Presserat segnet Werbung auf Frontseite ab

Ethik Der Presserat hat eine Beschwerde gegen die Ummantelung von Tageszeitungen mit Werbung abgewiesen.

Ethik Der Presserat hat eine Beschwerde gegen die Ummantelung von Tageszeitungen mit Werbung abgewiesen.Die blosse Platzierung an dieser Stelle verstosse weder gegen die Trennung von Werbung und Inhalt noch gegen das Schleichwerbungsverbot. Allerdings mahnt der Presserat die Verleger zur Vorsicht, da diese Praxis dem Ansehen eines Qualitätsblattes schaden könne.

Ammarkt schenkt Schützengarten ein

Bier Die St. Galler Werbeagentur Ammarkt hat den Kommunikationsetat der Brauerei Schützengarten gewonnen.

Bier Die St. Galler Werbeagentur Ammarkt hat den Kommunikationsetat der Brauerei Schützengarten gewonnen.Sie setzte sich im entscheidenden Pitch des Auswahlverfahrens gegen zwei Agenturen aus Zürich und eine aus Österreich durch. Ab 2005 realisiert Ammarkt eine umfassende Dachkampagne sowie gezielte Massnahmen zur Kundenbindung und -gewinnung für den neuen Auftraggeber.

U1 lanciert verschärfte Containershow

Privat-TV Am 11. Oktober startete der Privatsender U1 TV seine neue Realityshow «U-Haft - Das Fernsehexperiment».

Privat-TV Am 11. Oktober startete der Privatsender U1 TV seine neue Realityshow «U-Haft – Das Fernsehexperiment».Sechs Kandidaten aus Deutschland und der Schweiz werden für vier Wochen eingesperrt und von der Aussenwelt abgeschnitten. Strenge Regeln, ständige Bestrafung für Fehlverhalten und der tägliche Kampf um das Nötigste bestimmten den Tagesablauf der Kandidaten. «U-Haft» ist eine Co-Produktion von U1 TV , TV Berlin und TV München. Täglich um 20 und 23 Uhr.

Verflixt und zugenäht

Aufgefallen Autsch! Zu früh gefreut.

Politwerbung Autsch! Zu früh gefreut.Es handelt sich hier weder um eine Annonce des Anti-Aguilera-Clubs noch um eine Werbung für fortgeschrittenes Facelifting. Was aussieht wie die Szene eines Alptraums, ist vielmehr der Aufruf, aktiv am Weltgeschehen teilzunehmen. Unter www.declareyourself.com wird die junge Generation aufgefordert, an den Präsidentschaftswahlen in den USA teilzunehmen. Interessant allerdings, dass es dazu der Fantasie des Fotografen David La Chapelle und des Schmollmunds von Sängerin Christina Aguilera bedarf. Was Michael Moore gelang, klappt bestimmt auch bei der Kult-Sängerin.
Ein Verkaufserfolg der eigenen künstlerischen Leistung. Ob sich aber deswegen die Politik verändert, sei dahingestellt – auch wenn die Kandidaten Aguilera-Sound auf ihrer Promotour laufen lassen.
(ck)

Schau mir in die Augen, James

Bekleidung James, fünf Jahre, männlich, geboren in Kamerun, Waise, und: neuste Werbefigur des italienischen Bekleidungsmultis Benetton.

Bekleidung James, fünf Jahre, männlich, geboren in Kamerun, Waise, und: neuste Werbefigur des italienischen Bekleidungsmultis Benetton.Gemeinsam mit anderen verwaisten Menschenaffen soll der Schimpanse Benettons Werbecredo «Anderssein» weiterentwickeln helfen. Gleichzeitig leistet das Kommunikationsprojekt einen Beitrag zum Schutz der aussterbenden nächsten Verwandten des Menschen. Mit dem weltweiten Start der Plakatkampagne Mitte Oktober erscheint auch das Buch «James and other Apes» im englischen Boot Verlag. Fotografiert wurden die Tiere vom Kenyaner James Mollison, Mitglied des Benetton Researchzentrums für Kommunikation, Fabrica. Von Mai bis September des nächsten Jahres werden die Porträts im Natural History Museum von London ausgestellt.

Strafe muss sein, Spass auch

Food Emmi Fondue will für ihre Marke Gerber Marktanteile zurückgewinnen und peilt die Jüngeren an.

