Frauenpornos für die Schweiz

Pay-per-view Das erst diesen Sommer in den USA gestartete Sexprogramm Playgirl TV will bereits nach Europa expandieren. Als Testmarkt für den Pay-per-view-Kanal soll die Schweiz fungieren.

Pay-per-view Das erst diesen Sommer in den USA gestartete Sexprogramm Playgirl TV will bereits nach Europa expandieren. Als Testmarkt für den Pay-per-view-Kanal soll die Schweiz fungieren.Dies sagte Playgirl-Chefin Kelly Holland am Montag der Tageszeitung Die Welt. An der diese Woche in Cannes stattfindenden Messe für TV-Entertainment-Content Mipcom treffe sie sich für Lizenzverhandlungen, wie sie dabei sibyllinisch ausführte, «mit einem namhaften Deutschschweizer Unternehmen».Dabei dürfte es sich nicht um den in diesem Bereich von Premiere belieferten Teleclub, sondern entweder um Cablecom oder die Swisscom-Tochter Bluewin TV handeln. Beide Infrastruktur-anbieter benötigen Content und sind in Cannes als Einkäufer aktiv. Kontakte oder gar konkrete Gespräche mit Playgirl TV wollen die Konkurrenten allerdings weder bestätigen noch dementieren. Auch zur Frage, wie viel «Hocherotik von Frauen für Frauen» (Eigenwerbung) der Schweizer TV-Markt brauche respektive vertrage, war keine Stellungnahme erhältlich.
(oc)

Tiefer Blick ins Glas

Optiker Einen Unterschied zwischen der Avant- und Après-Version auf dem Seh-Test-Plakat sucht man vergebens: Es ist und bleibt verschwommen.

Optiker Einen Unterschied zwischen der Avant- und Après-Version auf dem Seh-Test-Plakat sucht man vergebens: Es ist und bleibt verschwommen.Im Normalfall wäre das Plakat von Grey Zürich nicht sehr schmeichelhaft für einen Optiker. Beim Genfer Fachgeschäft Vu d’ailleurs aber durchaus angebracht. Schliesslich servieren Thomas Schneider und Vincent Kever ihrer Kundschaft nicht nur die neueste Brillenmodelle, sondern auch Hochprozentiges – an der integrierten Bar.

Spülkasten als Werbeträger

Sanitär Die Produkte von Geberit kennen alle, obwohl die Firma in Publikumsmedien kaum Werbung macht.

Sanitär Die Produkte von Geberit kennen alle, obwohl die Firma in Publikumsmedien kaum Werbung macht.
Ein Druck auf die Taste am stillen Örtchen, und das diskret in den Kunststoff eingestanzte Geberit-Logo prägt sich einmal mehr ins Unterbewusste ein. Geberit heisst für die meisten Schweizerinnen und Schweizer denn auch «spülen», doch dieser Bereich macht nur gerade 13 Prozent des für dieses Jahr erwarteten Konzernumsatzes von 1,9 Milliarden Franken aus. Geberit ist hier zu Lande eine der bekanntesten Marken, obwohl das Unternehmen kaum Publikumswerbung macht. Dem Label haftet nichts Anrüchiges an, im Gegenteil, Geberit wird mit klinischer Sauberkeit assoziiert. Dies ist jedoch nicht die Frucht überbordender Werbefeldzüge, sondern Resultat hervorragender Produkte.
«Wir konzentrieren uns auf eine einzige Geschäftsidee, wir wollen Spitzenleistungen in der Sanitärtechnik erbringen – und zwar weltweit.» Dies sagt CEO Günter Kelm, dessen Chefbüro nicht repräsentiert, sondern als das wirkt, was er ist: ein Arbeitsplatz. «Mehr sein als scheinen», ist die bewährte Devise dieses Schweizer Vorzeigekonzerns, dessen Wurzeln 130 Jahre zurück- reichen.
Die Marketing- und Werbesstrategie von Geberit ist nicht auf den Endverbraucher ausgerichtet, sondern auf Planer, Installateure und Grosshändler. Geberit sei die Marke des Handwerkers, erläutert der CEO. Entsprechend betreue das Unternehmen Handwerker und Sanitärplaner umfassend. Die Angebotspalette ist riesig und umfasst zum Beispiel auch komplette, für den Endverbraucher unsichtbar verlegte Installationssysteme für Frisch- und Abwasser.
Am Klischee des Spülens ist dennoch etwas dran, denn damit hat die Geschichte dieses Unternehmens begonnen. 1874 als kleine Spenglerei in Rapperswil SG gegründet, setzte der Betrieb der Familie Gebert im Laufe seiner langen Geschichte immer wieder Marksteine in der Sanitärtechnik. Zuerst mit Holzspülkästen, später mit Geruch dämmenden Syphons. 1952 lancierte das Unternehmen mit dem ersten komplett aus Kunststoff hergestellten weissen Spülkasten einen Hit und einen futuristischen Imageträger, der bald die Nasszone jeder Neubauwohnung schmückte und ein gutes Stück weit auch die Aufbruchstimmung der Fünfzigerjahre verkörperte.
Vom Familienbetrieb zum Konzern
Mit der Vorwandtechnik revolutioniert Geberit, wie sich die Firma jetzt nennt, ein Jahrzehnt später den Sanitärbereich erneut; Spülkasten und alle Installationen sind seither oft unsichtbar hinter der Wand montiert. Zielstrebig, doch helvetisch sparsam und auf Solidität und Effizienz bedacht, bauen die Nachkommen in der dritten Generation, Klaus und Heinrich Gebert, das Unternehmen zu einer europaweit agierenden Gruppe aus. Der Berliner Manager Günter Kelm stiess 1986 zu der noch von Heinrich und Klaus Gebert gelenkten Geberit. Er übernahm erst den Vorsitz in der Geschäftsleitung von Geberit Deutschland, der grössten Tochterfirma; 1991 beriefen ihn die Besitzer als ersten nicht aus der Familie stammenden Manager zum Vorsitzenden der Konzernleitung, da es keinen Nachwuchs gab, der diesen Posten ausfüllen konnte. Der neue CEO und sein Management-Team leiteten eine umfangreiche Umstrukturierung der Gruppe ein und häuteten das Familienunternehmen zum dezentralisiert aufgebauten Konzern, der Mitte 1999 an die Börse ging.
Günter Kelm übernahm jetzt zusätzlich die Position des Delegierten des Verwaltungsrates der Geberit Holding AG. Er glaube an die Überlegenheit dezentraler Führungsstrukturen, weil sie das Unternehmertum bei Führungskräften und Mitarbeitern förderten, hält Kelm fest und fügt an: «Aber im Zweifelsfall rangiert das Gruppenwohl vor dem Einzelwohl. Shareholder Value ist zwar auch bei Geberit wichtig, aber nicht auf der Basis von Spekulation. Wir konzentrieren uns auf unser Geschäft und schauen dann, was unser Aktienkurs macht», sagt der Konzernchef. Offenbar ein Erfolgsrezept: Der Aktienkurs, der 1999 bei 333 Franken startete, schoss jüngst bis 975 Franken hoch.
Investitionen in die ZukunftGeberit investiert 35 Millionen Franken im Jahr in Forschung und Entwicklung; weitere 80 Millionen werden jährlich in die Erweiterung und Modernisierung der Werke investiert. Ein volles Drittel des Umsatzes macht das Unternehmen mit Produkten, welche die Techniker in den letzten drei Jahren erfunden oder substanziell weiterentwickelt haben.
Ein erfolgreiches Beispiel ist die Zweimengen-Spültechnik, die den Wasserverbrauch je nach Bedarf dosiert, die Geberit vor einigen Jahren auf den Markt brachte. Der ökonomische Umgang mit dem kostbaren Rohstoff Wasser gewinnt weltweit an Bedeutung, ein Bereich, in dem Geberit seit langem Pionierarbeit leistet. Die Produkteentwicklung beziehe, so Kelm, alle ökologischen Aspekte konsequent ein. Dies mit dem Resultat, dass Geberit-Produkte in der Herstellung, beim Gebrauch und bei der Entsorgung überdurchschnittlich umweltverträglich sind. Schrittmacherin des sanitären Fortschrittes ist die Geberit Technik AG in Jona, die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mit 150 Ingenieuren und Konstrukteuren.
Licht unter Scheffel hervorholenMit der neuen Kampagne «Know- How Installed» will Geberit das Licht nun endgültig unter dem Scheffel hervornehmen. Günter Kelm im Leitfaden für die Mitarbeiter, wo das Konzept erklärt wird: «Wenn wir unseren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz wahren und unsere Stellung behaupten wollen, müssen wir nicht nur Marktführer sein – wir müssen auch dementsprechend handeln und kommunizieren.» Ein internationales Kommunikationskonzept, das eine solide Plattform für die Geberit-Produkte und Dienstleistungen biete, sei ein wichtiges Mittel, um die starke Marktposition zu halten, führt der CEO weiter aus.
Wo das Unternehmen früher ein dezentes Low Profile pflegte, gelten heute profilierte Kommunikationsrichtlinien: «Damit unser Konzept Wirkung erzielt, sollte es auf engagierte Art und Weise erzählen, wer wir sind und wofür wir stehen. Und dies sollte kraftvoll in den Märkten kommuniziert werden», so der Geberit-CEO.
Lieber dezentDie Geberit-Kataloge und die Inserate in den Fachzeitschriften sind jedoch nie marktschreierisch. Da dominieren im Gegenteil edles Grau und Blau und viele Daten und Fakten zu den Produkten, ob man nun über Wassersparen, neue Verbindungstechniken oder noch raffinierteres Spülen berichtet.
«Die Welt ist voller verpasster Gelegenheiten – wir bei Geberit sehen sie voller Chancen», steht im Innovationsbrevier, das den Titel «Durchstarten» trägt. Mit dem Ikon «Know-How Installed» will der Konzern sein Credo kommunikativ auf den Punkt bringen. Kelm zuhanden der Mitarbeiter: «Die Optimierung unserer Kommunikation wird sicherstellen, dass sie wirksam und nachhaltig ist, und sie wird zur besseren Nutzung unserer Marketing-Ressourcen beitragen.»
Geberit-Hauptsitz in Jona SG: Das Unternehmen arbeitet erfolgreich, obwohl es auf Kommunikation mit Endkunden weitgehend verzichtet.
Schnörkellos: Die Kommunikation von Geberit ist auf Planer, Installateure und Grosshändler ausgerichtet.
Werner Catrina

