Eine Branche im Legitimationsnotstand

Das Vertrauen in die «vierte Macht» bröckelt, die Forderungen nach Wirkungsnachweisen des Journalismus werden lauter. Antreiber dieser überfälligen Diskussion sind bezeichnenderweise aber nicht kommerzielle Mainstream- Medien, sondern (selbst-) kritische Non-Profit-Plattformen. Von Oliver Classen

«Prost Wahlzeit!» hiess es am 21. September in 41 Millionen deutschen Briefkästen. Die am Tag vor der Bundestagswahl an alle Haushalte gratis verteilte Bild-Sonderausgabe war wohl die aufwendigste Wahlempfehlung der jüngsten Geschichte. Überraschender noch als die Grossaktion selbst war, dass damit nicht für diese oder jene Partei, sondern für die Ausübung des wichtigsten demokratischen Grundrechts an sich geworben wurde. «Geht wählen», beschwörte der Chefredaktor seine Mitbürger/innen. Erstwähler und Altkanzler unterstützten seinen Aufruf. Und tatsächlich: Nach Jahren sinkender Wahlbeteiligung stieg diese für die Legitimation demokratischer Regierungen entscheidende Kennzahl wieder an, und zwar gleich um 4 auf stolze 73 Prozent. Ob und wie viel der Springer-Konzern mit deiner «Wahl-Bild» dazu beigetragen hat, war und ist Gegenstand lebhafter Diskussionen.

Aber klar: Die Frage nach der gesellschaftspolitischen Effektivität von Journalismus und dessen Messbarkeit ist fast so alt wie die Branche selbst. Halten Medien uns nur den Spiegel vor oder bewirkt ihre Arbeit konkrete Veränderungen oder allgemeinen Wertewandel? Auf dem Hintergrund von Pressekrise, Qualitätsdebatte und Glaubwürdigkeitsschwund ist dies – und nicht das Geschäftsmodell – die eigentliche Gretchenfrage eines in die Bredouille geratenen Berufsstandes. Stellen tun sie sich jedoch (noch) weniger kommerzielle Verleger oder kritische Medienpolitiker als vor allem die Financiers von investigativem Non-Profit-Journalismus. Denn im Gegensatz zu ihren gewinnorientierten Kollegen interessieren sich Gönner rechercheintensiver Online-Publizistik für werberelevante Reichweiten oder zeitgeistige Likes und Shares in sozialen Netzwerken bloss als quantitative Mittel zu einem qualitativen Zweck: dem Aufdecken von Missständen und dem Anstossen von Reformen.

Für die führende US-Stiftung Pro Publica sind auch Pulitzer-preise keine entscheidenden Erfolgsausweise. Zwei hat der 40-köpfige «Newsroom for Journalism in the Public Interest» schon gewonnen, in seiner kürzlich publizierten Studie «Issues on Impact » finden sie aber keine Erwähnung. Das Thesenpapier liefert nach Medientypen aufgeschlüsselte Wirkungsdefinitionen, beschreibt Reichweite als notwendige, aber keineswegs hinreichende Voraussetzung für Wirkung und unterscheidet zwischen anwaltschaftlichem und investigativem Journalismus («Der erste Typus setzt die richtigen Antworten schon voraus, welche der zweite durch die richtigen Fragen erst noch finden muss»). DAS Mass zur Messung der sozialen, politischen oder juristischen Effekte ihrer Storys hat allerdings auch Pro Publica bislang nicht gefunden. Was die Avantgardisten aus New York aber nicht davon abhält, weiter nach diesem heiligen Gral des demokratierelevanten Journalismus zu suchen.

Und bei uns? Selbst im Jahrbuch von Qualitätsguru Kurt Imhof findet sich kein Hinweis auf etwaige Zusammenhänge zwischen der notorisch tiefen Wahlbeteiligung und der mangelnden politisierenden Wirkung des Schweizer Journalismus. Dabei ist die aktive Partizipation am demokratischen Prozess wohl der einzig objektive Messwert für übergeordnete Medienwirkung. Ein weiteres Indiz für den wachsenden Legitimationsnotstand der Branche ist die ungebrochene Reformfeindlichkeit in der Alpenrepublik.

