Kartellamt erlaubt die Übernahme von Viva

Musik-TV Das deutsche Bundeskartellamt hat die Übernahme der Kölner Viva Media durch den US-Medienriesen Viacom erlaubt.

Musik-TV Das deutsche Bundeskartellamt hat die Übernahme der Kölner Viva Media durch den US-Medienriesen Viacom erlaubt.Dadurch rücken die vier deutschen Musiksender Viva, Viva Plus, MTV und MTV2 unter ein Dach. Die Genehmigung erfolgte ohne Auflagen. Laut dem Kartellamt führt die Übernahme nicht zur Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung.

Demnächst im Kino: «screen-up»

TV Der 7. September 2004 ist in den Zürcher Cinemax-Kinos Abaton «screen-up»-Tag.

TV Der 7. September 2004 ist in den Zürcher Cinemax-Kinos Abaton «screen-up»-Tag.Die Schweizer Meinungsbildner der Medien- und Werbebranche warten gespannt auf diesen in seiner Art einzigen Infotainment-Event der elektronischen AV-Medien, sind doch die dort vorgestellten Inhalte der Zeit bis zu einem Jahr voraus. Zudem werden sich auch hochkarätige Vertreter der deutschen Privatfernsehstationen die Klinke in die Hand geben. So werden etwa Top-Leute von Sat 1, ProSieben und RTL in Zürich erwartet.

Summer in the City

Den Sommerauftakt bildete schon vor einem Weilchen die Premiere des Spiderman-Sequels mit sinnigem Namen Spiderman 2, samt heisser Party natürlich.

