob man jemanden kurz bei der Arbeit unterbrechen und etwas fragen/besprechen kann oder ob man besser zuwartet. Auch Stimmungen sind, wenn man sich so gut kennt, klar ersichtlich. Das fällt im Homeoffice weg und dieser spontane Austausch gestaltet sicher komplizierter.

 

Welche Arbeiten klappen problemlos?

Da gibt es aktuell keine Einschränkungen, es klappt alles reibungslos.

 

Gibt es etwas, was sogar einfacher oder produktiver funktioniert im heimischen Büro?

Ich arbeite generell noch konzentrierter, da Unterbrechungen mehrheitlich wegfallen und wir, abgesehen von wenigen ad hoc Fragestellungen, zu festgelegten Zeiten miteinander kommunizieren. Gleiches höre ich vom Team.

 

Was tun sie dagegen, dass Ihnen die Decke auf den Kopf fällt?

Ich plane Menüs und schaue nach Ideen für neue Gerichte. Weiter habe ich mein Lesezimmer zu einem Mini-Gym umfunktioniert, nutze regelmässig den Hometrainer und schaue mir dazu einen Film an. Hanteln und Yogamatte laden zudem ein, mich kraft- und entspannungstechnisch zu betätigen. Zudem warten rund 20 Bücher darauf, gelesen zu werden. Dazu setze ich mich immer mal wieder auf den Balkon und lese, wenn der Baulärm direkt vor meiner Haustür nicht zu laut ist.

Jenni Kommunikation

Was vermissen Sie am meisten am physischen Agenturalltag?

Der spontane Austausch mit dem Team fehlt mir sehr, der wird auch durch die morgendliche Tagesbesprechnung per Videocall und diverse one2one-Gespräche nicht wettgemacht Auch das Gefühl der Betriebsamkeit, die Spannung bei der Ausarbeitung eines Projektes oder Vorschlages für Kunden, das Zusammensitzen für Pitches und sehen, wie unsere Köpfe zu rauchen beginnen. Wir werden aus der Krise Learnings mitnehmen, welche sicherlich zur Optimierung unserer künftigen Arbeit beitragen werden.

 

Sind Sie zuversichtlich, dass Ihre Agentur/Ihr Unternehmen die Krise unbeschadet überstehen wird?

Diesbezüglich stellt sich die Frage, ob wir eine Erholung der Wirtschaft als V- ,U-, langestreckte U- oder im Worst Case L-Kurve haben werden. Überleben werden wir aus heutiger Sicht bei sämtlichen Szenarien, aber Federn werden wir wohl lassen müssen – je länger die Krise dauert, desto mehr.

 

Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Homeoffice-Situation?

Ganz klar eine Entschleunigung. Ich spare mir beispielsweise den Weg zur Arbeit und beginne den Tag weniger angespannt. Und ich mag es sehr, dass ich meinen Gasherd nun richtig oft nutzen kann.

 

Was möchten Sie Ihren Branchenkolleginnen und -kollegen mit auf den Weg durch die Krise geben?

Versuchen Sie, aus der Situation das Beste zu machen und positive Learnings in die Agenturentwicklung einfliessen zu lassen.

 

CH Media plant Streamingdienst für seine TV-Sender

CH Media will seine Fernsehsender künftig mittels eines Streamingdienstes vertreiben. Der grösste Schweizer Privat-TV-Betreiber bestätigte einen Bericht in den Zeitungen des Tamedia-Konzerns.

CH Media

Es sei richtig, dass CH Media die Angebote auf digitalen Plattformen ausbauen werde, erklärte Nathalie Enseroth von der Unternehmenskommunikation gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag. Wann der Streamingdienst starten soll, war ihren Angaben zufolge offen. Offen war auch, was die Angebote kosten werden und welche Inhalte gestreamt werden.

