SDV-Award: Die Wettbewerbsbeiträge 2020 sind juriert

Beim diesjährigen Schweizer Dialogmarketing-Preis wurden über 170 erfolgreiche Dialogmarketing-Kampagnen eingereicht. Auffallend war dieses Jahr, dass einige erstmals einreichende Werbeauftraggeber Kampagnen direkt in den Wettbewerb gegeben haben. Nun steht die Shortlist fest.

SDV-Award

Am 12. und 13. März wurden alle Arbeiten mit dem dualen Jurierungsverfahren bewertet und im Anschluss Dialogkampagnen in der «Metalldiskussion» für die Shortlist vorgeschlagen und einige davon mit den begehrten Trophäen ausgezeichnet.

Wie preiswürdig ist eine Kampagne? Ist sie es, weil sie kreativ umgesetzt wurde oder nachweislich viel Response erzielt hat? Ideal wäre eine gute Bewertung in Kreation und Wirksamkeit. In den Diskussionen wurden die bestbewerteten Kampagnen einzeln besprochen und mit «Letter», «Bronze», «Silber», oder «Gold» ausgezeichnet. Für den «Branchenpreis» wurde die jeweils preiswürdigste Kampagne innerhalb einer Branche gesucht. Gut bewertete Kampagnen konnten auch mit einem «Letter» belohnt werden. Nachstehend die Shortlist mit den Kampagnen, welche als preiswürdig bewertet wurden.

