Werbung ist eine Hollywood-Romanze

Schnelle Autos, Alkohol und Frauen. Kreativdirektor Marc Fiedler hat ein Buch über «Werbung und Happiness» geschrieben. Klischees gibt es darin bis zum Abwinken. Wie ernst ist es dem Autor? Die Werbewoche hat mit Fiedler gemailt.

fiedler

WW: Marc Fiedler, Sie haben ein Buch darüber geschrieben, wie Sie die Verbraucher happy machen und teilen dabei ordentlich aus – nicht nur Frauen bekommen ihr Fett weg. Wer soll das Buch überhaupt lesen? Oder anders gefragt: Wen machen Sie glücklich ausser sich selbst?
Da wollen wir die Liste, an die «ausgeteilt» wird, vervollständigen: die Männer. Im Buch geht es nicht um mich, sondern um die Kollegenschaft der Werbekreativen, die mit einer Fülle von Beispielen sehr gut wegkommt. Ich behaupte ferner nicht, dass ich alle happy mache, sondern dass der emotionale Faktor «Happiness» wichtig ist für erfolgreiche Werbung. Sollten ich und meine Kollegen unsere Adressaten nicht schätzen, wären wir fehl am Platz.

Beispielhafte Werbung aus den letzten 70 Jahren ist abgelichtet, da stimme ich zu. Und dass nicht nur die Frauen etwas abbekommen, ist mir nicht entgangen:

Buch, S. 45: «Der Creative Director ist zwar der Boss, sieht am besten aus und bekommt das höchste Honorar, doch trotzdem sind die Meinungen von Experten aus den Sparten Text, Fotografie, Typografie und Illustration nicht verkehrt. Berater? Planer? Wenn die etwas von Happiness verstehen würden, hätten sie den Mut, eigene Ideen zu haben, und würden nicht nur mit Statistiken und Zielgruppen schiessen. Das tut denen doch nur weh.»

Aber kehren wir zur «Happiness» zurück. Wie macht Werbung die Adressanten glücklich?
Im Vergleich zu den Anzeigen aus den 30er- bis 60er-Jahren ist meine kleine Spitze auf Frauen mehr als harmlos. Was die Berater/Planer angeht: Früher in der prä-digitalen Zeit hiessen die in Agenturen «Pappenträger». Kein Kreativer hat die Dinger auch nur mit spitzen Fingern angefasst. Ich bin sicher, dass die Leser Humor besitzen. Zu Ihrer Frage: Werbung per se macht nicht glücklich. Keiner schreit: «Hurra, ein Plakat.» Aber die Ideen, Bilder, Produktwelten, die Träume und kleinen Erfüllungen, die gezeigt werden – die machen glücklich. Gute Werbung sagt: «Es ist ok, kauf es ruhig. Du hast es dir verdient.» Werbung ist eine Hollywood-Romanze, bei der Sie im Kino weinen, Sie wissen, dass es nur ein Film ist, dass das Zuhause der Waschmittelwerbungs-Familie nicht so aussieht. Das stört aber nicht, das ist doch schön.

Natürlich sind die alten Anzeigen handwerklich gut gemacht, andererseits derart stereotyp: Die Sorgen der Hausfrau, der Kaffee könnte dem Angetrauten nicht schmecken… Da sollte den Werbern heute mehr einfallen.
Uns fällt viel mehr ein. Die Sujets sind platt in damals gängigen Klischees. Sicherlich gruselig teilweise, aber wenn ich im TV heute Anti-Blähungs-Joghurt oder Kinder-Schokoladendrops-Familienspass- Werbung sehe?! So weit weg ist das nicht.

Bei verdauungsfördernder Joghurtwerbung dreht sich auch mir der Magen um. Und ja, noch immer werden Klischees am Laufmeter bedient. Dies tun Sie in Ihrem Buch allerdings genauso. Sie überstrapazieren das stereotype Macho-Bild:

S. 90: «Er [der Mann] hat Spass, Frauen und ist ein guter Handwerker.» Bohrmaschine, Autos, Motorräder, etwas Hübsches für die Frau – mehr braucht Mann nicht.
S. 90: «Die Frau möchte, der Mann weiss, dass er toll ist».
S. 103: «Männer sterben, Frauen haben Dauerleiden.»

