Von wegen einsames Seniorendasein

Aufgefallen ist nichts Neues. Interessant ist vielmehr, dass er nicht nur die Fantasie ankurbelt, sondern neuerdings auch die Generationen näher bringt. Von wegen einsames Senioren-dasein.

Ein flotter Dreier ist nichts Neues. Interessant ist vielmehr, dass er nicht nur die Fantasie ankurbelt, sondern neuerdings auch die Generationen näher bringt. Von wegen einsames Senioren-dasein.Von wegen, die Jungen wollen nichts von den Alten wissen. Tempi passati. Im Zeitalter der Gleichberechtigung stehen einem 70-Jährigen natürlich zwei 35-Jährige zu. Oh pardon, falls ich mich im Alter verschätzt habe. Anders betrachtet könnte man auch zum Schluss kommen, dass die Mädels auf den beiden Sujets nur das eine wollen und Senioren, die Viagra schlucken, nur noch das eine können. Während er unbekümmert Härte zeigen will, geht es ihr wahrscheinlich vielmehr darum, der Härte eines arbeitsintensiven Alltags zu entkommen. Und schliesslich ein Herzinfarkt bei Senioren keine Seltenheit. Hart, aber wahr und Viagra sei Dank. Man soll den Teufel bekanntlich nicht an die Wand malen. Darum ein letzter Interpretationsversuch: Die zwei Anzeigen sind Beispiele dafür, wie stolz Grossväter auf ihre Enkelkinder sind – die weiblichen natürlich. In den USA vielleicht. (ck)

Paradoxes Politdoping

Aufgefallen Anstössig ist die mediale Treibjagd auf Anita Fetz & Co., nicht deren Spendenverhalten. Denn wer in diesem Business seine Sponsoren offen legt, hat bald keine mehr.

Kolumne Anstössig ist die mediale Treibjagd auf Anita Fetz & Co., nicht deren Spendenverhalten. Denn wer in diesem Business seine Sponsoren offen legt, hat bald keine mehr.Anita Fetz hatte keinen guten Sommer. Roberto Zanetti, der zum solothurnischen Regierungsherrn aufgerückte Gewerkschafter, hatte es in ihrem Windschatten nur wenig leichter. Denn der Kommunikations-GAU der beiden bodennahen sozialdemokratischen Politiker hätte brutaler kaum seinkönnen. Dabei haben sie lediglich Wahlspenden von Leuten angenommen, die ihnen gewogen sind – zum Teil über die Parteigrenzen hinweg. Was, bitte schön, soll daran verwerflich sein?
Die Sponsoren werden in die Nähe eines Finanzingenieurs gerückt, der wohl manche Frage offen lässt, dem bislang aber noch niemand Unlauteres nachweisen konnte. Dieser Dieter Behring ist offensichtlich das Ziel einer orchestrierten Kampagne. Dass solche Kampagnen nie etwas mit Konkurrenzneid auf den Finanzplätzen zu tun haben und dass sie immer lauteren Motiven entspringen, ist so wahr wie dass die Erde eine Scheibe ist. Hat Behring für seine Spende – für seine Verhältnisse ein besseres Trinkgeld – etwas von Fetz/Zanetti verlangt oder gar erhalten? Hat
die Stiftung Pro Facile, deren gemeinnützige Leistungen bis jetzt nicht angezweifelt worden sind, ungebührliche Vorteile herausgeholt? Offenbar nicht. Übrig bleiben Wahlkampfspenden in – wenigstens für den Kanton Solothurn – ungewöhnlichen Grössenordnungen. Wobei man auch das nicht so eng sehen sollte. Ich lese zum Beispiel gerade in der Zeitschrift «Jagd & Natur», dass die Solothurner Jäger Anfang 2004 für die Abwehr zweier kantonaler Volksinitiativen gegen die Jagd satte 220000 Franken aufwenden mussten.
In Zürich weiss jeder, der nicht mit der Gnade der Naivität gesegnet ist, welche Unternehmer seit Jahr und Tag die Wahlkampf-konten von Politikern füllen. Vor allem derjenigen, die für Exekutiv-Ämter kandidieren, von denen man also annehmen darf, dass sie dann selbst die Hand auf der
Kasse haben. Bedacht werden nicht etwa nur stramm bürgerliche Exponenten; nein, auch die Landschaft links vom Mittelstreifen will gepflegt sein.
Nie würde es einem der edlen Spender einfallen, eine Gegenleistung zu verlangen; sie können sich vielmehr auf den vorauseilenden Gehorsam ihrer Volksvertreter verlassen. Die wissen im entscheidenden Augenblick schon, was sich gehört. Wie das im Einzelnen funktioniert, lässt sich in den Memoiren des verstorbenen Werner Spross nachlesen. Dass amtierende Zürcher Regierungsräte – lang ists her – auf dessen Jacht sogar nach Goldstücken tauchten, die der Tycoon mutwillig ins Wasser warf, sei nur der Kuriosität halber vermerkt.
Gegen den bösen Schein der Käuflichkeit und zur Aufhellung der Grauzonen zwischen Politik und Geschäft gibt es ein ganz einfaches Mittel: Offenheit und Öffentlichkeit. Was klar deklariert ist, verdient Vertrauen, egal ob es nun ein Kotelett ist oder eine Spende. Was öffentlich oder zumindest öffentlich zugänglich ist, ist kontrollierbar und damit auch behaftbar. Denn was ich weiss, ist nicht mehr so heiss. Daraus könnte man folgern: Politiker, die ihre Sponsoren offen legen, zeigen Souveränität und Unabhängigkeit. Das Problem ist nur, dass unter diesen Umständen viele Spender nichts mehr geben. Die oben angedeuteten Unternehmer – obschon sie jeder kennt, der draus kommt – wären die Ersten, die sich diskret zurückzögen. Spross war der Einzige, der offen seinen Praktiken stand. Die meisten anderen würden sich lieber die Zunge abbeissen als zugeben, dass auch sie säen, um die Landschaft zu pflegen.
Offenheit entwaffnet Angreifer. Sie wirkt allerdings nur, wenn sie freiwillig und vorsorglich geleistet und nicht von anderen eingefordert wird. Wer sich in die Defensive drängen, wer Neider und Heckenschützen die Agenda setzen lässt, der hat schon verloren. Wie Anita Fetz und Roberto Zanetti.
> Karl Lüönd ist Leiter des Medieninstituts des Verbands Schweizer
Presse, Publizist und Jäger.

