Tages-Anzeiger kündigt den Swisspool-Vertrag

Inseratekombis Der Tages-Anzeiger steigt aus dem Werbekombi Swisspool aus.

Inseratekombis Der Tages-Anzeiger steigt aus dem Werbekombi Swisspool aus.Tamedia hat den Vertrag im Juni fristgerecht per Ende Jahr gekündigt. Das bestätigte Konzernsprecherin Franziska Hügli der Werbewoche. Sie dementierte Spekulationen im Klein Report, wonach es sich um eine Sparmassnahme handle. «Wir haben festgestellt, dass der Swisspool für nationale Werbung kein marktgerechtes Angebot mehr ist», begründete Hügli die Kündigung.

In Vinum Veritas

Verlage Pünktlich zur internationalen Weinmesse MiWine in Mailand ist auch die italienische Ausgabe von Vinum erschienen.

Verlage Pünktlich zur internationalen Weinmesse MiWine in Mailand ist auch die italienische Ausgabe von Vinum erschienen.Das erste Heft hat einen Umfang von 130 Seiten, 30 davon sind gemäss Verlagsleiterin Alicia Mettler «verkaufte Anzeigen». Die Druckauflage beträgt 35000 Exemplare, pro Jahr sind zehn Ausgaben geplant. Vinum wurde 1980 in der Schweiz von einem kleinen Kreis von Weinliebhabern gegründet. Mittlerweile erscheinen Ausgaben für Deutschland, die Westschweiz und Spanien. Insgesamt erreicht Vinum in Europa eine Auflage von 80000 Exemplaren.

Altersmix auf SF 2

Kooperation In der neuen Strategie von SF DRS kommt Presse-TV nicht vor. Dabei wird es von der Verjüngung von SF 2 am meisten tangiert.

Kooperation In der neuen Strategie von SF DRS kommt Presse-TV nicht vor. Dabei wird es von der Verjüngung von SF 2 am meisten tangiert.Hansjürg Deutsch, Geschäftsführer von Presse-TV (PTV), bezeichnet die Kooperation zwischen dem Verlegerfernsehen und SF DRS als «eine erstaunliche, eheähnliche Symbiose». Diese Ehe besteht nun seit knapp neun Jahren und ist vertraglich bis Ende 2009 garantiert. Just bis dahin reicht auch die Unternehmensstrategie von SF DRS, die letzte Woche von TV-Direktorin Ingrid Deltenre präsentiert wurde. Mag sein, dass PTV deshalb in der Strategie mit keinem Wort erwähnt ist. Bei der SF-DRS-Pressestelle wurde dies bestätigt: «Zu diesem Thema gibt es fast nichts zu sagen, der Vertrag läuft», hiess es bloss.Und doch ist es erstaunlich: Jener Partner, der vom umgebauten und verjüngten SF 2 am meisten tangiert scheint, hat in der Strategie keinen Platz. Oder nur indirekt als Formatlieferant: Denn die PTV-Sendung «Al dente» soll auf SF 1 gezügelt werden. Dort kommt sie aber – aus konzessionsrechtlichen Gründen – unter die Fuchtel von SF DRS und wird für Ringier-TV nur noch zu einer Auftragsproduktion.
Bei PTV scheint man gemäss Deutsch mit der Nichtexistenz im Strategiepapier kein Problem zu haben. Bei PTV habe man jedenfalls «mit Genugtuung» festgestellt, dass Deltenre die PTV-Konzession als Beitrag zur Meinungsvielfalt betrachte. Sie werde nichts Grundsätzliches ändern und lasse die Eckpfeiler – PTV am Wochenende sowie Sport – bestehen. Auch habe die TV-Direktorin sehr wohl bemerkt, dass «Al dente», «GesundheitSprechstunde» und «Konsum.tv» zu den Sendungen gehören, die SF 2 – abgesehen vom Sport – die höchsten Quoten bescherten und halfen, den durchschnittlichen SF-2-Marktanteil nach oben zu drücken. Sie habe auch zugesagt, auf ein eigenes Wirtschaftsmagazin zu verzichten.
«Aber wir sind nicht blind: Ein eher jüngeres Publikum auf SF 2
passt nicht unbedingt zur Programmierung von PTV», sagt Deutsch. Und er bestreitet auch nicht, dass Kindersendungen im Umfeld die PTV-Sendungen noch älter erscheinen lassen werden. Zumindest bei einigen Sendungen von Ringier-TV «werden wir deshalb die Konzepte überprüfen», sagt Deutsch. Da aber das Sehverhalten an Wochenenden ohnehin anders sei als unter der Woche, sei die SF-2-Verjüngungskur für PTV kein allzu grosses Problem.
Wäre es aber nicht sinnvoller, im Rahmen der Neupositionierung der beiden SF-Ketten informationslastige PTV-Sendungen wie jene der NZZ oder von Cash auf SF 1 zu zügeln? Das gehe aus konzessionsrechtlichen Gründen derzeit nicht, sagt Deutsch. PTV bleibe fix auf SF 2. Aber er werde auf Grund der Neuausrichtung das Gespräch mit SF DRS suchen, um Detailfragen zu lösen. «Gut möglich, dass wir dabei auf ein völlig anderes Kooperationsmodell kommen. Doch wenn dies der Fall sein sollte, würde dies zu einer Angelegenheit für den PTV-Verwaltungsrat und wäre sicherlich nichts Kurzfristiges.»
Neu auf SF 1: Die Kochsendung «Al dente» wird für PTV künftig nur noch eine Auftragsproduktion.
Markus Knöpfli

