Unilever benennt Gesichtscreme wegen Rassismusdebatte um

Der Konsumgüterkonzern Unilever möchte seiner Gesichtscreme «Fair & Lovely» angesichts der weltweiten Rassismusdebatte einen anderen Namen geben. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an.

Unilever

Begriffe wie «weiss», «weiss machend» und «hell» hingegen suggerierten ein einheitliches Schönheitsideal, das das Unternehmen nicht für richtig halte. Deswegen sollten diese Worte in Werbung, Kommunikation und der Benennung von Unilever-Cremes nicht mehr verwendet werden. Der Name der vor allem in Asien vertriebene «Fair Lovely»-Creme solle in wenigen Monaten verändert werden.

Bereits 2019 habe Unilever auf den «Fair & Lovely»-Verpackungen in Indien auf Vorher-Nachher-Abbildungen und Hautfarben-Abstufungen verzichtet. Stattdessen werde die Creme mit der Auswirkung auf die Reinheit der Haut und den Glanz des Gesichts beworben. Die Creme sei von ihrer Zusammensetzung her nie eine Bleichcreme gewesen, erklärte das Unternehmen. (SDA)

Keine private oder staatliche Zensur in elektronischen Medien

Reporter ohne Grenzen weist in einer Studie auf die Gefahr der privaten Zensur im Internet hin. Die staatliche Unterstützung der Medien sei zwar nötig. Der Staat dürfe sie aber nicht missbrauchen, um in die Meinungsäusserungs- und Medienfreiheit einzugreifen.

Reporter ohne Grenzen

Für Behörden bestehe die Versuchung, die öffentliche Debatte zu kontrollieren, schreibt die Organisation am Donnerstag zu der Studie. Auftraggeber ist das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Die Studie untersuchte eine mögliche Regulierung der Online-Debatte aus Sicht des Schweizer Rechts.

Desinformationen, Hassbotschaften, Manipulationsversuche durch Bots und falsche Konten grassieren im Internet. Für eine offene, freie und vielfältige Debatte sind sie eine Herausforderungen, wie es in der Studie heisst. Diese Herausforderung ist gemäss dem Verfasser indessen nur unter voller Achtung der Meinungsäusserungs- und Medienfreiheit zu bewältigen.

Diese Freiheiten müssten geschützt werden, sowohl gegen staatliche Eingriffe als auch gegen Verzerrungen durch Plattformen. So lasse sich die Vielfalt der öffentlichen Diskussion gewährleisten.

 

Heikle Regulierung

Eine direkte Regelung durch das Gesetz, die Moderationspolitik der Plattformen oder durch Nutzungsregeln hält die Studie angesichts der Grundrechte für heikel. Häufig laufe das darauf hinaus, dass die digitalen Giganten die unangemessene Macht erhalten würden, legale oder vermeintlich illegale Äusserungen willkürlich zu diskriminieren. Diese private Zensur übten sie lediglich aus, um rechtliche oder Reputationsrisiken zu begrenzen.

Eine Regulierung muss gemäss der Studie der Gefahr privater Zensur begegnen und Massnahmen unterlassen, die eine Kontrolle der Inhalte vorsehen. Das ist besonders der Fall, wenn die Illegalität eines Inhalts vom Kontext oder einer Interessenabwägung abhängt.

Unter den untersuchten Massnahmen befasste sich die Studie insbesondere mit der Transparenz von Algorithmen. Diese ist den Angaben zufolge Voraussetzung für die wünschenswerte politische, ideologische und religiöse Neutralität von Plattformen. Zudem würde dadurch ein Recht auf zuverlässige Information im Netz gefördert.

Dies sind auch die Ziele der Partnerschaft für Information und Demokratie, die vom internationalen Sekretariat von Reporter ohne Grenzen initiiert wurde und der die Schweiz 2019 zusammen mit rund dreissig Staaten beigetreten ist.

 

Verbot für Bots und Fake-Konten

Im Zusammenhang mit Volksabstimmungen sollten Mittel wie Bots und Fake-Konten nicht eingesetzt werden dürfen, empfiehlt die Organisation. Ein Verbot sollte, falls technisch möglich, in Erwägung gezogen werden. Nach bereits geltendem Gesetz sind die Behörden verpflichtet, zu reagieren und Tatsachen zu berichtigen, wenn grob fehlerhafte Informationen in den Netzwerken verbreitet werden.

