Gold und Silber an den New York Festivals

Awards Die Schweizer Agenturen waren erfolgreich am Wettbewerb für Print- und Aussenwerbung der New York Festivals.

Awards Die Schweizer Agenturen waren erfolgreich am Wettbewerb für Print- und Aussenwerbung der New York Festivals.Eine Goldmedaille holte Euro RSCG Switzerland für die beste Nutzung des Mediums Magazin mit der Anzeige «Games of Beijing». Silber gab es sechsmal: JvM/Limmat, Lesch + Frei, Matter & Partner, Wirz Werbung und Sulzer Sutter für Parisienne und Wyler Werbung für «Zürich multimobil» (abgebildet). Je zweimal Bronze erhielten Publicis und Ruf Lanz, einmal Bronze gewann Guye Benker.

Neues Designmagazin in der Romandie

Special Interest Anfang September erscheint in der Westschweiz erstmals die Zeitschrift Idpure.

Special Interest Anfang September erscheint in der Westschweiz erstmals die Zeitschrift Idpure.Sie befasst sich auf Französisch und Englisch mit den Themen Grafik, Design, Illustration, Fotografie und Idee. Die Startauflage beträgt 6500 Exemplare und wird am Kiosk verkauft. Hinter Idpure steht der Werber Thierry Hausermann aus Morges. Hausermann hat vor rund einem Jahr zusammen mit Partnern bereits das Magazin Creative People lanciert.

Camponovo fährt auf Wilhelm Tell Express ab

Verkehr Die Berner Werbeagentur Camponovo und Partner hat den Pitch um den Relaunch des Wilhelm Tell Express gewonnen.

Verkehr Die Berner Werbeagentur Camponovo und Partner hat den Pitch um den Relaunch des Wilhelm Tell Express gewonnen.Sie setzte sich gegen zwei Konkurrenten durch. Der Wilhelm Tell Express verbindet die Zentralschweiz und das Tessin mittels Raddampfer und Panoramawagen. Camponovo entwickelt für das Tourismusangebot der Schweizer Schifffahrtsgesellschaft ein neues Erscheinungsbild inklusive Bildmarke und verschiedene Werbedrucksachen. Unter dem Motto Swissness wird eine selektive Imagekampagne realisiert. Zielgruppen sind Reisende aus dem Aus- und Inland sowie Tour Operators und Reiseveranstalter, die mit der Basisbroschüre, dem Travel Guide, mit Inseraten und durchs Internet angesprochen werden. Das neue Corporate Design und sämtliche Werbemittel kommen ab Herbst 2004 zum Einsatz.

Zahl der Woche

Roadshow Zum dritten Mal jähren sich in drei Wochen die dramatischen Terroranschläge auf die USA. Auch ein Teil der übrigen Weltbevölkerung verbindet den 11. September nach wie vor mit Angst und Trauer. Nicht so die Migros und die Luzerner Event-Agen

Roadshow Zum dritten Mal jähren sich in drei Wochen die dramatischen Terroranschläge auf die USA. Auch ein Teil der übrigen Weltbevölkerung verbindet den 11. September nach wie vor mit Angst und Trauer. Nicht so die Migros und die Luzerner Event-Agentur Premotion, die just dieses Datum für den Start der M-Budget-Party-Roadshow ausgesucht haben (s. WW 18/04). Pietätlos? Der Blick in die Vergangenheit entlastet die Organisatoren: Wer assoziiert heute noch den 14. April mit dem Untergang der Titanic?

Hirnlos ins Verderben

Prävention APG und TCS wollen mit einer auf Schock bedachten Plakatkampagne Raser zur Räson bringen.