SDV Award Shortlist Kategorie Branchen
Kampagnen für Kampagnen-Titel Agentur Auftraggeber
Finanzdienstleister & Versicherungen Baloise / Call the CEO Freundliche Grüsse AG Baloise
Finanzdienstleister & Versicherungen UBS Generation – Sophisticated Youth Wirz Communications AG UBS Switzerland AG
Finanzdienstleister & Versicherungen Den Herbstgefahren ins Auge geblickt. Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Finanzdienstleister & Versicherungen Alles andere als unsichtbar. Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Finanzdienstleister & Versicherungen Mobiliar – Moving Box Furniture Jung von Matt/Limmat Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Finanzdienstleister & Versicherungen UBS Campus «Das kostenlose Bankpaket fürs Studium.» Notch Interactive AG UBS Switzerland AG
Handel / E-Commerce Mission: Superostern Wunderman Thompson Switzerland AG Migros-Genossenschafts-Bund
Handel / E-Commerce Der schlechteste Koch der Schweiz. Serviceplan Suisse AG Vorwerk Schweiz AG
Konsumgüter / FMCG Migros Grillitarier Buddy Jung von Matt/Limmat Migros-Genossenschafts-Bund
Konsumgüter / FMCG IceTeaBeats.ch Wunderman Thompson Switzerland AG Migros-Genossenschafts-Bund
Automobil-Branche Audi e-hub Wunderman Thompson Switzerland AG AMAG Import AG
Automobil-Branche Get the MINI cabrio look Serviceplan Suisse AG MINI Switzerland BMW Schweiz AG
Kommunikations- und Informationstechnologie Make Your Wish Wunderman Thompson Switzerland AG Microsoft Deutschland GmbH
Medien-Branche Werbeblocker als Werbemittel. Wirz Activation AG Verkehrsbetriebe Zürich
Medien-Branche #MyStratosJump Wunderman Thompson Switzerland AG Red Bull Media World
Eigenwerbung Fact or Fake Farner St.Gallen Farner Consulting AG
Eigenwerbung Better Futura Ogilvy Schweiz ASRA Stiftung
Nonprofit-Organisationen & Prävention Der Kriegssirenen-Test Jung von Matt/Limmat Amnesty International
Nonprofit-Organisationen & Prävention SOS Kinderdorf – Traumageschichten Notch Interactive AG Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz
Nonprofit-Organisationen & Prävention Better Futura Ogilvy Schweiz ASRA Stiftung
Nonprofit-Organisationen & Prävention Einladung zur Hochzeit Save the Children Schweiz Save the Children Schweiz
Quelle: SDV Award
SDV Award Shortlist Kategorie Medien
Kategorie Kampagnen-Titel Agentur Auftraggeber
Streuwurf Der PETbote comqed Dialog GmbH PET-Recycling Schweiz
Streuwurf Schlüssel zum neuen iPhone 11 Kabelfernsehen Bödeli AG Kabelfernsehen Bödeli AG
Streuwurf Timber Agentur am Flughafen Schöb AG
Streuwurf Jeder Mensch kann fallen evoq communications AG Sozialwerk Pfarrer Sieber
Mailing B2C (2D) bis 50’000 Ex. Ökosystem Haus Equipe AG ewz
Mailing B2C (2D) bis 50’000 Ex. Einladung zur Hochzeit Save the Children Schweiz Save the Children Schweiz
Mailing B2C (2D) bis 50’000 Ex. Verstecke Botschaften Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Mailing B2C (2D) über 50’000 Ex. UBS Cards Glutz Kommunikation AG UBS Switzerland AG
Mailing B2C (2D) über 50’000 Ex. Den Herbstgefahren ins Auge geblickt. Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Mailing B2C (2D) über 50’000 Ex. Alles andere als unsichtbar. Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Mailing B2C (2D) über 50’000 Ex. SOS Kinderdorf – Traumageschichten Notch Interactive AG Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz
Mailing B2C (2D) über 50’000 Ex. Junior-Club-Mailing: Roboter TBWA Switzerland AG McDonald’s Suisse Restaurant Sàrl
Mailing 3D (B2B & B2C) «BRAIN Stories» Lancierung BSI Studio Festland AG BSI Business Systems Integration AG
Mailing 3D (B2B & B2C) Fact or Fake Farner St.Gallen Farner Consulting AG
Ambient-Event & POS-Aktionen #MyStratosJump Wunderman Thompson Switzerland AG Red Bull Media World
Ambient-Event & POS-Aktionen Heavy Metal für Kinderrechte Agentur am Flughafen Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Ambient-Event & POS-Aktionen Der Kriegssirenen-Test Jung von Matt/Limmat Amnesty International
Ambient-Event & POS-Aktionen Das «Sag’s mit einem Buch»Speeddating Serviceplan Suisse AG SBVV, Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband
Multichannel Timber Agentur am Flughafen Schöb AG
Multichannel Bern zum Fliegen gebracht Maxomedia AG flyBAIR AG
Multichannel Mobiliar – Moving Box Furniture Jung von Matt/Limmat Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Multichannel Wer mich kennt, der liebt mich. Wunderman Thompson Switzerland AG PostFinance AG
Multichannel Get the MINI cabrio look Serviceplan Suisse AG MINI Switzerland BMW Schweiz AG
Multichannel Make Your Wish Wunderman Thompson Switzerland AG Microsoft Deutschland GmbH
Multichannel IceTeaBeats.ch Wunderman Thompson Switzerland AG Migros-Genossenschafts-Bund
Multichannel UBS Campus «Das kostenlose Bankpaket fürs Studium.» Notch Interactive AG UBS Switzerland AG
Multichannel SOS Kinderdorf – Traumageschichten Notch Interactive AG Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz
Multichannel Der schlechteste Koch der Schweiz. Serviceplan Suisse AG Vorwerk Schweiz AG
Multichannel Baloise / Call the CEO Freundliche Grüsse AG Baloise Asset Management
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Audi e-hub Wunderman Thompson Switzerland AG AMAG Import AG
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Mission: Superostern Wunderman Thompson Switzerland AG Migros-Genossenschafts-Bund
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Migros Grillitarier Buddy Jung von Matt/Limmat Migros-Genossenschafts-Bund
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Mobiliar – Moving Box Furniture Jung von Matt/Limmat Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Der schlechteste Koch der Schweiz. Serviceplan Suisse AG Vorwerk Schweiz AG
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Mobiliar – Voice Assistant Adventskalender Jung von Matt/Limmat Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media UBS Campus «Das kostenlose Bankpaket fürs Studium.» Notch Interactive AG UBS AG
Dialogkampagnen Schwerpunkt E-Mail-Marketing & Social Media Gastro Story ROB NICOLAS GmbH & Markenkern AG GastroGraubünden
Digital: Creative use of Data Trampiloten gesucht. Wirz Activation AG Verkehrsbetriebe Zürich
Digital: Creative use of Data Kombinieren statt rechnen Equipe AG Quickline AG
Digital: Creative use of Data Ökosystem Haus Equipe AG ewz
Quelle: SDV Award
SDV Award Shortlist Spezialkategorien
Kategorie Kampagnen-Titel Agentur Auftraggeber
Kundenbindungsprogramme Versteckte Botschaften Wirz Activation AG Touring Club Schweiz (TCS)
Kundenbindungsprogramme Migros Grillitarier Buddy Jung von Matt/Limmat Migros-Genossenschafts-Bund
Kundenbindungsprogramme Audi e-Hub Wunderman Thompson Switzerland AG AMAG Import AG
Kundenbindungsprogramme Helsana Familienprogramm FOUR Werbeagentur AG Helsana Versicherungen AG
Handwerk: Art Direction und Production Farner Fact or Fake Farner St.Gallen Farner Consulting AG
Handwerk: Art Direction und Production Mobiliar – Moving Box Furniture Jung von Matt/Limmat Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Handwerk: Art Direction und Production Junior-Club-Mailing: Roboter TBWA Switzerland AG McDonald’s Suisse Restaurant Sàrl
Handwerk: Art Direction und Production TEAM AS A DESIGNER – Kreativität bindet Kunden mjm.cc AG Frommelt Zimmerei Ing. Holzbau AG
Handwerk: Art Direction und Production Better Futura Ogilvy Schweiz ASRA Stiftung
Handwerk: Text Momente bühler & bühler bühler & bühler
Handwerk: Text Let’s share a smile Wunderman Thompson Switzerland AG JT International AG
Handwerk: Text Farner Fact or Fake Farner St.Gallen Farner Consulting AG
Quelle: SDV Award

Ausstellung aller eingereichten Arbeiten 

Die Ausstellung aller eingereichten Werke wird dieses Jahr nicht wie gewohnt im realen Raum stattfinden. Die Vernissage in Zürich wurde aufgrund des Coronavirus abgesagt. Die eingereichten Arbeiten werden auf einer eigenen und neuen Online-Plattform vorgestellt (Werbewoche.ch berichtete). Presenting-Partner ist DirectPoint, die Wissensplattform der Post. Unter Ausstellung.sdv-award.ch können diese Dialogmarketing-Kampagnen aus verschiedensten Branchen und in unzähligen Anwendungsvarianten entdeckt werden – inspirierende Ideen aus der Welt der direkten Kundenansprache.