Den Sommerauftakt bildete schon vor einem Weilchen die Premiere des Spiderman-Sequels mit sinnigem Namen Spiderman 2, samt heisser Party natürlich.Ein typischer Frauenfilm übrigens, wie nicht nur ein Blick auf den Cast, sondern auch auf die Gästeliste der Premiere zeigte. Tobey Maguire – in der Doppelrolle als weicheiernder Softie Peter Parker und seinem Netze knüpfenden Alter Ego – sei Dank, haben auch Frauen das Action-Genre definitiv entdeckt. Mit drei weiteren männlichen und einer farblosen weiblichen Hauptrolle dürfte wohl allen klar sein, wo das wahre Zielpublikum des Action-Reissers zu suchen ist.
Zur Premierenparty in Zürich waren gar der arrivierte englische Schauspieler Alfred Molina, abonniert auf die Verkörperung von Bösewichten, mit seinen jugendlichen Komparsen Daniel Gillies und James Franco angereist. Sie zeigten sich beeindruckt vom gigantischen Party-Set, welches Aroma Productions in einer Fabrikhalle irgendwo zwischen Altstetten und Schlieren mehr oder weniger aus dem Nichts erschaffen hatte. Chapeau Jungs – bei Buena Vista und Aroma scheint man noch zu wissen, was das Publikum begeistert!
Ebenfalls etwas einfallen liess man sich bei der Vereinigung Schweizer Verlagsfachleute. Die alljährliche Schifffahrt auf dem Zürichsee ist zwar nicht neu, doch dürften viele Besucher zum ersten Mal bei über dreissig Grad mit einem Käsefondue in Kontakt gekommen sein. Und dass die Kunst des Fonduekochens im Hochsommer ihre Tücken hat, dürfte dem Smutje der ZSG aufgegangen sein. Bei der mit hohen Temperaturen verbundenen Luftfeuchtigkeit scheidet der Käsebrei schneller als im Winterstübli. Weshalb das eine oder andere Caquelon bei Halbzeit zum erneuten Aufkochen und Eindicken retour in die Küche geschickt werden musste.
Jedoch, man trugs mit Fassung. Zumal das Organisationskomitee des Schiffsausflugs mit einer ganz guten Neuigkeit aufwartete. Markus Will von Ringier, Silvia Landolt, Sportverlag Medien, Däni Allemann und Francine Bruni vom TR7 und Jean-Christophe Francet, Publimedia, haben nämlich gleich auf Anhieb so perfekt zusammen gearbeitet und dabei auch noch Spass gehabt, dass das Fondueschiff-OK in corpore für den komplett vakanten Vorstand der VSV kandidiert. Die Wahl an der ausserordentlichen GV im Herbst ist eigentlich nur noch Formsache. Dass sich nach dem Abheuern am Bürkliplatz fast die gesamte Truppe zuerst ins Terrasse, und danach auch noch bis spät in die Nacht ins Mascotte zum Feiern weiterbewegte, konnte diesen Eindruck nur festigen.
Ein ebenfalls lieb gewonnenes Ritual in der Sommerpause ist der Eröffnungsabend im Kino am See. Dieses Jahr sogar mit Wetterglück. Just auf die Premiere hin hatte Petrus ein Einsehen und blies die Wolken über Zürich weg. So pilgerte Kreti und Pleti ans Zürihorn, um sich die zweieinhalb Stunden, die vor der Filmvorführung jeweils bleiben, mit Food und Drinks und Tratsch und Klatsch zu vertreiben.
Auch um Film gings diesen Sommer bei der Idée-VfW. Bereits zum dritten Mal konnte die Kommunikationsvereinigung ins Küsnachter NJP-Tonstudio von Leos Gerteis zur Idée-Filmnight einladen. Dank der Unterstützung von Buena-Vista-Marketingleiter Matthias Keller konnte dieses Jahr die Schweizer Topkomödie «Achtung, fertig, Charlie!» gezeigt werden. Nach Apéro und Häppchen im lauschigen Garten – auch bei der Idée herrschten übrigens angenehmste Temperaturen vor – weihte NJP-Inhaber Gerteis die Gäste in einer Führung mit zahlreichen praktischen Beispielen in die Geheimnisse eines professionellen Tonstudios ein.
Ziemlich spontan ins Haus flatterte auch noch eine Einladung von Carat und Vizeum zum House-Warming-Event der neuen Büros an der Kanzleistrasse. Der Geistesblitz, besser vor dem grossen Umzugstermin zur Party zu bitten, kam den Verantwortlichen wohl gerade noch rechtzeitig.
Und richtig, der Anlass war so gut besucht, dass allfälliges Mobiliar nur im Weg gewesen wäre. Dadurch kam auch der von IPM mitgebrachte übermannshohe Totem, von Marietta Widmer in einer Blitzaktion organisiert, erst recht zur Geltung. Reizvoll auch das kurze Podiumsgespräch – spannends-te Quintessenz daraus: PubliGroupe-Chef Hans-Peter Rohner hätte gerne auch noch etwas Radiovermarktung in seinem Portefeuille.
Den krönenden Abschluss der Sommerfeten bildete schliesslich die Streetparade. Dazu nur so viel: Selbst schuld, wer sich diese Megaparty nicht gebührend reinzieht. Und wer dazu sogar noch ins Baur au Lac eingeladen wird, darf die wilde Tanzerei auf keinen Fall verpassen!
Bekämpft das einzige Spinnenvieh, auf welches Frauen abfahren: Doc Ock.
Roger Crotti (l.), Managing Director von Buena Vista Intern. (Switzerland) mit Spiderman-Star Daniel Gillies, der John Jameson spielt.
«Where for God’s sake did you learn your job?», frotzelte Alfred Molina (r.) alias Doc Ock über Interviewer Hannes Hug.
Heisse Spidi-Party auf die Beine gestellt: Lukas Meier (l.), Aroma Productions und Matthias Keller, Marketingleiter bei Buena Vista.
Beraterin Claudia Wilden von Cinecom machte einen auf Kundenpflege – sie kam mit Roman Sonders von Ford.
Sehen und gesehen werden: Andrej Voina (r.) von Jenni Kommunikation, der mit Matthias Borner von Apple im Abaton auftauchte.
Für einmal keine Angst vor Spinnen – im Gegenteil: Nele Zollinger (l.) von Siemens mit Isabelle Plieninger, Futurecom.
Philip Kramer, Sponsoring- und Event-Leiter bei Orange, überzeugte Corinne Graf von der Partyqualität.
Der gemeinsame Kinderhütedienst Küng-Marchel: Susanne und Stephan Küng (r.), Initiative Media, und Markus Marchel, g…media.
Fürs rauchige Vergnügen sorgten Andreas Stachel und Margrit Wandeler von La Corona Cigar & Spirituosen in Rapperswil.