Enseroth sagte weiter, für den Streamingdienst prüfe das Unternehmen verschiedene Optionen. Darunter seien auch Kooperationen mit anderen Plattformen und Unternehmen, so etwa mit der SRG. CH Media glaube, dass Nutzerinnen und Nutzer es schätzen würden, wenn sämtliche Schweizer TV-Inhalte auf einer Plattform verfügbar wären.

Wie alle Medienunternehmen ist auch CH Media vom Einbruch der Werbeeinnahmen wegen der Corona-Krise betroffen. Das Unternehmen führte Kurzarbeit ein. Von einem Stellenabbau bei den TV-Sendern ist nicht die Rede, CH Media will für eine künftige Expansion gerüstet sein.

CH Media hat im Herbst 2019 die Sender der 3-Plus-Gruppe (3+, 4+, 5+ und 6+) übernommen. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Daneben betreibt das Medienhaus lokale TV-Sender und ist seit der Übernahme von 3-Plus der grösste Anbieter von Privat-Fernsehen in der Schweiz. Nach eigenen Angaben haben die Programme einen Marktanteil von 10,5 Prozent. Die gebührenfinanzierte SRG kommt auf 25 Prozent.

CH Media ist ein Medienunternehmen, das im Herbst 2018 als Joint Venture der NZZ-Mediengruppe und der AZ Medien des Verlegers Peter Wanner entstand. Die NZZ brachte ihre Regionalmedien in das Joint Venture ein. (SDA)

Compresso ist neue PR-Agentur von Oppo Switzerland

Ab sofort setzt der globale Smartphone-Hersteller Oppo in Sachen Public Relations und Social Media auf die Expertise der Kommunikationsagentur Compresso.

Compresso ist neue PR-Agentur von Oppo Switzerland

Mit einer medialen Rundumbetreuung unterstützt Compresso neu den nationalen Markteintritt der Smartphone-Marke Oppo. Die Eröffnung des Zürcher Büros ist ein wichtiger Schritt innerhalb der globalen Expansionsstrategie. Oppo positioniert sich als Marke für zukunftsweisende, designstarke Produkte. Um den Bekanntheitsgrad und die Sichtbarkeit von Oppo in der Schweiz zu erhöhen, vertraut die Marke ab sofort auf das Know-how von Compresso.

Für ein optimales Ergebnis und eine grösstmögliche Reichweite nutzen die Compresso-Bereiche Public Relations und Digital dabei ihre Synergien und arbeiten Hand in Hand. Während das Public-Relations-Team von Compresso erste Ansprechpartner für alle Journalisten aus der ganzen Schweiz sind und die Pressearbeit verantworten, betreut der Digital-Bereich sämtliche Social-Media-Kanäle von Oppo Switzerland. Dazu gehören das Erstellen von Content sowie das Community Management für Instagram, Facebook und LinkedIn.

Adressierte Werbesendungen wirken in der Schweiz am stärksten

Das Marktforschungsinstitut Intervista hat in einer repräsentativen Onlinebefragung 1000 Privatpersonen aus der Deutsch- und Westschweiz zur Werbewirkung befragt. Die Studie zeigt deutlich, dass persönlich adressierte Werbesendungen eine Schlüsselrolle im Mediamix spielen.

Werbesendungen

Die soeben veröffentlichten Studienresultate wurden vom Marktforschungsinstitut Intervista gesammelt. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass der gewählte Medien- respektive Werbekanal von der jeweiligen Tätigkeit abhängt, die Herr oder Frau Schweizer ausführen möchten. Lebensmittel werden nach wie vor lieber im Laden ausgesucht als online; auch Bücher werden immer noch gern auf Papier konsumiert. Produktvergleiche – etwa im Bereich von Versicherungen, Elektronik oder ähnlichem – hingegen finden primär online statt.

 

Typisch? TV! Wirksam? Adressiert! 

