Rekordquartal für Netflix – Corona-Pandemie sorgt für Kundenansturm

Die Corona-Pandemie und Serienhits wie «Tiger King» haben dem Online-Videodienst Netflix zu seinem stärksten Quartal verholfen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe.

Streaming

Dies gab der Streaming-Marktführer am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt. Damit verbuchte Netflix das Vierteljahr mit seinem grössten Kundenandrang und übertraf sowohl die eigene Prognose als auch die Erwartungen der Wall-Street-Analysten bei weitem.

Zum Quartalsende brachte es Netflix auf knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Das Wachstum habe im März rasant zugelegt, als die Menschen in immer mehr Ländern wegen des Coronavirus angewiesen wurden, möglichst zuhause zu bleiben, hiess es im Brief an die Aktionäre. Auch finanziell lief es rund: Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde mit 709 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Während viele Firmen stark unter der Corona-Krise leiden, profitiert Netflix davon, dass viele Menschen wegen des Virus kaum noch ausgehen. Das Unternehmen warnte seine Investoren jedoch, dass der Boom wohl nur vorübergehend sei – mit dem Ende der Pandemie dürfte auch das Wachstum wieder abflauen. In der zweiten Jahreshälfte rechnet Netflix mit im Jahresvergleich sinkenden Abozahlen. Im laufenden Quartal erwartet der Videodienst 7,5 Millionen Neukunden.

 

Netflix auf Erfolgswelle

Mit der im März angelaufenen Serie «Tiger King» gelang Netflix ein grosser viraler Hit. Die bizarre Dokumentation über exzentrische Liebhaber von Grosskatzen wie Tigern und Löwen wurde in den ersten vier Wochen nach dem Start bereits von 64 Millionen Nutzerkonten aus angeschaut. Auch andere Produktionen wie der Film «Spenser Confidential» oder die neuen Staffeln des Krimi-Dramas «Ozark» und der spanischen Serie «Money Heist» liefen laut Netflfix gut an.

Der 1997 im kalifornischen Los Gatos gegründete Konzern befindet sich auf einer der grössten Erfolgswellen seiner Unternehmensgeschichte. An der Börse hat die Aktie von Netflix – bei einem allgemeinen Kurssturz – in diesem Jahr schon um über 36 Prozent zugelegt und zuletzt neue Rekordhochs geknackt. Mit einem Börsenwert von knapp 190 Milliarden Dollar wurde sogar der US-Unterhaltungsriese Walt Disney überholt, der im Winter noch doppelt so viel wert war wie Netflix.

Experten gehen davon aus, dass der Höhenflug noch etwas anhalten wird. Die durch den Virus-Ausbruch bedingte «Stay-at-home»-Ära dürfte dafür sorgen, dass Netflix seinen Vorsprung im Streaming-Markt noch weiter ausbaut, meint Analyst Brian Russo von der Credit Suisse. Die Konkurrenz sei noch nicht global genug aufgestellt, um im gleichen Masse vom Trend zu profitieren.

Der grosse Rivale Disney+ boomt zwar ebenfalls stark – vorletzte Woche gab er bekannt, nur fünf Monate nach dem Start bereits 50 Millionen zahlende Abonnenten zu haben. Disney lockt allerdings – neben beliebten Produktionen wie der «Star-Wars»-Serie «The Mandalorian» – auch mit günstigen Aktionspreisen.

Der Abstand zu Netflix dürfte vorerst gross bleiben. Denn während der Marktführer seit über zehn Jahren im Geschäft und in über 190 Ländern weltweit vertreten ist, hat die internationale Expansion von Disney+ gerade erst begonnen. Anders als Disney betreibt Netflix bislang zudem keine anderen Geschäftsfelder wie Themenparks oder Kreuzfahrten, die stark unter der Corona-Krise leiden. (SDA)

Schweizer wollen nach der Krise nicht direkt die Läden stürmen

Die Mehrheit der Schweizer Konsumenten traut sich nach Aufhebung der Corona-Einschränkungen nicht direkt wieder in die Läden. Und auch das Einkaufsverhalten dürfte sich ändern: Nach der Coronakrise wollen viele Konsumenten vermehrt den lokalen Detailhandel unterstützen, wie eine Befragung der Prospekte-App Profital zeigt.

