Publicis lanciert Grill-Kampagne für die Migros in Corona-Zeiten

Auch Grillieren ist dieses Jahr anders als sonst. In der neuen Grill-Kampagne thematisiert die Migros die aktuelle Lage beim Grillieren und zeigt auf, wie man das Beste aus diesem Sommer machen kann.

Migros

Nachdem in den letzten Jahren die Grillitarier mit ihren verschiedenen Vorlieben die Sommerkampagne bildeten, entwickelte Publicis die Idee für diesen Sommer weiter. In den kommenden Wochen wird die Migros zu Grillitarien, also zum Ort, wo man alles fürs Grillieren findet. Aufgrund der Corona-Krise geht es dabei nicht nur um die breite Auswahl an Grillgut, Rezepten und Tools, sondern auch um die aktuell sehr spezielle Situation: Grillpartys mit Freunden sind derzeit nicht möglich und die soziale Komponente beim Grillieren entfällt zu einem grossen Teil. Dass es aber durchaus andere Möglichkeiten gibt, miteinander zu grillieren, zeigt die Migros in zwei Filmen.

 

Machen wir das Beste aus diesem Sommer.
So wie sich momentan mehr Leute denn je zu Hause mit Backen und Kochen beschäftigen, so kann auch das Grillieren etwas Abwechslung in den Alltag daheim bringen. Publicis hat dazu aus den verschiedenen Grillspots der letzten Jahre einen neuen Spot kreiert, der die Abwechslung auf dem Grill thematisiert.

 

Grillitarier-App

Für Abwechslung auf und neben dem Grill sorgen auch die gratis Grillitarier-App sowie die Grillitarier-Website. Darauf findet man neben vielen Rezept-Ideen und einem praktischen Grill-Timer auch ein Grill-Spiel. Dieses bietet witzige Unterhaltung, die einem dieses Jahr wegen der fehlenden Freunde neben dem Grill ein bisschen fehlen könnte.

Die Kampagne erstreckt sich über alle kundenrelevanten Kanäle.

Migros

Verantwortlich der Migros: Désirée Strassmann, Bojana Taraba, Bettina Huwyler, Céline Jagisch (Campaigning), Eveline Zollinger, Barbara Stauffer, Mariko Hooiveld, Mike Haak (Sales  Promotions), Sergio Pintadu (Digital), Simone Blaser (Media). Verantwortlich bei Publicis: Peter Brönnimann, Pablo Schencke, Jan Kempter, Priska Meyer, Anatole Comte, Janine Sauter (Kreation), Matthias Koller, Meret Lauener, Selina Bigler, Jacqueline Willimann, Nina Frisch, Adrianna de Feydeau (Beratung), Suzana Kovacevic, Carol Maag (Integrated Producer, Prodigious). Filmproduktion «Balkon-Grillieren» und «Grill-Konferenz»: Plan B, Zürich. Chris Niemeyer (Regie), HC Vogel und Jessica Sonderegger (Producer), Rafael Kistler (Kamera Balkon-Grillieren), Christoph Menzi (Schnitt), Adriel Pfister (Grading), Ton: Jingle Jungle. Filmproduktion «Abwechslung»: Czar Zürich. Johannes Schröder (Regie), Kai Kniekamp (Schnitt), Julien Alary (Grading). Ton: Jingle Jungle. Fotos: Stefan Thurmann (Foodfotos), Jens Piotraschke (Foodstyling), Felix Streuli (Foto Schild), Pixelprinz Linus Schneider (Bildbearbeitung). Website/App: Bei Mutabor (Konzept und Design): Burkhard Müller, Sebastian Locke, Robert Stoof, Christian Heins, Florian Schommer (Kreation), Stephanie Hentschel, Tobias Flosdorf (Beratung), German Wahnsinn (SFX «Grill-Spiel»), Apps with love (technische Umsetzung).

