Schweizer Börse streicht Inseratepflicht

Wirtschaftsmedien Herausgeber von börsenkotierten Standard-Optionen müssen für neue Produkte kein Kotierungsinserat in einer Zeitung mehr schalten.

Wirtschaftsmedien Herausgeber von börsenkotierten Standard-Optionen müssen für neue Produkte kein Kotierungsinserat in einer Zeitung mehr schalten.Wirtschaftsmedien Herausgeber von börsenkotierten Standard-Optionen müssen für neue Produkte kein Kotierungsinserat in einer Zeitung mehr schalten. Die Schweizer Börse SWX hat sie von dieser Pflicht entbunden; die Veröffentlichung auf swx.com reicht jetzt aus. Damit würden viele Inserateseiten verloren gehen, schreibt die NZZ am Sonntag. Betroffen seien besonders das Schweizerische Handelsamtsblatt, L’Agefi, Finanz und Wirtschaft sowie die NZZ.

SF DRS vs. Wegzappen

TV Die Zuschauer des Schweizer Fernsehens sollen den Finger von der Fernbedienung lassen. SF DRS führt bis 29. März 2005 eine neue Programmstruktur ein, um den Audience Flow zu verbessern.

TV Die Zuschauer des Schweizer Fernsehens sollen den Finger von der Fernbedienung lassen. SF DRS führt bis 29. März 2005 eine neue Programmstruktur ein, um den Audience Flow zu verbessern.«Wir wollen durch eine homogenere, kohärentere Programmierung die Kundenbindung stärken», sagt TV-Direktorin Ingrid Deltenre. Dazu wird das Profil der beiden DRS-Sender geschärft. Deltenre: «Den Zuschauern soll klar sein, was sie von welchem Sender erwarten können.» Information und Kultur sind auf SF 1 zuhause, wo ein breiteres Publikum angesprochen wird. Kinderprogramme und Live-Sport werden auf SF 2 konzentriert, das eine jüngere Zielgruppe anvisiert.
Während der Hauptabend weitgehend unverändert bleibt, versucht SF DRS vor allem am Vorabend durch neue Eigenprodukti- onen Zuschauer zu gewinnen. Geplant ist unter anderem eine Spielshow. Als Einstieg wird die «Tagesschau»-Frühausgabe aufgewertet. Sendungen, die bisher den Audience Flow störten, werden verschoben «oder wenn nötig abgesetzt», so Deltenre.
(sm)

Focus präsentiert Medialexikon

Presse Das Newsmagazin Focus ergänzt sein dreibändiges Medialexikon mit dem Focus-Lexikon Schweiz.

Presse Das Newsmagazin Focus ergänzt sein dreibändiges Medialexikon mit dem Focus-Lexikon Schweiz.Im 622 Seiten starken Werk hat Wolfgang Koschnick, Ex-Autor der Werbewoche, knapp 900 Begriffe der Schweizer Werbe- und Medienbranche zusammengetragen. Das Lexikon kostet im Buchhandel 39,90 Euro und wird unter www.medialine.de/medialexikon-schweiz gratis abgegeben.

Proretail setzt Harley-Davidson in Szene

Motorrad Der Spezialist für POS-Präsentationen Proretail ist von Harley-Davidson Switzerland beauftragt worden, ein Visual-Merchandising-Programm für die Marken Harley-Davidson und Buell zu entwickeln. Das Schlierener Unternehmen unterstützt die 20 H

Motorrad Der Spezialist für POS-Präsentationen Proretail ist von Harley-Davidson Switzerland beauftragt worden, ein Visual-Merchandising-Programm für die Marken Harley-Davidson und Buell zu entwickeln. Das Schlierener Unternehmen unterstützt die 20 Harley-Händler in der Deutsch- und Westschweiz ab Oktober dabei, die Produktpräsentation von Motorrädern und des Zubehörprogramms der beiden Marken zu optimieren. Zusätzlich kommen Verkaufstools zur Anwendung, die durch die Merchandising-Berater von Proretail gezielt eingesetzt werden.

Die Gratisleser des Blick

Gastkommentar 20-Minuten-Chef Rolf Bollmann läutet die nächste Runde im Schlagabtausch zwischen seinem Pendlerblatt und den Kaufzeitungen von Ringier ein.

