Adlink pusht die Cablecom-Portale

Vermarkter Adlink hat eine exklusive Vermarktungspartnerschaft mit Cablecom für die Portale Hispeed.ch, Swissonline.ch und Swisstalk.ch geschlossen.

Vermarkter Adlink hat eine exklusive Vermarktungspartnerschaft mit Cablecom für die Portale Hispeed.ch, Swissonline.ch und Swisstalk.ch geschlossen.Hispeed.ch und Swissonline.ch bieten weitgehend identische Inhalte aus den Themenkreisen Unterhaltung, Information, Marktplatz und Computer für die Nutzer der beiden Internet-Zugangsangebote. Swisstalk als Chatplattform kann zielgruppengerichtet nach Regionen, Altersgruppen, Geschlecht und Interessensbereichen gebucht werden.

Top im Umbruch

Privatradio Seit Ende Juni wird Radio Top umgebaut.

Privatradio Seit Ende Juni wird Radio Top umgebaut.Die Firma, ein Zusammenschluss der drei Lokalradio-AG Thurgau, Wil und Eulach (Winterthur), wird zu einer Publikumsgesellschaft mit einem Aktionariat. Dieser Schritt macht die historisch entstandenen, aber äusserst komplizierten Besitzverhältnisse transparenter: Top-CEO Günter Heuberger wird rund 54 Prozent der Top-Aktien halten, Top-Verwaltungsrat Martin U. Model 8,5 Prozent, den Rest teilen sich gut 170 Kleinaktionäre.Die Aktionäre der drei Trägerfirmen haben Ende Juni einen entsprechenden Aktientausch einstimmig befürwortet und den CEO gleich auch noch zum VR-Präsidenten ernannt. «Ein Doppelmandat, das ich nicht gesucht habe», sagt Heuberger. Aber weil sich kein anderer Kandidat fand und der bisherige VR-Präsident Urs Lüdi nach dem Verkauf seiner Radio Thurgau AG an Heuberger das Amt niederlegte, blieb dem Mehrheitsaktionär nichts anderes übrig.
Parallel zum Firmenumbau werden die drei Teilkonzessionen zu einer Konzession verschmolzen. Dazu muss der Bundesrat Ende 2004 im Rahmen der Sendernetzplanung noch grünes Licht geben.
(mk)

Das Prinzip Köppel

Aufgefallen Zur Europäisierung von Politik und Medien braucht es Journalisten, die den Sprung über die Grenze wagen und dort ihre andere Sicht der Dinge artikulieren.