Höchste Zeit also für eine flächendeckende Gratisausgabe aus dem Hause Ringier oder Tamedia zu den Parlamentswahlen im Herbst 2015. Ungleich wirkungsvoller und nachhaltiger wäre jedoch die Gründung eines helvetischen Pro-Publica-Äquivalents. Innovatives Geld und investigativen Geist gäbe es dazu zwischen Rhein und Rhone ja eigentlich genug …

Oliver Classen ist Mediensprecher der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern. Zuvor arbeitete er als Medienjournalist.
 

Media Focus SEM Trend Report 8/2013

Das Marktforschungsunternehmen Media Focus hat den Trend Report über die Entwicklungen im Suchmaschinenmarketing vom 2013 veröffentlicht. Das Fokusthema des Monats: SEA in der Optikerbranche.

Der Trend Report stellt eine Zunahme der SEA-Budgets von 2,3 Prozent über alle Branchen hinweg fest. Zum wiederholten Mal in diesem Jahr verzeichnet die Fahrzeugbranche die stärkste Zunahme (14,5 Prozent). Ebenfalls eine deutliche Erhöhung SEA-Budgets findet man im Detailhandel. (12 Prozent). Die Unterhaltungselektronik verliert als einzige Branche im September und das um 5 Prozent.

Das Fokusthema dieses Monats analysiert, welche Werbetreibenden rund um die Begriffe von Brillen, Kontaktlinsen & Co im SEA die Nase vorn hatten. Visilab.ch war deutlich am besten positioniert und war der einzige Händler unter den Top 10, der neben seinem Online-Shop auch ein Filialnetz unter dem gleichem Brand betreibt.

Media Focus SEM Trend Report Nr. 8/2013 (PDF).

Ein Nachruf für Paul. Von Paul.

Von Paul Gredinger abgeschrieben von Reinhold Weber.

Die Aufgabe lautet: Einen Nachruf auf Paul Gredinger schreiben. Wir überlegten uns: Niemand kann den Nachruf auf Paul Gredinger authentischer schreiben als Paul Gredinger. Die Lösung: Wir publizieren eins zu eins Originalaussagen von Paul, erschienen u.a. im 365-seitigen GGKalender 1992. Alles andere fände er womöglich zu prätentiös.

nachruf

Le Temps: Impressum besorgt

Le Temps steht zum Verkauf durch Tamedia und Ringier. Der Berufsverband Impressum sorgt sich um die Qualität, die Unabhängigkeit, die Vielfalt und die Arbeitsplätze.

Am späten Nachmittag des 9. Oktobers 2013 wurde bekannt, dass die beiden Hauptaktionäre Ringier und Tamedia Le Temps zum Verkauf anbieten (Werbewoche.ch berichtete). Impressum, der grösste Journalistenverband der Schweiz, ist laut einer Mitteilung vom Mittwoch besorgt um die Zukunft der Zeitung, und insbesondere um die Qualität, die redaktionelle Unabhängigkeit und die Vielfalt der Medien in der Romandie, und um die Arbeitsplätze.

Alle Übernahmeszenarien seien zur Zeit möglich. Le Temps sei einer der Grundpfeiler der Medienqualität und -Vielfalt der Romandie. Besonders bestürzt zeigt sich Impressum über das «ungewöhnliche Vorgehen, ein Unternehmen öffentlich zum Verkauf auszuschreiben». Impressum beklagt die Unsicherheit, die durch dieses Vorgehen mit unbestimmter Dauer provoziert wird. Der Verband hoffe, dass Le Temps eine neue Trägerschaft finde, die in den Medien verankert ist.

Social Media: Bundesrat will Gesetzeslücken stopfen

Beim rechtlichen Umgang mit Social-Media-Plattformen sind nach Ansicht des Bundesrates nicht fehlende Regeln das Problem, sondern deren Durchsetzung. Ausländische Internetgiganten nur bedingt an Schweizer Recht gebunden.

Vom Parlament dazu aufgefordert, hat der Bundesrat in einem 90-seitigen Bericht umfassend die rechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken im Internet aufgezeigt. Am Mittwoch beschloss die Regierung, die einzelnen festgestellten Gesetzeslücken in den nächsten Jahren anzugehen, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte. Eile verspürt der Bundesrat indes nicht. Grundsätzlich lässt sich aus seiner Sicht das Regelwerk des analogen Zeitalters auf das digitale übertragen. Persönlichkeitsverletzende Äusserungen auf Blogs lassen sich verfolgen, strafbare Handlungen wie harte Pornografie sind im Internet ebenso verboten und das Datenschutzgesetz setzt Leitplanken für den Umgang mit Nutzerdaten. Die Praxis relativiert jedoch diese Feststellungen: Ob Private ihre Rechtsansprüche gegenüber den sozialen Netzwerken auch durchsetzen können, sei ungewiss, hält der Bundesrat fest. «Selbst das Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils eines Schweizer Gerichts garantiert nicht, dass dieses im Ausland auch umgesetzt wird.»

