Bundesgericht mildert Sanktion gegen Journalisten

Das Bundesverwaltungsgericht hat zwei Journalisten für die vorzeitige Veröffentlichung eines Urteils zu streng bestraft. Das Bundesgericht hat Markus Felber von der NZZ und Thomas Hasler vom Tages-Anzeiger Recht gegeben und es bei einer Verwarnung belassen.

Das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen hatte den bei ihm hauptberuflich akkreditierten Journalisten am späten Nachmittag des 10. April 2012 per E-Mail ein börsenrelevantes Urteil zugestellt. Die Sperrfrist für die Veröffentlichung des Urteils in den Medien wurde auf sieben Uhr am Morgen des nächsten Tages festgelegt. Verschiedene Journalisten machten das Gericht in der Folge darauf aufmerksam, dass mit diesem Embargo die Printmedien gegenüber den elektronischen Medien benachteiligt würden. Letztere könnten bereits am 11. April ab sieben Uhr morgens über das Urteil berichten. Die Zeitungen müssten dagegen einen Tag zuwarten, da ihre Ausgaben schon vor sieben Uhr erhältlich seien.

Markus Felber von der NZZ und sein Kollege Thomas Hasler vom Tages-Anzeiger entschieden sich deshalb in Absprache mit ihren Redaktionen dafür, ihre Texte bereits in der Ausgabe vom 11. April erscheinen zu lassen.

Herabstufung unverhältnismässig

Diese bewusste Missachtung der Sperrfrist sanktionierte das Gericht gegenüber den zwei Journalisten mit einer Herabstufung bei der Akkreditierung für die Dauer von sechs Monaten: Anstatt die Urteile wie bis anhin ein paar Tage vor der Veröffentlichung zu erhalten, sollten ihnen die Entscheide nur noch kurzfristig zugestellt werden. Felber und Hasler gelangten dagegen ans Bundesgericht, das ihre Beschwerden nun teilweise gutgeheissen und es bei einer blossen Verwarnung belassen hat. Laut den Richtern in Lausanne wäre die von den St. Galler Kollegen ausgesprochene Sanktion unverhältnismässig.

Es handle sich nicht um einen gravierenden Fall und es seien weit schwerwiegendere Verstösse denkbar. Zudem hätten die beiden Betroffenen das Informationsreglement zum ersten Mal verletzt. Es könne nicht darum gehen, an ihnen ein Exempel zu statuieren. Schliesslich hätten sie die Sperrfrist, welche die Interessen der Printmedien nicht genügend berücksichtigt habe, nur geringfügig missachtet.

Laut Rocco Maglio, Kommunikationsverantwortlicher des Bundesverwaltungsgerichts, wird das Gericht nun die generelle Handhabung beim Festlegen sowie beim Bruch von Sperrfristen prüfen. Mit den akkreditierten Medienschaffenden sei das Gericht regelmässig in Kontakt und prüfe bei der Festsetzung der Sperrfristen auch deren Wünsche. Anzumerken sei allerdings, dass sich die Bedürfnisse der verschiedenen Medien nicht immer treffen würden. (SDA)

Teaserbild: Bundesgericht Bger.ch
 

Teil.ch: Das Jagdfieber geht um

Teil.ch hat für die Schnitzeljagd Foxtrail von Swisscovery eine Kampagne realisiert. Das Jagdfieber verbreitet sich in der ersten Sommerwelle durch Hängekartons in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Thun, Zürich, in der Region Aarau und mit Onlinebannern auf 20min.ch.

Für den Herbst sind weitere Massnahmen geplant. Die Kampagne läuft unter dem Motto «Jagen statt Baden»: Dabei ist die Kur eine Jagd durch sieben Reviere, 34 Trails, und über 400 Rätsel warten auf Jagdhungrige.

Verantwortlich bei Swisscovery: Thomas Bösiger (Marketing & Sales Manager), Daniel Arnold (Operations Director). Verantwortlich bei Teil.ch: Alain Zeiter (Beratung), Martin Zeiter (CD).

foxtrail_1
foxtrail2
foxtrail3

Zu guter Letzt: «Loveworks» – Love works?

In zwanzig Fallbeispielen aus aller Welt erklärt Autor Brian Sheehan, Professor für Werbung und ehemaliger Saatchi & Saatchi-CEO, wie bekannte Marken von der «Lovemarks»-Methode profitieren. Die Vernissage des Buches «Loveworks» fand letzte Woche in Cannes statt.

