Champion Buttons

Festivals Fast so traditionell wie das Werbefest selbst ist die Swissparty der Cinecom in Cannes.

Festivals Fast so traditionell wie das Werbefest selbst ist die Swissparty der Cinecom in Cannes.Neu ist, dass sich zum Kinovermarkter der Produzentenverband Swissfilm Association als Partner gesellt und sie gemeinsam die Fete an der Plage Miramar schmeissen. Für das erlauchte Publikum konnte die Einladung nicht kreativ genug sein, weshalb Cavegnwerbung auf die Idee kam, das Abschneiden der Schweizer Werbeelite mit einer wohltuenden Prise Selbstironie zu dramatisieren. Party-People erhalten Buttons, die sie sich zur Löwenausbeute an die Brust heften dürfen: Ein Schweizer Kreuz für würdige Verlierer und für alle, die sich in potenzielle Lager der Gewinner retten wollen «My Grandfather was Brasilian», «Waiting for my Greencard», oder «I think in english».

Die Beste-100-Tour

Grafik Der Wettbewerb «100 beste Plakate des Jahres – Deutschland Österreich Schweiz» gelte schon in der dritten Ausgabe im ganzen deutschen Sprachraum als Institution des Plakat-Designs, so die Veranstalter.

Grafik Der Wettbewerb «100 beste Plakate des Jahres – Deutschland Österreich Schweiz» gelte schon in der dritten Ausgabe im ganzen deutschen Sprachraum als Institution des Plakat-Designs, so die Veranstalter.400 Gestaltende haben in diesem Jahr 1200 Plakate eingereicht. Die von der Jury ausgewählten Arbeiten werden vom 18. Juni bis 24. August in der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin ausgestellt, später in Luzern und Wien. Alle prämierten Plakate werden auch im Buch «100 beste Plakate 03» im Verlag Hermann Schmidt publiziert. Detaillierte Informationen dazu sind zu finden unter www.100-beste-plakate.de.

«Mehr User garantieren den Erfolg»

Online-Werbung Für den Erfolg des Internets braucht es vor allem das Engagement aller Marktpartner.