Profital

Für die Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, wurden über 5’500 Schweizer Nutzer der App befragt. Darin zeigt sich, dass die Konsumenten sich vermehrt solidarisch zeigen mit dem Kleingewerbe. Fast ein Drittel aller Befragten gab an, künftig häufiger lokal einkaufen zu wollen. Ein Viertel hat es sich zum Ziel gesetzt, vermehrt kleine Läden zu unterstützen. Nur jeder Zehnte will hingegen auch in Zukunft öfters online einkaufen.

Das Verhalten der Konsumenten hat sich bereits während der Krise verändert. 40 Prozent der Käufer achten gemäss der Umfrage nun verstärkt auf den Preis. Knapp die Hälfte informiert sich vor dem Einkauf über Rabatte und Sonderangebote. Zudem geht die Mehrheit der Schweizer derzeit beim Einkauf systematischer vor als vor der Krise, indem sie Einkäufe besser planen und Einkaufslisten erstellen. Jeder Fünfte will auch künftig beim Einkaufen weniger Geld ausgeben.

 

Nur langsame Normalisierung erwartet

Sind die Läden wieder geöffnet, dann will mit 56 Prozent die Mehrheit der Befragten mindestens eine Woche abwarten, bevor sie wieder shoppen geht. 28 Prozent der West- und 13 Prozent der Deutschschweizer wollen sogar «bis auf Weiteres» gar nicht einkaufen gehen.

Profital sieht den Grund dafür im fehlenden Vertrauen der Konsumenten. «Um dem entgegenzuwirken, braucht es nach Wiedereröffnung nicht nur attraktive Angebote, es braucht auch ein Gefühl von Sicherheit», sagt Profital-Chef Raphael Thommen laut Mitteilung. Dieses Gefühl müssten die Geschäfte ihren Kunden nach der Pandemie vermitteln. Die Läden müssten sich zudem darauf einstellen, dass es etwas länger dauern könnte, bis sich das Kaufverhalten wieder normalisiere, so Thommen.

 

Mode und Gartenartikel gefragt

Der Frühling zeigt sich auch bei den Umfrageergebnissen: 45 Prozent der Befragten sehnen sich danach, wieder Garten- und Hausartikel zu besorgen. Sie werden diese Produkte nach der Wiedereröffnung als erstes kaufen. Gleich viele Konsumenten wollen als erstes wieder Kleider einkaufen, wie die Umfrage zeigte. (SDA)

Die Profital-App stellt Prospekte und Aktionen von über 90 Läden digital zur Verfügung. Für die Studie wurden Nutzer der App befragt. Profital gehört zum Werbeverteiler Direct Mail Company, der zu 100 Prozent der Schweizerischen Post gehört.

Snapchat will in Corona-Krise Werbedollar mit jungen Nutzern holen

Snapchat hofft, mit seiner jungen Nutzerschaft gut durch die Corona-Krise zu kommen. Gerade wenn die Werbekunden jeden Dollar zwei Mal umdrehten, biete man den Zugang zu «Konsumenten der Zukunft».

Snapchat

So könnten die heutigen Spass-Filter, bei denen man sich zum Beispiel Katzen-Schnurrhaare verpassen kann, auch von Kosmetikfirmen genutzt werden, um Nutzer virtuell Schönheitsprodukte ausprobieren zu lassen, sagte Gründer und Chef Evan Spiegel.

Snapchat ist vor allem bei jüngeren Leuten populär und sieht darin eine Stärke. Es seien «Konsumenten der Zukunft, die den Werbepartnern über ihre Lebenszeit noch einen erheblichen Wert bieten und erst dabei sind, Loyalität zu bestimmten Marken aufzubauen», sagte Topmanager Jeremi Gorman in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage aktueller Quartalszahlen am Dienstag.

Snapchat kam zuletzt auf 229 Millionen täglich aktive Nutzer, das waren 11 Millionen mehr als Ende 2019. Zudem verbrachten sie Ende März ein Fünftel mehr Zeit in der App als noch Ende Januar, wie Spiegel betonte. Die Kommunikationsfunktionen seien sogar rund 30 Prozent mehr genutzt worden. Für das laufende Quartal rechnet Snapchat mit 239 Millionen Nutzern täglich.