Löwen würden im Globus kaufen

Sponsoring Viele hohe Tiere erwiesen am traditionellen Zoofäscht in Zürich den indischen Löwen Mena und Bahrirat ihre Referenz. Bei der Benefizparty kamen über 800000 Franken für das neue Löwengehege zusammen.

Sponsoring Viele hohe Tiere erwiesen am traditionellen Zoofäscht in Zürich den indischen Löwen Mena und Bahrirat ihre Referenz. Bei der Benefizparty kamen über 800000 Franken für das neue Löwengehege zusammen.Globus sponserte die Dekoration und das Give-away. Und servierte den Löwen in der Programmzeitschrift einen ganz besonderen Leckerbissen: Ein blutrotes Beef-Tatar mit obligatem Peterli aus der Kreativküche von Spillmann Felser Leo Burnett.

Da hat man das Präsent

Einkaufszentren Einem geschenkten Gaul schaut man heute halt immer tiefer und ungenierter ins Maul. Deshalb ist es ratsam, ein ganzes Einkaufszentrum zu schenken.

Einkaufszentren Einem geschenkten Gaul schaut man heute halt immer tiefer und ungenierter ins Maul. Deshalb ist es ratsam, ein ganzes Einkaufszentrum zu schenken.Dies ist natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern in Form eines Geschenkgutscheines. Diese Aufforderung hat Wyler Werbung auf zwei Plakaten visualisiert, auf denen «je ein recht ‹trümliges› Geschenk abgebildet ist», wie CD Ruedi Wyler meint. Aufgelöst wird der Gag mit der Shoppi&Tivoli-Headline.

John Schmid geehrt

Kultur Der Regierungsrat des Kantons Baselland hat einen seiner drei mit je 25 000 Franken dotierten Kulturpreise dem Werber John Schmid verliehen.

Kultur Der Regierungsrat des Kantons Baselland hat einen seiner drei mit je 25 000 Franken dotierten Kulturpreise dem Werber John Schmid verliehen.Der Mitgründer des einstigen Hotshops WHS wird für seine Kunstanlage «Sculpture at Schoenthal» auf dem Areal des ehemaligen Klosters geehrt. Bisher haben dort 15 nationale und internationale Künstler Skulpturen geschaffen, die sich gemäss Laudatio subtil in die jurassische Landschaft einfügen. Die Anlage werde so zu einem der wenigen Kunststandorte von überregionaler Bedeutung im Baselbiet. Lobend erwähnte der Regierungsrat auch Schmids Engagement für den Modern Jazz.