Die welsche Revolution

Edipresse Mit Verlagsabschlüssen krempelt Edipresse die tradierten Angebotsstrukturen der Schweizer Presse um.

Edipresse Mit Verlagsabschlüssen krempelt Edipresse die tradierten Angebotsstrukturen der Schweizer Presse um.Mit der Umstellung vom Mengen- auf den Umsatzrabatt hat die Schweizer Presse vor einigen Jahren einen ersten Schritt zur Verbesserung der Angebotsstrukturen vollzogen. Weitere Schritte sind zwar geplant, bisher aber nicht umgesetzt. Jetzt prescht Edipresse mit dem Top Conto vor. Der Westschweizer Marktleader führt als erster Schweizer Grossverlag den Verlagsabschluss ein. An Stelle von Abschlüssen für jeden Titel gibt es nur noch je einen Gesamtabschluss für alle Zeitungen (24 Heures, Tribune de Genève, Le Matin, Le Matin Dimanche, die wöchentlich erscheinende Landwirtschaftszeitung Terre & Nature sowie diverse Lokalzeitungen) und einen für alle Zeitschriften (Fémina, Télétop, TV Guide und Bilan).Um auf den maximalen Rabatt von 25 Prozent zu kommen, muss im Verlauf eines Jahres in allen Zeitungen zusammen ein Volumen von
12 Millionen Franken abgenommen werden. Wollte man bisher bei allen drei Tageszeitungen und der Sonntagszeitung auf den Maximalrabatt kommen, hätte man ein Umsatzvolumen von insgesamt 17,2 Millionen Franken erzielen müssen.
Stellen bereits rabattberechtigt
Bei den Zeitschriften ist der Unterschied nicht ganz so gross. Hier wäre bisher ein Totalumsatz von 1,465 Millionen Franken nötig gewesen, um bei allen Titeln auf den Maximalrabatt von 15 Prozent zu kommen, neu sind es noch 1,3 Millionen. Der Vergleich hinkt allerdings. Denn die Umsätze in Bilan werden nach Auskunft von Fabiana de Cassan, COO von Edipub, grundsätzlich mit dem Faktor vier multipliziert. Damit trägt Edipresse dem Umstand Rechnung, dass Bilan einen deutlich tieferen Seitenpreis hat als die drei anderen Titel. Und da das Wirtschaftsblatt zudem viele Inserenten hat, die keinen der anderen Titel belegen, wären diese mit der neuen Regelung wesentlich schlechter gefahren. Ähnliche Faktoren sollen nach Auskunft von Urs Donatsch von Publicitas Léman auch für die Lokalzeitungen sowie Terre & Nature eingeführt werden. Ganz auf Kombirabatte verzichten müssen die Inserenten trotz der neuen Verlagsabschlüsse nicht. Bei der Belegung von 24 Heures und Tribune de Genève am gleichen Tag beziehungsweise von Le Matin und Le Matin Dimanche innerhalb einer Woche ist ein zusätzlicher Rabatt geplant. Er ist noch nicht definitiv festgelegt, wird sich aber im tiefen einstelligen Prozentbereich bewegen. Weiterhin profitieren Inserenten in den Edipresse-Zeitungen von Farbzuschlägen, die in den Millimetertarif integriert sind. Und auch eine von SWA-Direktor Jürg Siegrist in der Werbewoche (WW 32) aufgestellte Forderung erfüllt Edipresse seit langem: Stellenanzeigen sind bereits jetzt gleich rabattberechtigt wie alle übrigen Inserate. Und dies wird auch mit dem Top Conto so bleiben.
Günstiger trotz PreiserhöhungenDie Mehrzahl der nationalen Auftraggeber dürfte im nächsten Jahr günstiger fahren, obwohl die Basispreise einzelner Edipresse-Titel teilweise angehoben werden. Nach Auskunft von Edipub-CEO Marcel Siegenthaler war dies auch das Ziel der ganzen Übung. Denn man wollte damit in erster Linie das Inserieren in der Westschweiz attraktiver machen, um dem Trend entgegenzuwirken, die Westschweiz ganz aus den Mediaplänen zu streichen. So gesehen wäre es also auch möglich, dass das Modell in einer späteren Phase auf weitere Verlage ausgedehnt werden könnte. Aber auch verlagsintern eröffnet das Modell interessante Perspektiven. Warum sollen nicht sämtliche Umsätze eines Kunden (zum Beispiel auch im Druckbereich) von Edipresse in die Rabattierung einfliessen?
Das Edipresse-Modell bietet jedenfalls für die Verlage in der Deutschschweiz eine ganze Menge Anregungen. Im Gegensatz zu den fixen Anzeigenkombinationen und Pools sorgt es dafür, dass der Umsatz in einem Titel nicht auf zwei (oder sogar mehr) Abschlüsse aufgesplittert wird. Alle jene Verleger, die jetzt noch nach Antworten auf den Metropool suchen, sollten sich vor der Bildung von irgendwelchen Ergänzungspools dieses Modell genauer ansehen. Interessant wäre es vor allem für die NZZ-Gruppe. Ihre Titelstruktur im Bereich der Zeitungen ist ja praktisch identisch mit derjenigen von Edipresse: Eine überregionale Tageszeitung samt Sonntagsausgabe sowie zwei regionale Tageszeitungen. Nachdem ab nächstem Jahr bei allen vier Titeln die Publicitas die Anzeigenregie innehat, könnte sie von den Vorarbeiten profitieren, die sie in der Westschweiz geleistet hat, und das Modell entsprechend anpassen. Allerdings wird dies auf Anfang nächsten Jahres wohl kaum mehr möglich sein. Denn der Aufwand zur Einführung einer solchen neuartigen Rabattstruktur ist nicht zu unterschätzen.
Denkbar wäre auch eine Ausdehnung des Modells auf die gesamte Presse in der Schweiz. Den Anfang könnte die Tagespresse machen, die bei den nationalen oder sprachregionalen Werbekampagnen Marktanteile verliert. Ein Abschluss über alle Tageszeitungen würde den Inserenten wesentlich mehr Vorteile bieten als die Aufsplitterung der Anzeigenvolumen auf Einzeltitel und Kombinationen. Die Publicitas als Verteidigerin der Printumsätze in der Schweiz ist gefordert.
Edipresse-Sitz in Lausanne: Hier werden unkonventionelle Ideen fürs Anzeigenbusiness ausgebrütet.
Die Freiheit des Rabattgewährens an Anzeigenkunden: Mit Top Conto geht Edipresse neue Wege.
Ueli Custer