Die Studie zeigt weiter, dass TV-Werbung zwar bei einer grossen Mehrheit der Inbegriff von dem ist, was sich die Menschen beim ersten Überlegen unter «typischer Werbung» vorstellen würden. Jedoch sind gedruckte Medien sowie Werbung mit persönlicher Adressierung – zugestellt in den Briefkasten oder in die E-Mail-Inbox – in vielerlei Hinsicht bei der Wirkung führend: Sie werden beispielsweise am meisten und liebsten beachtet.

Werbesendungen

In den meisten Fragestellungen der Studie schneiden adressierte Sendungen deutlich besser ab als andere Werbegattungen: Sie werden am häufigsten, am längsten und am liebsten beachtet. Die Botschaften bleiben am nachhaltigsten haften und werden häufig weitergegeben. Persönlich adressierte Werbesendungen locken am meisten Konsumentinnen und Konsumenten in das lokale Verkaufsgeschäft. Darüber hinaus werden sie von einer beachtlichen Mehrheit der Befragten als derjenige Werbekanal erachtet, der sie am stärksten inspiriert und am besten informiert. Nicht zuletzt löst Werbung in persönlich adressierten Mailings mit Abstand die meisten Kaufimpulse aus.

Werbesendungen

TV-Werbung, Newsletter, Inserate und unadressierte physische Werbesendungen befinden sich betreffend Wahrnehmung und Wirkung im Mittelfeld. Bei einigen Fragestellungen erreichen diese Werbekanäle sogar Spitzenplätze – so etwa TV-Werbung bei der allgemeinen Bekanntheit oder der E-Newsletter, der zum Besuch einer Anbieter-Website motiviert.

Über die gesamte Studie betrachtet schneidet Werbung in sozialen Netzwerken und auf Websites am schlechtesten ab. Mit der demografischen Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung nimmt die Bedeutung von digitalen Kanälen beim Platzieren von Werbeinhalten wohl laufend zu. Werbung in Social Media weist Potenziale auf, beispielsweise werden sie von der jüngsten Zielgruppe zusammen mit adressierten Werbesendungen als der Werbekanal mit den für sie interessantesten Informationen beurteilt.

Werbesendungen

Kurz: Physische Mailings sind für wirkungsvolles Marketing relevant. Insbesondere dann, wenn sie im Mediamix auf intelligente Weise mit anderen Kanälen verknüpft werden.

 

«Geeignet für die, die auf Werbefranken achten müssen»

Doch wie steht es mit den Kosten? Gerade für KMUs dürfte es entscheidend sein, wie teuer respektive günstig adressierte Mailings im Vergleich zu anderen Werbemassnahmen sind. Und wo das Stichwort «Personalisierung» fällt, da herrscht oft das Vorurteil, dass die Preise in die Höhe schnellen.

Ein Vorurteil, das Experten entkräften möchten. So sagt etwa Daniel Schönmann, Head Research & Communication bei Dialog Marketing Solutions von der Post CH: «Physische Werbeversände haben ein sehr gutes Kosten-Ertrags-Verhältnis. Sie sorgen für hochwertige Kontakte, die wiederum zu mehr Absatz und Umsatz führen. Deswegen kommt diese Werbeform gerade in den Branchen an, wo der Werbefranken gut eingesetzt werden muss.»

 


 

Interview

«Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass die adressierten Werbesendungen beinahe überall besser abschneiden»

Marianne Binggeli ist Projektleiterin bei Intervista in Bern. Im Interview mit Werbewoche.ch spricht sie über die Methodik der Wirkungsstudie zu verschiedenen Werbeformen – und darüber, welche Ergebnisse sie überrascht haben.

 

Werbewoche.ch: Ihr Marktforschungsinstitut hat die Wirkung verschiedener Werbekanäle untersucht. Wer wurde befragt – und in welchen Zeitraum? 

Marianne Binggeli: Es wurden 1000 Personen aus unserem ISO-zertifizierten Intervista Online Access Panel befragt. Die Befragten sind in der Deutsch- und Westschweiz wohnhaft und sind im Alter von 18 bis 80 Jahren. Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter, WEMF-Region und Bildung quotiert, sodass sie die Verteilung der Schweizer Bevölkerung repräsentativ abbildet. Die Befragung fand vom 5. bis 22. November 2019 statt.

