Schweizer feierten mit freier Sicht aufs Mittelmeer

In Cannes ist die 3. Auflage der «Swiss Party» über den Sand gegangen. Rund 150 Filmer, Werber und Kunden genossen das Networking an der Côte d'Azur. Eingeladen hatten die Swissfilm Association, der ADC und Publicitas als Repräsentant der Cannes Lions in der Schweiz.

Rund 10'000 Vertreter der Kommunikationsbrache weilten in den vergangenen Tagen in Cannes. Täglich steht rund um die «Weltmeisterschaft» der Werber irgendwo eine Party auf dem Programm. Da muss die Schweiz doch auch mit etwas Action auffallen – und nicht nur mit den sieben Löwen, die «wir» in Cannes gewonnen haben. «Es freut mich, dass wir die alte Tradition wieder aufnehmen und erfolgreich weiterführen können», zeigte sich Peter Beck glücklich als Initiant. Der Präsident der Swissfilm-Association war auch sehr zufrieden mit der Verlässlichkeit seiner Gäste. Es hat kaum jemand der 148 angemeldeten Kreativ-Pilger aus der Schweiz die Party am Plage Miramar ausgelassen. Und ausgelassen war auch die Stimmung beim Tanzen bis nach Mitternacht. Massive-Music sorgte für den Sound. Vorher durfte man sich am Buffet mit Seafood und echter französischer Gourmet-Küche verlustieren. (pan)

Nach dem bisher sehr erfolgreichen Resultat (7 Löwen, einer davon Gold), wird die Schweiz nun keine weiteren Löwen mehr gewinnen können: Nach der Bekanntgabe der letzten Shortlists sind keine Schweizer Agenturen mehr im Rennen.

Zur kompletten Schweizer Shortlist-Platzierung und den Cannes Löwen für die Schweiz

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Die Gastgeber: Christian Wittwer und Sibylle Widmer von Publicitas, mit Peter Beck (Präsident Swissfilm-Association).

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Diana Rossi (Alpha 245), Martin Spillmann (Leo Burnett)

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Frank Bodin (Havas) mit Partnerin Emel

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Nora und Diego Baldenweg (Great Garbo)

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Remy Fabrikant (JWT /Fabrikant), Heinrich Reinacher (Markenfilm)

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Barbara Hartmann, Hanspeter Schweizer (Wirz)

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Gabi Benz, Mia Zumsteg (Wirz Fraefel Paal)

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Getanzt wurde zum Sound von Massive-Music

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Swiss Party am Plage Miramar

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Seafood und beste französische Küche

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Hatten einen Löwen im Gepäck: Roman Hirsbrunner und sein Team von Maxomedia.

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Regisseur Rainer Binz und Rudi Haller (Solid & Hallerfilm)

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Johannes Raggio und Pablo Schencke (Leo Burnett)

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Nadia Rosasco (Rosas), Girtanner, Thomas Winiger von den Rosas und Südlicht

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Tufan Tuna (Tuna Film) und Derya Deriyok (Publicis)

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Lionel Baldenweg (Great Garbo), Regisseur Luzian Schlatter

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Stefan Bircher (Shing Piuctures), Surido Bossoni, Dieter Hofmann

 

Laughmobil mit Lieblingswitzen on tour

Für die Kampagne zur Buchreihe «Die Lieblingswitze» hat Brugger Text/Konzept das Laughmobil kreiert. Als rollender Botschafter für die Laugh-Stories der Promis soll der umfunktionierte Twizy am Eidgenössischen Turnfest den Leuten die Köpfe verdrehen.

Das Laughmobil transportiert die Lieblingswitze der Schweizer Sportstars (mit Beiträgen von Goldmedaillengewinnern Giulia Steingruber, Nicola Spirig, Max Heinzer, Fabian Kauter und weiteren). Es soll für Lachen und Erheiterung sorgen. Dazu sind Roll-ups und Plakate im Einsatz.

Als nächstes ist mit dem Laughmobil eine Tour quer durch Deutschland nach Berlin geplant mit Stop-Overs bei einigen Autoren des neuesten Buchs «Die Lieblingswitze deutscher Politiker» – erschienen zur Wahl 13.

Verantwortlich bei Brugger Text/Konzept: Hans Peter Brugger (Konzept), Pascal Rehmann (Gestaltung), Martina Fedra (Beratung).

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DWB lanciert Webkingkong.ch

DWB hat den neuen Brand Webkingkong.ch gestartet. Das Start Up unterstützt Kunden in unterschiedlichen Branchen, Websites mittels modernster Webtechnologie zu erstellen.

Zudem soll es eine rasche und einfache Umsetzung von professionellen Word Press-Websites ermöglichen. Im Vordergrund steht «Unkompliziert zur neuen Webseite. Transparente Preise, persönlicher Support, einfache Bearbeitung der Seiteninhalte», so DWB in einer Mitteilung vom Freitag.

Nutzer haben die Wahl zwischen 100 verschiedenen Designvorlagen. Diese passen für Arztpraxen, Agenturen, Anwaltskanzlein, Beratungsunternehmen, Restaurants, Bau-Projekte oder für Websites von Einzelpersonen. Die Vorlagen bieten modernste Webtechnologie: Content Management System, Optimierung für Mobile Devices mittels Responsive Design, beste Einbindung von Online Marketing Tools, Analytics zum Tracken vom Traffic, Social Media Integration und höchste Sicherheitsstandards.

DWB – Developing Web Business

Web King Kong ist ein Brand der DWB. Die Zürcher Online-Agentur begleitet Unternehmen und Brands in der Online-Welt (Werbewoche.ch berichtete).

 

Matter & Gretener setzt Restaurant in Szene

Matter & Gretener hat für das neue Winterthurer Restaurant Annexx einen Auftritt kreiert. Neben einer Kampagne gestaltete die Agentur das Erscheinungsbild des neuen Feinschmeckertempels: vom Logo über die Briefschaften bis hin zu den Menükarten.

Saisonale Produkte von lokalen Lieferanten à la minute zubereitet: Frischer als im neuen Restaurant Annexx kann man in Winterthur nicht essen. Es sei denn, man will ein Problem bekommen, wie die humorvolle Eröffnungskampagne von Matter & Gretener verdeutlicht. Darüber hinaus gestaltete die Nudge-Agentur das Erscheinungsbild des neuen Feinschmeckertempels: vom Logo über die Briefschaften bis hin zu den Menükarten.

Die Agentur zeichnet zudem auch für den Online-Auftritt von Annexx verantwortlich.

Verantwortlich beim Restaurant Annexx: Rosy Schifferle für SISKA Heuberger Holding. Verantwortlich bei Matter & Gretener: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Caroline Jordan (Art Direction), Victor Rosser (Beratung). Web: Deep Impact.Photographie: Jonas Kuhn.

