Zu guter Letzt: Wendesatz mit Tücken

Mit einem fast perfekten Wendesatz gratulierte Leo Burnett im Namen von Swiss Life zur WM-Qualifikation.

So gesehen am Samstag auf Tagesanzeiger.ch:

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Auch der Sport nimmt unerwartete Wendungen. So hat die Fussball-Nati für einmal vorzeitig alles klar gemacht. Ein Pflichtspiel, in dem es im positiven Sinne um nichts mehr geht – Neuland für die Schweiz. Die Gruppe war zwar ohne Zweifel einfach. Aber nur zu gut erinnert man sich an Zeiten, in denen die Schweiz gerade über vermeintlich leichte Gegner stolperte, wenn es um die Wurst ging. Diesmal zum Glück nicht, der Wendesatz brachte es auf den Punkt. Einen Tag lang, denn nach ein paar Rechnereien folgte die nächste unerwartete Wendung: Gegen Slowenien nehmen wir es besser überhaupt nicht gemütlich! Denn es winkt eine weitere – nicht minder erfreulichere – Premiere: Topf eins bei der Gruppenauslosung der Endrunde!

Mit einem Sieg am Dienstag und etwas Schützenhilfe von entweder Italien, Uruguay oder Kolumbien winkt der Schweiz nichts geringeres als der Vorstoss in die Gruppe der sieben besten Teams der FIFA-Weltrangliste. Diese bilden zusammen mit Gastgeber Brasilien den begehrten ersten Topf – die Topteams, die per Los auf die acht Gruppen verteilt werden. Mit anderen Worten: Wer selbst im ersten Topf ist, trifft in der Gruppenphase mit Garantie nicht auf die anderen sieben Spitzenteams, sondern «nur» auf nominell schwächere Länder. Für die Schweiz ein Glücksfall, denn mit Gegnern wie Deutschland, Spanien oder Argentinien muss man sich – im Falle der Qualifikation – in der K.O.-Phase noch früh genug herumschlagen.

«Eine fantastische Aussicht und zusätzliche Motivation für das Spiel gegen Slowenien», so Nationaltrainer Otthmar Hitzfeld im Sonntagsblick. Scheint, als müsse die Gemütlichkeit noch warten. Macht aber nichts, die nächste Wendesatz-Gelegenheit kommt bestimmt. Zum Beispiel am 14. Juli 2014, dem Tag nach dem grossen Finale:
 

 

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Thomas Häusermann

Le Temps: Jean-Claude Biver interessiert

Der Uhrenfabrikant Jean-Claude Biver ist am Kauf der Westschweizer Zeitung Le Temps interessiert. Er werde mit den jetzigen Besitzern Kontakt aufnehmen und ein Angebot machen, sagte er am Donnerstag in einer Sendung des TV-Senders La Télé.

Biver ist Verwaltungsratspräsident der Schweizer Luxusuhren-Marke Hublot. Er wolle kein Vermögen in der Branche machen, es sei vielmehr ein Herzenswunsch, sagte der 64-Jährige. Sein Engagement sei privat, er tue dies aus Liebe zur Romandie. Allerdings wolle er auch nicht zu viel Geld verlieren. Das Medienhaus Agefi, welches die gleichnamige Wirtschaftszeitung herausgibt, hat schon am Mittwoch Interesse am Kauf der Le Temps bekundet (Werbewoche.ch berichtete). Im Westschweizer Radio RTS sagte Agefi-Mitaktionär Antoine Hubert, er habe diese Möglichkeit bereits mit Hauptaktionär Alain Duménil besprochen. «Biver wäre die Ideallösung», sagt Peter Rothenbühler, Direktionsmitglied von Tamedia Publications Romandes und ehemaliger Chefredaktor des Sonntagsblick und Le Matin gegenüber der Schweiz am Sonntag. Der Unternehmer wisse um die Bedeutung der Zeitung als Westschweizer Gegenstück zur NZZ. Unter Biver würde es keinen Personalabbau geben, ist Rothenbühler überzeugt. Er rechnet eher mit Investitionen, Biver wolle die besten Westschweizer Journalisten unter einem Dach haben.

