Beate Uhse ist scharf auf Penthouse

Erotikverlag Der deutsche Erotikkonzern Beate Uhse hat 62 Mio. Dollar für den US-Erotikverlag General Media geboten. Das Unternehmen erhofft sich Synergieeffekte für Detailhandel und Versand.

Erotikverlag Der deutsche Erotikkonzern Beate Uhse hat 62 Mio. Dollar für den US-Erotikverlag General Media geboten. Das Unternehmen erhofft sich Synergieeffekte für Detailhandel und Versand.General Media gibt das Männermagazin Penthouse heraus und befindet sich unter Gläubigerschutz, will aber per Ende Februar aus dem Insolvenzverfahren kommen.

JobChange

Agenturgründer Peter Fenkart zieht sich aus der AG für Public Relations (APR) zurück. Die Senior-Berater Walter Thomas Lutz, Pascale Lehmann und Thomas Balmer haben von Fenkart alle Aktien der Agentur übernommen. Sie bilden neu zu dritt VR und Geschä

Agenturgründer Peter Fenkart zieht sich aus der AG für Public Relations (APR) zurück. Die Senior-Berater Walter Thomas Lutz, Pascale Lehmann und Thomas Balmer haben von Fenkart alle Aktien der Agentur übernommen. Sie bilden neu zu dritt VR und Geschäftsleitung. …
Die PR- und Medienberatungsagentur Interpublicum im bernischen Ostermundigen baut die Beratungstätigkeit aus. Seit Mitte Januar
verstärkt Melchior Buchs das Team im Bereich Kommunikation. Er ist Mitinhaber der Agentur Impulsa und wird für beide Firmen tätig sein.
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Priska Dietziker ist neu für die PubliGroupe-Töchter Publimedia Webadvertising (PWA) und Publicitas Webservices (PWS) tätig. Sie widmet sich bei beiden Firmen ab sofort der Kundenakquisition und -betreuung sowie sämtlichen Bereichen des Onlinemarketings.
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Die Zürcher Mediaagentur Mediaschneider hat die Geschäftsleitung erweitert und neu strukturiert. Carla Fuhlrott-Capello (Bild) leitet neu als Vizedirektorin Planung und Einkauf. Überdies ist sie die Stellvertreterin von Agenturchef Urs Schneider. Manuela Merz-Sigrist ist neu als Prokuristin für Finanzen und Controlling verantwortlich.
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René Bortolani ist neuer Medienbeauftragter der Fachhochschule (FH) Aargau. Er ersetzt die im Dezember verstorbene Renata Battaglia. Zuletzt leitete Bortolani beim Verlagshaus Tamedia das Medienforum, die Ausbildungsstätte für Journalisten.
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Anfang März tritt Ueli Walther bei der SonntagsZeitung die Nachfolge von Christoph Grenacher an. Er wird Mitglied der Chefredaktion und Blattmacher.
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Susanne Rohmund wechselt per Ende März als Leiterin Wirtschaft zur Schweizer Illustrierten (SI). Zurzeit ist sie Ressortleiterin Wirtschaft beim Blick. Zudem wurde Edi Estermann zum Nachrichtenchef der SI ernannt.

Ideenreiche Initiativbewerbung

Selbstmarketing Not macht erfinderisch: Welch Blüten diese Volksweisheit treibt, konnte man am Eingang zum ADC-Fest beobachten.

Selbstmarketing Not macht erfinderisch: Welch Blüten diese Volksweisheit treibt, konnte man am Eingang zum ADC-Fest beobachten.Dort stand der kürzlich bei einer Grossagentur abgebaute Jungtexter David Hugentobler, um den Gästen und potenziellen Arbeitgebern seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. In der Hoffnung, er müsse nicht bald selber stempeln gehen. Vorläufiges Resultat dieser geistreichen Guerilla-Aktion: zahlreiche Clicks auf seine Website, «verschiedene amüsierte bis interessierte Anrufe» sowie ein Gesprächstermin mit einem Agenturchef, der allerdings keinen Job zu vergeben hat.

Weber Harbeke lockt ins Casino Winterthur

Theater Das Grand Casino Baden wirbt neu mit Weber Harbeke.

