Pepsi sponsert «live ran» auf Sat 1 Schweiz

Sponsoring Am 15. August hat Sat 1 Schweiz die Berichterstattung über die Herbstrunde der Fussball-Super League gestartet.

Sponsoring Am 15. August hat Sat 1 Schweiz die Berichterstattung über die Herbstrunde der Fussball-Super League gestartet.Als neuer Hauptsponsor der Sendung «live ran» konnte Pepsi gewonnen werden. Es wurde ein Jahresvertrag unterzeichnet. Pepsi ist bereits mit Drehbandenwerbung in allen Stadien der Super League präsent. Zweiter Hauptsponsor von «live ran» bleibt die Reifenmarke Continental.

Multimediale Miniwelt

Kinder-Marketing Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sollen Migros’ kleine Sympathieträger Lilibiggs ganz gross rauskommen.

Kinder-Marketing Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sollen Migros’ kleine Sympathieträger Lilibiggs ganz gross rauskommen.«An diesem Projekt ist wohl einiges einmalig», sagt Reto Alborghetti, Inhaber der gleichnamigen Zürcher Kommunikationsagentur und selbst Vater zweier Zielgruppen-Kinder. Dabei spielt er auf die Marketing-Idee Lilibiggs, die Produkte und auf das Macher-Team an, das nach einem Jahr der Aufbauarbeit die dreiköpfige Comicfamilie zur Stufe des total umfassenden Networking geführt hat. Vom Lizenztod eingeholt
Seit Jahren setzte der grösste Schweizer Detailhändler bereits auf Comicfiguren als Botschafter seiner Produktpalette für das jüngere Kundensegment. Die meisten wie zum Beispiel Pingu und Globi oder Asterix und Obelix hatten auf Grund ihrer Lizenzverträge eine vordefinierte Lebenserwartung. Das Problem allerdings war, dass diese schneller ablief als jene der beworbenen Produkte. Entsprechend überraschend verschwanden die etablierten Figuren von den Verpackungen und Regalen. Die Identifikations- und Botschafterfunktion wurde für Käufer wie für Konsumenten abrupt beendet. Diesem langjährigen und kostspieligen Auf- und Ableben von Sympathieträgern konnten Cristina Regazzi und Reto Alborghetti zusammen mit Michael Meister, Ur-Illustrator von Hugo, das definitive Ende bereiten.
Nach den Markt-, Bedürfnis- und Chancenabklärungen des kleinen Strategieteams gab das interne Team der Migros, Beat Mühlemann und Claudia Haueter, im März 2003 den Startschuss für das neuartige Programm. Ein wahrer Exploit für Alborghetti, der – gepoolt mit Markus Rottmann und Felix Zimmermann – nie zu hoffen wagte, dass ein Projekt dieser Grössenordnung auch bei einer Nicht-Top-20-Agentur vom Konzept bis zur Realisation betreut werden könnte. «Von Anfang an war nur eine Hand voll Leute involviert», sagt der einschlägig mit Jugend-Marketing vertraute Alborghetti.
Zu Hause im Kastanienbaum
Am Anfang stand für das schlanke Team die Namensfindung an. Der Familienname sollte zugleich einen Marken- und Identifikationscharakter besitzen. Sympathisch klingen und noch ungeschützt musste er sein und eine Erweiterung der Comicfamilie erlauben, denn die Figur Hugo hatte bereits einige Monate Markterfahrung beim orangen M sammeln dürfen. Sein sporadisch auftretender weisser Hund war dagegen noch namenlos und war seiner Funktion noch nicht ganz sicher. Von Beginn an sei der Name Lilibiggs der Favorit der Macher gewesen, erinnert sich Alborghetti, «wenn er auch arg polarisierte und entsprechend diskutiert wurde».
Praktisch parallel dazu wurden die Kommunikationsmittel und -massnahmen entwickelt. Grundlage der Entwicklungsarbeiten war dabei das neuartige Marketingprogramm. Die drei spassigen Comicfiguren sollten dereinst für die Kinder als Migros-Botschafter fungieren und deren Bedürfnisse und Wünsche aufnehmen und mit ihren Mitteln in verschiedenen Medien interpretieren: Hugo, der chaotische, talentierte Sportler, Nina, die clevere, modische Organisatorin, und Tobi, der tollpatschige und doch smarte Hobbygärtner und Pantoffelsammler. Zusammen bewohnen sie ein Baumhaus auf einem riesigen Kastanienbaum, gehen zur Schule, hecken Streiche aus, geniessen aktiv ihre Freizeit und kümmern sich um alles, was Kinder bewegt.