Ulrike Handel verantwortet DACH-Region im Dentsu Aegis Network

Das Dentsu Aegis Network bündelt die Märkte Deutschland, Österreich und Schweiz zukünftig in einer DACH-Region. Die Leitung übernimmt zum 1. Mai 2020 Ulrike Handel zusätzlich zu ihrer Führungsrolle als CEO Dentsu Aegis Network in Deutschland.

Dentsu Aegis Network DACH-Region

(Bild: Raimar von Wienskowski)

 

Mit dem Drei-Länder-Verbund soll eine schlagkräftige Region mit vielen Synergien und einer starken Digitalkompetenz entstehen, die an den Bedürfnissen und geografischen Strukturen vieler Kunden innerhalb der DACH-Region ausgerichtet ist, wie es in einer Mitteilung von Mittwoch heisst.

Mit insgesamt mehr als 3’000 Mitarbeitern, davon über 1’000 im Bereich der digitalen Dienstleistung und Technologien, übernimmt die Region eine strategisch zentrale Rolle innerhalb des Dentsu Aegis Network in EMEA.

Die Länderverantwortlichen Andreas Weiss, CEO Dentsu Aegis Network Österreich und Patrik Gamryd. CEO Dentsu Aegis Network Schweiz, werden eng mit Ulrike Handel zusammenarbeiten und an sie berichten.

«Mit der strukturellen Veränderung wollen wir unser Geschäft auf Marktebene noch besser fokussieren und aussteuern, Synergien zwischen unseren Geschäftsbereichen maximieren und auch die geografische Struktur der meisten unserer Kunden sowie Partner widerspiegeln», so Giulio Malegori, CEO Dentsu Aegis Network EMEA. «Ich bin überzeugt, dass die neue DACH-Organisation interessante Möglichkeiten zur Zusammenarbeit schaffen wird», fügt Patrik Gamryd, CEO Dentsu Aegis Network Switzerland, an. «Gemeinsam bilden wir eine bedeutende und erfolgreiche Drei-Länder-Allianz, die der stärkste Cluster in EMEA sein wird.»

Swisscom verliert Prozess um Weiterleitungsgebühren

Die Swisscom hat einen langen Streit um die Gebühren für die Datenweiterleitung im Internet verloren. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde des Telekomanbieters Init7 gutgeheissen, der sich gegen überhöhte Gebühren gewehrt hatte.

Swisscom

Der Streit tobte seit acht Jahren. 2012 hatte die Swisscom den Vertrag mit Init7 gekündigt und höhere Gebühren für die Weiterleitung von Daten aus dem Netz von Init7 ins Swisscom-Netz (IP-Interkonnektion) verlangt. Davor hatte Init7 einen Vertrag mit der Swisscom, bei dem beide Seiten ihre eigenen Kosten trugen.

Bei dem Fall geht es um die Dominanz im Internet. Bislang verlangten die Internetanbieter Geld von den Inhalte-Anbietern für die Verbindung zum Kunden. Denen blieb nichts übrig, als zu bezahlen – entweder den Telekomanbieter oder einen Transitanbieter –, weil sie nicht direkt zum Endkunden kamen.

Nur die ganz grossen Anbieter wie etwa Netflix oder Google könnten sich dem Bezahlzwang entziehen, sagte Init7-Chef Fredy Künzler am Mittwoch auf Anfrage. Die Swisscom ist vor ein paar Jahren gegenüber Netflix eingeknickt. Alle anderen Anbieter wie beispielsweise Zattoo müssten für den Zugang bei der Swisscom bezahlen, sagte Künzler.

 

Comcom muss neue Gebühren festlegen

Gegen die aus ihrer Sicht «massiv überhöhten Entschädigungen» für die Zusammenschaltung der Netze und die Weiterleitung hatte Init7 geklagt und vor der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) verloren. Das Bundesverwaltungsgericht kam nun aber zum Schluss, dass die Swisscom marktbeherrschend sei: Es sei unbestritten, dass der grösste Telekomkonzern der Schweiz als Eigentümer der «nationalen Telekominfrastruktur ein technisches Monopol für den Zugang zu ihren Endkunden besitzt», heisst es im Urteil, das der Nachrichtenagentur AWP vorliegt.

Das Gericht stiess damit den Entscheid des Telekomregulators Comcom um und gibt Init7 Recht. Die Comcom müsse nun den kostenorientierten Preis für die Datenweiterleitung festlegen, schrieb Init7 in einem Communiqué. Damit sei eine Nachforderung der Swisscom über 550’000 Franken an Init7 vom Tisch. Zudem spare sich Init7 die ihr von der Vorinstanz noch auferlegten Verfahrenskosten von 126’400 Franken.

Das Urteil habe aber noch eine weitergehende Wirkung. Marktmächtige Provider mit vielen Breitbandkunden könnten künftig nicht mehr IP-Interkonnektion durch Wettbewerbsabsprachen künstlich verteuern und kleineren Anbietern den Zugang zu ihrer Kundenbasis zu erschweren, schrieb Init7 weiter.

Bei der Swisscom gehe es um mehr Geld, sagte Künzler. Um wie viel genau, ist unklar. Die Swisscom äusserte sich dazu auf Anfrage nicht.