Food Emmi Fondue will für ihre Marke Gerber Marktanteile zurückgewinnen und peilt die Jüngeren an. Schon die berühmtesten Gallier – Asterix und Obelix – kannten das traditionelle Helvetier-Gericht und die vielen Sagen, die sich darum rankten. Unter anderen jene rührige Legende, wonach Verlierern eines Brotstücks eine Strafe drohte. Auch wenn sich diese wie die Herkunft des Fondues selbst neuerdings als Mythos herausstellen, die Assoziationsstärke der geschmolzenen Käsemischung mit der Schweiz leidet kaum darunter.
Anders als die meisten traditionellen Schweizer Käsesorten und der gesamte Käseexport konnte Fondue im Ausland sogar in der schwierigen Konjunktursituation neue Geniesser gewinnen und die Verkäufe steigern, weshalb Exportmenge und -anteil ständig wachsen (von 7,5 Prozent im Jahr 2000 auf 9,5 Prozent im vergangenen Jahr).
Fonduekonsum stagniert
In der Schweiz hingegen stagniert der Konsum des Nationalgerichts, das mit der Einführung in der Schweizer Armee Ende der 50er-Jahre diesen Status erlangte. In den vergangenen drei Jahren blieb er bei rund 1,6 Kilo pro Kopf. Und
das trotz allgemeiner Ernährungstrends, die zeigen, dass immer mehr Konsumenten beim Lebensmitteleinkauf auf den Fettgehalt achten. Stehen auf der einen Seite 39 Prozent der Bevölkerung mit dem Fett auf Kriegsfuss, so stufen auf der anderen Seite drei von vier Befragten heimische Lebensmittel als die
besten ein, und zwei von drei essen im Idealfall zu Hause mit dem Partner oder ebenso gern mit Freunden, so dieselbe repräsentative Isopublic-Studie.
Die Voraussetzungen, potenzielle wie bestehende Fondue-Käufer häufiger auf den Geschmack zu bringen, stimmen. Die Konzerngesellschaft Emmi Fondue, die seit Anfang Jahr die traditionellen Firmen wie Gerber, Zingg und Tiger Käse führt, wollte «eine einfache und tragfähige Werbeidee», so Product Manager Alois Zahno. Unausgesprochenes Ziel dürfte die Rück-
eroberung der Marktleaderposition sein, die Gerber Fondue 2003 an die Migros verloren hat, und diese auszubauen. Dazu soll die neue Kampagne Image- und Bekanntheitsziele erreichen, vor allem aber ein jüngeres Segment ansprechen.
Pitch-Gewinner Burson-Marsteller realisierte dafür drei TV-Spots, die den Anfang einer Serie dokumentieren könnten. Das langfristig einsetzbare Konzept baut auf der Grundidee des Brotstückverlustes und der witzigen, harmlosen Strafen auf: nackt im Schnee baden, sich wie ein Hund aufführen oder die Eishockey-Mannschaft mit Eistanzeinlagen zum Johlen bringen.
Die drei Kurzfilme, die sich nach der letzten kreativen Gerber-Fondue-Kampagne zum Millennium-Bug wieder stark von der
Konkurrenz abheben – Vacherin Fribourgeois wirbt zurzeit einsilbig mit einem roten Caquelon auf Plakaten und die Grossverteiler stellen zum Saisonauftakt neue Fonduegeschirr-Kollektionen vor – seien bei konstantem Budget hergestellt worden, sagt Berater und Texter Olaf Pilleri nicht ohne Stolz.
Im Stile der MTV-Formate wie Jackass, die beim jungen Publikum angesagt sind, verleiht auch hier die Homevideo-Qualität den authentischen Anstrich und den Beweis, dass die Laune beim Fondue steigt.
Burson-Marsteller setzt bei den neuen Gerber-TV-Spots auf trendige Mutprobenshows.
Wer den Brotbrocken im Caquelon von der Gabel verliert, nimmt zur Strafe ein Schneebad. Burson- Marstellers Kampagne soll junge Leute aufs Gerber-Fondue gluschtig machen. >> Seite 7
Luca Aloisi

APG rollt den Fall Prinz auf

Crossmedia Im Werbesommerloch sorgte die Datingplattform PartnerWinner.ch für Aufsehen mit ihrer Teaser-Plakatkampagne um einen heiratswilligen «Prinzen».

Crossmedia Im Werbesommerloch sorgte die Datingplattform PartnerWinner.ch für Aufsehen mit ihrer Teaser-Plakatkampagne um einen heiratswilligen «Prinzen».Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) präsentiert nun die Ergebnisse der Kampagne als Fallstudie zur Verknüpfung von Aussenwerbung und Mobile Direct Marketing. PartnerWinner verzeichnete in den zwei Auflösungswochen rund 25 Prozent mehr Neueinschreibungen als vor der Kampagne. Durchschnittlich meldeten sich 160 Personen pro Tag an. In der Teaser-Phase gingen auf Prinz’ Handynummer insgesamt 1679 Anrufe und 2330 SMS-Mitteilungen ein. Die rund 600 Plakate hingen in den Agglomerationen Basel, Bern und Zürich aus. Die Reichweite betrug 93 Prozent (102000 Single-Frauen zwischen 25 und 50 Jahren), die Kosten 5.15 Franken pro Person der Zielgruppe. Die Fallstudie steht auf der APG-Website zum Download bereit.

Die Zukunft der Hör-Bilanz ist unklar

Specials Ob die CD-Beilage der Bilanz ab 2005 ebenfalls alle 14 Tage erscheint, ist unsicher.

Specials Ob die CD-Beilage der Bilanz ab 2005 ebenfalls alle 14 Tage erscheint, ist unsicher.Laut Chefredaktor René Lüchinger wird über ein monatliches «Best-of» diskutiert. Die Hör-Bilanz liegt der abonnierten Auflage seit Frühling bei. Auch der Sponsor Sunrise hat noch nicht entschieden, ob er sein Engagement verlängern will. Den Vertrag mit dem «Bilanz Business Talk» auf Presse-TV lässt Sunrise Ende Jahr auslaufen.

