Champions League bleibt bei Team Marketing

Fussballrechte Die Luzerner Team Marketing AG vermarktet die Uefa Champions League auch 2006 bis 2009.

Fussballrechte Die Luzerner Team Marketing AG vermarktet die Uefa Champions League auch 2006 bis 2009.Das Exekutivkomitee des Europäischen Fussballverbands habe Team den Zuschlag für die kommerzielle Rechteverwertung gegeben, heisst es in einer Mitteilung. Die Tochter der Highlight Communications aus Pfäffikon SZ betreut die Champions League seit 1992. Im Ausschreibungsverfahren, das die Uefa im Februar eröffnet hatte, setzte sich Team gegen Sportfive (RTL/Canal+) und Octagon (Interpublic) durch.

«Der Bund ist wieder auf Kurs»

Der Erfolg des Berner Modells, der Zusammenarbeit von Bund und Berner Zeitung BZ, stärkt die Espace Media Groupe. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, braucht CEO Albert P. Stäheli aber Wachstum im Mittelland.

Der Erfolg des Berner Modells, der Zusammenarbeit von Bund und Berner Zeitung BZ, stärkt die Espace Media Groupe. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, braucht CEO Albert P. Stäheli aber Wachstum im Mittelland.WW Das Berner Modell hat schon reichlich Vorschusslorbeeren mit auf den Weg bekommen. Wie zeigt sich die Realität gut vier Monate nach dem Start?Albert P. Stäheli Die erhofften Synergien sind voll eingetroffen, das stimmt uns sehr optimistisch. Bereits können wir sagen, dass der Bund wirtschaftlich wieder auf Kurs ist. Wir sind froh, die existenzbedrohenden Probleme beim Bund so rasch in den Griff gekriegt zu haben – und das in einem derart hartnäckigen Krisenumfeld.
Mit 1,5 Millionen Franken beziffern Sie das für 2004 noch verbleibende Defizit überraschend tief, nachdem es im Vorjahr noch fast 9 Millionen Franken betragen hatte. Aber vor allem sagen Sie es ungewöhnlich genau vorher. Was steckt dahinter?
Die Rechnung ist einfach. Der grösste Brocken des Defizits, nämlich 1,4 Millionen Franken, gehen aufs Konto des Anzeigers Region Bern. Die Zeitung Der Bund für sich gerechnet wäre schon break-even. Die Sache mit dem Anzeiger ist hartnäckiger, hier reichen auch die schon durchgezogenen Sparübungen nicht. Der Grund sind die vertraglich garantierten, viel zu hohen Konzessionsgebühren und der bis Ende 2005 laufende Vertrag. Wir prüfen jetzt eine vorzeitige Vertragsanpassung. Längerfristig könnte ein solcher Schritt für alle Parteien vorteilhaft sein.
Nach der Integration der Zeitungen im Berner Oberland ist nun auch die Zusammenarbeit mit dem Bund gut unterwegs. Damit sind die Hände frei für einen verstärkten Effort im Raum Mittelland. Kein Zufall dürfte sein, dass Ihr Kampfblatt Solothurner Tagblatt nun gerade erst den forcierten Ausbau seiner Marktbearbeitung angekündigt hat.
Strategisch bleibt uns nur die Expansion in den ganzen Espace Mittelland. Im Westen sind wir gut positioniert dank der Zusammenarbeit mit Bieler Tagblatt und Freiburger Nachrichten sowie erfolgreichen Anzeigenkombis. Für uns ist aber auch das Gebiet Solothurn/Oberaargau sehr wichtig. Grundsätzlich können wir nur durch die konsequente Weiterentwicklung der Regionalausgaben unsere Attraktivität im nationalen Werbemarkt stärken. Nur so können wir dem grossen Druck überregionaler Konkurrenz wie Sonntags- und Gratiszeitungen sowie Onlinemedien etwas Konkurrenzfähiges entgegenstellen. Im Lesermarkt Solothurn/Oberaargau haben wir noch viel Potenzial. Der BZ-Split Solothurner Tagblatt hat ein starkes Fundament gelegt. Darauf bauen wir weiter. Doch neue Zeitungen brauchen zehn Jahre, bis sie sich in gesättigten Märkten ihren Platz erobert haben.
Die Verträge der Mittelland Zeitung stehen in nicht allzu ferner Zukunft zur Erneuerung an. Erwarten Sie, dass der Druck Ihres Kampfblattes bei den Konstellationen in diesem Zeitungsverbund Wirkung zeigt?
Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des Solothurner Tagblatts, es baut seine Marktanteile im Lesermarkt laufend aus. Während die Auflagen des BZ-Splits steigen, sinken diejenigen der Solothurner Zeitung. Dass dies allenfalls Einfluss haben wird auf die zukünftige Situation der Mittelland Zeitung, ist wohl nicht wegzudiskutieren. Aber die Verträge der Mittelland Zeitung laufen ja noch bis Ende 2006. Wie auch immer dann entschieden wird, wir werden in dieser Region bleiben, weil sie Teil eines zusammengehörenden Marktgebietes ist.
Interview: Daniel Schifferle

Push ’n’ Pull besorgt für BAG die korrekte Chemie

Gesundheit Die Berner Kommunikationsagentur Push 'n' Pull ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit der Bekanntmachung des neuen Chemikalienrechts betraut worden.