Weshalb? Glauben Sie das tatsächlich?
Einige Zitate sind aktuelle Werbesprüche, andere kleine Provokationen. Ich hatte u. a. als Beraterin für das Buch eine Frau, selbst Inhaberin einer Werbeagentur. Sie bestätigte das eine oder andere Bild. Ich als Mann kann Ihnen stellvertretend sagen, dass Männer in den Kaufentscheidungen, sobald sie in einem gemeinschaftlichen Haushalt wohnen, kaum noch etwas zu sagen haben. Da reduziert es sich auf Hobbys und evtl. noch die Entscheidung über das Auto. Dass der männliche Testosteron-Spiegel dazu führt, dass wir weniger an uns zweifeln, ist ein Fakt. Ich behaupte aber nicht, dass das toll ist.

Wenn es darum geht, jemanden ein Produkt anzubieten, ist es einfacher, Muster zu bedienen, die dazu führen, dass man sich als Käufer selbst belohnt. Das können wir geschlechtsneutral auf unterschiedlichste Gruppen, Alter, Herkunft, Hobbys etc. übertragen. Exemplarisch ist es als Autor klarer, am schönen Thema Mann/Frau zu bleiben.

Lassen wir das so stehen. Sie schreiben: «Werbung ist eine Hollywood-Romanze.» Zelebriert gute Werbung die heile Welt?
Definitiv nicht nur heile Welt, sondern «überhöhte Welt». Nehmen Sie Food-Werbung, nie sieht ein Hamburger so aus wie auf dem Plakat. Trotzdem ist der Anbieter mit den Happy-Menus für Kinder sehr erfolgreich. Autos fahren in der Werbung immer auf freien Strassen, suchen nie einen Parkplatz, sind nach langer Strecke immer noch sauber. Die Realität ist jedem so bewusst, dass man sie gerne mal kurzzeitig vergessen möchte.

Werbung beschönigt. Darf sie lügen?
Wenn sich Menschen Geschichten erzählen, sind diese meist nicht exakt – aber auch nicht gelogen. Der Berg war nicht so hoch, der Sturm nicht so doll, die Reise teilweise echt langweilig. Werbung darf rechtlich nicht lügen und sollte es auch nicht. Es ist aber ein deutlicher Unterschied, ob sie die Freude an einem Produkt geschönt zeigt oder Fakten zum Produkt erfindet bzw. fälscht. Ich glaube nicht an die Verführung durch Werbung, sondern an Versprechen und Bestätigung. Das schliesst Lügen aus.

Bitte ein Beispiel.
Die TV-Werbung von Toffifee. Heile Familie, alle sind glücklich und zusammen auf einem Sofa. Netter Ehemann, der mit Kindern tobt, tolle Mutter, die trösten kann. Ein Lachen kann man kaufen, in Form einer Packung Süssigkeit. Story, Darstellung, Styling und Ausstattung sind zu schön, um wahr zu sein (Versprechen), aber wenn die alleinerziehende Mutter vom Einkauf nach Hause kommt, wird sich das Einzelkind freuen. Ein Lächeln gibt es für Mutti. (Bestätigung: Es ist OK, wenn du träumst).

Was, wenn die Mutter die Packung alleine verschlingt – und danach frustriert ist?
Hmm, das führt zu einem «schweren» Problem mit der Figur – und der Chance auf einen neuen Partner, ein Leben als Familie wie in der Werbung. Ein Teufelskreis. Aber die Lüge in der Werbung wäre ja, wenn behauptet würde, dass das nicht passieren kann. Das «Bacardi-Feeling» sieht meistens anders aus als im Film. Die Kreation schöner Produktwelten ist unser Job. Doch die besten sind meistens die, die bereits in den Köpfen der Kunden stecken.

