Dass die alljährliche Jurierung des Art Directors Club nach einem neuen System erfolge, sorgte schon vor der Würfelpartie für heisse Köpfe. Man ahnte Schlimmes, und dies nicht zu Unrecht.Das Punkteschema von Michael Conrad hats in sich. Jean Etienne Aebi verriet uns im Vorfeld, dass insgesamt so viele Würfel vergeben wurden, wie Publicis letztes Jahr noch alleine gewonnen habe.Allerdings wird die Jurierung durch den strengeren Modus dem internationalen Level angeglichen. Womit der ADC einen wichtigen Schritt tat und bereits voll EU-kompatibel ist, wo sich andere noch mit
bilateralen Gesprächen herumschlagen.
Umso grösser die Freude bei den Gewinnern der knapp gewordenen Trophäen. Nicht die ersten seiner Karriere, aber die ersten neun Würfel für seine junge Agentur SFLB holte Martin Spillmann, amtierender Werber des Jahres, mit seinem Team. Und fast schon unverschämt sackten Markus Ruf und Danielle Lanz elf Würfel ein. Publicis mit zehn und Jung von Matt/Limmat mit sieben Gewinnen runden die Spitzenplätze ab. Andere erfolgsgewohnte Agenturen gingen leer aus. Und weitere «Big Names» schafften es nicht über die Bronzeplätze hinaus. Vergessen liess sich solcherlei Unbill beim anschliessenden Essen im Kaufleuten. Tout à l’indien – Kulisse, Essen und Show versetzten die Gäste nach Bollywood am Ganges.Ein Lesevergnügen ist einmal mehr die ADC-Festzeitschrift, die als FETE im Layout des TV-Magazins TELE daherkommt. Mit «mein Name ist Bosch, Walter Bosch» und Melanie Winiger als Bosch-Girl auf der Titelseite. Der ADC-Vorsitzende Andreas Prokesch habe einen fünfminütigen Lachanfall gekriegt, als ihm das Titelblatt zum ersten Mal vorgelegt worden sei. Hack, Shot, Rink, Curl und Take-out – Fachbegriffe, die man letzte Woche in einer Halle in Baden-Dättwil hörte. Versammelt hatten sich dort zwanzig Teams aus der Kommunikationsbranche, um schwere Granitsteine übers Eis zu schieben. Curling nennt sich das Ganze und wurde früher despektierlich als Altherrensport bezeichnet. Dass dem nicht so ist, merken untrainierte Teilnehmer tags darauf am Muskelkater.
Man trat in bester Stimmung gegeneinander an. Und da Curling ein überaus sozialer Sport ist, wurde zwischen den Spielen geplauscht, getrunken, gelacht und weiter dem Spieltrieb gefröhnt. «Töggelikasten», Dart-Automat und auch Jasskarten kamen zum Einsatz.
Turniersieger wurde das Team der TBWA-DM-Agentur Tequila. Wobei Peter Raissig einen der Früchtekörbe Sonja Hürlimann spendierte, Skip der Eisstock Elite Emmental. Die Eisstöckler, allesamt Curling-Rookies, trafen im ersten Spiel ihrer Karriere auf die Profis aus Küsnacht. Und weil Curling ein «Gentleman’s Sport» ist, nahm man den Nachwuchs vorab für eine Lektion in Technik und Regeln unter die Fittiche. Genützt hats – die Emmentaler Elite landete auf Platz 14. Und damit gleich hinter dem Team des Shortlistautors, der mit Piero Schäfer, Fotograf Dominic Ott und Leos Gerteis vom NJP Tonstudio ins Rennen gegangen war.
Nur auf Platz 2 schaffte es trotz Geheimwaffe Laurence Bidaud das Team Curl & the Gang der Publimedia. Bidaud ist eine der weltbesten Curlerinnen mit Olympia- und WM-Erfahrung. Den ehrenvollen dritten Rang belegten die g…media-Curler von Markus Marchel, welche sich mit Ueli Müller ebenfalls Verstärkung ins Team geholt hatten.
Auf dem hintersten Platz schliesslich fanden sich bei Turnierende die Sunday Sliders von Sonntags-Zeitung-Verkaufsleiter Daniel Pauletto – wenigstens tat sich diese Mannschaft mit guten Jassresultaten hervor.
Beat Fritschbegab sich letzte Woche mit dem Verein Idée-VfW, dem er als Präsident
vorsitzt, aufs blanke Eis. Das traditionelle Curlingturnier der Werber, Media- und Verlagsleute stand auf dem Programm. Am Sonntagabend schliesslich durfte man sich vom ADC verwöhnen lassen. Nach dem alljährlichen Würfelspiel gabs im Kaufleuten unter dem Motto Bollywood feinste indische Köstlichkeiten und eine farbenprächtige Show. Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (
[email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
Bollywood oder Mostindien? – Moderator Anoop Singh, ein waschechter Thurgauer mit rotem Pass.