 

Happiger Verlust trotz mehr Umsatz

Die Corona-Krise lässt Unternehmen ihr Geld zusammenhalten – und darin liegt ein grosses Risiko für Online-Plattformen wie Facebook oder Snapchat, die auf Werbeausgaben angewiesen sind. Die Snapchat-Betreiberfirma Snap meldete für das erste Quartal noch einen kräftigen Umsatzanstieg von 44 Prozent auf 462 Millionen Dollar.

Im laufenden Quartal sieht es weniger rosig aus: Im April schmolz das Plus erst auf 15 Prozent und dann auf 11 Prozent zusammen. Doch Snap zeigt sich zuversichtlich: «Die Werbekunden versuchen, aus jedem ausgegebenen Dollar mehr zu machen – und wir haben effiziente Preise», sagte Gorman.

Allerdings steckte Snap zuletzt weiterhin tief in den roten Zahlen: Im ersten Quartal gab es einen Verlust von rund 306 Millionen Dollar – nach einem Minus von gut 310 Millionen im Vorjahresquartal. Die Anleger konzentrierten sich dennoch lieber auf die Chancen der Krise: Die Snap-Aktie stieg im vorbörslichen Handel am Mittwoch um rund ein Fünftel. (SDA)

Contexta startet mit René Schudel und Lidl Online-Plattform gegen Food Waste

Mit der Online-Plattform «Zero Foodwaste Kitchen» möchten Lidl Schweiz, TV-Koch René Schudel und Contexta Foodwaste den Kampf ansagen. Die Plattform zaubert aus müden Zutaten leckere Gerichte.

Lidl

In den Schweizer Haushalten werden pro Person und Jahr rund 90 Kilogramm essbare Lebensmittel weggeworfen. Das sind rund 30 Prozent des gesamten, jährlichen Food Wastes in der Schweiz. Das belastet nicht nur das Portemonnaie mit über 600 Franken pro Person und Jahr, sondern schadet auch der Umwelt, wie eine Erhebung von der ETH im Auftrag des BAFU von Oktober 2019 zeigt.

Lidl Schweiz, Contexta und Starkoch René Schudel lancieren deshalb die Zero Foodwaste Kitchen. Mit ihr kann jede und jeder ohne grossen Aufwand Essen retten. Auf Lidl.ch/zerofoodwastekitchen kann ein Lebensmittel ausgewählt werden, das gerettet werden soll, woraufhin ein Rezept dazu vorgeschlagen wird. So entstehen im Handumdrehen beispielsweise aus hartem Brot Zopf-Gnocchi al Limone, aus müdem Lattich gebratener Salat mit Blueberry Sauce oder aus liegengebliebenen Kartoffeln Kartoffel-Pancakes mit Apfel-Salsa.

 

Zero Foodwaste ganz unkompliziert

Ausserdem möchten die Kreatoren es den Menschen noch einfacher machen, etwas gegen Food Waste zu tun: Alle Rezepte orientieren sich an den am häufigsten weggeworfenen Lebensmitteln in der Schweiz. Zudem benötigen die Rezepte nur Zutaten, die sich in der Regel im Kühl- und Küchenschrank von Herrn und Frau Schweizer befinden. So soll dem Essen-Retten nichts mehr im Wege stehen. Das ist erfolgsentscheidend: Denn es kann von niemandem erwartet werden, dass er für eine fehlende Rezeptzutat nochmals sein Zuhause verlässt, «bloss» um einen müden Salat zu retten.

«Die Ansprüche an die Zero Foodwaste Kitchen waren sehr hoch», sagt Raphael Werner, Head of Marketing Lidl Schweiz. «Sie muss ein Erfolgserlebnis garantieren für Menschen, die weder über grosse Kochkünste verfügen noch Foodwaste zuoberst auf ihrer Agenda haben. Das ist der grosse Mehrwert dieser Lösung. Da ich selbst als Proband während der Entwicklungsphase tätig sein durfte, kann ich definitiv voller Überzeugung behaupten, dass unsere Zero Foodwaste Kitchen vollends gelungen ist.»

Die Kampagne für die Zero Foodwaste Kitchen startet im April mit einem Softlaunch, da aufgrund des Lockdowns der TV-Dreh verschoben werden musste.