Steckt hinter «XXS Kondome gibt es nicht» mehr als Effekthascherei, mehr als Sex sells?
Ob Sie bei XXS-Kondomen an guten Sex denken, weiss ich nicht. Für mich ist der Titel auf dem Cover eher das Eingeständnis, dass nicht jedes Produkt mit dem Happiness-Faktor verkauft werden kann. Jede Theorie hat ihre Grenzen, jedes Produkt seine Fans mit ihren Vorlieben und Sehnsüchten.

xxs

Als ich den Titel las, dachte ich, es handle sich um einen Aufruf, in der Werbung mutig zu sein. Grosse Würfe braucht die Welt oder so…
Das ist eine richtige Interpretation – nicht vom Kleinen eingeschüchtert, sondern zum Grossen streben.

Letzte Frage: Sie verkaufen Ihr Buch als «Das erste Sachbuch mit Happy End». Was ist das Happy End?
Die Beruhigung an uns Macher: «Gooosssfraba » (gemäss Buch «ein Wort, das Eskimos verwenden, um ihr Kind zu beruhigen, und beim Sex). Wir operieren nicht am offenen Herzen. Geht die Kampagne schief, müssen wir keiner Mutter erklären, dass ihr Kind tot ist. Man sollte sich mehr trauen in der Werbung. Mehr grosse Gefühle, spannendere Stories und handwerklich hervorragend produziert. Das Meiste macht schon vom Anschauen traurig, langweilig billig hingehauen. Das steht in keinem Verhältnis zu den Mediabudgets, und am Ende wundern sich alle, wenn Werbung nicht funktioniert.

Isabel Imper

 

Wer sind die Schweizer Top-Vermarkter?

Gemeinsam mit Benjamin Herz und Roger Baur von NetProfit hat die deutsche Forschungs- und Beratungsagentur d.core die d.core Switzerland GmbH gegründet. Deren Markteintritt erfolgt mit einer Vermarkterzufriedenheitsstudie.

Im Zeitraum Februar bis April 2013 wurden Online-Marketing-Entscheider und Verantwortliche von Werbungtreibenden und Media-Agenturen in einem umfangreichen telefonischen Interview zu ihrer Zufriedenheit mit Online-Vermarktern und Publishern befragt.

Neben der generellen Gesamtzufriedenheit wurden pro Vermarkter detaillierte Fragen zur buchhalterischen Abwicklung, Tracking und Reporting, zur Sympathie und Kompetenz der Ansprechpartner, Innovationen in Sachen Online-Werbeformen etc. erhoben.

Die Studie erlaubt damit erstmals ein Benchmarking für Schweizer Online-Vermarkter und Publisher und bietet konkrete Ansatzpunkte, um die Services und Leistungen für Agenturen und
Werbungtreibende zu verbessern. red

Kontakt: NetProfit.ch.

Hier finden Sie eine Auswahl der Resultate.

NZZ am Sonntag sympathischste Medienmarke

Google ist im Wirtschaftsraum Zürich die meistgenutzte Medienmarke, gefolgt von SRF 1 und 20 Minuten, wie die Markenstudie Media Brands von Publicom zeigt. Die höchsten Sympathiewerte erreichte NZZ am Sonntag vor Google.

Das Internet sei das meistgenutzte Medium, aber auch die klassischen Medien Radio, Fernsehen und Zeitungen erreichten – über verschiedene Verbreitungskanäle – mehr als 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, hiess es am Mittwoch an einer Medienorientierung in Zürich.
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt Zeitungen online am PC, 40 Prozent auf einem Smartphone oder Tablet. Die Markenstudie untersuchte – mit einer repräsentativen Stichprobe von 1530 Personen in diesem Frühling – die Nutzung und qualitative Ausstrahlung der 25 wichtigsten Medienmarken im Wirtschaftsraum Zürich.

Auf der Rangliste der Marken mit dem qualitativ stärksten Profil belegen SRF und NZZ die ersten Plätze. An die Spitze schaffte esRadio SRF 1 knapp vor dem Schwesterprogramm Radio SRF 3. Auf dem dritten Platz folgt NZZ am Sonntag, danach das erste Fernsehprogramm SRF und die Neue Zürcher Zeitung.