Spassmacher und Lebenshilfen
Ende dieses Jahres werden uns Hugo, Nina und Tobi bereits von über 150 Produkten entgegenblicken und eine familiäre Bindung mit den Migros-Kunden knüpfen. In allen Filialen und in den Bereichen Food,
Nearfood und Nonfood werden sie für Kinder und Erwachsene klar identifizierbar sein. Dass all diese Produkte nach ernährungs-, gesundheits-, umwelt-, spass- und genussspezifischen Kriterien entwickelt und hergestellt werden, verstehe sich von selbst, gibt der Auftraggeber zu verstehen.
Nicht aber die Produkte stünden im Mittelpunkt der Aktivitäten der Lilibiggs. Ernährung, Hygiene, Freizeit, Bewegung, Respekt und Toleranz sind die Themen, um die sich die drei Figuren kümmern und Tipps und Lebenshilfen anbieten. Die telefonische Beratung der M-Infoline sowie der Ernährungsberatung, der Club Minu für Kinder mit Gewichtsproblemen und die vielfältigen Dienstleistungen samt Kinderspielplätzen in bald 80 Migros-
Restaurants sowie Briefkasten auf der speziell kreierten Internet-site sollen den Kindern und deren Eltern eine klare Dialogbereitschaft vermitteln.
Vorgestellt wurde die Welt der Lilibiggs in einer ersten Einführungsphase Ende 2003 mittels einer Comics-Anzeigenserie. Darin erklärte die klein-grosse Familie beispielsweise, wie man die Spaghetti aus dem Duschkopf laufen lässt oder Hund Tobi seine Version von «zur Arbeit gehen» definiert. Dabei stellten sie sich gleich als erfrischend kindliche und witzig-fröhliche Naturen vor, die aber durchaus eine vernünftig-seriöse Seite haben.
Rasche Verankerung
Diese Comicstreifen erscheinen nun seit Anfang Jahr wöchentlich in der Migros-Presse und auf der Lilibiggs-Homepage. Parallel wurden die Comic-Helden am POP aktiv als aufblasbare Figuren, animierte Regalstopper, Bodenkleber sowie auf Laden- und Schaufensterplakaten. Und für den virtuellen Raum entwickelte Alborghetti in Zusammenarbeit mit der Webagentur den animierten und interaktiven Onlineauftritt lilibiggs.ch. Die wöchentliche Lilibiggs-Infoseite im Migros-Magazin und Azione sowie in jeder Ausgabe der Saisonküche soll für die schnelle und starke Verankerung sorgen. Mit seiner Sticker-Promotion (siehe Kasten) setzt der Grossverteiler das aufmerksamkeitsökonomische Sahnehäubchen auf Michael Meisters M-Sympathieträger.
Begleitet wird die Kampagne von F12- und F200-Plakaten, die von Konnex geplant und eingekauft wurden, und von einem interaktiven Game auf der Lilibiggs-Homepage.
Ob so vieler Aktivitäten kommt Alborghetti ins Schwärmen: «Erstmals in der Migros-Geschichte, wenn nicht des Detailhandels überhaupt, hat ein Grossverteiler so konsequent und langfristig ein Marketingprogramm um die Anliegen, Bedürfnisse und Probleme der Kinder und Familien entwickelt.» Wie unabhängig und glaubwürdig die Lilibiggs das soziale und kulturelle Engagement der Migros unterstützen können, wird die Zukunft zeigen.
Aus der Stickerkampagne: Auf diese Bildli sind auch Drachen scharf.
Die Hauptakteure der Lilibiggs-Welt: Tobi, Hugo, Nina.
Von den Lilibiggs sind sogar Geister begeistert.
Die Lilibiggs wecken das kindliche Sammelfieber.
Stickeralbum zum NulltarifNach dem Vorbild der italienischen Panini-Stickers läuft in den Wochen 34 und 35 die Lilibiggs-Sticker-Promotion. Ein Album für 30 Klebebilder – davon 6 im Glimmerlook – soll den Kindern Spass und Unterhaltung bescheren. Anders als die teuren Kiosk-Stickers ist bei der Migros alles gratis. Dass die Promotion mit einem im Rahmen der POP-Aktivitäten geplanten Schwerpunktauftritt zeitgleich abläuft, ist kein Zufall, sondern Taktik und Synergie. So werden in allen Filialen, in der Gastronomie und bei weiteren M-Partnern wie SportXX oder Micasa in diesen Wochen Alben und Sticker gratis verteilt. Die Klebebilder selbst findet man als verkaufsfördernde Give-aways auf vielen Produkten. Flankierend werden die Verkaufspunkte mit neuartigem POP-Material dekoriert und zehnfache Cumulus-Punkte gewährt. (la)
Luca Aloisi