«Hello Visitors» in Bern

Publishing Zur Information seiner Gäste setzt Bern Tourismus neu auf das «Hello Visitors»-Konzept von The Guide Company. Ab November erscheint zweimal im Jahr die Broschüre City Guide Bern.

Publishing Zur Information seiner Gäste setzt Bern Tourismus neu auf das «Hello Visitors»-Konzept von The Guide Company. Ab November erscheint zweimal im Jahr die Broschüre City Guide Bern.Der bisherige Ausgehführer What’s on wird durch das 14-tägliche Going Out Bern ersetzt. Benteli Hallwag zeichnet für Druck und lokale Inseratenakquisition verantwortlich. Die nationalen Kunden werden direkt von The Guide Company betreut, an der seit kurzem die PubliGroupe mit 30% beteiligt ist.

Die Vertrauensfrage

Gastkommentar Für die Schweizer Werbewirtschaft hat die im Oktober anstehende Zwischenbeglaubigung durch die Wemf klar Signalwirkung, mahnt Urs Schneider.

Gastkommentar Für die Schweizer Werbewirtschaft hat die im Oktober anstehende Zwischenbeglaubigung durch die Wemf klar Signalwirkung, mahnt Urs Schneider.Wegen der Einführung eines neuen Zählverfahrens findet die nächste obligatorische Beglaubigung bekanntlich erst im Oktober 2005 statt. Einem Teil der Verleger sind anderthalb Jahre zu lang, weswegen die von ihnen finanzierte Wemf diesen Oktober eine Zwischenbeglaubigung offeriert. Die Resultate würden erstmals praktisch zeitgleich mit den Leserzahlen veröffentlicht. Eine äusserst sinnvolle Aktion, speziell im Hinblick auf die Festlegung der neuen Tarife. Das neue Beglaubigungsreglement scheint bereits Wirkung zu zeigen. Verschiedene Verlage achten plötzlich genauer auf die Entwicklung ihrer Auflagen, was aus Sicht der Auftraggeber positiv zu werten ist. Nach den jüngsten Fällen von Falschdeklarationen kann nur rasche und vollständige Transparenz das notwendige Vertrauen wieder herstellen. Schon deshalb wäre es angezeigt, dass alle grossen, für die Werbewirtschaft wichtigen Publikationen eine Zwischenbeglaubigung durchführen.
Big Player haben ihre Teilnahme angemeldet. Wenn aber nur etwa 60 Titel an der Zwischenbilanz teilnehmen, bleibt die gute Wemf-Initiative wenig aussagekräftig. Eine lückenhafte Beglaubigung wäre das falsche Signal an die Werbewirtschaft. Ein kollektives freiwilliges Reinemachen in zwei Monaten würde das Vertrauen in die Auflagen wieder herstellen. Dies gilt gerade auch für die kleineren und mittleren Tageszeitungen.
Das Argument, im vergangenen Jahr habe sich nicht viel geändert, ist nicht stichhaltig. In letzter Zeit haben sich verschiedene Titel zum Teil überraschend entwickelt. Das neue Reglement der Wemf hat ja auch Auswirkungen auf die Methodik der Erhebung. Dieser Schritt wird grössere Abweichungen zur Folge haben. Umso verständlicher ist die Forderung der Werbewirtschaft nach rascher Transparenz. Eine Verzögerung bis Oktober 2005 wäre inakzeptabel. In Deutschland werden die Auflagen grosser Publikationen sogar vierteljährlich kontrolliert. Das mag des Guten etwas zu viel sein, aber die Logik stimmt.
Eine andere Ausrede ist der Kostenfaktor. Dieser ist von der Auflagenhöhe abhängig und beträgt für Auflagen über 300000 Exemplare maximal 3700 Franken. Für die Zwischenbeglaubigung gewährt die Wemf ein Drittel Rabatt. Die maximalen Kosten für diesen Vertrauensbeweis ins eigene Produkt betragen also schlappe 2467 Franken, bei Publikationen bis 50000 Auflage gar nur 1167 Franken.
Die Zwischenbeglaubigung bietet den Verlegern eine im doppelten Sinne günstige Gelegenheit, der Werbewirtschaft zu zeigen, dass sie die Problematik der Auflagenzahlen erkannt haben und ihren Teil zu deren Lösung beitragen.
> Urs Schneider ist Inhaber der Zürcher Agentur Media Schneider.