Kolumne Zur Europäisierung von Politik und Medien braucht es Journalisten, die den Sprung über die Grenze wagen und dort ihre andere Sicht der Dinge artikulieren.Zu den beliebten Allgemeinplätzen gehört die Rede von einer «europäischen Öffentlichkeit», die leider immer noch fehle. Deshalb wirke die «europäische Idee» derzeit so ausgezehrt und ergreife kaum die Massen. So hiess es erst gerade wieder, als die Wahl zum EU-Parlament von mehr als der Hälfte der Stimmbürger ignoriert wurde.Es gibt gute Gründe für die Vermutung, dass eine solche grenzüberschreitende Öffentlichkeit eine Chimäre ist, die lediglich den Wünschen von Hardcore-Propagandisten der europäischen Integration entspringt. Mit der Wirklichkeit moderner Massenmedien hat sie jedenfalls nichts zu tun. Der Versuch, mit The European eine europäische Zeitung zu schaffen, ist am Markt gescheitert. Und der deutsch-französische TV-Nischenkanal Arte hält sich nur, weil er als öffentlich-rechtliches Unternehmen die Zuschauer-Zurückhaltung ignorieren kann.
Abgesehen vom sehr überschaubaren transnationalen Spartenpublikum, das sich mit Financial Times, Wallstreet Journal Europe und Herald Tribune vor allem über Ökonomisches unterrichtet, gilt also: Die Information übers Zeitgeschehen ist trotz Massentourismus, Universalisierung von Konsum- und Populärkultur und supranationaler Institutionen nach wie vor an nationale Kommunikationsräume und Medien gebunden. Letztere sind bestimmt von Sprache, aber auch durch kulturspezifische Informationsinteressen und Präsentationsformen. Die bisherigen nationalen Öffentlichkeiten lassen sich nicht zu einem medialen Europudding verrühren.
Auf die Dauer folgenreicher als solche Integrationsfantasien sind jene Fälle, in denen einzelne Journalisten in anderen Ländern arbeiten und dort den Austausch zwischen verschiedenen Medienkulturen fördern. Beim Berliner Springerblatt Die Welt, das seit zwei Monaten einen Schweizer Chefredaktor hat, lässt sich solches beobachten: Roger Köppel macht sich immer deutlicher sichtbar, und das gerade auch durch seine Lust, die deutschen Verhältnisse mit schweizerischem Blick zu betrachten. Gewohntes erscheint plötzlich fremd. Was man Achsel zuckend hinzunehmen gewohnt war, erweist sich plötzlich als provozierend, während anderes, das im deutschen Skandalisierungszirkus die immer gleichen Reflexe auslöst, gelassener betrachtet wird.
Ein Beispiel: Köppel hat sein Blatt nicht nur auf einen in Deutschland sonst kaum artikulierten europaskeptischen Kurs gebracht und riskiert dabei sogar einen Zusammenstoss mit den publizistischen Grundsätzen seines Verlags. Noch klarer wird sein anderer Blick, wenn der neue Chefredaktor gegen die elitäre Arroganz zu Felde zieht, mit der das deutsche Establishment es rundweg ablehnt, das eigene Volk über grundlegende politische Alternativen abstimmen zu lassen. Als deutscher Untertan hat man schon fast vergessen, dass der Souverän selber darüber bestimmen könnte und sollte, was seine Zukunft einschneidend verändern kann. «Der» Schweizer hingegen findet sich nicht damit ab, dass Politiker rotzfrech erklären: Eine Volksabstimmung über den Entwurf für eine europäische Verfassung komme schon deswegen nicht in Frage, weil diese dabei ja abgelehnt werden könnte!
Publizistische Grenzgängerei zeigt in diesem Fall drastisch, mit welchen Schwundformen politischer Teilhabe man sich nördlich des Bodensees eingerichtet hat. So wird die Konfrontation mit dem Nachbarn, der anders tickt, produktiv. Hoffen wir also, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeitsplätze auch über Grenzen hinweg verlagern. Das stiftet die einzige europäische Öffentlichkeit, die zu wünschen sich lohnt: Einen Binnenmarkt der Erfahrungen und Meinungen, der auf Vielfalt als Quelle von Unruhe und Herausforderung setzt – und nicht auf politisch korrekte Einfalt.
> Heribert Seifert ist Medien- und Kulturkorrespondent der NZZ in Deutschland.

Schweizer Werber ignorieren Olympia

Gemäss einer Studie des internationalen Agenturnetzwerks Icom lässt die Olympiade in Athen die Schweizer Werbetreibenden kalt.

Gemäss einer Studie des internationalen Agenturnetzwerks Icom lässt die Olympiade in Athen die Schweizer Werbetreibenden kalt.Icom ermittelte, wie viel Prozent der Marketingaktivitäten in verschiedenen Ländern sich auf die Olympischen Spiele beziehen. An der Spitze steht Australien mit 70, gefolgt von Italien mit 60%. Die Schlusslichter sind Grossbritannien mit 3%, die Türkei mit einem «vernachlässigbaren» Anteil und die Schweiz mit glatten 0%.

Saatchi & Saatchi Simko weltweit für Carlsberg

Alkoholische Getränke Nach einer Saatchi & Saatchi-internen Evaluation,

Alkoholische Getränke Nach einer Saatchi & Saatchi-internen Evaluation,in der die Agenturniederlassungen aus England, Hong Kong, der Türkei und der Schweiz eingeladen wurden, entschied sich das Carlsberg Steering Committe in Kopenhagen für die Kampagne aus Genf. Verschiedene Richtungen wurden international getestet. Die Kampagne von Saatchi & Saatchi Simko gewann in allen Ländern. Die Kampagne, die in einer ersten Phase aus drei Print- und Poster-Sujets besteht, wird weltweit im Herbst sichtbar sein. Die Realisation, die in Bali stattfindet, wird dem internationalen Starfotografen Vincent Dixon anvertraut.

Eurosport wird eine alkoholfreie Zone

Fernsehen Der TV-Spartensender Eurosport akzeptiert künftig keine Alkoholwerbung mehr.

Fernsehen Der TV-Spartensender Eurosport akzeptiert künftig keine Alkoholwerbung mehr.Spots für alkoholische Getränke seien unpassend auf einem Sportkanal, dessen Zielpublikum sich für Fitness und gesunde Lebensstile interessiere, zitiert das Branchenportal Brand Republic aus der Begründung. Eurosport erreicht nach eigenen Angaben 98 Millionen Haushalte in 54 europäischen Ländern. Es gehört dem französischen TV-Konzern TF1.

Adrenalin für die Kundenbeziehung

Eventbranche Vom Sauglattismus zum seriösen Marketing-Tool: Der Event-Markt will erwachsen werden.