Künftig soll die Media Brands-Studie jährlich durchgeführt werden, um den Medienunternehmen ein strategisches Instrument für die Markenentwicklung zur Verfügung zu stellen, wie Publicom-CEO René Grossenbacher sagte. Aber auch Werbeauftraggeber und Medienagenturen interessierten sich für die MediaBrands. Massgeschneiderte Mediaplanung entstehe nicht nur mit quantitativen Überlegungen. Immer wichtiger würden qualitative Faktoren. Es sei begrüssenswert, wenn über die qualitativen Dimensionen mehr Transparenz geschaffen werde, sagte Urs Schneider, Inhaber der drittgrössten Medienagentur der Schweiz. (SDA)
 

Für Steakholder, Grillprinzen und Aschenbrödel

Um das Grill-Angebot von Coop zu bewerben, hat Goldbach Interactive – in Zusammenarbeit mit YJOO – eine responsive Microsite und eine speziell umfeldspezifische digitale Kampagne realisiert, die bei der Werbeschaltung Uhrzeit und Wetter mit berücksichtigt.

Eine umfassende Microsite soll die User ermuntern, das Coop Grill-Universum aktiv zu entdecken, wie es in einer Mitteilung heisst. Konzept, Gestaltung und Programmierung stammen von Goldbach Interactive, YJOO zeichnet für Konzept und Text verantwortlich.

Im animierten und interaktiven Showroom-Bereich finden sich Tipps rund um Fleisch, Gemüse und das ideale Zubehör, Bier- und Weinempfehlungen zu raffinierten Rezepten, Aktionen und Wettbewerbe, eine aktualisierte Version der populären Grill-App (verantwortliche Agentur: Bitforge) sowie eine Spotify Musik-Playlist für laue Grill-Abende.

Die von Goldbach Interactive realisierten digitalen Werbemittel greifen den Claim von KSP «Coop – für alles, was es zum Grillieren braucht» ebenfalls auf. Und wollen mit humorvollen Grillsprüchen zeigen, dass bei Coop jede und jeder findet, was es zu einem gelungenen Barbecue braucht. Mit zielgruppenspezifischen Formulierungen werden die Leserinnen und Leser in der Tonalität angesprochen, die sie im entsprechenden Umfeld erwarten:

• Auf Finanzportalen: Für Steakholder.
• Auf Websites für Frauen: Für Grillprinzen und Aschenbrödel.
• Auf Websites mit Ausflugszielen: Für Ausflüge im Grillschneckentempo.
• Auf Wetterportalen: Für alle, denen das Grillwetter Wurst ist.

Verantwortlich bei Coop: Thomas Schwetje (Leiter Marketing / Services), Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Michael Bietenhader (Leiter CRM / Digitales Marketing), Oliver Johnson (Leiter Digitales Marketing). Verantwortlich bei Goldbach Interactive: Microsite: Bruno Manser (Konzeptlead), Nicola Schlup (Beratung), Damian Kunz (Beratung, Projektleitung), Raphaël Liechti (Kreation), Dominic Wirz (SEO-Texte), Jan Steffen, Jonathan Droz (Entwicklung), Susanne Fankhauser (Frontend); Werbemittel: Elisabeth Hassa (Beratung, Projektleitung), René Schoedon (Kreation), Dominic Wirz (Text). Verantwortlich bei YJOO: Nina Krucker (Konzeptlead und Redaktion). Verantwortlich bei Bitforge: Andreas Hüppi (Beratung).

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Cannes Lions: Löwen für Leo Burnett, Publicis, JvM/Limmat und Maxomedia

Nach Gold und Silber am Dienstag holt Leo Burnett am Mittwoch erneut Silber. Publicis mit den Garnier-Bärten, Maxomedia mit dem SBB-Spiel Trickytracks und JvM/Limmat auf der Webwanderung sorgen für die Schweizer Löwen fünf, sechs und sieben!