Theater Das Grand Casino Baden wirbt neu mit Weber Harbeke.Letzte Etathalterin war Weber Hodel Schmid, die das Casino schon beim Kampf um eine Lizenz unterstützte und im Sommer 2002 die Launchkampagne kreierte. Um sich im umkämpften Markt weiter zu profilieren und die Marktführerschaft zu bestätigen, habe das Spielcasino für 2004 einen neuen Agenturpartner gesucht, heisst es in einer Meldung von Persoenlich.com. In einer mehrstufigen Evaluation setzte sich Weber Harbeke gegen namhafte Konkurrenz durch. Erste Arbeiten der Zürcher Agentur sind voraussichtlich im Frühjahr 2004 zu sehen.

Zehn PPI-Befragungswellen in 2004

Aussenwerbung Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) führt 2004 zehn Befragungswellen ihres Poster-Performance-Index (PPI) durch. Der PPI ist ein kostenloses Servicetool für nationale Plakatkampagnen.

Aussenwerbung Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) führt 2004 zehn Befragungswellen ihres Poster-Performance-Index (PPI) durch. Der PPI ist ein kostenloses Servicetool für nationale Plakatkampagnen.Er ermittelt die Werbewirkung nach den Kriterien Erinnerung, Markenzuordnung und Gefallen. Die Interviews erfolgen alternierend in den Agglos Lausanne und Bern.

Jung & hungrig

Agenturen Drei Jahre schon schleppt sich die Werbewirtschaft dahin. Trotzdem gibt es immer noch Optimisten, die eine eigene Firma gegründet haben.

Agenturen Drei Jahre schon schleppt sich die Werbewirtschaft dahin. Trotzdem gibt es immer noch Optimisten, die eine eigene Firma gegründet haben.Diesen Unentwegten ist die Sonderausgabe «Agenturmacher – jung & hungrig» des deutschen Informationsdienstes New Business Report gewidmet. Darin stellen sich die Agenturen mit Eigenwerbung vor. Unter die Beispiele reiht sich die Mediaagentur Allthatmedia mit ihrer Anzeige. «Standard-Mediastrategien kann jeder anbieten. Nur wir nicht», heisst die Schlagzeile zu einem Schuh – mit der abnormen Grösse 43 3/8.

Der Mann für schwierige Jobs

Arne Völker kam nur der Liebe wegen nach Zürich. Jetzt ist er CD und in der Geschäftsleitung von Blue Spirit.