Am Dienstag hatten Ringier und Tamedia angekündigt, bis Juni 2014 einen Käufer für die Le Temps zu suchen (Werbewoche.ch berichtete). Die beiden Verlage halten je 46,2 Prozent an Le Temps. (SDA/SaS/hae)

Beachten Sie zum Thema unsere aktuelle Umfrage! (Resultate jeweils in der Printausgabe)

Bild: Keystone

«Schawinski» verliert Zuschauer

Die Quoten von Roger Schawinskis TV-Sendung «Schawinski» sinken. Der Talkmaster nimmt diesen Trend jedoch gelassen.

Wie die Schweiz am Sonntag berichtet, erreichte die letzte Sendung mit dem Fotografen Alberto Venzago nur noch 68'000 Zuschauer, was einem Marktanteil von zehn Prozent entspricht. Zum Vergleich: Die Gäste Christoph Blocher mit 24,4 Prozent Marktanteil und Melanie Winiger mit 182'000 erreichten Zuschauern sorgten 2013 für wesentlich höhere Quoten. Der Zuschauer- und Marktanteil-Trend zeigt dabei seit Anfang Jahr nach unten.

Der Talker hält trotzdem am Konzept fest. Gäste aus dem Kulturbereich interessierten nur ein Spartenpublikum, so Schawinski. Die Mischung mache es aus, sonst dürfte er nur noch SVP-Politiker und Leute aus dem Show-Business einladen. Zudem spiele die Attraktivität des Vorprogramms («Gegen Roger Federer kommt man nur schwer an») und die Aktualität von Schweizer Grossereignissen eine Rolle. So soll beispielsweise am Montag Cédric Wehrmuth im Rahmen der 1:12-Initiative für erfreulichere Quoten sorgen. (hae/SaS).

Zum Thema: Werbewoche-Interview mit Roger Schawinski «Ich gehe dorthin wo's weh tut»
 

Advico: Printsujets für Snacketti von Zweifel

Die TV-, und Online-Kampagne für Snacketti wurde um zwei Printsujets ergänzt. Wie bereits im TV-Spot dramatisiert Advico Y&R, dass Snacketti von Zweifel extrem knackig sind und nicht überall gegessen werden sollten.

Zum Beispiel sollte man ganz sicher sein, dass man nicht auf einem schlafenden Monster sitzt, das vom Knacken geweckt werden könnte. Das Sujet «Monsterfisch» ist bereits seit Juni am POS im Einsatz, das «Schneemonster» wird ab sofort als Plakat und Anzeige eingesetzt.

Verantwortlich bei Zweifel Pomy-Chips: Roger Harlacher (Direktor Marketing & Verkauf), Stefan Märki (Senior Key Account- & Product Manager), Reto Anderwert (Product Manager). Verantwortlich bei Advico Y&R (Member of Y&R Group Switzerland): Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Lukas Wietlisbach (AD), Marion Lim (Text), Jeremy Küng, Annik Weber (Grafik), Kerstin Schnyder, Pascal Trütsch (Beratung), Verantwortlich bei Kompost (Animationsstudio / Produktionsfirma): Oliver Conrad (Creative Director), Gian Klainguti (Executive Producer), Dennis Guggenheim (Producer), Angel De Franganillo (Illustrator).

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Ruf Lanz: VBZ-Personalkampagne ein Erfolg

Seit die Verkehrsbetriebe Zürich mit einer klaren Strategie, konkreten Zielen und pointierter Kommunikation um Frauen als Tramführerinnen werben, nimmt die Zahl der Frauen in den Cockpits markant zu.

Die jüngste Personalkampagne der langjährigen VBZ-Agentur Ruf Lanz richtete sich gezielt an Quereinsteigerinnen aus Branchen mit unregelmässigen Arbeitszeiten und Kundenkontakt, zum Beispiel an aufgeweckte Bäckerinnen oder flinke Kellnerinnen (Werbewoche.ch berichtete). Denn in den Führerständen benötigen die VBZ pro Jahr nicht weniger als 120 neue Fahrerinnen und Fahrer.
Dazu Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement bei den VBZ: «Der Arbeitsmarkt ist zu 45 Prozent weiblich, da schlummert Potenzial. Also sprechen wir mit zielgerichteten Kampagnen Frauen direkt an.»