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Gemi: Radio, TV und elektronische Medien legen zu

In einem stabilen Gesamtmarkt steigt der Werbedruck bei TV, Radio und den elektronische Medien weiter kontinuierlich an. Internet und Teletext verzeichnen leichte Verluste, Adscreen hingegen verliert seit Jahresbeginn konstant.

Nach einem konstanten Höhenflug im letzten Jahr zeigt sich Adscreen seit Anfang 2013 als grosser Verlierer und fährt im Mai mit 606 (619) einen Verlust von 13 Indexpunkten ein. Im Vergleich nur leicht rückläufig zum Vormonat schliesst Teletext mit 72 (74) und einem Verlust von zwei Indexpunkten, während Internet mit 762 (767) fünf Indexpunkte einbüsst. Das zeigt die Mai-Ausgabe des Goldbach Index für den Werbedruck im Gesamtmarkt und den elektronischen Medien.

TV und Radio verzeichnen ein konstantes Wachstum. Mit 633 Indexpunkten legt TV im Vergleich zum Vormonat vier Indexpunkte zu, Radio schliesst mit einer Zunahme von drei Indexpunkten auf 633. Die elektronischen Medien insgesamt legen vier Indexpunkte zu und schliessen bei 638, der Gesamtmarkt präsentiert sich ebenfalls positiv und schliesst mit einem zusätzlichen Indexpunkt bei 237.

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EWL: Jetzt in Luzern surfen

Energie Wasser Luzern EWL wird neu auch zum Provider von Internet-, Fernseh- und Telefondiensten auf dem Luzerner Glasfasernetz. Zur Bekanntmachung des neuen Angebots hat Reach eine crossmediale Kampagne entwickelt.

Kommuniziert wird das Angebot mit der Botschaft «Luzern surft jetzt mit EWL» auf Plakaten, in Direct Mails, online sowie mit weiteren, flankierenden Massnahmen. Inspiriert vom Surf-Lifestyle in Kalifornien der 1970er-Jahre hat die Agentur eine Kampagne mit Luzerner Bezug geschaffen. Thema und Tonalität bilden die Kommunikationsplattform, welche sich ohne Einschränkungen auf allen Kanälen beliebig umsetzen lässt.

Verantwortlich bei EWL: Florine Schmidt (Marketingkommunikation), Petra Zimmermann (Leiterin Marketing), Samuel Schnyder (Leiter Geschäftsfeldentwicklung). Verantwortlich bei Reach: Dominik Gasser (Strategie, Konzept, Creative Direction), Andreas Bangerter (Strategie, Konzept), Christina Zvecevac (Projektleitung, Beratung), Stefan Zinkl (Art Direction), Mimoza Paloka (DTP, Realisation). Fotografie: Jesco Tscholitsch. Casting und Produktion: Dhondup Tersey (All In Production). Styling: Damaris Eigenheer. Hair und Make-up: Chantal René. Bildretouche, Litho: Detail.

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Kunst aus dem Computer

Pixelprinz kreiert 3-D-Stills für die Werbewelt. Von ganz realen bis ganz surrealen. In den Arbeiten verwischen Wirklichkeit und Fantasie.

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Lürzers Archiv «200 Best Digital Artists Worldwide» geschafft.

Schneiders Begeisterung für Computer Generated Imagery (CGI) entflammte bei seiner früheren Arbeit als Kreativ-Retoucheur. Weshalb in aufwendiger Handarbeit ein Modell fertigen, wenn sich das Sujet direkt per Computer erstellen lässt? Weshalb die Fantasie durch Fotografie oder Handwerk beschneiden lassen, wenn mit 3-D-Technik irrsinnige Welten entstehen? Schneider begann, sich vertieft mit CGI auseinanderzusetzen. Nach einer Ausbildung an der Gnomon School of Visual Effects in Los Angeles spezialisierte er sich 2008 auf 3-D-Stills.

In den Anfangsjahren musste er bei Kunden noch einige Überzeugungsarbeit leisten. Viele Agenturen waren skeptisch: «Das sieht sowieso aus wie Plastik. » In Erinnerung an die damaligen Computergames scheinen die Bedenken verständlich.

Dieses Thema hat sich mittlerweile erledigt. Viel eher gilt es heute zu entscheiden, ob ein Sujet ausschliesslich am Computer entsteht oder ob einzelne Teile mit der Kamera aufgenommen werden. Der Hintergrund, vor der das Velo mit den kantigen Rädern steht (siehe unten), wurde beispielsweise fotografiert – das Fahrrad dagegen am Computer entworfen. Anders beim «Salamander», dem es auf dem Schneidebrett in der Küche an den Kragen geht. Hier wurde alles im Computer erstellt, «full CGI». Sind die Sujets handwerklich gut gemacht, verschmelzen fotografierte und computergenerierte Objekte miteinander. Dann ist selbst für den Profi nicht mehr erkennbar, was real, was konstruiert ist.

Macht CGI den Fotografen bald überflüssig? Nein, sagt Schneider. «Die Konstruktion am Com- puter ist nach wie vor sehr aufwendig. Alles, was sich fotografieren lässt, soll meiner Meinung nach fotografiert werden.» Wird der Aufwand für den Modellbau zu hoch, sind die Dimensionen zu gross oder die Anforderungen an die Detailgenauigkeit zu hoch, wird allerdings schnell zu CGI gewechselt.

Während Schneider als Kreativ-Retoucheur in erster Linie im Photoshop zuhause war, muss er sich nun mit unzähligen Computerprogrammen auskennen. Alleine vier Standard-Softwares benötigt er zur Arbeit, dazu kommen etliche weitere Tools. Für Stoffe ist das eine geeignet, für Bäume arbeitet der CGISpezialist mit einen anderen Programm, Haare und organische Formen lassen sich wiederum einfacher mit einem dritten nachbilden.

Schneider ist quasi Modellbauer, Gestalter, Fotograf und Retoucheur in einem. Die virtuelle Knetkugel wird am Bildschirm langsam verformt, die Geometrie definiert. Dann geht es in anderen Programmen weiter. Kamera, Texturen, Farben, Strukturen, Oberflächenbeschaffenheit, Licht, Schatten, Reflektionen, Rendering, Postproduktion, Stimmung, Tiefenunschärfe. So nimmt das Objekt langsam Gestalt an. Wie ein Fotograf im Studio platziert Schneider die Kamera, setzt das Führungslicht, Aufhelllicht, Effektlicht, Hintergrundlicht und experimentiert mit Spots und Softboxen. Dabei muss er auch die physikalischen Effekte imitieren, die sich normalerweise «von alleine» ergeben. Wo wird das Licht wie stark und wie scharf reflektiert? Welche Eigenschaften hat ein Material? Welche Oberfläche? Wie sehen Gegenstände aus, die sich hinter Glas verstecken? Wo entstehen Überstrahlungen?