Brocki on tour

Wohlfahrt Dank Wirz Werbung kommt das Zürcher Brockenhaus zu drei neuen Sujets, die seinen Spürsinn preisen.

Wohlfahrt Dank Wirz Werbung kommt das Zürcher Brockenhaus zu drei neuen Sujets, die seinen Spürsinn preisen.«Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verloren gehe»: Diese Weisung von Jesus an seine Jünger brachte den deutschen Pastor Friedrich von Bodelschwingh auf den Namen Brockenhaus. Unter dieser Bezeichnung eröffnete er eine Sammel- und Verkaufsstelle für gebrauchte Waren, deren Ertrag zur Finanzierung eines sozialen Werkes diente. Nach dem Willen seiner Gründerväter ist auch das Zürcher Brockenhaus eine Wohlfahrtsanstalt und lässt diversen Institutionen Beiträge zukommen. Im vergangenen Jahr erzielte das als Verein organisierte Unternehmen einen Rekordumsatz von knapp 2,7 Millionen Franken – ein schönes Geschenk zum diesjährigen 100. Geburtstag.
Die Annahme, das gute Ergebnis könne darauf zurückgeführt werden, dass die Leute derzeit eher im günstigen Brockenhaus einkaufen, ist aber falsch. Auch die Kundschaft an der Zürcher Neugasse 11 kauft zurückhaltender ein. Umso auffälliger sollte deshalb die Werbung daherkommen. Ein Wunsch, den das Wirz Kreativteam, welches das Brocki seit rund vier Jahren ehrenamtlich unterstützt, nur zu gerne erfüllt.
Key Visual der drei neuen Plakatsujets ist nach wie vor der Lieferwagen mit Brockenhaus-Logo. Während dieser letztes Jahr Ausgestaubtes aus dem Swiss-Hangar oder Ruth Metzlers Büro an die Neugasse karrte, geht er heuer wieder ins Ausland: Ob im ewigen Eis der Antarktis, im
australischen Outback oder in den Tiefen des Ozeans, der Brockenhaus-Laster gelangt zu jeder noch so versteckten Trouvaille. Und wer weiss, vielleicht erspähen Astronomen bald einen weissen Laster auf dem Mond – schliesslich gäbe es dort noch ein paar angestaubte Fahnen abzuholen.
Mobiles Trüffelschwein: Der Brocki-Laster findet überall Trouvaillen.
Simone Keller

Noch nicht so ganz im Bild

Ambient Media Noch bringen die Screens die erhofften Umsätze nicht. Die Vermarkter machen auf Zuversicht.