Organisator, Nachfolgebus.ch und Companymarket.ch lancieren gemeinsames Nachfolgemagazin

Am 29. April ist die erste, digitale Ausgabe des Nachfolgemagazins erschienen. Diese Publikation wurde gemeinsam vom KMU-Fachmagazin Organisator, der Initiative Nachfolgebus.ch und der Firmen-Vermittlungsplattform Companymarket.ch lanciert.

Nachfolgemagazin

Das Thema der Firmennachfolge ist trotz – oder gerade wegen – der aktuellen Corona-Krise hoch relevant. Über 75‘000 Unternehmen in der Schweiz stehen gemäss einer Studie von Bisnode B&D derzeit vor einer noch offenen Nachfolgeregelung. Entsprechend hoch bleibt der Bedarf der betroffenen Firmen für Information und kompetente Unterstützung im Nachfolgeprozess.

 

Hohen Informationsbedarf abdecken

Das Thema «Nachfolgeregelung» hat im KMU-Fachmagazin seit je her einen festen Platz im redaktionellen Teil. Seit 2018 besteht zudem eine Medienpartnerschaft mit der Initiative Nachfolgebus.ch: In Form einer Roadshow tourten Nachfolge-Expertinnen und -Experten 2018 und 2019 in einem Oldtimer-Bus durch insgesamt 14 Deutschschweizer Städte. Das Expertenteam stand dort jeweils interessierten Unternehmerinnen und Unternehmer für beratende Gespräche zur Verfügung.

2019 reifte die Idee, den hohen Informationsbedarf durch einen zusätzlichen Kommunikationskanal abzudecken. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit entwickelten das KMU-Fachmagazin Organisator, Nachfolgebus.ch und Companymarket.ch in der Folge das Konzept für das Nachfolgemagazin. Dieses soll inskünftig jährlich erscheinen und steht ab sofort mit seiner ersten Ausgabe – vorerst digital als PDF – zur Verfügung.

Die gemeinsam durch die erwähnten Partner herausgegebene Publikation vermittelt gebündeltes Knowhow rund um die Unternehmensnachfolge. Checklisten, Praxiscases und Experten-Fachbeiträge bieten Einstieg und Vertiefung in das vielschichtige Thema. Mehr noch: Mit dem Thema Sharing kommt ein weiterer Aspekt hinzu, der KMU diverse Optionen aufzeigt, Krisen zu meistern und die Nachfolge zu regeln.

Nachfolgebus-mit-Carla-Kaufmann

Nachfolgebus.ch-Gründerin Carla Kaufmann.

Das Nachfolgemagazin ist bis 31. Mai 2020 zu Vorzugskonditionen von 15 Franken für die Komplettausgabe und  10 Franken für die Checklisten (PFD & Word) und das Expertenverzeichnis ab 1. Mai als PDF Download erhältlich. Das KMU-Fachmagazin Organisator ist wie die Werbewoche und m&k Teil des Verlages Galledia Fachmedien.

Admire verkauft für Suter & Kocher das Bundeshaus

Die Agentur Admire hat für das Immobilien-Unternehmen Suter & Kocher Immobilien eine Kampagne realisiert.

Admire

Suter & Kocher ist spezialsiert auf rasche und erfolgreiche Immobilienverkäufe. Um das «Erfolgreich verkauft» auf eine spannende Art zu dramatisieren, entwickelte Admire Key-Visuals mit bekannten Wahrzeichen. Ebenfalls setzte die Agentur den kompletten Webauftritt um. Dieser soll als Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Massnahmen wie Programmatic Ads, Google Adwords, Inserate oder Facebook dienen.

Admire

Verantwortlich bei Admire: Oliver Hofer, Kevin Freitag, Victor Zollikofer, Boris Aebi, Vincent Kauter, Ben Thomann, Mariana Hurtado, Melanie Hählen. Verantwortlich bei Suter & Kocher Immobilien: Daniel Suter, Oliver Kocher, Stefanie Tschanz.

Erdmannpeisker bringt Diversity auf die Bimbosan-Packungen

Die Bieler Agentur Erdmannpeisker hat Bimbosan beim Relaunch 2013 begleitet und ist bis heute noch für das Unternehmen tätig. Nun wurde das gesamte Sortiment erneut überarbeitet.

