«Wir können weiter gehen als Amazon»

Anton Gäumann, Chef der Migros-Genossenschaft Aare, verspricht sich viel vom jungen Abo- und Serviceprojekt M-Plus: «M-Plus ist ein Programm ohne Grenzen», sagt er in einem Interview mit der Handelszeitung.

Wir können weiter gehen als Amazon

Das Projekt der Migros Aare, das als bezahlte Abo-Mitgliedschaft aufgezogen ist und damit stark dem Amazon-Erfolgsmodell Prime ähnelt, habe noch viele Entwicklungsmöglichkeiten: «Wir können weiter gehen als Amazon», sagt Gäumann und nennt als Beispiele die Übertragung in die stationäre Welt. «Warum sollten Kunden nicht auch vergünstigt tanken können oder Vorteile für unsere Gastro-Angebote erhalten?»

Im Interview mit der Handelszeitung spricht Gäumann über die Kultur des Scheiterns innerhalb der Migros und nennt weitere neue Projekte aus der «Wachstumsfabrik» der Migros Aare, etwa die Lancierung eines Kochboxen-Dienstes namens Yummibox.

Wenn sich das Büro-Mobiliar zu früh freut

Der Lockdown ist vorüber. Das Mobiliar kann sich vor Vorfreude kaum halten, denn die Menschen kehren ins Büro zurück. Oder vielleicht doch nicht?

Mobiliar

Für Büroinventar hat das Grauen einen Namen: Das Work-Management-Tool Monday.com verspricht, «remote working» auf ein neues Level zu heben. Dies und mehr erklärt eine Computermaus ihren immer panischer werdenden Inventar-Kameraden in einem TV-Spot. Ins Büro zu gehen könnte somit für viele Arbeitnehmer zunehmend überflüssig werden. Verständlich, dass sich da Panik breit macht.

Mobiliar

VSM unterstreicht mit «Fakt» die Bedeutung der Qualitätsmedien

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Presse als Instanz für Faktentreue ist. Qualitätsmedien garantieren fundierte, zuverlässige Informationen. Diese Botschaft vermittelt die neue Kampagne «Fakt» des Verbands Schweizer Medien VSM.

VSM unterstreicht mit «Fakt» die Bedeutung der Qualitätsmedien

«Unsichere Zeiten brauchen sichere Informationsquellen. Deshalb versorgen Sie Zeitungen rund um die Uhr mit allem, was Sie jetzt wissen müssen. Gedruckt und digital. Bleiben Sie gesund und gut informiert!» lautet die Aussage der Kampagne, die von der Wiener Agentur Demner, Merlicek & Bergmann im Auftrag des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) für den österreichischen Markt entwickelt wurde. Inzwischen wird sie auch in Deutschland eingesetzt. Somit ist in der gesamten DACH-Region eine Gattungskampagne im Einsatz, die den Wert des Journalismus und dessen demokratierelevante Rolle herausstellt.

Der VSM stellt seinen Mitgliedern die entsprechenden Vorlagen für Print und Digital zur freien Nutzung zur Verfügung.

Priska Amstutz und Mario Stäuble übernehmen Co-Chefredaktion beim Tagi

Priska Amstutz und Mario Stäuble übernehmen per 1. Juli 2020 in einer Co-Leitung gemeinsam die Chefredaktion des Tages-Anzeigers. Sie treten die Nachfolge von Judith Wittwer an, die ihrerseits Co-Chefredaktorin der Süddeutschen Zeitung wird.

Tages-Anzeiger

Amstutz und Stäuble arbeiten bereits beim Tages-Anzeiger und werden ihre aktuellen Funktionen beibehalten. Amstutz leitet das Ressort Zürich Stadtleben und verantwortet den Züritipp, Stäuble ist Ressortleiter Politik und Wirtschaft Zürich. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Journalismus und fundiertes digitales Know-how.

«Wir werden uns mit aller Kraft für den exzellenten ‹Tagi›-Journalismus einsetzen, für Recherche, intelligente Debatten, Unterhaltung, Lebensfreude und eine offene Fehlerkultur», sagt Priska Amstutz. «Der Tages-Anzeiger verkörpert eine der wertvollsten Schweizer Medienmarken. Wir wollen den Titel stärken, schützen, klug modernisieren», ergänzt Mario Stäuble.