Ambient Media Noch bringen die Screens die erhofften Umsätze nicht. Die Vermarkter machen auf Zuversicht.Als die Post vor knapp einem Jahr ihr CanalPoste-Netz in der Deutsch- und Westschweiz mit 320 neuen Bildschirmen, Stelen und Dispensern ausstattete, rechnete Projektleiter Andreas Etter, dass sich der Umsatz von 1,4 Millionen Franken im 2002 auf 4 Millionen Franken im 2004 steigern liesse. «Wir waren zu optimistisch», gesteht er heute. Unter Budget waren vor allem die Umsätze durch lokale Kunden. Diese blieben dem neuen Medium fern, obwohl die einzeln buchbaren Bildschirme sie speziell hätten anlocken sollen. Wegen der Minderumsätze wurde die geplante Tessinexpansion von CanalPoste verschoben. Etter: «Wir müssen zuerst Geld verdienen. Die Investition im Tessin wird voraussichtlich 2005 erfolgen.»Auch bei Goldbach Media entsprach der Umsatz des jungen Outdoormediums «nicht ganz den Erwartungen», wie Fredy Grau, Leiter Business Development, erklärt. «Es braucht mehr Zeit, um das Vertrauen zum neuen Medium aufzubauen», sagt er. Doch er stellt fest: «Wer es einmal ausprobiert hat, greift wieder darauf zurück.» Das Marktpotenzial schätzt er jedenfalls weiter auf jährlich 40 bis 50 Millionen Franken.
Die Einführung der Screens hat sich auch Roger Baur, Leiter der zur Cinecom gehörenden Firma Plasmedia, «einfacher vorgestellt». «Die Fights sind hart, und oft geht es über den Preis», sagt er mit Blick auf die Konkurrenz. Dennoch zeigt er sich zufrieden. Vor allem die Screens in den Coop-Prontoshops laufen sehr gut, und 2005 rechnet er mit steigenden Einnahmen.
Unterschiedlich ist die Bilanz der Affichage-Tochter E-Advertising. Sie vermarktet einerseits die Big Screens der APG, andererseits interaktive Terminals der Zumiker Firma Terminal Company (TC). «Die Big Screens laufen sehr gut, wir verzeichnen mehr Kunden und einen Umsatzzuwachs im zweistelligen Prozentbereich», sagt Ueli Ritschard, Geschäftsführer von E-Advertising. Anders sieht es bei den Terminals aus. Der Grund: TC wollte bis 2005 1000 Terminals aufstellen, weist aber erst 132 Standorte aus, unter anderem in Poststellen, City-Disc-Shops, Jugendherbergen oder Mövenpick-Restaurants (www.terminalcompany.com). «Die Standorte sind zu heterogen beziehungsweise die Netze für nationale Kunden noch zu klein. Darum haben wir kaum aktiv verkauft», sagt Ritschard.
TC selbst begründet die Verzögerung mit den notwendigen ADSL-Leitungen, die nicht innert nützlicher Frist zur Verfügung stünden. Mag sein. Doch die Stagnation weist wohl auch auf das Hauptproblem der Screens hin: die hohen Investitionen für Hard- und Software. Der Krebsgang der Branche hat verschiedene Investoren vorsichtiger werden lassen.
Vorsichtig wurde auch Jürg Knecht, dessen Plakatfirma Citylights acht 50-Zoll-Screens in Zürich betreibt. Ende Jahr sollen es zwölf sein. «Ich wollte auch einmal mehr», sagt er. Doch längst setzt er nicht mehr auf grosse Netze, sondern auf wenige, aber stark frequentierte Standorte. Zudem zeigt Citylights keine Spots, sondern nur Standbilder – elektronische Plakate also. In der Branche hört man, Citylights sei der Einzige, der mit Screens schon Geld verdiene. «Die Screens machen heute 10 Prozent meines Gesamtumsatzes aus, nächstes Jahr dürften es 15 sein. Damit sind die Investitionskosten gedeckt», sagt Knecht.
Trotz der eher schwachen Umsätze und einiger Ausbauprobleme herrscht im Screen-Bereich aber kein allgemeiner Stillstand: Insbesondere Goldbach Media gewann im letzten halben Jahr neue Screen-Netze hinzu. In Manor-Läden stehen mittlerweile 523 Bildschirme, an Tamoil-Tankstellen 370. Weitere vermarktet Goldbach beim Migros-Center Limmatplatz, in Ostschweizer M-Electronics-Filialen, in Damen- und Herrentoiletten gehobener Bars und auf drei Busnetzen (Chur, Schwyz, Zürcher Oberland). Auch Cinecom blieb nicht untätig, jedenfalls kündigt Baur für die nächste Zeit «zwei bis drei grössere Geschichten» an.
In einem hat die neuerdings zur PubliGroupe gehörende Cinecom die Nase vorn: Sie bietet die Screens als Einzige auch crossmedial an – zusammen mit Aufdrucken auf Popcorntüten sowie Spots auf der Leinwand und auf Sat 1. «Wir haben bereits einige Crossmedia-Kunden», freut sich Baur. Bei Goldbach dagegen werden Screens derzeit primär separat verkauft, und auch E-Advertising kennt keine Screen-Plakat-Packages.
Screen-Werbung beim Tanken und im Supermarkt: Noch werden die Möglichkeiten ausgelotet, noch hat das Medium den Durchbruch nicht geschafft.
Treten an Ort beim GattungsmarketingFormat, Sekundenpreis, TKP, Technik, Looplänge – die Screen-Szene ist so vielfältig wie eine Blumenwiese. Niemand bestreitet, dass Gattungsmarketing oder zumindest gemeinsames Forschen dringend notwendig wäre. Doch davon ist man weit entfernt. Wie die Werbewoche in Erfahrung brachte, laufen derzeit mindestens vier Studien, bei denen es um die Akzeptanz oder Wirkung von Screen-Werbung geht. Auch sind die letztjährigen Bemühungen zur Gründung eines Verbandes versandet.
Immerhin: An der Screen-up vom 7. September werden Cinecom und Goldbach erstmals auch ihre Screen-Angebote präsentieren. Andere Anbieter sind aber (noch) nicht dabei. (mk)
Markus Knöpfli