Markus Marchel, Skip des g…media-Teams, wurde zur Eisreinigung verdonnert.
Filmer (fast) unter sich: Alberto Venzago (l.) neben Aly Cha mit Marcello Schnyder von Glass-Film und Ruth Arber, Casa Smeralda.
Indische Fotowand für Schnappschüsse im Foyer: Susanne Friedli mit Urs Schrepfer, der sich allerdings nicht so recht getraute.
Im Gedränge getroffen: BSW-Präsident Dominique von Matt (l.) mit Ilonca Galliard und AD Dave Hanselmann, Jung von Matt/Limmat.
Hatten genügend würfelförmige Gründe, um sich in bester Laune zuzuprosten: Regisseure Serge Höltschi (l.) und Patrick Senn.
Zwei Frohnaturen in voller Aktion: AD Chris Burkhard (l.) und Texter Alex Taiganidis sah man in der Himmelbar des Kaufleuten.
Trafen sich im völlig überfüllten Restaurant beim ADC-Apéro: Andreas Panzeri (l.), Star TV, und Markus Cavegn, Cavegnwerbung.
Daniel Cherbuin kam in Begleitung von Sängerin Carole Kay – er war für Schnitt und «bad taste» von Venzagos Jurierungsfilm zuständig.
Petra Gayko Hefermehl (l.) mit Michi Frank, CEO von IP Multimedia, und IPM-Kommunikationsleiterin Bettina Singeisen.
Der neue Contexta-CD Jürg Brechbühl mit seinen ehemaligen SFLB-Schützlingen Patrik Rohner und Dana Wirz (v. l.).
Baten den Shortlistautor zu Tisch: Art Buyer Vera Schmid mit ADs Florian Brand (l.) und Pascal Baumann, AY & R.
Machten es sich im weniger überfüllten ersten Stock mit Superaussicht gemütlich: Simone Fennel, Roger Köppel (r.) und Wendelin Hess.
Würfelstolz bei Priscilla Kämpfer von der Agentur Eric Voser mit Flo Wacker (l.) und Thomas Ammann von Publicis.
Spritzigster ADC-Moderator seit Jahren und annähernd so eloquent wie Reich-Ranicki: Hannes Hug (r.), hier mit Matthew Katumba.
Sichtlich viel Spass herrschte auch am Tisch von Euro-RSCG-CD Jürg Aemmer (M.), hier mit Marcel Schläfle und Diana Rossi.
Flavia Schlittler (r.) kam direkt von einem Schneeschuhtripp aus den Bergen ins Kaufleuten – mit Tischnachbarin Steffanie Zappa.
Das Tequila-Team mit Robi Schuhmacher, Hansruedi Waldmeier und Peter Raissig (v. l.) nahm Sonja Hürlimann unter die Fittiche.
Neo-Curler Piero Schäfer, Chefredaktor des neu lancierten Magazins Seesicht, mit Curling-Club-Barmaid Andrea Benz.
IP-Multimedia-Team: Urs Keim, Michi Frank, Marcel Bosshard, Patricia Fässler und Frank Bodin (v. l.) – Rang 6.
Nicole Zubler von Carat, hier mit Philippe Meyer von Publicis, kam eigens aus Davos, um das Mediaagenturen-Inter-Team zu verstärken.
Das nicht ganz komplette Team Starplayer von Starplakat mit Dieter Zachmann, Luca Schena und Rolf Zachmann (v. l.).
Jeannette Lorenzoni (l.), Grafikerin bei Rüegg Fontana Heiderich, spielte mit Verlagsberaterin Yvonne Philipp im Team Milestones.
Die gute Seele der WochenZeitung, Kilian Gasser (l.), mit Teamkollege Oliver Huber von der Mediaagentur OMD Zürich See.
Tiziano Obrecht (l.) und Philipp Scheidegger starteten im Publimedia-Team Curl & the Gang und landeten auf Platz zwei.
Peter Frank (r.), Publicon Werbe AG, von den Publicurlers, mit Michi «Herminator 2» Hermann vom Weltwoche-Team The Icebreakers.
Idée-Curlingbesucher, die bald einmal einen Ehrenbesen verdient hätten: Ruth Mumenthaler und Rolf Ruch von Raverta Marketing.
Barbara Grossmann und Beat Gerber, Roth Gerüstebau, spielten fürs Team von Idée-Buchhalter Roli Hofer (nicht im Bild).
Ueli Müller vom CC Baden verstärkte die Mannschaft von Markus Marchel (l.), der dafür Putzdienste leisten musste (siehe links).