Gratis – aber nicht kostenlos

Grundsätzliche Probleme ortet der Bundesrat beim Datenschutz. Es sind die gleichen, die auch auf europäischer Ebene immer wieder zu Diskussionen führen: Zum Beispiel, dass es vielen Nutzern am Bewusstsein mangelt, was mit ihren Daten passiert. Soziale Netzwerke bieten ihre Leistungen gratis an und verdienen ihr Geld mit dem Verkauf der persönlichen Daten der Nutzer. Weitere Themen sind die mangelnde Kontrolle der Nutzer über ihre Daten, das Recht auf Vergessenwerden im nicht vergessenden Internet, Gesichtserkennungssoftware, die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen oder die Mitnahme von Nutzerdaten von einem sozialen Netzwerk zum andern.

Verzicht auf spezifische Social-Media-Regeln

Ob für solche Fragen Regelungsbedarf besteht, damit befasst sich laut Bundesrat eine Arbeitsgruppe, die mit der Revision des Datenschutzgesetzes beschäftigt ist. Bis Ende 2014 soll das Eidgenössische Departement für Justiz und Polizei (EJPD) dem Bundesrat Vorschläge unterbreiten. Als Beispiel für eine mögliche Regelung nennt die Regierung die Pflicht zu «datenschutzfreundlichen» Voreinstellungen. Das heisst, eine Plattform soll standardmässig restriktive Optionen einstellen. Der Nutzer soll diese nicht selbst suchen und einstellen müssen. Der Bundesrat warnt allerdings schon jetzt vor einer Überregulierung. Da sich das Internet rasch wandle, könne ein vorschnelles Handeln zu unbeabsichtigten Wirkungen führen. Zudem will er die internationalen Entwicklungen im Auge behalten, da es sich meist um grenzüberschreitende Kommunikation handle.

Haftung von Blog-Anbietern

Angehen will der Bundesrat die Haftungsregelung von Internet-Providern. Er reagiert damit auf ein Urteil des Bundesgerichts, welches den Fall eines Blogs auf der Internetseite der Genfer Tageszeitung Tribune de Genève zu beurteilen hatte. Das Gericht hielt dabei fest, dass die Zeitung eine Haftung übernehmen muss für persönlichkeitsverletzende Beiträge auf dem Blog. Das traf auf Kritik, da in der EU eine solche Haftung ausgeschlossen oder restriktiver geregelt ist. In welche Richtung die zivilrechtliche Verantwortlichkeit von Internet-Providern oder Betreibern von Social-Media-Plattformen geregelt werden soll, lässt der Bundesrat indes offen.

Kein Spezialgesetz

Während er viele offene Fragen näher abklären will, erteilt der Bundesrat einem Social-Media-Spezialgesetz eine klare Absage. Ein solches brachte Viola Amherd (CVP/VS) ins Spiel, mit deren Postulat der Bericht ausgelöst wurde. Sie verglich Social Media mit Radio und Fernsehen, für die ein Gesetz existiert. Den gleichen Bedarf gibt es aus Sicht des Bundesrates nicht für Social Media. (SDA)

Bild: hae/wewo
 

Kundenzuwach und Pitch-Gewinne

Verschiedene Agenturen freuten sich in den vergangenen Tagen über Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne. Diesmal mit dabei: Dachcom, Publicis, Agentur am Flughafen, Zürich Tokio und Adam&Adam.

Culinarium entscheidet sich für Dachcom

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Der Trägerverein Culinarium wurde im Jahr 2000 von Vertretern aus Landwirtschaft, Gastronomie und Handel gegründet, um die drei Sparten bestmöglich zu vernetzen. Heute ist Culinarium eine bedeutende Plattform, auf welcher sich Anbieter und Nachfrager aus der Ostschweiz finden. Neben Informationen und Netzwerkmöglichkeiten bietet der Verein umfassende Marketingdienstleistungen. Aufgrund einer Konkurrenzpräsentation hat sich der Trägerverein Culinarium für die Zusammenarbeit mit Dachcom BSW entschieden. Dachcom wird die Strategie und das Branding weiterentwickeln und die zudem die Enduser-Kampagne 2014 realisieren.