Bimbosan-Packungen

Grund dafür waren gesetzliche Restriktionen und eine optimierte Rezeptur. Bimbosan nahm dies jedoch zum Anlass, um auch gesellschaftliche Veränderungen wie Gender- und Diversity-Entwicklungen ins Design einfliessen zu lassen. So sind jetzt auf den neuen Packagings Mädchen und Jungs mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen zu sehen.

Auch der Schnuller, der bei den Müttern auf immer weniger Akzeptanz stösst, wurde auf den Milch-Packungen (wo keine Kinder abgebildet werden dürfen) ersetzt. Neu sind Tier-Babys zu sehen, die im Alter mitwachsen und langsam flügge werden. Funktional wurde ein einfaches Nummern- und Farbsystem eingeführt, das die Wiedererkennung und Beratung innerhalb der umfassenden Produktrange erleichtern soll.

Mit den neuen Packungen hat sich Bimbosan definitiv von den letzten «alten Zöpfen» verabschiedet und spricht mit den Illustrationen junge, interessierte und offene Eltern an.

Die neuen Verpackungen werden ab Mai 2020 rollen an den Handel ausgeliefert.

Erdmannpeisker

Verantwortlich bei Bimbosan: Daniel Bärlocher (CEO Bimbosan); Roger Brugger (Kommunikationsverantwortlicher). Verantwortlich bei Erdmannpeisker: Gabriel Peisker (CD); Christina Weisser, Jenny Ziörjen (Art Direction); Felix Reidenbach (Illustration); Sybille Erdmann, Selina Helbling (Beratung).

Sunnie J. Groeneveld neues Mitglied des Verwaltungsrats von Jung von Matt/Limmat

Jung von Matt/Limmat erweitert den Verwaltungsrat. Neu ist Unternehmerin, Autorin und Studiengangsleiterin Sunnie J. Groeneveld Verwaltungsrätin der Kommunikationsagentur. Die 31-Jährige verstärkt die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Dominique von Matt, Peter Figge und Roman Hirsbrunner.

Sunnie J

Sunnie J. Groeneveld ist Gründerin und Managing Partner der Beratungsfirma Inspire 925 und Verwaltungsrätin von Schweizer Unternehmen aus der IT-, der Ingenieur-, der Medien- und der Gesundheitsbranche – unter anderem auch der Galledia Group, zu der die Werbewoche und m&k gehören. Zudem leitet Groeneveld den Studiengang des Executive MBA Digital Lea-dership an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Als ausgewiesene Digitalexpertin erweitert sie ab Frühling 2020 den Verwaltungsrat von Jung von Matt/Limmat.

«Sunnie Groeneveld verfügt über fundiertes Expertenwissen in Digital Leadership, modernen Zusammenarbeitsformen und vereint digitale Strategiekompetenzen aus den verschiedensten Branchen. Sie ergänzt den bisherigen Verwaltungsrat damit perfekt und unterstützt Jung von Matt/Limmat auch weiterhin am Puls der Zeit zu sein», sagt Dominique von Matt, Verwaltungsratspräsident.

Zu ihrer neuen Rolle als Verwaltungsrätin von Jung von Matt/Limmat sagt Groeneveld: «Jung von Matt/Limmat ist für mich ganz klar die führende Kommunikationsagentur, wenn es um digitale Kompetenz und Adaption von Trends geht. Ich freue mich sehr, als externe Verwaltungsrätin diese Erfolgsgeschichte gemeinsam mit dem Verwaltungsrat strategisch weiterzuentwickeln.»

Sunnie J. Groeneveld wurde per 23. April 2020 in den Verwaltungsrat von Jung von Matt/Limmat gewählt und nimmt ihr Amt per sofort auf.