Neue TV-Beilage für Hersant-Zeitungen

Programme Die Westschweizer Regionalzeitungen La Côte, L'Impartial und L'Express erhalten eine neue TV-Beilage namens TV Plus.

Programme Die Westschweizer Regionalzeitungen La Côte, L’Impartial und L’Express erhalten eine neue TV-Beilage namens TV Plus.Sie erscheint ab Anfang 2005 wöchentlich und wird auf Zeitungspapier gedruckt, wie der Newsletter des Werbevermarkters Publimedia meldet. Die Auflage beträgt 62934 Exemplare. Die drei Zeitungen gehören zur französischen Verlagsgruppe Hersant.

Bilanz attackiert Konkurrenz

Wirtschaftspresse Mit der neuen Erscheinungsweise will die Bilanz wieder in Schwung kommen und der Konkurrenz das Leben schwer machen.

Wirtschaftspresse Mit der neuen Erscheinungsweise will die Bilanz wieder in Schwung kommen und der Konkurrenz das Leben schwer machen.Ab Januar wollen die beiden Hochglanzmagazine der Wirtschaft, Bilanz (Jean Frey) und Bilan (Edipresse), ihren Erscheinungsrhythmus verdoppeln und 14-täglich auf den Markt kommen. «Wir werden das bisherige journalistische Menü auf zwei Gänge aufteilen», sagt Bilanz-Chefredaktor René Lüchinger. Entsprechend werden die Nummern etwas dünner und schrumpfen von derzeit 120 auf durchschnittlich 90 redaktionelle Seiten. Laut Lüchinger will man nicht «Lesestoff bolzen», sondern die bisherige journalistische Qualität und Tiefe pflegen, das Monatsmagazin für die Topelite der Wirtschaft sozusagen alle zwei Wochen liefern. Ein Insider meint, es müsse den Wirtschaftsmedien wohl sehr schlecht gehen, damit ein solcher Schritt nötig werde. Tatsächlich haben die Bilanz-Macher in den letzten zwölf Jahren zwischen vier- und fünfmal das Szenario durchgerechnet und die Risiken jedes Mal für zu gross befunden. Nachdem auch die Bilanz den anhaltend negativen Entwicklungstrend der Wirtschaftspresse mit einem Relaunch Anfang 2003 nicht brechen konnte, ist der Moment offenbar gekommen. Die Werbekampagnen mit kurzen Zyklen sind der ökonomische Motor für den Schritt. Denn wenn beispielsweise Swisscom sechsmal innert zweier Monate Werbung schalten wollte, dann ging sie in die Wochenpresse.
Zweifellos wird die neue Bilanz die Konkurrenz verschärfen. Andy Lehmann, Managing Director der Aegis Media Group Switzerland, sagt: «Wie weit die höhere Erscheinungsfrequenz auch im Lesemarkt Verschiebungen zeitigt, wird sich zeigen. Möglich, dass sich ein künftiger Abonnent ein Wochenmagazin sparen wird.» Für Cosima Giannachi, Geschäftsleiterin bei Mindshare, steht ausser Zweifel, dass die neue Bilanz bei Finanztiteln wie Cash und Finanz und Wirtschaft Werbeeinnahmen abschöpfen wird. «Diese werden ein bis zwei Schaltungen pro Werbekampagne verlieren», schätzt sie.
Dietmar Bemberg, Managingpartner von Optimedia und BG Media wertet zwar den Schritt der beiden Titel in der derzeitigen Wirtschaftslage als mutig, zumal solvente Auftraggeber wie die Grossbanken ihre Werbeetats noch nicht wieder aufgestockt hätten. «Aber eine Euphorie darf man nicht erwarten», meint er.
Skeptisch äussert sich Christof Kaufmann, CEO bei der Mediaagentur OMD Schweiz AG. «Ich gehe davon aus, dass man im Hause Jean Frey die Rechnung gemacht hat und die Mehreinkünfte durch Inserate höher liegen als die Mehrkosten des neuen Erscheinungsrhythmus», sagt er. Doch der Inseratemarkt sei in den beiden Segmenten, deren Leserschaft die
Bilanz anspreche, hart umkämpft.
Im Segment der Finanzdienstleistungen konkurriere, so Kaufmann, das Blatt mit Cash, NZZ,
Finanz und Wirtschaft sowie mit der HandelsZeitung. Im Segment Luxusgüter wie Uhren, Parfums, Mode und Autos, das auf Privatpersonen zielt, sind zum Beispiel Weltwoche, die Sonntagspresse und Facts aktiv. Kaufmann geht davon aus, dass alle Titel Federn lassen werden, auch die Sonntagspresse. Besonders Facts sieht Kaufmann gefährdet. «Ich kann mir anhand der Anzahl Inserate nicht vorstellen, dass Facts zurzeit schwarze Zahlen schreibt», meint er. Auch bei Cash, das formatmässig schräg in der Landschaft stehe, müsse zwingend etwas geschehen.
Der Chefredaktor von Cash, Dirk Schütz, hat denn auch «mit einer gewissen Überraschung» den Schritt der Bilanz wahrgenommen, deren Teppichetage er als früherer stellvertretender Chefredaktor von innen kennt. Er hält den Zweiwochenrhythmus für «unnatürlich» und betont, die Umstellung des deutschen Wirtschaftsmagazins Capital, des einstigen Bilanz-Vorbilds, gelte in der Branche als Fehlentscheid. Schütz bekommt nun Unterstützung von Bruno Affentranger, der als bisheriges Mitglied der Bilanz-Chefredaktion jetzt als stellvertretender Chefredaktor zu Cash wechselt.
Nicht der Erscheinungsrhythmus, der sich letztlich am Kiosk entscheide, ist für Affentranger der Hauptfaktor. Sollten sich Mehrertrag und Mehrkosten als Nullsummenspiel herausstellen, dann sei das Projekt misslungen. Anders als die meisten seiner Kollegen befürchtet er allerdings nicht, dass die Wirtschaftspresse sich weiter konsolidiere, denn die Blätter seien ja alle immer noch im Markt präsent: «Die Frage ist, ob man die konjunkturellen Schwankungen bei Mindererträgen mit einem Minderaufwand auffangen kann».
«Aber eine Euphorie darf man nicht erwarten.»Dietmar Bemberg,
Optimedia
«Ich gehe davon aus, dass man die Rechnung gemacht hat.»
Christof Kaufmann, CEO OMD Schweiz
«Möglich, dass sich ein Abonnent ein Wochenmagazin spart.»
Andy Lehmann, Aegis Media Group
«Wir werden das bisherige Menü auf zwei Gänge aufteilen.»
René Lüchinger, Chefredaktor Bilanz
Hält den Zweiwochenrhythmus für «unnatürlich». Dirk Schütz,
Chefredaktor Cash
«Finanztitel werden ein bis zwei Schaltungen verlieren.»
Cosima Giannachi, Mindshare
René Worni