Was haben Pampers und Swisscom und Guinness gemeinsam? Sie alle sind «Lovemarks», also Marken, die regelrecht geliebt werden. Damit haben sie emotionale Kundenbindungen jenseits von blosser Vernunft gewonnen. Wie erfolgreich die «Lovemarks»-Methode ist, zeigt das neue Buch‚ das Saatchi & Saatchi beim Cannes Lions International Festival of Creativity präsentiert: «Loveworks: How the world's top marketers make emotional connections to win in the marketplace». Der Autor Brian Sheehan, ehemaliger Saatchi & Saatchi-CEO in Los Angeles, Tokyo und Sydney, und heute Professor an der S.I. Newhouse School of Public Communications, Syracuse University in New York, knüpft mit seinem Buch an die «Lovemarks»-Theorie von Kevin Roberts, CEO Worldwide Saatchi & Saatchi, an. Dieser definierte im Jahr 2004 mit «Lovemarks: the future beyond brands» das Marketing mit folgender These: Emotionen sind der Schlüssel, um tragfähige Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten aufzubauen. (Mehr zu Kevin Roberts: Im Gespräch mit der Werbewoche am Swiss Economic Forum in Interlaken).

In seinem Buch stellt Brian Sheehan in 20 Fallstudien dar, mit welchen Schritten Marken den Status einer «Lovemark» erreichen und wie sie in ihren Märkten von der «Lovemarks»-Methode profitieren. Zu den vorgestellten Marken zählen unter anderen Lenovo, Guinness, Pampers, Swiffer, Safeguard, Camry, Lexus, Cheerios, T-Mobile, Visa, Miller, Nike, Skol und The Ritz-Carlton. Die Fallstudien stammen aus den USA, China, Brasilien, Nigeria, Australien, Großbritannien, Japan, Israel und Argentinien. Alle Unternehmen und Marken haben eines gemeinsam: Ihr Fokus liegt darauf, emotionale Verbindungen zu den Verbrauchern herzustellen und langfristig zu pflegen.

Kleiner Hinweis nebenbei: Trotz ähnlicher Wortwahl sollte das Buch nicht mit einem Beziehungsratgeber verwechselt werden. (uma)

loveworks1

«Loveworks» ist bereits das vierte «Lovemarks»-Buch, das Saatchi & Saatchi gemeinsam mit dem unabhängigen Herausgeber powerHouse Books, Brooklyn, New York, veröffentlicht. Insgesamt wurden laut Mitteilung bisher 275‘000 Exemplare verkauft, einschließlich dem Originaltitel «Lovemarks: the future beyond brands» von Kevin Roberts, das in 18 Sprachen veröffentlich wurde. Das aktuelle Buch «Loveworks» kann über Amazon.com und den amerikanischen Buchhan-del bezogen werden. Eine Online-Vorschau ist hier verfügbar. Saatchi & Saatchi stellt auf dem Facebook Campus der Lovemarks mehrere Lernangebote zur Verfügung, die sich auf die akademische Erforschung von Emotionen und Marketing konzentrieren.

 

Magisch schottisches «Christmas Tattoo 2013»

Das «Basel Tattoo» wurde im Jahre 2006 gegründet. Nun steht das erste «Christmas Tattoo» in den Startlöchern, um im Dezember 2013 die St. Jakobshalle in Basel und das Hallenstadion in Zürich in eine einzigartige Wintermärchenlandschaft zu verwandeln.

Für den von Basel Tattoo Productions in Zusammenarbeit mit André Béchir produzierten Event kreierte WS Kommunikation das Erscheinungsbild inklusive Logo und setzte erste Massnahmen wie die Sponsoring-Broschüre um. Die weiteren Werbemittel werden vom hauseigenen Grafiker von Basel Tattoo Productions adaptiert.

Verantwortlich bei Basel Tattoo Productions: Dominik Nyffenegger (Head of Marketing & Sponsoring). Verantwortlich bei WS Kommunikation: Reto Meyer (Gesamtverantwortung), Markus Stöckli (Art Direction), Andrea Huber, Joe Werner (Grafik).

CT1

«Zürich geht aus!» erschienen

Das neue «Zürich geht aus!» 2013/2014 ist da. Es enthält die 185 besten Restaurants, neu getestet und auf rund 300 Seiten beschrieben und bewertet.

«Zürich geht aus!» erscheint bereits zum neunten Mal. Es ist ab heute, Mittwoch, am Kiosk, in ausgewählten Buchhandlungen und auf Gehtaus.ch erhältlich. Ab Juli kann man «Zürich geht aus!» auch als App und E-Paper herunterladen.