Priska Amstutz leitete von 2008 bis 2010 die Online-Redaktion der Zeitschrift Annabelle, führte dann einen Hotelbetrieb in Flims und war anschliessend Chefredaktorin des digitalen Reisemagazins elsewhere by Kuoni. Ab 2015 arbeitete sie als Head of Digital und Stellvertretende Chefredaktorin bei den Zeitschriften Bolero und Style von Ringier Axel Springer Schweiz. Im Februar 2020 wechselte sie zum Tages-Anzeiger. Amstutz studierte Publizistik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Zürich.

Mario Stäuble startete 2011 als Volontär beim Tages-Anzeiger. Von 2013 bis 2019 war er im Tamedia-Recherchedesk tätig, wo er mit investigativen Geschichten regelmässig für Schlagzeilen sorgte. 2018 erhielt er als Teil des Recherchedesks den Zürcher Journalistenpreis für die Offshore-Enthüllungen zu den «Paradise Papers». Mario Stäuble studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich.

Simonhofer Creative unterstützt Casalucis mit Plakatkampagne

Simon Hofer von der gleichnamigen Werbeagentur und seine Hauptlieferanten helfen dem Berner Boutiquebesitzer Salvatore Casaluci mit einer Kampagne in der Coronakrise.

Simonhofer Creative unterstützt Casalucis mit Plakatkampagne

Mit Plakaten in den Formaten F12 und F200, Postkarten und Social-Media-Massnahmen unterstützt das Berner Werbeteam Casaluci mit einem auffallenden Sujet: Bikini oder Schutzmasken? Auf die kommende Sommersaison soll das Sujet so gegen die Krise beim Anziehen aufmerksam machen.

Verantwortlich bei Casalucis: Salvatore Casaluci (Inhaber). Verantwortlich bei Simonhofer Creative: Simon Hofer (Initiative, Creative Direction, Art Direction, Grafik); Mike Krüll (Krüllkonzept, Text); Reto Andreoli (Fotografie); Patrick Salonen (Salonen Postproduktion, Bildbearbeitung); Phillip Bühlmann (Baracom, Plakataushang); Madeleine Uldry (Uldry Druck, Plakatdruck); Kevin Bein (Aquaprint, Postkartendruck).

FDP verstärkt Kommunikation im Hinblick auf die Wahlen 2023

Die FDP Schweiz rüstet ihr Generalsekretariat auf und schafft neu die Position der Chefin Kommunikation. Fanny Noghero, derzeit verantwortlich für die Kommunikation der lateinischen Schweiz, soll in dieser Funktion eine Kommunikationsstrategie entwickeln und klare Botschaften definieren.

FDP

Fanny Noghero ist die neue Chefin Kommunikation der FDP. (Bild: Fdp.ch)

 

Die Stärkung der Kommunikationsabteilung erfolge mit Absicht, sich auf eine längerfristige Vision stützen zu können, schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die FDP arbeite bereits an den nächsten Wahlen 2023.

Martin Stucki bleibe Verantwortlicher der Kommunikation für die Deutschschweiz und werde weiterhin Ansprechpartner für die deutschsprachigen Medienschaffenden sein. (SDA)

Komet zeigt für Kanton Bern, dass der Lockdown auch im Gesundheitswesen vorbei ist

Aus Angst vor dem Coronavirus scheuten sich auch die Bernerinnen und Berner, medizinische Dienstleistungen zu beanspruchen. Jetzt soll ihnen eine Kampagne von Komet das Vertrauen in ihre Gesundheitsinstitutionen wieder zurückgeben.

komet

Nachdem das BAG während des Lockdowns selbst von Motorradausflügen dringend abgeraten hatte, um die Notfall-Abteilungen unserer Spitäler nicht zusätzlich zu belasten, leiden die Schweizer Gesundheitsinstitutionen nun unter Patientenmangel. Denn es herrscht in der Bevölkerung eine gewisse Verunsicherung darüber, ob die Gesundheitsversorgung auch bei Nicht-Covid-19-Patienten sichergestellt ist und man sich bei einem Spital- oder Arztbesuch vor einer Infektion mit dem Virus fürchten muss. Dies mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. Aktuell warten zum Beispiel Leute mit Herz- und Kreislaufproblemen so lange damit, medizinische Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, bis es für eine optimale Behandlung womöglich zu spät ist.

 

Schnell umgesetzte Kampagne

Diesem fallweise tödlichen Missstand tritt die Covid-19-Taskforce des Kantons Bern jetzt mit einer Awareness-Kampagne entgegen, die wieder Vertrauen in die Berner Gesundheitsinstitutionen, in Spitäler, Hausärzte, Alters- und Pflegeheime sowie die Spitex schaffen soll. Eine Kampagne, die – wie in diesen verrückten Zeiten völlig normal – innert weniger Tage konzipiert und realisiert werden musste. So wurde für die Hintergrundbilder der Plakate und Social-Ads auf Stockfotos zurückgegriffen, während der TV- und Online-Spot unter erschwerten Bedingungen, sprich unter Einhaltung der Hygienevorschriften und der 2-Meter-Distanz-Regel, gedreht werden musste.