Wenn möglich greift Schneider auf Referenzen zurück. Als er für «Panasonic Gold» einen Flachbildschirm inmitten eines Goldbarren-Haufens platzierte, stieg er in den Tresor einer Bank und fotografierte die Edelmetallbrocken aus allen möglichen Perspektiven, mit verschiedenen Lichteinflüssen. Für das VBZ-Sujet von Ruf Lanz wurde die Region rund um den Prime Tower in Zürich West abgeknipst. Andere Male bleibt dem Digitalkünstler nichts anderes übrig, als am Computer zu experimentieren. Wie lässt sich eine Blumenwiese formen? Bis zu welcher Steigung wachsen welche Blumen, welches Gras, und in welchem Winkel? Da muss sich der Digitalkünstler Schritt für Schritt herantasten, bis es natürlich aussieht. An welchen Stellen ist der Salamander behaart, wo nicht? Wie könnte seine Haut aussehen? Da landet auch mal ein Lammnierstück auf Schneiders Scanner.

Perfektion ist ein Muss. Lassen sich in Filmen Ungenauigkeiten durch die geringe Auflösung und Bewegung kaschieren, ist bei Stills Genauigkeit angesagt. Das Sujet hat auch dem Blick des kritischen Betrachters standzuhalten, der es minutenlang anstarrt. Dafür besteht bei Stills die Möglichkeit, gewisse Details mit Retouchen und fotografierten Elementen zu «faken».

Je tiefer Schneider in die CGI-Welt eintaucht, desto höher werden die technischen Anforderungen. Ausgelernt hat er deshalb nie. In freien Minuten wagt er sich an neue Techniken heran, probiert neue Software aus. Momentan stehen «Charakter- Geschichten» an. Organische Dinge sind ungemein schwieriger zu kreieren als technische Objekte. Wie sieht die Haut natürlich aus? Wie und wo bilden sich Hautfalten? Wie fällt die Kleidung über den Körper? Zurzeit testet Schneider ein Tool zur Kleider-Simulation, das den vormodellierten Körper Schicht für Schicht einkleidet.

Mit Erprobtem gibt sich der Digital Artist nicht zufrieden. Er ist stetig auf der Suche nach neuen Welten, neuen Möglichkeiten. Mit freien Arbeiten zeigt er Kunden, was technisch möglich ist. Fantasiewesen, unheimliche Kreaturen, Monster – gerne darf es etwas frecher sein. Das würde auch die Schweizer Werbung vertragen, ist sich Schneider sicher. Der Kreativität sind ohnehin keine Grenzen gesetzt. Pixelprinz stellt sicher, dass sie am Computer Gestalt annimmt.

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Advico Young & Rubicam, Zürich: Martin Stulz (CD), Sandro Tissi (AD). Kunde: Japan Tobacco International. Fotografie: Felix Streuli.

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Ammarkt, St. Gallen: Sascha Fanetti (CD), Severino Clerici (AD). Kunde: Monstein Processing.

Mehr Inspiration statt Information

Kevin Roberts, CEO von Saatchi & Saatchi weltweit, war am Swiss Economic Forum in Interlaken als einer der Top-Referenten geladen. Die Werbewoche hat den Starwerber und Chef über 7000 Kreative in 134 Agenturen und 84 Ländern anschliessend zu einem Interview getroffen.

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WW: Sie haben soeben vor einem hochkarätigen Publikum am Swiss Economic Forum in Interlaken geredet. Wie ist Ihre Botschaft aufgenommen worden?
Kevin Roberts: Mir hat es Spass gemacht. Die Reaktion war sehr erhebend, sehr spontan und emotional. Während des Vortrags fühlte ich mich sehr motiviert. Sie müssen sich vorstellen: Wenn man vor 1200 Leuten spricht, braucht man ein Publikum, das dich «füttert». Und sie haben mich gefüttert. Nach dem Referat durfte ich ein sehr positives Feedback erleben. Man wolle bestimmte Dinge ändern und sei jetzt «stimuliert». Die Veranstalter des Swiss Economic Forum wollten mit ihrem Programm bewusst eine Gegenüberstellung provozieren zwischen meinen Ansichten aus der Welt der Kreation und denen von Larry Fink, dem CEO & Chairman von Black Rock, mit seinen Betrachtungen aus der Finanzwelt. Das war eine sehr geschickt eingefädelte Rede und Gegenrede.

Was haben Sie den Leuten erklärt?
Dass ich von der Schweiz ein sehr hohes Ansehen habe. Meine Tochter war hier geboren und ein Sohn studiert in Neuchâtel. Ich habe in der Schweiz gelebt und die Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Aber: Es gibt eine Zukunft. Und diese findet statt in einer Welt, die gerade wechselt von einem wissenschaftlichen und technologischen System zu einer Welt der kreativen Ideen. Ideen sind die Währung von heute. Werbung, Marketing, Branding, Management: All das sind Disziplinen der vergangenen Dekade. Die Zukunft «is about» Ideen und Kreativität. So fragte ich das Publikum, ob die Schweiz genug ausgerüstet ist, «to move into this brave new world»?

Was ist die Rolle der Werbung in dieser Gesellschaft?
Werbung ist eine Spiegelung der Populärkultur, es ist eine Vermischung von Kommunikation, Informationsvermittlung und Vermittlung von Stimulationen. Heute ist Werbung irgendwie ersetzt worden durch – «let’s call it content». Wir leben in einer Welt, wo die Macht verschoben wurde. Medien haben keine Macht mehr. Ich oder die Werbeagentur: «no power ». Brands: «no power». Alle Macht kommt vom Volk. Der Konsument ist der Chef. Und so hat die Werbung die Rolle zu wechseln – weg von der Information und hin zu Inspiration. Wir müssen Teil werden vom alltäglichen Leben des Konsumenten. Wo immer das stattfindet.

Kennen Sie die Serie «Mad Men»?
(lacht) Ja.

Mögen Sie die Filme?
Eh? Ich mag die Kostüme – aber ich finde die Show irgendwie zu berechenbar.

Was ist anders geworden am Image des Werbers seit der Epoche, in welcher diese Serie spielt?
Well, schauen Sie Pascal Schaub neben uns an und die Figuren in «Mad Men». Die wirken ziemlich anders. Pascal ist nicht Don Draper. Aber so wie Schaub schauen Werber heute aus: jung, ein bisschen verrückt, viel mehr emotional. In jenen Tagen waren Werber getrieben. Heute sind sie inspiriert.

Wieso hatten Werbeleute damals einen derart schlechten Ruf oder ein «funny Image»?
Ich finde, die hatten ein viel besseres Image als Rechtsanwälte und Banker.