Prävention APG und TCS wollen mit einer auf Schock bedachten Plakatkampagne Raser zur Räson bringen.
«Zwei Tote bei Raserunfall» – solche Schlagzeilen erscheinen fast täglich in den Zeitungsspalten. Allein im Kanton Zürich sind gemäss Kantonspolizei 1157 der insgesamt 14852 Unfälle des vergangenen Jahres auf übersetzte Geschwindigkeit zurückzuführen. Als Raser gilt, wer innerorts 25, ausserorts 30 und auf der Autobahn 35 Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho hat. Mit einem umfangreichen Massnahmenpaket versuchten die Polizeikorps des Kantons Zürich und der Zentralschweizer Kantone von Mai bis Juli junge Raser und vor allem deren Umfeld zu sensibilisieren. Seit Mitte August beziehen auch TCS und APG zum Thema öffentlich Stellung. Mit einer nationalen Plakatkampagne wollen auch sie Rasern das Fürchten lehren. Dafür setzt die konzeptführende Agentur Publicis einerseits auf schockierende Visuals wie Reifenspuren, die in ein offenes Grab münden. Andererseits appellieren die Headlines an den Stolz der Verkehrssünder: «Helft Rasern. Spendet Hirn.» Dazu CD Markus Tränkle: «Niemand lässt sich den Vorwurf gefallen, über zu wenig Hirn zu verfügen.»
Trotz provokativer Umsetzung haben sich die Verantwortlichen bemüht, die Ansprache möglichst neutral zu halten. «Die Versuchung ist gross, den schwarzen Peter einer Gruppe in die Hand zu drücken», meint der CD weiter und spricht damit den Umstand an, dass häufig junge Männer aus dem ehemaligen Jugoslawien in Raser-Unfälle verwickelt sind. «Bloss», ist Tränkle weiter überzeugt, «rasen dann alle mit anderer Herkunft ungehemmt weiter.» Die Kreativen blieben sogar so neutral, dass sie auf eine Grabstein-inschrift beim Sujet «Raser kommen schneller ans Ziel» verzichteten. Weniger Fingerspitzengefühl zeigten die Verantwortlichen der Kapo-Kampagne: In das abgebildete Holzkreuz am Strassenrand war der Name Oliver geritzt, was einigen Namensvettern in den falschen Hals geraten war.
Stoppt die Raserei: Auch für Leute mit wenig Verstand verständlich.
Simone Keller

Spektakel über Spektakel

Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal geht heuer das Zürcher Theater Spektakel über die Bühne beziehungsweise über die Landiwiese.

Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal geht heuer das Zürcher Theater Spektakel über die Bühne beziehungsweise über die Landiwiese.Was einst als scheues Theater-Experiment begann, mauserte sich zum international anerkannten Festival und kommerziellen Kulturanlass allererster Güte. Auch der Premierenevent des Tages-Anzeigers, schon seit geraumer Zeit als Spektakel-Sponsoringpartner mit von der Partie, hat in Marketing-, Werber- und Mediakreisen Kultstatus erreicht. Der Publikumsaufmarsch spricht jedenfalls für sich, denn jeweils um ein halbes Tausend Geladene finden sich ein, so das Wetter mitspielt. Und es spielte, weshalb sich die Gäste von Hans Heinrich Coninx an den Gestaden des Sees einmal mehr pudelwohl fühlen konnten.Während das Spektakel auf der Landiwiese sein 25-Jähriges feierte, konnten Roger Baur (bekannt aus der Shortlist) und Shortlistautor Beat Fritsch (machte Baur in der Shortlist bekannt) gleich eine runde Sause veranstalten. Die Primarschulfreunde aus Wollishofen legen sich dieses Jahr eine edle Vier (4!) an die erste Stelle ihres Alters, womit sie bekanntlich nicht mehr älter, sondern nur noch interessanter werden können. Und da man, in derselben Branche tätig, im Gros auch dieselben Leute zu den Partys bitten wollte, wurden die beiden Jubiläen der Einfachheit halber unter dem Motto «80 Jahre R & B» zusammengelegt.
An dieser Stelle möchten sich die beiden Jubilare übrigens gleich auch bei allen ganz feste entschuldigen, die aus welchen Gründen auch immer durch die Maschen des Einladungsnetzes gefallen sind: Bitte nicht traurig sein, die nächste Party kommt bestimmt!
Und wir bedanken uns auch bei allen, welche die Zeit gefunden haben, mit uns zu feiern. Ein besonderer Dank gebührt übrigens Gil Siegrist, den wir spontan dazu nötigen konnten, sich und seinen praktischen Jeep fürs Entsorgen von Leergut und Abfall zur Verfügung zu stellen.
Die rund 70 Gäste vertilgten nämlich neben 10 kalten Platten, unzähligen Chips und Nüssli und 15 Liter Mineralwasser vor allem 70 Flaschen Wein und 40 Dosen Bier (vier notorisch bekannte Gäste zusätzlich auch noch zwei extra für sie angeschaffte Flaschen Vodka). Dass man also die letzten Überhocker – die üblichen Verdächtigen natürlich – um Mitternacht fast schon aus dem Clublokal prügeln musste, ist wohl selbstredend. Und dass es allerspätestens zum Fünfzigsten wieder so eine Party geben wird, natürlich auch.
Von der Premiere über die Jubiläen zur Finissage. Für dieses Jahr einmal mehr gelaufen ist das Orange-Cinema beim Zürihorn, früher profan Kino am See genannt. Zur letzten Vorstellung lädt das Marketingkader der Telecomfirma jeweils die mit Orange zusammenarbeitenden Werbe-, Promotions-, Below-the-line- und Mediaagenturen in die hauseigene Lounge über den Zuschauerrängen zu einem Get-together ein, wo sie auch für die Werbewoche abgelichtet werden. Einzig Marketingleiter
Giuseppe Bonina düste dermassen schnell von Gast zu Gast, dass er schlicht nicht vor die Linse zu bekommen war. Aber natürlich war auch er mit von der Partie.
Roger Baurund Shortlistautor Beat Fritsch (2. v. l.) drückten vor langer, langer Zeit zusammen die Schulbank und waren die dicksten Freunde in ganz Wollishofen. Also werden sie jeweils auch im selben Jahr gleich alt, der Fritsch etwas früher, der Baur etwas später. Was liegt demnach näher, als den runden Geburtstag unter dem Motto 80 Jahre R(oger) & B(eat) im Kulturclub Lebewohl gleich zusammen zu feiern? Die netten Girls waren übrigens ein Geschenk von Sacha Goldstein, Geschäftsführer von All-Access – allerdings bedienten sie nur die Gäste und diese nur mit Getränken!
Endlich wieder können sich Theater-Fans im Bayou-Zelt verwöhnen lassen.
In sonnigster Stimmung: Jürg Brauchli, Christine Gerber, Gastgeber Hans Heinrich Coninx und Eva Brauchli (v. l.).
Tagi-Verlagsleiterin Maili Wolf mit Wirz-Geschäftsführer Geri Aebi, JvM-Kreationschef Alexander Jaggi und Christina Jaggi (v. l.).
Freuten sich auf die Berliner Jazz-Combo 17 Hippies: Trendforscherin Betty Zucker mit Martin Kall, Vorsitzender der Tamedia-GL.
Locker und leger: Tages-Anzeiger-Verkaufsleiter Fridolin Holdener (l.) mit Zürichs Tourismus-Direktor Frank Bumann.
Sie gewöhne Sohnemann Kai schon mal an die wichtigsten Events, meinte Gabi Wettstein zu Spick-Verlagsleiter Marcel Tappeiner.