Die Organisatoren des VSV-Schiffs verstanden sich so gut, dass man beschloss, gleich für den verwaisten Vorstand zu kandidieren.
Wurden leider in Thalwil von Bord geschickt – die rüstigen Damen von der Ländlerkapelle sorgten für die Unterhaltung vor dem Fondue.
«Chum Edi, nimm au no en Schnaps», meinte Christian Widmer zu Edi Häusler (r.), derweil Rolf Wiggenhauser (l.) aufs Fondue wartete.
Diesen Damen sieht man den Spass an, den so eine Schifffahrt macht: Daniela Bahnmüller, Andrea Schaffner und Jacqueline Roth (v. l.).
So ein Fondue macht Stimmung, dachte sich Guido Eberhard und ging gleich mal mit Barbara Dohner auf Tuchfühlung.
Für den stilechten Dessert war ebenfalls gesorgt: Rudolfwilli und Mirella Nuolf rauchten auf dem Hinterdeck mit Walter Vontobel (r.).
Die innovativen Köpfe hinter dem Orange-Open-Air-Kino: Dieter Steger, Daniel Höltschi und Peter Hürlimann (v. l.) von Cinerent.
Alle Jahre wieder herrscht während der Kino-am-See-Premiere Hochbetrieb an der gut bestückten Bar am Fuss der Riesenleinwand.
Für das Wohl der Gäste in der Orange-Lounge hoch über den Zuschauerrängen zeichnen René (2. v. l.) und seine Crew verantwortlich.
Wenn ihm die schönen Begleiterinnen ausgehen, dürfte die Menschheit definitiv ausgestorben sein: Frank Bodin und Ayana Calugar.
Einen Familienausflug ins Kino am See machten Journalist HG Hildebrandt, Designerin Nina Thoenen und Sohnemann Tim.
Die neue Sat-1-Wetterfee Tamara Sedmak (l.) mit Kollegin Paola Biason, Leiterin des Gesellschafts-Ressorts beim SonntagsBlick.
Hans Bébié (l.) vom Tagblatt mit Partnerin Karin Curi und Bernhard Oehrli von der Spreitenbacher Limmatdruck AG.
Frisch von den US-Flitterwochen zurück hatte Natalie Schneider ihrem Idée-Vorstandskollegen Heinz Egli einiges zu erzählen.
Sonja Hürlimann, Leiterin strategische Planung bei Euro RSCG mit Christian Staub, Idée-VfW-Vorstandsmitglied.
Hochkarätiges Podiumsgespräch: Andy Lehmann, Moderator Filippo Leutenegger, Hampi Rohner, Ueli Eckstein und Michi Frank (v. l.).
Beim gemeinsamen Apéro: Clear-Channel-Chef Beat Sulzer (l.) und Beat Stähli (r.) mit Jean-Michel Bonvin von Carat.
Endlich mal wieder eine Gelegenheit, sich zuzuprosten, meinten Tina Näf von Carat und Philip Hofmann von IPM.
Parlierten ein bisschen auf Italienisch: Maja Kuhn, Vizeum, und Carlo Salvioni, Senior Country Manager Switzerland bei Bulgari.
Gute Stimmung auch bei Christoph Marty und Bea Künzle, AZ-Gruppe, mit SonntagsZeitung-Anzeigenleiter Diego Quintarelli (v. l.).
Die Reader’s-Digest-Delegation mit Anzeigenleiter Paolo Placa (l.) und Berater Ruedi Geisselhardt.
Soll Glück bringen: Geschenk-Totem von IP Multimedia.
Affenscharf und ohne Worte – Raverin im Baur au Lac.
Gastgeber Bruno Oetterli (r.), Radiotele, mit Rudolf Wüthrich, Zürich Versicherungen, und Beatrice Flühmann von Mode Flühmann.
Die schönsten und charmantesten Damen – immer an der Street-Parade im Baur au Lac: Asta Baumöller (l.) und Suzanne Speich.
Unterstützte Viva bei der Lancierung: Hans Savonije, mit Gattin Ann, heute CEO beim Nestlé-Coke-Joint-Venture Beverage Partners.
Bootsprüfung bestanden, nun kommt die für den Töff: Mirjam van Zweden mit Harley-Fah- rer Renato Schena (r.) und Felix Kilchsperger.
Chantal Arnold (l.) mit ZKB-Werbeleiterin Bernadette Grossenbacher und Eugen Huser.
Richi Gasser (l.) von Belcom kam mit Ehefrau Carmen und traf im Baur-au-Lac-Garten auf Ikea-Werbeleiter Beat Fingerhuth.
Sind nicht übernächtigt, sondern tragen Sonnenbrillen als Accessoires: Andrea Staub (l.), Wirz, und Nicole Zubler, Carat.
Gemeinsames Posieren bei Cüpli und Häppchen: Luise Diem und Paul Kelly mit Madeleine Bieri (v. l.) von Radiotele.
Genossen schwer verliebt die Street-Parade. Die ideale Pärchenparty, sagten Nicola Stadler und Marc von Waldkirch.
Dieser Garten ist der Place-to-be, meinten Pascale Sigrist von SMS/Sigrist Marketing Services und Andi Gloor von Unique People.
Michèle Széchényi, Head of Marketing, Giovanni Zamai (l.), Head of Programm, Viva Schweiz, mit Gast Thorsten Gatterdamm.
Thomas Rüttimann (l.) kam mit Thomas Kämpfer – man beachte den Street-Parade-adäquaten Spruch auf seinem T-Shirt.
Leider viel zu selten in Zürich zu sehen: Daniela Depping von der Berner Kiss-the-Frog-Events, mit Hans-Peter Scholl, Radiotele.
Kennen sich aus ihrer Kindergartenzeit, als Techno noch kein Thema war: Carla Fuhlrott (l.), Mediaschneider, mit Candie-Anne Ryser.
Vollgas gaben Jenni Best (l.) und Marielle Morerod.
Susanne Notter (l.), Wemf, mit Mirjam Ernst, Lehrerin – da würde man gern nochmals die Schulbank drücken.
Ziemlich coole Nummer: Kuoni-Marketingleiter Gianni Moccetti (l.), mit Vanessa Bay, Travel Inside, und Daniel Siegenthaler, Radiotele.
Sorgten mit Ticketino-System für einen reibungslosen Entry-Ablauf: Patrick Walgis (l.) und Luzi Rageth mit Kiss-the-Frog-Hostessen.
Beat Fritschbeim Aufklärungsunterricht an der Zürcher Street Parade, wo Prävention gross geschrieben wurde. Also wenn frau während «Sie wissen schon» aufblasbare Plastikhüte trägt, wird sie weder krank noch schwanger. Oder? Einmal mehr bildete das verrückte Techno-Love-Sex-Drogen-Festival den Höhepunkt und Abschluss des Sommerbreaks. Sonst noch besucht in der Werbewoche-Sommerpause: Die Spiderman-2-Premierenparty, das Fondueschiff der Vereinigung Schweizer Verlagsfachleute, die Filmnight der Idée-VfW und die Housewarming-Party von Aegis-Vizeum-Carat.
Shortlist-Preview11. August: Theater-Spektakel-Event mit dem Tages-Anzeiger, Landiwiese
12. August: 80 Jahre R & B – Geburtstagsparty von Roger Baur und Beat Fritsch, Lebewohl-Kulturclub
13. August: Orange-Night, Kino am See