Vor den Leuten im US-Pentagon haben Sie einmal referiert, dass man nicht «war against terrorism» machen sollte, sondern «fight for a better world». Was denken Sie heute über diese Aussage?
Genau das Gleiche. Ich bin überzeugt: Revolution beginnt mit der Sprache. Und «Krieg gegen Terror» ist eine schreckliche Sprache. Niemand will in den Krieg ziehen. Ein Krieg ist etwas Schreckliches, das weiss auch die Schweiz. Die Schweiz hat die grösste Armee der Welt und musste nie in den Krieg ziehen. «Very smart, okay?» Wir mögen das Wort «Terror» nicht. Wieso? Es ist «terrifying». Ich sagte also den Militärleuten im Pentagon: Geht das Problem einmal von einer anderen Seite an! Macht es zu einem «Kampf für eine bessere Welt». Denn wir sind alle bereit für dieses Engagement. Wir wollen aufstehen und kämpfen. Und wir alle wollen eine bessere Welt – ob jemand als Christ handelt, als Buddhist denkt, dem Hinduismus oder dem Islam angehört. Solange jemand nicht radikal extrem ist, will er eine bessere Welt. Der amerikanische Präsident damals hat meine Worte übernommen und drei Wochen später in einer seiner Reden zitiert.

Das richtige «Branding» des Weltfriedens: Bringen sich die heutigen Werber genug ein in dieses Business der Politik?
Vergessen Sie Werbung und denken Sie mehr im Bereich Kommunikation. Wir sind in der Kommunikationsbranche. Für die Politik ist Kommunikation ein und alles. In einer Demokratie muss man Leute inspirieren, dass sie mich wählen. Das ist wie: Wollen Sie mit dieser Seife oder mit jener waschen? Dieses Auto oder ein anderes? Dieses Smartphone oder ein anderes? Diesen politischen Führer oder einen anderen? Kommunikation ist das wichtigste Element, mit dem wir hier arbeiten, und bezahlte Werbung spielt in diesem Bereich eine Rolle. In den USA zum Beispiel, bei der letzten Wahl zwischen Obama und Mc- Cain, arbeiteten die Werbung und das Marketing mit schockierenden und bedrohlich wirkenden Mitteln. Aber es gab noch eine viel stärkere Bewegung bei der Bevölkerung, die Obama zum Sieg brachte. Diese basierte auf einem Traum von Hoffnung und «change». Die Werbung war armselig, aber eine Bewegung wurde kreiert. Und ich denke, das ist es, was die Zukunft unserer Industrie sein wird: nicht eine Marke aufbauen – aber eine Bewegung ins Leben rufen.

Saatchi & Saatchi hat schon mehrere Preise für ihre sozial engagierten Kampagnen gewonnen. Wie wichtig ist Social Responsibility für eine Werbeagentur?
Es ist entscheidend für Saatchi & Saatchi. Ich führe das Netzwerk seit 16 Jahren. Vor mir war es nur Maurice Saatchi. Eine solche Konstanz ist sehr selten für ein globales Netzwerk von dieser Grösse. Für unsere Company war es schon immer eine Herzensangelegenheit, die Welt zu einem besseren Platz zu machen – für alle. In unserer ganzen Unternehmensgeschichte wurden wir in Verbindung gebracht mit grossen Kampagnen, die versucht haben, eine kleine Veränderung in der Welt zu erreichen, sei es politisch oder sozial. Wir machen viel Aufklärung im Bereich Drogen und gegen Gewalt. Wir sind engagiert im Bereich Downsyndrom, Gewalt an Kindern. Das macht uns leicht «different». Das ist es auch, was viele junge Leute anzieht. Sie wollen für uns arbeiten. Ich habe die Regel erlassen: Jeder, der für mich arbeitet, kann zehn Prozent seiner Zeit komplett frei für etwas einsetzen, das ihm persönlich wichtig scheint.

Sie haben sicher bereits 1000 Interviews zu Ihrem Buch «Lovemarks» gegeben. Ist dem irgendetwas beizufügen im heutigen Zeitalter der digitalen Werbung?
Wir leben nicht in einer digitalen Epoche. Das war vor fünf Jahren. Darüber sind wir heute hinweg. Meine Grosskinder, die Fünfjährige, will mit ihrer Hand die Bilder am Fernsehen bewegen, so wie sie es beim iPhone gesehen hat. Wir sind alle «Screenager ». Wir arbeiten alle mit unseren Mobile, Tablets und Computer und Fernsehen: die ganze Familie der Screens. Und wir wollen diese alle miteinander verbunden und interaktiv. Ausser man besucht hier in Interlaken das Büro von Schweiz Tourismus. Dort findet man nach wie vor Papier.

Ihr zweites Buch heisst «Sisomo: The Future on Screen». Ist das die Zusammenfassung?
Ja, genau. Es gibt drei Schlüssel zum Herzen der Konsumenten: «Mystery, Sensuality and Intimacy». Sisomo erklärt, wie diese zum Leben erweckt werden: mit «Sight, Sound and Motion».

Doch noch einmal zum Thema «Lovemarks»: Sie waren ab 1969 ein paar Jahre International New Products Manager bei Gillette. Rasieren Sie sich nach wie vor mit dieser Marke?
Ja, aber sicher. Und Sie sollten sich auch öfters damit rasieren. Aber ich sehe, Sie lassen sich einen Bart wachsen.

Sie haben Ihr ganzes Leben mit Werbung verbracht. Ihr Sohn arbeitet ebenfalls bei Saatchi & Saatchi. Sind Sie glücklich darüber?
Begeistert. Und meine Tochter hat für Ogilvy gearbeitet. Ich wäre glücklicher gewesen, sie hätte sich für Saatchi entschieden. Mein Sohn ist verantwortlich für «global talent» bei Saatchi & Saatchi und ich bin sehr stolz darauf.

Ihr zweiter Sohn hat mit Ihnen zusammen ein Business im Bereich Musik lanciert.
Das war einmal. Er studiert nun in Neuchâtel und macht seinen Master in Sports Management. Das Fifa-Masters-Programm. Er wird nächsten Monat abschliessen und übernimmt hoffentlich einen Job im Bereich Sport-Marketing bei Manchester City, meinem Football-Team.

Sie sind ebenfalls involviert mit einem Rugby-Team in Neuseeland. Wieso ist Sport für Sie derart wichtig?
Ich spielte Rugby auch in der Schweiz und wirkte dort als Coach. Sport ist für mich eine Leidenschaft, Ein «way of life». Für einen Menschen ist es der beste Ersatz, um in einen Krieg zu ziehen ohne dabei zu sterben. Ich denke, das grösste Gefühl für einen Mann ist es, wenn er Sport betreibt und am Ende des Spiels ausser sich ist, erschöpft, blutend und ausgepumpt – aber siegreich Seite an Seite mit seinen besten Freunden. Es gibt kein besseres Gefühl. Ich bin überzeugt, dass man vom Sport viel lernen kann über Teamwork, Aufopferung. Man lernt, Entscheidungen zu fällen unter oft unberechenbaren Umständen. Etwas, das in der heutigen Geschäftswelt sehr gebraucht wird.