Le Nouvelliste stärkt Stellung im Chablais

Zeitungen Der Walliser Verlag Rhône Média integriert die Lokalwochenzeitung Chablais Magazine in sein Flaggschiff Le Nouvelliste.

Zeitungen Der Walliser Verlag Rhône Média integriert die Lokalwochenzeitung Chablais Magazine in sein Flaggschiff Le Nouvelliste.Damit soll die Stellung der Tageszeitung in der Region um Monthey und Aigle gestärkt werden. Die Redaktoren des Chablais Magazine stossen zur örtlichen Lokalredaktion des Nouvelliste, die damit von zwei auf fünf Vollzeitstellen ausgebaut wird. Ganz verschwinden wird das Magazine nicht: Es soll zu bestimmten Veranstaltungen und lokalen Themen als Beilage des Nouvelliste erscheinen.

Moderator mit Handicap

Wenn der Chef gern Golf spielt, kann es durchaus sein, dass die Firma irgendwann ein Turnier veranstaltet.

Wenn der Chef gern Golf spielt, kann es durchaus sein, dass die Firma irgendwann ein Turnier veranstaltet.So geschehen bei Michi Frank, seines Zeichens CEO von IP Multimedia, der die IPM-Golf-Trophy ins Leben rief, um auch berufeshalber einmal ein bisschen auf dem Fairway herumdreschen zu können. Der Wettkampf wurde ausgetragen als Scramble, das heisst nach Teamwertung.Neben dem Shortlistautor starteten übrigens gleich drei weitere Golf-Neulinge in ihr erstes Turnier. Mit unterschiedlichem Erfolg: Glückskind Frank Bodin belegte (wie hätte es anders sein können?) den ersten Platz, die Mannschaft mit SWA-Geschäftsführer Jürg Siegrist fand sich in der Schlussabrechnung im fünften, dasjenige von Michi Frank im sechsten Rang.
Die nach Abendessen und Preisverleihung spontan von Hélène Müller von der Personalvermittlung Headaway & Stone und Christian Lindgens, Lindgens Global Asset Management, gesponserten Single Malts und Zigarren erfreuten nicht nur Zunge und Gaumen, sondern entlasteten gleich auch das Budget des Veranstalters. Weshalb sicher nächstes Jahr wieder ein IPM-Turnier durchgeführt werden kann.
Trotz viel Lob, gemosert wird jetzt doch noch ein bisschen. Als Anmerkung für die Veranstalter: Die mit Radiospotzeit in Höhe von 20000 Franken dotierte Prämie für ein Hole-in-One – gewonnen hat sie niemand – dürfte so gar nicht ausgeschrieben werden. Um Sponsoringauswüchsen entgegenzuwirken, verbietet nämlich das Amateur-Statut dem Nicht-Profigolfer, Preise in solcher Höhe anzunehmen. Dies jedenfalls ist im hinteren Teil der offiziellen Golfregeln des Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews nachzulesen.
Mit der Cannes-Rolle war letzte Woche ein weiterer Wettbewerb auf dem Programm. Trefflich lässt sich dabei feststellen, was andere anscheinend besser gemacht haben. Der internationale Werbejahrgang 2004 darf übrigens als durchschnittlich bezeichnet werden. Zur Hochform aufgelaufen ist hingegen Moderator Claudio Zuccolini – übrigens beim IPM-Golf mit Bodin auf dem ersten Platz – der sich als Ex-Promi vorstellte: «Sie kennen mich vom Fernsehen her, ich war mal ein berühmter Moderator.» Natürlich freute sich Zucco diebisch, endlich wieder einmal Werbung anzusagen. Das sei ja auch bei Spozz auf SF DRS seine Domäne gewesen.
Sehr doppeldeutig hingegen die Bemerkung von Matthias Luchsinger, der Zuccolini als unsere Anke Engelke bezeichnete. Vermutlich wollte der Cinecom-CEO gar nicht auf die Einschaltquoten anspielen. Anyway – aus Moderatorensicht sind sowieso Regisseure und Produzenten schuld an schlechten Quoten – und sicher nicht die Anchormen.
Beat Fritschdarf als alter Zocker natürlich auch auf dem Golfplatz nicht fehlen. Nach Backgammon, Videogames und Billard-spielen allerdings ein eher jüngeres Hobby, weshalb die IP-Multimedia-Golf-Trophy das erste echte Turnier war, welches der Shortlistautor bestritt. Mit Erfolg, wie sich zeigte, denn in der Endabrechnung belegte das Team mit dem Rookie den dritten Platz. Und gewann, besser hätte man es nicht treffen können, vier Sony-Playstations.
Gewinner gabs auch in der Maag Event Hall an der von Cinecom durchgeführten Visionierung der Cannes-Rolle 2004. Sämtliche Shortlist-Platzierten und natürlich auch der einzige heimgeholte Löwe kamen dort nochmals zu Ehren.
Traumziel verfehlt: Keiner schaffte ein Hole-in-One.
Cannes-Rolle 2004: Nur ein durchschnittlicher Jahrgang.
Extrem angefressene Golfer: Single-Handicapperin Nadine Kündig mit Partner Peter Marti (l.) und IPM-CEO Michi Frank.