Zahl der Woche

Kino Ein veritables Schnäppchen ist vielen Auftraggebern von Kinowerbung in der ersten Juni-woche durch die Latten gegangen: Die effektiven Zuschauerzahlen waren um 100 Prozent höher ausgefallen, als der im Juni aus der Taufe gehobene Cinema-Admi

Kino Ein veritables Schnäppchen ist vielen Auftraggebern von Kinowerbung in der ersten Juni-woche durch die Latten gegangen: Die effektiven Zuschauerzahlen waren um 100 Prozent höher ausgefallen, als der im Juni aus der Taufe gehobene Cinema-Admission-Monitor (CAM) prognostiziert hatte. Das bedeutet aber nicht, dass das neue Prognose- und Postcontrol-Tool der Cinecom sich generell durch Tiefstapeln auszeichnet. Ursächlich für die zu niedrige Prognose war vielmehr eine Konzentration besonders zugkräftiger Blockbuster wie «Troy», «Harry Potter» oder «Shrek 2», welche die Zuschauerzahlen zu ausserordentlichen
Höhenflügen antrieben.
(ds)

Notdurft als Trendsport

Aufgefallen Eine Joggerin ist mit Magenkrämpfen vom morgendlichen Strandlauf heimgekehrt und sucht nun Erleichterung auf ihrem eigentümlich transparenten, aber dennoch stillen Örtchen.

Sanitär Eine Joggerin ist mit Magenkrämpfen vom morgendlichen Strandlauf heimgekehrt und sucht nun Erleichterung auf ihrem eigentümlich transparenten, aber dennoch stillen Örtchen.Aber halt, hier gehts wohl weniger ums Sein der Benutzerin als ums Design privater Bedürfnisanstalten. 150 Jahre nach der segensreichen Erfindung der Wasserspülung scheint die Entwicklung – unter Auslassung des ehrwürdigen Plumpsklos – stracks zurück zur vulgären Freilufttoilette zu gehen.
Doch zugegeben: Wer seine exhibitionistischen Neigungen stilvoll ausleben möchte, ist mit dem gläsernen Marken-Abort besser bedient als mit dem alten, ungelenken Mantel-Trick. Und macht sich erst noch nicht strafbar. Aber vielleicht handelt es sich bei der verkrampft-verträumten Läuferin ja um die Installateurin der Edel-Armaturen. Oder der Jane-Fonda-Verschnitt gehört mit zur Ausstattung dessen, was der Hersteller «Living bathrooms» nennt. Ein reizvoller Gedanke, nur bliebe dann keine Zeit mehr zur fantasieanregenden Klolektüre der Trendpostille Wallpaper, aus der auch dieses Duravit-Sujet stammt.
(oc)

JobChange

Anfang Juli haben Guye-Benker-Art-Director Barbara Strahm und -Texter Daniel Müller ihre eigene Werbeagentur eröffnet. Strahm Müller Werbung hat ihren Sitz im Zürcher Kreis 5. Die beiden Gründer sind bereits seit sieben Jahren als Team tätig, zuerst