 

Welche Methodik haben Sie gewählt, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten? 

Wir haben eine quantitative Online-Befragung durchgeführt und dabei unterschiedliche Fragetypen gewählt (offene Fragen, Einfachauswahl, Mehrfachauswahl, Matrizen und Rangierungen). Wichtig für die Zuverlässigkeit der Ergebnisse sind nebst der sorgfältigen Fragebogenkonzeption unser Panel als hochwertige Datenquelle, die repräsentative Zusammensetzung der Stichprobe, die aussagekräftige Stichprobengrösse und die Mobile Friendliness der eingesetzten Befragungssoftware.

 

Unterscheidet sich die Studie in Aufwand und Probandengruppe von bisherigen Studien, die an Ihrem Institut gemacht wurden, wenn es um Werbewirkung ging? Anders formuliert: Wurde hier besonders viel Mühe investiert, um belastbare Resultate zu erhalten? 

Intervista führt sehr viele Studien zum Thema Werbewirkung durch. Diese Studien unterscheiden sich natürlich hinsichtlich ihres thematischen Fokus und Umfangs – aber nicht hinsichtlich unseres Anspruchs an die Belastbarkeit der Ergebnisse. Wir investieren immer so viel Mühe wie es braucht, damit die Studienergebnisse eine wertvolle und verlässliche Grundlage für Entscheidungen darstellen.

 

Gab es Ergebnisse, die Sie als Studienleiterin überrascht haben? 

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass die adressierten Werbesendungen in beinahe allen Bewertungskriterien besser abschneiden als sämtliche übrigen untersuchten In-Home-Werbekanäle. Erstaunt hat mich zudem, dass die adressierten Werbesendungen auch bei den jüngsten Befragten (18 bis 29 Jahre) ungefähr gleichauf liegen mit digitalen Werbekanälen wie zum Beispiel Newsletter (E-Mail) oder Werbung in sozialen Netzwerken.

 

Gab es Erkenntnisse, mit denen Sie a priori gerechnet hätten? 

Nicht überrascht hat mich beispielsweise, dass gewisse Tätigkeiten weiterhin lieber analog ausgeführt werden, während andere bevorzugt digital geregelt werden. Es war auch zu erwarten, dass das Fernsehen am häufigsten mit Werbung in Verbindung gebracht wird und dass Werbung auf sozialen Medien besonders die Jüngeren anspricht.

Der ausführliche Bericht von Intervista mit vielen weiteren Erkenntnissen kann auf der Wissensplattform DirectPoint der Post CH bezogen werden.

SRG schliesst Geschäftsjahr 2019 mit Verlust von 22,2 Millionen

Die SRG hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust von 22,2 Millionen Franken geschlossen. Ein negatives Ergebnis war erwartet worden. Die Plafonierung des Gebührenanteils für die SRG, sinkende Werbeeinnahmen und Restrukturierungskosten belasteten das Ergebnis.

SRG

Die Plafonierung des Anteils der SRG an der Medienabgabe auf 1,2 Milliarden Franken für 2019 führte nach Berücksichtigung der Mehrwertsteuer dazu, dass sich der Ertrag aus der Medienabgabe der SRG im vergangenen Jahr auf 1,18 Milliarden Franken belief. Dies teilte die SRG am Mittwoch mit.

Insgesamt sank der Betriebsertrag innert Jahresfrist von 1,65 Milliarden Franken auf noch knapp 1,52 Milliarden. Der Betriebsaufwand reduzierte sich im gleichen Zeitraum um über 102 Millionen Franken auf über 1,53 Milliarden. Ein negatives Finanzergebnis von fast 8,5 Millionen Franken führte schliesslich zu einem Unternehmensverlust von rund 2,2 Millionen.