Online-Werbung Für den Erfolg des Internets braucht es vor allem das Engagement aller Marktpartner. WW: Herr Theus, die Online-Werbung befindet sich seit Anfang Jahr im steilen Aufwärtstrend. Wie manifestiert sich dieser eigentliche kleine Boom bei der Internetabteilung von Optimedia/B, G, Media?Patrick Theus* Für die Unit «Interactive» von Optimedia war bereits das Jahr 2003 sehr gut. Wir konnten die Zahl der Kampagnen im vergangenen Jahr verdoppeln. Das ist aber in erster Linie das Resultat des von uns seit Jahren hartnäckig verfolgten Ziels, das Internet wirklich nachhaltig im Mediamix zu integrieren. Für diesen Schritt braucht es auf der Seite der Mediaagenturen Leute, die den Auftraggebern die tatsächliche Leistung des Internets klar machen können. Im persönlichen Gespräch mit den Kunden muss es gelingen, jene Begeisterung zu wecken, die das sehr emotionale Medium Internet auch verdient.
Sie betrachten den künftigen Erfolg des Internets also in erster Linie als eine Kommunikationsaufgabe?
Das ist sicher ein zentraler Teil des Erfolgs. Denn dass das Internet noch nicht selbstverständlicher Teil im Mediamix ist, hat auch mit der bisherigen Spezialisierung des ganzen Internetbereichs zu tun. Meistens redet der Internetspezialist mit dem E-Verantwortlichen auf Kundenseite. Die ganzheitliche Sicht kommt dabei viel zu wenig zum Zuge. Zudem beschränken sich diese Gespräche oft auf die technische Ebene, was aber nicht genügt, um zusätzliche Budgets für die Online-Medien zu generieren.
In starkem Kontrast zu der immer noch stiefmütterlichen Behandlung des Internets durch die Werbeauftraggeber steht die hohe Intensität, mit der immer mehr Menschen die Online-Medien nutzen.
Jede Agentur, die das Internet heute noch ausklammert, macht kein «total media». Denn das Online-Medium deckt die Zielgruppen immer besser ab. Bis vor fünf Jahren waren es noch hauptsächlich die jungen Männer, die es nutzten. Doch seither hatten wir ein starkes Wachstum zum Beispiel bei den Frauen oder bei den Senioren. Mit den steigenden User-Zahlen hat sich das Internet heute schon beinahe dem Bevölkerungsdurchschnitt angeglichen.
Angesichts der stark steigenden
Umsätze der Online-Werbung scheinen das nun auch die Auftraggeber
zunehmend zu begreifen. Darf man diese Entwicklung bereits als Trendwende begrüssen?
Was in prozentualen Zuwachsraten sehr gut aussieht, ist in absoluten Zahlen immer noch ziemlich bescheiden. Ich möchte deshalb im Moment nicht von einem eigentlichen Boom der Internetwerbung sprechen. Aber wir sind zufrieden. Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, den Auftragswert der Kampagnen weiter zu erhöhen und damit noch mehr Anteile vom klassischen Bereich aufs Internet umzulagern. Das macht Sinn, denn so kann man mit dem gleichen Budget mehr Werbewirkung erzielen. Es gibt genügend Studien, die dies belegen.
Was können die Mediaagenturen in diesem Bereich zusätzlich tun?
Wir müssen zusammen mit den Kreativagenturen daran arbeiten, wie sich der hohe Impact, den man von klassischer Werbung gewohnt ist, eins zu eins aufs Internet übertragen lässt. Erste Ansätze sind da, doch es bleibt noch viel zu tun.
Andererseits wirkt ja auch der Imageverlust noch nach, den das Internet zusammen mit dem Crash der New Economy erlitten hat. Ist dieser Ihrer Meinung nach bereits überwunden?
Die in der Zwischenzeit erfolgte Bereinigung hat sicher gut getan. Der Spreu wurde vom Weizen getrennt, übrig geblieben sind qualitative Sites. Heute verfügen wir einerseits über zahlreiche Portale und News-Sites, mit denen sich hohe Reichweiten generieren lassen, andererseits aber auch über ein breites Spektrum an spezialisierten Sites, mit denen man nahe an die Zielgruppe herankommt. Insbesondere in der Deutschschweiz ist das Angebot sehr gut.
*Patrick Theus ist Leiter der Unit «Interactive» von
Optimedia/B, G , Media.
Interview: Daniel Schifferle

SFLB gewinnt an den FAB Awards

Wettbewerbe Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) gehört zu den Gewinnern der 6. International Food and Beverage Awards (FAB Awards).

Wettbewerbe Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) gehört zu den Gewinnern der 6. International Food and Beverage Awards (FAB Awards).Die Zürcher Agentur erhielt den Hauptpreis in der Kategorie Alkoholische Getränke mit ihren TV-Spots für Feldschlösschen (Stewi, Robido» und Matterhorn). Mit Shortlist-Plätzen begnügen müssen sich Wirz Werbung (dreimal für Tibits), JWT + Hostettler + Fabrikant (zweimal für Smirnoff Black Ice) und Exxtra (für Candida White). Auch SFLB verbuchte noch einen Shortlistplatz (fürs Dolder Grand Hotel).

Am Steuer sitzt die Freundlichkeit

Regionalverkehr Die Zürcher Agentur Id-Segmentmarketing lanciert für die VZOeine Charmeoffensive.