In den letzten Wochen und Monaten fahndeten die Tester von «Zürich geht aus!» um Cheferedaktor Wolfram Meister zwischen Aeugstertal und Zweidlen, zwischen Seefeld und Schwamendingen, in den Gassen links und rechts der Limmat nach neuen Fischlokalen und gutbürgerlichen Restaurants, nach unkomplizierten und edlen Italienern, nach gemütlichen Beizen für Geniesser, nach den besten Spaniern, Japanern und Thailändern, nach den besten Tischen am See und mit Aussicht, nach Feinschmeckerlokalen in der Stadt und in der näheren und weiteren Umgebung. Die Tester überprüften gleichzeitig, ob die guten, bereits bekannten Adressen noch immer gleich gut sind. Sie begutachteten für das «Zürich geht aus!» 2013/2014 eine Vielzahl von Restaurants, um herauszufinden, welche wirklich empfehlenswert sind.

Insgesamt sind 71 Restaurants im «Zürich geht aus!» neu aufgenommen worden. In 19 Top-Listen sind alle 185 Restaurants einer Kategorie zugeordnet und mit einem Rang versehen. Im nach Regionen und Ortschaften gegliederten Besprechungsteil ist jedes einzelne Restaurant beschrieben. Und am Schluss des Heftes finden sich im Restaurant-Index alle Zürcher Restaurants: Rot markiert die Adressen, Telefonnummern und Webseiten aller 185 besprochenen Restaurants.

zga1
 

Walter Vaterlaus gründet Communtia

Walter Vaterlaus, zuletzt Senior Vice President Group Communications des globalen Pharmakonzerns Nycomed/Takeda, macht sich selbständig: Er hat Communtia gegründet.

Das Beratungsunternehmen für Kommunikationsmanagement ist in den Bereichen Strategie-, Veränderungs- und Krisenkommunikation sowie Organisationsentwicklung positioniert. Vaterlaus arbeitete während mehr als 25 Jahren in leitenden Positionen der Unternehmenskommunikation von international tätigen Firmen wie IBM, Saurer oder Clariant im In- und Ausland. Er begann seine Karriere als Sport- und Wirtschaftsjournalist für verschiedene Tageszeitungen, ehe er auf Unternehmensseite wechselte. Im Jahr 2000 gründete er zusammen mit weiteren Initianten den Harbour Club, die Networking-Plattform der Chief Communication Officer von Schweizer Organisationen, die er während vier Jahren präsidierte.
 

Europaallee neu bei Vizner Borel

Unter der Strategie «Das Tor zur Welt im Herzen von Zürich» realisiert die Agentur Vizner Borel aktuell diverse Massnahmen zur Bekanntmachung der Europaallee. Den Beginn macht eine Plakat-Kampagne, gefolgt von einem Online-Wettbewerb sowie weiteren flankierenden Werbemitteln.

Unmittelbar neben dem Hauptbahnhof entsteht die Europaallee mit rund 300 Stadtwohnungen, 2‘500 Studienplätze, über 6‘000 Arbeitsplätze, einem Design-Hotel, vielfältigen Einzelhandels- und Gastronomieangeboten sowie Freizeiteinrichtungen. Das verantwortliche Unternehmen ist die SBB Immobilien.

Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Markus Binggeli (Strategie), Lukas Schmid (Text/Konzept), Florian Steiner (Art Direction), Markus Binggeli, Eveline Jakob (Beratung). Fotografie: Rainer Schaer. Online: Station. Media: JBW Media.

vb1_0
vb2_0
vb3_0
vb4
vb5
vb6

Burson-Marsteller: Neuer Leiter Public Affairs

Burson-Marsteller hat Tim Frey zum neuen Leiter des Bereichs Public Affairs ernannt. In dieser Funktion ist er gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung.

Tim Frey übernimmt die Aufgabe auf Anfang August 2013 und ersetzt Gabi Badertscher, die sich einer neuen Herausforderung zuwenden möchte (Werbewoche.ch berichtete). Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Mittwoch. Frey kenne die Schweizer Politik aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, verfüge über einen soliden wissenschaftlichen Background und über ein exzellentes Netzwerk.

Von April 2009 bis Juni 2012 war Frey Generalsekretär der CVP Schweiz. In dieser Funktion war er mit der Führung der zentralen Stabs-Organisations- und Verwaltungsstelle der Partei betraut und konnte mehrere Projekte von strategischer Bedeutung für die Partei realisieren. Zuvor war er als Forscher, Assistent und Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich tätig, wo er sich insbesondere mit Wahl- und Parteiensystemen, sozialen Strukturkonflikten und Demokratisierungsprozessen beschäftigte.