 

Werbemarkt bricht ein

Weiterhin unerfreulich habe sich die Lage auf dem Werbemarkt entwickelt. Der Werbeertrag reduzierte sich 2019 um weitere 23,1 Millionen Franken. Unter anderem habe sich der Trend der Verlagerung von Werbebudgets vom linearen Fernsehen zu den internationalen Digital-Plattformen akzentuiert. Zudem belasteten Restrukturierungskosten von 36,2 Millionen Franken das Unternehmen.

Die SRG hat nach eigenen Angaben auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und bereits im März 2018 einen Reform- und Reinvestitionsplan im Umfang von 100 Millionen Franken lanciert. Im Herbst 2019 hätten diese Sparvorgabe aufgrund der weiter rückläufigen Werbeeinnahmen um 50 Millionen auf neu 150 Millionen Franken ausgeweitet werden müssen.

Mit einschneidenden Massnahmen in allen Unternehmenseinheiten hätten die Kosten 2019 um insgesamt 60 Millionen Franken gesenkt werden können. So habe man unter anderem mit dem Verzicht auf generelle Lohnmassnahmen 8,4 Millionen Franken eingespart. Der Personalbestand wurde mehrheitlich über natürliche Abgänge um 74 Vollzeitstellen reduziert.

Die Transformation des Unternehmens gehe im laufenden Jahr weiter, heisst es in der Mitteilung. Die SRG müsse sich den veränderten Marktverhältnissen und Nutzungsgewohnheiten weiter anpassen unter Beachtung eines immer enger werdenden Finanzrahmens. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise würden die Situation noch schwieriger machen. (SDA)

Wunderman Thompson weckt den Teamgeist in Gartengeräten

Stihl bietet ein breites Sortiment für alle Arbeiten rund um Haus und Garten. Wunderman Thompson kommuniziert dies in einer umfassend angelegten Frühlingskampagne, die sich explizit an Privatanwender richtet. 

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Die Online-Filme zeigen in schnellen Schnitten, mit welchen Produktvorteilen verschiedene Stihl-Geräte ihren Besitzerinnen und Besitzern die Gartenarbeit erleichtern – ohne dabei zu didaktisch zu werden. Sämtliche Werbemittel führen auf eine Microsite, wo der passende Team-Partner sowie eine Online-Fachhändler in der Nähe gefunden werden kann.

Die Filme sind ab sofort als Pre-Roll, Bumper und Social Media Ads in der ganzen Schweiz zu sehen und werden von diversen Display Ads sowie Printanzeigen begleitet.

 

Verantwortlich bei Stihl: Sandra Bruderer (Leiterin Marketing und Kommunikation); Ina Martin (Projektmanagerin Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Wunderman Thompson: Swen Morath (CCO); Michael Gallmann (AD); Julia Staub (Text); Stéphanie Bertschi, Stephan Lanz (Beratung); Matthias Meier, Diego Martinez (UX); Robert Seidel (Programmierung); An Le (DTP). Produktion: Rosas and Co Films. Regie und Fotografie: Noe Flum.

Jung von Matt/play kreiert mit «Stay Home Video» zuhause weiter

Jung von Matt/play bietet mit «Stay Home Video» Video-Lösungen für Bewegtbildprojekte an, die in der aktuellen Situation schwierig oder gar nicht umsetzbar sind. Ein erstes Projekt wurde bereits mit dem Weingut Diederik umgesetzt.

Jung von Matt/Play

Das Weingut Diederik hat sein Lieferangebot an die Corona-Krise angepasst – doch wie kommuniziert man das in Zeiten am besten, in denen man nur schwierig neue Fotos und Videomaterial produzieren kann? Zusammen mit Jung von Matt/play und dem Angebot «Stay Home Video» wurde ein aktueller und relevanter Werbeclip realisiert. Im Zentrum steht der Jahrgangswein Plan B, der im Frostjahr 2017 entstand – und dessen Name aktueller ist denn je. Michael Kindermanns (Managing Director) filmte in seinem Home Studio also neues Videomaterial des Jahrgangweins, das in den Home Edit Studios von Valentina Buoli (Editor) und Matthias Fasnacht (Managing Director) editiert und fertiggestellt wurde.