In der Kategorie «Design» gewinnt Leo Burnett Silber – diesmal nicht für Swiss Life, sondern mit Emmentaler. Der Grand Prix in dieser Kategorie geht nach München zu Serviceplan: Für den italienischen Lebensmittel-Discounter Auchan hat die Agentur einen scanbaren Nachhaltigkeitsbericht auf einem Kassenzettel entwickelt. Nebst dem Grand Prix hat Service Plan in Cannes bereits zehn Löwen gewonnen und führt den deutschen Medailenspiegel an – auf Platz zwei folgt die BBDO Gruppe mit 15 Löwen (aber ohne Grand Prix).

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Zurück zur Schweiz: Auch Publicis holt einen silbernen Löwen – mit den Bärten für Garnier / L'Oréal, Kategorie «Press». Keine Überraschung – die Agentur gewann mit der Kampagne erst vor wenigen Tagen Gold bei den ADC Europe Awards und im Mai ebenfalls die Höchstauszeichnung beim Golden Award in Montreux. In der Kategorie «Press» geht der Grand Prix an TBWA Los Angeles.

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In der Kategorie «Radio» brauchte sich die Schweiz keine Hoffnung auf Löwen zu machen – keine Shortlist-Plätze. Immerhin 19 Arbeiten wären eingereicht worden. Der Grand Prix geht nach Australien: McCann Melbourne holt die begehrte Trophäe.

Jung von Matt/Limmat holt in der Kategorie «Cyber» Bronze mit dem Webwandern (Rhätische Bahn). Mit der virtuellen Wanderung hat die Agentur schon verschiedene Preise gewonnen – unter anderem Gold an den Best of Swiss Web Awards im März oder einen Sonderpreis bei den Goldbach Crossmedia Awards im Mai dieses Jahres. Ebenfalls Cyber-Bronze gewinnt Maxomedia mit dem gefeierten SBB-Onlinespiel Trickytracks! Somit hat die Schweiz in Cannes bereits die siebte Edelmetall-Auszeichung auf sicher. In dieser Kategorie gewinnen gleich zwei Agenturen den Grand Prix: Draffcb/Lowe New York und Pereira & O'Dell San Francisco. (hae)

http://www.youtube.com/watch?v=v4SuzWMcoN4

http://www.youtube.com/watch?v=jcoFBJsB8x4

Der Schweizer Medaillenspiegel:
 

 
gold-lion-s
silver-lion-s
bronze-lion-s
Leo Burnett 1 2  
Publicis   1  
Draftfcb/Lowe     1
JvM/Limmat     1
Maxomedia     1

Schweizer Shortlist-Plätze
 

Kategorie Agentur Titel Kunde
Creative Effectiveness Wirz/BBDO Private Showrooms wanted Ikea Rothenburg
Cyber Jung von Matt/Limmat Web Hiking Rhätische Bahn
  Maxomedia SBB Trickytracks SBB
Design Publicis For any Hair Type L’Oréal / Garnier
  Leo Burnett National Day Emmentaler Emmentaler
  Leo Burnett The Swiss Wrestling Emmentaler Emmentaler
Direct Y&R Exclusion Heks
  Draftfcb/Lowe The fastest Christmas Song BMW
Outdoor Leo Burnett The Baby (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett Once (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett The End (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett Everything we need Swiss Life
  Leo Burnett Most important Thing Swiss Life
  Leo Burnett Single Swiss Life
  Publicis Mini Billboards Kindertraum.ch
  Havas Worldwide Fence of Fate Amnesty International
Press Publicis Red L’Oréal / Garnier
  Publicis Blonde L’Oréal / Garnier
  Publicis Black L’Oréal / Garnier
  Leo Burnett Everything we need (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett Most important Thing (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett Single (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett The Baby (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett Once (2 x) Swiss Life
  Leo Burnett The End (2 x) Swiss Life
Promo & Activation Draftfcb/Lowe The fastest Christmas Song BMW

Teaserbild: hae

Bilanz: Neuer stellvertretender Chefredaktor

Erik Nolmans, bisher Autor bei Bilanz, wird zum 1. August neuer stellvertretender Chefredaktor des Schweizer Wirtschaftsmagazins. Er folgt auf Stefan Barmettler, der die Chefredaktion der Handelszeitung übernimmt.