Zahl der Woche

TV In der Schweiz gibt es offiziell nur 100000 Haushalte ohne TV-Gerät. Mit 96,7 Prozent Verbreitung steht somit fast in jedem Haushalt eine Flimmerkiste. In jeder fünften werden die Programme über Satellit empfangen, und nur mehr in jeder 7. Haushal

TV In der Schweiz gibt es offiziell nur 100000 Haushalte ohne TV-Gerät. Mit 96,7 Prozent Verbreitung steht somit fast in jedem Haushalt eine Flimmerkiste. In jeder fünften werden die Programme über Satellit empfangen, und nur mehr in jeder 7. Haushaltung fehlt ein Videogerät zur Aufzeichnung. Quelle AC Nielsen

NZZ.ch liefert Besuchern 20 Millionen Seiten

Internet NZZ Online hat erstmals mehr als 20 Millionen Seitenabfragen verzeichnet.

Internet NZZ Online hat erstmals mehr als 20 Millionen Seitenabfragen verzeichnet.Der Net Audit der Wemf weist für den Webauftritt der Neuen Zürcher Zeitung im Juli 20,2 Millionen Page Impressions aus. Mehr abgefragt wurden in der Schweiz nur noch die Seiten des Partyportals Tilllate.ch (23,9 Millionen Page Impressions). Mit 3,9 Millionen Visits und 686000 Unique Clients erreichte NZZ Online klare Spitzenwerte. Laut einer Mitteilung werden Eigenleistungen der Online-Redaktion zu wichtigen Tagesthemen von den Usern am meisten angeklickt.

Fatale Fixierung auf Zürich

Tamedia Welche strategischen Möglichkeiten hat der Zürcher Medienkonzern nach dem P-NZZ-Deal? Die Lösung liegt in der Schublade – von Ringier.