Liestal goes national

Tageszeitungen Ab 4. September erhält die Basellandschaftliche Zeitung (bz) in Liestal einen Inserateanschluss an die grosse weite Deutschschweiz – dank der Konkurrentin Basler Zeitung (BaZ).

Tageszeitungen Ab 4. September erhält die Basellandschaftliche Zeitung (bz) in Liestal einen Inserateanschluss an die grosse weite Deutschschweiz – dank der Konkurrentin Basler Zeitung (BaZ).Denn die bz ist neu Mitherausgeberin des bisherigen BaZ-Stellenanzeigers Stellefant und legt diesen samstags der eigenen Zeitung bei (siehe S. 16). Damit kommt sie zu Stellenanzeigen aus dem nationalen Markt. Umgekehrt profitiert die BaZ von der besseren Abdeckung im WG 31.Doch die bz gewinnt mehr: Via Stellefant kommt sie künftig auch zu Stelleninseraten aus dem Swisspool beziehungsweise aus dessen Nachfolge-Kombi Metropool. «Das gilt aber nur für samstägliche Stellenanzeigen», betont BaZ-Verlagsleiter Daniel Sommer. Interessant: bz-Verleger Mathis Lüdin erkannte sein doppeltes Glück erst mit der Werbewoche-Anfrage.
(mk)

cR Kommunikation geht nach Basel

Agenturen cR Kommunikation hat Anfang Juli eine Geschäftsstelle in Basel eröffnet.

Agenturen cR Kommunikation hat Anfang Juli eine Geschäftsstelle in Basel eröffnet.Es ist die dritte Niederlassung nach Küsnacht ZH und Bern und quasi eine Rückkehr zu den Wurzeln: Die Agentur war 1989 als Zürcher PR-Ableger der cR Werbeagentur Basel gegründet worden. 1999 wurde sie im Rahmen eines Management Buyouts in die Selbstständigkeit entlassen.

Schockresistente Schweizer

Aufgefallen Als deutscher Gast wundert man sich über den Provokationszwang helvetischer Werbung. Und ärgert sich über deren zum Teil jugendgefährdende Derbheiten.