Die Quereinsteigerinnen-Kampagne hatte Erfolg, wie der Tages-Anzeiger am Freitag auf der Frontseite im Wirtschaftsbund berichtete. Seit dem Start der Kampagne ist der Frauenanteil unter den eingegangenen Bewerbungen auf über 30 Prozent gestiegen. Davor seien nur knapp 100 von gut 500 an einer Stelle interessierten Personen Frauen gewesen. Zudem haben die VBZ deutlich mehr Bewerbungsdossier erhalten als in früheren Jahren, was Jörg Buckmann massgeblich auf den grösseren Zuspruch von Frauen zurückführt. Mittlerweile gingen 42 Prozent der Stellen im Tramcockpit an Frauen. Und dies ganz ohne Quotendruck.

«Frauen fahren gerne Schicht» (Tagesanzeiger.ch)

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Republica: Digitales Powerplay für SCB

Republica hat für den SC Bern eine neue digitale Marketing-Strategie entwickelt und umgesetzt. Kurz vor dem Saisonstart 2013/14 wurden als Herzstück der digitalen Offensive das Online-Portal, die SCB-App und das SCB TV neu aufgelegt.

Der SCB will sein digitales Markenpotenzial ausschöpfen, neue Einnahmequellen erschliessen und die Bindung zu den Fans auch ausserhalb der PostFinance-Arena stärken. Das laufende Mandat von Republica umfasst daher laut Mitteilung neben Design, Entwicklung sowie Beratung auch die Redaktionsleitung und Umsetzung der digitalen Plattformen. Mit dem Cross-Device-fähigen Redesign von scb.ch, der systematischen Integration von Social Media, sowie der Neuauflage des SCB TV und der SCB-App hat Republica neben einem Mehrwert für die Fans auch neue interaktive Werbeformen (Multi-Screen) für Sponsoren und Partner geschaffen.

Neuer Multi-Screen-Auftritt unter Scb.ch

Republica hat die SCB-Website nicht nur äusserlich überarbeitet, sondern auch zahlreiche Vorteile für Nutzerinnen und Nutzer geschaffen. News und Informationen sind dank der übersichtlichen Navigation schnell verfügbar. Bilder und Videos sowie Texte und Informationen bieten eine optimale Mischung aus Information und Unterhaltung. Durch neue Vermarktungsplattformen für Sponsoren und Partner wurden zudem zusätzliche Einnahmequellen für den Club geschaffen.

SCB TV – einmalige Blicke hinter die Kulissen

Das von VJii Productions produzierte SCB TV ermöglicht in rund 60 TV-Beiträgen pro Saison einmalige Blicke hinter die Kulissen des amtierenden Eishockey-Schweizermeisters. Neben sportlicher Aktualität stehen dabei auch Hintergrundbeiträge auf dem Programm. Republica zeichnet für das Design und die inhaltliche Gesamtplanung verantwortlich.

SCB App – erfolgreiche Lancierung

In Zusammenarbeit mit Ahrina und Swiss Ice Hockey hat Republica für den SCB ebenfalls eine neue, native App auf den Markt gebracht. Diese bietet von Informationen und News zu Spielern, Team und Club über Live-Resultate mit Push-Benachrichtigungen bis zur aktuellen Tabelle alles, was man über den SCB sowie die Liga wissen muss. Erste Zahlen nach rund drei Wochen belegen den erfolgreichen Start: 15‘624 User (Stand 10. Oktober 2013) sind registriert (9‘517 iOS, 6‘107 Android), die bereits mehr als 768'237 Push-Benachrichtigungen empfangen haben. Die SCB-App hielt sich zudem drei Wochen lang in der Top-10-Hitliste der kostenlosen Sport-Downloads des App Stores.