Der 51-jährige Nolmans arbeitete für die Sonntagszeitung und für Facts, unter anderem als USA-Korrespondent, bevor er vor 13 Jahren zur Zeitschrift Bilanz stiess. Er ist Verfasser mehrerer Sachbücher. Seine Nachfolge als Autor tritt gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch der 44-jährige Peter Hossli an, derzeit Autor bei der Blick-Gruppe. Hossli war zuvor Chefredaktor des iPad-Magazins The Collection, arbeitete davor mehrere Jahre für verschiedene Schweizer und deutsche Publikationen als Korrespondent in New York und war davor für Facts tätig.

«Ich freue mich sehr, mit Erik Nolmans und Peter Hossli zwei ausgezeichnete Journalisten mit grosser Wirtschaftskenntnis für diese Positionen gewonnen zu haben», betont Bilanz-Chefredaktor Dirk Schütz.
 

Ogilvy führt Kampagne für Bank Julius Bär weiter

Nach der Lancierung der aktuellen Bank Julius Bär Image-Kampagne im letzten Frühling weitet Ogilvy Zürich die Welt der Privatbankkunden in der Kommunikation mit drei neuen Sujets weiter aus.

Im Zentrum steht auch bei der Weiterführung der Kampagne die private Seite der Kunden mit ihren ganz individuellen Vorstellungen, Bedürfnissen und Zielen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die seit gut einem Jahr international eingesetzte Kampagne zeigt bildstarke Portraits von Persönlichkeiten, die sich in ihrem eigenen, privaten Umfeld zeigen und ein persönliches Statement zu Julius Bär abgeben. Die drei neuen Sujets sprechen gezielt die Märkte Asien, die Vereinigten Arabischen Emirate und neu auch Russland an.

Verantwortlich bei der Bank Julius Bär: Olivier Berger (Head Advertising), Olivia Cham (Communication Manager Advertising). Verantwortlich bei Ogilvy: Jonathan Schipper (Gesamtverantwortung), Claudia Sigg (Beratung), Thomas Bolliger (CD), Tino Heuter (AD), Markus Sidler (Text), Filippo Salmina (DTP). Fotos: Sven Bänziger.

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SDA-Verwaltungsrat bestätigt

Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) ist am Mittwoch von den Aktionären in seiner bisherigen Besetzung wiedergewählt worden. Präsident des obersten Führungs- und Aufsichtsgremiums der SDA ist Hans Heinrich Coninx.

Neben Coninx gehören auch Valérie Boagno, Walter Bachmann, Matthias Hagemann, Eric Hoesli, Hanspeter Lebrument, Albert P. Stäheli und Pietro Supino dem Verwaltungsrat an. Sie alle wurden an der Generalversammlung in Bern für ein weiteres Jahr in ihrem Amt bestätigt. Die Aktionäre der SDA haben zudem den Jahresbericht und die Rechnung des Unternehmens genehmigt. Das Stammhaus der SDA hat im Jahr 2012 bei einem Umsatz von 26,6 Millionen Franken mit einem operativen Gewinn von 664'000 Franken abgeschlossen. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 72'000 Franken (Werbewoche.ch berichtete).

Die SDA-Gruppe, zu der neben dem Stammhaus die Sportinformation (100 Prozent), News Aktuell (50 Prozent), die Fotoagentur Keystone (40 Prozent) sowie der Finanznachrichtenagentur AWP (35 Prozent) gehören, hat bei einem Umsatz von 39,7 Millionen Franken einen Konzerngewinn von 725'000 Franken erzielt. (SDA)

SRF: Zeitverzögerte Nutzung hält sich in Grenzen

Die zeitverzögerte Nutzung von Fernsehsendungen spielt für das Schweizer Fernsehen (SRF) noch keine grosse Rolle. Dies zeigen die TV-Nutzungszahlen, die am Mittwoch publiziert wurden.