Siegerteam: Jürg Schubiger, Schubiger Möbel, mit Claudio Zuccolini, Marcel Bosshard und Frank Bodin (v. l.).
Flightpartner des Shortlistautors: Hélène Müller von Headaway & Stone und die Werber Martin Denecke (l.) und Roli Lacher.
Unterschiedliche Platzierungen: Theophil Butz (2.), Peter Lesch (6.) und Patrick Lienert (5.) am IPM-Turnier (v. l.).
Hatten Organisation und Turnier fest im Griff: Elena Bonomi (l.) und Bettina Singeisen von IPM, mit GC-Kyburg-Mitglied Roman Gasser.
Rechtzeitig aufs Dinner gekommen: Goldbach-CEO Klaus Kappeler mit Victor Zindel, Zindel Golf Services, und Jürg Siegrist (v. l.).
Beim Apéro in der Music Hall des Maag-Areals: Andres Brütsch, Matthias Luchsinger und Rudi Haller (v. l.).
Rettete mit dem Suva-Inserat und dem Bronze-Löwen quasi die Schweizer Ehre: Claude Catsky mit Partnerin Sally.
En-Vogue-Inhaber Claudio Tollardo mit Moreno Cavaliere vom Kategoriensponsor Publimedia und Daniel Pauletto, Cinecom (v. l.).
Engagement bei Outdoor: Die Christinger-Geschäftsführer Karlheinz Kaiser (l.) und Dani Weissbaum mit Freundin Sandra Bühlmann.
Unterhielten sich bestens: Muriel Meyer, von der Krea-Agentur Mifflin Schmid, und Cinecom-Marketingleiter Jean-Claude Bruhin.
Blendende Cüplilaune: Publicis-CD Philipp Skrabal (l.) mit Markus Ruf und Katja Puccio von Ruf Lanz.
Charmebolzen: Nina Wick (l.) von Meyer Schianchi Werbeagentur und Bettina Buccheri vom Parfum-Generalimporteur Puig S.A.
Frauenpower: Die beiden Advico-Juniors Karin Krummenacher und Laurence Bolinger mit Sabrina Arthur, Assi bei JvM (v. l.).
Ladies’ Night: Eve Gallagher, Tereza Stäheli, Annette Weisskopf und Josy Fernando (v. l.) auf der Pirsch in der Maag Event Hall.
Ein wirklich hübsches Paar: Judith Brändle von Vizeum Connections mit Simon Stauber von Orange an der Cannes-Rolle.
Freundschaft über die Agenturgrenzen hinaus: Axel Eckstein und Sacha Baer, JvM/Limmat, mit Pascal Baumann, Advico Y & R (v. l.).
Erfolgreiches Gespann, wenn es um Commercials geht: CD Danielle Lanz, Mitinhaberin Ruf Lanz, und Regisseur Serge Höltschi.
Vielleicht gehts das nächste Mal noch ein bisschen cooler: Die Geschäftspartner Matthew Katumba (l.) und Alex Taiganidis an der Bar.
Is it really direct? Remo Bachmann, Fisch Meier Direkt, Christian Hansen, Lowe Direct, sowie Oliver Künzler, Trendcommerce (v. l.).
Fachsimpeln über Juryarbeit: Cannes-Juror Bene Abegglen (l.) und Daniel Krieg, KSSJ, Jurymitglied beim Eurobest-Wettbewerb.

Initiantin mit Sinn für Sterne

Silvia Affolter expandiert mit CityGuide TV. Dieses soll nun auch für Mediaagenturen und nationale Players interessant werden.

