FKP Identity kleidet Lota Europe ein

Sanitär Der chinesische Industriekonzern Lota hat FKP Identity mit der Kommunikation seiner neuen Europavertretung in Cham betraut.

Sanitär Der chinesische Industriekonzern Lota hat FKP Identity mit der Kommunikation seiner neuen Europavertretung in Cham betraut.Die Zürcher Agentur übernimmt primär die Aufgaben für Corporate Identity und Corporate Design. Lota produziert Gussrohlinge aus Messing, fertig verchromte Armaturen sowie Verbindungen und Messinstrumente für die Sanitärbranche.

Erfolgreicher Blues der Werber

Festivals Es hat – wie schon anderes in der Welt der Werber – mit einer bluesigen Laune angefangen.

Festivals Es hat – wie schon anderes in der Welt der Werber – mit einer bluesigen Laune angefangen.Mittlerweile ist daraus das grösste und renommierteste Deutschschweizer Festival im Bereich Blues geworden: das Blue Balls in Luzern. 1992 ist der Zürcher Urs Leierer «aus der Werbung ausgestiegen» und hat seine klingende Leidenschaft zum Beruf gemacht. Eine Zeit lang hat ihn dabei Bluesfan Reini Weber unterstützt. Dieser textet das Programmheft, die Agentur Lesch + Frei sorgt für die Umsetzung aller Werbeaktivitäten. Bereits im dritten Jahr ist Beda Achermann mit seinem Studio für das Corporate Design und damit auch das Plakat zuständig. Alles in allem eine Kommunikations-Band(e), die es in sich hat.

Jugend nutzt TV anders

Marktforschung Publica Data und Igem bringen Licht in Kommunikationstechniken und deren Nutzung im Haushalt.

Marktforschung Publica Data und Igem bringen Licht in Kommunikationstechniken und deren Nutzung im Haushalt.PC, Handy, modernes TV-Equipment, Festplattenrecorder, MP3-Player – die Verfügbarkeit neuer Kommunikations- und Unterhaltungstechniken verändert die Nutzung der elektronischen Medien nachhaltig. Damit die kommerzielle Kommunikation auch künftig weiss, wo und wie sie die Konsumenten am besten erreichen kann, braucht es umfassende und regelmässig durchgeführte Marktforschung.Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und die Publica Data haben sich der Aufgabe gestellt. Mit einer von der Konso
AG durchgeführten Befragung von jeweils 2500 Schweizerinnen und Schweizern wollen sie ein Bild zeichnen von Besitz, Nutzung und Zugang zu Unterhaltungs- und Kommunikationstechniken in unseren Haushalten. Die Studie wird künftig jährlich durchgeführt, was wertvolle Einblicke in Dynamik und Wechselwirkung beim Einsatz der verschiedenen Gerätschaften erlaubt.
Die Resultate der erstmals publizierten Studie zur Kommunikationstechnik verweisen zum Beispiel auf eine über Erwarten flexible Jugend, wenn es um den Ort der TV-Nutzung geht (siehe Grafik). So gaben 39,2 Prozent der 15- bis 24-Jährigen an, bei Freunden fernzusehen. Bei allen anderen auswärtigen Locations – Hotel, Zweit- und Ferienwohnung, Restaurants und Cafés, Arbeitsplatz – outeten sich die 15- bis 24-Jährigen als überdurchschnittlich intensive TV-Nutzer.
Wertvolle Einblicke: Die jährlich erscheinende Studie von Igem und Publica Data zeigt, wie Kommunikationstechnik bei uns genutzt wird.
Umfassende AnalyseDie Studie Kommunikationstechnologie gibt unter anderem über folgende Sachverhalte Auskunft:
Bildmedien• Einrichtungen für den TV-Empfang
• Ausstattung von TV-Geräten
• Generelle Fernsehnutzung
• Nutzungsorte Fernsehen
• Aufzeichnungsmöglichkeiten von Filmen oder TV-Sendungen
• Nutzung Videos/DVDs
• Nutzung von Videospielen via TV
• Marken der Videokonsolen
• Besitz und Art von Fotoapparaten und Videokameras
Tonmedien• Empfangswege für Radioempfang
• Generelle Radionutzung
• Nutzungsorte Radiohören
Computer
• Besitz und Art von Computern
• Besitz von Organisern
• Betriebssystem Computer
• Verwendeter Internetbrowser Internet
• Zugangswege zum Internet
• Internetprovider
• Nutzungshäufigkeit Internet
• Nutzungsorte
• Nutzungszwecke Internet
• Einkauf via Internet Telefon
• Provider und Technik des Festnetzanschlusses
• Anzahl von Festnetzanschlüssen und Mobiltelefonen
• Nutzungszwecke Mobiltelefon
• Nutzungshäufigkeit SMS und MMS
• Provider, Marke und Ausstattung Mobiltelefon
Daniel Schifferle

Wenns in der Kommunikation spu(c)kt

Aufgefallen Lügen haben kurze Beine, egal, ob es sich um den Fauxpas eines Fussballstars oder eines Unternehmensführers handelt.