Arne Völker kam nur der Liebe wegen nach Zürich. Jetzt ist er CD und in der Geschäftsleitung von Blue Spirit.Vor seinem Büro hängt ein Plakat mit den Sloggy-Grazien. Der viel diskutierte Blickfang ist zwar noch vor Arne Völkers Einstieg bei Blue Spirit entstanden. Trotzdem steigt er sofort gerne auf eine Diskussion über diese Art von Werbung ein. Natürlich gefallen ihm die Girls. «Das ist Werbung, die ich gerne mag», erklärt der neue CD bei Blue Spirit. Und präzisiert: «Werbung muss nicht jedem gut gefallen. Hauptsache, sie wirkt dafür bei vielen extrem stark.» Dass die Sloggy-Plakate in diesem Sinne «sehr polarisiert» haben, ist Blue Spirit von der APG soeben in einer Studie bestätigt worden. Da Sloggy aus dem Hause Triumph kommt, soll Blue Spirit nun auch für dieses Label noch einmal eine Kampagne «mit ähnlich grosser PR-Wirkung» aus der Wäsche zaubern. Eine verführerische Herausforderung für Arne Völker. Man sei bereits gut unterwegs mit Vorschlägen und warte aufs Feedback, meint er und verrät: «Wir arbeiten wieder mit Schlüsselreizen, extrem konsequent umgesetzt und nicht gross verkünstelt.»
Der Reiz des Neuen
Werbung mit Schlüsselreizen ist bis jetzt allerdings eher die Ausnahme in der Karriere des Quereinsteigers aus Berlin gewesen. «Ich arbeite gern für Kunden, die wenig risikofreudig sind.» Vor allem die konservativen Aufgaben böten ihm eine grosse Möglichkeit zur Befriedigung, «wenn man zum Beispiel für eine Bank trotz viel einengenden Vorgaben eine kreative Lösung finden muss». Solche intelligente Werbung, die «eine Botschaft auch ohne Sauglattismus inszenieren kann», hat Arne Völker vor seinem Wechsel zu Blue Spirit zum Beispiel bei Publicis in Zürich konzipiert. «Ich hatte das Vergnügen, für Kunden wie UBS oder Nestlé zu arbeiten, bei denen viele sagen: Hier kann man ja eigentlich nicht viel machen.»
Angetragen wurden ihm diese Aufgaben, weil Völker in seinen jungen Jahren einmal Volkswirtschaft studiert hat und deshalb auch mit anspruchsvollen Kunden aus der Wirtschaft schnell einmal die richtigen Worte beim Briefing findet.
«Mein einziges Talent ist Neugier», meint er zwar bescheiden. Diese Offenheit, beinahe Gier nach Neuem hat den Berliner nach dem Abitur zuerst an die Journalistenschule nach München geführt. Später besuchte er einen Schreibkurs an der Filmschule Köln. Wieder in Berlin hat er dann «gleich vom Einstieg in die Königsklasse geträumt». Der frisch ausgebildete Drehbuchautor wollte sofort eine eigene Sitcom verkaufen, hat aber mit seiner «typischen Ungeduld» nichts verdient, sondern «nur einen Haufen Lehrgeld bezahlt».
Konkretere Möglichkeiten eröffneten sich ihm als Journalist bei einer Lokalzeitung sowie beim Fernsehen als Reporter für die Abendschau und schliesslich als Redaktor für die Talkshow «Doppelpunkt» beim ZDF. Später hat er zwei Jahre lang Drehbücher für Soaps geschrieben, zum Beispiel «Verbotene Liebe» oder «Mallorca – Suche nach dem Paradies» auf Pro 7.
«Das war so ein Brotjob», kommentiert er diese Phase als freischaffender Dialogautor heute. Man bekomme am Freitagabend die Story Outline mit der Handlung, eine Woche später müsse man dann ein dialogisiertes Buch abliefern. «Da fehlte mir der Austausch mit dem Leben und richtigen Problemstellungen», meint Völker. Man müsse sich Geschichten über das Leben von Figuren ausdenken «und nimmt an ihrem Leben gar nicht echt teil».
Lovestory mit Zügeltermin
Das war der Punkt, wo wieder etwas Neues angesagt war. Völker reiste ans Filmfestival nach Locarno. Dort lernte er allerdings nicht einen Produzenten kennen, der ihn von den Soaps erlöste, dafür seine zukünftige Frau. Aus der «Verbotenen Liebe» wurde echte, denn Völker übersiedelte von Berlin nach Zürich. «Wir hatten ein halbes Jahr aneinander rumgezerrt, wer wen in wessen Stadt kriegt.» Da Ehefrau Katja Richard als Lifestyle-Redaktorin beim Blick in Zürich die besseren Jobchancen hatte, suchte sich schliesslich auch Völker eine Arbeit in Zürich. Eine neue Ausrichtung und ein neuer Einstieg auf dem Gebiet der Kommunikation lockten ihn: als Texter bei der Agentur Pucci Sulzer.
Völkers Suche nach dem Paradies war beendet. In der Werbung kann er neben seiner Freude am Texten seither auch seine «Hassliebe zu Marketingstrategien» ausleben. Eine Hassliebe deshalb, weil das Fach an der Uni damals in der Lehrbuchform so simpel vermittelt worden ist, wie man das in der Realität schon lange nicht mehr angehen kann. Heute liebt er die Auseinandersetzung mit komplexen Marketingfragen. «Ich bin nicht der Wildsaukreative, sondern derjenige, der abwägt und analytisch denkt.»
Arne Völker ist überzeugt, dass er bei Blue Spirit zusammen mit Gerry Flückiger seine Vorstellung von Werbung optimal umsetzen kann: «Hier pflegt man ein Kampagnendenken.» Für ihn als CD bedeutet das, dass viele Dinge, die zwar ein schönes Einzelsujet oder einen schönen Film abgäben, nicht gemacht werden, «weil sie nicht bis ins letzte Detail am Point of Sale deklinierbar sind.» Völker liebt, anders gesagt, Aufgaben, «die eine Runde schwieriger sind».
Sein kreatives Ziel sind «kleine Dinge, die eine grosse Wirkung entfalten». Einerseits wird er durch die Rahmenbedingungen der Aufträge bei Blue Spirit dazu herausgefordert. Anderseits geniesst er die Freiheit, «dass die Geschäftsleitung offen ist, mehr Personalbudget abzustellen, um die nötige Qualität verwirklichen zu können». Mit 25 Mitarbeitenden gehört die 1999 gegründete und 2003 in den BSW aufgenommene Agentur in Schlieren nun erstmals zu den Grossen.
Arne Völker mag konservative Kunden und einengende Vorgaben: «Mein kreatives Ziel sind kleine Dinge mit grosser Wirkung.»
Andreas Panzeri