Eine staatliche Unterstützung der Medienbranche im digitalen Wandel ist gemäss der Studie notwendig. So lasse sich das Recht der Öffentlichkeit auf relevante, vielfältige und vertrauenswürdige Informationen schützen. Die Unterstützung muss die redaktionelle Freiheit aber uneingeschränkt respektieren und darf keinen Einfluss auf die produzierten Inhalte nehmen. (SDA)

Annabelle erscheint mit vier verschiedenen Covern

Die Sommerausgabe von Annabelle erscheint komplett in Schwarzweiss - und mit vier verschiedenen Titelbildern. Dazu die Schlagzeile: «Das Leben ist nicht schwarzweiss – eine Sonderausgabe voller Zwischentöne.»

Annabelle

Damit ist nicht nur inhaltlich die Richtung vorgegeben, die Annabelle nimmt so auch Stellung zu den politischen Debatten der vergangenen Wochen. Auf den vier verschiedenen Cover zelebriert das Frauenmagazin die Liebe in all ihren Facetten. Die Sujets zeigen ein homosexuelles Paar, eine schwarze in einer weissen Hand, eine Grossmutter mit ihrem Enkel sowie Topmodel Ronja Furrer und Musiker Stress in inniger Umarmung.

«Es steht uns kein normaler Sommer bevor. Aber ein sehr wichtiger», schreibt Chefredaktorin Jacqueline Krause-Blouin in ihrem Editorial und verweist darauf, dass die Ausgabe mitten in der «Black-Lives-Matter»-Bewegung erscheint. «Wir halten es für wichtig, noch politischer zu werden, deswegen liegt mir im Kontext des aktuellen Weltgeschehens das Sujet der schwarzen in der weissen Hand besonders am Herzen», so Krause-Blouin in einer Mitteilung. «Auch zwei küssende Männer auf dem Cover unseres Magazins gab es meines Wissens noch nie. Mit diesem Sinnbild feiern wir die Ehe für alle.»

 

Login-Allianz setzt Arbeit mit angepasstem Zeitplan fort

Knapp drei Monate nachdem CH Media, die NZZ-Mediengruppe, Ringier, die SRG und die TX Group aufgrund der Corona-Krise gemeinsam eine vorübergehende Pausierung des Digital-Allianz Projektes bekanntgegeben haben, gehen die Arbeiten ab sofort weiter.

Allianz

Die bereits seit längerem etablierte unternehmensübergreifend besetzte Projektgruppe arbeitet an der genauen Ausgestaltung und Umsetzung der nächsten Stufe, dem gemeinsamen Login für die digitalen journalistischen Produkte der Allianz-Mitglieder.

Nach der im Herbst 2019 erfolgreich gestarteten Kampagne zum freiwilligen Login, verfolgt die Digital-Allianz als Nächstes die Einführung eines gemeinsamen Logins, auf Basis einer übergreifenden Single Sign-On-Lösung. Ziel ist, dass sich die Nutzerinnen und Nutzer nur einmal registrieren und damit Zugriff auf das Angebot von derzeit rund 30 Schweizer Medienmarken haben.

Die Digital-Allianz – auch Login-Allianz genannt – ist davon überzeugt, dass ein entlang der Datenschutzrichtlinien gestaltetes gemeinsames Login den Medienhäusern ermöglicht, besser auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer einzugehen. Dies sowohl im Hinblick auf die Bereitstellung publizistischer Inhalte als auch auf die Ausspielung von relevanter Werbung.

 

Registierungspflicht im kommenden Jahr

Aufgrund der Corona bedingten Projektunterbrechung musste die Digital-Allianz ihren ehrgeizigen Zeitplan anpassen. Das «Go Live» einer gemeinsamen technologischen SSO-Infrastruktur inklusive Registrierungspflicht, verbunden mit Consent Management-Funktionalitäten, wird 2021 erfolgen. Die SRG legt den Zeitpunkt der Einführung eines Logins mit Herbst 2020 auf das Lancierungsdatum ihrer neuen Video-Plattform.