Hertz Schweiz parkiert bei Publicis

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Der international tätige Autovermieter Hertz setzt für die Bewerbung seines Schweizer Kundenbindungsprogramms inklusive Rabattkarte neu auf die Dienste von Publicis. Das Team von der Stadelhoferstrasse konnte sich gegen die bisherige Agentur durchsetzen und übernimmt ab sofort sämtliche damit verbundenen Kommunikationsmassnahmen. Die ersten Resultate dieser Zusammenarbeit werden ab Ende Oktober zu sehen sein.

EgoKiefer hat bei der Agentur am Flughafen eingecheckt

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EgoKiefer, die Schweizer Nummer eins für Fenster und Türen, hat nach einem einstufigen Evaluationsverfahren die Agentur am Flughafen für die Messekommunikation ihres Auftritts an der Swissbau engagiert. Erste Massnahmen werden demnächst zu sehen sein.

Zürich Tokio: SBB als Neukunden gewonnen

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Zürich Tokio wurde nach einem mehrstufigen Pitchverfahren mit mehr als einem Dutzend Agenturen als künftige Designagentur für die Markenführung der SBB ausgewählt. Laut Lukas Staudenmann, Leiter Corporate Identity, war nicht nur das weitreichende Angebot von Zürich Tokio, sondern auch das differenzierte Verständnis und die hohe Qualität des Designs in den diversen Disziplinen ausschlaggebend. Zürich Tokio soll sowohl beratend wie auch umsetzungstechnisch als Leadagentur für Corporate Design/Gestaltung tätig sein und die SBB dabei unterstützen, bis 2016 eines der Top-Unternehmen der Schweiz in Sachen Kundenzufriedenheit zu werden. Daniel Donati, Creative Director von ZürichTokio ist begeistert: «Für ein solches Schweizer Traditionsunternehmen wie die SBB zu arbeiten bereitet uns grosse Freude – was wünscht sich eine Agentur mehr?!»

Adam&Adam gewinnt Rselection-Travel in Style als Neukunden

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Adam&Adam, die Agentur aus der Zürcher Binz, kommunizieren neu für den exklusiven Reiseconcierge Service, Rselection. Zu den ersten Aufgaben gehörte das konzipieren und realisieren des gesamten Corporate Designs mit dem markanten, gestempelten «R» als Logo. Zudem zeichnet Adam&Adam für das Webdesign verantwortlich, welches an einen Reiseblog erinnert. Die Umsetzung der Webpage sowie der Mobileversion wurde in enger Zusammenarbeit mit iBrows realisiert.

FBM: TV-Spots für Möbelzentrum Volketswil

Das Möbelzentrum Volketswil hat Mitte September Neueröffnung gefeiert. Zu diesem Anlass realisierte FBM Communications auch zwei TV-Spots, die aktuell auf Tele Züri zu sehen sind.

Die Produktion dazu entstand in Zusammenarbeit mit Leguan Productions. Im ersten TV-Spot steht der neu eröffnete Team 7 Store im Vordergrund, der im Erdgeschoss des Möbelzentrums mit einer Fläche von 600 Quadratmetern integriert ist – und somit der grösste Team 7 Store der Schweiz ist. Der zweite TV-Spot thematisiert laut Mitteilung die grosse Auswahl an Design- und Markenmöbeln. Zudem sollen die Zuschauer in beiden TV-Spots auf die Rabattwochen im Möbelzentrum bis Ende Oktober aufmerksam gemacht werden.

Verantwortlich beim Möbelzentrum Volketswil: Bruno Vogt (CEO). Verantwortlich bei FBM Communications: Carmen Schiltknecht (CD & Beratung), Julia Trunkwalter (Auftragsabwicklung).
 

//www.youtube.com/watch?v=_SbLrAy6oJ4

//www.youtube.com/watch?v=K48BolEooWw

Wirz: Dinosaurier-Knochen verbuddelt

Wirz Werbung hat eine breit angelegte PR-Ambient-Aktion für das Sauriermuseum Aathal umgesetzt und dabei Saurier-Knochen vergraben.

Das Sauriermuseum von Dino-Koryphäe Dr. Siber ist eine Institution im Zürcher Oberland – seit über 20 Jahren lockt die Ausstellung Kinder und Eltern nach Aathal. Zu Beginn der Herbstferien macht das Sauriermuseum nun mit einer Aktion auf sich aufmerksam.