Prepaid belebt das Flohmarkt-Business

Kleininserate Mit Prepaid-Inseratekarten trifft die BaZ die Bedürfnisse der Flohmarktinserenten.

Kleininserate Mit Prepaid-Inseratekarten trifft die BaZ die Bedürfnisse der Flohmarktinserenten.Zwar musste die Basler Zeitung (BaZ) letztes Jahr bei den Inseraten schmerzhafte Verluste hinnehmen, im Nischenbereich Flohmarkt und Freizeit aber konnte sie sich bei wöchentlich rund 250 Inserätchen halten. Das sind immerhin gut zwei der 84 Inserateseiten, die letztes Jahr durchschnittlich pro Woche in der BaZ geschaltet wurden. Ein klein wenig zu dieser Nischenvolumenkonstanz beigetragen hat auch die im August lancierte Idee, für diese Kleininserate Prepaid-Karten zu 10 Franken (drei Zeilen) und zu 20 Franken (sechs Zeilen) am Kiosk anzubieten.
«Wir haben seit August rund 2000 solche Karten verkauft, 90 Prozent davon waren solche zu 10 Franken», sagt Verlagsleiter Daniel Sommer auf Anfrage. Mittlerweile kommen 10 bis 15 Prozent der wöchentlichen Flohmarkt- und Freizeitinserate über Prepaid-Karten herein, Tendenz steigend. Die Karten werden sogar auf Vorrat gekauft. Sommer: «Drei Viertel der Karten werden nicht sofort eingelöst.»
Die Prepaid-Inseratekarten sind als Geschäftsantwortkarten konzipiert und an jedem K-Kiosk in der Nordwestschweiz erhältlich. Nachdem die drei beziehungsweise sechs Zeilen auf der Rückseite ausgefüllt sind, wirft man die Karte in den nächsten Briefkasten, und der Fliesstext erscheint im nächstmöglichen Freitagsmarkt oder auf Wunsch zu einem späteren Datum. Sommer ist der Meinung, dass das Projekt durchaus ausbaufähig sei, allerdings unter drei Bedingungen: Rubriken mit Prepaid-Karten müssten im Privatmarkt bleiben und eher günstig sein. Zudem sollten sie so einfach zu handhaben sein wie bei der Rubrik Flohmarkt. Vorstellbar wären etwa Partnerschafts-, Wohnungs- oder Jobsuchanzeigen.
Ausbaufähige Idee BaZ, Publicitas und Kiosk AG hatten die Inseratekarten übrigens im letzten August zunächst vier Wochen lang an 30 Kiosken getestet, begleitet von Inseraten in der BaZ. 243 Karten wurden in dieser Zeit abgesetzt. Das war Erfolg genug, den Kartenverkauf auf alle 130 K-Kioske in der Nordwestschweiz auszudehnen. Mit neuen Hinweisinseraten will die BaZ den Kartenverkauf nun erneut bewerben. «Für uns ist es ein sehr interessantes Projekt», sagt Sommer.
Ähnlich sieht man es auch bei der zur Valora-Gruppe gehörenden Kiosk AG. «Der Verkauf dieser Karten wird den Valora-Geschäftsabschluss zwar nicht wesentlich verändern, dennoch versucht die Kiosk AG, die Karten aktiv an den Verkaufsstellen zu präsentieren», sagt Christof Biedermann, Geschäftsführer von Kiosk. Demnächst werde er mit der BaZ wieder eine Standortbestimmung vornehmen. Aus seiner Sicht sei sowohl ein Ausbau mit der BaZ als auch eine Ausweitung der Idee auf andere Zeitungen möglich. Anfragen anderer Verlagshäuser seien bei ihm aber noch keine eingegangen, sagt Biedermann.
Am Kiosk erhältlich: Prepaid-Inseratekarten müssen nur noch ausgefüllt und abgeschickt werden.