Gastkommentar 20-Minuten-Chef Rolf Bollmann läutet die nächste Runde im Schlagabtausch zwischen seinem Pendlerblatt und den Kaufzeitungen von Ringier ein. Statt nur im eigenen Blatt erklärt der Ringier-Zeitungschef der Welt nun auch via Werbewoche, dass der Blick Qualität hat und 20 Minuten nicht. Aber natürlich ist es verständlich, dass man nach Erklärungen sucht, wenn man von der leserstärksten Tageszeitung zur Nummer zwei degradiert wird.Doch ich kann Sie beruhigen, Herr Weissberg. Wir würden uns nie erlauben, 20 Minuten mit dem Blick zu vergleichen. Denn Ihr Qualitätsblatt muss man ja bekanntlich kaufen. Was immerhin 250000 Leute noch tun.
Weitere 480000 Personen lesen den Blick allerdings jeden Tag gratis! Was mich erstaunt. Schliesslich schreiben Sie, Qualität müsse etwas kosten. Was im Umkehrschluss ja bedeutet, dass knapp zwei Drittel der Blick-Leser kein Qualitätsbewusstsein haben, weil sie nichts bezahlen. Die Blick-Leserschaft ist also eine Zweiklassengesellschaft.
Zur unteren Schicht gehören gemäss Ihrem Modell auch die 782000 Leser von 20 Minuten. Diese erhalten ihre Zeitung ja gratis. Seit Ihrem Werbewoche-Beitrag weiss ich auch endlich, was Sie unter Qualität verstehen. Mit Ihrem redaktionellen Background sehen Sie den hoch stehenden Journalismus des Blick als stärkstes Argument für Werbeauftraggeber. Und als grösste Differenzierung zum Billigjournalismus von 20 Minuten. Ihr Boulevardblatt steht für Wärme, Emotionen, für Herzblut. 20 Minuten dagegen für nichts.
Mir kommen die Tränen, Herr Weissberg! Wie soll ich meinen bald 100 Mitarbeitern nur erklären, dass sie eine kalte, herzlose und folglich wertlose Zeitung produzieren? Und wie den Werbekunden? Als Marketingmann weiss ich aber, die Leserqualität ist für Letztere von zentraler Bedeutung. Und dass die Wemf-Zahlen dafür die Orientierung bieten.
Sie aber bringen eine völlig neue Dimension ins Spiel. Das würde ich an Ihrer Stelle vermutlich auch tun. Denn die harten Facts sprechen immer weniger für den Blick. Zumindest, wenn man die Qualitätsmerkmale der Mach-Studie akzeptiert. Doch die gelten für Sie nicht mehr, seit 20 Minuten auf der Überholspur ist.
Dass der Bildungsgrad ein unbestrittenes Qualitätsmerkmal der Leserschaft ist, können aber selbst Sie nicht leugnen. Bleibt die Frage, warum 20 Minuten dann mehr als doppelt so viele Leser mit hoher Ausbildung aufweist wie der Blick. Und warum unsere Leser eine viel höhere Kaufkraft haben als jene des Blicks. Ihre Formel Qualitätsjournalismus = Qualitätsleser geht also nicht auf. Mit anderen Worten: Der Preis ist kein Qualitätsmerkmal. Das wird Ihnen auch «der grösste Schweizer Kolumnist» (SonntagsBlick) aus Ihrer Konzernzentrale bestätigen.
Oh, fast hätte ich es vergessen! Der Blick hat dafür doppelt so viele Leser wie 20 Minuten, die 65 und älter sind. Das ist doch auch ein Qualitätsindikator – für Leserbindung bis ins hohe Rentneralter.
> Rolf Bollmann ist Geschäftsführer der 20 Minuten (Schweiz) AG.

Mars zieht die Etats von Grey ab

Food Der US-Süsswarenhersteller Mars Inc. konsolidiert seine globalen Werbebudgets bei den Omnicom-Agenturen BBDO und TBWA. Verlierer ist Grey Worldwide, die seit kurzem zu WPP gehört.