Regionalverkehr Die Zürcher Agentur Id-Segmentmarketing lanciert für die VZOeine Charmeoffensive.«Mein Papi grüsst täglich 250 Frauen», gibt sich der kleine Charmeur stolz. Er heisst Manuel Weber, ist der Sohn eines Chauffeurs der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) und in dieser Eigenschaft Plakatsprecher in einer Imagekampagne für das Unternehmen. Auch Chiara Zwickys Vater arbeitet bei den VZO und hat es gut mit dem weiblichen Geschlecht: «Mein Papi lächelt fremde Frauen an!», verrät sie in ihrem Testimonial.«Mein Papi, der VZO-Chauffeur!» heisst diese neue Imagekampagne der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland. Die Idee formuliert sich in der Copy: «So sind VZO-Chauffeure: freundlich und zuvorkommend.»
Aufgabe der Zürcher Agentur Id-Segmentmarketing ist es, die vielfältigen Dienstleistungen der 170 Chauffeure der VZO auf sympathische und ehrliche Art darzustellen und zugleich die entsprechende Wertschätzung gegenüber den Chauffeuren zu steigern. Als Zielgruppe sind Fahrgäste und Pendler im VZO-Gebiet definiert. Zusätzlich die VZO-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die hinter der Kampagne stehen und sich mit dieser identifizieren müssen.
«Mein Mann kümmert sich um den Nachwuchs», verkündet deshalb Mirjam Weber, die Frau eines VZO-Chauffeurs in einem weiteren Sujet. «Mein Sohn öffnet fremden Frauen die Tür!», lässt sich Elsbeth Wehrli, die Mutter eines VZO-Chauffeurs, zitieren.
Der Chauffeur ist auch Mensch
Man steigt in den Bus und betrachtet sie als Selbstverständlichkeit:
die (Fahr-)Kompetenz der VZO-Chauffeure. Die wenigsten achten dabei auf die Frauen und Männer hinter dem Steuer der Busse. Dass diese nicht einfach nur fahren, sondern eben auch Menschen sind und mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft für die zahlreichen Kundinnen und Kunden an 365 Tagen im Jahr da sind, realisiert man in der Regel erst auf den zweiten Blick. Wenn überhaupt …
Die VZO, einer von acht dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) angeschlossenen Verkehrsbetriebe, verfügen über eine Top-Servicequalität. Dies bestätigen die jährlich durchgeführten ZVV- Qualitätsmessungen und Resultate der Testkunden immer wieder. Die Wahrnehmung respektive Wertschätzung der Fahrgäste für den Chauffeur und dessen Serviceleistungen könnten jedoch höher sein. Doch wie sagt mans den Kunden? Die richtige Kommunikation zu diesem Thema ist eine Gratwanderung zwischen Arroganz und Biederkeit.
«Wir lassen die Angehörigen der VZO-Chauffeure zu Wort kommen, denn sie kennen sie am besten», meinten die beiden Konzepter Reto Dürrenberger und Daniel Izquierdo von Id-Segmentmarketing. «Keine akademisch abgehobenen Strategien, aber auch keine sich selbst zelebrierenden, hyperkreativen Werbeideen», ist die Philosophie der Id-Segmentmarketing. Herauskommen sollen «klare und verständliche Marketingarbeiten», die sich im Rahmen des Budgets umsetzen lassen.
Mit den jetzt formulierten Aussagen auf ihren Plakaten wollen die Werber «humorvoll und zweideutig» die Zusatzleistungen der VZO-Chauffeure beschreiben. Auf den Fotos sind nicht Models abgebildet, sondern die tatsächlichen Angehörigen der Chauffeure. Fotografiert wurde bei den Menschen in ihrem persönlichen Umfeld, die Aussagen in den Headlines entsprechen der unprätenziösen Bildsprache.
Die Sujets erscheinen als ganzseitige Anzeigen in der Gratiszeitung 20 Minuten und als Fensterkleber oder Dispenser in VZO-Bussen sowie als Haltestellen-Plakate.
Glaubwürdig: Die VZO-Testimonials sind echt.
Andreas Panzeri

Jobpilot-Index zieht erneut kräftig an

Online-Stellenmarkt Nach dem Sprung um 10 Punkte im Januar hat der Jobpilot-Index im Quartal bis April weitere 6 Punkte zugelegt.

Online-Stellenmarkt Nach dem Sprung um 10 Punkte im Januar hat der Jobpilot-Index im Quartal bis April weitere 6 Punkte zugelegt.Er steht nun bei 54 Punkten und zeigt damit eine Erholung im Online-Stellenmarkt. 100 Punkte entsprechen dem Stand von Januar 2001. Den Tiefpunkt erreichte der Index im Juli 2003 mit 37 Punkten.

Zahl der Woche

Inserate Der Anzeigenverkauf in der Schweiz kommt nach wie vor nicht vom Fleck. Publipresse, jene PubliGroupe-Division, die in der Schweiz Pressewerbung verkauft, blieb im ersten Quartal 2004 um 3,6 Prozent unter dem Vorjahr.