Verantwortlich beim SC Bern: Nicole Isenschmid (Head of Marketing), Christian Dick (Head of Media). Verantwortlich bei Republica: Bala Trachsel (Gesamtverantwortung), Simon Muster (Projektlei-tung), Christoph Emch (Verantwortung Content/Beratung), Michael Müller (Social Media), Simon Matz (Grafik), Fabian Schäublin (Multimedia Producing). Verantwortlich bei VJii Productions: Urs Koller (Gesamtverantwortung); Michael Kasper (VJ/Produzent), Stefanie Giardina (VJ), Simon Schenk (VJ). Programmierung: Gutknecht Informatik, Matthias Gutknecht (ONLINE), Ahrina (APP). Art Direction: Fabian Bürgy. Vermarktung: IMS Sport, Erwin Gross (CEO), Mike Dähler (Director Marketing & Media), Björn Sie-genthaler (Sponsoring & Media Manager).

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//www.youtube.com/watch?v=RPP4KclRb3g

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Popcorn macht immun gegen Kinowerbung

Werbespots im Kino können bei Popcorn essenden Zuschauern ihre Wirkung verfehlen. Diese überraschende Einsicht haben Kölner Forscher gewonnen. Die Werbetreibenden müssten demnach darauf bestehen: Erst gucken, dann knabbern.

Kinowerbung für neue Produkte wirkt einer Studie zufolge bei Popcorn essendenZuschauern nicht.  Der Grund dafür ist nach Erkenntnissen der Forscher, dass man sich unbekannte Produktnamen nur richtig merken kann, wenn man sie unbewusst lautlos nachspricht. Das gehe aber nicht, wenn man den Mund voll habe, teilte die Universität Köln am Freitag mit. «Werbung für neue Produkte könnte für snackendes Kinopublikum also zwecklos sein», folgern die Forscher unter Leitung des Psychologen Sascha Topolinski in einem Artikel in der Fachzeitschrift Journal of Consumer
Psychology. Die Studie hatte insgesamt 284 Versuchsteilnehmer.

Beim kauenden Besuchern fällt der Werbeeffekt weg

In früheren Arbeiten ist demnach bereits der hinter der Werbung steckende Mechanismus nachgewiesen worden: Wenn Menschen die Namen von Produkten wahrnehmen, bilden die Muskeln in Lippe und Zunge automatisch die Aussprache dieser Namen nach, ohne dass sich der Mund dabei tatsächlich bewegt. Ähnlich wie bei einem Kleinkind, das sich seine Muttersprache aneignet, trainiert das Gehirn so unbewusst das Sprechen dieser Namen. Die Folge: Sobald man dem Namen das nächste Mal begegnet, mag man ihn schon mehr als einen unbekannten Namen. Werde diese Aussprech-Simulation gestört, beispielsweise durch Kaugummi- oder Popcorn-Kauen, könne das Gehirn die Artikulation der Produktnamen nicht trainieren – und der Werbeeffekt falle weg. Im Kinosaal geschehe beim Snackverzehr genau so eine Störung des Mitsprechens. Der Mund sei dann mit anderen Dingen beschäftigt, als die präsentierten Namen mitzumachen.

Popcorn-Esser mochten die gezeigten Produkte nicht mehr

Für die Studie zeigten die Wissenschaftler Versuchsteilnehmern im Kino Werbespots von Produkten, die ihnen unbekannt waren, zum Beispiel von einer skandinavischen Buttermarke. Die eine Hälfte verzehrte Popcorn, die andere nicht. Eine Woche später wurden ihnen Bilder der im Kino beworbenen Produkte und von ganz neuen unbekannten Produkten gezeigt. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die kein Popcorn gegessen hatten, mochten die beworbenen Produkte mehr, die anderen nicht. In einer Kaufsituation waren die Nicht-Esser auch eher bereit, die beworbenen Produkte zu erstehen. Aus Sicht der Werbetreibenden wäre es wohl das Beste, wenn im Kino wieder Pausen eingeführt würden, sagte Topolinski. Dann kämen zuerst die Werbefilme, und anschliessend könne man etwas zu essen kaufen. In der Schweiz besteht dieses Problem nur geringfügig: hier legen die meisten Kinos in der Hälfte des Films Pausen ein, damit sich die Kinogäste Popcorn oder andere Produkte zu Gemüte führen können. (SDA)

«Die Schweizer»: SRG verärgert Frauen

Im November lanciert das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) die ganzmonatige Geschichtsdebatte «Die Schweizer». Weibliche Persönlichkeiten finden in den vier Hauptfilmen keinen Platz.