Food Der US-Süsswarenhersteller Mars Inc. konsolidiert seine globalen Werbebudgets bei den Omnicom-Agenturen BBDO und TBWA. Verlierer ist Grey Worldwide, die seit kurzem zu WPP gehört.Grey betreute bisher unter anderem die Marken Milky Way, Mars, Twix und Dove weltweit. Für Milky Way und Mars ist ab nächstem Jahr BBDO zuständig, für Twix und Dove TBWA. Beide Agenturen waren schon bisher für Mars Inc. tätig. Grey behält die Etats für Online-Werbung, Direktmarketing und Verkaufspromotionen.

Ringier produziert Call-in-Shows

TV-Produktion Ringier-TV realisiert zwei Telefon-Spielshows für Viva Schweiz und Sat 1 Schweiz. Die Sendung «Easy Cash» läuft bereits täglich im Abendprogramm von Viva.

TV-Produktion Ringier-TV realisiert zwei Telefon-Spielshows für Viva Schweiz und Sat 1 Schweiz. Die Sendung «Easy Cash» läuft bereits täglich im Abendprogramm von Viva.Bisher wurde sie im Ausland produziert; ab 18. Oktober kommt Ringier zum Zug. Sat 1 Schweiz lanciert am 1. November das Format «Call and Win», das täglich live von 0.15 bis 1.15 Uhr ausgestrahlt wird.

JobChange

Art Director Denis Schwarz und Texter Michael Rüegg verstärken die Werbeagentur McCann Erickson. Schwarz wirkte die letzten acht Jahre bei Advico Young & Rubicam, Rüegg wechselt von Jung von Matt/Limmat zu McCann. ... Die Basler Werbeagentur

Art Director Denis Schwarz und Texter Michael Rüegg verstärken die Werbeagentur McCann Erickson. Schwarz wirkte die letzten acht Jahre bei Advico Young & Rubicam, Rüegg wechselt von Jung von Matt/Limmat zu McCann. …
Die Basler Werbeagentur Schneider Berthoud hat die Beratung mit Reto Meyer erweitert. Er war zuletzt Kommunikationsleiter bei Tiscali Schweiz. Neu zur Kreation gehört Art Director Gil Marzo, der zuletzt bei Publicis in Zürich arbeitete.
…
Nach einem Jahr als Ein-Mann-Betrieb expandiert die Zürcher PR-Agentur Frey Communications. Für den Bereich Events kommt Dirtje Hüttmann an Bord. Udo Künz bringt sein Banken- und Versicherungs-Know-how ein. Als PR-Assistentin steht ihm Gabi Müller zur Verfügung. Beatrice Herrmann verstärkt die Agentur im Bereich Tourismus und Urs Heiniger bringt seine Werbeerfahrung ein.
…
Der Schweizer E-Mail-Marketing-Spezialist Mailprofiler erhält einen neuen CEO: Auf Anfang Oktober übernimmt Michael Kleindl (Bild) die Verantwortung für die internationale Expansion des Unternehmens. Kleindl war bis Mitte 2003 CEO des europäischen Online-Vermarkters Adlink. Der bisherige Managing Director und Mitgründer Christoph Morach wird weiterhin die Geschäfte von Mailprofiler Schweiz führen.
…
Katia Berger übernimmt die Chefredaktion der Westschweizer Frauenzeitschrift Profil Femme. Die Kulturjournalistin und Übersetzerin wird Nachfolgerin von Laurence Desbordes, die auf September als Chefredaktorin zu Edelweiss gewechselt hat.
…
Anfang 2005 übernimmt Patrick Mäder von Christoph Graf die Chefredaktion des Sportmagazins von Ringier und AZ-Medien-Gruppe. Mäder ist derzeit Ressortleiter Sport beim Newsmagazin Facts.
…
Bruno Affentranger wird neben Beat Römer zweiter stellvertretender Chefredaktor bei Cash. Affentranger ist seit April 2003 Mitglied der Chefredaktion beim Wirtschaftsmagazin Bilanz.
…
Der Bundesrat hat den Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), Marc Furrer (Bild), zum neuen Präsidenten der Eidgenössischen Kommunikationskommission gewählt. Der bisherige Präsident Fulvio Caccia tritt auf Ende Jahr zurück.

IBSA betraut Vizner Borel mit Gesamtetat

Pharma Nach einer Agenturevaluation hat die Institut Biochimique SA (IBSA) Vizner Borel mit ihrem Gesamtetat betraut.