Zu Saatchi & Saatchi: Was unternimmt ihre Company für die Förderung von jungen Leuten?
Das Durchschnittsalter unserer Angestellten ist 27. Ich drücke diesen Durchschnitt offensichtlich ein bisschen nach oben. Wir stellen sehr junge Leute ein und wir finden diese in den lokalen Niederlassungen. In ihren Ländern haben sie die verschiedensten Hintergründe und manchmal auch keine Chancen für eine Ausbildung. Aber Talent ist alles und das Wichtigste, was wir somit machen: Wir kreieren Jobs für junge Leute. Das ist für mich eine entscheidende Rolle für jedes Unternehmen. Jobs schaffen für die Leute von morgen.

Was raten Sie jungen Leuten, um in der Werbung Erfolg zu haben?
Sie sollten getrieben sein von Ideen. Was sehr schwierig ist, denn Ideen sind sehr einfach zu killen. Wir alle killen immer wieder sehr gute Ideen. Deshalb muss man von seiner Idee überzeugt sein. Dazu muss man bei Saatchi ein sehr guter Teamplayer sein. Kollaborativ, also fähig zur Zusammenarbeit, weil das unabdingbar ist in der Welt, in der wir heute leben. Sie müssen kreativ sein und gut im Netzwerken. Sie müssen auch Träumer sein und sehr mutig.

Sie sind in armen Verhältnissen aufgewachsen und besitzen heute vier Häuser in verschiedenen Erdteilen. Andere Leute bleiben arm. Was war Ihre Stratege für diesen Erfolg?
Ich startete mein Leben arm und heute bin ich reich. Und reich sein ist besser. Es gibt einem mehr Wahlmöglichkeiten. Es erlaubt mir, anderen zu helfen. Und es gibt Macht, Wohlstand, Berühmtheit. Man kann das Leben entsprechend differenziert angehen. Wenn man arm ist, muss man nehmen, was kommt. Wie wird man erfolgreich? Man muss seinem Herzen folgen, seiner Passion und man muss «really fucking hard» arbeiten. Und man muss Verantwortung übernehmen für sein eigenes Glück.

Sie waren auch mal im Marketing bei Procter & Gamble oder bei Pepsi. Haben Sie es in Ihrem Leben je bereut, in die Werbung gegangen zu sein?
Ich habe jeden Tag meines Lebens in der Werbung und bei Saatchi & Saatchi geliebt, weil es mir die Erlaubnis gibt, «to misbehave». Wissen Sie, mit wie vielen Ehrendoktortiteln Sie bis jetzt ausgezeichnet worden sind? Ich habe vier Ehrendoktoren und vor zwei Tagen wurde ich von der Queen geehrt als «Companion» in ihrem «Service Order» für meinen Einsatz für das gesellschaftliche Leben in New Zealand. Dieser Verdienstorden macht mich sehr stolz, diese Ehre von einem Land, das ich als meine Wahlheimat quasi «adoptiert» habe.

Man weiss, dass sie 200 Tage pro Jahr auf Reisen sind. Was sind Ihre nächsten Destinationen?
In den letzten zwei Wochen war ich in Mexiko City, Panama City, Salvador da Bahia, Buenos Aires, São Paulo, St. Petersburg, Moskau und Florenz. Heute Abend geht es weiter in die Toskana und dann nach London und Paris.

Ist es möglich, bei diesem Städtehüpfen etwas zu sehen und in den Agenturen bewirken zu können, oder ist es nur ein Überfliegen?
Es sind die Leute. In Interlaken zum Beispiel habe ich in den letzten zwölf Stunden 15 Schweizer Führungskräfte getroffen. Ich reise mehr zu Leuten als an Orte.

Zurück in die Schweiz: Wie glücklich sind Sie mit Saatchi & Saatchi Switzerland?
Ich freue mich, dass wir eine «burning platform of creativity» haben, die uns anfeuert, etwas Neues zu kreieren. In Zürich hatten wir bisher keine grosse Präsenz und verstanden uns mehr als global agierende Agentur. Mit Pascal Schaub als Managing & Strategy Director haben wir «a dream». In der Agentur herrscht das nötige Feuer und ich sehe die Öffnung, Kreativität hier sehr «boutique way» in den Markt zu bringen. Die Zürcher Agentur funktioniert fast wie ein Start-up. Ich hoffe, wir können der Schweiz damit beweisen, was ich dem Publikum beim Forum vorhin aufgezeigt habe, nämlich: Lasst uns ein unternehmerisches Start-up haben, welches auch das Recht hat, ein paar Mal Fehler machen zu dürfen. Wir lernen davon, reparieren die Fehler und haben dann möglichst viel Spass. «It’s quite an exiting time for us in Zurich.»

Interview: Andreas Panzeri
  

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Kevin Roberts (r.) mit Pascal Schaub von Saatchi & Saatchi Schweiz beim Interview im Hotel Viktoria Jungfrau in Interlaken. Foto: Andreas Panzeri

Südostschweiz: Neuer Leiter Verkauf National

Peter Bronhofer ist der neue Leiter Verkauf National bei Südostschweiz Publicitas. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Zürcher Filiale der Bündner Vermarktungsgesellschaft.

Peter Bronhofer war zuletzt als Key Account Manager bei den Südostschweiz Medien tätig. Die bisherige Stelleninhaberin Irmgard Ritz übernimmt die Leitung der neuen Abteilung Kundenservice. In dieser Funktion ist Irmgard Ritz für den Back-Office-Bereich und den Marketing-Service bei Südostschweiz Publicitas verantwortlich.

Mit Peter Bronhofer setze man auf einen erfahrenen Spezialisten im Bereich Vermarktung und Verkauf, schreibt Südostschweiz Publicitas in einer Mitteilung vom Donnerstag. Er bringe langjährigen Fach- und Führungserfahrung als Vermarkter und Repräsentant für verschiedene Zeitungen sowie Radio- und TV-Stationen mit. Ausserdem sei er bestens für die crossmediale Zukunft gerüstet.

Zu den zentralen Aufgaben von Peter Bronhofer und seinem Team gehört die Vermarktung der Südostschweiz Gesamtausgabe, der Schweiz am Sonntag sowie weiteren Produkten der Südostschweiz Medien und deren Partnern.

Südostschweiz Publicitas ist eine 100-Prozent-Tochter der Südostschweiz Medien, zu der auch die Werbewoche gehört, mit Hauptsitz in Chur. Sie beschäftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vermarktet zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften, Inserate-Kombinationen sowie die digitalen Angebote der Südostschweiz Medien.

 

Brack.ch ist neuer Sponsor der Challenge League

Das Schweizer Unternehmen Brack Electronics wird Titelsponsor der Challenge League. Die Firma betreibt den Onlineshop Brack.ch und hat zum Ziel, mit der Brack.ch Challenge League die Markenbekanntheit zu steigern.

Der Vertrag wurde von Sportsemotion geschlossen, welche die Namensrechte der Challenge League von Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland – dem offiziellen Vermarkter der Swiss Football League (SFL) – erworben hat.