Kolumne Als deutscher Gast wundert man sich über den Provokationszwang helvetischer Werbung. Und ärgert sich über deren zum Teil jugendgefährdende Derbheiten.Kürzlich sass mir im Zug eine Mutter mit ihrem ungefähr sechsjährigen Sohn gegenüber. Der spielte mit Via und stiess dabei auf die Rückseite des SBB-Magazins, auf welcher – verfremdet, aber dennoch gut erkennbar – allerhand Stellungen beim Geschlechtsverkehr dargestellt waren. Im Zentrum jeder der piktogrammartigen Zeichnungen, genauer: dort, wo der Mann in die Frau eindringt, war ein rosa Kreis. Klar, eine Anzeige der «Stop Aids»-Kampagne. Mach es nicht ohne Gummi, hiess die Botschaft.Es war ein wenig quälend, mit ansehen zu müssen, wie die Frau versuchte, ihrem Jungen die entsprechenden Fragen auszureden. «Was sollen die Kreise da, Mami?», war noch die harmloseste. Meine Frage lautet anders: Ist es in Ordnung, solch drastische Sujets in einem auch Kindern zugänglichen Massenblatt zu platzieren?
Was die dafür verantwortliche Agentur dazu sagen würde, weiss man. Aids ist so gefährlich, dass die Problematik gar nicht prominent genug platziert werden kann. Und: Wer die Secondos und Secondas in den Agglomerationen, aber auch die sorgloser gewordenen Schweizer Lehrlinge, Coiffeusen oder Studenten sensibilisieren will, muss provozieren. Solch heterogenes und abgebrühtes Publikum erreicht man nur mittels Schockkommunikation. Auf Mütter mit ihren Kindern kann da leider keine Rücksicht genommen werden.
Die Sonne indes ist trotz Ozonloch keine Seuche. Weswegen die Werbung für Sonnenbrillen eigentlich etwas abgetönter respektive sanfter sein müsste. Was aber begegnet einem da mitten auf dem Limmatquai und an anderen Prachtstrassen? Ein riesiges Poster: «Get a new face – cerjo sunglasses». Geworben wird mit einem zerstörten Kopf, in dessen Mitte nur noch Reste einer Nase hängen. Scheinbar einer jener Fälle, wo Chirurgen behaarte Haut von anderen Körperteilen ins Gesicht transplantieren mussten, damit der Patient überlebt.
Geht man nahe genug an das Plakat heran, wird klar, dass die verantwortliche Agentur nur mit dem Grauen spielt. Bei genauer Betrachtung lässt sich ein teilweise rasierter Hinterkopf erkennen, von dem sich die Nase als arrangiertes Haarbündelchen neckisch abhebt. Eine geschmacklose Finte? Ach was, ein kleiner Scherz wird doch wohl noch erlaubt sein!
Eigentlich sind die Schweizer ja viel diskreter und gehemmter als ihre Nachbarn, zum Beispiel die Deutschen. Nördlich des Rheins kräht kein Hahn danach, wenn eine Boulevardzeitung die tatsächliche oder angebliche Geliebte eines Botschafters aufs Cover und ins Bild rückt. Hier hingegen wird aus so etwas sofort eine handfeste Staatsaffäre. Wo es im Journalismus doch so vergleichsweise wenig verträgt: Wieso agiert dann die Werbung in diesem in weiten Teilen immer noch calvinistisch geprägten Land deutlich provozierender als etwa in Deutschland?
Ich habe keine befriedigende Antwort auf diese Frage. Treibt der habituelle Konservatismus der Deutschschweizer Bourgoisie die kreativen Eliten (zu denen die Werber natürlich gehören) zu kalkulierten Tabubrüchen? Ist die Abwanderung von Werbebudgets und der Kampf um Aufmerksamkeit so radikal, dass man sich nur noch mit Reizwörtern wie Brust und Arsch durchsetzen kann? Ist das Beste folglich, was die grösstmögliche Aufmerksamkeit erregt?
Und: Was ist mit der «Question of Morality», die unser guter alter Vance Packard bereits vor einem halben Jahrhundert aufwarf? Darüber sollten wir uns streiten.
Werbeprovokationen als Selbstzweck: Eher Weg- als Hingucker.

> Peter Glotz ist Professor für Medienmanagement an der Universität St. Gallen, SonntagsBlick-Kolumnist und Vater eines sechsjährigen Jungen.

JobChange

Kurt Hutab hat Anfang August die Verlagsleitung des Gratiswochenblatts Winterthurer Zeitung übernommen. Hutab führt das operative Geschäft zusätzlich zu seinem Amt als Verwaltungsratspräsident des Blattes. ...Nach acht Jahren verlässt Daniel

Kurt Hutab hat Anfang August die Verlagsleitung des Gratiswochenblatts Winterthurer Zeitung übernommen. Hutab führt das operative Geschäft zusätzlich zu seinem Amt als Verwaltungsratspräsident des Blattes. …
Nach acht Jahren verlässt Daniel Kraft Interbrand Zintzmeyer & Lux. Er wechselt als Projektleiter und Senior Designer zur Branding- und Corporate-Identity-Agentur Scholtysik Niederberger in Zürich.
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Seit 12. Juli verstärkt Cornelia Wenk als Junior Art Director die Kreation von Euro RSCG Zürich. Die letzten Jahre arbeitete Wenk bei Publicis.
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Neu bei der Basler Werbeagentur Kreisvier Communications sind die beiden Art Director Stephanie Wespi-Haldimann, zuvor bei MetaDesign und Impuls@TBWA, und Anja Ginter, vorher Schneider Berthoud, sowie die Beraterin Jasmine Gasser tätig.
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Anfang August hat die visuelt GmbH in Luzern ihre Tätigkeit aufgenommen. Inhaber und Geschäftsführer ist Ueli Kürschner, der zuvor als Art Director bei der Werbeagentur A4 in Rotkreuz ZG tätig war. visuelt ist ein Vollservice-Unternehmen im Bereich Werbung und Grafik.
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Seit Anfang Juni ist Andrea Sonnenmoser als Projektmanagerin/Junior Beraterin bei der auf interne und externe Kommunikation spezialisierten int/ext Communications tätig.
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Die Agentur Flashlight Event Innovations hat ihr Team erweitert. Neuer Key Account Manager ist Rolf Lanz, ab 1. September übernimmt Giuseppe Secreti die Verkaufsleitung. Neuer Bereichsleiter für Messeprojekte ist Andy Klein.
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Marketingplanerin Sevinc Tekkilic ist neu Leiterin der Marketing-Services beim Kunstversicherer Axa Art in Glattbrugg.