 

Fernsehkonzern RTL leidet unter Rückgang im Werbegeschäft

Die Corona-Krise hat dem Fernsehkonzern RTL einen Rückgang im Werbegeschäft eingebrockt und damit auch ein Umsatzminus. Die gesamten Erlöse sanken im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

RTL

Der Digitalumsatz hingegen kletterte um knapp sechs Prozent auf 233 Millionen Euro. Der Konzern hatte wegen der unabsehbaren Folgen der Virus-Pandemie Anfang April die Dividende für 2019 gestrichen und seine Prognose für das laufende Jahr kassiert. Nun hiess es dazu: «Die RTL Group ist momentan nicht in der Lage, einen neuen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 zu geben.»

Anfang März habe man die ersten Stornierungen für Werbebuchungen und Verschiebungen von Produktionen registriert, sagte RTL-Chef Thomas Rabe. «Dieser Trend hat sich in der zweiten März-Hälfte mit der Einführung weitreichender Schutzmassnahmen in ganz Europa beschleunigt.»

Die Fernsehsender, Radiostationen, Streamingdienste und Webseiten der RTL Group verzeichneten zwar signifikant höhere Reichweiten und Nutzungszahlen. Allerdings schätzt der Konzern, dass der Netto-TV-Werbemarkt im ersten Quartal allein in Deutschland um vier bis 4,5 Prozent geschrumpft ist. (SDA)

Jeder zehnte Online-Händler sieht seine Existenz bedroht

Die vorherrschende Krise bremst den Einzelhandel aus. Doch nicht nur die stationären Geschäfte sehen sich mit den Auswirkungen konfrontiert: Laut einer Befragung im Auftrag von Trusted Shops befürchten 11 Prozent der Online-Händler, dass ihre Existenz gefährdet ist. Der Grossteil von ihnen sieht sich zudem mit weniger Bestellungen und Problemen mit Lieferanten und Partnern konfrontiert.

Coronavirus

Zu Anfang der Corona-Krise schien es so, dass Onlineshops ihr Geschäft ausbauen könnten. Doch schon kurz darauf wurde klar, dass auch Internethändler die Auswirkungen der Pandemie stark zu spüren bekommen. Jeder zehnte Shopbetreiber sieht derzeit sogar ihre Existenz gefährdet (11 Prozent). Wie kommt es zu dieser Befürchtung? Fast die Hälfte der Shops verzeichnet aktuell weniger Bestellungen (45 Prozent) und dadurch auch weniger Umsatz. Dazu erschweren Probleme in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern 43 Prozent der Online-Händler die Arbeit.

 

Entsprechende Massnahmen umgesetzt

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, haben viele Onlineshops reagiert. Die Themen, die ihre Kunden nun ansprechen und bewegen, sind andere als noch vor ein paar Monaten. Daher hat die Hälfte (50 Prozent) ihre Marketing- und Werbemassnahmen umgestellt und auf die Situation abgestimmt. Auch die Bedürfnisse und die Nachfrage der Onlineshopper haben sich verändert. Um darauf zu reagieren, haben etwa genauso viele haben ihr Produktangebot angepasst (47 Prozent). Um einen zusätzlichen Kaufanreiz zu schaffen, haben 40 Prozent der Shopbetreiber ihre Lieferzeiten hervorgehoben. Bei Wartezeiten von bis zu sechs Wochen können schnelle Verfügbarkeiten entscheidend für die Kaufentscheidung sein.

 

Kooperationsbereitschaft

Trotz all der Probleme und Herausforderungen, die Online-Händler selbst bewältigen müssen, wäre über die Hälfte von ihnen bereit, mit stationären Einzelhändlern zusammenzuarbeiten (56 Prozent). Der Grossteil von ihnen weiss jedoch nicht, wie eine solche Kooperation aussehen kann (56 Prozent). Eine Möglichkeit ist, dass arbeitslose Mitarbeiter aus dem stationären Handel bei Shops mit stark angestiegener Nachfrage aushelfen könnten. Dies würden 41 Prozent der Shopbetreiber unterstützen.

Wie Onlineshops auch zukünftig durch die Krise kommen, kann bislang kaum abgeschätzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Massnahmen dazu beitragen, dass auch kleinere Shops weiterhin bestehen bleiben.