Inserate Der Anzeigenverkauf in der Schweiz kommt nach wie vor nicht vom Fleck. Publipresse, jene PubliGroupe-Division, die in der Schweiz Pressewerbung verkauft, blieb im ersten Quartal 2004 um 3,6 Prozent unter dem Vorjahr.Inserate Der Anzeigenverkauf in der Schweiz kommt nach wie vor nicht vom Fleck. Publipresse, jene PubliGroupe-Division, die in der Schweiz Pressewerbung verkauft, blieb im ersten Quartal 2004 um 3,6 Prozent unter dem Vorjahr. Dies sagte Hanspeter Rohner, PubliGroupe-CEO, der Handelszeitung. Dennoch könnte sich ein Silberstreifen am Horizont abzeichnen: Gemäss Rohner hat immerhin der März als erster Monat überhaupt in den letzten drei Jahren gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr positiv abgeschlossen.

Die Kunst des Weglassens

Aufgefallen Einst signalisierten Qualitätszeitungen mit Bleiwüsten ihren Anspruch. Mittlerweile setzen auch sie auf Weissraum und versprechen ihrem Publikum damit Entlastung vom Lesezwang.

Kolumne Einst signalisierten Qualitätszeitungen mit Bleiwüsten ihren Anspruch. Mittlerweile setzen auch sie auf Weissraum und versprechen ihrem Publikum damit Entlastung vom Lesezwang.Wenn eine Zeitung sich heute optisch renoviert, dann steht ein Ergebnis fast immer fest: Das neue Layout empfängt den Leser mit mehr «Weissraum», mit mehr leerer Fläche also, auf der sich kein Text, nicht mal ein Bild und/oder eine Info-Grafik findet. Selbst Traditionstitel, bei denen die Bleiwüste lange als Garant strenger Nachdenklichkeit galt, können sich diesem Trend nicht entziehen. So verwandelte sich die Hamburger Zeit in ein ausgesprochen luftiges Gebilde, in dem auf einmal so viel Platz neben den Textsäulen war, dass kritische Leser dort bequem ihre Randglossen notieren könnten. Die Welt, die Berliner Tageszeitung aus dem Springer Verlag, lässt an manchen Tagen auf ihrer Seite 3 so viel Platz fürs Nichts, wie in anderen Blättern für den Leitartikel vorgesehen ist. Jetzt hat auch der gleichfalls in der deutschen Hauptstadt gedruckte Tagesspiegel nachgezogen und lockt mit sehr überschaubaren Textwölkchen auf seinen grossformatigen Seiten. Es gibt Ausgaben, da nimmt ein solches Zeitungsblatt nur noch einen mittelgrossen Bericht auf, dem in der Randspalte eine Reihe von Kurznachrichten beigegeben ist. Die gesamte Auslandsberichterstattung dieser Metropolenzeitung schnurrt dann auf zwei bis drei Texte zusammen, die mehr bieten als blosse Protokollnotizen.
Modernes Layout für Qualitätszeitungen besteht also vor allem in der Kunst des Weglassens. Es kalkuliert mit einem Leser, der offenbar vor allem schon beim ersten Blick wissen will, ob ihm die Zeitung Entlastung vom Lesezwang verspricht. Was früher bei den «Broadsheets» gerade Ausweis ihres Anspruchs war, die schier enzyklopädische Textmasse, wird jetzt entschlossen abgeräumt. Das alte Versprechen, den Leser möglichst umfassend und unter Ausleuchtung der Hintergründe zu unterrichten, hat seine Suggestion verloren. Gefragt ist heute ein überzeugendes Signal für Übersicht.
Die aber entsteht vor allem durch Selektion und Weglassen. Auswahl statt Fülle gilt als probates Mittel, Aufmerksamkeit, eine der knappsten Ressourcen auf dem Medienmarkt, zu gewinnen. Nur so ist die beruhigende Botschaft zu haben: Hier gibt es die wirklich wichtigen Informationen, für die es lohnt, die knappe Lesezeit aufzuwenden.
So wie die Nouvelle cuisine ihre Teller eher mit Zitaten der Speisen als mit wirklichen Mahlzeiten füllte, schiebt sich im modernen Layout mancher Qualitätszeitungen die ästhetische Inszenierung von Bedeutung vor die gründliche Information. In Zeiten der Krise ist ein solches Layout-Konzept auch für Verleger durchaus angenehm, spart es doch Platz und Kosten für die redaktionellen Angebote, die jetzt nicht mehr gedruckt werden.
Langfristig kann das allerdings höchst unerwünschte Folgen haben. Wenn optisch so eindeutig der Text abgewertet wird, verliert er auf die Dauer an Attraktion. Man kann das schon bei Lesern beobachten, die sich vorzugsweise aus Magazinen vom Typ Focus unterrichten. Aus Lesen wird hier Blättern, das angebliche Nachrichtenmagazin wird behandelt wie ein Coffee-Table-Journal, das man als Nebenbei-Medium nutzt. Wer dem Leser durch optische Tricks vorgaukelt, er könne sich lesend ohne jede Anstrengung über den Lauf der Welt informieren, wird ihn enttäuschen müssen. Auch wenn es den Qualitätszeitungen schlecht geht und ihre Zukunft ungewiss sein mag, so sollten sie doch nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen und das aufgeben, was ihre unverzichtbare Stärke ausmacht.
Heribert Seifert sieht hinter luftigen Layouts vor allem Spargründe.