Tamedia Welche strategischen Möglichkeiten hat der Zürcher Medienkonzern nach dem P-NZZ-Deal? Die Lösung liegt in der Schublade – von Ringier.Nach dem Einstieg der NZZ-Gruppe beim Zürcher Unterländer und der Zürichsee-Zeitung wird in der Branche heiss diskutiert, was die Tamedia nun machen werde. Vom Zürcher Medienhaus selbst sind nur sehr allgemeine Äusserungen zu hören. So wird etwa Tagi-Chefredaktor Peter Hartmeier mit der Aussage zitiert: «Jetzt wissen wir, woran wir sind, und dass wir auf unsere eigenen Stärken bauen müssen.» Und Tamedia-Sprecherin Franziska Hügli doppelt mit der Aussage nach: «Es ist klar, dass wir den Tages-Anzeiger aus eigener Kraft weiterentwickeln werden.»Keine Tabus – oder doch …
Wesentlich konkretere Informationen sind einem Interview von Peter Hartmeier in der Hauszeitung doppelpunkt in diesem Frühjahr zu entnehmen. Dort betonte Hartmeier, dass es bei der Weiterentwicklung des Tages-Anzeigers keine Tabus gebe. So sei unter anderem auch die Frage gestellt worden, ob man den Tages-Anzeiger als eine reine Stadtzürcher Zeitung weiterentwickeln und parallel dazu eine Zeitung für das Umland gründen solle. Man sei dann aber zum Schluss gekommen, dass «wir keine Kompaktzeitung, sondern weiterhin eine politische Komplettzeitung machen wollen. Wir wollen die Identität, das Unverwechselbare des Tages-Anzeigers nicht antasten, sondern weiterentwickeln.» So gesehen gibt es eben doch ein Tabu. Der Tages-Anzeiger soll also nur angepasst, aber nicht radikal verändert werden. Vielleicht sollte man das doch noch einmal überdenken.
Die klassischen Tageszeitungen von heute haben ja vor allem das Problem, dass sie die Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung eines bestimmten geografischen Gebietes abdecken müssen. Diese Bedürfnisse sind aber zunehmend heterogen. Eine Zeitung für alle wird damit zu einer Fiktion. 20 Minuten ist der beste Beweis dafür, dass man auch im Zeitungsmarkt mit Zielgruppendenken weiterkommt. Was kann das nun für den Tages-Anzeiger heissen? Er muss sich für eine Zielgruppe entscheiden und allenfalls für eine dadurch vernachlässigte Zielgruppe einen neuen Titel lancieren. Diese Strategie ist zwar teuer, aber kaum erheblich teurer als die gerüchteweise kolportierte Lancierung von Regionalsplits für einzelne Regionen des Kantons Zürich. Mit solchen Regionalsplits könnte man eigentlich nur etwas erreichen: Die Konkurrenz durch aufgeblähte Marketingkosten so lange zermürben, bis sie aufgibt. Angesichts des jüngsten Deals zwischen NZZ und PubliGroupe sind die Erfolgsaussichten einer solchen Strategie aber deutlich gesunken. Sie würde die noch weich zu klopfenden Landverleger direkt in die Arme der NZZ treiben, die mit Unterstützung der «P» alles daran setzen dürfte, dass die Strategie Tamedia nicht aufgeht.
Die Lösung liegt vielmehr in der offenbar verworfenen Idee der Konzentration des Tages-Anzeigers auf ein engeres Gebiet und der Lancierung eines neuen Titels. Dabei sollte sich die Tamedia aber nicht weiter derart verbissen auf den Kanton Zürich fixieren. Denn gerade darin dürfte einer der Gründe liegen, warum der Konzern nicht weiterkommt. Das wird klar, wenn man die Umsätze der drei Zürcher Grossverlage im letzten Jahr mit denjenigen von 1996 vergleicht. Während der Umsatz der Tamedia praktisch stagnierte (–0,6%), wuchs er bei der NZZ um 34,1 und bei Ringier um 17,2 Prozent. Vergleicht man die Strategien der Verlage, liegt eine mögliche Erklärung auf der Hand: Die Tamedia erwirtschaftete den grössten Teil ihres Umsatzes im Grossraum Zürich. Die NZZ kaufte sich dagegen Umsatz in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz dazu, und Ringier dehnte sich vor allem im Ausland aus. Die Tamedia hat dadurch ein deutlich höheres Klumpenrisiko als die beiden andern Verlage.
Mit dem Kauf von 20 Minuten hat sie dieses Klumpenrisiko etwas verringert. Die Regionalausgaben in Basel, Bern, neuerdings Luzern und bald wohl auch in St. Gallen dürften bereits in diesem Jahr gut zehn Millionen Franken Umsatz generieren. Nahe liegend wäre nun eine Regionalisierungsstrategie des Tages-Anzeigers in der ganzen deutschen Schweiz. Dies dürfte aber abgesehen von hohen Kosten genauso wenig bringen wie Regionalausgaben im Kanton Zürich.
Kompakt für Anspruchsvolle
Die Lösung liegt vielmehr in der Lancierung einer neuen Zeitung, die 20 Minuten und den Tages-Anzeiger ergänzt. Der Tagi würde stärker auf den Grossraum Zürich fokussiert und den nationalen Anspruch völlig aufgeben. Parallel dazu würde eine neue, deutschschweizerische Tageszeitung im Tabloidformat lanciert, eine profilierte, aber sehr kompakte Publikation für anspruchsvolle Leser. Sie enthielte kurze Artikel und Kommentare über das politische, wirtschaftliche und sportliche Geschehen in der Schweiz und im Ausland.
Zielpublikum wären vor allem Personen in Führungsfunktionen, die in ihrem dicht gedrängten Terminkalender kaum mehr Zeit finden, die für sie relevanten Informationen in einer konventionellen Tageszeitung zusammenzusuchen. Im Gegensatz zu 20 Minuten dürfte eine solche Zeitung nicht gratis sein. Sie müsste in der ganzen Schweiz in der Frühzustellung verbreitet werden, damit die anvisierte Zielgruppe das Blatt auf dem Arbeitsweg lesen kann.
Es ist zu vermuten, dass das in einer Schublade von Ringier ruhende Tageszeitungsprojekt etwa so aussieht. Im Gegensatz zur Konkurrenz von der Dufourstrasse hat die Tamedia bezüglich Ressourcen aber die wesentlich besseren Startchancen. So kann sie die heutige (sehr grosse) Redaktion des Tages-Anzeigers auf die beiden Titel aufteilen und gezielt ergänzen. Bei der Lancierung kann sie sich auf die Abonnenten von Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und Facts abstützen.
Es ist klar, dass durch eine solche neue Zeitung der Tages-Anzeiger an Auflage verlieren würde. Als Regionalzeitung für den Grossraum Zürich hätte er aber eine weitaus klarere Perspektive als heute. Und die NZZ erhielte eine klare Konkurrenz und müsste sich vielleicht dann doch einmal überlegen, ob die alte Tante nicht gelegentlich ein Facelifting braucht.
NZZ und PubliGroupe stärken die Fronten gegen den Tages-Anzeiger. Tamedia reagiert bisher gelassen, steht aber klar unter Zugzwang.
Ueli Custer

Der Berg kommt nicht zum Propheten

Eventmarketing Eine Roadshow verspricht Nähe zum Kunden. Doch die Eventform birgt auch etliche Fallgruben.