Silvia Affolter expandiert mit CityGuide TV. Dieses soll nun auch für Mediaagenturen und nationale Players interessant werden.Das Ende des Schweizer Programmfensters von RTL/Pro 7 nach nur sieben Monaten verärgerte sie massiv. Doch die unerwartete Freistellung gab ihr auch die Idee für eine noch bessere Zukunft: «Was soll das?»: Immer werde sie geholt, um als Frontfrau Aufbauarbeiten für einen neuen Sender zu machen. Weil sie wohl «eine Gschaffigi» sei. Aber auch bei Schweiz 4 und S Plus hiess es nach ein paar Monaten für die Moderatorin nur «Danke und Tschüss». Da sagte sich Silvia Affolter trotzig: «Ein weiteres Mithelfen ohne Verantwortung und Beteiligung interessiert mich nicht. Wieso also nicht die Kräfte für ein eigenes Projekt mobilisieren?»Das Resultat flimmert diesen Herbst bereits im vierten Jahr über die Bildschirme von inzwischen mehr als 40 Luxushotels. «CityGuide TV, mein eigener Fernsehsender, ist bei allen Empfängern überall auf dem ersten Kanal aufgeschaltet.»
Zwar wäre der Start dieses «ersten umfassenden Hotelfernsehens der Schweiz» in letzter Minute fast noch in den Abgrund gerissen worden. Die Kopien der Pilotsendung wurden am 11. September 2001 in die ersten zwölf Zürcher Hotels ausgeliefert. Am Tag danach brach der Tourismus weltweit zusammen. «Zum Glück hatten wir bereits genug abgeschlossene Werbeverträge», erinnert sich Affolter an diesen bangen Beginn.
Werbung und Infos für die klar umrissene Zielgruppe der Geschäftsleute und Touristen, die «nach wie vor» in Luxushotels absteigen, ist die Geschäftsidee Silvia Affolters. CityGuide TV bietet ein 15-minütiges, «hochpositioniertes» Hotel-TV mit einem unterhaltenden Mix redaktioneller Tipps und bezahlter Infos. Das Programm kommt als Loop ab einer DVD und ist in der Regel bereits eingeschaltet, wenn der Gast sein Zimmer betritt. Nach Messungen der Pay-TV-Anbieter packen 98 Prozent der Gäste ihre Koffer mit eingeschaltetem Fernseher aus. Mit einer eigenen Marktforschung hat Affolter herausfinden lassen, dass ihrem Hotelfernsehen dabei eine Aufmerksamkeit von 15 Minuten gewiss sein kann. Diese Zeit nutzt CityGuide TV für einen redaktionellen Ablauf mit fünf Themen, die jeweils von kurzer Werbung unterbrochen sind. Um die Zuschauer nicht nur anonym anzusprechen, präsentiert der Hotelkanal seine Inhalte mit sympathischen und elegant gestylten Moderatorinnen. Für die Sendungen in Zürich, Luzern und Gstaad führt die in Neuseeland geborene Ex-Miss-Schweiz Mahara McKay perfekt durch die englischsprachige Version. Christina Surer begrüsst die Zuschauer im deutschen Programm. Für die soeben neu akquirierten Hotels wird zurzeit nach einem welschen Aushängeschild gesucht.
«Ich bin in einem Hotel und erfahre erst am dritten Tag, dass es auf dem Dach noch einen Swimmingpool oder eine Squashhalle gibt.» Diese leidige Erfahrung haben schon unzählige Geschäftsleute gemacht. Im ersten Themenblock präsentiert CityGuide TV deshalb individuell für jede Adresse einen möglichst einladenden Film über die Infrastruktur des Hotels. Darin darf auch das persönliche Begrüssungswort des Direktors nicht fehlen.
Im zweiten Kapitel werden «die Musts und ein paar Geheimtipps» aus dem touristischen Umfeld des Hotels vorgestellt. «Da machen wir unentgeltlich Werbung für die Region», sagt Affolter. Sie darf dafür im «Qualitätsbeirat» für ihre Firma auf Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, zählen und auch auf Urs Heller von Ringiers «GaultMillau».
«Culture», «Shopping» und «Going Out» heissen die Beiträge, in denen Affolters Redaktion selber recherchierte Tipps abgibt wie auch bezahlte Adressen schaltet. Das Hotelfernsehen kommt jeweils am 1. Oktober und 1. April mit einem neuen Programm.
Die Dienstleistung wird nur in 5-Sterne- und 4-Sterne-Hotels wie «Widder», «Baur au Lac», «Hilton Zürich Airport», «Bürgenstock Hotels & Resorts» oder demnächst auch «Palace Hotel Gstaad» angeboten. Jede Ausgabe ist getragen von ein paar Hauptwerbeinvestoren wie Bucherer, Swiss Casinos, Bank Hoffmann oder BMW. Der Rest ist weitgehend redaktionell. «Wir wollen dem Gast keine ungewünschte Berieselung, sondern einen exklusiven Service bieten.» Trotzdem freut es Affolter natürlich, dass sie mit ihrer Idee als Einzige in den sonst für Werbung zum Tabu erklärten Zimmern nicht nur eingelassen, sondern gar willkommen ist. «Die Hoteliers haben erkannt, dass sie mit uns eine Win-Win-Situation haben.»
Dank solchen Hoteliers kann CityGuide TV jetzt «schnell wachsen». In der Anfangsphase war das nicht immer so leicht, denn Hoteliers würden «täglich überströmt mit Anfragen» von Sauna-Herstellern, Weinhändlern oder anderen Lieferanten, die in diesem Segment geschäften wollen, erklärt Silvia Affolter.
Für das Ziel, ein «gesamtschweizerisches Luxus-Fernsehen» zu werden, arbeitet seit einem halben Jahr auch Silvias Partner Siro Barino mit. Der frühere Mediensprecher von Swissair und der Credit Suisse Group hat sich selbstständig gemacht und sorgt als stellvertretender Geschäftsführer für die weitere Expansion von CityGuide TV, «damit wir auch interessant werden für Mediaagenturen mit nationalen Kampagnen», meint Affolter.
Die zur Geschäftsführerin avancierte Miss, Schauspielerin und Moderatorin, die früher vor allem Fernsehen machen wollte, lässt heute die Dreharbeiten für ihre Beiträge immer öfter von ungefähr zehn freien Profis realisieren. Dafür ist der Verkauf der Werbung Chefsache. «Ein solches Projekt kann nur verkauft werden, wenn man das Projekt wie sein eigenes Baby behandelt.»
Bei so viel Engagement bleibt privat nicht viel Zeit für Hobbys, hauptsächlich widmet sie sich dann ihrem inzwischen siebenjährigen Sohn Noël. Aber das geht, denn sie sei «grausam organisiert», sagt die Frau, die nun endlich nicht mehr so einfach aus dem TV-Business weggezappt werden kann.
Silvia Affolter peilt mit ihrem Hotel-TV Geschäftsleute und Touristen an.
Andreas Panzeri

Ein Effie für Blocher

Aufgefallen Der (medial) bestgehasste Politiker der Schweiz ist zugleich deren wirkungsmächtigster Kommunikator. Selbst wenn er schweigt, wie etwa zur Einbürgerungsabstimmung.

Kolumne Der (medial) bestgehasste Politiker der Schweiz ist zugleich deren wirkungsmächtigster Kommunikator. Selbst wenn er schweigt, wie etwa zur Einbürgerungsabstimmung.Für einen, der es eigentlich niemandem wirklich recht machen kann, ist es eine reife Leistung, der beste Kommunikator des Landes zu werden.Die Rede ist von Christoph Blocher. Nach wie vor versteht es niemand besser, authentisch und mit unerreichter Wirkkraft über die Rampe zu bringen, was ihm wichtig ist. Dabei mag ihn in der etablierten Medienwelt fast niemand; einige verfolgen ihn gar mit jakobinischem Hass. Es ist schon beeindruckend, wie der Mann, der im Ruf der Unberatbarkeit steht, aus diesen Reibungswiderständen Energie zieht und – von seinem Standpunkt und vom Resultat her gesehen – alles fadengerade richtig macht.
Immer und überall werden dem ehemaligen Oppositionspolitiker Kommunikationsfallen gestellt. Mit der Keule des so genannten Kollegialitätsprinzips wird ihm zum Beispiel zugemutet, gegen Vorlagen anzutreten, die er als Parlamentarier soeben noch mit Vehemenz bekämpft hat. Doch das tut ein Blocher nicht, denn als Kommunikator denkt er zuerst an sein Stammpublikum. Als Kurt Furgler in der Abtreibungsfrage in den Ausstand trat, hat das niemand gestört. Als Blocher jedoch in aufreizender Gleichgültigkeit die Einbürgerungsvorlagen an sich vorbei an die Wand fahren liess, haben die politisch Korrekten aufgeheult.
Deiss, Leuenberger und Couchepin – die zuvor alle nicht die Courage hatten, Blocher per Mehrheitsbeschluss das Dossier zu entziehen – schickten Vasallen vor, um im letzten Augenblick moralische Empörung zu zelebrieren. Das Volk merkte natürlich, dass Frau Leuthard, Herr Schweiger und Genosse Fehr nur noch eine Entschuldigung für die sichere Niederlage suchten. Das Abstimmungsergebnis bewies dann auch, dass Blocher seine Ziele selbst mit Nicht-Kommunizieren zu erreichen versteht.
Einmal mehr hat ihm dabei weniger das eigene Genie als die Feigheit seiner Gegner geholfen. Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich halte seinen Standpunkt für verfehlt und die sicher nicht ohne sein Zutun entstandene Anti-Muslim-Propaganda für widerlich. Den Effie-Preis für den durchschlagendsten Kommunikationserfolg – immerhin gegen die vereinigte öffentliche Meinung – hätte er dennoch verdient.
Eine andere Falle wurde dem zum Magistraten erhobenen Volkstribun unlängst am Verlegerkongress in Lausanne gestellt. Während Gerhard Schröder eine 08/15-Rede wie am Gewerkschaftskongress von Wanne-Eickel hielt, ging Blocher mit Lust und List, aber auch mit Souplesse auf das Thema Medienmacht ein. Mit erlesenen Bosheiten wie: «Eigenartigerweise ist die Vielfalt gerade bei den Tatsachenschilderungen relativ gross. Bei den Stellungnahmen dagegen beobachte ich eine beelendende Eintönigkeit. Müsste es nicht eher umgekehrt sein?»
Wer immer sie geschrieben hat: Die Lausanner Rede war intelligent, höflich und überaus treffend. Christoph Blocher verstand es, sich in einer Welt der politisch korrekten Verlogenheit als Partisan des gesunden Menschenverstands darzustellen.
Dabei sagte er bemerkenswerterweise eigentlich nur Selbstverständlichkeiten: etwa, dass die Medien sich, frei von Staatskrücken, auf ihre Informations- und Wertungsaufgabe konzentrieren sollen; dass ihnen der Staat keine Aufträge zu erteilen hat; dass nur Meinungsstreit und Widerspruch der Wahrheitssuche dienen; dass Kommentare frei und Tatsachen heilig sind und dass es verbotene Themen nicht geben darf. Warum, zum Teufel, muss man hier zu Lande Christoph Blocher sein, um solche Binsenwahrheiten auszusprechen?
Apropos mediale Blocher-Wahrnehmung: Der Justizminister lädt die Bundeshauspresse und alle Kamerateams ins Marzilibad an die Aare ein. Er zieht Schuhe und Socken aus, dann schreitet er leichtfüssig über das Wasser. Am nächsten Tag ist das Foto auf Seite 1 im Blick, dazu die Schlagzeile: «Dies ist der Beweis: Blocher kann nicht einmal schwimmen!»
> Karl Lüönd ist Publizist und Leiter des Medieninstituts vom Verband Schweizer Presse.