Kolumne Lügen haben kurze Beine, egal, ob es sich um den Fauxpas eines Fussballstars oder eines Unternehmensführers handelt.Wenn Firmenlenker vom Spitzensport lernen, dann in der Regel zu Fragen von Mitarbeitermotivation und Teamwork. Deshalb sind Erfolgstrainer wie Christian Gross vom FC Basel oder Ralph Krüger, Chef der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, beliebte Referenten an Kaderseminaren.In den vergangenen Wochen konnten Manager zusammen mit Millionen von Sportfans einen anderen Anschauungsunterricht geniessen: Was passiert beim Versuch, unangenehme Wahrheiten unter den Tisch zu wischen. Inszeniert wurde die exemplarische Fallstudie vom Schweizer Fussballverband (SFV) unter Präsident Ralph Zloczower und Stürmer Alex Frei. Und da es nicht nur in unserer Fussball-Nati, sondern bisweilen auch in Unternehmen spu(c)kt, lohnt es sich, den Fall näher zu analysieren und drei Lehren daraus zu ziehen.
Lehre 1: Murphy is everywhere. Wenn in einer Organisation etwas schief läuft, kommt es immer raus. Alex Frei wurde durch TV-Bilder überführt; in Unternehmen sind es unzufriedene Mitarbeiter, böswillige Konkurrenten oder schlicht Nachlässigkeit, die dafür sorgen, dass interne Fehler bekannt werden. Der Unterschied zwischen aktivem Eingestehen und Vertuschungsversuchen besteht im Ausmass des Imageverlusts. Dieser steigt exponentiell, wenn die Sünden von Aussenstehenden wie den Medien zu Tage gefördert werden. Hätte Alex Frei seinen Ausraster gleich eingestanden, wäre er wohl wie der Italiener Totti mit drei Spielsperren weggekommen. Und vor allem: Es wäre eine «Spuckaffäre Frei» geblieben und keine «Lügenaffäre SFV» geworden.
Lehre 2: Heikle Situationen brauchen Risikoanalysen. Zu diesem Auswuchs ist es nur gekommen, weil die Verantwortlichen ein absolut ungenügendes Risk Assessment vornahmen. Auch in Unternehmen ist dies ein häufiger Fehler. CEOs und Verwaltungsräte – beraten von Juristen mit keinerlei Gespür für Medien und Meinungsmache – unterschätzen das Imageschadenspotenzial von Pannen regelmässig. Die Öffentlichkeit jedoch pfeift auf formales Recht und die Unschuldsvermutung.
Sie lässt sich von einer Mischung aus Bauchgefühl, kommerziellen Überlegungen (Primeurs!) und gesundem Menschenverstand leiten. Eine umfassende Risikoanalyse im Krisenfall berücksichtigt deshalb neben juristischen Kriterien auch Medien- und massenpsychologisches Verhalten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Verbandsfunktionäre wie Spitzenmanager («Abzocker») derzeit kein gutes Ansehen haben.
Lehre 3: Je grösser die Krise, desto wichtiger die Abstimmung. Entsprechend zentral wäre in der Kommunikation des Fussballverbands eine gute interne Koordination gewesen. Für Journalisten ist es ein gefundenes Fressen, wenn die Exponenten einer unter Beschuss geratenen Organisation nicht mit einer Stimme sprechen. So lassen sich divergierende Voten genüsslich gegeneinander ausspielen, und je länger dieses Spiel dauert, desto mehr Wahrheit kommt ans Tageslicht – und desto nachhaltiger leidet das Image der Betroffenen.
Beim Spuckskandal hiess es zuerst «Frei hat nicht gespuckt», dann «Wir haben nichts gewusst» und schliesslich von Kommunikationschef Benoit «Offiziell habe ich nichts gewusst» (was an Clintons legendäres Marihuana-Statement erinnert). Wie die Öffentlichkeit auf solche (Des-)Information reagiert, versteht sich von selbst: «Hört auf, wir glauben euch eh nichts mehr!»
Am besten ist es also, man fährt in Krisenfällen keinen Kommunikationsslalom, sondern bleibt auf gradem Wahrheitskurs. Dazu muss man sie allerdings kennen. Und wer den Sachen nicht selbst auf den Grund geht, muss damit rechnen, dass dies andere tun. Bei Alex Frei hätten die SFV-Verantwortlichen besser aktiv Indizien gesammelt, als nach dem ersten, formaljuristisch unproblematischen Videodokument wegzuschauen und für «unschuldig» zu plädieren. Dann wäre aus der kindischen Spuckerei kein Kommunikations-Spuk geworden.
> Sacha Wigdorovits war 20 Jahre Journalist (u. a. Chefredaktor des Blicks) und leitet heute die Zürcher Kommunikationsagentur Contract Media.