Höhepunkt des Themenmonats sind vier abendfüllende Filme über sechs grosse Figuren der Schweizer Geschichte. Die SRG lässt sich Roger de Wecks «Prestigeprojekt» laut Schweiz am Sonntag mehr als fünf Millionen Franken kosten. Wie das Sonntagsblatt berichtet, regt sich bereits vor der Ausstrahlung Widerstand: Eine Allianz von Frauen wehre sich gegen ein «einseitiges Geschichtsbild», das von der SRG vermittelt werde. Unter anderem Ständerätin Pascale Bruderer, Ex-Nationalrätin Judith Stamm und Nationalratspräsidentin Maya Graf finden es «unfassbar», dass im Jahr 2013 Frauen immer noch nicht stattfinden in der Geschichte. Neben Schlachtenführer Hans Waldmann, Rütlischwörer Werner Stauffacher, Einsiedler Niklaus von der Flüe, Rotes-Kreuz-Gründer Dufour, Wirtschaftsmagnat Alfred Escher und ETH-Gründer Stefano Franscini, finden Frauen wie Julie Bondeli, Johanna Spyri, Gertrud Stauffacher oder Susanna Orelli keinen Platz in der SRG-Geschichtsschreibung.

In der Herbstsession sendeten die 30 SP-Parlamentarierinnen Roger de Weck einen Protestbrief, worauf dieser noch während der Session in einer Aussprache angab, man habe die Frauen, die im Hintergrund die Schweizer Geschichte prägten, nicht in den Vordergrund rücken können, da sich so das Publikum nicht abholen liesse. SRG-Sprecher Iso Rechsteiner gibt gegenüber der Zeitung Schweiz am Sonntag zu Protokoll, historisch bedeutsame Schweizerinnen würden dafür in der «Sternstunde»-Reihe am Sonntagmorgen ins Zentrum gerückt. (hae/SaS)

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Bild: Srf.ch
 

Publicitas vermarktet weiterhin Corriere del Ticino

Die Tageszeitung Corriere del Ticino erneuert die Zusammenarbeit mit Publicitas für die Vermarktung des Werberaumes in Print, Online, TV und Radio.

Corriere del Ticino, eine unabhängige Tageszeitung der italienischen Schweiz, erneuert den Vertrag mit Publicitas für die Vermarktung des Werberaumes, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Mandat beinhaltet die exklusive Vermarktung der täglich erscheinenden Print-Ausgabe Corriere del Ticino sowie die nicht-exklusive Vermarktung der Wochenzeitung Extra, der Online-Ausgabe auf Cdt.ch und die Multimedia-Packages der TImedia bestehend aus TV TeleTicino, Online-Portal Cdt.ch, Radio 3i und Print.

Fabio Balmelli, Verkaufsleiter für die italienische Schweiz: «Wir freuen uns sehr, dass wir die über 120-jährige Zusammenarbeit fortsetzen dürfen. Dank der Vermarktung der führenden Zeitung des Kantons Tessin sowie den verschiedenen Produkten von TImedia können wir unseren Kunden ein crossmediales und gleichzeitig regional attraktives Portfolio an Medienlösungen anbieten.» Die Vermarktungspartnerschaft zwischen Publicitas und dem Corriere del Ticino besteht seit 1.2.1892 und ist damit fast so alt wie die Tageszeitung selbst, welche 1891 gegründet wurde. Die Printausgabe des Corriere del Ticino erscheint sechs Mal pro Woche, hat eine beglaubigte Auflage von 36'535 Exemplaren (Wemf) und erscheint im Verbreitungsgebiet Tessin und Moesa (Graubünden).
 

Zu guter Letzt: For not so smart people

Nimble vergibt «smart loans» an Menschen mit akuten Geldsorgen. Im aktuellen Werbefilm des australischen Unternehmens nutzen nur Deppen dieses Angebot.