Zur Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Befragung durchgeführt mit Surveymonkey, an der 141 Betreiber von Onlineshops im April 2020 teilnahmen. 

Trotz zunehmender Verkaufserlöse droht vielen Medienunternehmen die Insolvenz

Die Covid-19-Pandemie trifft die Schweizer Medienbranche laut einer Expertenbefragung von Publicom ins Mark: Zwar profitieren Bezahlmedien von gesteigerten Verkaufserlösen. Da diese den wegbrechenden Werbemarkt bei weitem nicht kompensieren, droht vielen Medienunternehmen die Insolvenz.

Medienunternehmen

Die Corona-Krise beschleunigt damit den Strukturwandel, und viele demokratierelevante Medienangebote sind ohne zusätzliche Mittel bald nicht mehr finanzierbar. Dies geht aus einer neuen Expertenbefragung der Publicom hervor.

 

SRG und Streamingdienste bei den Gewinnern

Die Corona-Krise hat das Informationsbedürfnis der Schweizer Bevölkerung verstärkt, wovon vor allem Bezahlmedien bei der Nutzung profitieren können: Die Delphinarium-Experten von Publicom sehen die stärkste Zunahme der Nutzung bei den SRG-Medien (für die Mediengattungen Radio, TV und online – 92 Prozent der Befragten sehen eine «leichte» oder «starke Zunahme»). Bezahlte Zeitungen (gedruckt oder online) und Social Media (je 74 Prozent «leichte» oder «starke Zunahme») gehören genauso zu den Gewinnern wie die regionalen Radio- und TV-Sender (71 Prozent). Einzig den Gratiszeitungen und kostenlosen Informationsportalen wird eine stagnierende Nutzung vorausgesagt. Zu den grossen Profiteuren gehören gemäss den Experten auch Streamingdienste wie Netflix oder Spotify (89 Prozent Nutzungszunahme), die in der Krise Unterhaltung und Zeitvertreib bieten.

 

Vertrauensverlust für Gratiszeitungen

Damit einhergehend erfahren in der Corona-Krise gemäss Experten vor allem die SRG-Medien, die bezahlten Zeitungen und etwas weniger stark regionale Radio- und TV-Sender auch einen Vertrauensgewinn. Gratiszeitungen, kostenlose Informationsportale und Social Media müssen dagegen einen Vertrauensverlust hinnehmen.

Der Service-Public-Auftrag der SRG SSR und der regionalen Radio- und TV-Anbieter erhält durch die verstärkte Nutzung und das gestiegene Vertrauen des Publikums Sukkurs. Und offenbar sind Leserinnen und Leser auch bereit, für Zeitungsinhalte mehr zu bezahlen: Insgesamt zwei Drittel der Delphinarium-Experten sagen eine Steigerung von Abonnementseinnahmen und Verkäufen voraus. Mehr als die Hälfte sieht eine leichte Zunahme bis 10 Prozent, ein weiteres Sechstel erwartet eine noch stärkere Steigerung.

 

Düstere Zukunftsaussichten

Allerdings können gesteigerte Verkäufe die teilweise dramatischen Mindereinnahmen im Werbemarkt bei weitem nicht ausgleichen. So leidet der wirtschaftliche Erfolg der Medienhäuser unter der Corona-Krise, was zu einschneidenden Massnahmen und Konsequenzen führt: Alle Experten sind der Meinung, dass die Medienunternehmungen auf die Krise mit Entlassungen reagieren werden (100 Prozent Zustimmung zum Szenario in den Kategorien «trifft sicher zu» und «trifft wahrscheinlich zu»), und 96 Prozent geben an, dass sich der manifeste Trend zu Kurzarbeit verstärkt.