Von der gesamten Nutzung der SRF-Fernsehsender wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 nur 3 Prozent zeitverzögert übers Internet konsumiert. Dieses Ergebnis entspreche aber den Erwartungen, hiess es auf Anfrage beim SRF. Es zeige sich, dass sich das Publikum vor allem fiktionale Inhalte wie etwa «Der Bestatter» oder «Tatort» im Nachhinein ansehe. Den grössten Anteil der Downloads registriert SRF noch am Ausstrahlungstag bis 2 Uhr nachts. Noch relativ unbeliebt ist die zeitverzögerte Nutzung hingegen bei Informationssendungen oder Formaten mit Live-Charakter, also etwa beim Skirennen oder beim «Swiss Award».

Dank zeitverzögerter Nutzung wieder über 30 Prozent

Obwohl die verzögerte Nutzung sich bis jetzt noch in Grenzen hält, ist ihre Erfassung für das SRF wichtig: Sie trug dazu bei, dass die Sender des Schweizer Fernsehens es wieder über die wichtige 30-Prozent-Marke schafften.In den ersten fünf Monaten dieses Jahres brachten es die SRF-Sender auf einen Tages-Marktanteil von 31,1 Prozent. In der Vorjahresperiode – noch mit dem alten Messsystem ohne zeitverzögerte Nutzung – betrug dieser Wert noch 29,2 Prozent.

Langer Rechtsstreit und Kritik an der Methode

Seit dem 1. Januar 2013 misst die Mediapulse die TV-Nutzung mit einer neuen Methodik. Nach Kritik an der Messmethode und einem langen Rechtsstreit waren am Mittwoch erstmals die Zahlen aller Sender öffentlich zugänglich (Werbewoche.ch berichtete). Noch gleichentags wurde die Publikation vom Bundesverwaltungsgericht allerdings wieder verboten. Der Privatsender 3+ erwirkte eine Verfügung, welche die weitere Veröffentlichung per sofort untersagte. (SDA)

 

Zu guter Letzt: Einfach mal Wort halten

Die Bayern spielen nicht nur hervorragend Fussball – sie betreiben auch tollen Wahlkampf. Wirklich!

Besagtes Plakat bedarf nicht vieler Worte – man muss es nur einen Moment auf sich wirken lassen:

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«Wort halten» und «Wort halten», haben Sie's verstanden? Das fragt Autor Frank Müller in der Süddeutschen Zeitung. Wir haben. Und Schleckysilberstein meint: «Kann ein Plakat den Betrachter dümmer machen? Es kann.» Ein schönes Schlusswort für heute. (hae)

TV-Quoten: Lauberhorn-Abfahrt top

Am 18. Juni gab Mediapulse die Messdaten für den Fernseh- und Werbemarkt frei. Für Publisuisse entfällt somit das Publikationsverbot. Dies ermöglicht der Werbevermarkterin die Veröffentlichung der TV-Nutzungsdaten des ersten Quartals 2013.

Der Verwaltungsrat von Mediapulse fällte den Entscheid zur Datenfreigabe, kurz nachdem das Obergericht des Kantons Nidwalden die durch den TV- Sender 3+ erwirkte superprovisorische Verfügung am 11. Juni aufgehoben hatte (Werbewoche.ch berichtete). Zuvor hatten bereits das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek und zwei unabhängige Expertenberichte das neue Messsystem analysiert und überwiegend positiv beurteilt. Vorgeschlagene Optimierungsmassnahmen werden zur Zeit durch Mediapulse geprüft und falls sinnvoll realisiert. Dies wird erneut eine leichte Veränderung der Messzahlen des ersten Semesters zur Folge haben. Dennoch stehen die Kennzahlen per sofort uneingeschränkt zur Verfügung. «Auf diesen Moment haben wir in den letzten Monaten mit grossem Einsatz hingearbeitet. Die Daten bilden das Fundament unseres Geschäftsmodells. Ohne diese Daten sind wir wie auch unsere Kunden im Blindflug. Die Situation war inakzeptabel», so Martin Schneider, CEO von Publisuisse.