Löwen vor dem Verkauf

Awards In spätestens zwei Monaten soll das internationale Werbefestival in Cannes einen neuen Besitzer haben.

Awards In spätestens zwei Monaten soll das internationale Werbefestival in Cannes einen neuen Besitzer haben.Laut Gründer und Chairman Roger Hatchuel laufen die Gespräche mit potenziellen Kunden auf Hochtouren. Es gilt als wahrscheinlich, dass der künftige Betreiber eine Investorengruppe sein wird. Noch ist unklar, ob jemand die Kaufsumme aufbringen wird, die Hatchuel vorschwebt. Stefano Hatfield, ehemaliger Chefredaktor des US-Branchendiensts Adage Global, spricht von 70 Millionen Euro. In seiner Kolumne im Guardian schreibt Hatfield, die Gerüchteküche sähe das britische Verlagshaus Emap als Favoriten für die Übernahme.

The Cover Media steht auf eigenen Füssen

Vermarkter Radiotele und The Cover Media arbeiten zusammen. Von Fusion ist keine Rede.

Vermarkter Radiotele und The Cover Media arbeiten zusammen. Von Fusion ist keine Rede.Hundert Tage nach dem Start der Zusammenarbeit zwischen The Cover Media und Radiotele äussern sich beide Partner befriedigt über die Resultate. Gemäss den Erfahrungen von Hans-Ueli Zürcher, Chef und Mitinhaber des Basler Vermarkters, hat sich aber im Markt ein Missverständnis breit gemacht. «Es scheint der Eindruck entstanden zu sein, wir seien nur noch ein Filialbetrieb der Radiotele.» Dies entspricht nicht der Wirklichkeit.«Wir sind weiterhin ein eigenständiges Vermarktungsunternehmen, das unabhängig von Radiotele funktioniert», so Zürcher. Die Zusammenarbeit beziehe sich lediglich auf das Backoffice und die Abwicklung der Aufträge mit den Sendern. «Was die Kommunikation mit dem Kundenmarkt betrifft, agiert The Cover Media absolut autonom», betont Zürcher.
Zur Erinnerung: Per 1. April hatte die krisengeschüttelte The Cover Media mit Radiotele auf vertraglicher Basis eine Zusammenarbeit im Bereich des Backoffice vereinbart. Seit diesem Datum laufen sämtliche Spot-Buchungen über die Radiotele. Weiter gehen die Verflechtungen aber nicht. «Es existieren keinerlei finanzielle Beteiligungen zwischen den Firmen», stellt Zürcher klar.
Bleibt sein eigener Herr und Meister: Hans-Ueli Zürcher.

Kritik an Carlsberg

Sponsoring Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist bestürzt, dass die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft neu von einer Biermarke gesponsert wird.

Sponsoring Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist bestürzt, dass die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft neu von einer Biermarke gesponsert wird.Ab 1. Juli ist Carlsberg das «offizielle Bier» des Fussballverbandes und der Nati. Den jugendlichen Fussballfans werde so die Botschaft vermittelt, Biertrinken sei gesund, sportlich und erstrebenswert, kritisiert die SFA. Sie fordert, dass zum Schutz der Jugendlichen wirkungsvolle Werbeeinschränkungen für Alkohol getroffen werden.

Management kauft Schweizer Touristik

Verlage Die deutsche Touristik Verlagsgesellschaft (TVG) hat ihre Schweizer Publikationen ans hiesige Management verkauft.