Eventbranche Vom Sauglattismus zum seriösen Marketing-Tool: Der Event-Markt will erwachsen werden. Freitag, der 13. Für Abergläubische kaum ein optimales Datum für einen Event, potenzielle Besucher könnten sich in den eigenen vier Wänden sicherer fühlen. Erst recht im eigenen Bett. Ikea, bekannt für seine schrägen Promotionen, macht sich die kalendarische Fügung zu Nutze: Am vermeintlichen Unglückstag bringt das Möbelhaus im Rahmen der «Complete Bedroom Party» den neuen Katalog unter die Freunde des schwedischen Wohnstils. Unter seinem Dietliker Dach will der grösste Einrichter der Welt Sortimentsneuheiten vorstellen, Schweizer Bettgeschichten erzählen und bei einem Schwedischen Buffet «auf süsse Träume anstossen».Indes wird Ikea mit dem Katalog-Launch-Fest am Unglückstag bei weitem nicht das einzige Unternehmen mit einem Event sein. Mit einer der relativ höchsten Dichten an Anlässen kommen die Veranstalter in der engen Schweiz kaum um solche Daten herum. Über 800 Anlässe mit jeweils über 6000 Besuchern mussten beispielsweise über das vergangene Jahr verteilt werden. Dabei sind die Sportveranstaltungen noch nicht berücksichtigt.
«Der Schweizer ist ein waschechter Festbruder», bringt Hansruedi Knöpfli, Schulleiter an der Swiss Marketing Academy, die Praxis auf den Punkt. Und wer würde es kurz nach dem Millionen-Public-Event Street Parade wagen, ihm zu widersprechen? Als Anbieter des praxisorientierten Diplomlehrgangs zum Event- und Sponsoringplaner will Knöpfli die Studierenden in alle Belange des Events einführen – vom Corporate Event für den Verwaltungsrat, über den B-to-B-Anlass für die Handelspartner, bis hin zur Launch-Veranstaltung für die Endverbraucher oder dem Public Event für die Prospects.
Trotz des allgemein hohen Interesses am Kurs, das auch Knöpfli als Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung der Branche interpretiert, bringt er für die Vorbehalte der Kritiker ein gewisses Verständnis auf. «Innerhalb des Marketing-Mix hat Event als Spezialfach tatsächlich noch eine kurze Tradition. Weder sind im heimischen Markt verlässliche Zahlen vorhanden, noch kann von Markttransparenz die Rede sein», sagt Knöpfli. Doch der Bedarf an Konzept, Struktur und Controlling helfe mit, den Aufbau einer wissenschaftlichen Basis voranzutreiben. Dies erfordert jedoch noch einige Jahre skrupelloser Forschung, Auswertung und Einordnung der
gewonnenen Daten. Kosten, die gegenwärtig kaum jemand auf sich nehmen will.
Letztlich scheint die Materie Event weder für akademische Steilvorlagen noch als Marketing-Theorie geeignet zu sein. Ob ein Event kreativ ist und der Funke auf die Besucher überspringt oder nicht, hängt kaum vom theoretischen Konzept ab, weiss Hansruedi Knöpfli. Hingegen ermöglichen Konzepte aber ein besseres Handling der Planung, Logistik und juristischen Probleme.
Auch das SPRI reagiert mit seinem neuen Nachdiplomkurs Event-kommunikation auf die gestiegenen Ansprüche der Auftraggeber und Kunden im Eventbereich. Der Fokus liegt hier aber auf der Gesamtkommunikation und den Schlüsselmassnahmen für einen Anlass, erklärt Studienleiterin Marina Villa.
Positiver Trend im Messebereich
Wie wichtig dieses Rüstzeug ist, wird deutlich, wenn man die ökonomische Bedeutung der Event-branche in der Schweiz kennt. Gemäss Erhebungen von Expo & Event und MCI setzt diese mit weit über 700 Allround- und Spezial-Agenturen jährlich ungefähr eine Milliarde Franken um.
Messen und Ausstellungen tragen gemäss Wemf rund 240 Millionen Franken dazu bei (2003). Nach Angaben der Vereinigung Messen Schweiz, welche die Nettoeinnahmen aus der Vermietung der Hallenflächen berechnet, bedeutete dies gegenüber dem Vorjahr einen turnusgemässen Rückgang von 1,6 Prozent. Der werde aber in diesem Jahr voraussichtlich wieder aufgeholt, so der Verantwortliche Bruno Kleger.