Erdmannpeisker: «Work with the best» auf knapp 3000 Meter Höhe

Für die neunte Ausgabe des PB Swiss Tools Katalogs hat Erdmannpeisker die Monte-Rosa-Hütte im Wallis für ein Shooting in Beschlag genommen und setzt die Werkzeuge gemeinsam mit dem Fotografen Alexander Magerl in Szene.

Erdmannpeisker

Das gewählte Shooting-Szenario soll einerseits die Arbeiter in ihren anspruchsvollen Jobs mit den präzisen Werkzeugen zeigen und gleichzeitig auch Swissness im internationalen Umfeld transportieren.

Das Key-Visual ist gleichzeitig auch das Cover für den Produktkatalog. Der Einstieg in die Kapitel wird durch weitere Bilder aus dem Shooting eingeleitet. Darüber hinaus kommen die Fotos auch auf der Website, in den Social Media und am POS zum Einsatz.

Erdmannpeisker

Verantwortlich bei PB Swiss Tools: Thomas Schlapbach (Senior Sales Director Switzerland, Europe / Executive Director PB Swiss Tools China). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (CD); Patrick Fawer (AD); Rainer Neusius (Beratung). Fotografie: Alexander Magerl.

T-Shirt mit Berset-Spruch schon 3000 Mal verkauft

Ein T-Shirt mit einem Bonmot von Bundesrat Alain Berset findet in der Romandie reissenden Absatz. Innert weniger Tage wurden fast 3000 Stück verkauft, wie die Initianten am Mittwoch auf Anfrage mitteilten.

Berset-Spruch

Das T-Shirt mit dem Berset-Spruch, getragen von Projekt-Mitglied Claude Progin.(Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

 

«Il faut agir aussi vite que possible, mais aussi lentement que nécessaire» steht auf dem T-Shirt geschrieben. Berset wollte damit an der Medienkonferenz am 16. April erklären, wie sich der Bundesrat den Ausstieg aus dem Corona-Krisenmodus vorstellt: «So schnell wie möglich und so langsam wie nötig.»

 

Shirt für den guten Zweck

Kommunikationsprofis aus Freiburg lancierten den T-Shirt-Verkauf einen Tag später, am Freitag. Ein Shirt kostet 25 Franken, der Erlös kommt der Glückskette zugute.

Pete Mager vom «By the Way Studio» in Freiburg geht inzwischen davon aus, dass 30’000 bis 70’000 Franken für die Glückskette herausspringen werden. Ursprünglich hatte man sich einen Erlös von 10’000 Franken erhofft. (SDA)

20 Minuten legt Lifestyle-Ressorts zusammen

Die Ressorts aus dem Bereich Lifestyle von 20 Minuten sowie die Redaktion von 20 Minuten Friday verschmelzen auf den 1. Juni 2020 zu einer Lifestyle-Welt unter der Leitung von Marc-André Capeder und Geraldine Schläpfer. Christina Duss, bisherige Co-Redaktionsleiterin 20 Minuten Friday, übernimmt die Leitung des People-Ressorts bei 20 Minuten.

20 Minuten Friday

20 Minuten und 20 Minuten Friday bündeln ihre Lifestyle-Kompetenz auf den 1. Juni 2020. Die Ressorts aus dem Bereich Lifestyle (Body & Soul, Reisen, Living, Kochen, Auto & Motor und Weinkeller) von 20 Minuten und die Redaktion von 20 Minuten Friday, die seit Januar 2020 rein digital publiziert, werden zu einer neuen Lifestyle-Welt zusammengeführt. Ziel sei es, «mit geballter Lifestyle-Kompetenz den Nutzerinnen und Nutzern noch mehr zu bieten», schreibt die TX Group in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das detaillierte Konzept befinde sich derzeit in Ausarbeitung und soll bis Ende Sommer 2020 eingeführt werden.