Neben den Massnahmen, die teilweise schon umgesetzt wurden, zeichnen die Experten geradezu alarmierende Zukunftsaussichten: Ganze 86 Prozent erwarten, dass existenziell betroffene Unternehmen aus der Medien- und Werbebranche wegen der Corona-Krise in die Insolvenz gehen könnten. Eine klare Mehrheit (78 Prozent) ist der Meinung, dass die aktuellen Vorgänge den anhaltenden Strukturwandel in der Medienbranche weiter beschleunigen, und nur 22 Prozent sehen in der Corona-Krise einen vorübergehenden schweren Einbruch, von dem sich die Branche wieder auf das Vorkrisenniveau erholen wird. Für fast drei Viertel der Delphinarium-Experten wird es zudem immer schwieriger bis unmöglich, demokratierelevante Medienangebote über den Markt zu finanzieren und sie erwarten, dass der Bund die Medienhäuser mit zusätzlichen Mitteln alimentieren wird.

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Zur Studie

Unter dem Begriff DELPHInarium publiziert die auf Medienforschung und -beratung spezialisierte Publicom zweimal jährlich Ergebnisse einer Expertenbefragung. Am Panel sind über vierzig Fachleute der führenden Medienunternehmen sowie Vertreter aus Werbung, Medienjournalismus, Kommunikationswissenschaft und Corporate Communications beteiligt.

Facebook ist in Coronakrise bereits wieder zuversichtlich

Mitten in der Coronakrise macht Facebook Hoffnung, dass die Talsohle bereits durchschritten ist. Die Werbeausgaben in den ersten drei Aprilwochen wiesen Anzeichen einer Stabilisierung auf, teilte das weltgrösste Internetnetzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.

Coronakrise

Die Werbeausgaben hätten in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Die Facebook-Aktie sprang nachbörslich 9 Prozent in die Höhe.

Im ersten Quartal 2020 – insbesondere im März – machten sich die eingefrorenen Werbebudgets noch bemerkbar. Vor allem Reiseunternehmen, Restaurant-Ketten und Einzelhändler verzichteten angesichts weltweiter Reisewarnungen und geschlossener Läden auf Anzeigen.

Der Umsatz, der hauptsächlich aus Werbeeinnahmen besteht, legte im ersten Quartal um 18 Prozent auf rund 17,7 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Franken) zu. Im Vorquartal hatte das Wachstum noch bei 25 Prozent gelegen. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit geringeren Erlösen in den ersten drei Monaten gerechnet. Auch Google hatte zuletzt die Erwartungen übertroffen.

Wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronakrise gibt der US-Konzern weder einen Ausblick für das laufende Quartal noch für das Gesamtjahr. Allerdings will Facebook etwas weniger als geplant ausgeben: Neben weniger Reisen soll der Stellenaufbau nun etwas langsamer erfolgen.

Inzwischen kommt der Konzern, zu dem auch WhatsApp und Instagram gehören, auf 2,6 Milliarden monatlich aktive Nutzer und damit rund ein Drittel der Weltbevölkerung. Erst kürzlich baute das Unternehmen sein Standbein in Indien mit einer Beteiligung an der Digitalsparte des indischen Reliance-Konglomerats für 5,7 Milliarden Dollar aus. (SDA)

Die BAG-Kampagne «So schützen wir uns» wechselt auf Pink

Das Bundesamt für Gesundheit passt seine Kampagne zum Schutz vor dem neuen Coronavirus an und schaltet in der Grundfarbe auf Pink. Mit den ersten Lockerungen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus ist manches wieder erlaubt.

Kampagne

Trotz der Lockerungen, die der Bundesrat nun schrittweise beschliesst, gelten weiterhin die gleichen Regeln: Abstand halten, gründlich Hände waschen, in die Armbeuge niesen. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, soll eine Maske getragen werden.

Zudem sollte nach Möglichkeit weiterhin im Homeoffice gearbeitet und damit die Zahl der Kontakte reduziert werden.

Kampagne

Radio Argovia feiert seinen 30. Geburtstag

Radio Argovia feiert seinen 30. Geburtstag mit bekannten Stimmen von ehemaligen Moderatorinnen und Moderatoren, die dem Radio zum Ehrentag gratulieren, und kreiert ein Wimmelbuch für das Argovialand.