Eventmarketing Eine Roadshow verspricht Nähe zum Kunden. Doch die Eventform birgt auch etliche Fallgruben. Aus Kostengründen gestrichene Messeauftritte oder wegrationalisierte Firmenevents: Das enge Budgetkorsett vieler Unternehmen erschwert die persönliche Kontaktaufnahme mit potenziellen Kunden. Dabei ist gerade sie das A und O bei der Akquisition neuer Segmente. Die Erfahrung, dass sich Kunden schwer tun mit einer Firma, die sie nur über das Telefon oder gelegentlich ins Haus flatternde Post kennen, hat auch Swisscom Enterprise Solutions (SES) gemacht. Die Gruppengesellschaft der Swisscom bietet Telekommunikationslösungen für Geschäftskunden an. «Die Kunden erwarten, dass man in einem persönlichen Gespräch ihre individuellen Bedürfnisse beleuchtet», erklärt Fabian Talleri, Marketing Communications bei SES.In den letzten sechs Jahren versuchten die Verantwortlichen das Bedürfnis nach mehr Nähe mit der Durchführung von Roadshows zu befriedigen. Dieses flexible Marketinginstrument bietet gegenüber dem Messeauftritt den grossen Vorteil, dass das organisierende Unternehmen die Aufmerksamkeit der potenziellen Käuferschaft in einem konkurrenzfreien Umfeld für sich allein hat.
Dafür muss es den Besuchern einiges bieten, um auch latent Interessierte zu aktivieren, wie der Marketingexperte und Autor Rolf Gruber bestätigt: «Da die Firma alleine auftritt, ist die Erwartungshaltung der Kunden sehr hoch.» Wenn der Organisator diese nicht befriedigen könne, falle er durch den Raster. Absolute Killer sind laut Gruber langweilige Sprecher oder Powerpoint-Präsentationen. Aber auch die Eigenschaft, dass viele Unternehmen einen solchen Event organisieren, ohne wirklich etwas Neues präsentieren zu können. Die Bedeutung des Newsgehalts einer Roadshow bestätigt auch Fabienne Marchand von FM Projects, die für Meister Proper eine Tour über die Schweizer Fussballfelder organisierte.
Neben dem zu vermittelnden Inhalt spielt der Rahmen eines Anlasses eine nicht minder zentrale, wenn nicht sogar übergeordnete Rolle. «Der Kunde vergleicht die Veranstaltung eins zu eins mit dem entsprechenden Unternehmen und mit dem Produkt, das ihm dieses verkaufen will», weiss Christian Bonnot von Bonnot’s Eventhouse, der die SES-Roadshows organisiert hat. Selbst ein schlechtes Catering könnte eine spätere Kaufentscheidung negativ beeinflussen. Ein weiterer wichtiger Punkt – und gleichzeitig eine Schweizer Eigenart – sieht Therese Wenger, Presseverantwortliche bei Orange Communication in der Anpassung an die landestypischen Umgebungen. Denn ein Konzept, das in der Deutschschweiz erfolgreich eingesetzt werde, funktioniere nicht unbedingt auch im Tessin oder in der Westschweiz.
Die Knacknuss bei der Durchführung ist allerdings nicht eine professionelle, auf die Zielgruppe abgestimmte und spannende Gestaltung, sondern die potenzielle Kundschaft möglichst zahlreich zu versammeln. «Gerade in der Kommunikationsbranche hat sich in den letzten Jahren eine regelrechte ‹Eventitis› entwickelt», sagt Fabian Talleri. Durch die Event-Dichte werde es zunehmend schwieriger, die Leute an einen Anlass zu locken. Eine Tendenz, die zusätzlich durch die Tatsache unterstützt wird, dass sich heute jeder die gewünschten Informationen problemlos auf einem alternativen Weg beschaffen kann.
Die Entscheidung, eine Roadshow zu besuchen, wird primär durch zwei Faktoren beeinflusst: Das Thema und das, was rundherum geboten wird. Wenn Ersteres nicht zu überzeugen vermag, muss das «Drumherum» so attraktiv sein, dass sich eine Anmeldung beziehungsweise das Verweilen vor Ort trotzdem lohnt. Wer wie Orange mit einem Tourbus unterwegs ist, wird versuchen, die Passanten mit speziellen Aktionen anzulocken. Wohingegen potenzielle Kunden, die gezielt zu einer Roadshow eingeladen werden, mit einem grossen Namen geködert werden.
Bei der Variante mit Einladung kommt erschwerend hinzu, dass die Anwesenheitsrate selbst nach telefonischer Nachfassung nicht kalkulierbar ist und meist nur einen approximativen Wert darstellt. Gerade der Faktor Wetter kann den Organisatoren – in- und outdoor – einen Strich durch die Rechnung ziehen: Bei Schneegestöber sitzt niemand gern ins Auto, und an einem lauen Sommerabend zieht es potenzielle Teilnehmer eher in die Gartenwirtschaft statt in den Seminarraum. Dazu Fabian Talleri: «Bei einer Gratisveranstaltung haben viele Leute das Gefühl, dass es keine Rolle spielt, ob sie erscheinen oder nicht». Ein Risiko, das der Veranstalter allein trägt, denn sein Aufwand, von der Einladung bis zur Durchführung, bleibt – von der Besucherzahl kaum beeinflusst – gleich.
Der Erfolg von Roadshows lässt sich nicht zuletzt wegen der Imagekomponente nicht in Zahlen messen. Dass solche Events dennoch durchgeführt werden, erstaunt umso mehr, da derzeit Investitionen akribisch genau auf ihren Ertrag hin geprüft werden. Christian Bonnot und Fabian Talleri sind aber überzeugt: Unter dem Strich lohnt sich der Aufwand. «Eine schweizweit einsetzbare Roadshow ist immer noch günstiger als 20 Verkäufer, die kreuz und quer durch die Schweiz fahren oder acht Stunden am Telefon verbringen», ist Talleri überzeugt. Trotzdem: Bei der SES hat die Roadshow ausgetourt, da sich das Unternehmen neu auf Grosskonzerne ausrichtet. Für die Ansprache dieser Zielgruppe, so Talleri, sind die Verkaufsevents der falsche Weg.
Bis auf wenige Einschränkungen lassen sich Roadshows sowohl im B-to-B- wie auch im B-to-C-Bereich einsetzen. Auch bei den zu verkaufenden Produkten sieht Therese Wenger von Orange Communications keine Einschränkung, solange sie gut demonstriert und mit Kommunikationsbotschaften transportiert werden können.
Einzig bei reinen Dienstleistungsanbietern wie Banken, Immobilienverwaltern oder Stellenvermittlern könnte es sich gemäss Rolf Gruber schwieriger gestalten, das Publikum auf diesem Weg zu erreichen. «Als strategisches Mittel im Marketing-Mix ist eine Roadshow aber nur so wertvoll, wie sie mittel- bis langfristig eingesetzt wird», ist Gruber zudem überzeugt. Ein Entwicklungspotenzial sieht er für die nächsten Jahre gegeben, danach rechnet er aber mit einer erneuten Abflachung. Auch Wenger schätzt die Roadshow als gute Ergänzung
im Rahmen des Kommunikationsmixes ein. Aber: «Eine losgelöste
Roadshow ohne komplettes Kommunikationskonzept ist schnell verpufft und die Langzeitwirkung ist gegen null tendierend», warnt sie. Eine grosse Zukunft prophezeit der Roadshow dagegen Fabienne Marchand. In der heutigen medialen Reizüberflutung müssten neue Wege gegangen werden, und sie weiss: «Erlebnisorientierte Kommunikation haftet länger.»
Nicht nur Entwicklungs-, sondern auch Optimierungspotenzial sieht Christian Bonnot für künftige Roadshows: Durch Partnerschaften mit Unternehmen, die das gleiche Zielpublikum ansprechen, könnten die Kosten geteilt und Synergien nachhaltig genutzt werden. «Das Problem bei dieser Idee ist allerdings die Schweizer Mentalität: Jeder hegt sein eigenes Gärtchen», gibt er zu bedenken.
Fragen erwünscht: Zur Auflockerung der Präsentationen von Swisscom Enterprise Solutions setzte Organisator Christian Bonnot auch mal einen «falschen» KMU-Vertreter ins Publikum.
Nah dran: Mit dem Orange-Bus fährt das Telecomunternehmen direkt bei seiner Zielgruppe ein.
Von der Waschküche aufs Fussballfeld: Mit dem echten Meister Proper lockte FM Projects Schaulustige an die Roadshow für das Waschmittel von Procter & Gamble.
Simone Keller