Die Co-Leitung des neuen Ressorts übernehmen Geraldine Schläpfer, bisherige Ressortleiterin Body & Soul 20 Minuten, und Marc-André Capeder, derzeit Co-Redaktionsleiter 20 Minuten Friday. Christina Duss, bisherige Co-Redaktionsleiterin 20 Minuten Friday, übernimmt – ebenfalls auf den 1. Juni 2020 – die Leitung des Ressorts People bei 20 Minuten. Sie folgt damit auf Martin Fischer, der 20 Minuten in Richtung Tages-Anzeiger verlässt. Stellvertretender Ressortleiter People ist unverändert Schimun Krausz.

Entlassen wird niemand, zumindest vorerst nicht. Niemand könne aber derzeit sagen, welche Auswirkungen die Corona-Krise bis Sommer noch habe, hiess es bei der Medienstelle von 20 Minuten auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (pd/SDA/hae)

Nächstenliebe trotz Social Distancing

Spinas Civil Voices hat ihre preisgekrönte Kampagne für die Heilsarmee an die aktuelle Coronakrise angepasst. Mit dem neuen Sujet sammelt die Heilsarmee Spenden für die Ärmsten.

Nächstenliebe trotz Social Distancing

Die beim Swiss Poster Award mit Gold ausgezeichnete Kampagne mit den zwei Protagonisten, die sich zusammen einen Kopf «teilen», ist nicht ganz freiwillig in die nächste Runde gegangen. Weil die Sujets in Zeiten von Social Distancing nicht mehr ganz zeitgemäss waren, hat die Kreativagentur Spinas Civil Voices kurzerhand eine Corona-gerechte Anpassung vorgenommen.

Das ursprüngliche Sujet:

heilsarmee_ursprünglich

Verantwortlich bei der Heilsarmee: Holger Steffe (Leiter Fundraising); Christoph Bitter (Leiter Marketing); Beat Geyer (Public Fundraising). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler, Stephan Huwiler (Kreation); Soraya Shademan (Beratung); Simon Opladen (Fotographie); Youri Laubscher, Yourimages.co  (Bildbearbeitung).

Umfrage zeigt: Kommunikationsbranche ist stark von Kurzarbeit betroffen

Rund zwei Drittel der von LSA und BPRA befragten Kommunikationsagenturen haben bereits Kurzarbeit eingeleitet oder stehen kurz davor, diese in Anspruch zu nehmen. Als positiver Aspekt der Krise hat sich gezeigt, dass der Austausch und die Vernetzung innerhalb der Kommunikationsbranche zugenommen haben. LSA und BPRA schlagen auch neue Wege ein mittels eines Agenturpools zum Austausch von Mitarbeiter-Kapazitäten.

BPRA

Die Corona-Krise hat sich sehr rasch auf die Agenturlandschaft in der Schweiz niedergeschlagen. Die beiden führenden Verbände der Schweizer Kommunikationsagenturen, Leading Swiss Agencies LSA und Bund der Public Relations Agenturen BPRA, haben bei ihren Mitgliedern eine Umfrage gemacht. Diese zeigt, dass von 64 antwortenden Mitgliedsagenturen bereits 28 Agenturen ihre Mitarbeitenden in Kurzarbeit geschickt haben und 13 weitere Agenturen Kurzarbeit beantragt haben.

Hingegen hat nur eine kleine Minderheit der Mitgliedsagenturen vorsorglich zur Absicherung gegen Liquiditätsengpässe einen Überbrückungskredit beantragt. Die beantragten Kredite bewegen sich in einer Grössenordnung zwischen 250’000 und 500’000 Franken.

Die Umfrage zeigt, dass Agenturen einem äusserst dynamischen Marktumfeld ausgesetzt sind und sich entsprechend schnell auf wirtschaftliche Veränderungen einstellen müssen. Michael Hählen, Präsident des LSA: «In Krisenzeiten werden Kommunikationsbudgets als erstes gekürzt, obwohl Organisationen insbesondere in schwierigen Zeiten besonders gefordert sind, präsent zu bleiben. Daher ist es verständlich, dass Agenturen mit grosser Vorsicht in die Zukunft planen und entsprechende Massnahmen schnell getroffen haben. Wenn Unternehmen nach der Krise ihre Kommunikationsmassnahmen hochfahren, müssen Agenturen wieder von 0 auf 100 für ihre Kunden da sein. Das ist eine grosse Herausforderung.»