Gesundheit Die Berner Kommunikationsagentur Push ’n‘ Pull ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit der Bekanntmachung des neuen Chemikalienrechts betraut worden.Die Verordnungen, die 2005 in Kraft treten, ersetzen unter anderem die bisherigen Giftklassen durch die europäische Kennzeichnung von Haushaltschemikalien. Im Rahmen einer Publikumskampagne kommuniziert Push ’n‘ Pull die Änderungen für den Privatbereich.

Virus SF DRS im Blut

Claudia Bossert will als Chefin der Abteilung Kommunikation und Marketing SF DRS weit besser verkaufen.

Claudia Bossert will als Chefin der Abteilung Kommunikation und Marketing SF DRS weit besser verkaufen.«Früher war das Fernsehen einfach da. Heute muss es als Dienstleistung ans Publikum gegen die Konkurrenz verkauft werden», fasst Claudia Bossert die wichtigsten Aufgaben ihrer neuen Abteilung zusammen. SF DRS steht in Konkurrenz zu den ausländischen Sendern, trotz dem permanent hohen Marktanteil. «Unsere Glaubwürdigkeit ist vorhanden, aber man kann das noch mehr herausstreichen.» Es gehe nicht darum, eine PR-Offensive zu starten. Aber: «Wenn wir im Programm Ereignisse schaffen, muss das kommunikativ und mit Marketingmassnahmen unterstützt werden.» Ihr erstes Fernseherlebnis, an das sich das neue Mitglied der Geschäftsleitung von SF DRS erinnern mag, sind die Olympischen Spiele in Sapporo 1972. Da weiss Claudia Bossert noch, wie die ganze Familie morgens um fünf Uhr vor dem TV-Gerät mitfieberte, wie Russi und Nadig ihre Medaillen gewonnen haben. «Wow, das ist es!», sagte sich die sportbegeisterte kaufmännische Angestellte deshalb ein paar Jahre später, als das neue Magazin «time out» per Stelleninserat eine Produktionsassistentin suchte.
Claudia Bossert wurde Disponentin und war zuletzt während fünf Jahren Leiterin Kommunikation und Stabschefin bei der Abteilung Sport von SF DRS sowie bei der Business Unit Sport der SRG SSR idée suisse. In beiden Funktionen musste sie die Leistungen des Fernsehens in den Medien verkaufen.
Mit der neu geschaffenen Abteilung Kommunikation und Marketing soll dieses Ansinnen jetzt noch mehr intensiviert werden. Gegen 60 Leute werden mit dieser Arbeit beschäftigt sein. Für die Leitung der Abteilung gab es über 200 Bewerbungen. Nach vier Runden im Evaluationsverfahren sind noch eine externe Kandidatin und Claudia Bossert vor dem Regionalratsausschuss verblieben.
Claudia Bossert sagt von sich, sie sei «vom Virus Fernsehen richtiggehend gepackt». Journalistisch oder gar vor der Kamera zu arbeiten, war aber nie ein Wunschtraum von ihr. Sie sieht sich als ein «Organisationsmensch», obwohl sie sehr gern und gut schreibt. Die neue PR-Chefin musste sich schon immer professionell mit Sendungskritiken auseinander setzen und hat auch alle nötigen Ausbildungen zum Kommunizieren absolviert, zuerst PR-Assistentin, dann eidg. dipl. PR-Beraterin.
Claudia Bossert freut sich, dass sie die Aufbauarbeit, die sie im Kleinen im Sport geleistet hat, jetzt auch in übergeordneter Funktion für das ganze SF DRS durchziehen darf. «Ich kann aber nicht einfach Sportkonzepte über das Haus stülpen, das ist mir klar.» Trotzdem wird ihr die Erfahrung vieles erleichtern.
Ein Höhepunkt in ihrer früheren Arbeit war für Claudia Bossert die Skiweltmeisterschaft in St. Moritz. Hier zeichnete die SRG idée suisse als gastgebender Fernsehproduzent für das ganze TV-Weltsignal verantwortlich. Die Abteilung Kommunikation unter Claudia Bosserts Leitung war für die Gesamtkommunikation zuständig und hat den ganzen Info-Service geliefert, von einem Produktionshandbuch für die ausländischen Stationen bis zu einem elektronischen Informationssystem. Auf Monitoren auf dem Gelände konnten sich Journalisten, Techniker und andere Verantwortliche ständig über das Neuste informieren. Es gab ein Mediencenter als Dienstleistung für die 30 ausländischen Fernsehstationen. Ein Team von 350 Leuten aus allen Unternehmenseinheiten der SRG verlangte auch nach einer internen Kommunikation.
Eine andere Zielgruppe waren die Medien in der Schweiz. Diesen wurde eine umfassende Medienarbeit von Dokumentationen über die WM bis Pressekonferenzen im Vorfeld oder später Medienführungen durch die aufwändige TV-Produktion angeboten. Die Kommunikationsabteilung hat den Medien attraktive Geschichten angeboten, etwa eine Reportage über den Kameramann, der auf dem Gegenhang zur Rennstrecke in einem Container übernachten musste, oder Storys, die bei den Medien Lust auf eine Berichterstattung über die TV-Produktion der Weltmeisterschaften machten. «Wir erreichten eine sehr gute Präsenz in den Medien. Das Publikum hat zur Kenntnis genommen, dass hier die SRG eine enorme Leistung vollbringt.»
Früher haben alle Ressorts im Alleingang Kommunikation betrieben. Jetzt verspricht man sich mehr Effizienz, indem in der Abteilung Kommunikation und Marketing Projekte gemeinsam für alle Bereiche durchgezogen und vernetzt werden: Programmpromotion, Internet, Media-Relations, Sponsoring, PR/Werbung, Events und interne Kommunikation.
Alle Funktionen, die Claudia Bossert bei SF DRS hatte, waren neue Jobs. «time out» war eine neue Sendung. Die Business Unit Sport war neu. Neu war auch, dass die Abteilung Sport eine eigene Kommunikation betrieb. «Aufbauen macht mir Spass, obwohl man dabei natürlich auch auf Schwierigkeiten stossen kann.» Man nimmt jemandem etwas weg und positioniert sich.
Bossert will neue Ideen aber nicht einfach über die Hierarchie und Position durchsetzen, sondern sie will die Leute überzeugen durch ihre Arbeit. Da fühlt sie sich jetzt gut gedeckt durch die neue Direktion, von der man sich Änderungen erwartet. «Es ist jetzt eine sehr interessante Phase, um in der Geschäftsleitung aktiv mitgestalten zu können. Das Haus ist im Umbruch, und es passiert etwas.»
Claudia Bossert: «Man kann unsere Glaubwürdigkeit noch besser herausstreichen.»
Andreas Panzeri