Pharma Nach einer Agenturevaluation hat die Institut Biochimique SA (IBSA) Vizner Borel mit ihrem Gesamtetat betraut.Das Mandat umfasst die Marketingkommunikation für sämtliche pharmazeutische Spezialitäten von IBSA inklusive Imagekampagne. Die Zürcher Werbeagentur war schon bisher mit der Kommunikation von zwei IBSA-Produkten im rezeptpflichtigen Bereich betraut.

Wenn der Mohrenkopf seine Stimme erhebt

Fundraising Zur Bekanntmachung von Simon Estes’ Benefizkonzert im Zürcher Grossmünster riskiert McCann-Erickson eine dicke Lippe.

Fundraising Zur Bekanntmachung von Simon Estes’ Benefizkonzert im Zürcher Grossmünster riskiert McCann-Erickson eine dicke Lippe.Charity-Galas leben vom Glamour ihrer prominenten Gäste, von der Medienresonanz und vom guten Gewissen, den der Erlös hinterlässt. Für die Einladung und Bekanntmachung genügen meistens ein nettes Motiv und das obligate Namedropping, um die Veranstaltung zum Publikumserfolg zu machen. Darf man dieses Ziel auch mit provokativen Mitteln verfolgen?Der weltberühmte, farbige Bass-Bariton Simon Estes meint ja. Als Gastgeber eines Benefizkonzerts im Zürcher Grossmünster, bei dem er in Begleitung eines Chores und mehrerer Sänger und Sängerinnen singt, hat er einer augenscheinlich auf ihn gemünzten rassistischen Werbekampagne zugestimmt: Ein Mohrenkopf im Lichtkegel, auf dem sein Name steht, mit Datum und Ort des Konzerts. Mit dem Einfall knüpft die verantwortliche Agentur McCann-Erickson an den nicht minder aufwühlenden und international beachteten TV-Spot «Gun» an. Mit dem versuchte Estes’ Stiftung International Foundation for Children, Strassenkinder in Südafrika von den Strassen zu holen und ihnen mit den Spendegeldern eine Ausbildung zu ermöglichen. Nach seinen Fundraising Anlässen wie die Bulgari-Auktion, sein Pancakes-Brunch im Dolder oder die Golf-Trophy will er 800 Gäste in das Grossmünster locken.
Die süsse Provokation auf Inseraten, Plakaten und im TV-Spot löst die Copy elegant mit dem Hinweis auf, dass politische Unkorrektheiten wie die dargestellte weniger gravierend sind als die Tatsache, dass in Südafrika immer noch nicht jedes Kind in die Schule gehen kann.
Provokativ: Konzertwerbung des farbigen Sängers Simon Estes.

Luca Aloisi

Eine französische Lösung für Havas?

Werbeunternehmen Die französische Werbeholding Publicis erwägt angeblich eine Übernahme der Konkurrentin Havas.

Werbeunternehmen Die französische Werbeholding Publicis erwägt angeblich eine Übernahme der Konkurrentin Havas.Das hat die Financial Times aus dem Umfeld von Havas-Teilhaber Vincent Bolloré erfahren. «Publicis lobbyiert im Pariser Finanzdistrikt für eine innerfranzösische Lösung, damit kein ausländischer Konzern seine Hände an Havas legt», sagte ein Vertrauter des Finanzhais, der in den vergangenen Wochen rund 15 Prozent der Havas-Aktien zusammengekauft hat.

Wortwitze und Sprachkurse

Ausbildung «Knåppe Låppe ist mucho sexy»: So könnte der Versuch klingen, ohne entsprechende Sprachkenntnisse, einer Schwedin ein Kompliment zu ihrem Minirock zu machen.

Ausbildung «Knåppe Låppe ist mucho sexy»: So könnte der Versuch klingen, ohne entsprechende Sprachkenntnisse, einer Schwedin ein Kompliment zu ihrem Minirock zu machen.Mit solch exotischen Wortkreationen will jetzt nämlich Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby auf die Herbstkurse von AKAD Language+Culture aufmerksam machen. Unter der Klammer «17 Sprachen richtig lernen» zeigen Radio- und TV-Spots sowie Plakate und Inserate, was herauskommt, wenn man eine Sprache nicht beherrscht. Ende September gestartet, soll der Auftritt bereits einen Boom in «exotische» Sprachen wie Chinesisch, Schwedisch oder Arabisch ausgelöst haben.
get_footer();