Genossen die angenehmen Temperaturen: PickPay-Werbeleiterin Sandra Ulrich und Magazin-Chefredaktor Res Strehle.
Claudia Keller von Balsberg Business Area mit Touring-Marketingleiter Reto Kammermann und Tamedia-Logistik-Chef Gilbert Hirzel (r.).
Baldige Elternfreuden in Aussicht: Mehmet Inan, seit neuestem mit eigener Crossmedia-Beratungsfirma, und Mara Inan-Serio.
Werbeagenturinhaber Victor Rosser (l.) unterhielt sich beim Tagi-Apéro gut gelaunt mit Marianne Keller und Hanspeter Detsch.
Musik- und Theaterfans: Romaine Marti, Red Cell, Lebenspartner Kari Sieger und Danièle Frank (r.) von Publicon Werbe AG.
Marketing- und Verkaufsdirektor Reto Kreis (l.) von Suzuki mit Gattin Ursula und Tagi-Kundenberater Jano Berni.
Wie viele andere ebenfalls zu zweit ans Theater Spektakel: Christiane und Andreas Meili, Leiter elektronische Medien von Tamedia.
Dicke Freunde seit langer Zeit: Ruth Wirz (l.) mit Hansueli und Margrit Schweizer vor dem Bayou-Zelt auf der Landiwiese.
Waren begeistert von der Spektakel-Premiere auf der Saffa-Insel: Ford-Werbeleiter Roman Sonders und Nicole Burri.
Der aktuelle und der Ex-Chef von R. B.: Matthias Luchsinger, Cinecom, (l.), und Andreas Gedenk, BG Media, mit Corinna Schneider.
Stiessen zusammen auf die zwei Geburtstagskinder an: Markus Cavegn (l.), Cavegnwerbung, und Bruno Oetterli, Radiotele.
Cinecom-Verkaufsleiter Daniel Pauletto (l.) und Robi Weber, der eben mit seinem Jazz-Quartett eine neue CD veröffentlicht hat.
Cinecom-Gspänli von Jubilar Roger Baur: Roger Eckerlin und Karin Rickenmann vom Sat-1-Team mit Finanzer René Eberle (v. l.).
Jana Nyvltova von Mediador mit Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier (l.) und Media-Daten-Verlagsleiter Samuel Helbling.
Gratulantinnen mit überaus viel Charme und Anmut: Nicole Steinegger (l.) und Tamara Bühlmann von Cinecom.
Seit dem Umzug nach Wollerau gut befreundete Nachbarinnen: Nadia Callo (l.) und Rogers Angebetete Raphaela Höhn.
Baur-Freund Matthias Huber mit Silvia Allegria und Lukas «Luksli» Schellenberg, alter Roxy-Spezi des Shortlistautors.
Ebenfalls mit von der Partie: Tilllate-Team mit André Schraner, Nicole Hatt, Christian Hagmann und Matthias Müller (v. l.).
Andi Hess (l.), Forecast, und Sacha Goldstein von der Promotionsagentur All-Access, welcher die nette Bedienung sponserte.
Immer zu einem oder mehreren Spässchen aufgelegt: Stephan Suter (l.) von Adlink und Stefan Halter von IP Multimedia.
Viererbande: Werbeberater Urs Heiniger mit Freundin Ursula Gachnang (l.) und Adrian Wangeler (2. v. r.) mit Freundin Angela Huber.
Alte Bekannte vom Werberfestival in Cannes: Bettina Bussey von Popfilm und Gil Siegrist von der Kik AG.
Amüsierten sich bestens in der Kulturfabrik Lebewohl: Amag-Geschäftsführer Lukas Hofer, der mit Ehefrau Ruth kam.
Daniel Wanger, Wasserski-, Wakeboard- und Schlummertrunkpartner des Shortlistautors mit seinem «Schmäusel» Claudia.
Very very charming: Die amtierende Miss Zürich und Miss-Schweiz-Kandidatin Olivia Fischer kam mit Freund Roger.
Ex-Shortlist-Fotograf Dominic Ott (l.) mit Natalie Schneider und Rich Hooban.
Sandra Genge, gute Kollegin des Shortlistautors, lässt sich von André Höhn herzen.
Auch sie hatten viel Spass am Geburtstags-Event im Zürcher Seefeld: Thomas Rohr (l.), TNT, mit Rogers Nachbar Fabio Callo.
Davos-Tourismus-Marketingleiterin Barbara Studer mit Pete Kurath (l.) und Michel Pernet vom Party-Organisator Straight Friday.
Notfall-Set für alternde Männer: Supradyn, Berocca, Inkontinenz-Windelchen.
Gipfeltreffen in der Orange-Lounge: Lowe-CEO Kurt Schmid mit Philip Kramer und Serge Froideveaux (v. l.) von Orange.
Charmante Begegnung ob den Zuschauerrängen: Sandra Genge (l.) von Lowe Direct und Isabella Büeler von Orange.
Gönnten sich einen lauschigen Sommer-abend im Orange-Cinema: Peter Trüb, Gerry Flückiger und Alban Haas (v. l.), Blue Spirit.
Immer für lockere Sprüche zu haben: Oliver Pel von Eyecatcher, Marcel Benz, Orange, und Gert Schröder (v. l.) von Blue Spirit.
Schade, ist das Orange-Cinema schon wieder zu Ende, meinten Simon Stauber (l.) und Beat Baumgartner von Orange.
Wahrscheinlich der einzige Hund mit umfassender Kinoerfahrung: Der Mops von Cinerent-Marketingleiter Dani Höltschi.