Inhaltlich wirft die Kampagne selbst die Fragen auf, die sich zurzeit fast alle Leute vor einem Spital- oder Arztbesuch stellen und löst diese mit einer überraschend klaren Antwort auf: «Aber sicher.» Denn die Berner Gesundheitsinstitutionen können dank strengsten Hygienemassnahmen und der strikten Trennung von Covid-19-Patienten die Sicherheit von Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden gleichermassen garantieren.

komet

Verantwortlich bei Kanton Bern: Anna Djilali (Kommunikation). Verantwortlich bei Komet: Corinne Hert (Client Service Director); Nicolas Gabl (Beratung); Jeff Gerber (CD); Daniel Müller (Text); Claudio Parente (AD); Andrea Zaugg (Grafik); Melanie Schlunegger (DTP). Filmproduktion: Allmen Films. Regie: Simon von Allmen. Mediaagentur: Media Schneider Bern.

Dirtje Hüttmann wechselt von Farner zu Pomcanys

Nach neun Jahren Farner Consulting wechselt Dirtje Hüttmann als Mitglied der Gruppenleitung in die Pomcanys-Gruppe. Zu ihren Aufgaben gehören neben strategischer Beratung und Kommunikation auch der Aufbau eines Ausbildungsinkubators «The Incubator», Future Skills in 360-Grad-Marketing & Communication.

Dirtje Hüttmann

«Mich reizt die Vielfalt der Aufgaben und der Aufbau von etwas ganz Neuem. Junge Menschen zu fördern und ihnen zu helfen, ihren Weg zu finden, macht mir Freude! Ich kann hier meinen gesamten Erfahrungsschatz einbringen», so Hüttmann.

Wichtig, aber nicht einfach, sei die Entscheidung gewesen, die Komfortzone zu verlassen. Agil zu bleiben, Veränderungen herbeizuführen kostet nicht nur Energie, sondern ist notwendig, um sich persönlich und beruflich immer weiterzuentwickeln, davon ist Dirtje Hüttmann überzeugt.

Als Head Events & Live Communication hat sie seit 2011 zahlreiche Projekte für Farner konzipiert und umgesetzt. Unter anderem hat sie den Birgit Nilsson Prize, ein internationales Grossprojekt, dreimal geleitet.

Stutz Medien und Pomcanys Marketing gehören zur Pomcanys-Gruppe mit den Partner-Firmen Rheuma Schweiz, ZPS Lifestyle Factory, Waveup, The Incubator (im Aufbau).

Habegger gewinnt Pitch für Messeauftritt der BLKB

Habegger konnte im Pitch mit einem modularen Entwurf überzeugen und wird nun ein neues Messestandkonzept für die Basellandschaftliche Kantonalbank entwickeln und umsetzen.

BLKB_Habegger

Die BLKB möchte mit ihrem neuen Messestand nicht nur den eigenen Service und die Produkte präsentieren, sondern vor allem Nähe zur Bevölkerung schaffen. Kunden sollen die BLKB emotional erleben und sich dabei fühlen, als wären sie in einer ihnen vertrauten Filiale.

Diese Anforderungen hat die Habegger aufgenommen und in ein vielseitiges Konzept integriert. Die vom Live-Kommunikations-Dienstleister aus Regensdorf präsentierte Idee ist eine modulare Konstruktion, die in drei verschiedenen Grössenvarianten aufgebaut werden kann. Die Auf- und Abbau-Prozesse (inklusive Technik) sind zudem zeiteffizient.

Allgemein zeichnet sich der Messestand durch seine intelligente Ressourcennutzung aus, auch bezüglich Stauraum: Eine Wandkonstruktion mit eingebauten Schränken soll ausreichend Platz für benötigte Utensilien bieten.

Im Frühling 2021 soll der neue Messeauftritt voraussichtlich zum ersten Mal eingesetzt werden.

Kundenservice im Digitalen Zeitalter: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Ein erfolgreicher Kundenservice ist ein entscheidender Faktor für Unternehmen. Wie jedoch schafft man die dafür notwendige Nähe, wenn doch zunehmend mehr und mehr digitalisiert wird? Das ZHAW Institut für Marketing Management hat für eine aktuelle Benchmark-Studie rund 200 Unternehmen aus dem DACH-Raum befragt.