> Heribert Seifert ist Medien- und Kulturkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Deutschland.

«Dismissed» von Sturm gestoppt

Sponsoring Für die Schweizer Staffel der Dating-Show «MTV-Dismissed» muss das Sponsoring neu verhandelt werden.

Sponsoring Für die Schweizer Staffel der Dating-Show «MTV-Dismissed» muss das Sponsoring neu verhandelt werden.Grund: Die im Juni in der Dominikanischen Republik geplanten Dreharbeiten mussten wegen der Unwetterkatastrophe auf 2005 verschoben werden. Damit sind die Verträge mit den Sponsoren Clerasil und SSL Health Care Schweiz Makulatur.Noch in den Sternen steht, ob diese ihr Engagement auf die verschobene Sendung übertragen werden. «Wir haben noch keine Signale, der entsprechende Entscheid fällt in Deutschland», erklärt Mehmet Inan, Head of Production IP Multimedia.
Eine ganz besondere Enttäuschung ist das verschobene «Dissmissed Schweiz» für die Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten. Die Medienpartner Energy Zürich und 20 Minuten hatten längst zum Casting aufgerufen, die Flüge in die Dominikanische Republik waren bereits gebucht. Ein Trost: Ihre Bewerbungen bleiben bestehen, im kommenden Jahr werden sie erneut kontaktiert.
(dse)

Weniger Platz für mehr Geld

Zeitungen Mit der Umstellung auf Tabloid führt Blick ein neues Anzeigensystem ein – und oft höhere Tarife.