Der Prinz ist entlarvt

Partnervermittlung Kleider machen Leute: Das hat eine Teaserkampagne in den vergangenen zwei Wochen einmal mehr bewiesen.

Partnervermittlung Kleider machen Leute: Das hat eine Teaserkampagne in den vergangenen zwei Wochen einmal mehr bewiesen.Partnervermittlung Kleider machen Leute: Das hat eine Teaser-kampagne in den vergangenen zwei Wochen einmal mehr bewiesen. Dem aufgedonnerten Mann mit der dünkelhaften Attitüde gingen Frauen zu Hunderten auf den Leim. Der angebliche Royal Angelo Prinz ist aber aus Olten und, abgesehen vom blaublütigen Namen, stinknormal – und wie viele seiner Artgenossen auf der Suche nach der besseren Hälfte. Nahe liegend, dass er sich für die Dating-Plattform PartnerWinner.ch und deren Agentur Publicis gerne als vermeintlicher Prinz vor die Linse setzt. Seit Anfang der Woche ist der Hochstapler entlarvt und der Damenwelt nur noch eine Antwort schuldig: Welches Herzblatt darfs nun sein?

Fast ein positiver Juli

Inseratestatistik Das Inseratevolumen in der Schweizer Tagespresse ist im Juli gegenüber dem Vorjahr um 2,7% gesunken.

Inseratestatistik Das Inseratevolumen in der Schweizer Tagespresse ist im Juli gegenüber dem Vorjahr um 2,7% gesunken.Zum Verlust beigetragen haben die schwachen kommerziellen Inserate und die geringere Zahl von Ausgaben. Die Stelleninserate der Deutschschweiz weisen einen Zuwachs von 58% aus. Luft verschaffte der Juli den Sonntags- und Wirtschaftsblättern der Deutschschweiz: Sie legten um 1,2% beziehungsweise 2,3% zu. Die Publikumspresse gewinnt 2,7%, die Spezialpresse 7,8% und die Fachpresse 0,8%. Gewinner ist vor allem die News- und Themenpresse der Deutschschweiz (23,6%), während die deutschsprachigen Frauenblätter massive Einbussen erlitten (minus 22,3%).

Planetactive stärkt RBM im Netz

Reisen Die Zürcher Online-Marketing-agentur Planetactive hat einen neuen Webauftritt für die RBM/Reisebaumeister-Gruppe entwickelt.

Reisen Die Zürcher Online-Marketing-agentur Planetactive hat einen neuen Webauftritt für die RBM/Reisebaumeister-Gruppe entwickelt.Er soll die Positionierung von RBM als Reisespezialistin stärken. Die Websites der Veranstalter Wettstein, Sky Tours, Salina Tours, Sierra Mar, Falcon Travel, Opus Tours, Carib Tours und Eurotrek wurden von Planetactive in einen neuen, gemeinsamen Gestaltungsraster überführt. Das Projekt, das Planetactive im Pitch gegen fünf weitere Agenturen gewann, umfasste die Konzeption eines neuen Front-Ends, die Weiterentwicklung des bestehenden Back-Ends sowie die Integration eines Content-Management-Systems.

Briten kaufen Lions

Festivals Das britische Verlagshaus Emap übernimmt das internationale Werbefestival in Cannes für 52 Millionen Pfund

Festivals Das britische Verlagshaus Emap übernimmt das internationale Werbefestival in Cannes für 52 Millionen Pfundund integriert es in die Division Communications, zu der die Branchenblätter Shots, Screen International, Broadcast und Media & Marketing Europe gehören. Dadurch entstehe ein neuer, gewichtiger vertikaler B2B-Markt mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Pfund, heisst es in einer Mitteilung. Ob und in welcher Form der bisherige Besitzer und Chairman Roger Hatchuel (71) bei den Cannes Lions engagiert bleibt, ist nicht bekannt.
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