Markus Knöpfli

Schwarze Zahlen per Doubleclick

Internet Der Online-Werbedienstleister Doubleclick kann zum ersten Mal für ein ganzes Geschäftsjahr einen Gewinn ausweisen.

Internet Der Online-Werbedienstleister Doubleclick kann zum ersten Mal für ein ganzes Geschäftsjahr einen Gewinn ausweisen.Er erzielte 2003 einen Umsatz von 271,3 Millionen Dollar und einen Nettogewinn von 16,9 Millionen Dollar. Im Vorjahr wurde ein Minus von 117,9 Millionen Dollar eingefahren

Samuel Helbling

wird Verlagsleiterder Media-Daten AG

wird Verlagsleiterder Media-Daten AGwird Verlagsleiter der Media-Daten AGDie Verlagsgruppe Springer Science + Business Media Schweiz hat
Samuel Helbling zum Verlagsleiter der Media-Daten AG – Herausgeberin der Werbewoche – ernannt.
Samuel Helbling ist seit 1994 in der Media-Daten AG tätig und seit fünf Jahren Chefredaktor der Werbewoche. Bis ein neuer Chefredaktor sein Amt antritt, versieht Samuel Helbling beide Funktionen gleichzeitig. (WW)

Für Fünfstern-Fernweh

Tourismus Statt eines neuen Kataloges kreiert Fisch Meier Direkt für Kuoni ein gestyltes Reisemagazin.