Auch Schweizer dürfen um die Frau kämpfen

TV Für die neue Realityshow «Kämpf um deine Frau!» sucht der deutsche Sender Sat 1 auch Schweizer Kandidaten.

TV Für die neue Realityshow «Kämpf um deine Frau!» sucht der deutsche Sender Sat 1 auch Schweizer Kandidaten.Zwölf Männer sollen ab Mitte September zehn Wochen in einem Camp zusammenleben: Männer, deren Beziehung kurz vor dem Aus steht oder gerade gescheitert ist und die nun das Herz ihrer Frau zurückgewinnen möchten. Im Camp lernen sie laut Sat 1, was einen guten Partner auszeichnet. Die Zuschauer stimmen über die Fortschritte der Männer ab. Interessierte können sich über die Telefonnummer 0848 868 600 für das Casting anmelden.

Mediawirkung bleibt fallspezifisch

Forschung Wird eine Produktgruppe im Fernsehen massiv von verschiedenen Anbietern beworben, so steigt die Wirkung von Printkampagnen.

Forschung Wird eine Produktgruppe im Fernsehen massiv von verschiedenen Anbietern beworben, so steigt die Wirkung von Printkampagnen.Zu diesem und anderen Ergebnissen kommt eine Fallstudie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger und der Mediaagentur OMD Germany, welche die Absatzwirkung der Werbung für Nivea-Haarpflegeprodukte untersucht hat. Es existierten keine allgemein gültigen Gesetze über die Wirkungsverläufe von TV- und Printkampagnen, diese seien produkt- und fallspezifisch, heisst es im Kommentar zur Studie. Die gängige Auffassung, Printwerbung wirke lang- und TV-Werbung kurzfristig, sei nicht allgemein anwendbar. Die Fallstudie steht auf www.vdz.de als PDF-Download zur Verfügung.

Frau lic. phil. Wetterfee

Tamara Sedmak ist im Hoch, weil sie bei Sat 1 mithelfen darf, dass die News auf diesem Sender beim Publikum nicht ins Tief kommen.