Yuri Camagni vom Ausstellungsspezialisten Messerli führt die stabile bis positive Entwicklung unter anderem auch auf die Bereinigung der Messestrukturen in den letzten Jahren zurück. Dadurch sei bei den Ausstellern wieder Sicherheit und Motivation zurückgekehrt.
Von den Veränderungen und der Konzentration profitierten vor allem die etablierten Messebauunternehmen wie Messerli, das sein Angebot strategisch auf Event Services und Interior Design ausgebaut hat. Damit spricht Messerli jene Unternehmen an, die ihre Büros, Empfangsräume und Showrooms auf ein einheitliches CD trimmen und so die Marke, ihre Werte und Soft-Faktoren optisch noch prägnanter bei der Zielgruppe verankern wollen.
Gleichzeitig unterstützt Messerli Eventagenturen bei Ausstattung und Umsetzungsaufgaben. Der Trend zu mehr Raum für Austausch und Networking – weg vom schrillen und lauten Mega-Event mit reinem Unterhaltungswert – bestätigt mittlerweile den Aufbau solcher neuer Serviceunits. «Während bis vor wenigen Jahren nur progressive Branchen wie IT für ihre Anlässe auf Lounge-Atmosphäre sowie vor- und nachgelagerte Massnahmen setzten, kommt jetzt sogar der Industriesektor auf den Geschmack», sagt Yuri Camagni. An Messen stellt er nebst der emotionalen Bildwelt einen zusätzlichen Trend fest, der in dieselbe Richtung geht und der persönlichen, proaktiven Kundenbetreuung dient. «Viele Aussteller verstärken die Wirkung ihrer Messeteilnahme mit begleitenden aufwändigen Events oder Lounge-Areas. Hier lässt sich der Kontakt und das Geschäft unter Ausschluss der Konkurrenz in einer angenehmen Atmosphäre besser pflegen.»
Wie bei den Messen erlauben erhöhte Multimedialität und Professionalisierung auch der Kommunikationsarena Event neue Möglichkeiten der Erfolgsmessung und des Trackings. Im Wettstreit um die Budgetanteile konnten sich die Below-the-line-Agenturen dank dem Trend zur Interaktivität und zum Individualismus gegenüber den klassischen merklich steigern. «Die Kunden verlangen auch bei ‹Below the line›-Massnahmen mehr quantitative Messgrössen», weiss Polo Looser, Direktor von MCI Schweiz, zu berichten.
Für die Schweizer Markteinführung von Evra-Patches – in den USA bereits das am zweithäufigsten verwendete Verhütungsmittel – konzipierte MCI einen Anlass für 1500 Gäste im Zürcher Maag-Areal. «Von diesem Event konnten wir nun den Return on Investment berechnen», so Looser. In Zukunft würden solche Messdaten schon bei der Eventplanung einbezogen, ist er überzeugt. Die Benchmarks für die verschiedenen Branchen – von den Autos bis zu den fast moving consumer goods – werden eine noch grössere Rolle spielen.
Wirtschaftlichkeit, Sinnhaltigkeit
Im Unterschied zu früher werden heute auch mit Events ähnliche Ziele wie in der klassischen Werbung verfolgt: Marktanteilsgewinne, Trendsetting und Stärkung des Brands. Zudem, so Looser, umfasst das von Reflection Marketing und MCI gemeinsam entwickelte Messsystem Eventflector Kriterien wie Integration, Strategie- und Markenbezug, Eventumsetzung und so weiter. Die aus dem Eventflector gewonnenen Erkenntnisse münden in Lösungsvorschläge für weitere Massnahmen.
Nebst den bisherigen Eventelementen, wie dem Mix aus emotionalem Erlebnis, Information im Gruppenkreis, positives Umfeld und verstärkter Erinnerungseffekt, erklären solch neue Eventmessmodelle die wachsende Beliebtheit erlebnisorientierter Anlässe. Besonders Produkte mit starker Lifestyle-Orientierung wie Energy-Drinks (Red Bull) oder neue Medikamente werden vermehrt über Live-Kommunikation beworben, während die klassischen Werbemittel nur unterstützend zum Zug kommen und einen bescheideneren Teil des Budgets erhalten.