ZHAW

Der Kundenservice ist ein zentrales Element für Unternehmen. Trotz grosser Akzeptanz von Automatisierungen werden noch immer die meisten Kundenanfragen manuell bearbeitet – dies zu Lasten der Reaktionszeit und der Effizienz. 80 Prozent der befragten Unternehmen erachten die Kundenorientierung als wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit. Sie bewerten in diesem Kontext vor allem die Eigenschaften Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Kompetenz als matchentscheidend. Firmen unterschätzen jedoch die Wichtigkeit von begeisternden Kundenerlebnissen. «Die Studie zeigt in einer vertieften Analyse eindeutig auf, dass Kundenbegeisterung zusammen mit der Zuverlässigkeit der wichtigste Treiber für den Erfolg ist», betont Frédéric Monard, CEO der Pidas-Gruppe.

 

Nur geringer Anteil misst Kundenzufriedenheit

Nur 19 Prozent der befragten Unternehmen geben an, die Kundeninteraktionen auch tatsächlich elektronisch zu erfassen beziehungsweise zu historisieren. Diese Messung wäre aber die Grundlage für das Einhalten des Leistungsversprechens und würde die Kundenerlebnisse nachhaltig steigern.

Eigen- und Fremdbild der Unternehmen scheinen ebenfalls unterschiedlich. 83 Prozent sind sich zwar sicher, dass ihre Kunden mit dem Service zufrieden sind. Allerdings messen nur 13 Prozent der Unternehmen die faktische Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden über den sogenannten Net Promoter Score (NPS). Der NPS ist natürlich nur ein Key Perfomance Indicator (KPI), dafür aber ein sehr einfach zu messender, denn er fragt nur nach der Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung. Eine wichtige Kennzahl, gerade auch im Branchenvergleich.

«Solche Messungen generieren nicht nur statistische Kennzahlen, sie helfen auch bei der Selbsteinschätzung der Unternehmen und sollten strukturiert vorgenommen werden», erklärt Pia Furchheim, Dozentin am ZHAW Institut für Marketing Management und Mitverfasserin der Studie.

 

Manuelle Bearbeitung statt automatisierte Prozesse

Blickt man auf die digitalen Aspekte, so sieht man hier die Schwierigkeiten ganz deutlich. Obwohl die Digitalisierung in aller Munde ist, bietet nur knapp die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen ihr gesamtes Service-Angebot auch digital an. Noch schlechter sieht das Bild bei den Kundenanfragen aus: Bei 43 Prozent der Unternehmen werden diese immer noch manuell bearbeitet, da schlichtweg keine entsprechende Software im Einsatz ist. Dies führt dazu, dass die Reaktionszeit sich verlangsamt und es Effizienzeinbussen bei der Bearbeitung gibt.

Allerdings zeichnen sich auch hier durchaus Veränderungen ab, denn rund 53 Prozent der Unternehmen haben bereits in die Automatisierung von Kundenprozessen investiert und rund 24 Prozent planen dies noch zu tun. Obwohl die Studie von 2018 aufgezeigt hat, dass Chatbots von Konsumenten immer mehr akzeptiert und auch genutzt werden, verwenden nur 9 Prozent der Unternehmen tatsächlich Chatbots. Auch hier besteht also ein grosses Potenzial, das noch brachliegt.

Die aktuelle Benchmark-Studie «Kundenservice im digitalen Zeitalter» wurde vom ZHAW Institut für Marketing Management in Kooperation mit dem international tätigen Dienstleistungsunternehmen Pidas durchgeführt. Die Erhebung der Studie fand in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 statt. Total wurden 210 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die Befragungen wurden telefonisch durchgeführt. Beantwortet wurden die Fragen von den Verantwortlichen im Kundenservice oder verwandten Funktionen. Die Studie wurde bereits zum siebten Mal durchgeführt.

Die Art der Führung und das soziale Engagement bestimmen immer mehr die Reputation einer Marke

Der Trend bei der Reputation von Marken und Unternehmen ist eindeutig: Führungskultur und soziales Engagement haben einen immer grösseren Einfluss auf das Ansehen, während die Bedeutung der Produkte und Dienstleistungen für die Reputation auf gleichem Niveau stagniert. Die Studie «Brand Reputation Study» zeigt, wodurch sich starke Marken auszeichnen.