Wie erzähl ichs den Kunden?

Story-Marketing Kurze Geschichten in kleinen Reklameinseraten kommen bei Lesern ganz gross heraus.

Story-Marketing Kurze Geschichten in kleinen Reklameinseraten kommen bei Lesern ganz gross heraus.
In Zeiten wie diesen, in denen der uralte Referatskalauer von der unbekannten, zum Fenster hinausgeworfenen Hälfte des Werbebudgets wieder die Runde macht, sehnen sich Werbetreibende noch mehr als sonst nach eindeutigen Antworten. Auch auf die Frage: Wie stehen Platzierung, Buntheit oder Grösse eines Inserats im Verhältnis zu den erreichten Kontakten oder, noch strenger, zur erzielten Aufmerksamkeit? Alles andere als linear. Ansätze zur Themenvertiefung arten oft in ihrer Komplexität aus.Einfach und relativ erschwinglich scheint die Reaktion einiger Firmen auf diese Situation zu sein. Ihre Kommunikationsagenturen lassen sie für spezifische Aufgaben mit Kurzgeschichten in kleinen Reklameinseraten ganz gross rauskommen. Zugleich gewähren sie der Erfolgskontrolle eine beachtliche Rolle. Besonders an der Form ist, dass sie von vielen Lesern nicht sofort als Werbung wahrgenommen wird, weil sie sich der Vorzüge verschiedener Print-Werbeformen bedient: Zur Glaubwürdigkeit der PR, dem Format einer Kleinanzeige, der Nachhaltigkeit des Imageinserats und dem guten Reklameumfeld kommen der reduzierte Umfang und die verringerte Biederkeit der verwandten Publireportage hinzu. Als optischer Stopper dienen meist ein Testimonial und ein Wettbewerb.
Eine der ersten Umsetzungen dieser Art in der Schweiz ist die Coop-Online-Supermarkt-Kampagne der St.Galler Agentur Ammarkt. Sie läuft mit Drip-Strategie das ganze Jahr hindurch und liefert laut Link-Institut gute Resultate. «Im Recognition-Test erzielten die Testimonials mit 29 Prozent spontan und 49 Prozent gestützt Erinnerungswerte, die bedeutend höher liegen als jene der Produktwerbung», sagt Rolf Zeller, Verantwortlicher bei Coop für den Online-Supermarkt.
Kurzgeschichten von Promis
Mit ähnlichen Zutaten konzipierte auch die Zürcher Contract Media
eine Swisscom-Mobile-Kampagne. Ihr Ziel: die in der Öffentlichkeit noch wenig bekannten Handy-Features in einer spannenden und leicht verständlichen Form zu kommunizieren. In Kurzgeschichten lässt die Pitch-Gewinnerin verschiedene Schweizer Promis zu Wort kommen. Unter anderen erzählen TV-Moderator Kurt Aeschbacher, Fussball-Nationalcoach Köbi Kuhn oder Formel-1-Teamchef Peter Sauber über ihren Umgang mit dem Handy. Komplettiert wird die Story mit einer kurzen Gebrauchsanleitung für die jeweilige Dienstleistung und wie bei Coop einem Wettbewerb.
Letzterer erlaubt einen Rückschluss auf den Beachtungsgrad im geschalteten Medium. «Bisher sind wir mit der Resonanz auf die Kampagne sehr zufrieden», erklärt Carsten Roetz, Head of Product PR Swisscom Mobile. Im Falle Aeschbachers – ein Engagement als Night-Talker auf Schawinskis Sat 1, das er verpasst hat, weil er die Combox nicht beherrschte – wirkte die Geschichte offenbar so echt, dass sich verschiedene Journalisten bei Schawinski erkundigten, ob diese Meldung stimme, so die Version eines Agenturverantwortlichen.
Bei welchem Medium die Journalisten, die auf die neue Anzeigenform reinfielen, tätig sind, erfährt man nicht. Wie auch immer diese Geschichte fortgesetzt wird: Se non è vero, è ben trovato.
Günstig und wirksam: Geschichten erzählen anstatt Produkte bewerben.
Luca Aloisi