Wirz kommuniziert für Persil

Waschmittel Henkel Schweiz setzt bei der Verstärkung seiner Marketingkommunikation für die Marke Persil auf Wirz.

Waschmittel Henkel Schweiz setzt bei der Verstärkung seiner Marketingkommunikation für die Marke Persil auf Wirz.Als erstes Projekt steht der Launch von Persil Sensitive an. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Direktmarketern von Wirz Brugger Lüthi und den Medienspezialisten von Wirz Corporate versprächen einen effizienten Einsatz der Ressourcen, begründet Marketingleiterin Irina Jerman die Agenturwahl.

Darfs es bazeli meh sii?

Zeitungen Bei der Relaunch-Kommunikation geht die BaZ neue Wege. Und bei der samstäglichen Stellenbeilage nimmt sie die bz an die Hand.

Zeitungen Bei der Relaunch-Kommunikation geht die BaZ neue Wege. Und bei der samstäglichen Stellenbeilage nimmt sie die bz an die Hand.
Unter dem Titel «Vorhang auf: Das bietet die neue BaZ» erhielten die BaZ-Leser kürzlich an prominenter Stelle gezeigt und aufgelistet, was sich am 4. September konzeptionell und punkto Auftritt ändert. «Wir wollen die verbleibenden Tage nutzen, um Sie ganz offen über die neue BaZ zu informieren», schrieb Chefredaktor Ivo Bachmann dazu.Die Doppelseite war zwar ein Paukenschlag, allerdings kein isolierter. Vielmehr ist er eingebettet in eine Kommunikation mit der Leserschaft, die Bachmann schon seit Anfang Jahr kontinuierlich führt und auch fortsetzt. Auf den Tag des Relaunches hin sind wohl weitere Paukenschläge zu erwarten, doch dazu schweigt man bei der BaZ noch.
Kein Geheimnis ist hingegen, dass nach wie vor am Layout geschliffen wird. So wurde erst in diesen Tagen das neue tägliche Kulturmagazin in «bazkulturmagazin» umgetauft, damit es als BaZ-Beilage erkennbar ist.
Anders dagegen der samstägliche Stellefant, der BaZ-eigene Stellenanzeiger: Sein Layout wird neutraler, BaZ-unabhängiger, denn ab 4. September wird er nicht mehr nur von der BaZ, sondern neu auch von der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) in Liestal herausgegeben. So steigt die Auflage um rund 23 Prozent auf beglaubigte 125 718 Exemplare. «Dadurch erhält der Stellefant eine bessere Abdeckung in der Region, weshalb wir uns auch Mehrerlös erhoffen», sagt BaZ-Verleger Matthias Hagemann. Der Millimeterpreis für ein Stelleninserat im neuen Stellefant steigt zwar von 3.04 auf 3.84 Franken, bisher kostete die Belegung beider Titel aber 4.57 Franken (bz-Normalauflage). Selbstverständlich sind die beiden Zeitungen weiterhin mono buchbar, solche Inserate erscheinen aber nicht mehr im Stellefant.
Zufrieden mit der neuen Kooperation ist auch bz-Verleger Mathis Lüdin. «Die BaZ und wir erhalten so im Stellenbereich einen besseren nationalen Auftritt», umschreibt er die Win-Win-Situation für beide Blätter. Der Stellefant werde durch die bz, «die im mittleren und oberen Teil des Baselbiets eindeutig die Nummer 1 ist», aufgewertet. Umgekehrt erhalte die bz Zugang zum nationalen Stellenmarkt. «Ich erwarte für die bz substantielle Mehreinnahmen, selbst falls der Stellenmarkt nicht stark anziehen sollte», sagt Lüdin.
Kooperation bleibt punktuell
Für die bz ist dies nun die zweite Kooperation mit der Basler Zeitung Medien (BZM): Vor zwei Jahren hat Lüdin der BZM auch die bz-Frühzustellung übertragen. Von einer Annäherung zwischen bz und BaZ will Lüdin jedoch nichts wissen. «Es handelt sich nur um punktuelle Kooperationen, nicht mehr und nicht weniger», grenzt er sich von der grossen Konkurrentin ab.
Anders sieht es Hagemann, der vor gut einem Jahr den kleineren Zeitungsverlegern der Nordwestschweiz die BaZ-Bereitschaft zu Kooperationsformen irgendwelcher Art signalisiert hatte. «Die gemeinsame Herausgabe des Stellefant ist ein Beispiel für jene Form der Zusammenarbeit, die wir anstreben», sagt Hagemann. Und er fügt hinzu: «Wir sind offen für weitere sinnvolle Kooperationen.» Bisher hätten sich aber weder mit der bz noch mit andern Verlegern weitere Projekte ergeben. «Das liegt aber auch an uns. Denn wegen des BaZ-Relaunches sind wir nicht an sie herangetreten», sagt Hagemann.
Früchte des BaZ-Relaunches: Stellefant mit höherer Auf-lage, neues Kulturmagazin.
BaZ eröffnet Verkaufsstelle in ZürichAn der Holbeinstrasse 22 in Zürich (Publicitas-Gebäude) hat die BaZ kürzlich ein Verkaufsbüro eröffnet, das bis Ende August während zwei Tagen pro Woche, ab 1. September jedoch zu hundert Prozent von Alessia Freitag (28) besetzt ist. Die diplomierte Mediaplanerin, die bisher als Account Manager bei Publimedia Zürich tätig war, betreut nun den Key-Account-Bereich der BaZ, was bisher von Basel aus geschah. «Wir haben uns bewusst für eine Person entschieden, die aus dem Zürcher Markt kommt», sagt Daniel Sommer, Verlagsleiter der BaZ. (mk)
Markus Knöpfli