 

Swisscom prüft

Der «blaue Riese» erklärte: «Die Swisscom nimmt den Entscheid zur Kenntnis und prüft ihn aktuell eingehend.» Es sei nun an der Comcom, diejenigen Preise festzulegen, die Init7 für die Datenweiterleitung ins Swisscom-Netz bis Ende 2015 zahlen müsse. Zudem müsse die Comcom die Markt- und Wettbewerbsverhältnisse ab 2016 untersuchen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mache klar, dass für die Datenweiterleitung zu bezahlen sei, wenn auch kostenbasiert und nicht unentgeltlich wie ursprünglich von Init7 verlangt.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kann nicht beim Bundesgericht angefochten werden. «Es ist somit endgültig», heisst es im Urteil. (SDA)

Spotify beschleunigt in Coronakrise Nutzerwachstum

Der weltgrösste Musikstreamingdienst Spotify ist in der Coronavirus-Pandemie stärker gewachsen. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer sei um 31 Prozent auf 286 Millionen gestiegen, teilte Spotify mit Sitz in Schweden am Mittwoch mit.

Spotify

Davon hätten 130 Millionen den Premiumdienst abonniert, für den monatliche Gebühren fällig werden. Dies waren mehr als erwartet. Die in New York notierte Spotify-Aktie legte vorbörslich fast zwei Prozent zu. Im Vorjahreszeitraum waren die monatlichen Nutzerzahlen um 25 Prozent in die Höhe geklettert.

 

Werbeeinnahmen unter Erwartungen

Der Umsatz des Musikstreaming-Pioniers, der inzwischen mit Angeboten von Apple, Amazon sowie Tencent Music konkurriert, stieg zum Jahresstart um 22 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Dagegen legten die Werbeeinnahmen, entgegen der Erwartung des Managements, nicht zu. Spotify begründete dies mit den Auswirkungen der Coronakrise: Im März seien Anzeigenkampagnen gekündigt oder pausiert worden.

 

Weniger Einstellungen

Wegen der Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen werde der Stellenaufbau verlangsamt, kündigte Spotify an. Der Betriebsverlust verringerte sich im ersten Quartal auf 15 Millionen Dollar von 47 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Im laufenden Quartal will Spotify die Zahl der monatlich aktiven Nutzer auf 289 bis 299 Millionen steigern und den Umsatz damit auf 1,75 bis 1,95 Milliarden Dollar erhöhen. Zugleich senkte das Management die Prognose für den Gesamtumsatz 2020 auf eine Spanne von 7,65 bis 8,05 Milliarden Dollar von bisher 8,08 bis 8,48 Milliarden Dollar. (SDA)

Net Working realisiert neue Websites für PR Suisse und seine Regionalgesellschaften

Ein kleines Team hat die Websites von PR Suisse (SPRV), dem nationalen Berufsverband der PR- und Kommunikationsprofis, und seinen sieben Regionalgesellschaften überarbeitet. Die Zürcher Agentur Net Working war massgeblich am neuen Internetauftritt beteiligt.

PR Suisse

Grund für das Neukonzept war, dass die alten Websites in technischer Hinsicht und bezüglich modernem Webdesign nicht mehr dem Zeitgeist entsprachen. «Damit Verbände ihre Funktion effizient wahrnehmen können, brauchen sie eine attraktive Website mit massgeschneiderten Tools», sagt Roger Guggenheim, Projektleiter und Geschäftsführer von Net Working. «Mit der neuen Website für PR Suisse ist uns das gelungen.»

Die neuen Websites treten in einem neuen und frischen Design auf. Sie sollen nicht nur modern und zeitgemäss wirken, sondern auch Werte wie Seriosität und Professionalität für den Berufsverband ausstrahlen. Die Inhaltsschwerpunkte wie News und Events haben mehr Gewicht erhalten.

Viel investiert wurde in die neue Mitgliederdatenbank. Sie ist schliesslich die DNA eines jeden Berufsverbandes. So wurde unter anderem die Profilansicht der Mitglieder attraktiver gestaltet und in ihrer Funktionalität optimiert.

Christian Wick, interimistischer Verbandsleiter von PR Suisse und Präsident der Zürcher PR-Gesellschaft ZPRG, bemerkt: «Mit dem nationalen Launch der neuen Websites haben sowohl der Dachverband PR Suisse als auch die Regionalgesellschaften wieder einen attraktiven und zeitgemässen Auftritt, der sich aufgrund der komplett neu aufgebauten Plattform in Zukunft auch ausbauen lässt.» (pd/swi)

Mehdi Atmani ist Swiss Press Journalist of the Year

Der freie Journalist Mehdi Atmani ist Swiss Press Journalist of the Year. Die Fondation Reinhardt von Graffenried hat ihn für seine Recherchen über die Spionageaktivitäten in der Schweiz mit diesem Titel ausgezeichnet.

Swiss Press Journalist of the Year

Dabei waren seine Recherchen in der Öffentlichkeit kaum auf Beachtung gestossen, wie die Fondation Reinhardt von Graffenried am Mittwoch mitteilte. «Cryptoleaks» war der erste Scoop des Medienjahres 2020. Am 22. Februar enthüllte die «Rundschau» von Fernsehen SRF, wie amerikanische Geheimdienste und der deutsche Bundesnachrichtendienst mit manipulierten Chiffriergeräten der Schweizer Firma Crypto jahrzehntelang über hundert Staaten ausspioniert hatten.

Der Skandal, an dessen Aufdeckung die Washington Post und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mitgearbeitet hatten, ging um die Welt. «Nur: ‹Cryptoleaks› war zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar keine Breaking News mehr», schreibt die Stiftung dazu.