TimFrey

Publicis: Mit Kim Jong Un in die Pause

Neben den neusten Blockbustern und Indiefilmen finden Cineasten in den Kinos von Youcinema auch ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Um zu verdeutlichen, dass jeder einen Snack nach seinem Geschmack findet, entwickelte Publicis für die Kinokette eine Kampagnen-Idee.

Die Kampagne reagiert mit leichtem Augenzwinkern auf aktuelle Weltgeschehnisse. Den Anfang machte bereits der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un, der bekanntermassen eine kleine Schwäche für Raketen hat. Weitere Motive mit anderen «Kalorienbomben» folgen im weiteren Verlauf.

Die Kampagne kommt in diversen Kanälen in den Kinos und in deren Umfeld zum Einsatz.

Verantwortlich bei Youcinema: Deliah Kyburz (Head of Marketing & Events). Verantwortlich bei Publicis: Thomas Wildberger (CCO), Grischa Rubinick (CD), Raphael Graber (Junior AD), Jan Kempter (Text), Candido Righetto (Senior Brand Director), Zoe Hüsser (Beratung).

Youcinema1

Nicolas Noth wechselt von Joiz zur PHD Schweiz

Per 1. September 2013 übernimmt Nicolas Noth als Executive Managing Director die Führung von PHD Schweiz aus der Omnicom Media Group. Er wechselt von Joiz, wo er während zwei Jahren die Vermarktung des Social TV-Senders aufgebaut hat.

PHD Schweiz holt mit Nicolas Noth einen ausgewiesenen Experten mit langjährigen Erfahrungen im Bereich des digitalen Werbemarktes an die Spitze, wie es in einer Mitteilung heisst. Noth studierte Wirtschaftswissenschaften, ist diplomierter Wirtschaftsinformatiker und Medienmanager und ist seit 15 Jahren in verschiedenen leitenden Funktionen in Agenturen und Medien tätig. Von 2004 bis 2007 war er Leiter Blick Online und Mitglied der Geschäftsleitung der Zeitungsgruppe von Ringier, wo er für die Weiterentwicklung des digitalen Bereichs zuständig war. Bis 2010 leitete er als Managing Director die digitale Kommunikations- und Mediaagentur Planetactive / Neo@Ogilvy, verantwortlich für die Märkte Schweiz und Österreich.
 

Churer Agentur Skipp gegründet

Der Bündner Webpionier Ivo Frei lanciert zusammen mit dem Filmemacher Mike Eschmann («Achtung, Fertig, Charlie») und dem Markenstrategen Fabio Aresu (Markenkern) eine neue Agentur. Skipp startet per September 2013.

Die neue Agentur verschmilzt laut Mitteilung gleich fünf Branchen miteinander: Der Prozess beginnt bei der Markenstrategie, führt über die klassische PR und Werbeagentur, die Internet-Agentur und verbindet mit dem immer wichtigeren Element Film. «Wir sind die erste Firma in der Südostschweiz, die nicht mehr in Distributionskanälen oder Disziplinen denkt. Wir sehen das grosse Ganze in einer hohen Qualität. Der Kunde kommt damit schneller und viel effizienter ans Ziel», so die Gründer. Skipp agiert als Generalunternehmung. Der Vorteil liegt darin, dass der Kunde nur noch einen Ansprechpartner für die gesamte Kommunikation hat. «Man darf heute keinen Unterschied mehr zwischen online und offline, zwischen Idee und Technik machen. Der Mix der unterschiedlichen Zutaten ist entscheidend.»

Das Kernelement ist der eigens entwickelte Skipp-Kompass. «Mit diesem können wir ohne Fremdwörter endlich Firmen aller Branchen die komplexe Marken-, Werbe-, PR-, Internet- und Filmwelt vereinfacht darstellen, näher bringen und daraus konkrete Angebote entwickeln. Wir verkaufen dem Kunden nicht das, was wir wollen, sondern das, was er wirklich braucht.», so Frei. Heute sei beispielsweise ein Youtube-Video für die Online-Kommunikation von
enormer Bedeutung. Aber ein Video müsse immer auch eine entsprechende Qualität und eine gute Story aufweisen.

Dies ist mitunter auch ein Grund dafür, warum mit Mike Eschmann ein Schweizer Spitzenregisseur und Drehbuchautor im Team ist. Für Markenfragen und PR ist Fabio Aresu mit an Bord. Der Bündner studierte in Luzern Kommunikationsmanagement, ist Dozent für Wirtschaftskommunikation und arbeitet unter anderem für die HTW Chur, Spitzenkoch Andreas Caminada, Heineken Switzerland und die Rewe Group. Die auf Identity und Relations spezialisierte Agentur Markenkern wird ebenfalls an den neuen Standort ziehen.