Bier zum Schauen, nicht zum Trinken

Product Placement Als die Bierbrauerei Feldschlösschen 1876 gegründet wurde, war Jeremias Gotthelf zwar schon seit 22 Jahren tot.

Product Placement Als die Bierbrauerei Feldschlösschen 1876 gegründet wurde, war Jeremias Gotthelf zwar schon seit 22 Jahren tot.Doch das hinderte die Media-agentur Mediaxis nicht daran, die Sendung «Leben wie in Gotthelfs Zeiten» für die neue Marke Feldschlösschen Urtrüb einzuspannen. Mediaxis-Geschäftsführer Peter Hofstetter warf sich für die Guerilla-Aktion persönlich ins historische Kostüm und belud ein Packpferd mit einem Harass Bier. Ihm gelang, was vielen verwehrt blieb: Er stiess bis zur Fernsehfamilie Zuppiger auf dem Sahlenweidli-Hof vor. Die Zuppigers freuten sich laut Mediaxis riesig über den Besuch und das Mitbringsel – aber nur, bis SF DRS das Bier wieder einzog.

Berghilfe sucht mehr Helfer

Fundraising Festland hilft mit, dass die Sammelwoche der Schweizer Berghilfe zum Höhenflug wird.

Fundraising Festland hilft mit, dass die Sammelwoche der Schweizer Berghilfe zum Höhenflug wird.Die Arbeit der Schweizer Berghilfe soll bekannter werden. Rund um die nationale Sammelwoche vom 23. bis 28. August führt die Berghilfe deshalb eine Kampagne durch. Anhand konkreter Projekte soll aufgezeigt werden, wieso die Berghilfe nötig ist. Zwar kann die Berghilfe auf eine treue Unterstützung zählen. Trotzdem müssen immer wieder neue Spenderinnen und Gönner gefunden werden, um das Budget von rund 20 Millionen Franken pro Jahr zu decken.Das von der Kommunikationsagentur Festland in St. Gallen entwickelte Kreativkonzept für die anlaufende Sammelaktion zeigt Menschen, deren Lebensqualität dank der Schweizer Berghilfe stieg. Ein Plakatsujet illustriert den Fortschritt anhand von Kindern, die dank der sanierten Seilbahn Matt –Weissenberge einen sicheren Schulweg haben. In Rona kann dank der Berghilfe eine Bio-Geissenkäserei betrieben werden. Ein drittes Plakat zeigt eine Bewohnerin des ebenfalls von der Schweizer Berghilfe unterstützten neuen Alterswohnheims in Obersaxen.
In Inseraten werden bisher kaum bekannte Förderprojekte wie die Eseltherapie für behinderte Kinder in einem Bergdorf im Wallis bekannt gemacht oder die «letzte Chance für eine ganze Region» mit den Milchbauern in Selisberg.
Bei allen Sujets visualisiert ein Flipchart die Kompetenz der Organisation. Die Aufgaben der Berghilfe, die Erhaltung einer lebensfähigen und -würdigen Berglandwirtschaft, kommt auch im neuen Leitsatz zum Ausdruck: «Wir helfen Bergbauern. Mit Ihrer Hilfe.»
Die Plakate und Inserate dienen als Basismedien der Kampagne in der deutschen und französischen Schweiz. Das Fundraising erfolgt über ein Direct Mail an rund 600000 Haushalte.
Zum Start der Kampagne wurde ausserdem der Internetauftritt relauncht: Unter der Adresse www.berghilfe.ch präsentiert sich die Berghilfe mit einer komplett erneuerten Website. Interessenten, Spender und Medienschaffende finden darin umfassende Angaben zur Organisation, die sich seit 1942 für eine nachhaltig gesunde Berglandwirtschaft einsetzt.