Tourismus Statt eines neuen Kataloges kreiert Fisch Meier Direkt für Kuoni ein gestyltes Reisemagazin.
Vergisst man in den Kuoni-Ferien auch die Wirtschaftskrise? Die Reisebranche selbst wohl kaum. Sie musste in den vergangenen zwei Jahren wegen der Nachfragekiller Terror, Krieg, Sars und weltweite Rezession einen Umsatzrückgang von nahezu 30 Prozent hinnehmen, so die Schätzung des Schweizerischen Reisebüroverbandes. Zusätzlich raubten die strukturellen Veränderungen – margendrückende Billigmarken und sinkende Kommissionseinnahmen – manchem Reiseveranstalter den Schlaf.Geht es nach den Experten, soll die Reisebranche nach langem Sinkflug heuer endlich wieder an Höhe gewinnen. Für die erwartete Erholung ist der Schweizer Branchenleader Kuoni daran, sich radikal herauszuputzen: Nach der Trennung von der Problemsparte Geschäftsreisen sollen jetzt die Filialen folgen, die mit Rentabilitätsschwierigkeiten kämpfen – gut jede zehnte –, sowie TUI Suisse, so die neusten Spekulationen von Schweizer Touristik.
Fokus auf Beratungsqualität
Die neue Ausrichtung findet vor allem im Retail statt, welcher eine Steigerung der Beratungswertigkeit anpeilt. Nur damit kann man die Käuferschaft von gehobenen Reisearrangements an die Marke binden. Es ist deshalb nicht auszuschliessen, dass der Katalog fakturierter Leistungen künftig ausgebaut wird.
Im Gegensatz dazu liegen jetzt schon die vier neuen Kuoni-Kataloge auf, die als Dreh- und Angelpunkte der neuen Werbekampagne fungieren. Das Auffällige daran: Sie weisen eine eindrückliche Konzeptionsänderung im Wesen der Reisekataloge auf.
Lifestyle verkauft Reisen
Auf innovative und ansehnliche Weise reicherte die neue Hausagentur Fisch Meier Direkt den Angebotsteil der Kuoni-Reisekataloge an: Die redaktionell aufbereiteten Hintergrundinformationen, Reportagen und Porträts wurden mit einem visuellen Potpourri an suggestiven Ferienwelten aufgepeppt – von der Villa Kunterbunt über nordisches Design und von der Wüste Hollywoods bis hin zum scharfen Hühnchen «Frango Piri Piri», um der Leserschaft die Traumziele noch näher zu bringen.
Mit der Mischung aus Infotainment und Lifestyle erlauben die Kataloge ungewohnte Einblicke selbst in vermeintlich bekannte Destinationen. Die klare grafische Kategorisierung der Zielgruppen – mit Kindern, Wellness oder sportorientiert – verstärkt die Übersichtlichkeit.
Die magazinartige Konzeption der neuen Kataloglinie hat ihre handfesten Gründe in den Ergebnissen der Marktforschung. Laut dem Elvia-Reiseverhalten-Tracking bevorzugen nach wie vor 46 Prozent der Befragten den Reisekatalog zur Entscheidungsfindung eines Reisearrangements. Vor anderthalb Jahren war dies mit ein Grund, vier Agenturen für ein Redesign der Kataloge anzufragen. Ziel war es, dem Konsumenten einen Mehrwert zu geben, die Angebote attraktiv und übersichtlich zu kommunizieren und dem Handel ein übersichtliches Arbeitsinstrument anzubieten.
Fisch Meier Direkt ging mit einer überarbeiteten Katalogstruktur, einer einfachen Navigation sowie einer sehr emotionalen Bildtonalität als Siegerin des Pitchs hervor und realisierte die ersten vier Ausgaben: Badeferien, Städtereisen, Schiffsreisen und Kanada/Alaska.
Vom Katalog zum Image
Die vier Kataloge stehen auch im Zentrum der Imagekampagne, die vergangene Woche in der Deutsch- und Westschweiz gestartet ist. Ein F12-Aushang in den neun grössten Städten zeigt, wie sich die geniesserischen Weltenbummler zu Hause, im Tram, in der Badewanne oder im Büro mittels Kuoni-Katalogen in die Ferienwelten entführen lassen.
Gleichzeitig werden die Leser mittels Gatefoldern in Zeitschriften aufgefordert, die Kataloge zu bestellen. Unterstützt werden die Gatefolder von einer breit angelegten Inseratenkampagne, welche die neue Bildtonalität vermittelt und den direkten Verweis auf die Katalogseite macht. Integrierend wird der Auftritt auch für Schaufenster in den Filialen, für Verkaufsförderungs- und Kundenbindungsmassnahmen, Kinodias und Onlinemassnahmen verwendet. «Wir sind überzeugt, Reisen auf eine sinnliche und emotionale Weise wieder aufzuwerten und davon wegzukommen, Ferien zu einem schnellen, kurzfristigen Low-Involvement-Produkt zu machen», sagt Gianni Moccetti, Marketingleiter von Kuoni.
Ein weiteres Ziel des neuen Katalogkonzepts: Es soll neue Kanäle für die Distribution erschliessen und Inserenten ein attraktives Umfeld anbieten. «Bisher konnten wir noch nicht aktiv akquirieren, da das Projekt noch geheim bleiben sollte, doch wir sind schon in den Startlöchern und sehr zuversichtlich für die kommenden Ausgaben», sagt Denise Azzini, Leiterin Werbung und Sponsoring.
Mix aus Infotainment, Lifestyle und Angeboten: Mit einem neuen Katalogkonzept spricht Kuoni die gehobene Käuferschaft an.

Die Anzeigen zu den neuen Katalogen: Machen Lust auf Indian Summer und Badeferien.
Tourismus Mit einem Mix aus Lifestyle, Infotainment und Angeboten spricht Kuoni gehobene Kunden an. >> Seite 7
Luca Aloisi

Postfinance sponsert Ferienfotos

Ambient Werbung Der Vermarkter Masani's Ambient Media lanciert eine neue Sonderwerbeform: Unternehmen können ihre Slogans und Logos auf Privatfotos platzieren.

Ambient Werbung Der Vermarkter Masani’s Ambient Media lanciert eine neue Sonderwerbeform: Unternehmen können ihre Slogans und Logos auf Privatfotos platzieren.Als Gegenleistung erhalten die Konsumenten die Abzüge ihrer digitalen Aufnahmen umsonst. Die Aufnahmen werden per Internet übermittelt; die Abzüge mit Sponsoringaufdruck erhalten die Fotografen per Post zugesandt. Als erste Firma macht Postfinance von dem Angebot Gebrauch. Laut Masani’s profitiert diese Werbeform von einem Sympathiebonus, da «Foto for free» gratis ist und von den Konsumenten absolut freiwillig in Anspruch genommen werden kann. Masani’s verkauft das Angebot in zwei Paketen zu 20000 und 60000 Fotos
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