Denn am 18. November 2019 sei auf der Website des Westschweizer Fernsehens RTS eine fünfteilige Videoserie online gegangen. «La Suisse sous couverture» habe eine Schweiz als «Mittelpunkt der Spionage» dokumentiert, die nie gezögert habe, «ihre Neutralität den politischen, ökonomischen und militärischen Interessen zu opfern». Die Webserie habe aber keine Resonanz ausgelöst.

Der 36-jährige freie Journalist Atmani habe zehn Jahre lang über die Schweiz in geheimer Mission recherchiert und zwar in den USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich und Belgien. Die Crypto-Affäre habe er dann in einem 14-minütigen Film zusammengefasst.

 

Keine Ressentiments trotz fehlender Würdigung

Auf dem Onlineportal Srf.ch sei elf Tage nach dem Rundschau-Scoop eine deutschsprachige Fassung publiziert worden, den Autorennamen von Atmani suche man jedoch vergebens. Ressentiments gegen die Zürcher Kollegen scheine der Lausanner Journalist keine zu hegen: Der «Rundschau»-Bericht habe die erwünschte öffentliche Debatte angeheizt. Schade finde Atmani hingegen, dass sich die SRG-Sender beidseits des Röstigrabens im gegenseitigen Wissen um die parallel laufenden Recherchen nicht koordiniert hätten. Er und sein kleines Team hätten aber an Legitimität gewonnen, was für weitere Recherchen extrem viel bringe. «Cryptoleaks» sei wohl nur die Spitze des Eisbergs.

Seine akribische Arbeit, seine Bescheidenheit und sein Wille weiterzumachen zeichneten Mehdi Atmani als «Swiss Press Journalist of the Year», schreibt die Stiftung weiter. Er ist der erste Träger dieses neuen Titels und bekommt dafür 25’000 Franken Preisgeld. Um die Recherche in eine fünfteilige Video-Serie zu «verpacken» habe er sich mit Alexandre Bugnon zusammengetan. Die beiden sind deshalb auch Sieger in der Kategorie Swiss Press Video.

 

Weitere Auszeichnungen

Folgende Kategoriengewinner wurden zudem auserkoren: Arnaud Robert (Swiss Press Text) für einen Bericht über die weltweite Toilettenhygiene, Christian Zeier und Team (Swiss Press Online), die einen Finanzskandal in Mosambik thematisiert haben, Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank (Swiss Press Audio) mit einem Beitrag über das Messi-Syndrom sowie François Ruchti (Swiss Press Local) mit einem Bericht über die Grosswildjagd im Wallis.

Bereits Anfang April war bekannt geworden, dass Yves Leresche (Swiss Press Photo) für eine Bildserie über den Frauenstreik in der Zeitschrift L’Illustré ausgezeichnet wird. Er wurde nun zudem als Swiss Press Photographer of the Year ausgezeichnet und erhält dafür 25’000 Franken.

Die Gewinner der Kategorien Text, Online, Audio und Local erhalten je 15’000 Franken. Jedem und jeder der Gewinnenden wurde zudem ein Diamant für seine herausragende Arbeit zugestellt. Die gesamte Preissumme beläuft sich auf 128’000 Franken.

Die verlagsunabhängige Fondation Reinhardt von Graffenried wurde mit dem Ziel gegründet, den schweizerischen Journalismus zu fördern. (SDA)

Dreifive setzt für Privera auf digitale Werbeinstrumente

Die Zürcher Digitalagentur Dreifive lanciert neu für Privera Kampagnen zur Vermarktung von Wohn- und Gewerbeprojekten. Dabei liegt der Fokus auf Programmatic und Social Media Advertising, der Beratung rund um das Thema Digitales- und Performance Marketing sowie der Kreation verschiedener digitaler Assets.

Dreifive

Die Zusammenarbeit von Dreifive und der Immobiliendienstleisterin Privera begann bereits letzten Herbst, als die erste gemeinsame Kampagne zur Black-Friday-Aktion lanciert wurde. Im On- und Offline-Bereich wurden insgesamt vier Wohnprojekte mit attraktiven Aktionen beworben und bekanntgemacht.

 

Digitale Werbeinstrumente in der Immobilienbranche

Die digitalen Werbeinstrumente gewinnen in der Immobilienbranche zunehmend an Bedeutung. «Zum einen ist es dank digitalen Lösungen möglich, zielgruppenspezifischer zu werben und so Streuverluste zu reduzieren. Zum anderen können die digitalen Tools unkompliziert und flexibel auf die entsprechenden Bedürfnisse angepasst werden, was in der Vergangenheit beispielsweise über Printinserate nicht möglich war», erklärt sich Michèle Oser, Regionalleiterin Vermietungsmanagement Ost bei Privera, diesen Wandel.

Durch langjährige Kunden aus der Immobilienbranche kennt Dreifive die wichtigsten Zutaten für die erfolgreiche Vermarktung von Liegenschaften. Um das Ziel von qualitativen Anfragen seitens der Zielgruppe zu generieren, wird jeweils auf einen Cross-Channel-Ansatz, umfassende Tracking-Methoden, zielgruppenspezifisches Targeting sowie auf ansprechende Werbemittel gesetzt.

 

Anwendung auf aktuelle Projekte

Dieses Vorgehen wird derzeit auch für die Bekanntmachung des Wohnquartiers Zwicky-Riedgarten sowie der Gewerbeflächen und Co-working Space «MyOffice» in Bülach umgesetzt. «Beide Projekte sind sehr unterschiedlich und jedes erfordert eine eigene digitale Strategie, welche nur durch eine gute und enge Zusammenarbeit erarbeitet und schliesslich umgesetzt werden kann», ist Jolanda Kessler, Head of Digital Marketing Consulting bei Dreifive, überzeugt.