Ivo Frei hat gemeinsam mit dem Architekturbüro Domenig in der alten Churer «Schoggifabrik» in Chur Büroraüme umgebaut. Skipp ist nicht einfach ein Fabelname, sondern Programm: Wer in die neuen Räumlichkeiten geht, wird staunen, dass die nautische Welt authentisch umgesetzt ist. Kunden werden mit «Ahoi!» begrüsst und sogar ein echtes, 60-jähriges Segelboot ziert den Eingang der neuen Agenturräumlichkeiten.

skipp
skipp3

 

14 Milliarden Franken Medieninvestitionen 2012

Auf dem Schweizer Medienmarkt wurden 2012 insgesamt 14 Milliarden Franken umgesetzt. Zeitungen und Zeitschriften bleiben immer mehr liegen, während elektronische Nachrichten zulegen. Dies zeigen zwei Studien des Verbands Schweizer Medien.

Die Konsumenten gaben 11,1 Milliarden Franken für Medien aus, was einem Minus von 1,9 Prozent entspricht. Sie sind in ihrem Ausgabenverhalten deutlich weniger sprunghaft als die Werbeauftraggeber, die mit 2,9 Milliarden 7,5 Prozent weniger in Medien investierten. Auf der Anbieterseite bleiben die Medienleistungen der Presseerzeugnisse eindrücklich. Die Medienanbieter erkennen aber auch, dass sie sich im gegenwärtigen Umbruch neu ausrichten und flexibel bleiben müssen. Diese Daten und Analysen publiziert der Verband Schweizer Medien in seinen Studien Medienbudget und Medientrends.

Medienbudget stabil

Der Verband Schweizer Medien präsentierte zum neunten Mal seine Studie Medienbudget. Darin werden die Ausgaben der Nutzer für Content, Access und Hardware für den Medienkonsum erhoben und die Ergebnisse der Werbestatistik Schweiz addiert. Damit ergeben sich ein Gesamtbild der Einnahmen der schweizerischen Medienindustrie sowie ein Einblick in Marktanteile, Trends und langfristige Entwicklungen. Ein Privathaushalt gab 2012 durchschnittlich 3'093 Franken für den Medienkonsum aus. Für klassische Medien wie Presse-Abonnemente, Fernsehen und Bücher wurde etwa gleich viel wie im Vorjahr ausgegeben, für Radio und Kino stand sogar ein leicht höheres Budget zur Verfügung.

Mobile Medien setzten Kioskverkäufen zu

Die gedruckte Presse erzielte insgesamt einen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken oder 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Presseabonnemente konnten ihre Stellung mit 1,1 Milliarden Franken knapp halten. Die starke Zunahme des Medienkonsums über mobile Medien schwächte jedoch die Presseverkäufe an Kiosken, wo der Umsatz um 9 Prozent auf 478 Millionen Franken sank. Der grösste Ausgabenbereich IT und Telecom knackte die Ausgabengrenze von 4 Milliarden Franken und konnte mit 0,7 Prozent Wachstum leicht zulegen. Die Verkäufe von Smartphones und Tablets übertrafen erstmals diejenigen von PCs. In der Unterhaltungselektronik verlagern sich die Software-Verkäufe weiter ins Internet. Die Schweizer Bevölkerung nutzt die neuen Zugangswege und technischen Innovationen intensiv und baut ihren Medienkonsum aus.

Professioneller Journalismus nicht mehr finanzierbar

Der Umbruch in der Medienbranche ist epochal, die Überlebensfähigkeit der Printmedien ist aber nicht gefährdet. Diesen Schluss lassen die Aussagen der Schweizer Medienmanager zu, die an der Trendbefragung 2013 teilgenommen haben. Ausschlaggebend für den Markterfolg wird künftig sein, Medienmarken klar zu positionieren und dabei das besondere Vertrauen in diese Marken zu erhalten. Damit sowie durch die Konvergenz der Medien eröffnet sich ein Potenzial, bestehende und neue Produkte über die digitalen Kanäle zu vertreiben. Weiterer Handlungsbedarf besteht gemäss den Befragten in der Vermarktung, die sich künftig stärker auf beratungsintensive Konzepte und Kommunikationslösungen über Medien sowie Gattungen hinweg ausrichten muss. Zum ersten Mal ist mit 51 Prozent eine Mehrheit der Befragten überzeugt, dass professioneller Journalismus über Verkauf und Werbung nicht mehr finanziert werden kann. Deshalb führt kein Weg an der Entwicklung erfolgreicher neuer Geschäftsmodelle vorbei, um erodierende Erträge aus dem Kerngeschäft aufzufangen.
 

get_footer();