Anfang Juli haben Guye-Benker-Art-Director Barbara Strahm und -Texter Daniel Müller ihre eigene Werbeagentur eröffnet. Strahm Müller Werbung hat ihren Sitz im Zürcher Kreis 5. Die beiden Gründer sind bereits seit sieben Jahren als Team tätig, zuerst bei Wirz Werbeberatung und ab August 2001 bei Guye Benker….
Die C-Matrix Group erweitert ihr Führungsteam. Ingo Buse stösst Mitte August als Account Director zu der PR-Agentur in Baar. Buse ist zurzeit Partner in der Berner Beratungsfirma Lexsys AG, die auf Regulierungs- und Strategiefragen im Telekommunikations- und CATV-Markt spezialisiert ist.
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Grey Zürich baut die Beratung aus. Nicole Bretscher-Boss verstärkt die Werbeagentur als Account Director. Sie war zuvor unter anderem bei Ruf Lanz, Honegger von Matt und Publicis tätig.
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Fredy Pillinger ist neuer Verkaufsleiter des Ostschweizer Wochenmagazins Anzeiger. Er hat seine Stelle bei der Gratiszeitschrift des St. Galler Tagblatts per 1. Juli angetreten. Zuvor war Pillinger in derselben Funktion sowie als Ausbilder des Verkaufsteams bei der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) Ostschweiz tätig. Zudem unterrichtet er am Bildungszentrum BVS St. Gallen.
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Im Laufe des Sommers übernimmt Regula Bochsler die Leitung der Redaktion «Kultur aktuell» von Schweizer Fernsehen DRS. Sie löst den interimistischen Leiter Damian Schnyder ab. Bochsler arbeitet seit 1988 für SF DRS. Zurzeit ist sie als Produzentin in der Redaktion «Kultur aktuell» tätig.
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Anfang Juli hat Thomas C. Maurer den Vorsitz der Berufsregisterkommission der Schweizerischen Public Relations Gesellschaft (SPRG) übernommen. Er löst Peter Zoebeli ab, der dieses Amt in den letzten sechs Jahren ausgeübt hat. Maurer ist Gründer und Inhaber der Agentur Thomas C. Maurer & Partner in Bern.
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Marcel Trachsel, geschäftsführender Partner von Int/ext Communications in Basel, nimmt Einsitz in den Vorstand der PR Organisation International (PROI). Er wurde von der Generalversammlung als einer von zwei Vice Presidents Europe gewählt.

Agitprop zum Jubiläum

Kultur Hausagentur Matter & Partner schenkt dem 25. Theater Spektakel ein provokantes Image.

Kultur Hausagentur Matter & Partner schenkt dem 25. Theater Spektakel ein provokantes Image.Im Programmvorwort zum Zürcher Theater Spektakel hält Stadtpräsident Elmar Ledergerber fest, dass sich das Theaterfest nicht miteinem pompösen Rückblick ein Kränzchen windet, sondern wie
gewohnt mit einer Produktionsauswahl, die dem Publikum «de Ärmel ine nimmt».
Die Veranstaltung des Präsidialdepartements der Stadt Zürich macht auf Grund der neuen – mittlerweile die dreizehnte – Kampagne von Matter & Partner bereits Wochen vor dem Start von sich reden. Denn so unkonventionell, experimentierfreudig und frech wie die meisten der bisher 761 Produktionen kommt auch der Kommunikationsauftritt daher. «Wir wollten den Rahmen des Alltäglichen sprengen, nicht nur inhaltlich, sondern auch formell», sagt der Strategische Planer Christoph Bürge. Der Anspruch war, für das Theaterfestival ein neues Medium zu erschliessen.
Theater gibts überall, aber …
Dabei liess sich die Crew von CD Daniel Matter von den spezifischen Qualitäten des Festivals leiten. Auf Wandklebern im reduzierten Agitprop-Stil zeigen Figuren in Situationen, die negativ codiert sind, dass der Alltag nicht immer das beste Theater bietet. Und weil der Mensch von Natur aus voyeuristisch und schadenfreudig ist, kriegen auch prominente Zeitgenossen, denen man nachsagt, sie würden ein Theater veranstalten, ihr Fett weg.
In den Printprodukten von Sponsor Tamedia haben sie alle ihre ganz persönlichen Theaterbühnen erhalten. Köbi Kuhn, Klaus J. Stöhlker, Pfarrer Sieber, André Dosé, Uriella, die Brüder Knie und andere Promis sind bereits auf ganzseitigen Inseraten erschienen und machten für das bessere Theater auf der Landiwiese Werbung. Trotz des ironischen Untertons hätten die Stars und Sternchen sehr gern mitgemacht, betont Bürge.
Sekundiert wurden sie von einer Umsetzung auf der Ebene des kommunen Fussvolks: Mit lebensgrossen Personenabbildungen, die auf 85 Hauswänden über die ganze Stadt verteilt geklebt wurden, haben die Kreativen das alltägliche Leben an und für sich als Theater reflektiert. Vorerst noch als Teaser sah man eine Politesse, die am
Busseverteilen ist, ein brüllendes Kind, eine Prostituierte und andere ausgefallene Charaktere.
Wenige Tage später liefert der aufgeklebte Schriftzug die Lösung des Rätsels: Im Unterschied zum Theater Spektakel bietet der Alltag nicht immer das beste Theater. «Die Zeit war reif für ein neues Konzept, das nicht mehr, wie in den vergangenen Jahren, den Austragungsort als Drehpunkt inszeniert», erklärt Bürge die Grundidee.
Über 80 «Guerilla-Wandkleber» künden in ganz Zürich das bevorstehende Theater Spektakel an.
Auffällig: Klaus J. Stöhlker als Werbefigur für das Spektakel.
Luca Aloisi