Umfrage bei Werbeauftraggebern: Werbemarkt leidet unter Covid-19

Für fast drei Viertel aller werbetreibenden Unternehmen in der Schweiz hat Covid-19 eine negative Auswirkung auf den Umsatz. Deshalb treten fast die Hälfte der Befragten im zweiten Halbjahr auf die Kostenbremse. Davon betroffen sind vor allem Print, OOH und Sponsoring. Online Kanäle werden mehr gefragt sein und das TV kann seinen Marktanteil halten. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA).

Werbemarkt

Der SWA hat seine Mitglieder und weitere werbetreibende Unternehmen von Ende Mai bis anfangs Juni gefragt, wie diese die Auswirkungen von Covid-19 nach dem Lockdown einschätzen. Total 108 Werbeauftraggeber aus allen Branchen haben die Online-Umfrage des unabhängigen Verbands beantwortet.

 

Negative Auswirkungen auf Umsatz

Für 72 Prozent der Werbeauftraggeber hat Covid-19 eine stark negative oder negative Auswirkung auf den Jahresumsatz. Wohl keine Überraschung, da die werbetreibenden Unternehmen, wie die gesamte Wirtschaft, vom Lockdown betroffen waren. Somit müssen nun auch viele Unternehmen für das Jahr 2020 mit einem rückläufigen Umsatz rechnen. Nur wenige Werbetreibende melden hier neutrale oder gar positive Effekte von Covid-19.

90 Prozent der Werbeauftraggeber sahen sich durch Covid-19 gezwungen, zahlreiche oder teilweise Werbekampagnen zu verschieben oder zu annullieren. Wie dem SWA gemeldet wurde, haben dabei viele Medienvermarkter immerhin kulant und flexibel reagiert.

Erfreulich zu verzeichnen ist, dass fast die Hälfte der befragten Werbetreibenden mit speziellen Kampagnen auf diese Krise reagiert haben. Mit Dankeschön, Durchhalte- oder zuletzt Wiedereröffnungs-Kampagnen konnten sich diese Unternehmen mitfühlend in Szene setzen.

 

Werbebranche tritt auf die Kostenbremse

Je etwa die Hälfte der Befragten haben vor, im 2. Halbjahr gleichviel oder weniger Marketing- und Werbegelder investieren. Damit treten zahlreiche Unternehmen auf die Kostenbremse was, Agenturen, Medien und die gesamte Branche zu spüren bekommen.

 

Performanceziele gefragter als Imageziele

So wollen 83 Prozent der Befragten gleich viel oder mehr auf Performanceziele setzen und nur 62 Prozent gleich viel oder mehr auf Imageziele. 31 Prozent der Befragten sagen zudem, dass sie weniger auf Imageziele setzen wollen, was nur 11 Prozent der Befragten bei den Performancezielen vorhaben.

 

Grosse Unterschiede in den Kommunikationskanälen

In der Gunst der Befragten sind im zweiten Halbjahr vor allem die Online-Kanäle, welche stärker nachgefragt werden und TV, welches seinen Marktanteil halten kann. Klar weniger investieren als geplant wollen die Unternehmen in Print, OOH und Sponsoring. Gleichzeitig wollen 70 Prozent der Unternehmen im zweiten Halbjahr nicht ins Kino, 56 Prozent nicht ins Radio und 35 Prozent nicht ins Influencer Marketing investieren. An ihren Ausgaben im Direktmarketing halten 54 Prozent der Befragten fest, trotzdem ist auch dieser Kanal unter Druck.

 

Werbemarkt

NZZ-Mediengruppe will Kosten senken und Personal entlassen

Die NZZ-Mediengruppe will sparen - unter anderem mit einem Personalabbau auch in den Redaktionen. Die von ihr so genannte «Strategieschärfung» sieht eine unternehmensweite Kostensenkung von rund 13 Millionen Franken oder knapp 10 Prozent vor. Geplant ist auch ein mittelfristiger Stellenabbau von etwa fünf Prozent.