Orell Füssli lanciert den Sport als Wissenschaft

Fachzeitschriften Sport aus wissenschaftlicher Sicht ist das Thema der neuen Quartalszeitschrift Causa Sport aus dem Orell Füssli Verlag.

Fachzeitschriften Sport aus wissenschaftlicher Sicht ist das Thema der neuen Quartalszeitschrift Causa Sport aus dem Orell Füssli Verlag.Dabei liegt der Schwerpunkt auf rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten. Causa Sport werde die Entwicklungen im deutschsprachigen Raum fokussieren, sich aber auch anderen Sportmärkten öffnen, heisst es im Editorial der ersten Ausgabe. Orell Füssli erwartet für die Abozeitschrift eine hohe Beachtung und Verbreitung und glaubt deshalb, dass sie auch für die Werbewirtschaft «ein interessantes Medium» abgeben könne.

Ohne das Volk geht nichts

Aufgefallen Kundinnen und Konsumenten werden immer anspruchsvoller – auch beim Urnengang. Diesbezüglich müssen Regierung und Parlament von Markenartiklern noch einiges lernen.

Kolumne Kundinnen und Konsumenten werden immer anspruchsvoller – auch beim Urnengang. Diesbezüglich müssen Regierung und Parlament von Markenartiklern noch einiges lernen.Umgangssprachlich würde man von einer Ohrfeige sprechen, die das Stimmvolk dem Bundesrat vorvergangenes Wochenende austeilte. Und es war nicht die erste, sondern, gemessen an der Zahl der Abstimmungsniederlagen in Folge, die sechste solche «Flättere». Dabei geben nicht nur die Niederlagen an sich zu denken, sondern vor allem auch die Nein-Stimmen-Anteile zwischen 60 und 70 Prozent.Danach stritten sich die Politiker von rechts bis links über die Frage, ob der «Paket-Charakter» der drei Vorlagen, der Widerstand der Frauen gegen die Erhöhung ihres Rentenalters oder ein staatspolitisches Grundsatz-Nein gegen den rechtsbürgerlichen Sparkurs den Ausschlag gab. In Wirklichkeit steht hinter der ablehnenden Haltung des Volkes jedoch ein viel fundamentaleres gesellschaftliches Phänomen: die zunehmend kritischere Distanz der Bürger gegenüber altehrwürdigen Autoritäten, die plötzlich verblüfft feststellen, dass ihnen ihre früheren Anhänger die Gefolgschaft versagen.
Leidgeprüfte Markenartikler rufen dem Bundesrat dazu schadenfreudig zu: «Welcome to the Club!» Denn die Entwicklung, die wir nun in immer stärkerem Masse in der Politik feststellen, kennen die Marketingspezialisten der Privatwirtschaft schon lange: auch eine noch so lange und stolze Tradition ist längst kein Garant mehr dafür, dass eine Marke von den Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin akzeptiert wird. Dazu braucht es heute mehr.
Was, das analysierte seinerzeit Shell, nachdem das Unternehmen auf Grund der medialen Havarie seiner Bohrinsel Brent Spar weltweit einen massiven Imageverlust erlitten hatte. Dabei kam der Ölmulti erstens zum Schluss, ein zentrales Element für den Erfolg einer Marke respektive ihrer Kommunikation sei die Art und Weise, ob und wie sie das spezifische Aufklärungsbedürfnis der Öffentlichkeit bedient. Und zweitens, dass dieses – für einen Global Player besonders wichtig – nicht überall gleich ist (siehe Grafik oben).