Auf der Website von Nimble kann man sich in fünf Minuten registrieren, bekommt innerhalb von einer Stunde Zugriff auf einen Kredit bis 1200 Dollar und muss ihn bis in 50 Tagen mit einem happigen Zins von rund 25 Prozent zurückzahlen.

Wie bewirbt man eine Dienstleistung, die Menschen in einer finanziellen Notsituation nach 50 Tagen in eine noch grössere finanzielle Notsituation bringt? Zum Beispiel mit Zynismus und einer Prise absurdem Humor. (sis)

//www.youtube.com/watch?v=qAo-QDFbjkw

Presseförderung: Bakom-Anforderungen überhöht

Laut Bundesverwaltungsgericht stellt das Bakom überhöhte Ansprüche an die Presseförderung. Zur Gewährung von vergünstigten Posttarifen darf nicht verlangt werden, dass drei Viertel der Leser der Zeitung oder Zeitschrift Abonnenten sind.

Das Bundesamt für Kommunikation Bakom hatte das Gesuch um Presseförderung der Westschweizer Satirezeitschrift Vigousse 2012 abgewiesen. Seinen negativen Entscheid begründete es damit, dass nur 53 Prozent der Empfänger der Auflage Abonnenten seien. Erforderlich zur Gewährung der vergünstigten Posttarife sei jedoch ein Abonnentenanteil von 75 Prozent. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Vigousse nun gutgeheissen. Laut Gericht legt das Postgesetz zwar fest, dass die Presseförderung nur für abonnierte Tages- und Wochenzeitungen gewährt wird. Insofern könne für die am Kiosk verkauften Exemplare selbstverständlich keine Vergünstigung gewährt werden. Ein bestimmter Anteil von Abonnenten in Bezug auf die gesamte Auflage sei zur Gewährung der Presseförderung jedoch nicht erforderlich. Der Entscheid kann nun noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.
(SDA)
 

Das Ende vom Full Service

Der Berner Texter und Berater Ben Loosli hat an der HFW in Bern eine Diplomarbeit mit dem Titel «Visionäre ohne Visionen» vorgelegt. Er untersucht darin, welchen Strategien Werber «aus dem Weg gehen».

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Ben Loosli hat in Bern untersucht, nach welchen unternehmerischen Strategien Werbeagenturen geführt werden. Er ist überzeugt, dass seine Erkenntnisse auch für Zürich gelten.

WW: Was war der Impuls für Ihre Studie?
Ben Loosli: Die Arbeit ist Teil meines Abschlusses als Betriebswirtschafter an der HFW Bern. Einerseits hat mir das Fach strategisches Management gefallen. Andererseits war es naheliegend, dass ich etwas über Werbeagenturen mache. Der Bezug zu meinem Berufsalltag ist mir und auch der Schule ein grosses Anliegen. Ich suchte also einen Ansatzpunkt und kam bald auf die provokative These: Werber reden zwar viel über Strategien, in der Führung ihrer Agentur haben sie aber oft keine klare Linie, ist keine Vision, keine klare Strategie erkennbar. Dieser These wollte ich nachgehen. Und vor allem wollte ich Lösungen anbieten, nicht kritisieren oder belehren.
 
Mit anderen Worten: Sind die Berner Agenturen beim Modell des Grafik-Studios stehen geblieben und machen einfach alles, was kommt?
Zunächst glaube ich nicht, dass es in der Führung einer Agentur einen grundsätzlichen Unterschied gibt zwischen Bern, Zürich oder Genf. Der Unterschied liegt darin, ob die Agentur kleiner und inhabergeführt ist oder nicht. Grosse Netzwerkagenturen haben einen anderen Hintergrund und wenden in ihrem strategischen Management oft die Stan dards ihrer internationalen Zentralen an. Die inhabergeführten Agenturen in Bern und Zürich scheinen mir aber im Grundsatz ähnlich aufgestellt. Sprich, beide kämpfen mit den gleichen Problemen.
 
Fordert die fortschreitende Fragmentierung der Agenturen andere Spezialisten?
Der Full-Service-Gedanke, viele nennen es auch integriert, als praktisch flächendeckende Agenturpositionierung wird aussterben. Das kann ich mit meinen Recherchen bestätigen. Gewinnen werden in Zukunft diejenigen Agenturen, die sich ein möglichst klares, ein möglichst einzigartiges und neuartiges Profil geben.
 