Dominique von Matt adelt Crossmedia Award

Auszeichnungen Jurypräsident des von Goldbach Media ausgeschriebenen Crossmedia Award 2005 wird Dominique von Matt.

Auszeichnungen Jurypräsident des von Goldbach Media ausgeschriebenen Crossmedia Award 2005 wird Dominique von Matt.Mit dem Award sollen innovative und erfolgreiche Kampagnen ausgezeichnet werden, die zwischen April 2004 und März 2005 publiziert respektive eingesetzt werden. Im Herbst 2004 wird eine Fachjury gebildet, die mit Persönlichkeiten aus Werbung, Wissenschaft und Politik die eingereichten Arbeiten beurteilt.

Respekt, bitte!

Gastkommentar Claude Catsky, der Schweizer Löwen-Gewinner in Cannes, verteidigt seine Kollegen.

Gastkommentar Claude Catsky, der Schweizer Löwen-Gewinner in Cannes, verteidigt seine Kollegen.Letzte Woche zog an dieser Stelle ein Kollege der schreibenden Zunft eine (er)nüchtern(d)e Bilanz über das wieder einmal so genannt schlechte Schweizer Abschneiden am International Advertising Festival von Cannes. Dem möchte ich energisch widersprechen. Und eine Lanze für die zahlreichen Shortlist-Nominierungen brechen, die Schweizer Agenturen Jahr für Jahr erreichen.Eine Shortlist an diesem schwierigsten aller Wettbewerbe, der mit über 18000 Einreichungen zu Recht als Weltmeisterschaft der Werbung gilt, ist nicht einfach nichts. Wer schnöde und beinahe respektlos über diese Platzierungen hinweggeht und diese sogar als Misserfolg interpretiert, sollte sich vielleicht mal kurz vom Liegestuhl am Hotelstrand erheben, seine Badeschlappen und die Sherpa-Sonnencreme beiseite legen und ohne Sonnenbrille, dafür wachen Auges durch die wunderbare Press&Poster-Ausstellung im Festivalgebäude wandern. Oder sich in den klimatisierten Kinosälen dem eingehenden Studium der Film-Shortlist hingeben, auf der unglaublich einfallsreiche und überraschende TV-Spots zu sehen sind, die einem das hohe Niveau dieses Wettbewerbs vor Augen führen.
Dann wird es so manchem notorischen Pessimisten wie Schuppen von den Gucci-bebrillten Augen fallen, und er wird sogleich von der tiefen Erkenntnis beseelt sein, dass jeder, der hier eine Shortlist erreicht, stolz darauf sein darf, damit zu den Weltbesten seines Fachs zu gehören. Denn nichts anderes bedeutet eine Cannes-Shortlist. Und jeder Werber, der diese Platzierung erreicht, hat ein Recht darauf, von der einheimischen Fachpresse wenigstens das zu bekommen, was in diesem Land so rar geworden ist wie Cannes-Löwen: Respekt.
In diesem Sinne möchte ich alle Agenturen respektive deren Kreative, die heuer eine Shortlist erreicht haben, von Herzen dazu beglückwünschen. Vor allem auch jene, die dieses kleine Wunder Jahr für Jahr wiederholen können. Es ist eine grossartige Leistung, an der Werbe-Weltmeisterschaft unzählige Schweizer Agenturen und Grafikbüros hinter sich gelassen zu haben, die mit ihrer mittelmässigen bis schlechten Arbeit Lichtjahre von einer Shortlist entfernt sind.
Und: Wer in Cannes regelmässig Shortlist-Platzierungen erreicht, braucht sich auch international nicht zu verstecken. Denn auch im Ausland kocht man nur mit Wasser. Und wer einen Löwen gewinnen will, braucht keine Riesenlobby, sondern einfach eine atemberaubend gute Idee und manchmal auch schlicht ein Quäntchen Wettkampfglück.
> Claude Catsky ist Inhaber der Werbeagentur Catsky & Partner.