Radio Argovia

Zwei der sieben Wimmelbilder, die im Bilderbuch «Aargau Wimmelbuch» im Herbst erscheinen werden. 

 

Am Freitag feiert das Aargauer Radio sein 30-jähriges Bestehen. Am 1. Mai 1990 ging das Radio Argovia erstmals auf Sendung. Aus den anfänglich zwölf Mitarbeitenden ist heute ein 35-köpfiges Team geworden. Zur Feier des Jubiläums sind viele ehemalige Moderatorinnen und Moderatoren am Sender zu hören, auch wenn sie aufgrund der Corona-Pandemie nicht live im Studio sein können. Dazu gehören die Ex-Moderatoren Michel Birri und Judith Wernli, der einstige Programmleiter Michel Erismann sowie der langjährige Chefredaktor und Mann der ersten Stunde Jürgen Sahli.

 

Wimmelbuch fürs Argovialand

Zum Jubiläum beschenkt das Radio das Argovialand mit einem Wimmelbuch, das Anfang Herbst im Verlag Vatter&Vatter erscheint. Das Bilderbuch «Aargau Wimmelbuch», illustriert von Julien Gründisch aus Wettingen, beinhaltet sieben Sujets, die den Aargau widerspiegeln. «Dass unser Kanton aus mehr als nur Autobahn, weissen Socken und Rüeblitorten besteht, zeigt das Wimmelbuch auf wunderbare Art und Weise. Jedes Sujet thematisiert eine andere Facette des Kantons Aargau», schwärmt Oliver Wagner, Programmleiter von Radio Argovia.

 

Leider ohne «Argovia Fäscht»

Die traditionelle Geburtstagsparty des Radios, das «Argovia Fäscht», kann dieses Jahr aufgrund der ausserordentlichen Lage nicht stattfinden. Das Fest, das am 5. und 6. Juni stattgefunden hätte, musste aufgrund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden.

Bundesrat will Fördergelder für Presse und Onlinemedien aufstocken

Der Bundesrat will Zeitungen, Radio- und TV-Stationen sowie Nachrichtenagenturen künftig stärker unterstützen. Für die indirekte Presseförderung sollen neu 50 statt 30 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Onlinemedien sollen pro Jahr 30 Millionen Franken erhalten.

Bundesrat

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft zum Massnahmenpaket zugunsten der Medien verabschiedet. Er will das Radio- und Fernsehgesetz sowie das Postgesetz teilweise revidieren. Zudem soll ein auf zehn Jahre befristetes Mediengesetz geschaffen werden. Das Parlament könnte sich bereits in der Sommersession im Juni zum ersten Mal mit der Vorlage befassen.

Neben der SRG, die aktuell 1,2 und ab 2021 1,25 Milliarden Franken vom Gebührentopf erhält, fliessen bis anhin 111 Millionen Franken pro Jahr an die privaten Medien: 81 Millionen an die lokalen Radio- und Fernsehstationen und 30 Millionen in die Postzustellung der Regional- und Lokalpresse.

 

Mehr profitieren vom Kuchen

Um die Pressevielfalt zu erhalten, soll nun die indirekte Presseförderung auf alle abonnierten Tages- und Wochenzeitungen ausgeweitet werden. Dazu wird die geltende Auflagenobergrenze von 40’000 Exemplaren aufgehoben, sodass neu auch nationale Zeitungstitel von der Unterstützung profitieren können.

Neu sollen zudem auch Zeitungen von der Förderung profitieren, welche zu einem sogenannten Kopfblattverbund mit einer Gesamtauflage von durchschnittlich mehr als 100’000 Exemplaren pro Ausgabe gehören.

Mit den beiden Massnahmen können laut dem Bundesrat künftig rund 35 Millionen Zeitungsexemplare pro Jahr zusätzlich von der indirekten Presseförderung profitieren. Damit auch die weniger auflagenstarken Titel entlastet werden, wird der Bundesbeitrag von heute 30 auf neu 50 Millionen Franken erhöht. Somit werden alle geförderten Titel von einer höheren Zustellermässigung pro Exemplar profitieren.