Beim Trendquartier Zwicky mit einer sehr jungen und urbanen Zielgruppe liegt der Fokus auf Social Media Advertising. Mit unterschiedlichen Werbeformaten können die Vorteile des Areals überzeugend visualisiert werden. Die Botschaft wird schnell und flexibel angepasst und mit attraktiven Aktionen finden auch die letzten aktuell noch verfügbaren Wohnungen passende Mieter.

Verantwortlich bei Dreifive: Jolanda Kessler (Head of Digital Marketing Consulting); Karen Wolf (Digital Marketing Consultant); Benedikt Ritschel (Teamleader Digital Rich Media Solutions); Hendrik Schraven (Digital Rich Media Solutions).

Rasantes Wachstum digitaler Sprachassistenten schafft neue Konsumentenbedürfnisse

Schon jeder zweite Schweizer spricht mit Sprachassistenten auf dem Smartphone, im Auto oder zu Hause mit dem Smart Speaker – und dies zunehmend auch im Rahmen von Kaufprozessen. Dies zeigt das zweite Voice First Barometer der Universität Luzern, der Kommunikationsagentur Farner und Swisscom. Das schnelle Wachstum der Technologie hat grosse Auswirkungen auf Marken- und Marketingstrategien.

Farner

Gemäss Voice First Barometer, der jährlichen repräsentativen Befragung zur Verbreitung und Nutzung von Voice User Interfaces (VUIs) in der Schweiz, nutzen aktuell bereits 51% der Schweizer Bevölkerung sogenannte Voice Assistants. Im Vorjahr waren dies erst ein Drittel. Schon bis Jahresende soll der Anteil der Voice User in der Bevölkerung gemäss Selbstauskunft auf 68% ansteigen.

 

Neue Alltagsbegleiter

Schon heute übernehmen Sprachassistenten viele alltägliche Aufgaben und machen das Leben einfacher. Die Studienteilnehmenden gaben an, dass sie die Technologie vor allem deshalb gerne nutzen, weil sie dabei ihre Hände frei haben und parallel Dinge erledigen können.

Die beliebtesten Funktionen sind:

  • Informationen abfragen («Wie wird das Wetter heute?»)
  • Navigieren («Wie lange brauche ich von zu Hause bis zum Büro mit dem Velo?»)
  • Lokalisieren («Wo ist die nächste Postfiliale?»)

Sprachassistenten werden am häufigsten über das Smartphone genutzt (42%). Auf dem zweiten Platz ist neu das Auto (16%), das den Desktop-Computer überholt (12%). Mit 2,63% werden Smart Speakers im Vergleich zu anderen Devices zwar noch selten genutzt. Smart Speakers sind auch erst seit Oktober 2019 offiziell in der Schweiz erhältlich. Trotzdem hat sich ihre Nutzung bereits mehr als verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr.

 

Voice Commerce nimmt zu – von der Suche bis zum Verkauf

Die Kombination von Lohnungleichheit, Teilzeitarbeit, der längeren Lebenserwartung und dem Investitionsverhalten haben einen grossen Einfluss auf das Gesamtvermögen von Frauen. Und diese Faktoren bergen die Gefahr, dass Frauen im Alter signifikant weniger Geld zur Verfügung haben als Männer. Die Auseinandersetzung mit Fakten und Vorsorge sind daher eine wichtige Massnahme.

 

Erstmals Daten zu Voice Banking

Vertieft angeschaut wird die Bereitschaft der Voice User, Bankleistungen über Sprachassistenten zu tätigen. Erst 11% können sich dies vorstellen, zum Beispiel um Transaktionen oder den Kontostand abzurufen. Von diesen Usern bevorzugt eine grosse Mehrheit (78%) den bankeigenen Sprachassistenten anstatt eines Intermediärs wie Siri oder Alexa. «Dies ist höchstwahrscheinlich auf die ohnehin hohen Datenschutzbedenken der Konsumenten zurückzuführen, die im Bankenkontext zusätzlich erhöht sein dürften», so Reto Hofstetter, Professor für Marketing an der Universität Luzern und Ko-Autor der Studie.

 

Anforderungen an Marken

Mit der zunehmenden Nutzung von Sprachassistenten entstehen neue Möglichkeiten für Marken und Unternehmen, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Gemäss Voice First Barometer möchte jeder zweite Voice User, dass Marken an Voice-Touchpoints eine jeweils eigene, zum Markenauftritt passende Stimme haben.

Wollen Marketing- und Kommunikationsverantwortliche diesem Bedürfnis der Kunden nachkommen, so müssen sie ihre Marke und Marketingaktivitäten durch Voice-Applikationen strategisch erweitern. Und digitale Touchpoints wie die Firmenwebsite müssen mit strukturierten Daten für die Sprachsuche optimiert werden. Voice-Strategien werden damit schon bald Teil jeder integrierten Markenstrategie sein.

Über die Studie 

Das Voice First Barometer Switzerland ist die erste repräsentative jährliche Studie zur Erfassung und Beobachtung der Verbreitung von Voice User Interfaces (VUI) in der Schweiz, sowie der Einstellungen der Schweizer Bevölkerung gegenüber diesen neuen Technologien. Das Barometer wurde 2018 von Farner Consulting initiiert und gemeinsam mit der Universität Luzern als gleichberechtigte Gründungspartnerin operationalisiert.