SF 2 setzt auf grosse Gefühle

TV Ab Herbst strahlt SF 2 jeden Abend um 18.45 Uhr die Serie «Bianca» aus.

TV Ab Herbst strahlt SF 2 jeden Abend um 18.45 Uhr die Serie «Bianca» aus.Es handelt sich um eine so genannte «Telenovela». Das Format der romantischen Endlos-Saga stammt aus Südamerika, doch «Bianca» wird von ZDF, ORF und SF DRS produziert. Ab Ende Juli werden 200 Folgen à 45 Minuten in den Potsdamer Studios von Ufa/Teamworx gedreht. Ufa hatte die Serie unter dem Arbeitstitel «Wege zum Glück: Bianca» bereits Anfang Jahr angekündigt. Im Mittelpunkt des «modernen Märchens» stehe eine Heldin, die ein neues Leben beginne und dabei ihre grosse Liebe treffe.Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung liegt der Produktionskostenrahmen bei 18 Millionen Euro. Wie viel SF DRS in die Telenovela investiert, wollte Pressesprecher Robert Neuhaus auf Anfrage nicht bekannt geben.
(sm)

Finish in der Sommer-Rally

Grosser Endspurt vor der Saure-Gurken-Zeit.

Grosser Endspurt vor der Saure-Gurken-Zeit.Bevor sich die Zürcher Werbe-, Media- und Verlagsszene in die wohlverdiente Sommerpause absetzt, wird der letzte Key-Event für eine Standortbestimmung genutzt. Die Verleihung des Media Trend Award durch das Media Trend Journal, welche jeweils Ende Juni im Jazzclub Moods im Schiffbau über die Bühne geht, ist dazu bestens geeignet.Ausgezeichnet werden in zwei Kategorien die besten Medienanbieter und Medienvermittler. Durch die Sendung – pardon … durch die Show führt jeweils die charmante und auch in Mediafragen kompetente Moderatorin Anna Maier. Heuer gabs übrigens gleich auch zwei Premieren. Pierre C. Meier, heute Chefredaktor der Werbewoche, übergab das Zepter beim MTJ offiziell an seinen Nachfolger Urs Schnider. Und mit dem Kabarettisten Patrick Frey hatte man sich für den Showblock ein neues Gesicht ins Moods geholt.
Eine Lachsalve jagte die nächste bei seinem Auftritt. Neben einer zur Jahreszeit passenden Weihnachtsgeschichte in Kurzform begeisterte er vor allem mit der Propaganda für die Hodenbaden-Beckenbodentherapie und seinen Erläuterungen zum Relaunch des Automagazins «Rasen und Glauben», in Zusammenarbeit mit Filippo Lombardi und Jolanda Surer-Marquard-Tavoli-Bönzli. Für seine Darbietung erhielt Frey einen Superapplaus.
Die Award-Verleihung brachte Erwartetes und Überraschendes. Mit der NZZ, gefolgt von Clear Channel Plakanda, sah man die letztjährigen Sieger wiederum zuoberst auf dem Podest der Medienanbieter. NZZ-Verkaufsleiter Marcel Kohler wolle allerdings auf jedem Schreibtisch einen Award sehen, war aus eingeweihten Kreisen
zu hören. Und auch Plakanda-CEO Beat Sulzer freute sich über den beinahe gewohnten zweiten Platz. Er verwies darauf, dass die Messlatte sehr hoch gelegen habe. Um mit dem fast schon tückischen Seitenhieb zu enden, dass man eben nicht die grösste Plakatgesellschaft sein müsse, um auch die beste zu sein. Jedoch muss sich Plakanda fürs nächste Jahr gewaltig sputen. Die Pendlerzeitung 20 Minuten, welche innert einem Jahr den Sprung von Platz acht auf drei schaffte, war dem Plakatanbieter mit 0.01 Punkten Differenz haarscharf auf den Fersen. Und auch die viertplatzierte Gruner + Jahr Schweiz folgte mit einem hauchdünnen Abstand von nur 0.02 Zählern.
Einen neuen Sieger gabs bei den Medienvermarktern – Radiotele und Publisuisse haben hier die Plätze abgetauscht. Das Duell mit Radiotele um den Sieg habe aber sowieso seit Jahren im statistischen Vertrauensbereich stattgefunden, relativierte Publisuisse-CEO Martin Schneider bescheiden die Leistung. Die erstplatzierte Publisuisse setzte sich allerdings doch klarer
von ihrer Verfolgerin ab als beispielsweise die drittplatzierte Cinecom. Mit nur 0.01 Punkten Vorsprung dürfte die Kino- und Sat-1-Vermarkterin bereits den warmen Atem des Teams von Mediabox, der Agentur für Sonderwerbeformen, im Nacken spüren. Der Media Trend Award’05 verspricht also bereits jetzt viel Spannung. Die Protagonisten sind stark gefordert, denn andere drängen ebenso aufs Podest.
Um Punkte gekämpft wurde letzte Woche auch bei der Idée-VfW. Der Branchenverband lud zur Soirée française mit Pétanque auf den Zürichberg oder genauer auf den Sonnenberg neben Jacky Donatz’ gleichnamigem Restaurant. Ihm galt der erste Dank des Abends. Der Zürichberg-Wirt schlechthin stellt dem Verein für den Anlass jeweils gratis und franko den Strom zur Verfügung. Und auch ohne Martin Radelfinger von Adlink, ebenfalls ein grosszügiger Freund der Idée-VfW, würde die Kasse wesentlich stärker belastet. Nicht zu vergessen Roger Wilfinger, Geschäftsführer von Oggenfuss Catering, der die Tische und Bänke auf Anfrage von Idée-Mitglied Claudia Wilden zur Verfügung stellte. So konnten sich rund dreissig Gäste trotz des etwas windigen Wetters bis spät in die Nacht unbeschwert dem Boulespiel und dem Genuss französischer Köstlichkeiten hingeben.
Köstlichkeiten noch und noch gabs auch am Züri-Fäscht. Das Team von Straight Friday installierte seine Bar beim Hafen Riesbach, unweit des Zeltes der Eventagentur Emozio von Lukas Moser und Baki Meta, welche dort den Startschuss zur Miss-Schweiz-Multinational lancierten. Der ehemalige Mosaik-Inhaber Marc Schürmann war als Promotor für Trojka auf Achse, aber den Vogel abgeschossen hat eindeutig
Annette Weisskopf und ihr Action-Agency-Team mit der Flossbar beim Mythenquai. Mit optimaler Aussicht aufs Feuerwerk feierte man dort die Megaparty in fast schon ungewohnt wilder Ausgelassenheit.
Freuten sich über den Sieg der NZZ: Marcel Kohler mit Viviane Rauch-Lyoth und Sabrina Wägli (l.).
Markus Hollenstein (l.) von der Publisuisse unterhielt sich mit K. H. Panhuber, der jeweils die Flügelstatuen herstellt.
Heike Findeis, Geschäftsführerin Media-Daten AG, Urs Schnider (l.), leitender Redaktor des MTJ, und Pierre C. Meier, Werbewoche-CR.
In the Mood: Markus Cavegn (l.), Cavegnwerbung, Jana Nyvltova von Mediador und Media-Daten-Verlagsleiter Samuel Helbling.
Ganz neu aufs Podest gekommen: Nadine Andres und Marco Gasser vom Pendlerblatt 20 Minuten.
Ganz knapp am Podest vorbeigeschrammt: Florian Biafori (l.), Nicole Japp und Sandro Proietto von Mediabox.
Stammgäste am Media Trend Award: René Hildebrand und Sandro Rüegger von TR7 mit Ivan Schultheiss, APG (v. l.).
(K)ein neues Gesicht: Roger Baur von Cinecom mit Manuela Zwald von UBS Investment Banking.
Patrick Luther (l.), Fachhandelsberater bei Sharp, Nicole Zubler, Carat, und Marco Spadacini vom Grossplakat-Anbieter Paron.
P-Familie: Alessia Freitag (l.), Publimedia, Frank Hakenjos, Publimedia-Webadvertising, und Isabelle Kropf, Publicitas-International.
Schön, wenn sich zwei Konkurrenten dermassen einträglich im Bild vereinen: Maili Wolf, Tamedia, und Tobias Trevisan, NZZ.
Ofex-Arbeitskollegen von anno dazumals: Fridolin Holdener, Tages-Anzeiger, Werner Pletscher und Victor Tschugmall (v. l.), APG.
Unterhielten sich prächtig im Moods im Schiffbau: Urs Schneider von Mediaschneider mit Karina Giger, Edipub.
Sorgte als Professor Stolte-Benrath für Begeisterungsstürme im Publikum: Der Zürcher Kabarettist Patrick Frey.
Entspannt an der Bar: SW-Geschäftsführerin Monika Luck (l.), Reto Kammermann, Touring, und Verena-Nicole Giese.
Idée-Sponsor Martin Radelfinger von Adlink mit der Organisatorin des Boule-Abends, Monika Schneider vom Idée-Vorstand.
Idée-Vorstand Christian Staub begrüsste an der Soirée française auch Yvonne Müller, KI-Media, und Ratna Irzan (r.), Edition plus.
Fans des Savoir-vivre à la Idée-VfW: Jean-Christophe Francet (l.), Publimedia, und Stephan Suter, Adlink.
Genossen den gemütlichen Abend: Michèle Gutmann und Martin Schmitt (l.) von JvM mit Thomas Gschwind von Onemarketing.
Delegation des Texterverbands Script: Geschäftsführer Christoph Fuchs und Präsidentin Stephanie Hugentobler.
Hatten anregende Gespräche bei Wein, Baguettes und feinstem Käse: Rolf Pfäffli (l.) und Urs Steudler.
Prächtiges Panorama: Christina Maron (l.), TBWA, und Andreja Sedeljsak, Wyss & Partner, mit Idée-Webmaster Andri Hofmann.
Waren die hochkarätigsten Gegner beim Boulespiel: Kilian Gasser (r.) von der WOZ und Philippe Meyer von Publicis.
Straight Friday beim Hafen Riesbach: Michel Pernet, Sandra Zahner, Barman Bossi und Platzchef Marc Menden (v. l.).
Beim Bernhard-Theater getroffen: Promotor Marc Schürmann (l.) und Franco Columberg, Event-Sponsoring-Mann bei Trojka.
Action auf dem Floss: Annette Weisskopf, Action Agency Zürich, mit Norbert Netzker (l.) und Georg Rippel von Action Wien.
Genossen ebenfalls vom Action-Floss aus die Superaussicht aufs Feuerwerk: Leos Gerteis, NJP, und Daniela Schönholzer, Sunrise.
Tereza Stäheli und Sebastian Rundy von Acapulco Communications mit Andi Lehner (r.) von der Action Agency.
Alles im Griff hatten Flossmeister Marc Hofer (l.) von IBM mit Kollege und Fussball-Ikone Georges Bregy.
Symbolisiert die Flügel des Hermes: Media Trend Award.
Unerlässlich für einen französischen Abend: Boulekugeln.
Beat Fritschhatte letzte Woche viel zu beissen und musste aufpassen, dass er sich an all den Einladungen zu den Events vor der grossen Sommerpause nicht verschluckte. Mit dem Media Trend Award stand am Mittwoch die Oscar-Verleihung der Schweizer Media- und Verlagsszene an, am Donnerstag lud die Idée-VfW zur 2. Soirée française auf dem Sonnenberg, und am Freitag startete das Züri-Fäscht mit vollen drei Tagen und
Nächten Megaparty in der ganzen Stadt.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]).
Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder zum Media Trend Award gibt es online unter www.werbewoche.ch

Primafila bringt Lifestyle für Credit Suisse

Publikationen Das Bonusprogramm Bonviva offeriert den Privatkunden der Credit Suisse Exklusives aus Kultur, Wellness, Reisen und Sport sowie Hilfe für die Finanzen.

Publikationen Das Bonusprogramm Bonviva offeriert den Privatkunden der Credit Suisse Exklusives aus Kultur, Wellness, Reisen und Sport sowie Hilfe für die Finanzen.Präsentiert wird das Angebot im Bonviva Magazin und den Bonviva News, die von der Agentur Primafila in Zürich und München betreut werden.