NZZ-Mediengruppe

Teilweise werde dieser Stellenabbau über natürliche Fluktuation gehen, vereinzelt werde es auch Entlassungen geben, heisst es in einer Mitteilung der NZZ-Mediengruppe vom Donnerstagabend. Vorwiegend gespart werde beim Marketing, beim Vertrieb, in den Service-Bereichen sowie beim Druck und in der Logistik. Der Beitrag der Redaktionen betrage dabei weniger als 30 Prozent.

Langfristiges Ziel sind 400’000 Bezahl-Abonnenten. Angepeilt wird dabei das Jahr 2030. «Auf dem Nutzermarkt sind wir mit über 187’000 Abonnenten über alle Titel hinweg bereits gut unterwegs. Das für 2022 gesetzte Ziel von 200’000 Abonnentinnen und Abonnenten werden wir voraussichtlich erreichen», wird Felix Graf, CEO der NZZ-Mediengruppe, zitiert.

Weiter «geschärft» werden soll nach dem Wortlaut der NZZ- Mediengruppe «das digitale Produktportfolio». Unter anderem sollen in Zukunft die NZZ, die NZZ am Sonntag, NZZ Bellevue sowie weitere Angebote integriert über ein Dachmarkenportal angeboten und die Paywall weiterentwickelt werden. In Deutschland werden die Berichterstattung und auch das Produktangebot ausgebaut.

 

«Konzentration auf das Wesentliche»

«Mit der Neugestaltung der Printausgabe NZZ – werktags auf 32 redaktionellen Seiten – erreichen wir die von vielen Kunden gewünschte Konzentration auf das Wesentliche», wird NZZ-Chefredaktor Eric Gujer zitiert. Und weiter: «Daneben sparen wir auch Kosten und halten aber gleichzeitig die journalistische Qualität hoch.»

Als weiterer Bestandteil der «Strategieschärfung» ist eine engere Zusammenarbeit zwischen der NZZ und der NZZ am Sonntag vorgesehen. In Zukunft sollen verstärkt Synergien genutzt werden, wo es publizistisch und organisatorisch Sinn mache, heisst es.

Die beiden Titel sollen dabei ihre unterschiedliche journalistische Identität, Eigenständigkeit und Positionierung beibehalten, entsprechend werde es weiterhin zwei unabhängige Chefredaktionen geben. (SDA)

TBWA\Zürich und das Zürcher Kammerorchester zeigen die Kraft von Musik

Wer einmal an einem klassischen Konzert war, weiss, dass sich insbesondere diese Musik positiv auf Körper und Seele auswirkt. Um einen Fokus auf diese Wirkung zu legen, setzt die Kampagne von TBWA\Zürich einen neuen Blickwinkel auf Klassik und das Zürcher Kammerorchester.

TBWA

Dazu hat der Fotograf Felix Streuli Orchester-Instrumente in ungewöhnlichen Perspektiven fotografiert. Perspektiven, die es erlauben, einen ebenso ungewöhnlichen Vergleich zur einzigartigen Wirkung von Klassik herzustellen. Unter dem Kampagnen-Dach «Das kann nur Klassik» entstanden zur Lancierung zunächst fünf Sujets.

Das Zürcher Kammerorchester verzichtet überwiegend auf das Spiel mit Dirigenten und verfolgt das freie Prinzip des «play and conduct», bei dem ein Solist oder der Konzertmeister das Orchester vom Pult aus leitet und gleichzeitig spielt. Nur wenige Klangkörper weltweit verfolgen diesen Dirigierstil, der das dynamische und interaktive Zusammenspiel des ZKO ausmacht. Nicht zuletzt hierdurch ist das Erlebnis für die Zuschauer noch intensiver.

Die Kampagne hat zum Ziel, sowohl langjährige als auch neue Fans für Klassik zu begeistern. Das Mandat konnte sich die Zürcher Agentur nach einer Agenturevaluation pitch-los sichern und betreut nun das ZKO auch im Rahmen zusätzlicher Massnahmen rund um das 75. Jubiläum des Orchesters.