Sicher in die Grube

Prävention Die Suva will Arbeitnehmer für das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz verstärkt sensibilisieren.

Prävention Die Suva will Arbeitnehmer für das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz verstärkt sensibilisieren. Mit 260000 ist die Zahl der Berufsunfälle im Jahr 2003 im Vergleich zu denjenigen in der Freizeit niedrig. Zudem verzeichnet die Suva einen jährlichen Rückgang an Vorfällen. Trotzdem sieht die wichtigste Trägerin der obligatorischen Unfallversicherung nach wie vor Handlungsbedarf bei der Prävention. Unter der Angebotsmarke SuvaPro und mit dem Motto «Handeln, bevor etwas passiert», will die Versicherung Arbeitgeber und -nehmer auf die Gefahren am Arbeitsort aufmerksam machen. Die ethische und gesetzliche Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz liegt beim Arbeitgeber. Aber auch die Arbeitnehmer tragen eine gesetzlich verankerte Eigenverantwortung bezüglich der Arbeitssicherheit. Demnach sind sie verpflichtet, Gefahrenpotenziale zu beseitigen oder dem Arbeitgeber zu melden.
Bei der Eigenverantwortung setzt auch die Ende September angelaufene Präventionskampagne von SuvaPro an. Betreut wird die Angebotsmarke von der Zürcher Agentur Ruf Lanz, die ebenfalls für die Auftritte von SuvaLiv verantwortlich zeichnet. Realisiert hat das Team um Danielle Lanz und Markus Ruf neben einem Anzeigensujet einen TV-Spot.
Für die Sensibilisierung auf die Gefahren im Berufsumfeld setzt das Kreativteam beim Worst-case-Szenario eines Unfalls an: In einer morbiden Nebellandschaft und begleitet von dramatischen Klängen hebt ein Mann am Fusse eines Baumes ein Grab aus. Erst durch den Perspektivenwechsel der Kamera erkennt der Betrachter, der Protagonist ist nicht Totengräber, sondern Bauarbeiter. Durch die Sicherung der Mulde wird das vermeintliche Grab zur harmlosen Baustelle.
Kein Sinn für Humor«Die Auflösung mit dem Bau macht deshalb Sinn, weil die Baubranche einen grossen Teil der Suva-Versicherten stellt», sagt Markus Ruf. Denn während die meisten Präventionsmassnahmen der Suva direkt in den Betrieben erfolgt, soll die aktuelle Kampagne eine breite Öffentlichkeit erreichen. Deren Präferenzen bezüglich der Umsetzung hat die Suva im Vorfeld in einem Publikumstest ermittelt. Zur Beurteilung standen neben der realisierten, dramatischen auch eine humorvolle Inszenierung des Slogans «Handeln Sie, bevor etwas passiert». Dabei fiel die lustigere Geschichte klar durch. Dazu Danielle Lanz: «Die Ergebnisse von Pretests sind sehr unberechenbar. Beim SuvLiv-Spot mit der Männer-Toilette zum Beispiel hat die pointiertere Umsetzung das Rennen gemacht.»
Das Anzeigen-Sujet, welches ebenfalls zum Einsatz kommt, geht in der Umsetzung einen Schritt weiter: Ein Chirurg trägt die sterile Mundmaske als Augenbinde, um den unschönen Anblick des Patienten zu vermeiden. Dank dem relativ neutralen Visual kann die Anzeige, so Markus Ruf, auch für andere Suva-Angebotsmarken eingesetzt werden.
Während das Arzt-Sujet als Gelegenheitsinserat den Spot flankiert, läuft dieser während rund einem Monat gesamtschweizerisch. Alternierend mit den Auftritten der übrigen drei Suva-Marken soll der SuvaPro-Film auch in den kommenden zwei Jahren zum Einsatz gelangen. Gedreht wurde der Spot übrigens mitten in der Stadt Zürich, im Bederpark. Die zugeschüttete Grube ist nach wie vor von einem rot-weissen Plastikband umzäunt – allerdings dient dieses weniger der Unfallprävention als dem ungestörten Wachstum des frisch gesäten Rasens.
Ein klarer Fall? Die morbide Szenerie verwandelt sich plötzlich zur simplen Baustelle.
Schockwirkung beabsichtigt: Im Dienst der Suva will Ruf Lanz für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen. >> Seite 7
Simone Keller

Und es hat Boom gemacht

Lokalfernsehen Das Werbekombi der Regionalsender will die Umsätze dieses Jahr erneut verdoppeln.