Agence Virtuelle für La Redoute Online

Mode Das Versandhaus La Redoute startet den Sommerausverkauf im Internet.

Mode Das Versandhaus La Redoute startet den Sommerausverkauf im Internet.Dazu hat es die Onlineagentur Agence Virtuelle in Genf engagiert. Agence Virtuelle realisiert eine gezielte Cost-per-Click-Kampagne, um die Sonderangebote Kosten sparend an die Kunden zu bringen. Die Massnahmen laufen, bis die Lager von La Redoute geleert sind.

Die Meinung machts

Oliver Classen über Kabale, Köppel und Konzernkolumnen.

Oliver Classen über Kabale, Köppel und Konzernkolumnen.Meinungsseiten (wie diese) sind papierne Leuchttürme in einer stetig steigenden Informationsflut. Sie sollen der Leserschaft zur Orientierung, aber auch als Reibungsfläche dienen. Denn Reibung erzeugt bekanntlich Wärme. Was in der Sprache des Verlagsmarketing so viel wie Leserbindung bedeutet. Kein Wunder also, werden Meinungsmacher immer häufiger vom Verleger höchstselbst ins Blatt gehievt.Zum Beispiel die Kolumne von Roger Köppel in der HandelsZeitung. Wie sonst lässt sich die – gelinde gesagt – unprominente Platzierung von dessen erstem Beitrag im Falz zwischen Seite sieben und acht statt auf der vergangenen Herbst eigens dafür eingeführten Meinungsseite deuten, wenn nicht als versteckte Rache eines düpierten, weil in den Schatten gestellten Chefredaktors? Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die gleichzeitige aggressive Verlagspromotion des Neuzugangs via Aushang und Anzeigen, aber auch durch den gewohnt ausgewogenen, sprich: reibungsarmen Leitartikel des Chefredaktors.
Dass Verleger die weltanschauliche Ausrichtung ihrer Produkte prägen respektive prägen lassen, hat eine ehrwürdige Tradition und grundsätzlich nichts Verwerfliches – auch wenn, wie im vorliegenden Fall, der Verdacht des Konzernmeinungsjournalismus aufkommen kann. Immerhin gehören die HandelsZeitung wie Die Welt, wo Köppel neuerdings den Ton angibt, ins Springer-Portfolio.
Das EU-Bashing seiner ersten Gastkolumne wurde in Berlin denn auch mindestens so aufmerksam gelesen wie in Zürich. Kündigt sich darin bereits der zu erwartende Richtungswechsel für Köppels neue, bis anhin betont Brüssel-freundliche Redaktion an? Schliesslich ist Köppel ja wegen seiner Um-positionierungsexpertise zur Welt geholt worden. Ob er Springers serbelndem Prestigetitel mit (aus der Schweiz importierten) Anti-Europa-Reflexen auf die Sprünge helfen kann, ist jedoch fraglich. Falls nicht, hiesse ihn die HandelsZeitung gewiss als meinungsführenden Co-Chefredaktor willkommen.
> Oliver Classen, Redaktor

PWA-Index ist wieder leicht am Sinken

Internet Der Aufschwung in der Schweizer Onlinewerbung ist im Mai ins Stocken geraten.

Internet Der Aufschwung in der Schweizer Onlinewerbung ist im Mai ins Stocken geraten.Erstmals im laufenden Jahr ist der PWA-Index gesunken, um 0,8 auf 124,1 Punkte. Anscheinend kündige sich bereits die Sommerflaute an, kommentierte der Online-Werbeberater Publimedia Webadvertising (PWA), der den Index ermittelt.
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