Eine Saison nach dem Einstieg von Raiffeisen als Titelsponsor der Super League kann nun auch für die zweithöchste Liga ein Titelsponsor präsentiert werden. Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, kommentiert das Engagement wie folgt: «Die Zusammenarbeit mit Brack.ch ist ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Bemühungen um eine immer stärkere Professionalisierung der Challenge League. Wir sind überzeugt, dass es uns gemeinsam mit dem neuen Titelsponsor gelingt, mit zusätzlichen Aktionen auf Stufe der Liga, aber besonders auch bei den Klubs, für einen weiteren Schub in der Vermarktung und Positionierung der Liga zu sorgen.»

«Für uns ist das Engagement in der Brack.ch Challenge League ein bedeutender Schritt in unserer Markenkommunikation», erklärt Markus Mahler, CEO von Brack Electronics. Sportsemotion freut es, mit Brack.ch einen Brand vom Titelsponsoringpaket überzeugt zu haben, der bis dato den Sport als Kommunikationsplattform noch nicht aktiv genutzt hat. Die Geschäftsführer Matthias Berger und Jens Keel, welche neben der Axpo Super League, der Dosenbach Challenge League und der AFG Arena nun bereits das vierte grosse Naming Right in der Schweiz vermarktet haben, sind von der Wirksamkeit des neuen Liga-Namings überzeugt.

Brack.ch erhält ein weitreichendes Rechtepaket, welches unter anderem das Namensrecht, die Integration des Firmennamens in das Challenge League Composite Logo, die Präsenz des Firmenlogos auf jedem Spielertrikot, einen prominenten Auftritt auf der Bandenwerbung in allen Stadien der Challenge League sowie ein umfangreiches Ticketkontingent beinhaltet.

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Social Spots ohne Grenzen

Beat Hürlimann, Werber und passionierter Beobachter der nationalen und internationalen Social-Media-Szene, über Transmedia-Realtime-Storytelling. 

Jeweils im Juni küren die Juroren in Cannes die kreativsten Werbearbeiten. Die besten Aussichten auf einen «Cannes Lion» haben Arbeiten, die Grenzen sprengen und dadurch in neue Wirkungsräume vorstossen. Einer davon ist das Transmedia Realtime Storytelling. Zu Deutsch: Werber ersinnen Geschichten, die Mediengrenzen sprengen und die den Menschen dank plausiblem Aktualitätsbezug unwiderstehlich erscheinen. Nehmen wir die wichtigsten kreativen Sprengsätze etwas genauer unter die Lupe. 

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Transmedia:
53 Prozent aller europäischen Internetnutzer bezeichnen sich gemäss Horizont.at als Media-Multitasker, die TV und Digital parallel nutzen. Weitere Studien bestätigen diesen Trend. Insbesondere wenn es um die parallele Nutzung von TV-Programmen und Social-Media-Plattformen via Smartphone und Tablets geht. Menschen haben ganz offensichtlich ein wachsendes Interesse daran, sich über die Inhalte von TV-Sendungen via Social-Media-Plattformen mit Freunden und Gleichgesinnten auszutauschen. Die Themen, über die vorwiegend gesprochen wird, sind News, Sportereignisse und Reality Shows. Twitter hat sein transmediales Potenzial bereits vor Jahren als erstes der grossen Netzwerke erkannt. Zusammen mit dem Marktforscher Nielsen veröffentlicht der Microblogging- Dienst seit anfangs Jahr «The Nielsen Twitter TV Ratings». Es ist das erste Rating, das die Anzahl Gespräche ausweist, die TV-Programme und TVSpots auf Twitter entfachen. Den produzierenden TV-Stationen und Werbeagenturen steht erstmals eine Währung zur Verfügung, mit der sie die Akzeptanz ihrer produzierten Inhalte beim Social-TVPublikum in Echtzeit messen können. Weitere transmediale Währungen werden folgen – bald auch in der Schweiz?

Hashtags:
Früher, während des Kalten Krieges, war die Welt durch den Eisernen Vorhang entzweit. Inzwischen ist die Welt etwas friedlicher geworden, und ihre Bewohner vereinen sich um Gartenzäune. Das Symbol für den Gartenzaun, engl. Hashmark – # – hat sich unter dem Namen Hashtag zur wichtigsten Orientierungs- und Versammlungsgrösse innerhalb des Social-Media-Universums gemausert. Wer gewinnt den Golden Film Lion? Unter dem Hashtag #Canneslions verfolgen aktuell tausende Werber rund um den Globus auf ihren Bildschirmen die Livetweets der anwesenden Kollegen. Unter dem Hashtag #Occupygezi riefen türkische Demonstranten zur Beset- zung des gleichnamigen Parks mitten in Istanbul auf. Auch im transmedialen Kreisspotverkehr von TV-to-Social-to-TV ist der Hashtag eine treibende Kraft, wenn es darum geht, Wirkungsgrenzen medienübergreifend zu sprengen. Nach Twitter, Instagram und Google+ können Social Media User nun endlich auch in Facebook dank neu aufgeschalteter Hashtag-Funktion ihre News Feeds für spezifische Themen-Diskussionen oder Live-Ereignisse «customizen ». Nun können auch die drei Millionen Schweizer Facebook Userinnen und User mit Hashtag- basierten Social-TV-Kampagnen ins Werbegeschehen einbezogen werden. Ein Quantensprung!

Storytelling:
Ein Blick in die hiesigen TV-Spotblöcke und Social Media News Feeds verrät, dass die transmedialen Möglichkeiten hierzulande noch kaum genutzt werden. Dabei gibt es spannende Ansätze. Rivella beispielsweise erzählt uns Geschichten übers Durstlöschen. Es schickt dafür sogar eigene Durstlöschzüge «on tour» und trifft, wie ich meine, den Wirkungsnagel auf den Kopf: User mögen Geschichten mit Löschzug mehr als Fakten zum Milchserum. Besonders en vogue sind einzigartige, einfach weiter erzählbare Stories mit authentischem Markenbezug. Rivella erfüllt den Anspruch des Markenbezugs, denn «on tour» ist Kampagnenkind der Positionierung «Offizieller Durstlöscher der Schweiz». Ein weiteres Beispiel mit viel Potenzial für Social Spots ohne Grenzen sind die aktuellen Coca-Cola-Geschichten. Die Art und Weise, mit der Coca Cola seine neue Shared-Formula-Strategie der Öffnung und des Dialogs mit Hilfe von Story Telling unter die Menschen bringt, ist beeindruckend. Unter dem Titel Shared Happiness entstehen zur Zeit rund um den Globus verschiedene Kampagnen- Stories mit lokalem Approach. Besonders für Marken mit globalem Appeal sind Stories, die Zugehörigkeit signalisieren, wichtige Identifikationstreiber. Hierzulande läuft zur Zeit mit «Share a Coca Cola» eine personalisierte Markenkampagne. Flaschen tragen die 150 häufigsten Schweizer Vornamen. «David» kann seine Flasche fotografieren und mit dem Hashtag #Shareacocacola auf Twitter, Instagram, Facebook oder Shareacocacola.ch veröffentlichen. Eine besonders originelle und produktnahe Interpretation von Shared Happiness ist die Story der #Socialscan. Es handelt sich um eine zweiteilbare Dosenkonstruktion – man muss sie gesehen haben.