Verlage Die deutsche Touristik Verlagsgesellschaft (TVG) hat ihre Schweizer Publikationen ans hiesige Management verkauft.Herausgeber und Chefredaktor Franz-Xaver Risi und Verlagsleiter Guido Käppeli bringen die Titel Schweizer Touristik, Xtra Travel und ReiseBlick in ihre neu gegründete Firma Travel Trend Media ein. Die zwölf Angestellten der TVG in Zürich werden übernommen.

Eine Brunette mit neuen Reizen

Tabakwerbung Line Extension, neues Design und eigenständige Launchkampagne sollen die ermattete Schweizer PM-Zigarette Brunette wieder beleben.

Tabakwerbung Line Extension, neues Design und eigenständige Launchkampagne sollen die ermattete Schweizer PM-Zigarette Brunette wieder beleben.Auf welches Jahr geht die letzte klassische Werbekampagne für Brunette zurück? Immerhin vier Prozent Marktanteil habe die Schweizer Traditionszigarette, erklärt Raymond Pantet, Pressesprecher von Philip Morris SA Schweiz, zu der sie seit den 60er-Jahren gehört. Doch auf die Frage gerät selbst er ins Grübeln. «Der Konsumentengeschmack ging viel mehr in Richtung American Blend. Deshalb haben wir die Kommunikation vor allem bei diesen Marken konzentriert, sprich: Marlboro, Philip Morris, L&M wie Chesterfield.» In der Produktepalette entwickelte sich Brunette jedoch von der Cashcow immer mehr zum Poor Dog. Ihre starke Positionierung vorwiegend bei älteren, männlichen, körperlich arbeitenden Menschen strahlt für ein Genussprodukt bei den jüngeren Generationen heute kaum erstrebenswerte Eigenschaften aus. Höchste Zeit für eine Imagekorrektur. Die Vorgaben für eine einzigartige Nischenpositionierung sind tatsächlich gut: traditioneller Gout, Swissness, ein patiniertes Heritage aus den Jahren der grossen Schweizer Maschinenindustrie.Parisienne als stilles VorbildWas der Konkurrenz mit dem Relaunch von Parisienne gelang, soll auch bei Brunette möglich sein, so das unausgesprochene Ziel bei Philip Morris (PM). Erstere positionierte sich im Zeitgeist der 90er-Jahre mit künstlerisch «gebastelten» Posterumsetzungen und Autorenspots als Zigarette für junge Individualisten und gab der Community einen Namen – Parisienne People. Innert weniger Jahre wanderte die BAT-Marke auf der psychografischen Karte der Schweiz in den Nordosten.
In diesen Tagen kommt die neue, «besonders milde und ausgewogene» Brunette Special Tabac auf den Markt – mit einer Verpackung und einer integrierten Werbekampagne von MRG Communications. Dafür orientierten sich die Kreativen an der Naturbelassenheit der Mischung – blonder Virginia-Tabak, aromatische Burley-Sorten und eine Prise würziger Oriental-Tabak. Das Design mit seinem Retro-Look soll auf die Tradition der Marke anspielen und mit Elementen wie dem Zahnrad einen kernigen Working-Class-Groove erzeugen. Die blaugrüne Verpackung soll am POS die spezielle Positionierung unterstützen und auffallen. «Packaging-Tests ergaben, dass die Farbe vor allem bei Männern gut ankommt», freut sich MRG-Beraterin Esther Weber. Nebst den Btl-Massnahmen setzt man nach über zehn Jahren zudem wieder auf klassische Werbung, die vorerst den Neuheitswert der Zigarette in den Vordergrund stellt. Hierfür schaffen schrille Farben und wilde Muster einen starken Kontrast zur Verpackung. Nach den Brunette-Auftritten an den Musikfestivals hat MRG weitere Aktivitäten fürs laufende Jahr geplant.
Brunette Special Tabac: Trend für Working-Class-Heroes.
Luca Aloisi

«Die Kontinuität nicht stören»

Medienunternehmen Trotz Mehrheit am Aktienkapital verzichtet die Neue Zürcher Zeitung auf verstärkten Einfluss bei der LZ Medien Holding.