Entscheidend für diese positive Entwicklung sei aber auch die Ernüchterung nach dem Super-Hype Ende der 90er-Jahre gewesen und die Einsicht, dass Event-Marketing oft nur Mittel zum Selbstzweck war und damit sinn- und ziellos blieb, meint Christina Spindler, GL-Mitglied von Group Worldspan: «Die zentrale Frage ist heute die nach der Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit eines Business-Anlasses.» Im Unterschied zu Deutschland stellt sie in der Schweizer Eventbranche bereits erste viel versprechende Umsatzanstiege fest. Trotz der labilen Wirtschaftslage sei erfreulich, dass «sich vor allem das Verhalten und die Einstellung der Kunden positiv verändert haben. Die Kunden suchen vermehrt die Agenturen von sich aus auf und nicht mehr umgekehrt. Auch die Anfragen für das Jahr 2005 sind sehr gut.» Immer häufiger lassen auch internationale Holdings, die sonst nur selten mit ihren Events in die Schweiz kommen, eine Veranstaltung hier realisieren.
Annette Weisskopf, Teilhaberin der Zürcher Action Agency, die für Kunden wie Swisscom Mobile oder Nokia vor allem im Jugendsegment tätig ist, unterscheidet Branchen mit grossem Eventpotenzial von solchen, die auf dem absteigenden Ast sind: «Sponsoring-Events im Modebereich sind in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen, weil sie oft die angepeilten Zielgruppen verfehlten. Dafür konnten Sport und Musik in Form von Openairs und Freestyle-Sport-Events nochmals kräftig zulegen.» Den Grund dafür sieht ihr Geschäftspartner Andreas Lehner in den Preisen der Schweizer Modeanlässe, die sogar den überregionalen Spill-over-Effekt verrechnen, und im Fakt, dass Sport- und Musik-Events trotz ihrer Tradition oft innovativer sind und deren Medienresponse oft breiter ausfällt.
Egal ob gesponserte Eigenproduktionen oder Business-Anlässe in Eigenregie, die Frage bleibt: Wird die Eventbranche vom Handicap der klassischen Werbemedien mit der Segmentierbarkeit der zunehmend multidimensionalen und individualisierten Produkte profitieren oder nicht? Die kürzlich gegründete IG der Eventauftraggeber Eventcircle.ch unternimmt jedenfalls als Erste den Versuch, das Jekami-Image der Eventbranche loszuwerden: durch klare Abgrenzung von anderen Disziplinen, eine grössere Markttransparenz sowie Ideen- und Kontaktbörsen unter externen und internen Dienstleistern. Die Ziele sind gesteckt, der Weg dorthin noch lang.
Prominente Moderatorin für den Ärzte-Event von Evra: Sandra Studer mit Verhütungspflaster.
Megaparty für eine Million Gäste und Dutzende von Event-partnern: Street Parade Zürich.
Am Freitag, 13. August, ists im Bett am sichersten. Ikeas Einladung zur «Complete Bedroom Party».
Trends in der Live-KommunikationAuf Grund einer GDI-Zukunftsstudie und interner Einschätzungen erarbeitet MCI-Direktor Polo Looser drei Trends zur Zukunft des Event-Marketing.
These 1: Der Megatrend der Erlebnisökonomie geht weiter: Emotionen kreieren, Erfahrungen machen, Spektakel erleben, Inszenierung mitgestalten, sich verführen, stimulieren oder faszinieren lassen.
These 2: In Zukunft werden Erlebnisse von den Teilnehmern miterarbeitet, weil Anchoring in der Erinnerung der Besucher nur durch hohes Involvement entsteht.
These 3: Der Inhalt des Events gewinnt inskünftig an Bedeutung. Statt Reizüberflutung sind vermehrt klare Storylines, Szenekompetenz sowie strategische Ziele gefragt. Die rasant voranschreitende Globalisierung verstärkt die aufgeführten Trends zusätzlich.
Luca Aloisi