Am einfachsten haben es Unternehmen (wie auch Politiker) demnach in Asien. Dort genügt immer noch ein treuherziges «trust me – vertraue mir», um die Konsumenten (respektive die Wähler) zu überzeugen. In Europa und den USA hingegen reichen solche Beteuerungen nicht mehr aus: Hier werden von den Leuten einleuchtende Erklärungen («tell me») oder sogar der
finale Wahrheitsbeweis («show me») erwartet.
Zwar lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob Europa bezüglich Konsumentenvertrauen tatsächlich noch besser dasteht als die USA. (Vermutlich existiert heute kein nennenswerter Unterschied mehr.) Entscheidend ist jedoch, dass heute selbst die Bereitschaft der Unternehmen, den Wahrheitsbeweis für die Leistungen ihrer Produkte und Dienstleistungen zu erbringen, nicht mehr ausreicht. Die Konsumenten von morgen wollen mitreden und -gestalten können, wenn es um die Entwicklung neuer Angebote geht: «Involve me!»
Bezogen auf den Bundesrat bedeutet dies: Vernehmlassungen bei Parteien und anderen Interessengruppen sind zu wenig. Wir empfehlen euch zwar keineswegs, das Fähnlein immer opportunistisch nach dem Wind zu richten, liebe Ministerin, liebe Minister. Aber wenn eure Politik Erfolg haben soll, müsst ihr bei der Meinungsbildung auch das (Stimm-) Volk berücksichtigen. So wie es die Wirtschaft bei ihren Konsumenten macht: mit Panelbefragungen, Telefoninterviews und allen anderen Instrumenten, die zu einer professionellen Marktabklärung gehören. Wie hat doch Bob Dylan vor 40 Jahren schon gesungen: «The times, they are a changing.»
> Sacha Wigdorovits war als Journalist u. a. Chefredaktor des Blicks und leitet heute die Zürcher Kommunikationsagentur Contract Media.

Bad News aus Deutschland

Werbung Ihre Verlustrate konnte die deutsche Werbewirtschaft 2003 halbieren, die Aufschwungsignale bleiben aber mager.

Werbung Ihre Verlustrate konnte die deutsche Werbewirtschaft 2003 halbieren, die Aufschwungsignale bleiben aber mager.Zudem bremsen wachsende Kosten für Eigenwerbung Medien wie Agenturen. So lautet die ernüchternde Branchenbilanz, die der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) präsentiert hat. Die Netto-Werbeumsätze ohne Messen und Ausstellungen (Werbeschaltungskosten) gingen um 4,3 Prozent auf 19,28 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2003 ist der Anteil der Investitionen in Werbung am BIP auf 1,36 Prozent gesunken – aufs Niveau von 1978. Unter diesen Bedingungen, so ZAW-Präsident Hans-Hennig Wiegmann, sei ein nachhaltiger Aufschwung in der Werbebranche fürs laufende Jahr nicht möglich. Die Wemf publiziert die Schweizer Werbestatistik nächsten Monat. 2002 betrug der Anteil der Netto-Werbeumsätze am BIP von rund 349 Milliarden Franken 1,48 Prozent. Sollten die Werbeausgaben pro Kopf in der Schweiz leicht gesunken sein, bleiben sie trotzdem deutlich höher als jene in Deutschland.
(la)

Tee trinken statt abwarten

Getränke JWT+H+F heizt mit Plakaten dem Lipton Ice Tea ein.