 

Nur leserfinanzierte Onlinemedien

Neu sollen auch Onlinemedien förderberechtigt sein. Dafür will der Bundesrat jährlich 30 Millionen Franken allgemeine Bundesmittel zur Verfügung stellen.

Im vergangenen Sommer hatte Medienministerin Simonetta Sommaruga vorgeschlagen, bloss Onlinemedien zu unterstützen, die ihre Inhalte verkaufen. Dieses Modell hat der Bundesrat nun konkretisiert. Unterstützt werden Onlinemedien, die auf Erträge der Leserschaft zählen können. Angerechnet werden Einnahmen aus Onlineabos, Tagespässen oder Einzelabrufen sowie freiwillige Beiträge der Leserschaft.

Die Unterstützung soll sich am Publikumsumsatz bemessen und degressiv ausgestaltet werden. Damit nimmt der Anteil der Unterstützung mit zunehmender Höhe des Umsatzes ab. Dies führt zu einer stärkeren Unterstützung von Medienangeboten mit einer regionalen Ausrichtung.

 

Gemeinsame Plattform

Daneben will der Bundesrat die Rahmenbedingungen der elektronischen Medien mit verschiedenen weiteren Massnahmen verbessern. Dazu gehört, dass Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, nationale Nachrichtenagenturen oder Selbstregulierungsorganisationen unterstützt werden sollen.

Zusätzlich sieht der Bundesrat vor, dass IT-Projekte unterstützt werden können, vor allem solche, die der ganzen Branche zur Verfügung stehen. Davon profitieren somit unabhängig vom Geschäftsmodell alle Onlinemedien, also auch Gratisangebote. Denkbar wäre zum Beispiel, den Aufbau einer gemeinsamen Plattform zu unterstützen.

Finanziert werden diese allgemeinen Massnahmen mit maximal 2 Prozent aus dem Ertrag der Radio- und Fernsehabgabe. Der Bundesrat betont, dass bei allen Massnahmen die Unabhängigkeit der Medien gewahrt bleibe.

 

Medienmarkt in der Krise

Am Ausbau der Medienförderung schieden sich in der Vergangenheit die Geister. Verschiedene Reformen fanden keine Mehrheit – sei es in der Regierung, sei es im Parlament. Auch ein provisorisches Notpaket während der Corona-Krise im Umfang von 78 Millionen Franken scheiterte jüngst.

Nun präsentiert der Bundesrat ein neues Modell. Dieses ist für die Branche wichtig. Der Druck auf die Medien ist derzeit grösser denn je. Schon vor der Corona-Krise sanken die Werbeerlöse rasant. Seit der Jahrtausendwende hat die Schweizer Presse mehr als zwei Drittel ihrer Werbeeinnahmen verloren.

Die Pandemie hat die vorhandenen Probleme noch einmal vergrössert. Die Verlagshäuser sehen sich dadurch gezwungen, immer mehr Kosten auf die Abonnenten abzuwälzen sowie Personal abzubauen.

 

Hängige Motionen

Ob das Medienpaket im Parlament mehrheitsfähig ist, wird sich in den kommenden Monaten weisen. Klar ist, dass die Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) die Notlage erkannt haben. Sie haben – teilweise mit grossen Mehrheiten – Motionen eingereicht, die Soforthilfe für die Medien fordern.

Unterstützt werden soll die Nachrichtenagentur Keystone-SDA, zudem soll die Zustellung von Zeitungen verbilligt werden. Schliesslich verlangen sie, dass die regionalen Radio- und Fernsehveranstalter mit zusätzlichen 30 Millionen Franken unterstützt werden.

Diese Vorstösse werden voraussichtlich bereits nächste Woche an der ausserordentlichen Session behandelt. Sie sollen die Zeit überbrücken, bis das nun kommunizierte Medienpaket in Kraft tritt. (SDA)

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