Ein lockeres Fest in Rüschlikon nach 170 harten Tagen Bauzeit

Ein lang erwarteter Moment bei Springer Science+Business Media Schweiz AG (SSBMS). Nach 170 Tagen Bauzeit wurde das Medienhaus Rüschlikon eingeweiht.

Ein lang erwarteter Moment bei Springer Science+Business Media Schweiz AG (SSBMS). Nach 170 Tagen Bauzeit wurde das Medienhaus Rüschlikon eingeweiht.Unter diesem Dach vereint sind neu mehrere Schweizer Fachverlage – herausgegeben werden Baublatt, Auto& Technik, Transport Rundschau, Kommunalmagazin und Gestion et Services public sowie Publikationen für Fahrschulen. Entstanden ist der Schweizer Sitz im früheren Verlagshaus Schück Söhne AG.Zu Springer Science+Business Media Schweiz gehört auch die Media-Daten AG in Zürich – die Herausgeberin von Werbewoche, Media Trend Journal, Produktion & Print und der Media-Daten-Handbücher.
Springer Science+Business Media arbeitet in 18 Ländern, verlegt über 1450 Fachtitel und vereint mehr als 70 Verlage unter dem Holding-Dach.
Illustre Gastgeber und Gäste in Rüschlikon: Von links nach rechts: Peter Jenny, Human Resources, Robert Schmidli, VR-Präsident FachMediaCom, Stefan Rühling, Executive Vice President Springer Science+Business Media, Hanspeter Lebrument, Präsident Verband Schweizer Presse, Heike Findeis, Vorsitzende der Geschäftsleitung und VR-Delegierte, Dr. Robert Siegrist, VR-Präsident, Renato Polentarutti, Geschäftsführer Bau, Hans Peter Meier, kaufm. Leiter, und auch Rüschlikons Gemeindepräsidentin Dr. Brigitte Gürtler (Mitte Bild rechts).
Dr. Robert Siegrist, VR-Präsident von Springer Science+Business Media Schweiz, begrüsste Benno Albisser (r.), Gemeindeschreiber von Rüschlikon.
Einen ganz besonderen Dank sprach Heike Findeis der gesamten Belegschaft des neuen Medienhauses in Rüschlikon für ihren Einsatz aus.
Auch das anwesende Publikum quittierte Rede und Veranstaltung mit einem grossen Applaus.
El. Ing. ETH Richard Staub von Bus-House (l.), Uwe Guntern, Redaktionsleiter Baublatt, und Sandra D’Arienzo, Redaktion Baublatt.
Dr. Robert Siegrist übergab Hans Peter Meier, Renato Polentarutti und Peter Jenny von Springer Science+Business Media Schweiz ein Präsent.
Stephan Brunner, Brunner-Werbung, diskutiert mit Ruedi Klaus vom Baublatt und Toni Vetterli, Marketingleiter Schweizer Presse.
Peter Sachs (l.), Mediaberater beim Baublatt, mit Usam Ugarte, Inhaber von Ugarte Creative Communications und einer Enothek.
Grosses Interesse am neuen Medienhaus: Hansruedi Hüppi (l.) und Werner Stegmann von Greutol AG, Otelfingen.
Vertieft in eine Diskussion: Dr. Robert Siegrist, VR-Präsident, mit Samuel Helbling (r.), Verlagsleiter der Media-Daten AG.
René Rusch, Inhaber der Agentur René Rusch & Partner, mit Christoph Vogler, CEO der Werbeagentur Grey.
Gute Laune bei Andrea Götz mit Sabine Schaub, Executive Vice President Springer Science+Business Media, und Robert Schmidli, VR-Präsident der FachMediaCom.
Stossen auf das neue Medienhaus in Rüschlikon an: Sonja Fach und Heinz Scheuthle, Geschäftsleitungs-Mitglied und Bereichsleiter Office Design der Büro-Fürrer AG.
Stefan Rühling, Executive Vice President Construction Division Springer Science+Business Media, Hans Peter Meier, kaufm. Leiter Springer Science+Business Media Schweiz (SSBMS).
Ursula Trachsler vom Baublatt unterhielt sich bestens mit Dr. Urs Schäfer, Geschäftsführer des Verbands der Schweizer Bodenbelags-Grossisten VSBG.
Auch Hanspeter Lebrument (l.), Präsident Verband Schweizer Presse, und Andrea Götz, VR-Delegierter Südostschweiz Print AG, übermittelten ihre besten Wünsche.
Zeigten beim Anstehen am Grill Geduld: Wilf Seifert (l.), freier Journalist bei der Transport-Rundschau, und Moritz Weibel, Publimag.
Kurt Wieser (l.), Prokurist bei der Schalungstechnik-Firma Holzco-doka, mit Werner Holenstein, Mediaberater beim Baublatt.
Gute Gespräche: Herbert Zahnd (l.), Baublatt, Dina Solomir, Hochschule Wädenswil, und Markus von Allmen, Einsiedler Anzeiger.
José Gonzàlez, Leiter Mediaberatung Baublatt, mit Georg Thoma, Aussendienst-Berater der Rapperswiler Pestalozzi Haustechnik.
Pierre François Moser (l.), Mediaberater beim Baublatt, und Reto Martinelli, GL-Mitglied der Neonilluma AG.
Gustav Schmidinger, Mediaberater, im Gespräch mit Bettina Meier, Marketingkommunikations-Verantwortliche Baublatt.
Vom Basler Verlag MMV AG: Eleonore E. Droux (l.), Geschäftsführerin, und Sabrina Schaub, Verlagsassistenz und Anzeigenregie.
Urs Rey, Leiter der Druckvorstufe im neuen Medienhaus Rüschlikon, mit seiner Stellvertreterin Priska Decimo.

Aktenzeichen XY, Operation Flasche

Recycling PRS und SFLB lancieren eine Grossfahndung. Sie jagen Pet-Flaschen für 120 Millionen Franken.