Getränke JWT+H+F heizt mit Plakaten dem Lipton Ice Tea ein. Es ist nicht ganz einfach, gleich drei Marketingvorhaben auf einmal umzusetzen: neuer Flavour, neue Flasche, neue Positionierung. «Wir glauben, dass wir das mit der neuen Lipton-Kampagne geschafft haben», meint Remy Fabrikant von JWT + Hostettler + Fabrikant, Zürich. Mit einer Plakatkampagne wird Lipton schweizweit als die Marke mit dem einzigartigen Ice Tea Feeling positioniert: «Feel the Tea» lautet der neue Claim. Die unterschwellige Botschaft: Wer mehr aus sich machen will, trinkt Lipton Ice Tea. Die Agentur im Maag-Areal hat für diese Positionierung die Linse auf heisse Körper gerichtet – und bringt diese mit gekühlten Flaschen wieder auf Normaltemperatur. Eine Pet-Flasche wird keck in ein Bikinihöschen gesteckt. Ein heisser Baywatch-Boy trägt den coolen Tee wie einen Sixpack-Bauch über den Strand. Eine Nixe lässt einen Lover am kühlenden Saft nippen.
JWT+H+F wirbt für das Original
«Lipton ist mehr als Eistee», soll so suggeriert werden. Tatsächlich ist Lipton Ice Tea mit Abstand die stärkste Eisteemarke der Schweiz, das Original mit Tradition. Lipton Ice Tea liefert für die Werber damit ein Frischeerlebnis der besonderen Art: «Ein sanfter und erfrischender Kick für Körper und Geist.»
Für Herrn und Frau Schweizer ist Eistee eine echte Alternative zu herkömmlichen Softdrinks. Dies zeigt sich am Pro-Kopf-Konsum von 30 Litern, dem höchsten Europas. Dass Eistee tatsächlich Tee enthält, ist keine Selbstverständlichkeit. Lipton ist die Eistee-marke mit echtem Tee-Extrakt und Teetradition. Um sich über diese Stellung auch kommunikativ zu differenzieren, wurde der Global Brand neu positioniert. Trotzdem konnte die Agentur mit Ausnahme eines Sujets die Kampagne eigens für den Schweizer Markt konzipieren, obwohl der Brand sonst international operiert. «Paint Switzerland yellow», so will es das Branding. «Aber ohne platt zu werden», formuliert Fabrikant den Anspruch seines Teams.
Markenwerbung ist nur eines der Ziele. Natürlich soll auch der Abverkauf unterstützt werden. Die Kampagne ist dieser Doppelaufgabe gewachsen. Denn: «Wer sich nicht nur erfrischen möchte, sondern mit Köpfchen einkauft, trinkt auch nicht irgendeinen Eistee, sondern Ice Tea von Lipton – das Original eben», sind die Teewerber überzeugt.
Heisse Szene, cooler Tee.
Andreas Panzeri

Im Web sind noch Stellenanzeigen frei

Stellenmarkt Tamedia weitet JobWinner aus und reagiert mit Starterjobs auf die Lehrstellenkrise. Unikat konzipiert dazu eine Testimonial-Kampagne.