Realtime:
Beide Ansätze – Durstlöschfahrzeug und personalisierte Flasche – setzen trotz exemplarischem Story Telling nur geringe Mengen an transmedialem Social Power frei. Woran liegts? In den letzten Monaten habe ich die User-Engagements (Likes, Shares, Retweets, Kommentare, Views) von weit über tausend Facebook-Posts, Tweets und YouTube-Videos unter die Lupe genommen. Im Artikel «Talking Ads» habe ich im März erste Erkenntnisse publiziert, darunter auch jene aus meiner Superbowl-Spot-Analyse. Eine Erkenntnis hat dabei alle anderen überragt: Geschichten mit – bestenfalls originellem – Aktualitätsbezug weisen massiv höhere Engagement-Raten aus. Es gibt zwei Formen des Aktualitätsbezugs: Planned Content umfasst Stories, die im Vorfeld für bestimmte Ereignisse produziert werden. Coca Cola könnte beispielsweise im Vorfeld des Fussballknüllers Schweiz- Brasilien Flaschen mit Namen der Nationalspieler in Umlauf bringen. Flaschen und Fussballer – das passt doch. Ein TV-Spot während des Spiels könnte dann zur Wahl der grössten Flasche via #Shareaswissplayer aufrufen. Responsive Content, auch bekannt unter dem Namen Newsjacking, umfasst Stories, die in Echtzeit während eines Ereignisses produziert und publiziert werden. Gleiches Szenario. Mario Gavranovic schiesst das Ehrentor. Coca Cola publiziert postwendend eine Flasche mit der Aufschrift Supermario. Stocker dribbelt sich durch den Strafraum – Aufschrift: Valenthinio. Am Ende wird ein Spot geschaltet mit der Aufforderung, den besten «Flaschen-Tag» des Spiels mittels Voting zu küren.

Beat Hürlimann

Sprengen Sie Grenzen und besuchen Sie nebenbei meinen Blog www.huerlimanncc.com. Da gibts den Text mit weiterführenden Links. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

 

Wer sucht, dem wird gefunden

Beat Muttenzer und Lukas Stuber haben die Entwicklung von Suchmaschinenmarketing in der Schweiz entscheidend mit geprägt und mit ihrer Agentur Yourposition das SEA und das SEO von der Nischenangelegenheit zu einem nicht mehr wegzudenken Pfeiler im Onlinemarketing begleitet.

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Beat Muttenzer (l.) und Lukas Stuber (Foto: pan)

Millionen «First Movers» in aller Welt würden dafür sogar ihre Grossmutter verkaufen. Die «Google Addicts» von Yourposition sind völlig gratis zu dem heissen Deal gekommen. «Do you want to use it?», hätten die Boys aus Mountain View gefragt. Der überraschende Anruf aus dem Silicon Valley kam per Skype. Dann musste alles sehr schnell gehen, erinnern sich Lukas Stuber und Beat Muttenzer. Ein Dutzend Brillen wurden per DHL vom Google- Hauptsitz in Kalifornien nach dem Geschäftssitz von Yourposition in Oerlikon verschoben. 

«Okay Glass!», war dann fünf Tage lang der meistgehörte Satz in der Zürcher Agentur für Suchmaschinen- Marketing. Die Crew von Yourposition durfte fast eine Woche lang das meistdiskutierte und am heissesten begehrte Gadget des Jahres testen: Google Glass. «Dass der Suchmaschinen-Marktführer ausgerechnet uns gefunden hat, war die schönste Anerkennung in der zehnjährigen Karriere mit unserer Suchmaschinenmarketing-Agentur», freuen sich die beiden Geschäftsführer, und der Triumph des stolzen Trendsetters steht Stuber und Muttenzer immer noch ins Gesicht geschrieben.

Was die Mitarbeitenden von Yourposition in der folgenden Woche beim Testen der Google-Brille alles erlebt haben, kann in einem spannenden Video auf Youtube beim Eingeben des Titels «Yourposition: Google Glass Hands-on Test in Switzerland» verfolgt werden.

«It works fine», können dort die Tester von Yourposition bestätigen. Im Supermarkt hat die Brille auf einen Blick wertvolle Informationen über den Nährwert einer Mayonnaise geliefert. Familienfotos konnten über Google Glass abgerufen werden. Beim Tramfahren durch die Stadt wussten die Brillenträgerinnen auf Schritt und Tritt, dass sie jetzt gerade in Zürich und nicht in Kalifornien waren. Nur auf die Befehle in deutscher Sprache hat der US-Prototyp noch nicht ganz akzentfrei reagiert.

Die Resultate des ersten Tests von Google Glass in der Schweiz waren auch der SonntagsZeitung eine grössere Geschichte wert. Der einzige Schönheitsfehler beim Tragen dieser Brille: Der Testlauf war ein Fake. Allerdings gleichzeitig eine mehr als gelungene Guerilla-Aktion von Yourposition, um auf das 10-Jahre-Jubiläum des Suchmaschinen-Marketing-Spezialisten aufmerksam zu machen.

Damals noch «Suchmaschinen-Zeugs»

Die Agentur Yourposition gehört in der Schweiz zu den Pionieren im Search-Engine-Advertising. «Bei unserem Start 2003 war diese Disziplin noch eine Nischenangelegenheit. Nur wenige Unternehmen haben mit Suchmaschinen-Marketing etwas anfangen können», erinnert sich Lukas Stuber. Heute präsentiert sich die Situation komplett anders. «Suchmaschinen- Marketing hat sich klar etabliert als zentraler Pfeiler im Onlinemarketing. Man kann es auch an den Wachstumszahlen sehen», analysiert Beat Muttenzer. Zu verzeichnen ist «nach wie vor ein zweistelliges Wachstum pro Jahr».

Neben dem Wachstum lässt sich auch eine starke Professionalisierung im Suchmaschinen-Marketing ausmachen. «In unseren zehn Jahren mit Yourposition sind schon einige Mitbewerber in der Agenturwelt dazugekommen. Bei den Kunden können inzwischen Marketingleute entscheiden, die wissen, um was es geht. Und auch die Mediaagenturen ziehen mit.» Als die grösste Veränderung in den letzten zehn Jahren möchte Stuber deshalb zusammenfassen: Aus der exotischen Spezialdisziplin ist eine der zentralen Online-Marketing-Disziplinen geworden. Er selber ist seit 2000 im Geschäft.