Recycling PRS und SFLB lancieren eine Grossfahndung. Sie jagen Pet-Flaschen für 120 Millionen Franken.
Nicht ein Meteorit, sondern die ungenügende Sammelquote bedeutete das Todesurteil für den blauen Dinosaurier des Vereins Pet-Recycling Schweiz (PRS). «Die Botschaft, die wir jetzt vermitteln müssen, verlangt eine völlig neue Umsetzung», so Jean-Claude Würmli, Leiter Marketing beim PRS. Zwar sei es dem Werbesaurier gelungen, die Recycling-Quote auf 71 Prozent zu stemmen – im EU-Raum sind es lediglich 30 Prozent. Doch mit dem rasanten Absatzwachstum konnte seine Pädagogik nicht mithalten. 45800 Tonnen in den Vertrieb …
Rekordverdächtige 90 Prozent aller grossen, leeren Pet-Getränkeflaschen aus dem Heimkonsum werden zur Sammelstelle gebracht. Bei den Halb- und Drittelliterflaschen jedoch, die wegen ihrer Convenience-Eigenschaften anteilsmässig stark zugenommen haben, lässt die Sammeldisziplin der Konsumenten einiges zu wünschen übrig. Weil von diesen Gebinden nur rund die Hälfte den Weg zurück in die Wiederverwertung findet, sieht sich der PRS gezwungen, neue Sammelstellen zu eröffnen. Eine Studie des Vereins zeigte, dass, wo Pet-Container stehen, die leeren Flaschen auch am vorgesehenen Ort landen. Seit Anfang 2004 wächst deshalb das Sammelstellennetz wöchentlich um rund 50 neue Stellen.
Doch das ist zu wenig, gesteht Würmli. 21000 Pet-Sammelstellen sollen bis Ende Jahr zur Verfügung stehen; in erster Linie bei den
Verkaufsstellen, die gesetzlich zur Rücknahme verpflichtet sind. Doch der Termindruck wächst: Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft pocht auf die Einhaltung der Getränkeverpackungsverordnung und droht mit der Einführung des Flaschenpfands, was gesamtschweizerisch 120 Millionen Franken kosten würde.
… und knapp 32500 gesammelt
Um den Ernst der Lage deutlich zu machen – es fehlen 1840 Tonnen –, leitete die Agentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) im Auftrag des PRS eine Fahndung nach jeder falsch entsorgten Pet-Flasche ein.
Professionelle Unterstützung erhält die Suche durch den ehemaligen «Aktenzeichen XY»-Moderator Konrad Toenz. In drei TV-Spots, die den früheren XY-Sendungen nachempfunden sind, ruft Toenz die Bevölkerung zur Mithilfe auf. So etwa bei der Suche nach einer 1,5-Liter-Pet-Flasche, die seit zwei Jahren verschwunden ist. Oder: «Eine grüne Getränkeflasche, zirka 23 Zentimeter hoch, die letztmals im Kanton Schwyz oberhalb Rickenbach auf dem Vita-Parcours gesehen wurde», so Toenz in bedeutungsschwangerem Ton. Verstärkt wird die Kampagne durch Fahndungsplakate, auf denen, im Stil erkennungsdienstlicher Fotos der Polizei, einschlägige Abbildungen verschiedener Pet-Flaschen abgebildet sind.
Mit diesem ironischen Appell wollen die Verantwortlichen die Konsumenten zum Mitmachen animieren und ihre Einstellung positiv beeinflussen. Und wie sollte dies nachvollziehbarer sein als mit der Suche nach jeder einzelnen Pet-Flasche. Schliesslich sei jede Flasche wichtig, sagt Würmli.
Pet auf der Fahndungsliste: Der ehemalige «Aktenzeichen XY»-Mann Konrad Toenz ruft in ironischen Spots zum Recycling auf.
Luca Aloisi

Knuspriges vom Grill

Aufgefallen Kein perfekter Sommer ohne eine leckere Grillade.

Food Kein perfekter Sommer ohne eine leckere Grillade.Mit Fleisch- und Wurstspezialitäten für glühende Roste an heissen Tagen ist unserem Land wahrlich gut dotiert. Was das Zürcher LakeSide aber nicht daran hindert, das Sortiment mit einer neuen, bekömmlichen Köstlichkeit zu erweitern. Seit kurzem bietet das Lokal am See nebst knackigen Salaten, California Bar und kühlen Coupes auch feurig feine Schenkel aus südamerikanischer, (hoffentlich) kontrollierter Erzeugung.Die besten Peitsch- pardon, Grillmeister halten die sorgfältig ausgelesenen Stücke immer im richtigen Abstand zur Glut, damit die Haut nicht platzt, das Fleisch aussen knusprig wird und innen saftig bleibt. Vor allem auch, um den einzigartigen Geschmack voll zur Geltung kommen zu lassen.
Allein wenn die mit Kokosnussöl bepinselten Stücke liebevoll von den Flammen geküsst brutzeln und ihren angenehmen Duft in der Luft verbreiten, läuft dem Geniesser das Wasser im Munde zusammen. Garniert wird die Spezialität mit gewürfelten Tomaten, die der Werber bei der Gestaltung des Flyers auf den Augen hatte. Voilà et bon appétit.
(la)