Die Universität Luzern erhebt und analysiert die Studie seit der Gründung. Die erste Ausgabe wurde im Herbst 2018 erhoben und im Januar 2019 publiziert. Swisscom ist nach der ersten Publikation des Voice First Barometers im Januar 2019 als Unterstützerin der Grundlagenforschung der Universität Luzern zu den beiden Gründungspartnern gestossen.

Methodik

  • Quantitative Online-Befragung
  • Repräsentatives Sample mit 1027 Personen
  • Online-Panel des LINK Instituts
  • nur sprachassimilierte Personen, die das Internet mehrmals pro Monat nutzen
  • alle drei Sprachregionen, Quotensteuerung durch das Link-Institut
  • Zeitraum: 3. Oktober bis 15. Oktober 2019
  • Altersdurchschnitt: 45 Jahre
  • Geschlecht: 49 % weiblich

Das Summary der Studie mit den zwölf wichtigsten Insights für Marketing und Kommunikation kann auf der Voicefirst.ch-Website kostenlos heruntergeladen werden. Die vollständige Studie bietet die Universität Luzern auf ihrer Website an.

Farner lanciert parallel zur Veröffentlichung der Studie den Content Hub Voicefirst.ch als Informationsportal und erste Anlaufstelle in der Schweiz rund um die Entwicklung und Verbreitung von Voice User Interfaces.

Sonntag gewinnt als Liefertag für Online-Supermärkte an Wichtigkeit

Der Sonntag gewinnt für Schweizer Online-Supermärkte als Liefertag an Relevanz, und das nicht nur wegen der aktuellen Krise. Das schreibt die Handelszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe.

Handelszeitung

«Seit 19. April liefern wir auch sonntags aus, zunächst im Raum Zürich», sagt Roman Hartmann, Co-Chef von Farmy.ch. Damit könnte man neue Lieferfenster öffnen, was bei den Kunden sehr gut ankomme. Man tue dies erst einmal befristet für die Krisenzeit und sei noch im Testmodus.

Bei Coop@home wird dieser Dienst in der Stadt Zürich seit 2017 angeboten. Mit Erfolg, wie Chef Philippe Huwyler zur Handelszeitung sagt: «Sonntagslieferungen werden immer stärker nachgefragt. Wir überprüfen regelmässig, ob wir das Angebot auf andere Städte ausdehnen können.» Bei Marktleader LeShop wurde die Sonntagslieferung gemäss einem Sprecher geprüft. Eine Umsetzung in urbanen Zentren sei «denkbar, derzeit jedoch nicht geplant».

Nationalratskommission fordert Nothilfe für Medien

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF) fordert vom Bundesrat, die Medien in der Corona-Krise zu unterstützen. Hilfe sollen die Medien in Form von Gratiszustellung von Zeitungen und kostenlosen Agenturmeldungen bekommen.

Medien

Das fordert die KVF mit einer Motion, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Die Ständeratskommission hat bereits einen gleichlautenden Vorstoss formuliert. Während diese ihren Entscheid mit grosser Mehrheit fällte, fand die Motion in der Nationalratskommission mit 12 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen eine knappe Mehrheit. Die Vorstösse dürften in der ausserordentlichen Session von kommender Woche behandelt werden.

Die Motionen fordern, dass die Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützt wird, damit diese ihren Text-Basisdienst ihren Abonnenten in drei Sprachen unentgeltlich zur Verfügung stellen kann. Die Kosten werden in den Motionen nicht beziffert.

25 Millionen Franken sollen für die kostenlose Zustellung von Regional- und Lokalzeitungen durch die Post zur Verfügung gestellt werden, 10 Millionen Franken für die Verbilligung der Zustellung der übrigen Tageszeitungen.

 

Übergangslösung für Medien

Aus Sicht der Kommission handelt es sich bei der Unterstützung um eine Übergangslösung. Diese soll vom Massnahmenpaket zugunsten der Medien abgelöst werden. Medienministerin Simonetta Sommaruga wird das Geschäft dem Bundesrat voraussichtlich morgen Mittwoch vorlegen. Nothilfe für die Medien hat bisher im Bundesrat keine Mehrheit gefunden.

Einstimmig haben beide Kommissionen eine weitere Motion angenommen, die verlangt, dass die regionalen Radio- und Fernsehveranstalter gegenüber 2019 mit zusätzlichen 30 Millionen Franken unterstützt werden. Diese Nothilfe kann aus der schon vorhandenen Schwankungsreserve der Radio- und TV-Abgabe ausgeschüttet werden.

 

Hilfe für öffentlichen Verkehr

Einig sind sich die Kommissionen auch darüber, dass der öffentliche Verkehr unterstützt werden muss. Obwohl die Nachfrage um bis zu 80 Prozent eingebrochen sei, verkehrten 70 bis 80 Prozent der öffentlichen Verkehrsmittel weiterhin, heisst es in der Mitteilung. Die KVF des Nationalrats zeigte sich zufrieden mit den Sofortmassnahmen des Bundesrats.

Trotzdem will sie die Regierung mit einer Motion verpflichten, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Transportunternehmen eine Vorlage zur Abschwächung der Ertragsausfälle zu erarbeiten. Anzustreben sei eine ausgewogene und faire Lösung, an der neben dem Bund auch die Transportunternehmen und die Kantone einen Anteil des Ausfalls tragen sollten, heisst es in der Mitteilung.