Flaschenpost vom Discounter

Weinhandel Anfang Oktober ist Chandra Kurts Weinseller bereits zum siebten Mal erschienen.

Weinhandel Anfang Oktober ist Chandra Kurts Weinseller bereits zum siebten Mal erschienen.Erstmals knöpfte sich der begehrte Einkaufsführer auch Tropfen aus dem Denner-Sortiment vor. Diese Neuerung schlachtet der Discounter nun nach allen Regeln der Werbekunst aus und schenkt als Nummer zwei unter den Schweizer Weinhändlern reinen Wein ein: der Weinseller der angehenden Önologin und Werbewoche-Autorin entfalte nämlich erst jetzt sein richtiges Bouquet. In mehreren Print-Titeln und im Denner-Hausrot dürfte die ganzseitige Anzeige auch der Nummer eins nicht entgangen sein: Coop.

JobChange

Die Freiburger Tageszeitung La Liberté erhält einen neuen Chefredaktor. Louis Ruffieux löst Anfang Dezember Roger de Diesbach ab. De Diesbach wird mit reduziertem Pensum weiter für La Liberté schreiben. Ruffieux ist seit 1991 bei der Zeitung für die

Die Freiburger Tageszeitung La Liberté erhält einen neuen Chefredaktor. Louis Ruffieux löst Anfang Dezember Roger de Diesbach ab. De Diesbach wird mit reduziertem Pensum weiter für La Liberté schreiben. Ruffieux ist seit 1991 bei der Zeitung für die kantonale Politik zuständig. …
Claudia Rawer ist neue Chefredaktorin des Monatsmagazins A. Vogels Gesundheits-Nachrichten (GN). Die Psychologin und promovierte Biologin hat mit der Septemberausgabe das Ruder bei der Zeitschrift für Naturheilkunde übernommen. Sie löst Ingrid Zehnder ab, die pensioniert wird.
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Anfang November wechselt Roberto Blank als Key Account Manager zur Mittelland Zeitung/Aargauer Zeitung. Blank war zuletzt bei der Neuen Zürcher Zeitung für den Kaderstellenmarkt NZZ Executive zuständig.
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Hewlett-Packard Schweiz hat Beat Welte zum Leiter Public Affairs berufen. Ab Anfang November wird er unter anderem für die gesamte interne und externe Kommunikation zuständig sein. Zuletzt war Welte als Publizist für verschiedene Medien tätig.
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Seit Anfang Oktober ist Tobias Thut neuer Bereichsleiter Services und Mediensprecher bei den Schweizer Jugendherbergen. Thut löst Barbara Rutschi ab, die eine neue Herausforderung annimmt. Zuvor arbeitete er bei der Bündner Beratungsfirma Grischconsulta.
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Im November verstärkt Jan Krohn die Kreation von Lowe, Zürich, als Senior Texter. Krohn war zuletzt bei Grey tätig.
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Yasmine Suter stösst neu zum Beratungsteam der Kommunikationsagentur Richterich & Partner in Zollikon. Die Juristin und diplomierte Marketingplanerin war zuletzt vier Jahre für Farner PR tätig.
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Sabine Richard wechselt Mitte Oktober zur Basler Healthcare-Agentur Puls. Die ausgebildete PR-Fachfrau übernimmt als Communication Manager den Aufgabenbereich von Nicole Trottmann.

Metzgerlehner betreut Dafalgan

Pharma Die Upsamedica hat sich nach einem Pitch für die Zusammenarbeit mit Metzgerlehner Worldwide Partners entschieden.

Pharma Die Upsamedica hat sich nach einem Pitch für die Zusammenarbeit mit Metzgerlehner Worldwide Partners entschieden.Die Agentur in Erlenbach ZH setzte sich gegen drei Konkurrentinnen durch. Sie betreut für den Kunden, der zum Konzern Bristol-Myers Squibb gehört, das Schmerzmittel Dafalgan. Erste Werbemassnahmen sollen demnächst zu sehen sein.

Verbilligte Posttaxen statt Medienartikel

Presseförderung Der Ständerat ist auf den Medienartikel, mit dem der Nationalrat dem Bund eine direkte Presseförderung erlauben wollte, nicht eingetreten.

Presseförderung Der Ständerat ist auf den Medienartikel, mit dem der Nationalrat dem Bund eine direkte Presseförderung erlauben wollte, nicht eingetreten.Stattdessen setzt er weiterhin auf verbilligte Posttaxen für den Zeitungstransport. Er hat einstimmig eine Motion seiner staatspolitischen Kommission überwiesen. Sie beauftragt den Bundesrat, in einem Gesetzesentwurf die Mängel des bisherigen Systems zu beheben und die verschiedenen Anbieter einzubeziehen. Dabei sei besonders die Bedeutung der Presse für die demokratische Meinungsbildung auf nationaler, kantonaler, regionaler und lokaler Ebene zu beachten.
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