Reputation

Farner und The RepTrak Company widmen sich der wesentlichen Entwicklung der Reputation von Marken in ihrer jährlich erscheinenden Studie «Brand Reputation Study». Die Studie misst die Reputation von über 150 der grössten und wichtigsten Unternehmen in der Schweiz (Werbewoche.ch berichtete). Die Reputation eines Brands beeinflusst messbar das Verhalten von Konsumenten, Mitarbeitenden, Investoren und der breiten Öffentlichkeit – ob diese eine Marke empfehlen, die Produkte kaufen oder beim Unternehmen arbeiten möchten. Damit steht Reputation in einem nachweisbaren Zusammenhang mit dem Markterfolg von Marken und Unternehmen.

 

Führungsverhalten und der Beitrag zur Gesellschaft entscheiden über die Markenreputation

Die Ergebnisse der BRS bestätigen den Trend, dass sich Marken zunehmend über ihre «citizenship» und «governance» auszeichnen. Nicht über Produktwerbung, sondern über ihre Fähigkeit, Orientierung zu schaffen, zum Leben positiv beizutragen und positive Momente zu ermöglichen, stärken Marken ihr Ansehen. So haben die Marken, die im Ranking der angesehensten Marken den grössten Sprung nach vorne gemacht haben, gerade in den Reputationstreibern besonders gute Werte erzielt, die mit dem Führungsverhalten, der Unternehmenskultur und ihrem sozialen Engagement zusammenhängen.

 

Strategische Markenführung ist eine Investition in die Zukunft eines Unternehmens

Gerade in der aktuellen Gesundheitskrise und dem damit zusammenhängenden Nachfrageschock wird sich diese Entwicklung verschärfen. Es ist nie deutlicher gewesen, in was für bewegten, polarisierten und unsicheren Zeiten wir leben. Und es ist nie wichtiger gewesen für Marken, positive Momente im Alltag zu ermöglichen und Sicherheit zu stiften. Was Brands aktuell tun, prägt die Markenbeziehung nach Corona. Der strategischen Markenführung, langfristig gedacht und geplant, kommt eine besonders wichtige Rolle zu – als erfolgskritische Investition in die Zukunft.

 

Die Marke «Lindt & Sprüngli» hat die beste Reputation in der Schweiz

Das diesjährige Ranking der Marken mit dem höchsten Ansehen bei der Schweizer Bevölkerung führt Lindt & Sprüngli an, gefolgt von Coop (2. Platz) und Landi (3. Platz).

Die Top 25 Marken mit der besten Reputation 2020 der Schweiz:

  1. Lindt & Sprüngli
  2. Coop
  3. Landi
  4. Ricola
  5. TCS
  6. Migros
  7. Rolex
  8. Chocolat Frey
  9. Zweifel
  10. Hilti
  11. Jaeger-LeCoultre
  12. Raiffeisen Schweiz
  13. Swatch
  14. Swiss
  15. Melectronics
  16. IWC Schaffhausen
  17. Rivella
  18. Feldschlösschen
  19. Die Mobiliar
  20. Geberit
  21. Liebherr
  22. Ikea
  23. Audi
  24. Breitling
  25. Hero

Detailhandel verzeichnet im April wegen Corona starken Einbruch

Der Schweizer Detailhandel ist im April wegen der Covid-19-Pandemie um rund einen Fünftel eingebrochen. Die Branchen waren dabei unterschiedlich von den Umständen betroffen worden, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Bereits im März war es zu einem markanten Rückgang gekommen.

corona

Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze im April nominal um 20,6 Prozent zurück. Unter Berücksichtigung der Teuerung ergab sich ein realer Rückgang von 19,9 Prozent. Saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat lag das Minus gemäss den provisorischen Daten des BFS bei 14,8 Prozent (real -14,7%).

 

Nicht-Nahrungsmittelsektor besonders betroffen

Entsprechend den geschlossenen Läden kam insbesondere der Nicht-Nahrungsmittelsektor unter die Räder, welcher insgesamt um über 40 Prozent schrumpfte. Innerhalb dieses Bereiches mussten die Unterkategorien «sonstige Güter (Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)» mit -56 Prozent und «sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf» mit -46 Prozent noch deutlich grössere Rückschlage hinnehmen.

 

Nahrungsmittel, Getränke und Tabak weniger betroffen

Weniger von der Krise betroffen waren der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren, welcher nominal um 4,0 Prozent (real +3,5%) zulegte. Die Branchen «Marktstände, Versand und Internethandel» verzeichneten gar um über 22 Prozent gestiegene Umsätze. Der Bereich «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik» setzte 3,9 Prozent (real +12,1%) mehr um. (SDA)

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