Medienunternehmen Trotz Mehrheit am Aktienkapital verzichtet die Neue Zürcher Zeitung auf verstärkten Einfluss bei der LZ Medien Holding.Die NZZ hat ihre Beteiligung an der LZ Medien Holding von 46 auf knapp 51 Prozent erhöht. Mit dem neuen Status als Mehrheitsaktionärin sei aber keineswegs auch ein stärkeres Mitreden beim Zentralschweizer Unternehmen verbunden, betont das Zürcher Medienhaus. Den Beweis für diese Aussage erbringt es postwendend, indem es sich nicht nur mit den beiden bisherigen VR-Sitzen begnügt, auch sonst werden keinerlei personelle Veränderungen vorgenommen.«Die LZ Medien sind ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das sehr gut geführt ist – da wollen wir die Kontinuität natürlich keinesfalls stören», erklärt Beat Lauber, Leiter Regionalzeitungen bei der NZZ-Gruppe. Mit Blick auf den Verwaltungsrat, in dem die Zürcher nach wie vor in der Minderheit sind, verweist er auf ähnliche Verhältnisse bei anderen Beteiligungen an Regionalzeitungen. «Auch dort gibt es Konstellationen, in denen wir die Mehrheit halten, im VR aber trotzdem in der Minderheit sind. Das ist für uns überhaupt kein Problem.»
Ebenfalls keine Rolle spiele der Zeitpunkt der Mehrheitsübernahme, die nur ein halbes Jahr nach der Installierung des Berner Modells und damit der Entschärfung der schwierigen Situation bei der Tageszeitung Der Bund erfolgt ist. «Bern und Luzern haben diesbezüglich miteinander überhaupt nichts zu tun», so Lauber.
Luzerns neue Strategie
Bei den LZ Medien ist VR-Präsident Hans Kaufmann nicht erst seit der Übernahme der zusätzlichen Anteile daran, eine neue Strategie zu erarbeiten, die noch dieses Jahr präsentiert werden soll. Dabei gehe es aber nicht in erster Linie um die Neue Luzerner Zeitung, die mit
einer Haushaltabdeckung von über 60 Prozent kaum mehr Wachstumspotenziale hat. «Wir verfügen neben unseren Presseerzeugnissen auch über einen Druckbereich sowie einen Fachverlag, in dem Weiterentwicklungen möglich sind», erklärt Lauber. Als Beispiel nennt er die Druckerei Multicolor, die dank neuer Kooperationen in den letzten Jahren «ein sehr erfreuliches Wachstum» erzeugen konnte.
Auch im Bereich Anzeiger habe man mit der jüngst erfolgten Übernahme eines 30-Prozent-Anteils an der Anzeiger Luzern AG die nötigen Schritte eingeleitet. Gerade mit den Gratisanzeigern hat die NZZ-Gruppe auf den drei Schauplätzen Bern, St. Gallen und Luzern gleichermassen Handlungsbedarf. «Hier lassen sich gemeinsam bessere Strategien entwickeln», so Lauber. Generell vertritt er die Meinung, die Problemstellungen der Regionalzeitungen, die überall die gleichen seien, müssten künftig verstärkt gemeinsam diskutiert werden. «Im Interesse einer starken Region und unabhängig davon, ob Beteiligungen existieren oder nicht.»
Kontinuität erhalten: Die NZZ begnügt sich auch als Mehrheits-aktionärin der LZ Medien Holding mit den bisherigen VR-Sitzen.
Daniel Schifferle

Viva hilft Open Gstaad bei der Kommunikation

Corporate Communication Das Tennisturnier Allianz Suisse Open Gstaad hat die Zürcher Agentur Viva beauftragt, seine internen Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen zu begleiten.

Corporate Communication Das Tennisturnier Allianz Suisse Open Gstaad hat die Zürcher Agentur Viva beauftragt, seine internen Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen zu begleiten.Viva hilft, die Werte des Turniers markengerecht zu verarbeiten und in ein neues Kommunikationskonzept zu integrieren. Damit soll die kommunikative Leistungsfähigkeit gegenüber Partnern und der Öffentlichkeit erhöht werden.

Der Quereinsteiger

Volker Straube, neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland, will die Kräfte für einen stärkeren Auftritt bündeln.