Dafür realisierte die Agentur Wirz Werbung ein aufregendes Erlebnis für kleine Dino-Fans: Bei Nacht-und-Nebel wurden auf Spielplätzen in Zürich und Winterthur Dinosaurier-Knochen vergraben, damit sie junge Entdecker wiederfinden können. Die Dino-Knochen sind exakte Nachbildungen von einem Schwanzwirbel oder Unterarmknochen eines Langhalsdinosauriers (Diplodocus). Wer auf einen der Dino-Knochen stösst, liest auf dem befestigten Etikett «Lust auf ein echtes Abenteuer?» und die Aufforderung, ins Sauriermuseum Aathal zu kommen. Denn dort können die Kinder nach dem Erlebnis auf dem Spielplatz direkt das nächste Dino-Abenteuer erleben. Wer sein Fundstück ins Sauriermuseum Aathal bringt, dem winkt ein freier Eintritt für die ganze Familie und die Teilnahme an weiteren Verlosungen, wie beispielsweise einer «Dino Pyjama Party», einem Übernachtungs-Event des Sauriermuseums.

In Kooperation mit dem Medienpartner 20 Minuten wurde die Aktion mit einem ausführlichen Hintergrundbericht in der Online-Ausgabe der Zeitung medial verbreitet. Der Artikel enthält ausserdem ein grosses Dinosaurier-Wissens-Quiz, bei dem es echte Dinosaurier-Zähne aus dem Sauriermuseum Aathal zu gewinnen gibt.

Verantwortlich beim Sauriermuseum Aathal: Thomas Bolliger, Esther Wolfensberger. Verantwortlich bei Wirz Werbung: Philipp Skrabal (CD), Raul Serrat (AD), Marietta Mügge (Text), Isabelle Bühler (Grafik), Karin Krummenacher, Livia Wanner (Beratung); Wirz Corporate, PR Thore Lingel; Streuplan, Basil Renz, Marco Schlatter.

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Le Temps: Agefi, NZZ, Hersant, Blocher/Tettamanti?

Nach der Ankündigung der Medienhäuser Ringier und Tamedia, die Westschweizer Zeitung Le Temps zum Verkauf zu stellen, werden verschiedene Namen von möglichen Käufer ins Spiel gebracht. Bereits Interesse angemeldet hat das Pressehaus Agefi.

Agefi-Mitaktionär Antoine Hubert sagte dem Westschweizer Radio RTS, er habe diese Möglichkeit bereits mit Hauptaktionär Alain Duménil besprochen, dies anlässlich einer Analyse über die verschiedenen strategischen Optionen der Agefi. «Tamedia und Ringier wissen von unserem Interesse», sagte Hubert. Bisher habe sich aber keiner der beiden Le Temps-Aktionäre offen für Gespräche gezeigt. Das Medienhaus Agefi gibt die Westschweizer Wirtschaftszeitung L'Agefi heraus.

Nach Ansicht des emeritierten Medienwissenschaftlers Roger Blum kommen als Käufer der Le Temps auch die NZZ-Gruppe, das Duo Tito Tettamanti und Christoph Blocher oder die französische Hersant-Gruppe in Frage. Das sagte Blum in einem Interview mit der Zeitung La Liberté vom Mittwoch. Er schliesst aber auch eine «gemischte» Lösung nicht aus – mit einem der beiden aktuellen Verleger sowie einer privaten Investorengruppe.

Impressum sorgt sich um Qualität

Der Journalistenverband Impressum hofft, dass Le Temps eine neue Trägerschaft findet, die in den Medien verankert ist, wie er am Mittwoch mitteilte (Werbewoche.ch berichtete). Der Verband zeigte sich besonders bestürzt über das ungewöhnliche Vorgehen, ein Unternehmen öffentlich zum Verkauf auszuschreiben. Dies provoziere Unsicherheit. Impressum sorgt sich insbesondere um die Qualität der Zeitung, die Unabhängigkeit deren Redaktion, die Arbeitsplätze und die Medienvielfalt in der Romandie.

Ringier und Tamedia hatten am Dienstag angekündigt, bis Juni 2014 einen Käufer für Le Temps zu suchen. Sollte kein überzeugendes Angebot eingehen, wollen sowohl Ringier wie auch Tamedia den Kauf der Beteiligung des anderen prüfen. Ringier und Tamedia halten je 46,2 Prozent an Le Temps. (SDA)

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Arndt Groth: Talfahrt der Tageszeitungen geht weiter

Der Werbemarkt für Tageszeitungen musste im aktuellen Jahr bereits empfindliche Einbussen hinnehmen. Laut Poubligroupe-CEO Arndt Groth ist auch 2014 kein Ende der Talfahrt in Sicht.