Stellenmarkt Tamedia weitet JobWinner aus und reagiert mit Starterjobs auf die Lehrstellenkrise. Unikat konzipiert dazu eine Testimonial-Kampagne.Keine Entwarnung an der Lehrstellenfront. Laut dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) ist die Situation vor allem in den urbanen Zentren Zürich, Bern und Neuenburg so angespannt wie im letzten Jahr. Obwohl viele neue Ausbildungsplätze geschaffen worden sind, entschärft sich das Problem heuer kaum, weil sich diesen Sommer rund 2000 Schulabgänger mehr als 2003 um einen Lehrvertrag bewerben. Hinzu kommen all jene Jugendlichen, die mangels Stellen ein Übergangsangebot genutzt haben. An der Jahrestagung des BBT von vergangener Woche riefen Vertreter von Bund bis Arbeitsorganisationen zur Schaffung weiterer Lehrstellen auf. Für den Zusatzeffort bieten ein neues Gesetz, der verstärkte Einsatz von Lehrstellenförderern und die Anschubfinanzierung für Lehrbetriebsverbünde gute Voraussetzungen, um die Stellennot zu lindern.
Mit der unbefristeten Aktion Starterjobs, bei der die Insertion von Lehr-, Einstiegs- und Praktikumsstellen auf dem JobWinner.ch-Channel gratis ist, lanciert der Tamedia-Stellenmarkt eine neue Vermittlungsplattform. Die Leitidee hinter der Initiative habe in der Erkenntnis gelegen, dass Stellen für Berufseinsteiger kaum ausgeschrieben werden und der Jugendarbeitslosigkeit nur mit der Schaffung und Vermittlung offener Lehr- und Einstiegsstellen beizukommen sei, erklärt Seraina Mohr vom JobWinner-Team. «Den Ball ins Rollen gebracht hat Isabel Kaiser, Leiterin des Tamedia-Stellenmarktes, als sie einen Artikel über Arbeit suchende Lehr- und Uni-Absolventen gelesen hatte und überlegte, wie wir mit JobWinner.ch sinnvolle Unterstützung bei der Stellensuche anbieten könnten», sagt die Content-Managerin rückblickend. Das Team habe dann die Idee zu einem breiten Projekt ausgearbeitet und umgesetzt.
Eine Bewegung soll entstehen
Da Jugendarbeitslosigkeit eine grosse Hypothek für Betroffene darstellt – von den psychischen Problemen, der sozialen Isolation bis zum erhöhten Gewaltpotenzial dieser Jugendlichen –, war für die Verantwortlichen der Pitch-Gewinnerin Unikat klar, dass sie das Thema nicht nur als Kampagne konzipieren wollten. «Viel mehr sollte eine regelrechte Bewegung entstehen», erklärt Jan Maurer, Berater und Managing Director der Agentur.
Für die Joboffensive liess sich CD Daniel Meier von der solidarischen Grundbotschaft leiten, dass auch Prominente klein angefangen haben. «Ihre Präsenz auf den Werbemitteln soll den Betroffenen Mut machen, weil selbst deren Bahnen nicht immer gerade verliefen», sagt Meier zur Testimonial-Kampagne. So verdiente Rocksänger und Produzent Chris von Rohr sein erstes Geld als Tierpfleger, Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss als Hotelsekretärin, die Wirtin und frühere «10 vor 10»-Moderatorin Jana Caniga als Aushilfe in der Elektronikabteilung eines Warenhauses und der erfolgreiche Industrielle Edgar Oehler mit dem Verkauf von Hühnereiern.
Gerade weil Jugendarbeitslosigkeit auch diese Kreise betroffen macht, war die Bereitschaft von Prominenten aus Wirtschaft, Unterhaltung und Politik zur unentgeltlichen Teilnahme gross. Mit dem Appell «Jeder hat eine erste Chance verdient» machen sie Jugendlichen wie potenziellen Arbeitgebern Mut. Für diesen Aufruf bat Unikat um Jugendaufnahmen, auf denen die steile Karriere noch in weiter Ferne lag. So fern wie sie heute von vielen möglichen künftigen Topleuten ist. Den Weg dorthin weist eine Reihe Textinserate wie zum Beispiel«Viktor Giacobbo musste für seinen ersten Job noch Bleibuchstaben setzen. Du hast es einiges leichter: www.jobwinner.ch/starterjobs».
Das Kampagnenkonzept trägt dem Selbstbild der Millennials Rechnung, wie die Generationenforscher William Howe und Neil Strauss die
erste junge Generation des neuen Jahrtausends taufte. Diese nennt Stabilität, beruflichen Erfolg und Familienglück als ihre grössten Ziele. Wobei Erfolg und Spass in der Arbeit heute zu den wichtigsten Faktoren der Zufriedenheit zählen.
Dieser Tendenz zur Selbstüberschätzung – ein Ausdruck der Ambitioniertheit – folgt auch die Promikampagne. Nicht nur Casting-shows sollen beweisen, dass in jeder und jedem viel Potenzial steckt. Die breite Starterjobs-Kampagne will dies ab dem 1. Juni auch tun und geht einen Schritt weiter. Auf Inseraten, in Radiospots, auf Wildplakaten und Cards for free erinnern die Vorbilder daran, dass auch sie klein angefangen haben. Und dass Bescheidenheit nicht eine Zier ist, mit der man nicht weiterkommt. Die bleibt offenbar auch in der modernen Gesellschaft eine taugliche Tugend. Den besten Beweis erbringt Unikat selbst, wurde sie doch auch mit dem Rebranding der Winner-Plattformen betraut.
Vorbilder: Charles Clerc, Ruth Dreifuss und Ulrich Gygi (v. l. n. r.) haben in ihrem Berufsleben klein angefangen und es später weit gebracht. Für Junge von heute zur Nachahmung empfohlen.
Luca Aloisi

Paffer werden ausgepfiffen

Gesundheit Die neue Tabakpräventionskampagne des Bundes dramatisiert den Frust der Passivraucher.