Haben Agenturen zu wenig Mut, sich klar zu positionieren, weil man in der heutigen Wirtschaftslage alle Aufträge annehmen muss?
So ist es. Oft fehlt der unternehmerische Mut, sich mit einer klaren Positionierung aus dem Fenster zu lehnen. Man wähnt sich in Sicherheit, indem man sagt: «Wir machen alles und können alles.»
 
Sie können gut reden, Sie selbst tragen kein unternehmerisches Risiko.
Mir ist natürlich bewusst, dass es wesentlich einfacher ist, in einer wissenschaftlichen Arbeit Risikobereitschaft zu fordern, als diese im täglichen Konkurrenzkampf unter Beweis zu stellen. Trotzdem bestätigen andere Studien, die Erfahrungen aus anderen Branchen und auch die Gespräche mit Inhabern von erfolgreichen Berner Agenturen: Wer ein konsequentes strategisches Management betreibt, wie ich es in meiner Arbeit beschreibe, wirtschaftet langfristig erfolgreicher.
 
Auch der BSW hat kürzlich eine Studie vorgelegt. In dieser zeigt man sich mehrheitlich zufrieden mit dem Geschäften der Schweizer Agenturen. Man müsse nur noch ein bisschen freundlicher werden. Ein Widerspruch zu Ihren Thesen?
Ich habe mit den Verantwortlichen dieser BSWStudie bei der Hochschule Luzern Kontakt aufgenommen, weil ich ihre Erkenntnisse gerne in meine Recherchen einfliessen lassen wollte. Dann gab es in Luzern Verzögerungen und wir arbeiteten zeitlich parallel. So konnte ich die BSW-Studie erst lesen, als meine Diplomarbeit fertig war. Die beiden Studien sind anders angelegt. Beim BSW und der HSLU interessiert mehr die Kundenzufriedenheit und entsprechend hat man mehr mit Auftraggebern geredet. Diese habe ich in meiner Recherche nicht berücksichtigt. Mich interessierte die Sicht der Agenturen.
 
Wie haben Sie recherchiert?
Die Basis für meine Forschung bildeten fünf Interviews mit wichtigen Köpfen aus der Berner BSWAgenturszene. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse habe ich mit meinen Überlegungen ergänzt, aber auch mit Modellen und Ergebnissen aus anderen Studien. Und natürlich war ich ein Einzelkämpfer und konnte nur einige wenige Resultate statistisch fundiert erhärten. Deshalb sind meine Aussagen gewagter und zugespitzter.
 
Vermissen Sie ganz allgemein das Pointierte in der Schweizer Werbung?
Man muss differenzieren: In meiner Studie geht es nicht um die Arbeiten der Agenturen. Was mich interessiert, ist die strategische Unternehmensführung einer Agentur.
 
Wie haben die Agenturen auf Ihre Anfrage reagiert?
Ich habe von Beginn weg betont, dass es für mich nicht von Belang ist, die strategische Ausrichtung einzelner Agenturen zu analysieren oder zu kommentieren. Eine Agentur wollte trotzdem nicht mit mir reden, es sei ihnen «zu heiss», sagten sie, weil ich bei einem Konkurrenten arbeite. Diejenigen Inhaber, die mitgemacht haben, fanden es aber spannend.
 
Und wie war die Reaktion auf das Resultat?
Alle Beteiligten haben meine fertige Arbeit inzwischen bekommen. Von einigen habe ich nichts mehr gehört. Ich weiss nicht, wie ich das deuten soll. Vielleicht finden sie die Aussagen zu provokativ. Doch das sind ja alles viel beschäftigte Werber, ich vermute, sie hatten schlicht keine Zeit, die Arbeit zu lesen. Ein Interviewter reagierte sehr positiv und fand, es treffe genau die Fragestellungen, denen er im Alltag ausgesetzt sei.
 