Zeitungen Mit der Umstellung auf Tabloid führt Blick ein neues Anzeigensystem ein – und oft höhere Tarife.«Knausrig» findet Oskar Gasser, Mitinhaber von Zogg, Kettiger, Gasser, die Tarifreduktionen, die Blick seinen Kunden im Zug der definitiven Umstellung auf das Tabloid-Format anbietet. «Blick wird ja neu mehr ganze Seiten zu verkaufen haben, da hätte Ringier die Anzeigenpreise durchaus stärker reduzieren können», argumentiert er. «Enttäuscht» zeigt sich auch Jürg Siegrist, Direktor vom Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA). «Die Auftraggeber haben klar mehr erwartet, denn dem Verlag entstehen ja tiefere Materialkosten, und der Werbekunde erhält eine geringere Werbewirkung», sagt er. Eine lineare Preissenkung wäre deshalb gerechtfertigt gewesen. Eine Reduktion bloss auf ganz- und doppelseitige Anzeigen sei hingegen «schlicht zu wenig».Beim kleinformatigen Blick tritt an Stelle des Millimeterpreises eine modulare Tarifstruktur. Eine Seite vierfarbig kostet neu 28700 Franken (–9,2 Prozent), zwei ganze Seiten (Panorama) kosten 60500 Franken (–10,4 Prozent). Alle übrigen Anzeigenformate werden hingegen teurer: Für eine Dreiviertel-Seite quer bezahlt man neu 27800 Franken (+6 Prozent), für eine halbe Seite quer 18900 Franken (+0,5 Prozent).
Gemäss Bernhard Weissberg, bei Ringier Leiter Zeitungen, ging man bei Blick von einer McKinsey-Studie mit Eyetracking aus. Demnach werden kleinformatige Inserate auf einer Tabloidseite eher mehr beachtet als im Broadsheet-Format. Zudem weiss er, «dass alle Verlage, die auf Tabloid umstellten und dabei massive Preisreduktionen vornahmen, dies im Nachhinein bereuten.» Und schliesslich, so Weissberg weiter, sehe selbst Hanspeter Rohner, CEO der PubliGroupe, keinen Grund, bloss aus Formatgründen tiefere Preise anzubieten.
Leser erhalten mehr Blick
Gleichzeitig mit dem Übergang zum neuen Format wird das Layout des Blick überarbeitet und der redaktionelle Inhalt ausgebaut. Neben dem aktuellen Teil und dem Sportteil wird es einen erweiterten Serviceteil mit zusätzlichen TV-Tipps und Horoskopen geben. Die Specialseiten zu Auto, Computer, Reisen oder Rock und Pop werden neu zwar kleiner, sie erscheinen aber dafür täglich. Die Weekend-Beilage bleibt im grossen Format und wird gefaltet beigelegt – wegen dem Riesenrätsel, das bei den Lesern Erfolg hat.
Der Tabloid-Blick wird als gehefteter Einbund erscheinen. Das hat den Nachteil, dass er nicht mehr zum Lesen aufgeteilt werden kann. «Es stimmt, das ist bei den Leuten ein Thema», sagt Weissberg, aber eine deutliche Mehrheit ziehe eine kleine Einbundzeitung der grossen Zweibundzeitung trotzdem vor. «Die Leser werden sich daran gewöhnen», meint er. Ein weiteres logistisches Problem muss der Blick-Verlag darüber hinaus noch lösen: Die Restaurants brauchen neue Zeitungshalter, die bisherigen können das dickere Heft nicht fassen.
Der Wechsel auf Tabloid lag nach den Ergebnissen des Mai-Testlaufs nahe: An den 3000 Verkaufsstellen mit beiden Formaten hatten sich 69 Prozent der Käufer für Tabloid entschieden. In einer Umfrage bezeichneten zudem
75 Prozent der Einzelkäufer und Abonnenten das Kleinformat als besser. 90 Prozent konnten sich gut vorstellen, in Zukunft den Blick nur noch als Tabloid zu lesen. Und von über 5000 direkten Meinungsäusserungen seien rund 80 Prozent vom neuen Format begeistert gewesen. Zudem konnte der Einzelverkauf in der Testphase um 5 bis 10 Prozent gesteigert werden.
Bei Werbern, Mediaplanern und Werbekunden fällt das Echo auf das neue Format zurückhaltender aus. Wenig erfreut über das kleine Format ist Oskar Gasser. «Der Blick verliert seinen Zeitungscharakter und ist dann bloss noch ein Blättli», kritisiert er. Auch als Inserent kann er dem kleineren Format wenig abgewinnen: «Im Broadsheet-Format kommt eine ganze Seite wuchtig her, im Tabloid verliert sie eher.»
Inhalt zählt, nicht das FormatJürg Siegrist, Direktor des Verban-
des Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) akzeptiert den Entscheid der Blick-Leser. «Für mich gilt aber immer noch, dass der Inhalt zählt und nicht das Format», sagt er. Das modulare System für die Anzeigen begrüsst er.
David Honegger, CEO von Mc Cann-Erickson, findet, dass das kleinere Format dem Blick besser gerecht werde: er sei eine Zeitung, die man mehrheitlich unterwegs liest. Erstaunt ist Honegger aber, dass Ringier überhaupt eine Testphase benötigt hat. Und als CEO einer Agentur, die derzeit 20 Minuten zu den Kunden zählt, witzelt er: «Der Vorteil am Tabloid ist, dass man jetzt den Blick noch besser im Tagi oder in der NZZ verstecken kann.»
Nicht vorbehaltlos begeistert über den kleinen Blick ist Andy Lehmann, Geschäftsführer der Aegis Media Group Schweiz. «Ich hätte mir ein grösseres Tabloid gewünscht, so wie das Original Cash war», sagt er. So aber laufe der Blick Gefahr, noch stärker mit 20 Minuten verglichen zu werden. Zudem wirke Ringiers Nachziehen in Sachen Format reaktiv und strahle wenig Selbstbewusstsein aus.
Den Schritt zum kleineren Format findet er jedoch logisch und attraktiv für die Werbeauftraggeber. Die inhaltliche Umsetzung sei aber eine «anspruchsvolle Übung». «Ich glaube, dass es eine völlig neue Zeitung gibt, wobei die Redaktion radikal neu denken und gewichten muss.» Dies sei den Lesern angesichts der Kampagne «Blick bleibt Blick» kaum bewusst. «So gesehen steht die grosse Herausforderung für Ringier noch bevor», sagt Lehmann.
Basler Zeitung: Seite ist SeiteAnders als der Blick stellt die Basler Zeitung am 4. September nur gerade den Kulturteil auf Tabloid um. Noch steht der Tarif nicht. «Momentan arbeiten wir noch am Pricing für die Inserate», sagt BaZ-Verlagsleiter Daniel Sommer. «Wir gehen heute aber davon aus, dass der Preis einer 1/1-Seite im Broadsheet- und im Magazinteil unserer Zeitung derselbe sein wird.» Eine Seite sei eine Seite, ihre Werbewirkung sei nicht dadurch geringer, weil sie kleiner ist. Sommer: «Es gibt ja auch grosse und kleine Fernsehgeräte, ohne dass das einen Einfluss auf die Werbepreise für
TV-Spots hat.» (mk)
Blick: Das Urteil über das Tabloid-Format ist geteilt, die Reaktionen auf die Anzeigentarife sind eindeutig.
Markus Knöpfli