 

Erfahrungen anpassen und einsetzen

«Als kreativer und produktiver Kopf, ist man ständig am Grübeln, was man in der jetzigen Situation für seine Kunden machen kann. Wir sind ein strategisch beratendes Unternehmen, das neben allen bewährten Remote-Produktionstools auch über eigenes Filmequipment und das nötige Know-how verfügt, um Customized Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Auf Basis dieser Erfahrung kam uns die Idee der ‹Stay Home Videos›», so Michael Kindermann, Managing Director von Jung von Matt/play.

 

Schnell, unkompliziert und socially distanced

Die Videomarketing-Agentur Jung von Matt/play bietet mit «Stay Home Video» ein Videoangebot, mit dem Auftraggeber schnell und unkompliziert realisierte Videoprodukte erhalten. Alle Arbeitsschritte können separat von den Mitarbeitenden von Jung von Matt/play ausgeführt werden – Social Distancing wird vollständig gewahrt. Das Angebot kann sowohl für animierte Videos als auch für Life-Action-Produkte eingesetzt werden.

 

Katia Murmann wird Präsidentin des SMD-Verwaltungsrats

Katia Murmann, Leiterin Digital der Blick-Gruppe und Chefredaktorin von Blick.ch, übernimmt das Präsidium des Verwaltungsrats der Schweizer Mediendatenbank sowie von Swissdox und folgt damit auf Alexander Theobald.

SMD

Der Verwaltungsrat der Schweizer Mediendatenbank SMD hat sich anlässlich seiner Generalversammlung vom Donnerstag neu konstituiert. Katia Murmann, Leiterin Digital der Blick-Gruppe und Chefredaktorin von Blick.ch, ist als Nachfolgerin des zurücktretenden Alexander Theobald zur neuen Präsidentin des Verwaltungsrats ernannt worden. Theobald, CEO von Ringier Axel Springer Schweiz und COO von Ringier tritt nach mehrjähriger Tätigkeit aus beiden Verwaltungsräten zurück.

Katia Murmann bringt rund 20 Jahre Erfahrung in der Medienbranche mit und wird mit dem Einsatz ihrer Kompetenzen ihren Fokus auf die digitale Weiterentwicklung der SMD legen. «Die SMD hat sich in den letzten Monaten digital neu aufgestellt. Ich freue mich sehr darauf, mit dem Team um CEO Roberto Nespeca die technologische Transformation zu treiben und die Wettbewerbsfähigkeit der SMD weiter zu steigern», erklärt Murmann. «Dazu werden wir die gesamte Unternehmensstrategie konsequent digital weiterbringen.»

Die Schweizer Mediendatenbank ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Ringier, der TX Group und der SRG. In der SMD werden alle Print- und Online-Artikel der Medien der beteiligten Unternehmen sowie der meisten Schweizer Tages- und Wochenzeitungen archiviert. Der Zugang zur SMD steht Redaktoren der beteiligten Medienhäuser und Partnerverlagen offen; für freie Journalisten bietet die SMD einen kostengünstigen Zugang. Unternehmen und Privatpersonen haben die Möglichkeit, über Swissdox kostenpflichtig auf die freigegebenen Archive zuzugreifen.

Facebook finanziert europäischen Corona-Hilfsfonds für Medien

Facebook bringt drei Millionen Dollar in einen Hilfsfonds für von der Coronavirus-Krise betroffene europäische Medien ein. Das Geld soll kleineren und mittelgrossen Medienunternehmen zugutekommen, wie das Online-Netzwerk und das European Journalism Centre (EJC) am Donnerstag mitteilten.