Hat sich der Stich ins Wespennest für Sie gelohnt?
Ich finde es wichtig, die Diskussion über die strategischen Möglichkeiten in der Branche jetzt anzustossen, sowohl in Bern wie auch in Zürich. Die Herausforderungen, die auf unsere Branche zukommen, sind klar: Der Markt wird kompetitiver. Deshalb muss man sich jetzt in den Agenturen besser heute als morgen überlegen: Wie stellen wir uns auf, dass es uns in Zukunft noch gibt? Es gibt Agenturen, die das machen. Zum Beispiel die neue Agentur tbd in Zürich. Die positionieren sich sehr präzise. tbd steht für «to be defined». Sie arbeiten mit dem Netzwerk- Gedanken, einem für Agenturen unternehmensstrategisch gesehen neuen Weg. Das finde ich mutig und spannend. Auch die Berner Agentur Bold zum Beispiel, die als kleine Agentur grosse Namen im Portfolio führt, wendet sich gemäss Text auf der Website bewusst vom Full-Service-Gedanken ab.
 
Was ist die wichtigste Erkenntnis Ihrer Studie?
Es sind zwei. Erstens hat sich bestätigt, dass das strategische Management, wie es grosse Unternehmen praktizieren, in den meisten inhabergeführten Agenturen vernachlässigt wird. Doch viel wichtiger war für mich die Lösungsfindung, also die zweite Erkenntnis. Da habe ich Antworten auf folgende Fragen gesucht: Was würde ich machen, wenn ich Agenturinhaber wäre? Was hätte ich für Möglichkeiten, mich neu zu positionieren? Als Quintessenz habe ich eine Matrix entwickelt. Dieser liegt zugrunde, dass ich mich heute als Agentur entweder auf meine Kosten stürzen kann und dort optimiere oder Angebote rauswerfe und nur noch das anbiete, was ich wirklich beherrsche. Das ergibt die zwei Dimensionen Kostenfokus und Spezialisierung. Daraus ergeben sich vier Visionen, aus welchen dann je die entsprechende Strategie abgeleitet werden kann. Den vier Visionen, also den möglichen Agenturmodellen, habe ich Namen gegeben: die teuren Gurus, die wendigen Netzwerker, die Integrierer und die Effizienzsteigerer. Das Modell der Integrierer ist dem Full-Service-Gedanken am nächsten. Der Trend geht also in Richtung der anderen drei. Wer eines dieser Modelle mit einem stringent aufgesetzten strategischen Management im Alltag umsetzt, hat aus meiner Sicht zumindest eine interessante Alternative zum Full-Service-Einheitsbrei.

Interview: Andreas Panzeri

Interessierte können die Arbeit anfordern mit einem Mail an ben.loosli(at)gmx.ch.

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Die von Ben Loosli entwickelte Matrix mit den neu bezeichneten vier Strategietypen.

Die These:
Unter den Berner Werbeagenturen ist heute eine Strategie omnipräsent: Full Service. Die Agenturen streichen in ihrer Profilbeschreibung die Fähigkeit heraus, alle Disziplinen der Marketing-Kommunikation zu beherrschen, alle Werbekanäle zu bedienen und für Kunden aus allen Branchen zu arbeiten. Ben Looslis Recherchen haben ergeben, dass dies nicht nur gewollt ist: Vielmehr fehlt es den Werbern in der Unternehmensführung an Ideen. Das strategische Management wird vernachlässigt. Gleichzeitig gehen die Werbeagenturen unsicheren Zeiten entgegen. Der Markt ist umkämpfter denn je. Umso mehr brauchen die Werbeagenturen für die Zukunft neue unternehmerische Visionen, nicht nur in Bern.

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Ben Loosli
Nach dem «Gymer» in Bern war Ben Loosli mehrere Jahre als Jazzprofi unterwegs. Der Musiker übte tagelang in seinem Keller Schlagzeug und wirkte bei diversen Bands mit. Nach dieser Zeit der «Forschung und Selbstfindung» wechselte er in den Journalismus, wurde freier Mitarbeiter bei der Berner Zeitung und schliesslich Texter bei Hofer Kommunikation, als diese einen PR-Redaktor suchte. Heute ist er bei Hofer als schreibender Berater tätig. Die HFW in Bern hat Loosli berufsbegleitend absolviert.

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