Publicom wehrt sich gegen La Liberté

Wirtschaftsgebiete Die Medienberatungsfirma Publicom weist Angriffe der Tageszeitung La Liberté auf die neue Einteilung der Wirtschaftsgebiete (WG) als diffamierend und geschäftsschädigend zurück.

Wirtschaftsgebiete Die Medienberatungsfirma Publicom weist Angriffe der Tageszeitung La Liberté auf die neue Einteilung der Wirtschaftsgebiete (WG) als diffamierend und geschäftsschädigend zurück.In einem Kommentar vom 30. Juni unter dem Titel «Bas les masques» unterstellte Liberté-Chefredaktor Roger de Diesbach, Publicom habe für seine Analyse der Westschweizer Wirtschaftsräume Fakten erfunden. Publicom verlangt dazu eine Gegendarstellung.

«Fünf vor zwölf» für die Verlage

Auflage Führt das neue Auflagereglement zuweiteren Manipulationsgeständnissen? Die Verlage haben jedenfalls noch eine Gnadenfrist.

Auflage Führt das neue Auflagereglement zuweiteren Manipulationsgeständnissen? Die Verlage haben jedenfalls noch eine Gnadenfrist.
Verlage, die «durch vorsätzlich falsche Angaben wiederholt versuchen, die tatsächlichen Auflagezahlen zu verfälschen», müssen mit einer Konventionalstrafe von 50 000 Franken pro Titel rechnen – wer die Manipulation vornimmt, ist dabei irrelevant. Wird die Strafe verhängt, verliert der Verlag auch «das Recht auf die Auflagebeglaubigung für die nächsten drei Jahre». So steht esim Auflagereglement, das seit dem 1. Juli 2004 in Kraft ist.
Nach dem Geständnis des Landboten (WW 25/04) steht nun die Frage im Raum, ob noch weitere Zeitungen oder Zeitschriften dem Beispiel folgen und Auflagemanipulationen offen legen. Da nicht rückwirkend bestraft werden kann, bleibt den Verlagen noch eine Gnadenfrist bis zum nächsten Deklarationstermin (30. Juni 2005). Führt das neue Auflagereglement also zu einem Grossreinemachen? Und war dies von der Wemf sogar beabsichtigt?
Manipulationen als Einzelfälle
Dort scheint man mit diesen Fragen aber nicht viel anfangen zu kön-
nen. Wemf-Direktor René Schmutz schreibt auf Anfrage kurz und bündig: «Ich nehme nicht an, dass Sie von mir erwarten, zu Ihren Spekulationen Stellung zu nehmen?» Und Christel Plöger, oberste Auflagebeglaubigerin, warnt gar: «Ihre These ist reine Spekulation, der ich mich nicht anschliessen möchte. Ich fände eine Veröffentlichung Ihrerseits gefährlich und nicht seriös.»
Wemf-VR-Päsident und NZZ-Verlagsleiter Tobias Trevisan hat offenbar mehr Distanz zur Angelegenheit. Mit den neuen Sanktionen sei kein Grossreinemachen beabsichtigt, schreibt er. Bereits heute schrecke ab, dass Auflagemanipulationen als Urkundenfälschung oder Betrug strafrechtlich verfolgt werden könnten. Bei den Manipulationen von Giornale del Popolo und Landbote geht er von «Einzelfällen» aus.
Ähnlich sieht es Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse, der auch darauf hinweist, dass das neue Reglement ja «von den Verlagen begrüsst» worden war. Aus den beiden jüngsten Manipulationen «lässt sich allerdings kein Trend ablesen», schreibt Lebrument. Im Gegenteil, man habe sich – auch seitens der Verbände – in den letzten Jahren angestrengt, Auflagen und andere Zahlen sauber auszuweisen. «Das Resultat ist, von einzelnen Fehlleistungen abgesehen, überzeugend», schliesst Hanspeter Lebrument.
Bei den Werbekunden ist man misstrauischer. «Nur Transparenz schafft bei den Inserenten das nötige Vertrauen», sagt Urs Schneider, Vizepräsident von BSW/IGMA. Da er aber mittels einer simplen Rechnung Hinweise auf weitere Auflagefälschungen ausgemacht hat, ist er skeptisch. Beim Landboten, rechnet er vor, sei der LpE-Wert (Leser pro Exemplar) mit 1,59 seit Jahren um ein Viertel tiefer als bei andern Tageszeitungen (gut 2 LpE). «Der Grund ist eindeutig in der zu hoch deklarierten Auflage zu finden», sagt Schneider. «Dies ist ein Indiz für überhöhte Auflagezahlen.» Mit der Grossauflage habe es aber nichts zu tun: «Das neue Beglaubigungsreglement der Wemf scheint bereits Wirkung zu zeigen.»
Auch Jürg Siegrist, Direktor des Verbandes Schweizerischer Werbeauftraggeber, geht davon aus, dass mögliche Sanktionen «die Verlagshäuser sensibilisiert» haben. «Es ist jetzt fünf vor zwölf, um reinen Tisch zu machen», mahnt er und fordert eine ergänzende, vertrauensfördernde Massnahme. «Da die meisten Verlagshäuser eine AG sind, erwarte ich, dass das Controlling auch diese Zahlen prüft.»
Der Landbote als «seriöses» BeispielWie eine Auflagebeglaubigung abläuft, zeigt ein Artikel von Piero Schäfer in der Kundenzeitschrift Wemf-Report vom Juni 2002. Aus heutiger Perspektive peinlich ist aber, dass der beschriebene Vorzeige-Beglaubigungsbesuch ausgerechnet beim Landboten stattfand. Auch wenn nicht feststeht, dass beim Landboten schon damals Zahlen manipuliert wurden, muten Passagen in jenem Text heute direkt satirisch an.
Etwa wenn dem Landboten-Verlagsleiter attestiert wird, dass er «unter dem Jahr seriöse Arbeit geleistet» habe. Oder wenn dieser sagt, eine Beglaubigung sei für ihn «eine sehr persönliche Sache, denn mit diesen Zahlen arbeitet dann die Werbewirtschaft.» Und weiter: «Eine stille Freude kommt schon auf, wenn alles stimmt … Aber grobe Fehler unterlaufen uns eigentlich keine.» Als dann der Wemf-Kontrolleur einen Fehler von 24 Exemplaren findet, spricht der Verlagsleiter von einem «kleinen Versehen». (mk)
Markus Knöpfli
get_footer();