 

Austausch und Vernetzung steigt

Während der Krise ist der Wunsch nach Austausch und Vernetzung innerhalb der Branche stark gestiegen. Die Unterstützungsangebote der Verbände LSA und BPRA wurden aktiv wahrgenommen und ein reger Austausch zu vielfältigen Facetten des Remote-Working (Kundenakquise, On-Boarding neuer Mitarbeitenden, Workshops, Aufrechterhaltung Team-Motivation etc.) und rechtlichen Fragestellungen fand in den letzten Wochen statt. Für BPRA-Präsident Andreas Hugi ist dies eine positive Entwicklung: «Es freut mich sehr zu sehen, dass die Kooperation innerhalb der Branche durch die aktuelle Krise gestärkt wurde. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch in der engen Zusammenarbeit auf Verbandsebene, um unsere Mitglieder bestmöglich in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen.»

Der LSA und BPRA lancieren zudem zum ersten Mal einen Agenturpool, der den Mitgliedsagenturen ermöglichen soll, freie Kapazitäten anzubieten bezieungsweise von anderen Agenturen zu beziehen.

Rod und das BAG motivieren zum Weitermachen

Wir alle müssen seit Wochen auf vieles verzichten, was uns lieb ist. Da braucht es Disziplin und Achtsamkeit. Das BAG und Rod möchten im aktuellen Spot «Jetzt nicht nachlassen» das Engagement der ganzen Bevölkerung wertschätzen – und zum Weitermachen motivieren.

BAG

Die Situation rund um das neue Coronavirus hat uns alle in den letzten Wochen stark eingeschränkt. Jetzt – im Zuge der Meldungen über rückläufige Ansteckungszahlen und im Zuge der schrittweisen Lockerungen der Massnahmen – steht die Schweiz an einem entscheidenden Punkt: Die Weiterverbreitung des neuen Coronavirus kann nur dann erfolgreich weiter eingedämmt werden, wenn alle weiterhin konsequent die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen.

Das Motto der Stunde heisst deshalb «Jetzt nicht nachlassen». Das neue Video des BAG, das in Zusammenarbeit mit Rod Kommunikation entwickelt und umgesetzt wurde, nimmt dieses Motto auf. Es thematisiert die Einschränkungen, die alle auf sich nehmen müssen, und zeigt das Engagement in der Bevölkerung. Neun Kameraleute, darunter ein Schauspieler, eine Fotografin und ein Regisseur, die beruflich aufgrund der aktuellen Situation in ihrer Arbeit eingeschränkt sind, haben das Video realisiert. Sie haben bei sich zuhause oder in ihrem unmittelbaren Umfeld gedreht: Tobias Dengler, Thomas Dirnhofer, Daniel Leuthold, Serkan Tastemur, Lukas Waelli, Florian Winkler, Jessica Wirth , Markus Zehnder und Filip Zumbrunn. Editiert wurde der Spot von Marko Strihic, produziert wurde er von Rocketfilm.

 

CXM@Home, Teil 4: «SAP CPQ bei Bizerba»

Im Moment verbringen viele Marketeers und Werber ihre Tage im Home Office. SAP und Werbewoche.ch lancierten deswegen die Serie «CXM@Home» und publizieren in loser Reihenfolge Beiträge zum Thema Customer Experience Management.

CXM@Home

Teil 4: «SAP CPQ bei Bizerba»

Gezeigt wird, wie der Vertrieb bei Bizerba mit SAP CPQ schneller von der Konfiguration zum Angebot und Abschluss bei Kunden kommt.

Direkt zum Video.

Das Auto im Wohnzimmer

Wenn man sich so lange zuhause aufhält, kann es schon passieren, dass man in herumliegenden Alltagsgegenständen gewisse Formen und Muster zu erkennen beginnt.

Jeep

Bereits mit der Groundhog-Day-Adaptation mit Bill Murray hat Jeep in Sachen Werbung mit Covid-Bezug seine Hausaufgaben gemacht. Mit einer Plakat-Kampagne zieht die Melbourner Agentur Cummins & Partners nun nach: Der ikonische Kühlergrill des Jeeps wird mit Artikeln, die man in (fast) jedem Zuhause findet, nachgestaltet. Die Botschaft: Jetzt ist die Zeit, die grossen Dinge drinnen zu erkunden.

Jeep
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