Angefangen hat es beim Pingpong-Spielen. Lukas Stuber war mit Markus Gabriel von Angelink im gleichen Tischtennisclub. Der Historiker und Politologe noch im Studium jobbte damals bei Orell Füssli und war für Books.ch tätig, «mit einem sehr angenehmen Vorgesetzten». Dieser hiess Beat Muttenzer und war verantwortlich für den Aufbau des Online- Buchhandels bei Orell Füssli. Stuber zog es aber mehr in die Werbung.

«Ich hatte die Idee, ich könnte meinen Lebensunterhalt als Texter verdienen», meinte der Autor eines preisgekrönten Romans – «Sechs Fussbreit über dem Boden» – sowie einer ambitiösen Lizentiatsarbeit über «Schimpfwörter». So ist Lukas Stuber bei Markus Gabriel und seiner Angelink gelandet. Hier hatte man relativ früh die Nase für das «Suchmaschinenzeugs ». Das könnte wichtig werden und Stuber solle sich das «mal anschauen», meinte Gabriel.

Das war ganz zu Beginn des neuen Jahrtausends. Drei Jahre später war das Ding bereits so gross, dass man das Suchmaschinen-Marketing bei Angelink nicht mehr alleine stemmen konnte. «Wir haben nach Lösungen gesucht und sind dazu auch mit Yourposition.ch, einem Konkurrenten, zusammengesessen. » Da beide Agenturen sich als eine ideale Ergänzung gesehen haben, hat man sich kurzerhand zur neuen Firma Angelink Yourposition verlinkt. Dieses Unternehmen ist seither «munter gewachsen ».

2005 ist auch Beat Muttenzer «zum ersten Mal eingestiegen», als Freelancer für 18 Monate. Später wollte der gelernte Buchhändler, der an der Hochschule Basel auch noch Veränderungsmanagement und Interaktionsmanagement studiert hat, sich aufgrund seines Spezialwissens für Fair Trade engagieren. Für die Fair Wear Foundation hat sich Muttenzer in der Dritten Welt für soziale Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie sowie bei der Produktion von Teppichen eingesetzt. «Ich musste aber realisieren, dass ich weniger ein Menschenrechts- Aktivist als ein Unternehmer bin», weiss Muttenzer inzwischen. Nachdem er noch eine Zeitlang beides unter einen Hut bringen wollte, ist er 2007 voll bei Yourposition als Partner eingestiegen.

Erweiterung mit Analytics

Ein Jahr später haben Lukas Stuber und Beat Muttenzer ihr Suchmaschinen-Marketing erweitert und mit dem Aufbau des Bereichs Analytics «eigentlich einen Trend vorweggenommen». Sie sahen: Tracking von Marketing-Massnahmen ist genauso wichtig wie das Suchmaschinenmarketing selber. «So haben wir angefangen, Web-Analytics zu etablieren.» Seither finden sich im Angebot von Yourposition die drei Kernbereiche: Adwords, SEA und Analytics.

Bei der Arbeitsteilung funktioniert Lukas Stuber als «Aussenminister» und ist hauptsächlich verantwortlich für Marketing und Kommunikation. Beat Muttenzer ist «Innenminister» und waltet über das Operative sowie Finanzen. Die Bereiche Innovation und Business-Development werden von beiden gemeinsam vorangetrieben. Für die Fachbereiche sind drei Teamleiter zuständig.

Angefangen hat das Start-up mit 130 Stellenprozenten. Heute sind in der Agentur über 20 Leute beschäftigt «und weitere Stellen sind offen». So richtig losgegangen mit dem Wachstum ist es 2010. «Wir merkten: Die Kunden wollen das wirklich und wir sind nicht mehr die Exoten, die mit Suchmaschinen- Marketing missionieren wollen. So gesehen waren wir vielleicht ein bisschen zu früh im Markt. Aber dafür hatten wir einen Vorsprung im Bereich Erfahrung, als es wirklich losging.»

Einsatz für den Nachwuchs

2009 dachten die beiden Geschäftsführer Stuber und Muttenzer, ein eben frisch bezogenes 200 Quadratmeter Büro in Oerlikon «bietet unglaubliche Wachstumsreserven». Dann mussten die Jungunternehmer aber schon bald «Gas geben, um aus dem bestehenden Vertrag wieder aussteigen zu können». Seit Beginn 2013 ist Yourposition im Noerd in Oerlikon mit dabei und hat jetzt mit 400 Quadratmeter «durchaus noch Wachstumspotenzial bis 30 Leute».

Zu finden waren solche Spezialisten in früheren Jahren nur mit grosser Mühe. Das ist auch ein Grund, wieso Stuber und Muttenzer beide an Fachhochschulen aktiv sind, um diesen Nachwuchs gleich selber ausbilden zu können. Die Geschäftsführer von Yourposition unterrichten an der Hochschule Luzern, der Fachhochschule Nordwestschweiz Basel und Olten und sind auch an den Universitäten St. Gallen, Bern und Fribourg immer wieder als Referenten gefragt.

Der Schriftsteller und der Buchhändler als gefragte Unternehmer. Das wäre zu Beginn ihrer Laufbahn höchstens in einem Buch mit sieben Siegeln zu lesen gewesen. Die neue Verantwortung macht Lukas Stuber und Beat Muttenzer aber offensichtlich Spass. «Alles Management ist bei uns Learning by Doing. Wir haben keine Führungsseminare besucht und brauchen auch keine Businesspläne nach Schema F. Wir haben einfach immer geantwortet, was unsere Kunden und der Markt verlangt haben, und dabei versucht, dieses Bedürfnis möglichst gut abzubilden sowie aus unserer immer breiter werdenden Markterfahrung Innovationen anzustossen. Heute sind wir denn auch in vielen Fällen Ansprechpartner nicht nur für Suchmaschinen-Marketing, sondern für digitales Marketing insgesamt.»

Gelebte Firmenkultur

Gleichzeitig haben Stuber und Muttenzer versucht, ihre Wertvorstellungen von einer Firmenkultur beibehalten zu können. Im Grossraumbüro im Noerd herrscht eine sehr kreative Arbeitsatmosphäre. Den Mitarbeitenden wird sehr viel direkter Kundenkontakt und Eigeninitiative überlassen.

Die Suchmaschinen-Pioniere Stuber und Muttenzer haben ihre heutige Situation nicht unbedingt gesucht. Sie fanden Suchmaschinen und Analytics einfach «toll» und merkten, dass man damit auch Geld verdienen kann. «Aber wenn man zum ersten Mal feststellt, dass die Lohnsumme für über zwanzig Mitarbeitende zwei Millionen pro Jahr übersteigt, kann man schon kurz erschrecken.»

Beat Muttenzer und Lukas Stuber sind aber überzeugt, dass sie auch bei den kommenden Entwicklungen ihren Durchblick bewahren können und die Technik voll im Griff haben. Auch wenn der offizielle Einsatz von Google Glass in Oerlikon noch ein paar Augenblicke auf sich warten lässt.

Andreas Panzeri

 

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