TBWA

Verantwortlich beim Zürcher Kammerorchester: Helene Eller (Kaufmännische Geschäftsleitung); Lena-Catharina Schneider (Künstlerische Geschäftsleitung); Michel Bumann (Graphic Designer); Melanie Hadam, Simone Pflüger (Marketing). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Manuel Wenzel (Executive Creative Director); Tizian Walti (Creative Director); Angelo Sciullo (Creative Director); Susanne Weeber (Art Director); Aron Meier (Junior Art Director); Naomi Gulla (Graphic Designer); Nataša Maričić, Anouschka Tschudi (Text); Marija Suvajdžić; Sabrina Iseli (Beratung). Fotografie: Felix Streuli.

In Flagranti führt Präventionskampagne für GVB weiter

Die Agentur aus Lyss In Flagranti knüpft an ihre erfolgreiche Präventionskampagne für die Gebäudeversicherung Bern GVB an und vermittelt Tipps und Wissen im Umgang mit Brandgefahren.

In Flagranti

Grill, Kerzen, Zigaretten und Elektrogeräte verursachten im letzten Jahr 300 Brände allein im Kanton Bern. Die GVB will daher mit der Präventionskampagne «offenes Feuer» Menschen im Umgang mit diesen Brandgefahren sensibilisieren und den gesetzlichen Präventionsauftrag gegenüber der Bevölkerung des Kantons Bern erfüllen. in flagranti communication hat dazu die sehr erfolgreiche Kampagne aus dem letzten Jahr weiterentwickelt.

 

GVB Brandlabor

Die neue multimediale Kampagne setzt verstärkt auf überraschendes Wissen und einfache Tipps zur Sensibilisierung. Alle Massnahmen führen auf die neue gestaltete Landingpage Feuerstopp.ch. In dessen Zentrum steht der GVB Feuerwehrinstruktor Stefan Held, der in zahlreichen Erklärvideos und feurigen Experimenten auf die Gefahren von Grill, Kerze, Zigarette und Elektrogerät aufmerksam macht.

Die Präventionskampagne läuft von Juni 2020 bis Ende Februar 2021 in mehreren Etappen mit je einem Fokusthema. Neu ist dabei der komplette Bereich Elektrogeräte. Diese sind Ausgangspunkt von zahlreichen Bränden im Kanton Bern. Die Kampagne läuft zweisprachig in Deutsch und Französisch. In Flagranti ist verantwortlich für Konzept, Strategie und Realisation der Präventionskampagne. Die Videos wurden zusammen mit Crunch und Boutiq produziert. Die digitale Aussteuerung macht Ads&Figures.

In Flagranti

Nur für Junge taugten soziale Medien als Infokanal in der Krise

Deutschschweizer Jugendliche haben sich während der Corona-Krise ähnlich stark auf Instagram informiert wie über Radio, TV oder Zeitungen. Für alle anderen Gruppen spielten soziale Medien während der ersten Tage des Lockdowns eine klar untergeordnete Rolle.

corona

Das zeigt eine vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) unterstützte Studie des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich, die am Dienstag publiziert worden ist. Sie untersuchte das Informations- und Kommunikationsverhalten der Deutschschweizer Bevölkerung zwischen dem 19. bis zum 24. März.

Die Onlineumfrage unter rund 1000 Personen kommt zum Schluss: Nur für die jüngeren Teilnehmenden von 16 bis 29 Jahren stellten soziale Medien einen wichtigen Informations- und Kommunikationskanal dar. Für diese Altersgruppe war Instagram etwa gleich wichtig wie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften, ausländische TV-Sender, regionale TV-Sender und private Lokalradios.

 

Wichtige persönliche Gespräche

Die übrigen Altersgruppen schrieben den Informationsangeboten des Bundes und den Sendern des Schweizer Fernsehens in der Corona-Krise eine besonders grosse Relevanz zu. Eine bedeutende Rolle spielten auch persönliche Gespräche, Kurznachrichten oder Telefon- oder Videogespräche.

Die sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Instagram erachtete eine Mehrheit dagegen als wenig relevant. Laut den Studienautoren spielen klassische Nachrichtenmedien für ältere Personen eine stärkere Rolle als für Jüngere, bei den sozialen Medien ist das umgekehrt.