Tamara Sedmak ist im Hoch, weil sie bei Sat 1 mithelfen darf, dass die News auf diesem Sender beim Publikum nicht ins Tief kommen.Sie hat schon als Teenager mit 14 Jahren in Paris einen Modelwettbewerb unter 15 000 Mädchen gewonnen, mit «sweet sixteen» vier Monate lang mit berühmten Fotografen in New York gearbeitet, mit 25 an der Uni Zürich das Studium abgeschlossen, in verschiedenen Kinofilmen mitgespielt sowie bei Star TV und n-tv moderiert. Jetzt wird Tamara Sedmak Moderatorin in Berlin für das neue Kampftool «News» von Roger Schawinski auf Sat 1 und N24. Im Vertrag steht auch, dass sie noch anderes moderieren soll im Bereich News und Unterhaltung.Modeln und studieren
«Mein Berufstraum war Kinderärztin», erinnert sich die frisch gekürte Wetterfee an die Zeit vor 14, als sie ein Fotograf aus Paris «ganz klischeemässig» auf der Strasse angesprochen hat und für diesen Modelwettbewerb anmelden wollte. Seither ist alles «irgendwie in andere Bahnen gekommen». Dass Tamara 1996 nach ihrer B-Matur in Baden als Studienfächer an der Uni Zürich Publizistik und Wirtschaft wählte, geschah eher zufällig: Das sei damals ein beliebtes Modestudium gewesen. «Wenn ich etwas anfange, dann ziehe ich es aber auch durch», meint die heutige Lic. Phil. I. Es hat sich gelohnt. Beim Casting in Berlin hat man es «sehr geschätzt», wie sie die vielen praktischen Erfahrungen und das Studium gleichzeitig unter einen Hut bringen konnte.
Der erste Modelwettbewerb hat der damaligen Bezirksschülerin einen Vertrag mit der zweitgrössten Modelagentur Karin in Paris eingebracht. Dort hat sie jeweils in den Ferien in Begleitung ihrer Eltern gemodelt. Mit 15 ist es in Zürich mit einem Sieg beim Elite Model Look weitergegangen.Als Schweizer Repräsentantin durfte Tamara am internationalen Finale in New York teilnehmen. Das brachte ihr zwar keinen Sieg, dafür einen Vertrag bei Click. Während der Übergangszeit von der Bezirksschule zur Kantonsschule hat sie für diese Agentur in New York gemodelt und vier Monate lang «fast täglich vor Heimweh geheult». Viele tolle Bilder im Gepäck haben nach der Rückkehr aber weitere Aufträge auch in Mailand, Rom, Paris, Barcelona, Athen oder London eingebracht.
Ebenfalls schon während der Mittelschule hat Tamara Sedmak als Moderatorin bei Sputnik TV angefangen. Kennen gelernt hat sie diese damaligen Pioniere des jungen Fernsehens über einen TV-Spot, in welchem auch eine gewisse Tanja Gutmann mitgespielt hat. Diese ist später Miss Schweiz geworden. Tamara Sedmak hat es «nur» zum Publikumsliebling in der TV-Abstimmung gereicht, als im Finale 1999 Anita Buri zur schönsten Frau der Schweiz gewählt worden ist.
Die wachsende Bekanntheit hat Tamara das Tor als Moderatorin bei Star TV sowie im Reisemagazin «Gipfelstürmer» bei n-tv in Deutschland geöffnet. Als Studentin moderierte sie nebenbei Events, arbeitete bei Radio Argovia und Hitradio Z und wirkte auch mehrsprachig in verschiedenen Radiospots mit. Trotzdem in Rekordzeit hat sie ihre Lizenziatsarbeit über «PR und Internet, Vergleich der Grossbanken CS und UBS» beenden können. Auch für kleine Rollen in TV-Spots für die Swissair, Lee, McDonald’s oder Maestro Lorenzo hat die Zeit gereicht. Vor allem zum Spass hat sie in den Kinofilmen «Meier Marylin» oder «Achtung, fertig, Charlie» mitgespielt.
Ihr erstmals ungeteiltes berufliches Engagement will die Schweizerin in Berlin nun für den Job bei Schawinski einbringen. Ihr zukünftiger Chef bei Sat 1 habe erst nach der Vertragsunterzeichnung realisiert, dass seine neue Moderatorin aus Zürich stammt.
Meteorologinnen ausgestochen
Für ihren neuen Job hat sie sich gegen insgesamt zehn Mitbewerberinnen durchsetzen müssen. Zu ihrer Konkurrenz gehörten auch zwei Meteorologinnen sowie eine bisherige Wetterfee. Mehr überzeugt als solche fachlichen Kenntnisse hat beim Casting aber Tamaras «sympathische Ausstrahlung» sowie ihr gekonntes Agieren vor der Kamera. Als grösste Herausforderung in ihrem Job sieht die Moderatorin denn auch, dass die Sendung live ausgestrahlt wird. Und dies vor einem Millionenpublikum. Aber wer im Nebenfach wie Tamara Neuropsychologie studiert hat, wird das Herzflattern schon noch unter Kontrolle bringen.
Tamara Sedmak hat mit Sat 1 einen Moderationsvertrag für News – und mehr.
Andreas Panzeri

Zu viele Lorbeeren für TV

Werbeumsatz Höhere Brutto-Werbeumsätze im ersten Semester 2004 machen Freude. Media Focus weniger.