Zahl der Woche

Marktforschung Der Kundenstamm wird immer wichtiger. Hatte Werbung bisher vor allem Bekanntheit und Image aufzubauen, kommt jetzt eine Umfrage unter 339 Media-Entscheidern der Bauer Media Akademie zum Schluss, dass die Marketing-schwerpunkte künftig

Marktforschung Der Kundenstamm wird immer wichtiger. Hatte Werbung bisher vor allem Bekanntheit und Image aufzubauen, kommt jetzt eine Umfrage unter 339 Media-Entscheidern der Bauer Media Akademie zum Schluss, dass die Marketing-schwerpunkte künftig in der Pflege und Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen liegen. Entsprechend haben die Werbeziele «Kundenbindung, Markentreue und Wiederkaufrate steigern» (76%) sowie «Absatz» (57%) für die Befragten eine höhere Bedeutung als die klassischen Ziele «Image» (52%) und «Bekanntheit» (36%).

Drei auf einen Streich

Internet Bereits mehr als 2700 Schweizer Schulen sind heute gratis im Internet.

Internet Bereits mehr als 2700 Schweizer Schulen sind heute gratis im Internet.Ein grosser Erfolg für das Bildungswesen – und für das Swisscom-Engagement «Schulen ans Internet». Um künftig noch mehr Schülern einen zeitgemässen und praxisorientierten Computer- und Internetunterricht zu ermöglichen, haben die drei Leader Swisscom, Apple und IBM nun die gemeinsame Aktion «Schoolkit» ins Leben gerufen. Neben dem kostenlosen Breitbandanschluss werden für begrenzte Zeit auch komplette Computersysteme zu einmalig günstigen Konditionen angeboten. Für das Mailing an die zuständigen Gremien haben sich die Kreativen von Contexta an ihr eigenes Rüstzeug zurückerinnert: ein Etui, möglichst prall gefüllt. In der modernisierten Variante findet nicht nur die Computermaus ihren festen Platz. Dass neue Lernziele neue Lehrmittel erfordern, sieht man auch den Gadgets an: ein Kugelschreiber mit «Loading»-Anzeige und ein «Delete»-Radiergummi.
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