Die Programme der SRG bleiben Marktleader

Die durch Publisuisse publizierten TV-Zahlen zeigen laut Mitteilung deutlich, dass die Programme der SRG in der ganzen Schweiz erste Wahl sind. Sowohl in der Primetime als auch im Gesamttagesverlauf sind die Qualitäts-Programme von SRF, RTS und RSI deutliche Marktleader.

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Ski Weltcup – das TV-Quoten-Highlight

Das absolute TV-Highlight im ersten Quartal 2013 war «Ski Alpin, Weltcup, Abfahrt, Männer». Die berühmte Abfahrt am Lauberhorn bescherte der SRG Traumquoten mit einem Marktanteil von 74.4 Prozent in der Zielgruppe 15-59 (Rating 15-59 471‘400). Auf Rang zwei und drei der meistgeschauten Sendungen liegen «Meteo» vom 13. Januar (Marktanteil 15-59 40,4 Prozent Ø Rating 15-59 456‘700) und der SRF Tatort «Schmutziger Donnerstag» (Marktanteil 15-59 32,0 Prozent Rating 15-59 432‘100). Die SRF Krimiserie «Der Bestatter» ist über sämtliche Folgen beim Fernsehpublikum ebenfalls hervorragend angekommen (Ø Marktanteil 15-59 36,8 Prozent und Ø Rating 15-59 376‘500). Beim jungen Zielpublikum konnte besonders «Voice of Switzerland» einen Erfolg feiern (Ø Marktanteil 15-59 34,1 Prozent und 15-39 36,7 Prozent; Ø Rating 15-59 339‘400 und 15-39 137‘500). Die erste Sendung, die nicht aus dem Programm der SRG stammt, liegt auf Platz 520 «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» auf RTL CH.

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Zeitversetzte Nutzung hauptsächlich bei SRG-Programmen

Mit dem neuen, von Kantar betriebenen Panel, verfügt die Schweiz über eines der modernsten TV-Messpanels der Welt. Die neuen Daten enthalten auch Nutzungsdaten von «modernen» Haushalten, zum Beispiel mit Smart-TV-Geräten sowie auch Haushalte, die nur über Computer TV schauen können. Neu wird zudem der zeitversetzte TV-Konsum erhoben und ausgewiesen. Die zeitversetzte Nutzung ist zwar gering, aber auch zeitversetzt wurde ausserordentlich oft auf die Programme der SRG zugegriffen. Somit verfügt Publisuisse mit SRF, RTS und RSI in der gesamten Schweiz über die Programme mit den deutlich stärksten Werbeblöcken.

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Walder,Werber: Neuco-Magazin bekennt Farbe

Für Neuco, ein Unternehmen für Lichtinszenierung, hat Walder,Werber ein hauseigenes Magazin kreiert.

Unter dem Titel «Farbe bekennen» inszeniert Neuco die Dramatik des Lichts im Magazin Neuco, wie es in einer Mitteilung heisst. Walder,Werber entwickelte die Grundidee, das Design und zeichnet von der Redaktion über die Gestaltung und Bildregie hin zur Produktion gesamtverantwortlich für die Magazine. Neuco erscheint zweimal jährlich – auf deutsch und französisch.

Das Magazin zeigt auf, wohin Trends führen, setzt neue Produkte in Szene, demonstriert wissenschaftliche Forschungsergebnisse, geht vertieft in Marktanalysen rein, bezieht sich auf emotionale Referenzobjekte und gibt Opinion Leaders eine glanzvolle Plattform. Ob horizonterweiternde Leuchten, erhellende Begegnungen und futuristische Lichtwirkungen oder nachtaktive Aussenbeleuchtungskollektionen, jeder Lesegeschmack ist abgedeckt.

Verantwortlich bei Neuco: Pascal Läubli; Matthias Gebert. Verantwortlich bei Walder,Werber: Sandro Walder (Gesamtleitung/Beratung); Tobias Fluck (CD); Sascha Völki (AD); Gregor Szabo (Grafik); Corsin Kessler (DTP); Cyril Schicker, Philipp Ammeter, Valentina Röschli (Text/Konzept).

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