Der Werbemarkt für Tageszeitungen hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um elf Prozent eingebüsst, sagt Arndt C. Groth, Geschäftsleiter des schweizweit grössten Werbevermarkters Publigroupe, im Handelszeitung-Interview. Auch 2014 werden die Tageszeitungen «in einer ähnlichen Grössenordnung» verlieren. Es helfe nicht, vordergründig optimistisch zu sein. «Es gibt keine Indikation dafür, dass es besser wird – im Gegenteil.» Im Tagesgeschäft zeigten sich bloss noch die sehr lokalen und regionalen Zeitungen etwas resistenter gegen den Wandel. Demgegenüber hätten sich aber viele Wochentitel und Sonntagszeitung gut behauptet, sagt Groth. «Da bin ich überzeugt, dass sie eine Zukunft haben.»

Auch Publigroupe spürt den Medienwandel schmerzlich. Groth hat dem Konzern deswegen eine neue Strategie verpasst. «Die ersten positiven Ergebnisse der Strategie sehen wir bereits», so Groth. Im ersten Halbjahr 2013 musste er allerdings einen Verlust von 9,5 Millionen Franken bekannt geben. Besonders Publicitas, die bis anhin vorwiegend im Anzeigengeschäft der Verlagshäuser tätig war, kam unter Druck. Im Konzernbereich «Media Sales» baut Publigroupe bis zum ersten Quartal 2014 weitere 245 Arbeitsplätze ab. (SDA)

Bild: Keystone

Zu guter Letzt: Kaffee und Telekinese

Um die Neuverfilmung von Stephen Kings Romandebüt «Carrie» zu promoten, hat die Agentur Thinkmodo in einem New Yorker Café ziemlich eindrücklich Leute erschreckt.

«Carrie», das erste veröffentlichte Werk von Stephen King, erschien 1974 und verhalf in der Erstverfilmung zwei Jahre später John Travolta zum Durchbruch. Die Liste der Remakes wurde 2013 um eine Version erweitert. Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Carrie, die im Wahn ihrer strenggläubigen Mutter das Erwachsenwerden als Hölle erleben muss und in der Schule nur Hohn und Spott erfährt. In ihrer Verzweiflung entdeckt Carrie, dass sie telekinetische Kräfte besitzt, die sich unter dem Schock der Demütigungen in übermenschliche Kräfte verwandeln.

Um das Interesse für die Neuauflage des Films anzukurbeln, wurde in New York ein Spass mit der versteckten Kamera inszeniert. Im Wissen drum, dass sich derartige Scherze meist innert kürzester Zeit zu viralen Schlagern entwickeln. In zwei Tagen bereits über 16 Millionen Views – der Aufwand dürfte sich gelohnt haben. (hae)
 

//www.youtube.com/watch?v=VlOxlSOr3_M

«Best of Swiss Apps»: Jurierung beginnt

Die Ausschreibung für den ersten «Best of Swiss Apps Award» ist beendet. Die hohe Zahl von 130 eingereichten Projekten übertrifft alle Erwartungen der Organisatoren.

Das Best of Swiss Apps Team bedankt sich in einer Mitteilung herzlich bei allen Teilnehmern. Vom 14.-18. Oktober tagt die Experten-Jury und bewertet die eingereichten Apps. Diese Bewertungen münden am Ende des Jurierungsprozesses in einer Shortlist, auf der alle Projekte vertreten sind, die sich berechtigte Hoffnung auf eine Auszeichnung machen dürfen. Die Shortlist wird am 23. Oktober in der neuen Ausgabe der Netzwoche (Medienpartner), auf Bestofswissapps.ch und natürlich auf Werbewoche.ch (Medienpartner) veröffentlicht.

Gleichzeitig (ab dem 23. Oktober) beginnt der Ticketverkauf für die feierliche Award Night am 20. November im Aura in Zürich. Diejenigen Teilnehmer, die bei ihrer Anmeldung automatisch ein Ticket erworben haben, erhalten einen Link zur Bestellung. Alle weiteren Informationen zur Shortlist und dem Ticketverkauf erhalten Sie rechtzeitig auf der Website Bestofswissapps.ch
 

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