 

Überangebot an Corona-Themen

Die Deutschschweizer Bevölkerung fühlte sich zu Beginn des Lockdowns gut bis sehr gut zur Corona-Krise und zur Bedeutung der Corona-Krise für sie und ihren Alltag informiert, wie die Studie weiter zeigt. Das Vertrauen in die öffentlichen Institutionen war sehr gross.

Auch der Inhalt der Medienangebote wurde untersucht. Gemäss der Umfrage fand eine Mehrheit der Deutschschweizer Bevölkerung, dass die Corona-Krise zu viel thematisiert wurde. Besonders ausgeprägt war diese Einschätzung bei den Jüngeren. Die über 60-Jährigen hingegen äusserten sich besonders kritisch über den verharmlosenden Ton in den sozialen Medien.

 

Kritischen Diskurs nachholen

Laut den Studienautorinnen zeigen die Ergebnisse, «dass die Schweiz über eine gut funktionierende kommunikative Infrastruktur verfügt, um die breite Bevölkerung in einer Krisensituation zu erreichen und über die wichtigsten Massnahmen zu informieren».

Die Art der Berichterstattung war nicht Gegenstand der Studie. Es liege aber auf der Hand, dass die Dominanz der direkten Informationsangebote des Bundes und die besondere Rolle der SRG in Sachen kritische Berichterstattung «gewisse Risiken bergen», heisst es im Fazit der Untersuchung.

Diese seien in dieser Krise jedoch kaum vermeidbar gewesen. Ein kritischer inhaltlicher Diskurs müsse nun nachgeholt werden, «um das Vertrauen der Bevölkerung zu rechtfertigen und den Handlungsspielraum für zukünftige Krisen zu legitimieren». (SDA)

Yellow positioniert Otto Systems mit einem Augenzwinkern

Das Consulting- und Engineering-Unternehmen Otto Systems lässt sich von Yellow im globalen Markt neu positionieren. Dabei setzt die Basler Agentur auf die Hands-on-Mentalität und die typischen Eigenschaften der Verkaufsmannschaft der Firma aus Uznach.

Yellow

Das noch junge Schweizer Unternehmen Otto Systems unterstützt Firmen auf der ganzen Welt, die nachhaltig und effizient Preforms für Getränkeflaschen herstellen wollen.

Auf der Basis von im Markt erhobenen Erkenntnissen und Gesprächen hat Yellow die Differenzierungsstrategie für Otto Systems aufgebaut. In der Kommunikation wird die stark personenbezogene Position sowie auch die gute Reputation der Berater anhand von leicht provozierenden und mit einem Augenzwinkern versehenen Headlines transportiert und über klassische und digitale Kanäle in der Branche publiziert.

Yellow

Verantwortlich bei Otto Systems: Stefan Zatti (CEO). Verantwortlich bei Yellow: Hannes Müller (Ambassador und Stratege); Mira Ewert (Planer und Schatzmeister); Pascal Rehmann (Konzepter); Martin Schmidlin (Schreiber); Adrian Gertsch (Gestalter); Roy Greenspan (Adaption Englisch).

Bundesrat verlängert Beitrag an ausländische SRG-Angebote

Die zehnsprachige Internetplattform Swissinfo.ch, die italienischsprachige Website Tvsvizzera.it sowie die internationalen Fernsehsender TV5Monde und 3sat erhalten auch in den kommenden zwei Jahren Geld vom Bund. Am Umfang der Finanzhilfe ändert sich nichts.

SRG

In den Jahren 2021 und 2022 stellt der Bund je 19,5 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung, also die Hälfte des Betrags, der für die Finanzierung des Angebots notwendig ist. Der Bundesrat hat am Mittwoch die entsprechende Leistungsvereinbarung über das publizistische Angebot der SRG für das Ausland verlängert.

Diese verpflichtet die SRG, die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer über das aktuelle Geschehen in der Schweiz zu informieren und die Präsenz der Schweiz in den ausländischen Medien zu fördern. Die Verlängerung um zwei Jahre ist auf die Dauer der heutigen SRG-Konzession abgestimmt.

Hauptbestandteil des Angebots ist die Internetplattform Swissinfo.ch mit ihren Texten, Bild-, Audio- und Videobeiträgen in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch und Russisch. Die Internetplattform ermöglicht es Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern, ihre politischen Rechte in der Schweiz weiterhin wahrzunehmen.