Zu den wichtigsten Features der neuen Website gehört die Möglichkeit, per Post- oder Kreditkarte direkt online eine Spende zu tätigen. Anhand ausgewählter Projektberichte können sich die Besucher ausserdem ein konkretes Bild von der Arbeit der Berghilfe machen. Detaillierte Informationen zu Organisation und Antragsprozess sowie ein Medienbereich ergänzen das Onlineangebot. Sämtliche Inhalte werden in deutscher und französischer Sprache veröffentlicht.
Gestaltungskonzept und Texte des Internetauftritts stammen ebenfalls von der Kommunikationsagentur Festland. Website- und CMS-Programmierung erfolgten durch die OOS AG Open Operating Systems in Zürich in Zusammenarbeit mit der Bitflux GmbH.
Sinnvolle Projekte: Die Berghilfe zeigt auf Plakaten, was sie leistet.
Neuer Webauftritt: Spenden wird per Mausklick möglich.
Die Schweizer Berghilfe leistet Sinnvolles – und braucht Geld: Festland verknüpft die Anliegen. >> Seite 7
Andreas Panzeri

Die Karriereleiter steht im Klub

Weiterbildung Weber Harbeke zeigt, wie man in der Klubschule Migros auch für seine berufliche Karriere profitieren kann.

Weiterbildung Weber Harbeke zeigt, wie man in der Klubschule Migros auch für seine berufliche Karriere profitieren kann.Wer kennt das nicht? Das berufliche Umfeld bietet keinen Challenge, alles ist Routine. Mit ihrem neuen Spot für die Klubschule Migros spricht Weber Harbeke allen aus der Seele, die eine berufliche Veränderung suchen. Zeit für den nächsten Schritt: Hier setzt das Konzept des neuen Spots von Weber Harbeke an. Die emotionale Situation der potenziellen Schülerinnen und Schüler der Klubschule wird am Beispiel von drei Männern gezeigt. Wie immer gehen sie ihrer Arbeit nach, trinken ihr Feierabendbier und fischen gemeinsam. Doch etwas ist anders. Nach und nach fragt sich jeder: «Wo isch de Roschee?» Dieser fehlt in allen Szenen.
Man ahnt es: Roger hat sich weitergebildet und eine neue Herausforderung gefunden. Er ist dem Versprechen der Klubschule Migros gefolgt: «Wir machen, dass Sie weiterkommen.»
Mit dem Spot soll stärker bekannt gemacht werden, dass die Klubschulen Migros neben den beliebten Kursen in den Bereichen Sprachen, Sport und Hobby auch eine breite Palette an Lehrgängen für das berufliche Weiterkommen anbieten.
Klares Markenversprechen und gleichzeitig eingängiger Claim ist «Mehr Erfolg». Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigen die Klubschulabsolventen übrigens jeweils an eidgenössischen Diplomprüfungen mit ihrer überdurchschnittlichen Erfolgsquote.
Der 30-Sekunden-Spot wurde von den beiden englischen Regisseuren Richard Hickey und Colin Howard in Zürich gedreht. Produziert hat der freie Agency Producer Cem Capanoglu mit Snap Film. Der Spot wird im Schweizer Fernsehen sowie bei diversen Regionalsendern zum Einsatz kommen.
Aus der Runde verschwunden: Der vierte Mann hat Karriere gemacht.
Andreas Panzeri
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