Der Entscheid für die Motion fiel in der KVF des Nationalrats mit 16 zu 8 Stimmen. Die Ständeratskommission hatte lediglich eine entsprechende Empfehlung an den Bundesrat formuliert. (SDA)

Radio 24 erhält Verstärkung ab Mai

Am 1. Mai 2020 stossen Pia Gerteis und Daniel Glur zum Radio 24-Team. Pia Gerteis wird Programmplanerin und Daniel Glur unterstützt die Lokalredaktion Zürich. Beide bringen eine langjährige Erfahrung in der Schweizer Medienlandschaft mit, zuletzt bei Radio Energy Zürich.

Radio 24

Pia Gerteis wird für die Planung und Produktion von Radio 24-Programminhalten zuständig sein und gelegentlich auch Sendungen moderieren. Die 33-jährige Winterthurerin moderierte zuletzt bei Radio Top das Morgen- und Abendprogramm. Zuvor war sie bei Radio Energy Zürich und dem Landboten tätig.

Daniel Glur stösst ab Mai als Lokalredaktor neu zum Team. Er startete seine Radiokarriere bei Radio 3Fach, wo er nach vier Jahren Programmleiter wurde. Zeitgleich absolvierte er die Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern. Weiter arbeitete der Wahlzürcher bei Toxic.fm in St. Gallen als Ausbildner und ist aktuell bei Radio Energy Zürich als News-Produzent tätig.

Schweizer wollen kleine Hotels und Destinationen im Inland unterstützen

Die Corona-Krise beeinflusst unser gegenwärtiges Reiseverhalten: Private Reisen finden zurzeit – auf Geheiss des Bundesrates und wegen Restriktionen vieler Länder – kaum statt. Das Online-Portal Ebookers hat 1000 Schweizerinnen und Schweizer befragt, wie die Corona-Krise ihre Reiseplanung für die kommenden Monate beeinflusst. 

Hotels

Eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer plant weiterhin private Reisen für dieses Jahr: Etwas mehr als die Hälfte (52%) plant zum Befragungszeitpunkt, in diesem Sommer nach wie vor zu verreisen. Ein Fünftel beabsichtigt, erst zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zu reisen (19%) oder bereits geplante Reisen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben (21%). Je 16% planen, ihre Ferien dieses Jahr voraussichtlich in der Schweiz zu verbringen oder kurzfristig zu buchen.

 

Ziele in der Schweiz dürften Zuwachs erhalten 

Auch auf die Wahl der Ziele hat die Situation einen Einfluss: Ein Drittel der Befragten gibt an, ihre Ferien nach der Corona-Krise häufiger in der Schweiz verbringen zu wollen. 24 % möchten vermehrt Reiseziele in Europa besuchen. Die Lust nach Langstreckenreisen hingegen scheint vielen etwas vergangen: 35 % geben an, dass sie weniger Langstreckenreisen oder Aufenthalte in Überseedestinationen buchen wollen.

27% denken, dass sie im laufenden Jahr grundsätzlich weniger verreisen werden und knapp ein Drittel der Befragten gibt an, die Ferien in den kommenden Monaten eher kurzfristig buchen zu wollen.

 

Solidarität mit kleineren Hotels 

Die befragten Schweizerinnen und Schweizer zeigen sich solidarisch mit KMUs: Rund jede und jeder zweite will bei zukünftigen Reisen versuchen, kleinere Hotels und Pensionen im In- und nahen Ausland zu unterstützen, indem sie sie bei ihren Buchungen berücksichtigen.  27% planen für die Zeit nach der Corona-Krise Generationenferien. Eine mögliche Erklärung ist ein gesteigertes Bedürfnis nach Kontakt mit Familienmitgliedern und Grosseltern beziehungsweise Enkeln nach der Zeit in der Isolation.

Hotels

Viele Schweizerinnen und Schweizer werden ihre Ferien dieses Jahr wohl im Inland verbringen. 

 

Sicherheitsbedürfnis steigt

Die Krise scheint sich auch auf das Sicherheitsbedürfnis auszuwirken: 48% aller Befragten geben an, in Zukunft eine Reiseversicherung abschliessen zu wollen. Mehr Sicherheit scheint auch in finanziellen Dingen ein Thema zu sein; lediglich 18% – und zwar signifikant mehr Männer als Frauen – planen in den kommenden Monaten, mehr Geld für ihre Ferien auszugeben. Ein Drittel plant immerhin längere Ferien beziehungsweise mehr Ferientage ein – möglicherweise, um verpasste Ferien im ersten Halbjahr zu kompensieren.

 

Reisen mit entsprechender Buchungsflexibilität buchen 

«Jetzt, da die Reisebeschränkungen möglicherweise allmählich gelockert werden, ist es für viele Menschen von zentraler Bedeutung, ihre Familie und Freunde wiederzusehen. In der momentanen Situation empfehlen wir Reisenden dringend, das Reiseangebot so zu wählen, dass man die grösstmögliche Flexibilität hat und jederzeit von der Option einer kostenlosen Stornierung oder Änderung Gebrauch machen kann», empfiehlt Claudia Parker, Head of PR von Ebookers.

Das Online-Reiseportal Ebookers hat in einer repräsentativen Umfrage 1000 Menschen in der Schweiz gefragt. Die komplette Studie kann unter [email protected] kostenlos bestellt werden.

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