 

Neue Plattform von TV5Monde

Die Finanzierung der italienischsprachigen Website Tvsvizzera.it, die sich an die südliche Grenzregion und die Grenzgängerinnen und Grenzgänger, aber auch an alle anderen italienischsprachigen Personen richtet, ist ebenso Teil der Vereinbarung wie die Zusammenarbeit der SRG mit den internationalen Fernsehsendern TV5Monde (Französisch) und 3sat (Deutsch).

Durch die Zusammenarbeit mit den Partnern von TV5Monde können Fernsehsendungen mit Bezug zur Schweiz in über 210 Ländern ausgestrahlt werden. «Als Zeichen seiner Verbundenheit mit der Frankophonie» unterstützt der Bund den multilateralen Sender zusätzlich mit rund 105’000 Franken pro Jahr, um eine digitale französischsprachige Video-on-Demand-Plattform mit dem Namen TV5Monde Plus zu entwickeln, wie der Bundesrat weiter schreibt.

Die SRG wird verpflichtet, über ihre Internetplattformen und die Kooperation mit TV5 und 3sat jährlich Bericht zu erstatten. (SDA)

Moving Forward: Rosarot realisiert zielgerichteten Auftritt für Akad

Das Bildungsinstitut Akad präsentiert sich mit einem neuem, modernisierten Markenauftritt nach dem Brand-Konzept «Moving forward», das die Zürcher Agentur Rosarot entwickelt hat. Dabei wurde nicht nur der gesamte Auftritt überarbeitet, sondern auch zahlreiche taktische Kampagnen kreiert und zielgruppengerecht ausgespielt.

Rosarot

Bereits seit über 60 Jahren unterstützt Akad wissensdurstige Personen dabei, ihre Bildungskarrieren flexibler zu gestalten und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erweitern. Dank dem Trend des lebenslangen Lernens ist das Thema aktueller denn je. Akad reagiert darauf mit modernen Lernmethoden und einer neuen, dynamischen Art der Kommunikation.

 

Das Brand-Konzept «Moving forward»

Bildung ist immer eine Investition in die Zukunft. Das von Rosarot erarbeitete Konzept «Moving forward» trägt diesem Fakt auf allen Ebenen Rechnung und zeigt sich entsprechend dynamisch und konsequent nach vorn gerichtet. Eine frische, moderne Bildwelt mit Personen unterschiedlichen Alters und Herkunft – den sicheren Blick in Richtung eigene Zukunft gerichtet – unterstreicht diesen Anspruch auf der Image-Ebene. Das Gestaltungselement «Forward» zieht sich über alle Kommunikationsmittel und kommt so auch auf der Produkte-Ebene und allen taktischen Kampagnen zum Einsatz.

Rosarot

Von Dynamik geprägte taktische Kampagnen

Der neue Markenauftritt belebt nun alle Kommunikationsmittel, online wie offline: von internen Vorlagen oder Briefschaften und den Factsheets zu den einzelnen Kursen bis hin zu Einladungen an die Info-Anlässe zu den Studiengängen. Auch ein Poster am Berner Bahnhof soll interessierte Blicke auf sich ziehen. Digital wurde das neue Konzept breit ausgespielt und insbesondere mittels Social-Media-Kampagnen und Display Banner der Zielgruppe näher gebracht. Mit einem ebenfalls neu entwickelten Headline-Konzept laden diese dazu ein, sich Gedanken über eine Weiterbildung zu machen und sorgen so zusätzlich für die gewünschte Aufmerksamkeit.

Rosarot

Verantwortlich bei Akad: Claudia Zürcher (Unternehmensleiterin); Dragana Maric (Leiterin Marketing); Bruna Bühlmann (Marketing Assistentin). Verantwortlich bei Rosarot: René Karrer (Creative Direction); Dani Sütterlin (Beratung); Bianca Berger (Art Direction); Stephanie Steimer, Flavia Hänni (DTP); Andreas Steiner (Konzept, Text); Danusha Kuchtova (Text); Labinot Gashi (Digital Marketing); Moreno Carroccia (Online Campaign Management).

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