Facebook finanziert europäischen Corona-Hilfsfonds für Medien

Das gemeinnützige EJC wird die Anträge bewerten und die Mittel in Beträgen von 5000 bis 50’000 Euro zuteilen. Der Prozess solle angesichts der aktuellen Lage eher Wochen statt Monate in Anspruch nehmen, sagte Facebook-Manager Jesper Doub, der für Medienpartnerschaften in Europa zuständig ist.

Medienunternehmen machen aktuell unter anderem Ausfälle bei den Werbeeinnahmen massiv zu schaffen. Der Fonds soll deshalb verschiedene Arten von Unterstützung bereitstellen.

Es könne dabei zum Beispiel um Hilfe zur Vergrösserung der Reichweite mit einem E-Mail-Newsletter, Innovationsprojekte oder auch direkt um Geld für die Bezahlung freier Mitarbeiter gehen, sagte Doub. Die Anträge sollen vom 16. April an eingereicht werden können.

Dabei will das EJC jeweils 5000 Euro für kurzfristige Projekte zuteilen. Um dringende wirtschaftliche Bedürfnisse abzudecken, können Medienunternehmen 10’000 oder 25’000 Euro beantragen. 50’000 Euro soll es hingegen für technologische Innovationen oder umfassende Projekte zur Berichterstattung über die Corona-Krise geben.

Dabei könne es zum Beispiel um Datenjournalismus-Projekte oder das Schliessen von Lücken in lokaler TV-Berichterstattung gehen, hiess es. (SDA)

Malen nach Zahlen mit Ikea

Um die Situation für all die zuhausegebliebenen Familien etwas angenehmer zu gestalten, haben McCann Israel und Ikea einen Mal- und Spielkatalog lanciert.

Malen nach Zahlen mit Ikea

Die durch das Coronavirus verabschiedeten Massnahmen weisen die Gesellschaft dazu an, zuhause zu bleiben. Dies resultiert darin, dass Familien nun viel mehr Zeit miteinander verbringen und womöglich nach neuen Aktivitäten suchen müssen, die vor allem die Kids bei Laune halten.

Deshalb hat McCann den Ikea-Katalog kurzerhand in ein Kinderheft umgewandelt, um die Familien (Frei-)Zeitgestaltung zu unterstützen.

Ikea

Heimat realisiert Kampagne für Hamsterli.ch

Die von Keen Innovation proaktiv entwickelte Plattform Hamsterli.ch soll für die nötige Liquidität fürs Gewerbe sorgen. Unterstützt wird sie von Zurich, Sunrise und der Bank Cler. Für die Plakatkampagne zeichnet Heimat Zürich verantwortlich.

Heimat

Der Lockdown trifft das Schweizer Gewerbe hart. Dass fast alle Läden bis mindestens 19. April, möglicherweise sogar noch länger, geschlossen bleiben, bedeutet direkte Umsatzeinbrüche und gerade für kleinere Betriebe existenzielle Herausforderungen. Weil nicht alle ihre Geschäfte ins E-commerce verlagern können, bietet Hamsterli.ch nun Unterstützung.

Keen Innovation, eine Tochtergesellschaft der Basler Kantonalbank, hat die Webplattform in wenigen Tagen entwickelt. Sie steht dem gesamten Schweizer Gewerbe offen und soll zum Überleben gefährdeter Betriebe beitragen. Auf Hamsterli.ch werden Gutscheine erworben, die nach Wiedereröffnung bei den teilnehmenden Geschäften eingelöst werden können. Vom Gutschein fürs Haare schneiden beim Coiffeur um die Ecke bis zum Cordon Bleu in der Quartierbeiz. Damit sollen die aktuellen Ausfälle zumindest ein Stück weit kompensiert und gleichzeitig die Frequenz nach Wiedereröffnung angetrieben werden.

Die Bank Cler, Sunrise und Zurich unterstützen Hamsterli.ch als Partner. Unter anderem finanzieren sie eine Plakatkampagne, welche zunächst im Kanton Tessin anläuft. Für die Kampagne zeichnet Heimat Zürich verantwortlich, die ihre Arbeiten Pro Bono beisteuert.

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