Gesundheit Die neue Tabakpräventionskampagne des Bundes dramatisiert den Frust der Passivraucher.«Stört es Sie beim Rauchen, wenn ich esse?» – Anspielungen dieser Art hört man aus dem Mund von Herrn und Frau Schweizer wenig. 72 Prozent der nicht rauchenden Kundschaft in Restaurants und Bars bitten nie unbekannte Personen, auf das Rauchen zu verzichten, auch wenn sie sich durch den Zigarettenrauch belästigt fühlen.
Dieses Verhalten dokumentieren Studien des Bundesamts für Gesundheit (BAG), das seit vier Jahren ein nationales Tabakpräventionsprogramm durchführt. Obwohl das Wissen über die Schädlichkeit des Passivrauchens weit verbreitet ist, ziehen es Schweizerinnen und Schweizer offenbar vor, die Faust im Sack zu machen. Dieser falsch verstandene Anstand ist für das BAG Grund genug, in seinem diesjährigen Publikumsauftritt auf das Passivrauchen zu fokussieren.
Subtile Ansprache
Entgegen dem Eindruck, den Besuche in öffentlichen Lokalen hier zu Lande vermitteln, sind die Schweizer kein einig Volk von Rauchern. Im Gegenteil: Zwei Drittel der Bevölkerung sind Nichtraucher. Diese schweigende Mehrheit will das BAG jetzt auffordern, für ihr «Recht auf frische Luft» einzustehen. Die entsprechenden Massnahmen konzipierten die Agenturen By Heart aus Zürich und cR Kommunikation in Bern.
Nachdem die letztjährige Kampagne, welche die Giftstoffe in Zigaretten dramatisierte, als abschreckend empfunden wurde, setzen die Kreativen heuer auf eine subtilere Umsetzung. Unter dem Motto «Uns stinkts!» hat das Team zwei Fernsehspots und drei Inseratesujets kreiert. «Wir wollen den Nichtraucherinnen und Nichtrauchern sagen, dass es an ihnen ist, sich zu wehren», erklärt CD Hans Siegwart. Dabei verzichtet By
Heart auf den Zeigefinger und versucht, Toleranz auf beiden Seiten zu schaffen. Man wolle auf keinen Fall die Raucher als Schuldige anprangern, so Siegwart. Schliesslich gefährde keine rauchende Person jemand anderen mit Absicht.
Der Piep als populäre Methode
Im Sinne von «Wie sag ichs meinem Kinde» – oder in diesem Fall eben meinem rauchenden Mitmenschen – liefern die Kreativen in den Spots eine mögliche Antwort. Als Teil des Plots bedienen sich nämlich die passiv rauchenden Protagonisten des bereits bekannten akustischen Herzschlag-Signals, das seit der ersten Kampagne das Claim «Rauchen schadet» unterstützt. Durch Pfeifen der beiden kurzen und des lang gezogenen Tones zeigen die Kinder in einem der Kurzfilme ihrer Mutter, dass es ihnen stinkt, wenn Mami qualmt.
Den gleichen Trick wendet auch eine junge Frau in der Bar an, als ihr Flirtpartner eine Zigarette anzündet. Die zerknirschten Reaktionen der Raucher im Spot sollen zudem Nikotinabhängige mit ihrem eigenen Verhalten konfrontieren und ihnen bewusst machen, dass sie damit nicht nur ihre eigene Gesundheit gefährden.
Dass das Pfeifen wie in den Spots auch angewandt und so populär wird, hoffen die Verantwortlichen sowohl auf Kunden- wie auf Agenturseite. Entsprechende Feldversuche, so Hans Siegwart, habe man bereits durchgeführt. Wer also in nächster Zeit im Ausgang angepfiffen wird, sollte zuerst seine Hände nach Glimmstängeln absuchen, bevor er oder sie sich geschmeichelt fühlt.
Es stinkt: Passivraucher sollen sich gegen die Behelligung wehren.
Nasen zu und durch: Das Bundesamt für Gesundheit macht mit einer Kampagne den Paffern das Rauchen madig. >> Seite 7
Simone Keller

JobChange

Lajos Vizner und Guillaume Borel haben die Kommunikationsagentur Vizner Borel eröffnet. Die beiden Gründer waren zuletzt als Berater und Creative Director bei Bonaparte tätig, die Anfang Jahr Konkurs gegangen ist. Vizner Borel beschäftigt zurzeit

Lajos Vizner und Guillaume Borel haben die Kommunikationsagentur Vizner Borel eröffnet. Die beiden Gründer waren zuletzt als Berater und Creative Director bei Bonaparte tätig, die Anfang Jahr Konkurs gegangen ist. Vizner Borel beschäftigt zurzeit vier Personen.
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Die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG verstärkt ihre Kreation um einen weiteren Texter/Konzepter. Thomas Blumer kommt von Hesskiss, wo er Anfang 2003 erste kreative Schritte unternommen hat.
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Frank Hakenjos verstärkt die Beratung von Publimedia Webadvertising (PWA). Er widmet sich der Kundenakquisition und -betreuung sowie sämtlichen Bereichen des Onlinemarketings.
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Ab Juni ergänzt Sarah Theilacker die Laika Grafic Media Factory. Sie unterstützt die fünfköpfige Crew der Zürcher Agentur im marketingstrategischen Bereich sowie in der Projektadministration.
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Anfang September wird Alberto Chollet neuer Koordinator für TV-Programmangelegenheiten bei der SRG-Generaldirektion. Er tritt die Nachfolge von Tiziana Mona an, die in Pension geht. Zurzeit ist Chollet Verantwortlicher für Filmproduktionen beim Tessiner Fernsehen (TSI).
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Die Schulthess Juristische Medien AG will ihr Verlagsprogramm verstärken. Vor diesem Hintergrund wird die Geschäftsleitung von vier auf sechs Mitglieder erweitert. Neu sind Inge Hochreutener und Barbara E. Albers. Hochreutener leitet künftig gemeinsam mit Werner Stocker den Verlag. Albers führt den neu geschaffenen Bereich Kommunikation, Human Resources und Betriebsabläufe. Den Vorsitz der Geschäftsleitung übernimmt neu Felix C. Lavater, zusätzlich zu seiner bisherigen Tätigkeit als Leiter des Druckbereichs.
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Neuer Vorstand des Vereins Headline: Das Präsidium übernimmt der bisherige Vize Kurt Suter (Ringier Print Zofingen). Gewählt wurden auch Jean-Claude Bruhin (Cinecom) als Vizepräsident, Christine Wernli-Meier und Andreas Zimmerli.
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