Lokalfernsehen Das Werbekombi der Regionalsender will die Umsätze dieses Jahr erneut verdoppeln.Was die TV-Werbung betrifft, hat es das erste Halbjahr 2004 in sich. Nicht nur für die SRG-Sender und die Werbefenster ging die Post ab wie kaum je zuvor. Mit mehr als doppelt so hoher Zuwachsrate profitierten die lokalen und regionalen Sender gar deutlich überdurchschnittlich (siehe Tabelle Seite 16).Noch augenfälliger wird der steile Aufwärtstrend angesichts der Zahlen des TeleNewsCombi (TNC), der Werbekombination der sieben grossen Deutschschweizer Stationen. «Wir haben bereits im ersten Halbjahr 2004 praktisch gleichviel Umsatz gemacht wie über das ganze Jahr 2003», berichtet TNC-Geschäftsführer Marcel Geissbühler. Er gehe davon aus, dass bis Ende Jahr eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr erreicht werde. Und dies, nachdem die TNC-Erlöse bereits 2003 gut hundert Prozent gestiegen waren.
Die Gründe für den Boom sind nicht nur bei den massiv ausgebauten Werbekombis zu suchen, die alleine in diesem Jahr um vier neue Angebote Zuwachs erhielten (siehe Kasten Seite 16). «Den eigentlichen Durchbruch brachte der Sprung in die Planungstools der Publisuisse per Anfang 2003, denn erst mit diesem Schritt wurde das TNC-Angebot wirklich planbar», so Geissbühler.
Knappe Budgets helfen Lokal-TV
Dass der Verbund der lokalen Sender bei den Kunden immer besser ankommt, führt Geissbühler vor allem auch auf die «stabile und weiter steigende Leistung» zurück. «Allein im ersten Halbjahr 2004 ist das TNC-Werbeblockrating bereits wieder um 10 Prozent gewachsen», so Geissbühler.
In den regionalen Werbemärkten, in denen die Lokalsender seit Jahren gut verankert sind, machen die Zuwachsraten nicht mehr ganz so grosse Sprünge. Eine Ausnahme ist TeleBasel, das die Umsätze im lokalen Markt im ersten Halbjahr 2004 um das Zweieinhalbfache ausbauen konnte. Und ebenfalls TeleZüri schneidet mit einem kräftigen Zuwachs um 30 Prozent überdurchschnittlich ab. Allerdings bewegt sich der Zürcher Sender hinsichtlich Werbemix in ganz anderen Dimensionen als die Kombi-Partner: Sein Anteil an nationaler Werbung liegt bei 80 Prozent, während das Verhältnis zwischen lokalen und nationalen Auftraggebern bei den übrigen Sendern ziemlich genau umgekehrt ist.
Die Sender TeleBärn, Tele M1 wie auch TeleTop meldeten hingegen für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres übereinstimmend Zuwachsraten bei der lokalen Werbung im Bereich von ungefähr zehn Prozent. «Wir profitieren von den knappen Werbebudgets der Auftraggeber. Denn diese haben nun gemerkt, dass Werbung im Lokalfernsehen günstiger ist als in Print oder Radio», erklärt Michele Macaluso, Marketing- und Verkaufsleiter bei Tele M1 und TeleTell.
Diese Einsicht noch nicht gemacht haben aber offenbar die Auftraggeber im Einzugsgebiet des erst seit fünf Jahren sendenden TeleOstschweiz (TVO), bei dem eine positive Umsatzentwicklung erst seit Mitte des laufenden Jahres eingesetzt habe. TVO-Geschäftsführer Peter Schwager führt die stotternde Entwicklung im lokalen Markt auf nach wie vor vorhandene Berührungsängste gegenüber der TV-Werbung zurück. «KMU gehen immer noch von der falschen Annahme aus, Lokal-TV sei kompliziert, aufwändig und teuer», so Schwager. Dies könne nur durch ständige Kommunikation mit dem Markt korrigiert werden.
Dreifache MarktbearbeitungEines der wichtigsten Erfolgsrezepte des TNC ist aber gerade die intensive Präsenz im Markt. Diese wird nicht alleine durch Radiotele, die das Vermarktungsmandat hat, sichergestellt. Zusätzlich arbeiten die Vermarktungsabteilungen der einzelnen Sender in ihrem Gebiet auch für das TNC. Und ebenfalls die Publisuisse, welche für das Lokal-TV-Kombi die technische Abwicklung besorgt, wirkt beim Werbezeitenverkauf unterstützend mit. «Es ist die Leistung im Verbund, die uns den Erfolg bringt», stellt Geissbühler fest. Und er fügt an: «Am Schluss sieht man oft nicht mehr, wer einen neuen Kunden hereingeholt hat.»
Nach dem stürmischen Ausbau der Werbeangebote im laufenden Jahr ist für den Moment eine Verschnaufpause angesagt. Der jüngste Ausbauschritt, die Übernahme der Sendung «Tierisch» durch die sieben TNC-Mitglieder, war vielleicht bereits einer zu viel, wie die stagnierenden Zuschauerzahlen zeigen. Momentan seien keine neuen gemeinsamen Sendungen oder Werbeangebote geplant. «Jetzt heisst das Stichwort Konsolidieren», erklärt der TNC-Geschäftsführer.
Viel verspricht er sich vom TrendPool, einer Kombination von «SwissDate» und «Lifestyle» mit den Jugendsendungen auf SF 2, die seit Anfang dieses Jahres im Angebot ist. «Damit können wir eine neue Kundengruppe ansprechen, welche für junge und trendige Produkte steht.» Solche Diversifizierungen, die eine Ausweitung des Kundenkreises mit sich bringen, seien zwingend, um weiter zu wachsen.
Nötig sei aber auch, mit den Werbeangeboten noch klarer präsent zu sein im Markt. «Und wir müssen weiter intensiv daran arbeiten, dass das TNC zu einer starken Marke wird», so Geissbühler. Sein Ziel: Das TNC soll zu jeder guten TV-Kampagne dazugehören. Das sei nicht nur Wunschdenken. «Wir sind auf gutem Wege dorthin», ist der TNC-Geschäftsführer überzeugt.
Schlusslicht Fernsehwerbung holt aufDas erste Halbjahr 2004 hat der Schweizer TV-Werbung endlich die lange erwarteten Marktanteilsgewinne gebracht. Mit einem Zuwachs um fast 15 Prozent oder gut 50 Millionen Franken startete das Fernsehen durch, während sämtliche übrigen Mediengattungen stagnierten oder sogar weitere Verluste verzeichnen mussten.
Mit der erdrutschartigen Verschiebung setzt das Fernsehen in der Schweiz, das mit einem Anteil von rund 18 Prozent an den gesamten Werbeausgaben bisher das Schlusslicht in Europa war, zur Aufholjagd an: Allein zwischen Januar und Juni 2004 kletterte dieser Wert laut Media Focus auf 21,1 Prozent.
In absoluten Zahlen profitierten zwar die SRG-Sender und die Werbefenster am meisten, wie die Tabelle zur Entwicklung der Brutto-Werbeausgaben von Januar bis August 2004 zeigt. Beim prozentualen Zuwachs schnitten die Lokal-TVs mit 22,5 Prozent aber gut doppelt so stark ab. (dse)
Boom neuer WerbekombisWährend drei Jahren war der Newsblock das einzige Werbeangebot des TeleNewsCombi (TNC), heute stehen bereits sechs Kombinationen zur Wahl. Der entscheidende Schritt folgte Anfang 2003 mit der Lancierung des InfoPool, einer Kombination des SF-DRS-Werbeblocks vor der «Tagesschau» mit dem TNC-Werbeblock um 18.15 Uhr.
Danach kam in rascher Folge eine Reihe weiterer wöchentlicher Angebote hinzu: Zunächst «SwissDate», dieses Jahr der «Lifestyle»-Block und nun der «Tierisch»-Block. Auch in der Zusammenarbeit mit SF DRS wurde 2004 ein weiteres Kapitel geöffnet: Der neue TrendPool kombiniert die Formate «SwissDate» und «Lifestyle» mit den Jugendsendungen auf SF 2. (dse)
Ausgezeichnet unterwegs: Bei den lokalen Fernsehen fliessen die Einnahmen dank des Werbekombis reichlich.
Daniel Schifferle
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