Volker Straube, neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland, will die Kräfte für einen stärkeren Auftritt bündeln.Sein neues Büro im obersten Stock von Mediaedge:cia – kurz MEC – an der Zürcher Brandschenkestrasse ist frisch gestrichen und wirkt deshalb noch ganz leer und jungfräulich. Er sei zwar die letzten sechs Wochen schon regelmässig zwischen der Schweiz und Frankfurt gependelt. Offiziell die Verantwortung übernommen als neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland hat der deutsche Volker Straube aber erst per Anfang Juli. «Das Büro wird schnell anders aussehen», verspricht er.Die von ihm jetzt geführte Mediaedge:cia gehört zu den Top drei der Mediaagenturen in der Schweiz. International hat das Netzwerk mehr als 175 Büros. Straube war vorher Managing Director von Mediaedge:cia Frankfurt. Mit seinem Wechsel nach Zürich ist der Auftrag verbunden, das Unternehmen hier umzubauen.
Zürich ist die Metropole der Medien- und Werbebranche. Deshalb wird Mediaedge:cia in Zukunft auch hier in dem bestehenden Frontoffice
alle weiteren Aktivitäten in einem Backoffice bündeln. Bis zum Jahresanfang will Straube etwa die Media Service Organisation von Bern nach Zürich ziehen. Der MEC-Hauptsitz ist mit seinem Eintritt ebenfalls von Lausanne nach Zürich verlegt worden. Lausanne als Standort soll aber «definitiv weitergeführt werden», weil das Frontoffice in der Romandie strategisch wichtige Funktionen erfüllt. Dazu haben Lausanne und Genf viele internationale Unternehmen, die dort ihren europäischen Hauptsitz haben. «Das ergibt die Möglichkeit, aus der Westschweiz heraus internationale Kunden weltweit zu koordinieren», folgert Straube.
Als Managing Director in Frankfurt leitete er einen wichtigen Standort des MEC-Netzwerkes, das in Deutschland auf Position vier der grössten Mediaunternehmen rangiert. Am Schweizer Job lockt ihn nun, innerhalb der WPP-Agenturgruppe, die er sehr gut kennt, das Geschäft in einem interessanten Markt weiter zu entwickeln. «Die Schweiz als Alternative zu anderen Ländern war sicher keine schwere Entscheidung für mich. Die Lebensqualität hier ist sehr hoch, und Zürich mit seinem jungen und quirligen Leben wird mir gefallen.»
Seine Ziele für die Schweiz: Die Mediaedge:cia, «die an sich schon sehr gross und gut positioniert ist», will er weiter ausbauen und stärken. »Wir konzentrieren unsere Kräfte: Das Ziel ist konsequente Integration statt grenzenloser Expansion.»
Mediaedge:cia Schweiz müsse sich und dem Markt seine Stärke
bewusst machen, «wir verfügen über die notwendige Grösse und Kompetenz und müssen diese Nachfragemacht und unser Know-how auch entsprechend darstellen.»
Straube strebt «einen grossen Schritt in der Entwicklung» an und sucht zur Verstärkung bereits auch «neue Talente». Insbesondere in Zürich schaut Straube nach Spezialisten im TV- und Plakatbereich aus.
Er selber ist als Quereinsteiger ins Business gekommen. Als Elektroingenieur hat er nach dem Studienabschluss festgestellt, dass er «nicht der Typ Naturwissenschaftler und Techniker» ist, sondern Lust auf etwas im weitesten Sinne Kreativeres hatte. Ein Einstieg bot sich in der Messeabteilung des Elektrounternehmens, wo er vorher als Techniker arbeitete. Von dort hat er 1990 zu Young & Rubicam nach Frankfurt gewechselt. In seiner ersten Agentur hat man ihm allerdings nicht die
eigentlich nahe liegende Stelle als Kontakter gegeben, sondern ihn mit Media starten lassen. «Es war die Zeit, als man in der Branche gesehen hat, dass der Bereich Media stark in Umbruch kommen wird, Stichwort Privatfernsehen, und so hat mich die Herausforderung interessiert.»
Nach drei Jahren bei Y&R ging Straube zu Ogilvy. Dort erlebte er 1993 die Ausgliederung der Media Consult, woraus später die weltweite Gründung von MindShare wurde.
Im Frankfurter Büro des MindShare- Netzwerks wirkte er die letzten drei Jahre in der Geschäftsführung. 2001 übernahm er dann als Managing Director die TME Germany, die Ende 2001 mit CIA zusammengeführt worden ist zum heutigen Unternehmen Mediaedge:cia. Diese Gründung hat Straube in Frankfurt, wo die Fusion physisch stattgefunden hat, als Geschäftsführer erfolgreich umgesetzt.
Straubes Stärke ist die Fähigkeit, sowohl Kunden wie Mitarbeiter für neue Wege motivieren und so grundlegend etwas verändern zu können.
Volker Straube setzt auf «konsequente Integration statt auf grenzenlose Expansion».
Andreas Panzeri
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