Wenn Marken zu Medien werden (wollen)

Glaubwürdigkeit Was früher plumpes Product Placement war, kommt heute als «Programming» oder «Branded Journalism» daher. Die Probleme und Diskussionen indes sind die gleichen geblieben.

Glaubwürdigkeit Was früher plumpes Product Placement war, kommt heute als «Programming» oder «Branded Journalism» daher. Die Probleme und Diskussionen indes sind die gleichen geblieben.Dass die Titelfrage «Leitbilder von gestern?» rhetorischer Natur ist, zeigen Skandälchen wie jenes um Ringiers inoffiziell gesponsorten Fernseharzt Samuel Stutz. Oder die vom Nachrichtenmagazin Focus letzte Woche als Schleichwerbung gegeisselte TV-Antrittsrede des deutschen Neubundestrainers Jürgen Klinsmann. Stein des Anstosses war die hinter dem Kopf des Fussballhoffnungs- und Werbeträgers platzierte Stellwand: Eine geschlagene Stunde mussten die Zuschauer die darauf prangenden Logos der Verbandssponsoren fixieren.
Es gibt natürlich auch elegantere und subtilere Methoden, um die auf Deklarationspflicht vertrauenden Medienkonsumenten zu manipulieren – respektive die notorische Geldnot der Programmanbieter auszunutzen. Diese laufen unter unverdächtigen Namen wie «Programming» oder «Medienkooperationen» und verfolgen alle nur ein Ziel, nämlich Werbebotschaften in TV-Sendungen und auf Zeitungsseiten zu schmuggeln.
«Der Normalverbraucher soll nicht mehr unterscheiden können, wer ihn informiert, die Redaktion oder ein Werbetreibender.» Ungenierter kann man es nicht sagen als Oliver Kaiser in der aktuellen Ausgabe des Kontakter. Kaiser bezeichnet sich als «Brand Content Manager» und ist der derzeit wohl führende Grenzverwischungsstratege Deutschlands. Seiner Meinung nach stehen wir vor einem Paradigmawechsel, denn «die Marken werden selbst zu Medien».
Glaubt man Barbara Baerns, ist dieser bereits in vollem Gang. Deshalb hat die Berliner Publizistikprofessorin bei namhaften Kollegen, aber auch dem Geschäftsführer des Zentralverbands deutsche Werbewirtschaft Aufsätze bestellt, die Redaktionsmarketing, Advertorials und ähnliche Grauzonen ausleuchten. Diskutiert wird die Entfaltung und fortschreitende Wiederauflösung des Trennungsgrundsatzes von kommerziellen und redaktionellen Inhalten dabei durchgehend analytisch. Alarmismus hat keinen Platz in diesem brisanten Sammelband.
Klare Meinungen hingegen durchaus. Zum Beispiel jene der Herausgeberin: «Durchschaubarkeit der Herkunft des Dargebotenen, das ist, was wir erwarten können. Nicht mehr, aber gewiss auch nicht weniger.» Sonst erodiert die Glaubwürdigkeit, jene Grundressource der Medienwirtschaft, munter weiter. Bis die Branche in Abwandlung von Neil Postmans Bonmot stöhnt: Wir werben uns zu Tode!
> Leitbilder von gestern? Zur Trennung von Werbung und Programm, herausgegeben von Barbara Baerns. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004. 292 Seiten, Fr. 60.40
Oliver Classen

Langer Plakatzopf

Körperpflege Den Benefit, brüchiges Haar bis zu 85% zu reparieren, setzt Publicis, die Garnier-Hausagentur, in einer auffälligen Plakatkampagne um:

Körperpflege Den Benefit, brüchiges Haar bis zu 85% zu reparieren, setzt Publicis, die Garnier-Hausagentur, in einer auffälligen Plakatkampagne um:Der Zopf einer Frau erstreckt sich dank fleissigem Fructis-Einsatz über zwei, zum Teil drei Plakatstellen und erreicht an der Zürcher Weinbergstrasse stolze zehn Meter. Ganz zu schweigen von der üppigen Haarpracht, die sich auf den insgesamt 362 Plakatstellen zusammenrauft.
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