Werbeumsatz Höhere Brutto-Werbeumsätze im ersten Semester 2004 machen Freude. Media Focus weniger.Auf diesen Moment haben die Medien lange gewartet: Erstmals seit drei Jahren investieren die Werbeauftraggeber in einem 1. Halbjahr wieder mehr in die klassische Werbung. Die Bruttoumsätze stiegen zwar noch ausgesprochen schüchtern um 0,9 Prozent oder 17,041 Millionen Franken.Die Freude beschränkt sich vorab auf zwei Mediengattungen: das Fernsehen und die Zeitschriften. Relativiert werden muss allerdings das glänzende Resultat des Fernsehens, das seine Bruttoumsätze um satte 14,7 Prozent auf über 390 Millionen Franken ausbaute. Angesichts der in Krisenzeiten verschärften Diskrepanz zwischen brutto und netto, insbesondere bei den Werbefenstern, sind diese Werte klar zu hoch gegriffen. Entsprechend ist auch das starke Wachstum des TV-Marktanteils von 18,6 auf 21,1 Prozent mit Vorbehalten zu geniessen.
Zum Vollwert muss hingegen der Verlust der Tagespresse genommen werden, deren Bruttoumsätze sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 um 2,8 Prozent reduzierten. Die Zeitungen erlitten damit einen beschleunigten Marktanteilsverlust von 40,1 auf 38,6 Prozent.
Verlust an Information
Keinerlei Transparenz vermitteln die Semesterzahlen von Media Focus für die Medien Plakat, Radio, Kino, Teletext und Internet. Deren Werte erscheinen nicht mehr einzeln, sondern nur noch zusammengefasst. Das heisst, es wird verunmöglicht, die Entwicklung der fünf genannten Werbeträger nachzuvollziehen.
Der Grund für den höchst unbefriedigenden Informationsverlust liegt im hinlänglich bekannten Problem mit der Plakatwerbung: Weil Aushang und Fakturierung in vielen Fällen zeitlich auseinander klaffen, darf Media Focus diese Daten nicht mehr einzeln publizieren.
Schwer nachvollziehbar ist die Tatsache, dass für das seit Jahren
drängende Problem immer noch keine Lösung gefunden werden konnte. «Das ist unbefriedigend, aber leider auch in der näheren Zukunft kaum zu ändern», bedauert Lukas Zihlmann, Geschäftsleiter von Media Focus.
Fernsehen sahnt abEntwicklung der Bruttowerbeeinnahmen der Schweizer Medien im 1. Semester 2004 (in 1000 Franken)
Medium Jahr Januar–Juni Marktanteil
2003 735494 40.1%
Tagespresse 2004 714974 38.6%
+/– –2.8%
2003 437565 23.8%
Zeitschriften 2004 440199 23.8%
+/– 0.6%
2003 340607 18.6%
Fernsehen 2004 390750 21.1%
+/– 14.7%
2003 321214 17.5%
Andere Medien* 2004 305997 16.5%
+/– –4.7%
2003 1834880
gesamt 2004 1851921
+/– 0.9%
* Plakatwerbung, Radio, Kino, Teletext, Internet Quelle: Media Focus
Migros macht FreudeDie grössten Werbeauftraggeber der Schweiz im
1. Semester 2004 (in 1000 Franken)
Firma Januar–Juni
2004 2003 +/–
1 Migros (Det.handel) 122156 108803 12.3%
2 Coop (Det.handel) 112513 118316 –4.9%
3 Amag 32118 30762 4.4%
4 Unilever 23270 22897 1.6%
5 Nestlé 23053 21215 8.7%
6 L’Oréal 20161 21217 –5.0%
7 Swisscom 19476 22690 –14.2%
8 Procter+Gamble 19381 15683 23.6%
9 Renault Nissan 15766 15396 2.4%
10 Masterfoods 15670 16933 –7.5%
Quelle: Media Focus
Daniel Schifferle

Chancen steigen für unabhängige Grey Group

Merger Am Dienstag ist ein neuer Interessent für die Grey Global Group aufgetaucht.

Merger Am Dienstag ist ein neuer Interessent für die Grey Global Group aufgetaucht.Laut Reuters plant die Investmentfirma Providence Equity Partners (PEP) ein Angebot für den US-Werbekonzern, der seit Ende Juni einen Käufer sucht. PEP ist die dritte Privatkapitalgesellschaft, die sich um Grey bewirbt. Von Greys Konkurrenten sehen Beobachter höchstens die britische WPP im Rennen.

Migros-Deal mit Tamedia

Kundenpresse Um 22 Prozent steigern das Migros-Magazin und sein welsches Pendant ihre Auflage ab August.

Kundenpresse Um 22 Prozent steigern das Migros-Magazin und sein welsches Pendant ihre Auflage ab August.Die 450000 Zusatzexemplare gehen an Teilnehmer des Cumulus-Programms, die das Magazin bisher nicht erhalten haben. Rund 400000 davon werden bis Ende Jahr bei Tamedia im Zentrum Bubenberg gedruckt. Den Rest verteilt die Migros unter die bisherigen Druckpartner St. Galler Tagblatt AG, Edipresse und Ringier. In den nächsten Wochen wird der Auftrag für die Gesamtauflage von rund 2,5 Millionen Exemplaren neu ausgeschrieben. Die aktuellen Werbetarife des Migros-Magazins bleiben bis Ende Jahr gültig. Auf Anfang 2005 werden sie um 10 Prozent angehoben. Eine weitere Anpassung steht allenfalls im kommenden Frühling an, nach einer Zwischenauswertung der Reichweite durch die Wemf.
(sm)
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